Auftragsarbeiten einer Kriegsministerin

Westliche Interessen in Afrika sind auch deutsche Interessen.


Auch zu Afrika – kaum anders als in der Berichterstattung zum Nahen Osten – werden Tatsachen verdreht, verkürzt und verzerrt. Diesbezüglich und auch im Verschweigen der äußerst pragmatisch zu handhabenden Interessen wirtschaftlicher, ideologischer und jenen anhängender Eliten geben sich die Meinungsführer in Politik und Medien rein gar nichts. So darf auch die neue Kriegsministerin ihre bellizistischen Sprüche zur neuen “globalen Verantwortung Deutschlands” zum Besten geben. Mehr noch soll sie das sogar.


An dieser Stelle sei zweierlei vorangestellt:

Erstens ist die Antwort auf die Frage, für wen alles die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer Auftragsarbeit betreibt, aus meiner Sicht durchaus nicht so einfach und vor allem nicht bequem zu beantworten.

Zweitens ist nicht eine fiktive oder reale Klimaerwärmung DIE Katastrophe für die Staaten des afrikanischen Kontinents.

DIE afrikanische Katastrophe ist die schrankenlose Ausbeutung derer Ressourcen und Menschen, der dort gezielt geförderte Terrorismus, um “eingreifen zu müssen”, die durch westliche Staaten betriebene Spaltung von Ethnien, die durch selbige betriebene Förderung einheimischer, korrupter Politiker, welche diese zur Auftragsarbeit für ausländische Mächte animieren.

Kramp-Karrenbauers Ergüsse und die seit über einem Jahr betriebene Klimahysterie sind, was ihr zeitliches Zusammentreffen angeht, überhaupt kein Zufall. Ja, sie gehören sogar untrennbar zusammen und dienen den gleichen Zielen und Interessenten. Was man damit bezweckt, wird in Zukunft noch stärker auf die Staaten der Dritten Welt zurückschlagen. Um so etwas verkaufen zu können, ist die Schaffung von Mogelpackungen unerlässlich.

Führen wir das im Weiteren – mit Blick auf diese von mir genannten Aspekte – am Beispiel Mali etwas näher aus.

Die Kriegsministerin gibt sich schon seit Monaten nicht all zu viel Mühe, um zu verstecken, was nun – rund 120 Jahre nach dem Ende des deutschen Kolonialreiches in Afrika – wieder auf die Agenda der prosperierenden Nation zu gehören hat (1,2). Wahrscheinlich merkt sie es nicht einmal – aufgrund ihrer langjährig erhaltenen “Vorbildung” und Einbettung.

Diese kriegsrethorische Art und Weise – noch einmal einen Zacken schärfer als bereits bei ihrer Vorgängerin Ursula von der Leyen – ist allerdings ausdrücklich gewollt. Es gehört zur Auftragsarbeit. Kramp-Karrenbauer erfüllt hier Erwartungen und genießt sicher, innerhalb ihrer Filterblase, reichlich Schulterklopfen für ihr “mutiges, energisches” Auftreten.

Nur ist sie weder dumm, noch ist sie Kriegstreiberin im Sinne eines teuflisch bösen Biestes. Vielmehr ist sie durch jahrelange “Pflege” in transatlantischen Netzwerken gründlich gehirngewaschen worden. Sie wurde für diesen, gegenwärtig ausgefüllten Dienst, langfristig gefördert und befördert (3,4).

Dass Annegret Kramp-Karrenbauer “nur” Auftragsarbeit durchführt, entlässt sie trotzdem nicht aus ihrer Verantwortung. Leute wie diese Politikerin sind Systemdiener erster Güte und unbedingt notwendig, um das irre Wachstumsmodell des Wertewestens bis zum bitteren Ende weiterbetreiben zu können. Doch kommen wir nun zu “unseren” Medien.

Gern argumentieren Verantwortliche bei der ARD-Tagesschau, dass sie ja “nur” wiedergeben, was geschah. Gern versorgen deren Nachrichtenformate uns dann auch mit Begründungen und Wertungen, wenn es darum geht, eine angeblich alternativlose Entscheidung vorzubereiten. Dann ist die ARD-Tagesschau ganz vorn mit dabei, um unsere Hirne den Anforderungen entsprechend zu bearbeiten. Dann wird nach Lust und Laune dekonstruiert und fragmentiert.

