Jeder Krieg ist komplex und letztlich auch total. Doch lässt sich“total“ von verschiedenen Perspektiven aus betrachten.


Allgemein wurde der deutsche Krieg im Zweiten Weltkrieg nach dem Willen der Führer des Dritten Reiches zu einem Totalen Krieg. Der Einsatz aller zur Verfügung stehenden Mittel wurde quasi freigegeben. Nicht nur, dass man militärisch Vabanque spielte, um das Kriegsglück zu wenden. Es wurden schonungslos die eigenen Soldaten und schließlich auch die Zivilbevölkerung, überhaupt alle Ressourcen rücksichtslos für „den Endsieg“ verheizt.


Man kann einen Krieg mit maximalem Einsatz und totaler Vernichtung des Gegners führen. Das Risiko dabei selbst unterzugehen, ist erheblich. So wie auch der Drang ihn zu führen, bei fehlenden Ausstiegsmöglichkeiten stark ansteigt. Solch eine Philosophie des Krieges kennt kein zurück. Doch gibt es eine weitere, eine qualitative Note des Krieges, bei der Totalität in der Kriegführung die Komplexität berücksichtigt und jederzeit Wegeänderungen erlaubt. Dabei orientiert man sich an den Zielstellungen, welche man dann mittels einer darauf zugeschnittenen Kriegführung zu erreichen gedenkt.

Jeweils nach den Anschlägen auf die Brücke von Kertsch sowie dem ukrainischen Angriff auf den Marinestützpunkt Sewastopol — unter Nutzung des Getreidedekorridors für den Hafen von Odessa — starteten die russischen Streitkräfte massierte Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine.

Das waren und sind allerdings keine Flächenangriffe, in denen wahllos, eben total zerstört wird. Hiesige Massenmedien halten sich vornehm zurück, wenn es um Beispiele für Flächenangriffe, um totale Zerstörung von Städten durch wertewestliche Streitkräfte aus der jüngeren Vergangenheit geht, zum Beispiel jenen im irakischen Mossul und dem syrischen Raqqa (1 bis 3).

Aber zerstört wird natürlich auch durch Russland sehr wohl. Eine solche kontrollierte Zerstörung bedarf zudem fortgeschrittener Technologien und Methoden und über solche verfügt dessen Militär.

Westliche Medien differenzieren da in ihrer Berichterstattung nicht. Sie bleiben standhaft bei der von den Nachrichtengebern gewünschten Version des „brutalen russischen Angriffskrieges“. Doch verraten sie im Detail und sicher eher ungewollt eine andere Geschichte, was gut an zum Beispiel dieser Nachricht der einflussreichen Washington Post zu sehen ist:

„Russlands laufende Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur sind so methodisch und zerstörerisch, dass sie nach Angaben von Regierungsvertretern von Energieexperten geleitet werden, die genau wissen, welche Ziele dem ukrainischen Stromnetz den größten Schaden zufügen werden.“ (4, a1)

Energieerzeugung und Energieverteilung sind zwei Paar Schuhe! Es werden in Serie Schalt- und Regelanlagen, Leitungsknotenpunkte und Transformatoren zerstört, während die Energieerzeugungsanlagen im Wesentlichen unberührt bleiben. Im Gegensatz zur ukrainischen Armee beschießen die russischen Streitkräfte eben nicht systematisch Atom-, Wasserkraftwerke und Staumauern, warum nicht?

Am 31. Oktober begann die russische Armee mit massierten Angriffen auf Umspannwerke, die den Strom von Wasserkraftwerken in das Stromnetz einspeisen, zum Beispiel am Wasserkraftwerk Kanivin in der Region Tscherkassy. Diese am Mittellauf des Dnepr gelegene Anlage dient vor allem dazu, Entnahmespitzen im Großraum Kiew auszugleichen. So wie das Wasserkraftwerk Krementschug dies für die östlichen Regionen der Ukraine tut.

Der Geschäftsführer des ukrainischen Energieversorgers DTEK, Maxim Timtschenko sagte dann auch:

„Diese Angriffe zielen nicht darauf ab, Anlagen zur Stromproduktion zu zerstören, sondern auf Verbindungssysteme, die an das ukrainische Energiesystem angebunden sind. Sie treffen Schaltanlagen und Transformatoren, womit eine stromproduzierende Station nicht mehr an das landesweite Stromnetz angeschlossen werden kann. Das heißt, die Hauptziele sind die Transformatoren der Hochspannungsumspannwerke von Ukrenergo und die Stromverteilungsanlagen in Wärmekraftwerken.“ (5)

Welches Ziel Russland mit diesen Angriffen verfolgt, ist kein Geheimnis. Energie ist auch der Treibstoff für die ukrainische Armee und diese Maschinerie soll stärker als bisher gestört werden. Mehr noch ist Energie das Schmiermittel der westlichen Kriegführung in der Ukraine. Um seinen Krieg, den des Westens geht es hier schließlich auch, keinesfalls um einen „nationalen ukrainischen Aufstand gegen die russische Aggression“. Der Westen hilft also auch nicht „bei der Verteidigung der Ukraine“, nein er führt den Krieg gegen Russland unter Benutzung der Ukraine, ihrer Menschen, ihres Territoriums und derer natürlichen Ressourcen.

Und wissen Sie was, liebe Leser? Die Verantwortlichen im ukrainischen Energiesektor wissen das auch (Hervorhebungen durch Autor):

„Timchenko von DTEK räumte ein, dass die russische Strategie darin bestehe, die ukrainischen Kraftwerke zwar in der Lage zu lassen, den Strom zu erzeugen, aber die Leitungen, die sie mit dem Netz verbinden, sowie die militärischen Versorgungsverbindungen im Westen und Süden und die Frontregionen, in denen die ukrainische Armee nach eigenen Angaben Boden zurückerobert und neue Offensiven vorbereitet, zu kappen.“ (6)

Der Ukraine-Krieg verheizt im Wesentlichen ukrainische Soldaten. Auf der materiellen Seite aber sind es längst die Ressourcen der westlichen Staaten, die geplündert und dem Krieg zugeführt werden. Das ist Geld, Logistik, Waffentechnik, die Planung und Durchführung der militärischen Operationen. Doch (nicht nur) die Zuführung dieser Ressourcen droht zusammenzubrechen, wenn die Energieversorgung lahmgelegt wird.

