Die Macht der Autonomie

Was Denken in allgemein gelebten Machtkategorien nicht verstehen kann. Beim Lesen der Artikelüberschrift mag Zweifel aufkommen, ob der Macht autonomen Denkens und Handelns. Doch kommt das aus unserer Filterblase, die Denken in Macht nur in einem bestimmten Kontext sieht, den der Macht als Mittel zur Erziehung von anderen (!) Menschen und Gesellschaften. Das kann Autonomie nicht, doch diese vermeintliche Schwäche der Autonomie ist gerade ihre Stärke. An ihr scheitert nämlich von außen wirkende Macht.

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Die Linken und der ganz alltägliche Krieg

Der ganz alltägliche Krieg findet an Orten statt, an denen wir ihn nicht wahrnehmen – weil wir ihn nicht wahrnehmen wollen. Dieser Krieg ist dabei genauso unerbittlich und hasserfüllt wie der spektakuläre heiße Krieg. Dabei ist das Zweite nur die Veräußerlichung des Ersten. Es ist wie mit einem Kochtopf in dem sich ein ständiger Hitzedruck permanenten Missverstehens aufbaut, bis der Deckel hoch steigt und geräuschvoll den überschüssigen Druck nach außen lässt. Zur Freude des neoliberalen Establishments verschwenden die Linken ihre

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In den Fängen der Strippenzieher

Am 9.November 2016 wurde in den Vereinigten Staaten von Amerika ein neuer Präsident gewählt. Die Art und Weise wie der zuvor statt gefundene Wahlkampf von den westlichen Medien begleitet wurde, wie auch die Reaktion auf den Entscheid der Wahlmänner, wirft ein entwaffnendes Licht auf die sogenannte vierte Gewalt im Banne der fünften Gewalt. Selten wurde die Verquickung von Macht und Medien so offenbar, wie als ein Kandidat wider die etablierten Eliten zum Präsidenten gewählt wurde.

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Ist Demokratie ein Missverständnis?

Es ist allgemeiner gesellschaftlicher Konsens, dass Demokratie eine der wichtigsten Errungenschaften menschlichen Zusammenlebens ist. Demokratische Bewegungen werden gefeiert, demokratische Errungenschaften gewürdigt und in vielfältigen Publikationen wird der Demokratie als Regulativ von Gesellschaften gehuldigt. Widersprüche innerhalb von Demokratien, die so gar nicht deren hohen ethischen Ansprüchen gerecht werden, begründet man mit ihrer fehlenden Ausgereiftheit. Dieses Bild grenzenlosen Schönredens von Demokratie, statt einer nüchternen inhaltlichen Analyse stört mich ungemein und veranlasst mich, einige durchaus unangenehme, ja auch provozierende Fragen zur Demokratie zu

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