So die Propaganda durch die Regierungen bereits ausformuliert wurde, zieht sich die ARD-Tagesschau auf die Rolle eines Sprachrohres der Regierenden zurück. So hat das Wahrheitsministerium – zusammengefasst die Institutionen der repräsentativen Demokratie – auch gleich sein Propagandaministerium. Denn wenn man groß und breit wie unkommentiert diese Kriegspropaganda einer angeblichen Verteidigungsministerin durchgehen lässt, ja ihr breiten Raum gibt: Was denn anderes soll das sein als eben gründliche Propagandarbeit? Wie nun kann uns das beim Thema Afrika auffallen?

Beim jetzt betrachteten “Vorstoß” der Kriegsministerin handelte es sich nicht um eine offizielle Erklärung. Er war Teil eines Interviews bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung – wo das Interview selbst hinter einer Bezahlschranke versteckt ist (5,a1). Aber so etwas, liebe Leser, sollen wir lesen und hören und deshalb bekommen wir es auch frei Haus.

Vorstoß Kramp-Karrenbauers
In Afrika “nicht wegducken”
Stand: 29.12.2019 11:01 Uhr

Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer hat sich für die Ausweitung des Bundeswehr-Einsatzes in der südlichen Sahara ausgesprochen. Deutschland dürfe sich “nicht wegducken” – auch mit Blick auf den französischen Einsatz. (6)

Lassen Sie sich nicht von dieser verlogenen Sprache vereinnahmen. Denn das ist keine Verteidigungsministerin. Sie redet dem Krieg das Wort und deshalb ist sie allenfalls eine “sogenannte Verteidigungsministerin” – in Wirklichkeit ist sie eine Kriegsministerin.

Außerdem ist diese Frau Mitglied einer angeblich christlich-demokratischen Partei, welche bis in die Gegenwart vom größten Teil der Wählenden – wohl wegen des schönen Namens – noch immer in die Parlamente gewählt wird. Aber Kriege zu befeuern, sie anzustiften und selbst zu führen, ist überhaupt nicht christlich und es ist auch nicht demokratisch.

Christlich sahen sich ja schon immer die Missionare der westlichen Staaten, wenn sie ihr vermeintlich segensreiches Werk, samt der Vermittlung der einzigartigen Werte des Abendlandes, in den “unterentwickelten” Gesellschaften betrieben. Der Kolonialismus in Afrika ging so auch immer einher mit einer angeblichen Verpflichtung, den armen Mohren dort die Zivilisation beibringen zu müssen. Hinten herum jedoch, wurden diese Gesellschaften geplündert und so der Wohlstand – gerade der in Westeuropa – begründet.

Die Missionare des 19. Jahrhunderts und ihr moralischer Beistand durch die zutiefst rassistischen Gesellschaften, denen sie entstammten, waren das Feigenblatt für den dahinter aufsteigenden imperialen Kapitalismus. In der Zeit des Deutschen Kaiserreiches kann man das an zwei Eckpunkten festmachen, welche Teil des gesellschaftlichen Lebens waren. Die Kolonialwarenläden boten das geraubte Gut an – Hehlerware sozusagen. Große Tierparks zeigten uns dazu die “Wilden” aus Afrika. Das eine zeigt den empathielos betriebenen, räuberischen Kapitalismus in uns (!), das andere den salonfähigen Rassismus. Dieser Zynismus darf uns erst einmal richtig bewusst werden.

Heute läuft das genauso.

Die afrikanische Bevölkerung ist über die Segnungen der westlichen Ordnungsmächte genauso wenig begeistert, wie sie es vor über 100 Jahren war. Hierzulande aber wird den sedierten Medienkonsumenten ein Bild vorgegaukelt, nachdem unser “robustes Mandat” von den Bewohnern des schwarzen Kontinents regelrecht herbei gebettelt würde.