Die Empörung in den wertewestlichen Reihen „der Guten“, dass Russland ja nun zivile Infrastruktur angreift (7), ist scheinheilig. So wie die Äußerungen hoher deutscher Politiker zu diesem Aspekt des Ukraine-Krieges gewohntermaßen unqualifiziert wie polemisch und hasserfüllt sind (8). Die Maschinerie an der Ostfront — ja so weit sind wir wieder, die Ostfront ist wieder auferstanden — bekommt ihr Futter vor allem über das ukrainische Eisenbahnnetz. Und dabei geht man über die „normale“ militärische Nutzung weit hinaus. Ganz ähnlich wie in Mariupol und anderen Städten nutzt das ukrainische Militär systematisch zivile Einrichtungen, samt deren Menschen als Schutzschilde, besser gesagt als Geiseln, um sich einen Vorteil auf dem Schlachtfeld zu verschaffen.

Wenn Russland einen Zug wie den in der folgenden Bildreihe links aufgenommenen, angreift, dann kann das selbstverständlich nur ein Terrorangriff auf unschuldige Zivilisten sein, oder (b1)?

Der Personenwaggon im linken Bild ist allerdings der Einzige. Danach folgen, festgehalten in den zwei Schnappschüssen rechts daneben, Waggons mit 28 aus Slowenien gelieferten, modernisierten T-55 – Kampfpanzern, um ihrer „Aufarbeitung“ an „der Ostfront“ entgegen zu fahren. Wenn Russland beispielsweise diesen Zug mit Raketen angegriffen hätte, dann raten Sie doch einmal, liebe Leser, welcher Waggon uns in der Berichterstattung wortreich als Bilddokument zur Verfügung gestellt worden wäre.

Ist das für Russland ein Problem? Ja, das ist es. Moskau spricht von einer „speziellen militärischen Operation“ und dessen Sichtweise auf solche Aspekte der Kriegführung gibt den namensgebenden Verantwortlichen recht. Natürlich führt Russland Krieg in der Ukraine, aber einen Krieg der verbrannten Erde — wir erinnern uns bitte erneut an die westliche Kriegführung in Korea, Vietnam, dem Irak oder Libyen — betreibt es eben nicht.

Drei Ziele hatte Russland proklamiert, als es im Februar 2022 militärisch in den Ukraine-Konflikt eingriff: Schutz der russischen Ethnie im Osten der Ukraine sowie die Entnazifizierung und Entmilitarisierung des Landes. Nicht proklamiert hatte es die territoriale Eroberung des westlichen Nachbarn. Entsprechend sucht die militärische Führung Russlands nach intelligenten strategischen Lösungen, um ihre Ziele mit hoher Effizienz, niedrigen Kollateralschäden und minimierten eigenen Verlusten zu erreichen.

Russland führt damit einen totalen Krieg auf der qualitativen und eben nicht auf der quantitativen Ebene. Was dagegen die westliche Seite betrifft, entsteht eher der Eindruck, dass man von Beginn an „in die Vollen ging“. Stellt man nur die Wehretats der Kriegsgegner gegenüber — auf der einen Seite die USA und ihre europäischen Verbündeten, auf der anderen Seite Russland —, kann es über den Ausgang dieses Krieges eigentlich keine Zweifel geben. Der Vorteil des Westens ist auf der quantitativen Ebene überwältigend und das Ergebnis lautet für 2021: weit über 1.000 Milliarden (NATO-Seite) zu 62 Milliarden US-Dollar (Russland) (9, 10).

Dieses, sich alljährlich wiederholende Ergebnis, sowie der Druck aus dem profitsüchtigen Militärisch-Industriellen-Komplex (MIK) verleitet westliche Ideologen, Politiker und Strategen stets dazu, von einer Position überwältigender Stärke aus Krieg zu führen, die so nicht gegeben ist. Gern fabulisieren sie dabei von hybrider und asymmetrischer Kriegführung, aber dies vorrangig zum Gebrauch als Worthülsen im Propagandakrieg. Ansonsten gehen sie sehr wohl davon aus, dass Russland nur zu solch einer Art und Weise von Kriegführung in der Lage ist, die in den westlichen, von Ideologie durchsetzten Strategiestuben durchexerziert wird.

Das Wettrennen um Ressourcen, das der Westen glaubt, im Ukraine-Krieg siegreich führen zu können, findet ohne Russland statt. Verbrannt werden die Ressourcen aber trotzdem. So als ob Russland damit entscheidend geschwächt würde. Dabei ist die russische Seite bei diesem Spiel definitiv außen vor. Sie hat diese Entscheidung ganz bewusst und selbstverantwortlich getroffen. Wenn nun der „Wertewesten“ trotzdem so tut, als ob er sich in einem Wettkampf nach dem Motto „Wem gehen zuerst die Ressourcen aus?“ strapaziert, dann ist das was? Nun, es ist selbstzerstörerisch.

Was so faszinierend für den Autor ist, stellt sich in der Erkenntnis dar, dass die russische Kriegführung vom Grundsatz her absolut durchschaubar, aber im Detail kreativ wie subtil und damit wieder unberechenbar wird. Entsprechend passt sie auch fortwährend ihre Strategien und Operationen den neuen Gegebenheiten an. Immer aber unter Beachtung ihrer grundsätzlich für diesen Krieg definierten, drei fundamentalen Ziele (siehe weiter oben).

Der energetische Krieg den Russland in der Ukraine führt, passt sich da nahtlos ein. Die Ergebnisse stellen sich zum Beispiel so dar (b2):

Die gezeigte Zerstörung wirkt im ersten Augenblick total, doch ist sie hochselektiv. Das Leitungssystem scheint intakt geblieben zu sein, der Transformator freilich ist hinüber. Das hat Folgen, zum Beispiel für das ukrainische Schienennetz, nicht nur aber vor allem für das elektrifizierte Schienennetz, ganz abgesehen von anderen Segmenten einer landesweiten Infrastruktur (a2).

