Die Klimadiskussion – Fragen eines Skeptikers (1)

Die moralische Entrüstung westlicher Politik und Medien ob des im Sommer 2017 von der US-amerikanischen Regierung unter Donald Trump ausgesprochenen Rückzuges vom Pariser Klimaabkommen [1] war der letzte Anstoß für mich, eine tiefere Untersuchung solcher Schlagworte wie Klimawandel, Klimakatastrophe, globale Erwärmung und antrophogener Treibhauseffekt zu wagen. Wieder einmal wurde mir dabei bewusst, mit welchen Mechanismen Menschen zu gesellschaftlichem Handeln im Sinne von Macht und Herrschaft bewegt werden.


EIN Anliegen dieses Textes ist es, Mut zu machen, skeptisch zu sein. Skeptiker sind wichtig für Kollektive. Sie haben andere Sichten, sind konstruktiv und daher wichtige Helfer, um Ideen und Projekte voran zu treiben. Im Sinne der Erarbeitung von Hypothesen, mehr noch von Theorien sind sie unverzichtbar. Lassen Sie sich nicht das kritische Denken verbieten, was oft versucht wird um über die gewollt negative Zeichnung von Menschen als der eines Skeptikers mit Macht eigene Meinungen durchzudrücken.

Die Herausforderung zur Behandlung des Themas Klimawandel sind komplex. Folgende Fragen beschäftigen mich:

  • Wem ganz konkret nützt ein Klimaabkommen wie das von Paris?
  • Auf welche Erkenntnisse stützt sich die Diskussion?
  • Wie wird mit skeptischen Ansichten zur vermeintlich endgültigen Wahrheit umgegangen?
  • Wann und wie entstand die Klimadiskussion? Warum wird sie so emotional geführt?
  • Was sind Klimaforscher?
  • Gab es Vorbilder zur Klimadiskussion?
  • Wie ist die wissenschaftliche Beweiskraft im Für und Wider?
  • Hatte die Klimadiskussion umfassende praktische Folgen für die CO2-Emission?
  • Wenn nicht, was bewegte sie dann?
  • Und vor allem: Ist es überhaupt DAS Problem?

All die Fragen resultieren aus einem Thema, das sich nicht aus dem gesellschaftlichen Bewusstsein großer Menschengruppen entwickelte, sondern von einer eher kleinen Gruppe von Menschen uns allen vorgetragen wurde. Wir wurden über einen abgeschlossenen, nicht mehr zu diskutierenden Sachverhalt informiert. Seitdem wird uns der Klimawandel und seine vorgeblich unzweifelhaft katastrophalen Folgen regelmäßig von Politik und Medien neu kredenzt. Skepsis ist dabei nicht erlaubt.

Also:

Wer hat das Problem eines Klimawandels eigentlich aufgeworfen? Bahnbrechende Erkenntnisse mit apokalyptischen Folgen waren plötzlich unvermeidbar, wenn nicht ein riesiger (gottgleicher) gesellschaftlicher Lenkungsversuch akzeptiert würde. Das wurde der Bevölkerung vorgesetzt, so wie es der Lehrer mit seinen (unmündigen) Schülern tut. Was aber passiert, wenn Ihnen die Fragen vorgesetzt werden – Fragen die gar nicht die Ihren sind – und sie sich auf diese Fragen einlassen? Wenn Sie dazu gebracht werden, Zeit und Mühe aufzubringen, um sich mit einem vorgesetzten Problem zu beschäftigen.

Was, wenn diejenigen, die Sie dazu bringen, sich mit deren Fragen zu befassen, schon die Antworten parat haben? Es nur darum geht, Sie dahingehend zu beeinflussen, dass Sie die „richtigen“ Antworten (Lösungen) erkennen und dann schlussfolgernd auch „richtig“ handeln? Eine wichtige Grundregel der Umsetzung von Macht lautet:

Schaffe ein Problem und biete dann die Lösung an!

Denn bei allen weiter oben gestellten Fragen stellt sich für mich die Kardinalfrage:

Weist die Klimadiskussion auf die entscheidenden, existenziellen Probleme hin, die unser zukünftiges Überleben auf dem Planeten gefährden? Und die Antwort für mich lautet:

NEIN!

Wenn Sie also einmal den Versuch wagen, sich aus der Klimadebatte auszuklinken, was mitnichten so einfach ist. Was denken Sie, wo die tatsächlichen Existenzrisiken der Menschheit zu orten sind?

Jeder Mensch kann das über eigene reflektierende Denkprozesse selbst erarbeiten. Alles was in dieser auf Konsum ausgerichteten Welt erworben wurde, hat zuvor mehr oder weniger gravierende Eingriffe in die Natur erfordert. Alles was wir uns für „unser Geld“ so leisten, wurde mit Ausbeutung bezahlt; in Deutschland auch, aber vielmehr noch anderswo. Existenzgrundlagen dort werden Tag für Tag durch uns vernichtet. Mittelbar natürlich; das macht es für uns (nicht natürlich für die Betroffenen) erträglich und akzeptabel. Die Meere, die Luft, die Böden werden verseucht. Dass die Ursache, ein immer weiter getriebenes weltweites Wirtschaftswachstum auch die CO2-Emissionen nach oben treibt – ob das nun für das Wetter relevant ist oder nicht, spielt keine Rolle, ist aber eine Binsenweisheit.

Die Entsozialisierung großer Menschengruppen wird von „den Guten“ aus der Ersten Welt vorangetrieben. „Die Guten“ sind sich dabei nicht zu schade, „das Gute“ mit Gewalt, mit Krieg durchzusetzen. Einmal in Gang gesetzt, produzieren diese Konflikte weitere Kriege. Die Welt rüstet sich außerdem, als ob der Kalte Krieg nicht längst Vergangenheit wäre, dem Untergang entgegen. Schrankenloser Raubbau an der Natur, Zerstörung von Gesellschaften um diesen Raubbau fortsetzen zu können, endlose Kriege – immer wieder angefacht im Namen von Freiheit und Demokratie. Dazu eine Welt voll von Atomwaffen, die garantiert die Erde mehrfach unbewohnbar machen können. Das zusammen sind die Symptome, nicht das Problem selbst. Denn Jenes liegt in allgemein akzeptierten Denkmustern der Menschen und genau Jenes wird alternativlos hingenommen.