Die ARD-Tagesschau tut einen Teufel, den Leser in den Kontext einzuführen, der Kramp-Karrenbauer sagen lässt, dass:

[…] wir in unserem eigenen Interesse an Ort und Stelle für Stabilität sorgen wollen, und ob die Bundeswehr hier nicht an der Seite unserer Verbündeten ein robusteres Ausbildungsmandat braucht.” (7)

ARD-Redakteure und Journalisten sind dermaßen eingegleist, dass sie sich auf solch simple Fragen, wie zum Beispiel die, was eigentlich zuerst da war, gar nicht einlassen können.

In der Sahel-Zone entstehe derzeit eine “große Drehscheibe” für Terrorismus, organisierte Kriminalität, Migration und Menschenhandel, sagte Kramp-Karrenbauer. In Mali habe sich die Sicherheitslage massiv verschlechtert, die staatlichen Strukturen würden schwächer.” (8)

So “berichtet” ein aus Zwangsgebühren finanziertes Propagandministerium. Eine öffentlich-rechtliche Sendeanstalt dagegen, die sich unabhängiger, ausgewogener und somit auch unparteiischer Berichterstattung verpflichtet fühlte, würde sich für so etwas nie und nimmer hergeben.

Ein Journalist im Sinne des Wortes hätte vielleicht auch kurz darüber nachgedacht, ob die, zusammengefasst “massiv verschlechterte Sicherheitslage” in Mali eintrat, OBWOHL westliche Militärs und von ihnen ausgebildete Söldner zu Tausenden in diesem Land präsent sind. Oder ob es vielleicht eher deshalb so ist, WEIL sie dort sind!

Wie war das eigentlich, BEVOR diese sich immer mehr ausbreitende westliche Militärpräsenz in Mali Einzug hielt? Selbst jene, die davon Kenntnis nahmen, haben es zum großen Teil vergessen. Dabei ist das kaum sieben Jahre her.

Am 11. Januar 2013 starteten mehrere NATO-Staaten, mit Frankreich an der Spitze und Deutschland an der Seite, ihre militärische Intervention in Mali. Ihr Popanz hieß “Bekämpfung des Terrorismus” aber ihre Interessen waren knallhart und sie tangier(t)en “die armen Menschen” nicht im Geringsten (9).

Warum die deutschen Militärs tatsächlich in Afrika, speziell in Mali, herumstiefeln, steht ja auch ganz unverblümt in den politischen Afrikarichtlinien der deutschen Regierung:

Ziel [deutscher Afrikapolitik] ist es, politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zu fördern, Spannungen abzubauen, fragile Staaten in Verantwortungsgemeinschaften einzubinden, größere Märkte mit Freizügigkeit von Arbeit und Kapital zu schaffen, Handelshemmnisse abzubauen und die Staaten dadurch attraktiver für heimische wie für ausländische Investoren zu machen.” (10)

Das Unterstrichene macht uns den Weichmacher, das ganze Gesülze von wertewestlichem Gutmenschentum deutlich. Das fett Gedruckte aber bringt uns vor Augen, worum es wirklich geht.

Dabei wird ganz selbstverständlich davon ausgegangen, dass die afrikanischen Gesellschaften sich das auch so und nicht anders zu wünschen haben. Das tun sie aber nicht. Sie wehren sich seit vielen Jahrzehnten gegen die unterschiedlichen Formen von Einmischung, die mit arroganter rassistischer Attitüde vorgenommen werden. Sie wehren sich ebenso gegen die neokoloniale Plünderung ihrer Staaten.

Wenn das die betroffenen Gesellschaften nicht schlucken, geraten sie komischerweise regelmäßig “in das Chaos” oder es brechen Bürgerkriege aus oder wie von Geisterhand bricht sich regional der Separatismus und Terrorismus Bahn. Dann müssen die neokolonialen Gutmenschen des Westens leider, leider eingreifen und ganz tolle Global Governance für die Unselbständigen betreiben. Anders ausgedrückt: Sie stürzen diese Gesellschaften in Kriege, was diese schwächt und für fremde Interessen ausnutzbar macht.