Die Zerstörung von Zügen oder gar Bahnhöfen erwies sich in mehrfacher Hinsicht als problematisch. Aufwand und Nutzen im Sinne der Kriegführung waren unverhältnismäßig und das gleiche gilt für die Opfer, vor allem die Anzahl ziviler Opfer, die damit nicht zu vermeiden waren. Ein Krieg der einen Bogen um Zivilisten macht, gibt es nicht. Trotzdem ist es bemerkenswert, wie stark die russische Kriegführung diesen Aspekt berücksichtigt. Und sie schaltete bis in den November 2022 neuralgische Energieschaltanlagen auch nicht wahllos in der gesamten Ukraine aus:

„Der russische Angriffsplan sieht vorerst nicht vor, das Stromnetz für die Personenzüge zwischen Kiew, Lemberg und dem polnischen Terminal in Przemysl anzugreifen. Stattdessen wird die Stromversorgung der Züge unterbrochen, die östlich von Kiew in Richtung Dnjepr und an der Front von Charkow nach Odessa verkehren.“ (5i)

Der im Bild weiter oben getroffene Transformator war also ein sorgfältig ausgewähltes Ziel und wurde durch eine hochpräzise Waffe zerstört. Die Anlagen in der Umgebung wirken unversehrt, sind aber wahrscheinlich unbrauchbar gemacht worden. Zwischen Zerstörung und Unbrauchbarmachung ist zu unterscheiden. Zerstörtes kann man nicht mehr in Betrieb nehmen. Im beschriebenen Fall würde ein neuer Transformator die gesamte Anlage wieder betriebsfähig machen. Allerdings gibt es da ein Problem, eines das Russland natürlich einkalkuliert hat.

Das Stromverbundsystem der Ukraine basiert nämlich nach wie vor auf dem der untergegangenen Sowjetunion. Die Primärstrecken im Höchstspannungsnetz werden dabei mit 750 Kilovolt, die Sekundärstrecken mit 330 Kilovolt betrieben und unterscheiden sich damit von den Parametern in europäischen Stromnetzen (11). Entsprechend müssen auch die Transformatoren und diverse Schaltanlagen konstruiert sein. Die ukrainischen Energieversorgungsunternehmen sind gerade dabei, entsprechende Vorräte für die Wiederherstellung beschädigter beziehungsweise zerstörter Anlagen aufzubrauchen. Diese Vorräte sind begrenzt und werden bald zu Neige gehen. Im März 2022 musste zudem ZTR in Saporoschje, der wichtigste ukrainische Hersteller von Transformatoren und entsprechender Ausrüstung kriegsbedingt schließen (12). Von wo wird wohl der Ersatz bezogen werden? Für das ukrainische Energieverbundnetz dürfte im Prinzip nur ein Land in Frage kommen: Russland.

Da Russland nicht die Energieerzeugungsanlagen selbst angreift, wäre eine vollständige Wiederherstellung der Energieversorgung in der Ukraine theoretisch relativ rasch umsetzbar. Natürlich nur dann, wenn beide Staaten friedliche Lösungen für ihre Feindseligkeiten angehen würden.

Allerdings wird es ein Angebot zur militärischen Beendigung des Konflikts, wie es Russland noch im März 2022 gemacht hat, nicht mehr geben. Die Bedingungen für Kiew sind deutlich härter geworden.

Das kurz- und mittelfristige Problem für die Ukraine, auch für deren militärischen Operationen, stellt sich jedoch nicht nur in der Aufrechterhaltung der Energieversorgung dar.

Kann die ukrainische Luftabwehr in absehbarer Zeit wirksame Gegenmaßnahmen gegen die mulitplen russischen Angriffe auf ihre Energieinfrastruktur treffen? Das kann sie nicht und in absehbarer Zeit wird sich daran nichts groß ändern. Auch wenn die Medien den Anschein erwecken, dass wirksame Hilfe in Kürze nahen würde:

„Laut Blinken arbeiten die USA daran, die Luftverteidigungsfähigkeit der Ukraine zu verbessern. Die beiden bodengestützten Luftverteidigungssysteme des Typs Nasmas, zu deren Lieferung sich die Vereinigten Staaten verpflichtet hätten, würden nächsten Monat in die Ukraine gebracht.“ (13)

Zwei Systeme klingt nicht gerade nach viel. NASMAS (National Advanced Surface to Air Missile System für Nationales Erweitertes Luftabwehrsystem) ist ein sehr modernes System, in diesem Bereich sozusagen der letzte Schrei aus der US-Waffenschmiede Raytheon (14). Unter den Bedingungen eines „echten“ Krieges mit einem Gegner der mit heterogener, teilweise hochentwickelter Technik komplexe Luftangriffe zu führen in der Lage ist, wurden diese Waffen allerdings noch nie eingesetzt. Das Pentagon lässt sich auch Zeit mit der im September zugesagten Lieferung (15).

Denn was würde es für Auswirkungen haben, wenn das russische Militär gegen NASMAS eine Karte zückt, in der fortgeschrittene Waffen das Abwehrsystem lahmlegen oder wirkungslos machen? Das wissen die Strategen im Pentagon nicht, aber sie ahnen etwas in dieser Richtung. Weil der Verlauf des diesjährigen Krieges in der Ukraine immer wieder darauf hinweist. Entgegen allen Propagandameldungen aus westlichen Schreibstuben, konnte der NATO-Proxie Ukraine im Bunde mit seinen vieltausendköpfigen westlichen Beratern den russischen Raketenangriffen nie etwas wirklich wirkungsvolles entgegen setzen.

Was NASMAS betrifft, ist außerdem darauf hinzuweisen, dass es in seiner derzeitigen Konfiguration in der Ukraine wahrscheinlich von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Ist doch sein Erkennungssystem feindlicher Flugkörper ungeeignet, rudelweise angreifende Drohnen, so wie sie derzeit von Russland eingesetzt werden, überhaupt zu erkennen, geschweige denn zu bekämpfen (14i). NASMAS müsste also in ein Abwehrsystem integriert werden, das genau so etwas beherrscht. Verfügen die USA über solch eine Lösung? Ich wage es, zu bezweifeln.

Sollte NASMAS versagen, wäre das ganz schlecht für das Geschäft von Raytheon. Außerdem wäre einmal mehr der Lack vom Narrativ der unbesiegbaren, „Einzigen Weltmacht“ arg beschädigt. Das wiederum schmälerte die Wirkung im Propagandakrieg. Die USA darf den Ukraine-Krieg im damit erzeugten öffentlichen Bewusstsein nun einmal nicht verlieren. Und so hält man die ukrainische Führung hin und vertröstet sie mit zwei, später acht, in Wirklichkeit erst noch unter Kriegsbedingungen zu testenden NASMAS.