Vor dem Handeln muss doch aber erst die Erkenntnis stehen. Was nützt es, mit riesigem Aufwand Technologien zu entwickeln und anzuwenden, wenn die Basis, die auch über die tatsächliche Sinnhaftigkeit dieser Technologien entscheiden kann, gar nicht vorhanden ist? Wir sind nicht offen für das Grundproblem, dass sich in unserer Lebensweise abbildet. Kommt man darauf zu sprechen, fühlen sich die Menschen angegriffen, weil sie es mit Schuld verbinden.

Derzeit ziehen sich die Menschen immer weiter zurück, aus der doch so dringend notwendigen Reflexion eigenen Tuns und Handelns, wie aus der Verantwortung – und warten auf die Anweisungen „ihrer“ Politiker. Dort, bei den einzelnen Menschen mit Herz und Verstand, liegt jedoch der Schlüssel zur Lösung. Jeder Mensch hat ihn, diesen Schlüssel. Er darf ihn jederzeit benutzen. Davor muss er sich allerdings dessen gewahr werden.

Was reden wir hier von Klimaschutz?

Es wird angestrengt über Klimaschutz diskutiert. Das ist eine Phantomdiskussion. Weder müssen wir das Klima schützen noch müssen wir einen Klimawandel verhindern.

WIR KÖNNEN ES AUCH GAR NICHT.

Aber wir können uns vor den widrigen Auswirkungen des Wetters schützen, welches die statistische Größe Klima für eine Region der Erde ständig füttert und verändert. Dafür bräuchten wir „nur“ die weiter oben aufgeführten tatsächlichen Schieflagen unseres kollektiven Daseins auf der Erde angehen. Was mit der grundlegenden Änderung der eigenen Haltung möglich ist. Denn die Werkzeuge des Kapitalismus, verankert in der geistigen Matrix der Menschen, haben ihre Untauglichkeit bewiesen. Es ist nunmal unsere (fehlende?) geistige Einstellung, die unser Leben auf dem Planeten in der Zukunft unmöglich machen kann.

Sie brauchen die Dinge nur umdrehen. Gäbe es „die Gefahr eines Klimakollapses“ nicht, wären dann unsere Existenzgrundlagen auf dieser Erde etwa nicht bedroht? Was bedroht uns denn wirklich und welche der Bedrohungen kommen von uns selbst und für wen sonst ist unser Handeln eine existenzielle Bedrohung? Nicht erst in 50 Jahren sondern heute; jede Minute des Tages ist das nämlich so. Was denken Sie, wer diese Bedrohungen vermeiden kann, wenn Sie doch von uns selbst kommen? Auf wen warten wir? Auf Politiker, Ideologen, Experten?

Der sinnfreie Begriff Klimaschutz führt zu einem weiteren Aspekt, der aufmerksame Menschen stutzig machen sollte und das ist die verwendete Sprache. Welche Wortschöpfungen werden genutzt, um auf „DAS Problem“ hinzuweisen? Wie werden andere Meinungen sprachlich verarbeitet? Ist Ihnen aufgefallen, dass in der Klimadiskussion (die ja gar keine Wirkliche ist) permanent Angsttrigger benutzt werden?

Wozu dient das Erzeugen von Ängsten?

Wenn Sie Ängste erleiden (was keinesfalls verwerflich ist), wird mit Ihnen, Ihrem Unterbewussten etwas getan. Wenn Sie Ihren (durch Angst) geweckten Emotionen unterliegen, dann werden Sie von ihnen geleitet. Machtbewusste arbeiten unentwegt mit Ängsten, um so andere Menschen „zu leiten“. Zwei Jahre vor Gründung des Weltklimarates, der IPCC, verfasste Der Spiegel einen Titelbericht, der mit einem im Wasser der Nordsee stehenden Kölner Dom geschmückt war. Hartmut Bachmann, ein Mitanwesender der Gründungskonferenz der IPCC und mit guten Kontakten zum Spiegel-Herausgeber Rudolf Augstein, befragte diesen in einem Telefonat [2]:

„Was hast Du Dir denn dabei gedacht?“

Augstein erwiderte:

„Aufwecken, munter machen.“

Bachmann erkannte richtig:

„Und Angst machen.“

Was den Spiegel-Chef zu der Äußerung veranlasste:

„Ohne Angst der Massen, keine Bewegung der Massen.“

Wo sehen Sie sich? Bei den Bewegenden, den Bewegten oder bei keiner von beiden Gruppen? Wie wäre es, wenn wir weder unseren Ängsten unterliegen noch sie verbreiten? Menschen welche Ängste nicht teilen, werden allerdings in unserer Gesellschaft äußerst ungern gehört. Sie stören den steuernden Prozess. Das Wort Klimaskeptiker dient dazu, jene Menschen zu stigmatisieren. Es ist eine warnende, den „Gläubigen“ Gefahr signalisierende Marke. Klimaskeptiker wie auch seine verschärfte Abwandlung Klimaleugner reihen sich nach dem Schubladendenken der Gedankenpolizei bei den sogenannten Verschwörungs-Theoretikern und Rechts-Esoterikern ein. Alle diese Worte haben gemeinsam, dass mit ihnen die deutsche Sprache missbraucht wird, um „störende“ Menschen auszugrenzen.