Das verfolgte Ansinnen der “Guten” lautet: Wenn die Auszunutzenden nicht freiwillig bereit sind, ungehinderten Zugang für Kapital und Arbeit in ihren Gesellschaften zu ermöglichen, dann muss das halt mit Gewalt umgesetzt werden. Daher finden wir dann auch in den strategischen Leitlinien der Bundeswehr für die Umsetzung der deutschen Afrikapolitik diese entscheidenden Aufgaben. Lesen wir es adäquat zu den Leitlinien  selbst, die bereits weiter oben zitiert wurden, schön eingepackt in das wertewestliche Demokratiemäntelchen:

internationale Geltung der Menschenrechte und gute Regierungsführung” (11)

zum Einen und dann zum Anderen und Entscheidenden:

freier und ungehinderter Welthandel, freier Zugang zur Hohen See und zu natürlichen Ressourcen” (12)

Liebe Leser, das ist ganz in unserem Sinne! Oder sind wir irgendwann doch einmal fähig und Willens, unsere ganz individuelle Selbstbedienungsmentalität an – unter anderem – den afrikanischen Ressourcen zu hinterfragen? An dieser Stelle wird es schmerzhaft, weil dort plötzlich wahrgenommen wird, dass drei Finger auf sich selbst und nicht auf die hoch offizielle deutsche Außenpolitik zeigen. Die Spuren der Ausbeutung Afrikas finden wir nämlich hierzulande an jeder Ecke. Natürlich nur dann, wenn wir auch tatsächlich bereit sind, sie zu erkennen. Aber eben das wollen wir einfach nicht wahrhaben (a2).

Direkt unter den gerade benannten Zielen zur Umsetzung der afrikapolitischen Leitlinien hat die damalige Kriegsministerin fein säuberlich ein weiteres notiert:

Verhinderung der illegalen Verbreitung sowie unsachgerechten und damit möglicherweise unsicheren Lagerung von Kleinwaffen sowie konventioneller Munition” (13)

Lügen haben eben lange Beine, nicht wahr? Oder ist jetzt jedem Leser sofort klar wie unehrlich, ja unredlich das ist, was er gerade gelesen hat?

Es ist zweifellos richtig, dass Staaten der Sahelzone wie der Niger und Mali seit 2012 ein Riesenproblem mit Kleinwaffen und konventioneller Munition mit sich herum schleppen. Aber nicht etwa, weil sie zu blöd gewesen wären, Sicherheitsstrukturen OHNE fremde Hilfe in ihren Ländern aufzubauen. Nein, diese Strukturen wurden gezielt von außen unterminiert – und wie ging das?

Nachdem eine westliche Allianz, mit Frankreich an der Spitze, einen funktionierenden und für afrikanische Verhältnisse sogar vorbildlich prosperierenden Staat zerschlagen hatte – das ist die tatsächliche brutale und effektiv betriebene “Good Governance” der “Guten” – versank dieses Land im Chaos.

Zuvor hatten der neokoloniale Dünkel aus Westeuropa und den USA noch “Aufständische”, “Rebellen”, “Oppositionelle” und “Aktivisten” mit Waffen ausgerüstet. Deren Kampf gegen den “Diktator” wurde mit demokratischen Bomben und einer schier unerträglichen Propaganda unterstützt. Nachdem das Staatsoberhaupt des Landes gefoltert und gelyncht worden war – worüber sich die damalige Außenministerin der einzigartigen Nation vor Freude gar nicht einbekam – öffneten sich die Waffen- und Munitionslager der Armee dieses Landes.

Aus diesen Lagern fluteten Unmengen von Waffen und Munition ins Land, über Rattenlinien nach Syrien – doch außerdem und nicht zu knapp zu den südlichen Nachbarstaaten des geschundenen Landes (14).

Das war übrigens kein “Betriebsunfall”. Es war exakt so gewollt, dass der Strom an Kriegsausrüstungen sich zu ganz bestimmten Staaten kanalisierte: Syrien, Niger, Mali.

Das geschundene Land heißt Libyen und wir beschreiben die Ereignisse des Jahres 2011.