In dieser Zeit wird Russland jedoch längst weitere Möglichkeiten entwickelt haben, die Kriegsfähigkeit der ukrainischen NATO-Armee herunterzufahren.

Bitte bleiben Sie schön aufmerksam, liebe Leser.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden. Letzte Bearbeitung: 21. November 2021

(a1) Übersetzungen unter Zuhilfenahme von DeepL.com.

(a2) „Wie viele Menschen wissen, dass ein Schwefelhexafluorid (SF6)-Schutzschalter, der häufig in Umspannwerken verwendet wird, eine elektrische Heizdecke benötigt, um bei Minusgraden zu funktionieren? Die meisten Menschen im Westen wissen das nicht. Sie sind in Hochspannungsschaltanlagen üblich, die letztlich die Netzleitungen mit Strom versorgen. Im ukrainischen Fall vermute ich, dass es sich um eine Mischung aus diesen und älteren Öl-Leistungsschaltern (OCB) sowie ölgefüllten großen Leistungstransformatoren (LPT) handelt, die für die Stromverteilung unerlässlich sind. Und raten Sie mal, woher das meiste Öl zum Befüllen dieser Geräte kommt?“ (16)

„Ich vermute, dass die meisten von Zelenskys Beamten und die Beamten in den unterstützenden EU-Regierungen sich mit ihrer eigenen Propaganda selbst überzeugt haben. Sie wagen es nicht, über diese Fragen nachzudenken, genauso wenig wie sie verstehen wollen, dass die Gehäuse der Pumpen, die ihr Wasser fördern und ihre Abwässer behandeln, einfrieren und auseinanderbrechen, wenn sie nicht elektrisch beheizt werden. Selbst wenn das Gas an ist – und das wird es nicht sein – wird Strom benötigt, um die Öfen zu zünden und zu steuern. Wie viele dieser Beamten sind sich der langen Vorlaufzeiten bewusst, die zu den Produktionsausfällen aufgrund hoher Energiekosten hinzukommen, die Sie haben müssen, um alles zu ersetzen und wiederherzustellen?“ (16i)

(1) 11.07.2017; watson; Die Bilder der Zerstörung. Was nach drei Jahren «IS» und 8 Monaten Krieg zurückbleibt;  https://www.watson.ch/international/irak/798109661-zerstoertes-mossul-was-nach-3-jahren-is-und-8-monaten-krieg-zurueckbleibt

(2) 10.08.2017; SWSW; Bill van Auken; Syrien wirft Washington Kriegsverbrechen bei Belagerung von Rakka vor; https://www.wsws.org/de/articles/2017/08/10/syri-a10.html

(3) 13.11.2017; BBC; Quentin Sommerville, Riam Dalati; Raqqa’s dirty secret; https://www.bbc.co.uk/news/resources/idt-sh/raqqas_dirty_secret

(4) 25.10.2022; Washington Post; Michael Birnbaum, David L. Stern, Emily Rauhala; Russia’s methodical attacks exploit frailty of Ukrainian power system; https://www.washingtonpost.com/world/2022/10/25/russias-methodical-attacks-exploit-frailty-ukrainian-power-system/

(5, 5i, b2) 31.10.2022; naked capitalism; Yves Smith; Electro-Shock Therapy for Slow Learners in the Ukraine Electric War (Part III); https://www.nakedcapitalism.com/2022/10/electro-shock-therapy-for-slow-learners-in-the-electric-war-part-iii.html

(6) 01.11.2022; John Helmer; Electro-Shock Therapy for Slow Learners in the Ukraine Electric War (Part III); http://johnhelmer.net/electro-shock-therapy-for-slow-learners-in-the-electric-war-part-iii/

(7) 17.11.2022; ARD-Tagesschau; Lage in der Ukraine: Russland greift die zivile Infrastruktur weiter an;  https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-1116217.html

(8) 03.11.2022; ARD-Tagesschau; Baerbock: In der Ukraine drohen Kinder zu erfrieren; https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-ukraine-donnerstag-175.html#Kinder

(9) 25.04.2022; taz; Reinhard Wolff; Europa legt am schnellsten zu; https://taz.de/Weltweite-Ruestungsausgaben-2021/!5846897/

(10) 27.04.2022; ARD-Tagesschau; Rüstungsausgaben auf Rekordniveau; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/sipri-ruestungsausgaben-rekord-101.html

(11) 26.04.2022; Energie-Experten; So funktioniert das deutsche Stromnetz; Von der Höchstspannung zur Niederspannung; https://www.energie-experten.org/erneuerbare-energien/oekostrom/stromnetz

(12) 07.03.2022; Transformers Magazine; Largest transformer factory in Europe closed due to war; https://transformers-magazine.com/tm-news/largest-transformer-factory-in-europe-closed-due-to-war/

(13) 28.10.2022; ARD-Tagesschau; Ukraine-Liveblog; USA liefern weitere Militärhilfe im Wert von 275 Millionen Dollar; https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-ukraine-freitag-191.html#Militaerhilfe

(14) 22.06.2021; Airforce Technology; National Advanced Surface to Air Missile System (NASAMS); https://www.airforce-technology.com/projects/national-advanced-surface-to-air-missile-system-nasams/

(15, 15i) 01.11.2022; Reminiscence of the Future …; Andrej Martianow; It is Not Going To Make A Difference; http://smoothiex12.blogspot.com/2022/11/it-is-not-going-to-make-difference.html

(16, 16i) 03.11.2022; naked capitalism; Yves Smith; Has Russia Already Pwnd Ukraine?; https://www.nakedcapitalism.com/2022/11/has-russia-already-pwnd-ukraine.html

(b1) Boris Rozhin; 29.10.2022; Telegram; Panzertransport auf einem ukrainischen Bahnhof; https://t.me/boris_rozhin/68726

(b2) Colonel Assad; Zerstörter Trafo in ukrainischem Umspannwerk; November 2022; https://colonelcassad.livejournal.com/7981349.html

() 10.10.2022; naked capitalism; Yves Smith; Russian Army Turning Out the Light: US Losing Electricity War in Ukraine; https://www.nakedcapitalism.com/2022/10/russian-army-turning-out-the-lights-us-losing-electricity-war-in-ukraine.html