Das Wort Klimaskeptiker setzt sich aus dem Grundwort Skeptiker und dem Bestimmungswort Klima zusammen. Nach der Semantik ist das ein Mensch, der am Klima zweifelt. Erkennen Sie, was das für ein Blödsinn ist? Politiker, Medien und Klimaforscher sind sich jedoch nicht zu blöd, ihre (selbsternannten) Gegner als Klimaskeptiker zu verunglimpfen. Die diffamierende Ausgrenzung von sogenannten Klimaskeptikern wäre jedoch nicht einmal dann akzeptabel, wenn sie diese Rolle tatsächlich ausfüllen würden. Die Achtung vor Andersdenkenden –  so meine Ansicht – gebietet es.

Kampfbegriffe haben eben den Zweck, als Waffe im Kampf benutzt zu werden und mit ihnen ist der Kampf auch unterhalb der Gürtellinie für den Protagonisten selbstredend legitim. Gleiches wurde für mich bei der Untersuchung des Begriffs Verschwörungs-Theoretiker sichtbar. Während man die Medienmacht einsetzt, um unaufhörlich eine Klima-Hysterie zu befeuern, werden über eben die Medien andere Meinungen zum Thema hart und respektlos angegriffen. Was bringt die Meinungsführer so auf, wenn doch „die Anderen so krude Gedanken“ vertreten? Oder sind diese Gedanken vielleicht gar nicht so krude?

Die Klimadebatte ist eine spezielle Methode für politischen Aktionismus. Wie alle ihrer Art dient sie der Ausblendung tatsächlich wahrzunehmender und zu lösender Probleme unserer Gesellschaft. Stattdessen zwingt sie die Menschen in endlose, antagonistische Exkurse, wer nun wirklich recht hat. Dass die Veränderung einer Komponente das sie umfassende Gesamtsystem (nicht immer, aber doch wahrscheinlich) in irgendeiner Weise beeinflusst, ist im Prinzip unbestritten. Das gilt auch für den Anteil des Kohlendioxids in der Lufthülle der Erde. Darum allerdings geht es bei der Klimadiskussion NICHT. Was mich umtreibt, ist die immer wieder behauptete Rolle des CO2 als der eines Klimakillers. [3][4]

Gern bemühe ich wieder die semantischen Regeln unserer deutschen Muttersprache. Klimakiller bezeichnet einen Vernichter des Klimas. Vielleicht sollten sich die Wortschöpfer mal damit befassen, was Klima überhaupt bedeutet. Selbst eine theoretische Annahme, dass Kohlendioxid das Klima zerstören könnte, ist absurd. Warum dann diese sinnentleerte Wortkreation?

Klimakiller ist ein emotional aufgeladener Begriff, der ganz wunderbar die Mär von der herbeigeredeten Apokalypse des Klimas der Erde stützt. Die Debatte um die „Klimaerwärmung“ ist eine Emotionale, Angst Schürende – und dabei nur Eine unter Vielen. Sie ist ganz und gar nicht rational. Wer fördert so etwas und warum? Wer ist daran interessiert, ständig Menschen in diversen Ängsten zu halten?

Die Klimadebatte gibt zudem unzähligen wissenschaftlichen Einrichtungen eine Existenzberechtigung und reichlichen Zufluss finanzieller Mittel, um das Klima weiter zu erforschen; vor allem mit immer weiter ausufernder Technik zu berechnen. Diese Technik wird mit immer neu kreierten mathematischen Algorithmen gespeist, welche vorgeben, aussagekräftige Modelle der Wirklichkeit abzubilden. Mit Modellen begann sie auch, die Diskussion um den Klimawandel. Womit wir zum Club of Rome kommen.

Der Club of Rome veröffentlichte im Jahre 1972 das Buch „Die Grenzen des Wachstums“. Den Buchtitel aus solch einem elitären Kreis zu hören, erstaunt. Autor war der damals 28-jährige Dennis Meadow und seine Arbeit Ergebnis eines Projekts, welches auf den Algorithmen eines Modells namens Industrial Dynamics beruhte. [5][a1] Das Prinzip gesellschaftliche Modelle für Zukunftsanalysen und strategische Planungen hochkomplexer Systeme zu nutzen, war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr neu. Die US-Denkfabrik RAND, begründet durch einem Rüstungskonzern, hatte schon seit Jahrzehnten an solchen Projekten gearbeitet, deren Ergebnisse in die praktische Politik der USA einflossen.

Nun also dieses Buch und seine Vorhersagen entwarfen ein Katastrophen-Szenario für den Fall, dass die Welt so weiter wirtschaftet, wie sie das bislang getan hatte. Vor allem hinterfragte es das Mantra vom Wirtschaftswachstum. Allgemein wird „Die Grenzen des Wachstums“ mit dem Club of Rome und dem Beginn einer globalen Umweltpolitik verknüpft. [6]

Was so frappierend ist, ergibt sich aus der Tatsache, dass die Eliten ein mathematisches Modell benötigten, um herauszufinden, dass grenzenloses Wachstum ein Paradoxon ist. [7] In einer Welt, die den Menschen ganz nach den Erkenntnissen Adam Smiths nur als naturgemäß gieriges Wirtschaftssubjekt betrachtet, konnte diese nun „berechnete“ Erkenntnis nur eine Schlussfolgerung nach sich ziehen:

Man musste den gierigen Menschen „gegen seine Natur“ umerziehen und die gesellschaftlichen Strukturen mit mehr oder weniger Zwang von oben herab umgestalten. Die Eliten; sich selbst als „Weise Männer“ verstanden, fühlten sich wieder einmal berufen, die Massen neu zu organisieren und neu zu konditionieren. Sie mögen das verurteilen, doch sehe ich das Prinzip des Elitendenkens in allen Schichten der Gesellschaft.