Und westliche Politiker dürfen ungestraft einen Senf von sich geben, in dem sie sich “besorgt” über das massenweise Auftauchen von Waffen in afrikanischen Staaten produzieren.

Ja, liebe Leser, die haben wir gemeinschaftlich bei der letzten Bundestagswahl wiedergewählt. Wir gehören eben auch mit dazu, zu den “Guten”.

Im Jahr 2012 – ei der Daus – tauchten doch plötzlich Waffen und Extremisten in den Staaten der Sahelzone auf. Oh, welch Wunder (15)!

Aber es funktioniert. Denn die “krativen Zerstörer” – und damit sind als Gesellschaften wir gemeint – kamen nun um die Ecke. Die Täter gaben und geben sich als Helfer und diese schmutzige Nummer ist nur einem Bruchteil der Menschen in Deutschland bekannt. Wenn der “Helfer” aber der Täter ist, dann hat er nach wie vor seine Interessen im Sinn und nicht “helfen”. Die afrikanischen Staaten werden also mehrfach betrogen. Erst raubte man ihnen mit Libyen einen starken Verbündeten, nun raubt man ihnen – dieses Verbündeten beraubt – aufs Neue ihre Souveränität.

Es mag verblüffend klingen. Doch was da um Mali herum abläuft, hält sich an die gleichen Mechanismen, mit denen auch im Kongo, in Libyen, Jemen, Afghanistan, dem Irak und Syrien ein “Machtvakuum” von den “Ordnungsmächten” ausgefüllt wird. Ein “Machtvakuum”, dass diese Mächte zuvor gezielt geschaffen haben, um dann als “Helfer in der Not” eingreifen und “das Chaos” bändigen zu können.

Das damit umgesetzte Konzept “kreativer Zerstörung” ist – so man bereit ist, der bitteren Wahrheit ins Auge zu blicken – in diversen Gegenden dieser Welt unübersehbar. Es ist gewollt, geplant und zur Systemerhaltung sogar notwendig. Es wird auch in Eigenregie westeuropäischer Staaten betrieben und keinesfalls nur vom wankenden Hegemon.

Weitet man die Perspektive – auch in der Zeit – noch etwas mehr, erkennt man rasch, dass es sich hier um eine weitere Runde brutalen Neokolonialismus handelt.

Die mit propagandistischem Aufwand betriebene “grüne Bewegung von Oben”, forciert durch die Greta-Religion, ist nur die andere Seite, die zur Schaffung optimaler Investitionsbedingungen. Das System als Verursacher wird allen Ernstes als Heiler gerufen.

Unter anderen in Mali geht es schließlich um notwendige Voraussetzungen, damit der Kredithahn der auf Gedeih und Verderb vom Geldwachstum abhängigen, führenden Banken des westlichen Finanzsystems weiter aufgedreht werden kann. Die erforderlichen Voraussetzungen erklären sich sehr schlicht in den materiellen Ressourcen, die dann in der schönen, neuen, sauberen Welt “grüner” Energie und Elektromobilität, sowie der konzertierten Anstrengung zur heiligen Bekämpfung des CO2 verarbeitet und verbaut werden.

Hier geht es um ein “Weiter wie bisher”, verbunden mit Ausbeutung und Schändung unserer Mitwelt, einschließlich unserer Mitmenschen – und das im grünen Ökogewand. Dieser Selbstbetrug führt uns ein paar Schritte weiter auf dem Weg in den kollektiven Untergang.

Die Hysterie um das Kohlendioxid als angeblichen Verursacher für den uns angeblich auch drohenden Hitzetod und die gegenwärtig forcierten Kolonialkriege der westlichen Mächte sind zwei Seiten ein und derselben Medaille.

Bitte bleiben Sie schön aufmerksam.