(Titelbild) Energie, Strom, Kondensator; Autor: SatyaPrem (Pixabay); 25.10.2022; https://pixabay.com/de/photos/elektrizit%c3%a4t-transformator-7544071/; Lizenz: Pixabay License

Von Ped

10 Gedanken zu „Der energetische Krieg in der Ukraine“
  1. Das der sogenannte „Westen“ sich nicht vorstellen kann, oder aus ideologischen Gründen Russland nicht zugestehen will, einen Krieg unter weitgehender Rücksichtnahme auf die Zivilbevölkerung und die für deren Überleben wichtigen Infrastruktur zu führen, ist wohl keine Überraschung. Dazu reicht es, sich an die Zerstörung solcher Städte wie Dresden oder Hamburg während WK2 zu erinnern, die im Bombenhagel und Feuersturm – es wurden massiv Brandbomben eingesetzt – untergingen. Das waren Angriffe, die vor allem die Zivilbevölkerung treffen sollte und auch getroffen hat. Angeblich, um die Kriegsmoral in der Bevölkerung zu brechen. Allerdings war die (Kriegs) Moral der Bevölkerung längst gebrochen, so dass man eher vermuten könnte, dass es um die gezielte Vernichtung von Infrastruktur ging. Deutschland sollte in die Steinzeit zurückgebombt werden. Es war ein Krieg der „verbrannten Erde“. Geführt von den Angelsachsen, den sogenannten Alliierten.
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    Dabei ist wichtig, festzuhalten, dass Russland bei der Besetzung Deutschlands auf explizit gegen die Zivilbevölkerung und die Infrastruktur gerichtete Angriffe bzw. deren völlige Zerstörung verzichtet hatte, obwohl sie eigentlich allen Grund hatten, das zu tun, wenn man sich die Zerstörung und das Leid ansieht, dass die Wehrmacht dort angerichtet hatte. Es war genau diese Art der Kriegsführung, ein Krieg der totalen Zerstörung, den die deutsche Wehrmacht während des Russlandfeldzuges geführt hatte.
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    Interessant mag in dem Zusammenhang möglicherweise sein, wo eigentlich die Wurzeln der „Angel-Sachsen“ liegen:
    Die Angelsachsen sind um 600 n.Chr. aus einer Verschmelzung von Angeln, ein germanischer Stamm, der Ursprünglich im heutigen Nordosten Schleswig-Holsteins beheimatet war und den Sachsen, ebenfalls ein germanischer Stamm, ursprünglich ansässig im Gebiet des heutigen nördlich gelegenen Teils von Niedersachsen, entstanden. Um 440 n.Chr. suchten sowohl die Angeln als auch die Sachsen, wie es heißt wegen klimabedingter Ernteausfälle, nach alternativem Lebensraum. Schließlich waren es die Römer, die den Angeln und den Sachsen diesen Lebensraum in Britannien anboten, um im Norden und Nordosten des Landes als Söldner die römischen Siedler vor den ständigen Angriffen der Pikten (barbarische Schotten) zu schützen. Später machten die Angeln und die Sachsen sich dann selbstständig und gründeten Ihre eigenen Herrschaftsgebiete und sie waren es letztlich wohl auch, die die Römer aus dem Land vertrieben. Angeln und Sachsen verschmolzen zu den Angelsachsen, später auch als Engele bezeichnet, die schließlich die Herrschaft über ganz Britannien übernahmen.
    Die Karte zeigt das Siedlungsgebiet (braun, Ostseeseite), wo das Siedlungsgebiet der Angeln lag…
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0e/Jutland_Peninsula_map.PNG
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    Die Angelsachsen sind demnach, von ihrem Ursprung her gesehen, also nichts weiter als Germanen und daher im weiteren Sinne Deutsche. Nun daraus zu schließen, dass Germanen oder Deutsche ein besonders kriegerisches Volk sind, währe vielleicht zu einfach. Schließlich hatte sich der deutsche Kaiser lange geweigert, in den ihm von den Angelsachsen (Briten) aufgezwungenen Krieg einzusteigen, der später der 1. Weltkrieg genannt wurde, als klar war, dass das nicht der einzige Weltkrieg bleiben würde. Ob es aber trotzdem so etwas wie einen Hang zu „totalen Kriegen“, insbesondere bei den Deutschen bzw. bei den Angelsachsen geben könnte, muss sich jeder selbst überlegen.
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    Wer etwas tiefer in diese Materie einsteigen will, findet hier einen Thread, der vielleicht als Einstieg dienen könnte…
    https://vineyardsaker.de/2019/07/11/dies-und-das-3-x/#comment-69190

  2. Lieber Ped,
    bitte verzeihen Sie, dass ich meine Bitte hier poste – habe leider keine andere Môglichkeit gefunden, SIe zu kontaktieren. Ich betreibe eine Website mit (u.a.) Übersetzungen für mich relevanter Artikel aus Deutschland und würde Sie gerne zur Verbreitung Ihrer Arbeiten konsultieren. Für eine Rückmeldung wäre ich Ihnen sehr dankbar.
    Viele Grüße, Milos

    1. Lieber Milos,
      Ihre Webseite ist mir bereits bekannt, auch dass Sie dort den aktuellen Artikel, ins Slowakische (?) übersetzt, veröffentlicht haben. Gern können Sie auch zukünftig so, wie Sie es dort praktiziert haben, verfahren.
      Herzlich, Ped