Mitglied des Clube of Rome ist unter anderem Peter Blom; Direktor der Niederländischen Großbank Triodos Bank N.V. mit einem Geschäftsvolumen von etwa 12 Milliarden Euro und besten Verbindungen zur Weltbank. [8] Das Direktorat liegt in den Händen von Graeme Maxton. Jener arbeitete zuvor für Booz Allen Hamilton, weiterhin beim vormals größten Bankkonzern der Welt Citigroup und für das Kreditkarten-Unternehmen American Express. Zudem war er Direktor bei der Economist Group – einer weltweit agierenden Unternehmens-Gruppe mit starkem Einfluss bei der Bilderberg-Konferenz. [9] 

Was der elitäre Club verbreitet, sind düstere Zukunftsbilder aber keinerlei Konzepte. Woher er die Zukunftszenarien heute nimmt? Wie 40 Jahre zuvor aus Modellen. [10]

„Die Treibhausgasemissionen werden erst 2030 ihren Höhepunkt erreicht haben. Das ist aus Randers Sicht zu spät, um den globalen Temperaturanstieg auf zwei Grad zu begrenzen, was als eben noch akzeptable Marke angesehen wird. „Das Ausbleiben von engagierten und konsequenten Reaktionen der Menschheit in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts wird die Welt in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts auf einen gefährlichen Pfad der sich selbst verstärkenden globalen Erwärmung bringen.“ [11]

Ergänzen wir noch, dass der Club of Rome nun (im Jahre 2012) einen Meeresspiegel-Anstieg um 0,5 Meter prognostizierte. Das hatte man berechnet; wie gesagt aus Modellen berechnet. Außer einem Gefühl kompletter Hilflosigkeit und der erneuten Kenntnisnahme der nicht zu diskutierenden feststehenden Tatsache einer von Menschen verursachten globalen Erwärmung nehmen wir aus diesen Weissagungen nichts mit. [a2]

Versuchen Sie sich das vorzustellen. Man hat das komplexe System unserer planetarischen Gashülle und dazu das ebenso komplexe hydroenergetische Strömungssystem der Ozeane in Modelle gepackt und daraus die Zukunft berechnet. Nicht nur das: Man hat den Anstieg des Spurengases Kohlendioxid als DEN entscheidenden Trigger für klimatische Veränderungen in den verschiedenen Regionen der Erde festgemacht.

Wissen Sie, dass es für solche komplexen Systeme überhaupt keine brauchbaren Algorithmen gibt und auch in absehbarer Zeit nicht geben wird? Unter Wissenschaftlern ist das überhaupt kein Geheimnis. Warum erzählen es uns dann die Klimaforscher? Das Einkippen von immer mehr Daten in Computer-Systeme mit immer gigantischerer Rechenleistung und Kapazität kann die erforderlichen Algorithmen schlicht nicht ersetzen!

Ich möchte nochmals auf einen Zusammenhang hinweisen. So wie seit einigen Jahrzehnten versucht wird, durch Algorithmen Menschen in ihrem Verhalten sowie aufbauend Gesellschaften zu „berechnen“. So werden seit einem halben Jahrhundert auch klimatische Prognosen „berechnet“. Und das, obwohl es dafür keine realistische Voraussagen ermöglichenden Algorithmen gibt. Es sie aufgrund der Komplexität der behandelten Materie nicht geben kann; weder für den ersten noch für den zweiten Fall.

Damit nicht genug, ermutigen „passende“ Modelle Heerscharen von Klimaforschern und Politikern zu sagen, sie könnten aus der Komplexität dynamischer Systeme wie der Gashülle der Erde und unserer Weltmeere sogar herauslesen, dass es das CO2 ist, was die Änderungen verursachen wird. Nicht nur die Veränderungen sondern sogar die wechselwirkenden kausalen Zusammenhänge. Das in chaotischen Systemen, die auch noch unterschiedlichen Aggregatzustandes und unterschiedlich träge sind. Dafür greifen die Experten auf statistische Daten zurück, die für sie offensichtlich mit den angenommenen Phänomenen korrelieren. Dem sogenannten Bestätigungsfehler (confirmation bias) erliegen scheinbar nicht nur Politiker und Ideologen.

Wie gesagt, warnte der Clube of Rome auch vor einem Klimakollaps; allerdings fanden die Experten eher andere Anzeichen eines Klimawandels. In den 1970ger Jahren sah die zu erwartende Klimakatastrophe [12] nämlich so aus:

„Amerikanische Journalisten beschrieben die Kälte im Osten des Landes als „Vorgeschmack auf die nächste Eiszeit“. Frost bis minus 50 Grad und Schnee bis sechs Meter Höhe verwandelten große Teile der Vereinigten Staaten in eine Polarlandschaft. Unter diesen Vorzeichen gewinnt eine Klima-Studie des amerikanischen Geheimdienstes CIA höchste Aktualität.“ [13]

Finden sie das lustig? Ich finde es logisch. Aber schauen Sie, wie auch damals hochdekorierte Wissenschaftler dem emotionalen Gruppenzwang unterlagen und das Lied der kommenden Eiszeit mit sangen:

„Die Verfasser der Studie sehen als Folge schon soziale Unruhen, ein Abwandern aus Notstandsgebieten und politischen Krisen. Sie meinen: „Die mächtigen Staaten der Erde werden versuchen, sich mit allen Mitteln des Getreides zu bemächtigen. Die Nahrungsmittel-Politik wird zum zentralen Problem jeder Regierung werden. Politische und wirtschaftliche Unsicherheit bestimmen den Alltag. Die Klimaveränderung, so befürchtet es auch der amerikanische Chemiker und Nobelpreisträger Linus Pauling, könne „in eine globale Katastrophe münden“, in den bisher härtesten Test für die Zivilisation.“ [14]

Es gibt zwei Aspekte, um zu verstehen, was damals passierte. Der Eine ist das Interesse bestimmter Gruppen von Menschen, Angst und Hysterie zu erzeugen. Auf diese Weise kann man sehr gut Menschen manipulieren; sie Hilflosigkeit spüren lassen, die eine Befindlichkeit aufrecht erhält, auf kluge und weise Lenker von Staaten und Gesellschaften angewiesen zu sein. Macht macht Angst, weil es Macht erhält.

