Raytheon und die multipolare Welt

Der US-amerikanischen Rüstungsindustrie wird die multipolare Welt schmackhaft gemacht. Was in der Obama-Regierungszeit seinen Anfang nahm, hat mit der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA an Fahrt aufgenommen. Der Hegemon tritt ab und wie das geschieht, wirkt teilweise grotesk. Ist nun aber tatsächlich eine Abkehr vom Konzept weltweiter Interventionen eingeleitet? Außerdem scheint mir interessant, zu betrachten, ob wir selbst nicht auch unsere Rolle im Rahmen der alten und neuen US-Politik spielten und noch spielen.

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Türkische Gratwanderungen (1)

Vielen Beobachtern erscheint das Verhalten der türkischen Regierung einschließlich ihres exzentrischen Führers Recep Tayyip Erdoğan sprunghaft und unberechenbar. Eine selektive und Interessen geprägte Informationspolitik der deutschen Leitmedien vermittelt zudem eine verzerrte Darstellung der dort vor sich gehenden Prozesse. Doch verbirgt sich dahinter sehr wohl Logik, denn auch in der Türkei geschieht nichts einfach so.

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Discounter – Spiegel der Gesellschaft

Unsere Gesellschaft die in ihrer Gesamtheit das Motto „Geiz ist geil“ zum Lebensprinzip erhob, hat sich die Tempel dafür geschaffen; die großen Supermärkte der Discounter, in denen akribisch jeder Cent umgedreht wird, um soviel wie möglich zu sparen. Zu sparen an was? Was hat das eigentlich für Folgen hier und anderswo? Hat das möglicherweise sogar Auswirkungen auf Krieg oder Frieden? Dieser Frage möchte ich in folgendem Beitrag nachgehen.

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Stippvisiten bei den Bilderbergern (5)

Mit Analyse der Bilderberg-Teinehmer haben wir uns bis hier her durch die Finanz- und Realwirtschaft gearbeitet. Dabei deckten wir immer neue Verbindungen zwischen ihnen und den Medien auf. Nach vier Teilen dieser Artikelreihe haben wir eine Motivation erkannt: die strikt nach der Lehre von Adam Smith gelebte Sehnsucht nach Mehrung von Kapital zur Mehrung privaten Reichtums als Symbol persönlichen Glücks – und dem Seiteneffekt, dass alle anderen dabei auch glücklich würden. Absurd wie akzeptiert ist diese Weltsicht. Aber warum streben

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Paranoia, Wahn und der Dritte Weltkrieg

Als im Jahre 1949 die NATO gegründet wurde, geschah das offiziell als Reaktion auf die latente und anwachsende Bedrohung der US-amerikanischen Nation und ihrer westlichen Verbündeten durch die aggressive kommunistische Sowjetunion. Überhaupt seien die teuren Werte westlicher Demokratie durch kommunistische Diktaturen bedroht. War dem tatsächlich so? Untersuchen wir dazu einmal die geostrategische Politik westlicher Staaten in den 1940iger und 50iger Jahren.

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Der Council on Foreign Relations und das Grand Area

Am 24. Juli des Jahres 1941 – seit einem Monat drang die deutsche Wehrmacht unaufhaltsam auf sowjetischem Hoheitsgebiet nach Osten vor – wurde in den USA eine Denkschrift verfasst. Eine Denkschrift die von enormen Einfluss auf die weitere strategische Politik der Vereinigten Staaten gewesen sein dürfte. Überschrieben war sie mit dem Titel „Grand Area Planning“, zu deutsch Großgebietsplan. Dieses Memorandum wurde umgehend an den damaligen Präsidenten Franklin D.Roosevelt weitergeleitet. Die in ihm beschriebene Konzeption erklärt schlüssig das politische -, wirtschaftliche

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Avaaz und der Krieg gegen Syrien

Avaaz.org ist in aller Munde und wird als demokratische Kampagnenplattform seit einigen Jahren hoch gelobt. Avaaz selbst zitiert dabei auf seiner Web-Präsenz die britische Zeitung „Observer“ mit den Worten: „Avaaz versorgt das globale System mit einer beeindruckenden Infusion von Feedback. Und das beste ist, es bietet eine zeitgemäße Lösung gegen Politikverdrossenheit an.“ Vielleicht könnte man korrigierend sagen: Es bietet eine zeitgemäße weil bequeme Lösung gegen das schlechte Politikgewissen; halt an sich Bequemlichkeit an?

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Ralph Peters und der Neue Nahe Osten

Wenn der Krieg in Syrien im Gegensatz zur breit gestreuten Meinung der Massenmedien kein Bürgerkrieg ist, sondern ein Stellvertreterkrieg um geopolitische Interessen durchzusetzen, stellen sich neue Fragen. Wer plante die Destabilisierung der Region, wie lange gehen diese Planungen eigentlich schon und auf welchen Motivationen beruhen sie? Das Interessengeflecht ist komplex: Politiker, Militärs, Konzerne, Ideologen – sie alle treiben ihr geopolitisches Spiel auf (nicht nur) Kosten Syriens. Öffnen wir in diesem Artikel mal wieder einen Spalt breit die Tür zur Wahrheit

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