  3. Die Beispiele „totaler Zerstörung von Städten durch wertewestliche Streitkräfte aus der jüngeren Vergangenheit“ lassen sich beliebig und schier endlos aufzählen. Stellvertretend sei hier der Besuch des damaligen UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon am 14. Okt. 2014 in Gaza erwähnt. Er bezeichnete die Zerstörungen im Gazastreifen infolge des jüngsten Konflikts mit Israel als „unbeschreiblich“ und als Quelle der „Schande für die internationale Gemeinschaft.“ …“Ich bin mit schwerem Herzen hier“, sagte Ban auf einer Pressekonferenz. „Die Zerstörung, die ich hier gesehen habe, ist unbeschreiblich“, fügte er hinzu. Bilder dazu liefert die Google-Suche zu Hauf.
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    https://www.theguardian.com/world/2014/oct/14/ban-ki-moon-visits-gaza-views-destruction-of-un-school
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    Was hat sich seitdem getan? Ist Gaza befriedet? Leben die Menschen dort in Freiheit? Angesichts dieser Heuchelei wünsche ich all den geschundenen Völkern von Korea bis zur Ukraine dieselbe Hartnäckigkeit bei der Forderung nach Reparationszahlungen an die Adresse der Schuldigen, wie es die polnische Führung noch nach 77 Jahren an die Adresse Deutschland’s an den Tag legt.
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    Das Rezept ist immer dasselbe: Leere Floskeln für’s „dumme Volk“ von einem der höchsten Vertreter der verantwortlichen Täter. Den Betroffenen wirft man gleichentags medienwirksam ein paar Brosamen in Form von einigen LKW-Lieferungen Kies und Armierungseisen hin. Das Entsetzen in der USA – UN – UNO – NATO – hörigen Welt hält sich in homöopathisch dosierten Grenzen und schon am nächsten Tag rast die nächste Sau durch die vereinten westlichen Wertemedien.
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    Der Wandel ist unübersehbar: Was damals mindestens noch teilweise Entsetzen, scheinheilige Verurteilung und unzählige, missachtete UN-Resolutionen hervorbrachte, ist heute salonfähig. Wer sich zur „Elite mit Rang und Namen“ zählt, pilgert regelmässig zum Oberkokser nach Kiew und Neonazi-Schergen gehen jetzt sogar offiziell in Washington ein und aus. Es wird interessant zu beobachten, wie sich alle diese Kriegströten nach dem absehbaren Zusammenbruch ihres Lügengebäudes versuchen, aus der Verantwortung zu stehlen.
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    Russland hat Zeit, Geld, Resourcen und Personal zur Erreichung der klar kommunizierten Ziele. Es passt ins Konzept, dass jetzt IS-Gesindel und Kopfabschneider aus Idlib zusammen mit Bezahlmördern und ganzen US- und polnischen Privatarmeen In der Ukraine aufmarschieren. So lassen sich elegant ein paar Probleme in Syrien und anderswo indirekt in einem Zug lösen.
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    Die Aussagen und Prognosen unzähliger Schreibtisch- und Sofa-Strategen, Ex-Generäle und sonstiger westlicher „Fachleute“ werden durch die von der russischen Armee geschaffenen Fakten täglich widerlegt. Die längst ausgegangenen Raketen mit Hightech-Elektronik aus europäischen Kühlschränken und Waschmaschinen (laut von der Leyen) zeigen Wirkung. Darum auch die jetzt immer lauter werdenden Rufe nach Verhandlungen. Verhandlungen zwecks Zeitgewinn. Das hatten wir doch schon mal mit Minsk1 und 2. Die russische Führung wird sich kaum auf diese billige Weise über den Tisch ziehen lassen.
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    Der Westen ist ausgeschossen, die idiotische „Just-in-time-Lagerbewirtschaftung“ rächt sich. Zudem wissen die Verantwortlichen sehr genau, welchen Waffenschrott sie dem Selenskij-Regime liefern können/wollen und was nicht. Raketen mit abgelaufenem Verfallsdatum, Javelin’s die mehr versagen als funktionieren oder die M113, die wir doch schon in Vietnam gesehen haben, dies alles lässt sich kaum einfacher und zudem noch äusserst rentabel entsorgen. Bei den HIMARS wurde die Jahresproduktion eben auf 96 Einheiten gesteigert, aber das dauert länger als der Clown in Kiew durchhält.
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    Mit den NASAMS hält man sich bewusst zurück. Ped beschreibt die Gründe eindrücklich. Dieses System wird von einer Kommando- und Kontrolleinheit (fire distribution centre, FDC) gesteuert, basierend wie viele andere Hightech-Kriegsgeräte – und last but not least die gesamte NATO-Kommunikation – auf taktischen Datenlink’s der NATO. Wie effizient die russische Armee Datenlink’s stören/ausschalten kann, hat sie schon öfter bewiesen. In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage nach der eigentlichen Ursache für den Ausfall von Musk’s Starlink, was in der ukrainischen Armee zu Panik führte: Waren es wirklich ausbleibende Zahlungen Kiew’s für die Nutzung oder vielleicht doch russische Abwehrmassnahmen?
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    Die Verantwortlichen in Washington kennen sicher ihre eigenen Studien wie jene der Heritage Foundation. Sie kommt zum Schluss, dass das US-Militär nicht in der Lage ist, auch nur einen Krieg zu gewinnen. „Insgesamt kann die militärische Lage der Vereinigten Staaten nur als ’schwach‘ eingestuft werden.“
    Damit möchte ich all jenen Kriegsgurgeln entgegentreten, die den 3. Weltkrieg kaum erwarten können, ja, ihn regelrecht herbeischreien. Das ganze Getöse hat keine Basis und dies ist sehr beruhigend. Und zu gegebener Zeit werden wir uns an die modrige Luft erinnern, die von den Strack’s, Merz’s, Ischinger’s und Konsorten abgesondert wurde.
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    https://de.rt.com/international/153629-heritage-foundation-us-militar-nicht/
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    Womöglich geht es den massgebenden Kreisen gar nicht um militärische Stärke. Der Dollar rollt in unendlichen Mengen in die Taschen der Pharma- und Rüstungsindustrie-Eigner. Mit jedem abgeschlossenen Geschäft wird die Abhängigkeit der weltweiten Kundschaft gefestigt. Einheimische Industrie, nicht nur in Europa, wird durch die entgangenen Einnahmen geschwächt und verschwindet letztendlich. So geht Abhängigkeit. Die Olivgrünen in Berlin leisten ihren Beitrag schön fleissig und gehorsam.
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    Ped’s Vergleich der Wehretat’s von NATO und Russland lässt tief blicken: Verzettelung mit weit über 800 Militärbasen weltweit können nicht der einzige Grund sein für ein Verhältnis von 1:15. Auch eine bessere Effizienz der eingesetzten Mittel geht zwar eindeutig zugunsten Russland’s aus, kann aber nicht der Grund für das offensichtliche Missverhältnis sein. Der Vergleich der eingesetzten finanziellen Mittel mit dem tatsächlich vorhandenen Material lässt eigentlich nur einen Schluss zu, denn Unfähigkeit möchte ich der amerikanischen Seite genauso wenig unterstellen wie der russischen. Also: Korruption bis zum Abwinken. Ein anschauliches Beispiel liefert die Geschichte „F 35-Atombomber: Viel Geld für wenig Sicherheit“ von Greenpeace Deutschland. Download des ganzen Berichtes als PDF hier:
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    https://www.greenpeace.de/frieden/f-35-atombomber
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    Die Lüge steht gleich am Anfang: „Greenpeace ist international, überparteilich und völlig unabhängig von Politik und Wirtschaft.“ Die Hühner im Stall liegen auf dem Rücken vor Lachen… Abgesehen davon ist der Bericht wirklich eindrücklich und lesenswert.
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    Der Grossteil der nach Kiew gelieferten Waffen verschwindet in dunklen Kanälen, um zu gegebener Zeit in einschlägigen Krisenherden und auch in Europa – ganz im Interesse der USA – nachhaltig für Unruhe zu sorgen. Nicht zu vergessen die weit über 100’000 Kleinwaffen, die der Rambo zu Kiew zur „Verteidigung der Hauptstadt“ unter die Leute geschmissen hat. Viel Vergnügen Jenen, die dieses Desaster mal aufräumen müssen.
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    Aber dies alles ist noch immer nicht genug: US-Milliarden werden von Selenskij bei der Kryptobörse FTX investiert um dann einfach zu verschwinden – oder mindestens teilweise in „Demokratenkreisen um Biden“ aufzutauchen. Getreu dem Motto: Wo viel ist muss noch mehr hin.
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    https://de.rt.com/meinung/154341-sam-bankman-fried-genie-finanzjongleur/
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    Die grenzenlose Geld- und Machtgier und die kriminelle Energie einschlägiger Kreise ist einfach zu durchschauen. Aber die treffende Bezeichnung für diesen ganzen Wahnsinn muss erst noch erfunden werden.