Der zweite Aspekt hat etwas mit dem weiter oben bereits erwähnten Bestätigungsfehler zu tun und ist so banal, dass man es kaum glauben mag:

In vielen Regionen auf der Nordhalbkugel der Erde wurde es damals über mehrere Jahre hinweg kälter.

Verstehen Sie? Es wurde kälter, es gab einen Trend. Also lag es nahe, das auch in der weiteren Zukunft zu erwarten. Das ist ein emotional völlig normales Verhaltensmuster. Wir nehmen die Prognosen für die Zukunft aus der Vergangenheit, vor allem aber aus der erlebten, gefühlten Gegenwart. Solange das Erwartete unsere Prognose bestätigt, sind wir uns sicher, dass es auch weiter so bleiben wird. Es ist ein klassisches psychologisch-philosophisches Prinzip Weißer Schwäne. Schwarze Schwäne passen nicht in dieses (auch Wissenschaftler prägende) emotionale Verhaltensmuster. Ab Mitte der 1980ger Jahre wurde es dann allerdings wieder wärmer …

Auch als es kälter wurde, hat man die passenden Symptome (Korrelationen) gefunden, um diese Abkühlung zu begründen. Glauben Sie, Wissenschaftler wussten damals noch nicht um die elementaren chemisch-physikalischen Prozesse des Kohlendioxids in der Atmosphäre? Das ist allerdings etwas anderes, als deren Überführung in hoch komplexe, dynamische Systeme. Daher erstaunt mich immer wieder die eindimensionale Betrachtungsweise, in welcher der Anspruch mitschwingt den Stein der Weisen gefunden zu haben:

„Weil dieser Verlauf den Einfluss von Natur und Menschheit auf die globale Umwelt dokumentiert, ist die Keeling-Kurve ein zentrales Symbol des Klimawandels.“ [15]

Die Keeling-Kurve ist die grafische Darstellung einer Messreihe von CO2-Konzentrationen auf dem Mauna Loa Observatory (unterhalb des gleichnamigen Vulkans auf der Pazifik-Insel Hawaii), welche seit 1958 erfasst wird. Klimawandel ist ein weiteres Unwort, denn eine der grundlegenden Eigenschaften des Klimas ist seine Variabilität. Das sowohl über längere als auch über kürzere Perioden. Es gibt kein konstantes Klima. Warum genau der US-amerikanische Chemiker Charles David Keeling diese Messungen startete, konnte ich bislang nicht in Erfahrung bringen. Die nachträgliche Heiligsprechung als „Entdecker des Klimawandels“ kann mich nicht überzeugen.

Abstrahieren ist sinnvoll. Modelle sind sinnvoll. Damit lassen sich bestimmte Merkmale aus einem System herausarbeiten und sie erlauben die Beschreibung von Objekten und Prozessen des Systems. Allerdings bin ich der Meinung, man sollte sich trotzdem bewusst sein, dass es sich eben auch um nicht mehr als das handelt und sie kaum taugen, absolute Wahrheiten aufzustellen. Es sind Idealisierungen, die auf den Glauben an die eigenen Thesen ausgerichtet sind. Die Gegner der These einer globalen Erwärmung (zu denen ich mich NICHT zähle) machen sehr ähnliche Dinge wie die Verfechter der These. Sie bestätigen ihre Sichten mit den passenden Daten und Modellen.

Skeptiker sind keine Widerparts im Kampf um die Meinungsführerschaft. Sie falsifizieren, sie arbeiten wissenschaftlich. Doch statt Skeptiker als Partner anzuerkennen, nimmt man sie als Gegner wahr. Das führt niemals zu konstruktiven Lösungen sondern in den Kampf, in dem es nicht mehr um die Sache geht, sondern um das Ego der im Kampf Stehenden.

Die Verfechter des anthropogenen Treibhauseffekts (ein weiterer im falschen Kontext verwendeter Begriff) reden den Einfluss der Sonne auf das Klima (speziell die global gemittelte Temperatur) klein. Ihre Gegner beweisen die dominierende Komponente Globalstrahlung und reden den Einfluss des CO2 klein. Beide haben sie sowenig recht, wie sie unrecht haben. Doch da sie voller Vorurteile sind, nehmen sie die andere (bereichernde) Sicht nicht wahr und beschränken sich auf die mehr oder weniger rücksichtslose Verteidigung des eigenen (klimatischen) Weltbildes.

Sei es wie es sei. Meine Skepsis zum anthropogenen Treibhauseffekt (aTe) lebt und bislang überzeugen mich Aussagen, wie die folgenden nicht:

„Drei Viertel der zusätzlichen Erwärmung ist vom Menschen gemacht, nur ein Viertel geht auf natürliche Ursachen, insbesondere die Sonne, zurück.“ [16]

„Wasserdampf hat einen Anteil von gut 60% am natürlichen Treibhauseffekt, der unsere Erdoberfläche warm (15 °C) hält. Hätten wir ihn nicht, wäre unser Planet eine Eiswüste mit minus 18 °C.“ [17]

„Nach Meinung der überwiegenden Mehrheit der Wissenschaftler sind die beobachteten Temperaturdaten ohne Berücksichtigung der Treibhausgase nicht zu erklären.“ [18]

Richtig spannend wird es für mich, wenn Propaganda voll durchschlägt – so wie hier:

„Zusätzlich [zu den Klima-Leugnern] gibt es auch eine Minderheit von Wissenschaftlern, die Außenseitermeinungen zum Thema der Erderwärmung und ihren Ursachen vertreten. Die eigentlichen Anhänger des Klimalüge-Glaubens sind von dieser Minderheit der Klimatologen und Meteorologen zu unterscheiden, die im Rahmen des wissenschaftlichen Diskurses (eher als Klimaskeptiker bezeichenbar) eine Kritik an etablierten Ansichten zur globalen Klimaerwärmung haben, die von etwa 98% aller Meteorologen geteilt wird.“ [19]

Alle Zitate stammen von „den Guten“. So sieht sich die Wikipedia-ähnliche Plattform Psiram. Sie warnt uns vor den gefährlichen Gedanken abseits derer der Meinungsführer. Sie gibt repräsentativ die Einheitsmeinung zum Thema Globale Erwärmung wieder. Und dort finden Sie auch den ganzen anderen propagandistischen Wortmüll wieder, der anders Denkende zu diffamieren sucht.