Nachtrag vom 2. Januar 2020:

Liebe Leser, bitte beachten Sie, dass das hier – also dieser Blog – keine seriöse Quelle ist. Auch oder vielleicht gerade dann, wenn er seine Aussagen auch mit Quellen aus deutschen Ministerien und “Qualitätsmedien” belegt. Die Zeit, als Flaggschiff der reinen Lehre achtet denn auch darauf, dass solch unseriöse Quellen wie die hiesige ganz schnell wieder aus dem Kommentarbereich verschwinden (b1):

Ganz nach Pippi Langstrumpf: “Ich mach’ mir die Welt – widdewidde wie sie mir gefällt …” Für mich sehe ich das als Anerkennung.


Anmerkungen und Quellen

(a1) Mit ironischen Einschlag möchte ich ausdrücklich die investigative Leistung der ARD-Tagesschau-Redakteure würdigen, die innerhalb von Stunden nicht nur Kenntnis von Kramp-Karrenbauers Interview bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung erhielten, sondern in dieser Zeit auch noch einen ausführlichen Beitrag – eine Nachricht (!) – daraus formten. Diese Art und Weise, die “wirklich” wichtigen Informationen auf breiter Front zu zu streuen, möge mir bitte keiner als erstaunlichen Zufall des Journalismus verklickern.

(a2) Bewusste Wahrnehmung hat auch etwas mit Reflexion zu tun. Sie könnte zum Beispiel dahin führen, den Vorgang des Einkaufs nicht mehr als Kick und rein emotionsgesteuert – auch und gerade von außen so getriggert – zu verstehen. Das es heutzutage so ist, müsste man sich ja erst einmal selbst zugestehen. Einkaufen könnte sich aber damit verändern, in einen aufwändigen Prozess, aufwändig in Gedanken und Zeit. Und man käme tatsächlich ganz von allein in empathische Nöte, was wiederum ein selbst initiiertes Verhalten im Alltag bewirken könnte.

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden. Letzte Aktualisierung: 3. Januar 2020.

(1) 06.11.2019; https://www.bmvg.de/de/aktuelles/interview-ministerin-suedeutsche-zeitung-146836

(2) 12.06.2019; Jan Thurau; https://www.dw.com/de/kommentar-akk-bekenntnisse-einer-transatlantikerin/a-49156359

(3) https://www.atlantik-bruecke.org/auf-basis-von-werten-die-welt-zusammen-gestalten/; abgerufen: 30.12.2019

(4) 24.07.2019; https://www.cdu.de/artikel/akkusa-transatlantische-verbindungen-auf-allen-ebenen

(5) 29.12.2019; Eckard Lose, Konrad Schuller; https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/akk-im-interview-ueber-die-naechsten-ziele-in-2020-16556221.html

(6-8) 29.12.2019; https://www.tagesschau.de/ausland/krampkarrenbauer-afrika-101.html

(9) 23.02.2013; Henrik Paulitz;  https://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Dokumente/Energieaussenpolitik/Rohstoffkrieg_in_Mali.pdf

(10) Afrikapolitische Leitlinien der Bundesregierung; https://www.bmvg.de/resource/blob/12808/227e3ae06ed32cb4d81d61a1bbc8b206/afrikapolitische-leitlinien-der-bundesregierung-data.pdf; abgerufen: 29.12.2019; S. 4

(11-13) 08.02.201; Ursula von der Leyen; https://www.bmvg.de/resource/blob/12810/fe3f44a6e3b12bec5ee3bc9c7880f570/strategische-leitlinie-zur-umsetzung-der-afrikapolitischen-leitlinien-data.pdf; S. 6

(14) 10.04.2013; http://www.spiegel.de/politik/ausland/uno-bericht-libyen-liefert-waffen-nach-syrien-und-mali-an-a-893507.html

(15) 21.03.2014; Bericht im Auftrag des britischen Unterhauses; https://publications.parliament.uk/pa/cm201314/cmselect/cmfaff/86/86.pdf; S. 38/39

(b1) 2.1.2020; https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-01/tuerkei-parlament-stimmt-truppenentsendung-nach-libyen-zu?cid=51019927#cid-51019927

(Titelbild) Karte über Einsatzorte der deutschen Bundeswehr in Afrika; Bildschirmausschnitt; entnommen: 2.12.2018; https://www.bmvg.de/de/themen/dossiers/engagement-in-afrika

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