  4. Ich möchte hier, passend zu Peds Artikel, einen weiteren, sehr wichtigen Artikel vom Fassadenkratzer zur Lektüre empfehlen.
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    Krieg der USA gegen Russland – von langer Hand geplant
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    Zitat aus dem Artikel: „Die oberflächliche Glaubensvorgabe vom Krieg Russlands gegen die arme Ukraine, die uns von der „Schutzmacht“ USA durch ihre deutschen medialen Sprachrohre unaufhörlich einsuggeriert wird, weicht gleich einer etwas anderen Beurteilung, wenn man den Hintergründen der imperialistischen Geopolitik der USA etwas nachspürt. Sie liegt offen zutage und wird von den US-Eliten überhaupt nicht geheim gehalten. Und amerikanische alternative Medien legen den Finger auf die entscheidenden Nachweise.“
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    ganzen Artikel lesen…
    https://fassadenkratzer.wordpress.com/2022/11/21/krieg-der-usa-gegen-russland-von-langer-hand-geplant/
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    Für viele von uns ist es wahrscheinlich nicht überraschend oder gar neu, was dieser Artikel offenbart. Aber er fasst präzise zusammen, wie und wo dieser Krieg geplant wurde und dass er dem Drehbuch folgend durchgeführt wird. Siehe dazu auch…
    http://www.informationclearinghouse.info/57277.htm
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    und auf der Webseite der RAND cooperation selbst die Studie mit dem Titel „Overextending and Unbalancing Russia“…
    https://www.rand.org/pubs/research_briefs/RB10014.html?
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    und schließlich dieser Artikel der Unz Review…
    https://www.unz.com/mwhitney/washingtons-plan-to-breakup-russia/
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    Bei all diesen beunruhigenden Informationen sollte man aber nicht vergessen, dass Russland natürlich auch über diese (und weitere, sehr viel detailliertere) Informationen verfügt und seinen eigenen Plan hat, dem angemessen zu begegnen.

  5. Unz Review – Putins Vorschlagshammer
    Mike Whitney • 19. November 2022
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    „Den Ukrainern geht es schlecht … Es wird nicht lange dauern, bis den Ukrainern das Essen ausgeht. Es wird nicht lange dauern, bis sie einfrieren … Sie haben alles getan, was wir vernünftigerweise von ihnen erwarten können. Es ist Zeit zu verhandeln…. bevor die Offensive beginnt, denn sobald sie beginnt, wird es keine weiteren Gespräche zwischen Moskau und Kiew mehr geben, bis sie zur Zufriedenheit Russlands beendet sind.“ Oberst Douglas MacGregor, „Krieg in der Ukraine; Die Ruhe vor dem Sturm“…
    () https://youtu.be/CB9yBkVAfDQ
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    Der russische Präsident Wladimir Putin: „Genau genommen haben wir noch gar nichts angefangen.“
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    Die unerbittlichen Angriffe auf das Stromnetz der Ukraine, Treibstofflager, Eisenbahnknotenpunkte und Kommando- und Kontrollzentren markieren den Beginn einer zweiten und tödlicheren Phase des Krieges. Das erhöhte Tempo der hochpräzisen Langstreckenraketenangriffe legt nahe, dass Moskau die Grundlagen für eine große Winteroffensive legt, die gestartet wird, sobald sich die 300.000 russischen Reservisten ihren Formationen in der Ostukraine anschließen. Kiews Weigerung, eine Einigung auszuhandeln, die Russlands zentrale Sicherheitsbedenken anspricht, hat dem russischen Präsidenten Wladimir Putin keine andere Wahl gelassen, als die ukrainischen Streitkräfte auf dem Schlachtfeld zu besiegen und eine Einigung mit Waffengewalt durchzusetzen. Die bevorstehende Winteroffensive soll Russland den KO-Schlag liefern, den es braucht, um seine strategischen Ziele zu erreichen und den Krieg schnell zu beenden. Das ist von Reuters:
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    „Russische Raketenangriffe haben fast die Hälfte des ukrainischen Energiesystems lahmgelegt, teilte die Regierung am Freitag mit, und die Behörden in der Hauptstadt Kiew warnten davor, dass der Stadt bei Einbruch des Winters eine „vollständige Abschaltung“ des Stromnetzes bevorstehen könnte.
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    Als die Temperaturen fielen und Kiew seinen ersten Schnee sah, arbeiteten Beamte daran, die Stromversorgung landesweit wiederherzustellen, nachdem einige der schwersten Bombardierungen der ukrainischen zivilen Infrastruktur in neun Kriegsmonaten stattgefunden hatten.
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    Die Vereinten Nationen sagen, dass die Strom- und Wasserknappheit in der Ukraine in diesem Winter eine humanitäre Katastrophe droht.
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    „Leider führt Russland weiterhin Raketenangriffe auf die zivile und kritische Infrastruktur der Ukraine durch. Fast die Hälfte unseres Energiesystems ist deaktiviert“, sagte Premierminister Denys Shmyhal.
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    „Wir bereiten uns auf verschiedene Szenarien vor, einschließlich einer vollständigen Abschaltung“ , sagte Mykola Povoroznyk, stellvertretender Leiter der Stadtverwaltung von Kiew, in Fernsehkommentaren.“ ( „Die Ukraine sagt, die Hälfte ihres Energiesystems sei durch russische Angriffe lahmgelegt, Kiew könnte ‚stillgelegt‘ werden“ , Reuters)
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    Bis vor kurzem hatte Russland Ziele vermieden, die sich dramatisch auf zivile Aktivitäten auswirken würden, aber jetzt sind die Militärführer zu einem einheitlichen Ansatz zurückgekehrt. Gegenwärtig zerstört das Militär alle Einrichtungen, Transformatoren, Lagereinheiten, Umspannwerke, Rangierbahnhöfe und Energiedepots, die es der Ukraine ermöglichen, weiterhin Krieg zu führen. Als größeren und mächtigeren Staat lag es natürlich immer in der Macht Russlands, einen Vorschlaghammer in die Ukraine zu bringen und sie in eine Million Stücke zu zerschlagen, aber Putin zog es vor, sich zurückzuhalten, in der Hoffnung, dass Kiew zur Vernunft kommen und seine Hoffnungslosigkeit einsehen würde. Trotz der gegenteiligen westlichen Propaganda, war der Ausgang dieses Krieges nie zweifelhaft. Russland wird Kiew eine Einigung aufzwingen, und fordert, dass die Regierung in Kiev alle Verbindungen zur NATO abbricht und einen Vertrag unterzeichnet, der ihre Neutralität auf ewig erklärt. Russland wird einem feindlichen Militärbündnis nicht erlauben, seine Raketenstandorte und Kampftruppen an seiner Westflanke zu platzieren. Das wird nicht passieren.
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    ganzen Artikel lesen (original english)…
    https://www.unz.com/mwhitney/putins-sledgehammer/
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    deutsch übersetzt…
    https://www-unz-com.translate.goog/mwhitney/putins-sledgehammer/?_x_tr_sl=auto&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de