Sicher, zwar als Laie mit über die Jahrzehnte etwas verstaubtem Schulwissen, lade ich Sie im zweiten Teil dieser Artikelserie dazu ein, eine erste naturwissenschaftliche Sicht auf die vorgebliche oder tatsächliche globale Erwärmung und ihre Ursachen zu wagen.

Bleiben Sie in dem Sinne schön aufmerksam.


Anmerkungen

[a1] Die Studie „Grenzen des Wachstums“ welche der Club of Rome 1972 veröffentlichte, wurde seinerzeit unter anderem von der Volkswagen-Stiftung mit einer Million DM finanziert. [20]

[a2] Der Bericht des Club of Rome aus dem Jahre 2012 stammt im Wesentlichen von Jorgen Randers; einem Professor an der Norwegian Business School in Oslo. Zuvor saß Randers im Vorstand des WWF (World Wide Fund for Nature). Außerdem verdient er sein Geld als Berater diverser Konzerne; unter anderem des US-Chemieriesen Dow Chemical. [21] 

Quellen

[1] 8.8.2017; https://www.tagesschau.de/ausland/trump-austritt-klimaabkommen-101.html

[2] https://www.eike-klima-energie.eu/2014/05/26/wer-oder-was-ist-eigentlich-der-welt-klimarat-ipcc-und-was-tut-er/

[3] Susanne Donner; 13.8.2013; http://www.zeit.de/zeit-wissen/2013/05/kohlendioxid-recycling-co2

[4] 23.10.2017; http://www.ardmediathek.de/tv/Wissen-vor-acht-Zukunft/Klimakiller-CO2-als-Rohstoff/Das-Erste/Video?bcastId=11274512&documentId=47147352

[5] Rennie Whitehead; https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/entstehung_des_berichtes_541.htm

[6] Deutsche Gesellschaft des Club of Rome; 2011; http://www.1000dokumente.de/index.html/index.html?c=dokument_de&dokument=0073_gwa&object=pdf&l=de

[7] Nils Freytag; 2006; http://www.zeithistorische-forschungen.de/file/3120/download?token=H-0iGfc2

[8] 26.10.2017; https://de.wikipedia.org/wiki/Triodos_Bank

[9] 26.10.2017; https://de.wikipedia.org/wiki/Graeme_Maxton

[10][11] 9.5.2012; http://www.focus.de/finanzen/news/tid-25732/krisebericht-fuer-2052-club-of-rome-sagt-duestere-zukunft-voraus_aid_748789.html

[12] 6.7.1981; http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14345557.html

[13][14] FAZ; 25.2.1977; https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article5489379/Als-uns-vor-30-Jahren-eine-neue-Eiszeit-drohte.html

[15] Christopher Schrader; 17.5.2010; http://www.sueddeutsche.de/wissen/2.220/klimawandel-eine-kurve-veraendert-die-welt-1.277211

[16-19] 25.10.2017; https://www.psiram.com/de/index.php/Klimalüge

[20] 2012; https://www.volkswagenstiftung.de/veranstaltungen/veranstaltungsarchiv/detailansicht-veranstaltung/news/detail/artikel/40-jahre-grenzen-des-wachstums-oeffentliche-abendveranstaltung-mit-dennis-meadows-1/marginal/3815.html

[21] Hannes Koch; 8.5.2012; http://www.taz.de/!5094445/

[Titelbild] Text: Sunset, Sky, Industrial, Smoke, Chimney, Buildings; Autor: Unsplash; https://cdn.pixabay.com/photo/2015/03/26/11/02/sunset-692298_960_720.jpg; Lizenz: CC0 Public Domain

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7 Kommentare zu Die Klimadiskussion – Fragen eines Skeptikers (1)

  1. Sascha Bark sagt:

    Ihre Darstellung des Sachverhalts scheint – für mich als regelmäßiger Leser dieses sehr informativen Blogs etwas überraschend – relativ einseitig zu sein.
    Für Ihre weiteren Analysen möchte ich Ihnen dringend das Buch „Kampf um Gaia“ von Bruno Latour (2017; Suhrkamp) ans Herz legen.

    • Ped sagt:

      Verstehe ich nicht. Eine Aussage, ob Für oder Wider wurde von mir überhaupt nicht getroffen. Genauer gesagt, habe ich noch nicht mal richtig angefangen, das zu betrachten. Schwerpunkt dieses Artikels hier ist die Art und Weise der Auseinandersetzung, die sich als eine prinzipielle „Unkultur“ auf alle Bereich ausgedehnt hat, wo Menschen in Konflikt mit der etablierten Meinung geraten. Und außerdem meine Erkenntnis, dass das was als wissenschaftliches Vorgehen bezeichnet wird, oftmals diesen Anspruch nicht erfüllt. Das wird auch im nächsten Teil dieser Artikelserie weiter eine Rolle spielen.

      Freundliche Grüße, Ped

  2. DonCarlos sagt:

    Hallo Ped,
    es war mir eine echte Genugtuung Ihren Ausführungen zu den „Fragen eines Skeptikers“ zu der Klimaproblematik folgen, die genaugenommen gar keine ist, wenn man die Zusammenhänge (er)kennt, sondern Politik in seiner hässlichsten Ausprägung. Danke Ped.

