Paranoia, Wahn und der Dritte Weltkrieg

Als im Jahre 1949 die NATO gegründet wurde, geschah das offiziell als Reaktion auf die latente und anwachsende Bedrohung der US-amerikanischen Nation und ihrer westlichen Verbündeten durch die aggressive kommunistische Sowjetunion. Überhaupt seien die teuren Werte westlicher Demokratie durch kommunistische Diktaturen bedroht. War dem tatsächlich so? Untersuchen wir dazu einmal die geostrategische Politik westlicher Staaten in den 1940iger und 50iger Jahren.

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Der Council on Foreign Relations und das Grand Area

Am 24. Juli des Jahres 1941 – seit einem Monat drang die deutsche Wehrmacht unaufhaltsam auf sowjetischem Hoheitsgebiet nach Osten vor – wurde in den USA eine Denkschrift verfasst. Eine Denkschrift die von enormen Einfluss auf die weitere strategische Politik der Vereinigten Staaten gewesen sein dürfte. Überschrieben war sie mit dem Titel „Grand Area Planning“, zu deutsch Großgebietsplan. Dieses Memorandum wurde umgehend an den damaligen Präsidenten Franklin D.Roosevelt weitergeleitet. Die in ihm beschriebene Konzeption erklärt schlüssig das politische -, wirtschaftliche

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Die Lüge von der Berlin-Blockade

Eine der großen und bis heute gepflegten Märchen über die Gründung der NATO ist die einer essenziell notwendigen Entscheidung zur Schaffung eines militärischen Bündnisses, um der latenten und anwachsenden Bedrohung der US-amerikanischen Nation und ihrer westlichen Verbündeten durch die erstarkende kommunistische Sowjetunion Einhalt zu gebieten. Gern werden hierfür die Ereignisse im Deutschland der Jahre zwischen 1945 und 1949 als Beleg genommen – mit Recht? Es lohnt sich, diese Zeit einmal genauer unter die Lupe genommen zu werden. Beginnen wir mit

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Die NATO und ihre selbst geschaffenen Feindbilder

Es gibt eine Diskussion in Deutschland, in der Fragen nach der Reformfähigkeit der NATO, hin zu einem wirklichen Verteidigungsbündnis erörtert werden. Dass sie sich dieser Doktrin, nämlich einzig dem Schutz ihrer Mitglieder verantwortlich zu sein, bis heute niemals ernsthaft verschrieb, diese meine Ansicht möchte ich in den folgenden Kapiteln begründen.

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Avaaz und der Krieg gegen Syrien

Avaaz.org ist in aller Munde und wird als demokratische Kampagnenplattform seit einigen Jahren hoch gelobt. Avaaz selbst zitiert dabei auf seiner Web-Präsenz die britische Zeitung „Observer“ mit den Worten: „Avaaz versorgt das globale System mit einer beeindruckenden Infusion von Feedback. Und das beste ist, es bietet eine zeitgemäße Lösung gegen Politikverdrossenheit an.“ Vielleicht könnte man korrigierend sagen: Es bietet eine zeitgemäße weil bequeme Lösung gegen das schlechte Politikgewissen; halt an sich Bequemlichkeit an?

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Die Spieletheorie und der Siegeszug des Neoliberalismus (3)

Im Jahre 2012 wurde die folgende hier im Prinzip unverändert wiedergegebene Artikelreihe von Daniel Neun auf seiner sehr zu empfehlenden Web-Seite https://www.radio-utopie.de veröffentlicht . Sie beruht auf einer 2007 veröffentlichten BBC-Dokumentation von Adam Curtis und ist auch Jahre später, mit dem Blick auf das Weltgeschehen von ungebrochener Aktualität. Der Film selbst ist leider über Youtube nicht mehr direkt zugänglich (mit Urheberrechten seitens BBC begründet), bei Disclose.tv wurde ich noch fündig. Gerade dieser sehr lange dritte Teil ist – obwohl vor

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Ralph Peters und der Neue Nahe Osten

Wenn der Krieg in Syrien im Gegensatz zur breit gestreuten Meinung der Massenmedien kein Bürgerkrieg ist, sondern ein Stellvertreterkrieg um geopolitische Interessen durchzusetzen, stellen sich neue Fragen. Wer plante die Destabilisierung der Region, wie lange gehen diese Planungen eigentlich schon und auf welchen Motivationen beruhen sie? Das Interessengeflecht ist komplex: Politiker, Militärs, Konzerne, Ideologen – sie alle treiben ihr geopolitisches Spiel auf (nicht nur) Kosten Syriens. Öffnen wir in diesem Artikel mal wieder einen Spalt breit die Tür zur Wahrheit

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Obama und Putin – Analyse zweier Reden

Am 28.9.2015 hielten in zeitlich kurzen Abständen nacheinander der US-amerikanische Präsident Barack Obama sowie der Präsident der Russischen Förderation Wladimir Putin viel beachtete Reden vor der 70. UNO-Vollversammlung. Inhalt wie sprachliche Mittel dieser Vorträge geben einen aufschlussreichen Blick auf die politischen Prozesse in beiden Staaten und die Sicht ihrer Führer auf das globale Geschehen dieser Tage. Und nicht weniger bezeichnend war die Art, wie diese Reden in den deutschen Leitmedien verbreitet und bewertet wurden. Daraus ergibt sich die interessante Aufgabe

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Brzezinskis Welt – Ein Psychogramm

Um Andere verstehen zu können, muss man sich aktiv, offen, kritisch aber auch selbstkritisch mit ihren Gedanken auseinandersetzen. Da ist es kontraproduktiv, diese Anderen als Feinde zu betrachten. Konsequenterweise sehe ich deshalb den Mann, dem ich mich gleich widme, auch nicht als Feind und so kritisch ich seinen Gedanken auch gegenüber stehe, werde ich mich bemühen, ihm, wie jedem Menschen die Achtung entgegen zu bringen, auf die ein jeder Mensch Anspruch haben darf. Unter dieser Prämisse habe ich Zbigniew Brzezinskis

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