    1. Selbst die Washington Post konnte sich offenbar dazu entschließen, neben der üblichen West-Propaganda zuzugeben, dass die USA einen Stellvertreterkrieg über die Ukraine gegen Russland führen. Wörtlich schreibt die Post: „Russland ist das Ziel eines der rücksichtslosesten und effektivsten Stellvertreterkriege der modernen Geschichte.“…
      https://www.washingtonpost.com/business/russia-is-right-the-us-is-waging-aproxy-war-in-ukraine/2022/05/10/2c8058a4-d051-11ec-886b-df76183d233f_story.html
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      Ungeachtet dessen, fährt die Bundesregierung fort, Russland als Aggressor zu bezeichnen und am selbstzerstörerischen Sanktionsregime gegen Russland festzuhalten. Aber die Luft wird immer dünner für die deutsche Regierungspartei „die grünen“, die die Schlüsselpositionen des Außenministers und des Wirtschaftsministers innehaben und, wie man so hört, inzwischen von immer mehr Menschen in Deutschland für eine der niederträchtigsten Volksverräter-Parteien, die dieses Land je gesehen hat, gehalten werden, wobei mir kaum noch ein Argument einfällt, dass ich dieser Einschätzung entgegenhalten könnte. Selbst in den USA äußern sich kritische Beobachter der deutschen Politik dementsprechend.

  6. Die erwähnten Luftverteidigungssysteme – NASAMS 2 – sind offensichtlich bereits in Kiew in Aktion. Bilder von einer Einschlagstelle zeigen vermutlich Bruchstücke einer Rakete AIM-120, dem aktiven Teil dieses Systems. Die Zerstörung an den umliegenden Wohnblocks lässt auf die Explosion des Gefechtskopfes am Boden oder kurz darüber schliessen. Was folgern wir daraus?
    Die AIM-120 hat offensichtlich ihr Ziel – eine russische Rakete oder einen Marschflugkörper – verfehlt. Die von Ped beschriebene Angst des Pentagon’s vor einem Versagen des NASAMS scheint mehr als begründet.
    Als Luft-Luft-Lenkwaffe konzipiert hat sie lediglich eine Reichweite von max. 25 km. Damit lässt ihr Absturz in der Stadt Rückschlüsse auf die Stationierung der Abschussrampen ebenfalls im Stadtgebiet zu.
    Die zeigt einmal mehr, wie egal den Agierenden die eigene Zivilbevölkerung ist. Denn die Tatsache, dass Alles was irgendwo hochgeschossen wird, auch wieder sonstwo runterkommt, dürfte sogar Denen bekannt sein. Und falls die Abwehr doch mal funktionieren sollte: Die verheerende Wirkung einer abgeschossenen IskanderM in dicht bewohntem Gebiet hat offensichtlich ebenfalls keinen Einfluss auf die taktischen Überlegungen dieser Helden.
    Klartext, Grundlagen: Abwehr gehört VOR das zu SCHÜTZENDE Objekt, nicht mittenhinein. Aber dümmer geht immer und mit Koks fällt es umso leichter. Und wie wir uns erst letzte Woche wieder aus Washington belehren lassen durften, sind sowieso immer nur die Russen schuld.

  7. Ein sehr empfehlenswerter Artikel von Peter Haisenko über den Unterschied zwischen der russischen und der US-Strategie, Krieg zu führen…
    https://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-20222/der-unterschied-zwischen-der-russischen-und-der-us-kriegsstrategie/
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    Vereinfacht zusammengefasste Essenz aus dem Artikel…
    US-Strategie: Zerstörung ziviler Infrastruktur und Terrorisierung der Zivilbevölkerung.
    Russische Strategie: Zerstörung der Kampfbereitschaft des gegnerischen Militärs.
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    Bitte den Verstand einschalten, um sich klar zu machen, wen man im Fall der Fälle eigentlich wirklich zu fürchten hätte.

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