    Soweit ich mich erinnere ging das Theater um Umwelt und Klima schon etwas eher los. Als 1968 Richard Nixon zum US-Präsident gewählt wurde, zeichnete sich in Vietnam nach der Tet-Offensive bereits das Desaster für die USA ab. Weitere heiße Kriege waren der eigenen Bevölkerung und auch den „Verbündeten“ und „Freunden“ auf absehbare Zeit nicht mehr zu vermitteln.
    Nachdem erkennbar wurde, dass auch das Apollomondprogramm nicht die gewünschten Ergebnisse im Kampf gegen den damaligen politischen und wirtschaftlichen Gegner Sowjetunion und wegen der nuklearen Pattsituation militärischen nichts mehr zu richten war, drohte plötzlich ein weltweiter allgemeiner Frieden.

    Folgerichtig machte Nixon am 20.1.1969 bei seiner Amtseinführungsrede den Umweltschutz „zur wichtigsten Aufgabe seiner Regierung und vielleicht dieses Jahrhunderts.“ Da wusste noch niemand, gegen wen oder um was es da ging. Es mussten sicherheitspolitische Umweltkonzepte erarbeitet werden, deren Probleme politische grenzüberschreitende Maßnahmen zur Folge hatten, die von der Außenwirkung her Kriegen vergleichbar waren. Der Krieg musste irgendwie weitergehen – im Hintergrund und im Verborgenen, um die auf Kriegführung ausgerichteten Gesellschaften auf Linie zu halten. Ansonsten war es das mit dem Maximalprofit.

    Bei seinem Europabesuch im Frühjahr 1969 drängte Nixon die dortigen Regierungen,
    es ihm gleich zu tun. Bei der Gelegenheit weihte er auch feierlich die neu geplante NATO Führungsorganisation ,,Herausforderungen der modernen Gesellschaft” (CCMS) ein.
    Die Vorbereitungen dafür gingen auf Aurelio Peccei von Olivetti und Fiat zurück. https://en.wikipedia.org/wiki/Aurelio_Peccei (Die deutsche Wiki kannste vergessen)
    Er hatte im gleichen Jahr den Vorsitz im Wirtschaftsausschuss des Internationalen Atlantik-Instituts angetragen bekommen und in dieser Funktion die politische Führungsspitze der NATO über „die Neuordnung der Welt und die Notwendigkeit globaler Planung“ zu unterrichten. Genau der Peccei war auch der Herausgeber der Studie „Grenzen des Wachstums“.

    In dieser Zeit erschien „rein zufällig“ mit den „Grenzen des Wachstums“ auch ein anderes, nicht minder interessantes Büchlein: „Report from Iron Mountain on thePossibility and Desirability of Peace, 1967, The Dial Sress. Inc. New York“
    Auf Deutsch trug es den bezeichnenden Titel „Verdammter Friede“. 1968 bekam man es beim Verlag Scherz München. Es stammte von einem Leonard C. Lewin,
    http://t1p.de/t1b2
    Es ist bis auf wenige Exemplare heute so gut wie verschwunden.
    Such- und Inhaltshinweise gibt es hier: http://t1p.de/sbn2

    Leonard C. Lewin berichtet in dem Buch von dem Ergebnis einer Beratung von Spitzen der US Gesellschaft im Jahre 1963, wie man die Gesellschaft innen- und außenpolitisch weiterhin in Schach halten könne, sollte der Friede zwischen Ost und West ausbrechen. Als zweitbeste Lösung fiel ihnen nämlich nur der Umweltschutz ein, wenn richtiger heißer Krieg nicht mehr machbar wäre.
    Nur leider war zu beklagen, dass es bis dato an propagandawirksamen Umweltkatastrophen fehlte, die einen nachdrücklichen, tiefgreifenden Eindruck bei den Menschen hinterließen, der sich profitabel verwerten ließe. Wie wollte man die Menschen von der Notwendigkeit überzeugen? Es fehlten damals einfach die Ereignisse deswegen freiwillig Entbehrungen und unerfreuliche Maßnahmen auf sich zu nehmen. Es gab niemand, der all die bösen Dinge von heute von SO2 über FCKW, DDT, Ozonloch bis CO2 in Frage stellte.
    In diesen Jahren gab es weder Internet noch ein anderes geeignetes Propagandainstrumentarium entsprechender Reichweite und der Journalismus nahm seine eigentliche Aufgabe zumindest partiell noch war.

    Lewin sah sich veranlasst fünf Jahre später (1972) zu behaupten, dass es sich bei seinem Werk um reine Satire handele und um eine ganz und gar fiktive Geschichte und es sich gar niemals nicht so abgespielt hatte.
    Die relativ geringen Auflagen des Buches, das 1968 immerhin schon in 12 Sprachen übersetzt war und seine weltweite Verbreitung legen Nahe, dass es sich bei diesem Buch eben nicht nur um reine Satire handelte, wie vom Autor behauptet, sondern sich an eine ganz bestimmte Zielgruppe wandte, die global aktiv war.
    Es gibt noch eine Reihe andere Sachen/Ereignisse, die ziemlich genau auch in diesen Jahren ihren Anfang nahmen, wie zum Beispiel die UN-Weltumweltkonferenz in Stockholm 1972 mit UNEP und Earthwatch usw.

    Das Büchlein hatte wohl seinen Zweck erfüllt.

    Es nun ist leicht herauszufinden, ab wann der Umweltschutz nicht mehr profitabel war und dem Schutz des Klimas weichen musste. Albert Arnold Gore Jr. sollte es mit seiner unbequemen Wahrheit richten, um weiter aus Stroh Gold zu spinnen oder aus CO2 Dollars.
    Es zeichnete sich aber ab, dass man sich bei dem in Aussicht stehenden Profit um den Faktor 1000 verkalkuliert hatte. Das wurde aber erst nach dem Weltklimagipfel 1992 herausgefunden. Also konnte ein Al Gore mit seiner unbequemen Wahrheit später trotz gewonnener Wahl nicht Präsident werden, sondern musste G. W. Bush weichen. Mit dem Kampf gegen das Böse und die Bösen war inzwischen eine neue CashCow geboren, die auf Klima und Umwelt verzichtet. Und prompt hat die Chicagoer Klimabörse CCX mangels Geschäft im Jahre 2011 den Laden dicht gemacht.

    Mit einem Abstand von mehreren Jahrzehnten stellt sich nun nicht mehr die Frage, ob und wo die fließenden Grenzen der Satire zur Wirklichkeit überschritten wurden, weil nach rund 50 Jahren die tatsächliche Ausrichtung und Zielstellung von „Report From Iron Mountain on the Possibility Desirability of Peace“ ähnlich offenbar ist, wie seinerzeit Orwells „1984“.

    Ach ja. Zur Klarstellung: Mein Verständnis von Umweltschutz unterscheidet sich nicht von der allgemeinen Zielstellung. Wenn in der Bibel irgendwo steht, dass sich der Mensch die Erde untertan machen soll, heißt dies nicht, sie nach Belieben verwüsten und ausbeuten zu dürfen. Das kann nicht gutgehen. Mit Untertanen muss man sorgsam umgehen, ihnen zuhören und zuschauen, sonst wenden sich diese ab und man steht nackt in Kälte und Regen oder sie nehmen einem die Luft zum Atmen…

    Alles Gute
    D.C.

  3. Lang sagt:

    Zur Frage „Wem ganz konkret nützt ein Klimaabkommen wie das von Paris?“,
    habe ich hier vor längerem etwas interessantes gelesen :

    Artikel auf Epochtimes

    Da sind ein paar interessante Dinge zu den Anfängen der ganzen Debatte und Abkommen, und den Männern die da mitwirken.

    Beste Grüße

  4. JCD sagt:

    Lieber Herr Ped,

    (wenn ich Sie so anreden darf:-))
    ich bin seit längeren Zeit aufmerksamer Leser Ihres Blogs, den ich immer mit viel Gewinn lese. Weil ich Ihnen hier das erste Mal schreibe: Vielen Dank für die interessanten und wichtigen Beiträge!

    Ich freue mich, dass Sie sich des Themas Klima angenommen haben. Eigentlich findet es ja fast jeder, mich eingeschlossen, gut, wenn die Menschheit weniger CO2 in die Atmosphäre pustet, nachhaltiger wirtschaftet und so weiter. Insofern mag man ja die Klimadebatte nur ungern kritisieren. Aber tatsächlich ist sie eine Zumutung, weil kaum jemand die Argumente selbst nachvollziehen kann und man Ergebnissen von Experten und Simulationsrechnungen glauben schenken muss, die aber selbst auf wackligen Beinen stehen – wie Sie richtig dargestellt haben und wie jeder weiss, der sich einmal näher mit ähnlichen Modellrechnungen komplexer Systeme beschäftigt hat.

    Das Schlimme an der Diskussion ist die ideologische Inbrunst, mit der sie geführt wird. Ein Klimaleugner kommt im medialen Diskurs gleich nach dem Leibhaftigen und gesellt sich zu den Verschwörungstheoretikern. Es zeigt, auf welchem erbärmlichen Niveau der Diskurs angelangt ist.
    Die apokalyptische Überhöhung verhindert jede rationale Diskussion.

    Mit dieser Unvernunft nicht zu brechen, ist ungesünder und gefährlicher als jede zusätzliche Tonne CO2!

    ##############################################

    Nennen Sie mich einfach Ped 😉
    Und sorry für die verspätete Freischaltung. Meine gestrenge Einlasskontrolle hatte Sie in den Raum für die Bösen gesperrt und dass Sie da nicht rein gehören, habe ich jetzt erst beim Sichten gemerkt.
    Danke für Ihren Kommentar!
    Freundliche Grüße, Ped

  5. Tag Heute sagt:

    Kapitalismus ist die Ursache, Klimatismus ist die Ablenkung.

  6. thom sagt:

    Vielen Dank für die interessante Beleuchtung der Klimadiskussion.
    Meiner Meinung nach ist die „Klimaänderungsdikussion“ eine von verschiedenen Interessen geleitete Scheindiskussion, in der die wesentlichen Teilnehmer nicht der Sache wegen sondern lediglich aus Eigeninteresse bisweilen dogmatisch kreischen.
    (Wissenschaftler für Fördergelder, Finanzspezialisten wegen Zertifikaten, andere zur Ablenkung von den wirklichen Problemen bis hin zur Beschäftigungstherapie)
    Klimaänderungen wird es immer geben, allerdings beeinflussen wir durchaus den Ablauf durch unsere Tätigkeit auf diesem Planeten, von der Verbrennung von Kohlenstoffprodukten, Bewässerung von Feldern, abholzen von Wäldern, Monokulturen, Umweltverschmutzung etc. (all das ändert Albedo, Wärmespeicherfähigkeit, Thermik, Winde usw.).

    Unsere wirklichen Probleme bestehen neben Ressourcenknappheit, ungleicher Verteilung, nicht nachhaltiger Wirtschaftsform, Umweltverschmutzung, politischen Vormachtsbestrebungen, mangelnde Kooperation und vielen mehr. Böse Zungen würden behaupten, es währe der Kapitalismus bzw. dessen neoliberale Ausprägung mit dem Glauben an ewiges Wachstum um des ewigen Profites oder auch dem Aberglauben an den Gott des Mammon.

    Vielen Dank für Ihre hier veröffentlichten Reflexionen, tut dem Geiste gut bei der Menge an Propagandamüll in den Medien.

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