dieBasis und die veröffentlichte Meinung

Nicht etablierte Parteien kommen in der Berichterstattung der Leitmedien praktisch kaum vor.


Im Zuge der anstehenden Bundestagswahl ist schwerlich zu übersehen, dass seitens der Meinungsführerschaft letztlich die Parteien favorisiert werden, welche mehr oder weniger stramm dem PLandemi-Kurs der Regierenden folgen. Abweichler werden durch Stigmatisierung bestraft — oder durch Ignoranz. Das gilt erst recht für politisch durchaus gewichtige Kräfte, die unmissverständlich die Wiederherstellung des Rechtsstaates einfordern. Also sind Medien außerhalb dieser etablierten Landschaft gefragt, das schräge Bild gerade zu rücken.


Dieses Einschränken von Sichten (neudeutsch als Framing bekannt) seitens der Massenmedien, eingeschlossen die Öffentlich-Rechtlichen, funktioniert übrigens sehr gut. Bestes Beispiel ist das Wissen in der Bevölkerung um die Partei dieBasis. Stammleser der hiesigen Plattform mögen es kaum für möglich halten, aber tatsächlich weiß die Mehrheit der Deutschen nicht einmal um die Existenz von dieBasis. Der Name fällt ihnen dieser Tage oft erstmalig ins Auge — nämlich als Briefwähler beim Ausfüllen des Wahlzettels.

Natürlich übersehen ARD und Co. dieBasis nicht. Doch maßgeblich ist, in welchem Umfang und wie sie darüber berichten. Die Suche nach dieBasis auf der Online-Plattform der ARD-Tagesschau liefert dem Interessenten aktuell das Folgende (b1):

Mehr als fünf Treffer gibt es nicht und zwei der drei oberen sind schon im Einführungstext tendenziös, borniert wertend.

Redakteure und Journalisten dieser Sender wenden sich in der Regel empört ab, wenn man sie mit der Tatsache konfrontiert, dass sie vor allem als Lautsprecher des politischen Establishments auftreten. Dass sie, wenn es um wirklich grundsätzliche Konflikte in unserer Gesellschaft geht, nach oben buckeln und für „ihre Oberen“ nach „unten“, nach allen treten, die mit Fragen zur Legitimität des Handelns dieser „Oberen“ aufwarten. Dass sie parteiisch sind und eben nicht journalistisch. Weil sie es einfach nicht lassen können, zu bewerten — herablassend und dumm (!) zu bewerten. Das eine bringt das andere mit sich.

Schauen Sie sich die zweite Meldung im Bild an, liebe Leser, titelnd mit: „Antisemitische Aussagen: Bhakdi, die Juden und das »Erzböse«“. Autor ist der „Faktenfinder“ Wulf Rohwedder.

Herr Rohwedder ist ein Verleumder. Das ist ein Straftatbestand, aber diesen auch festzuhalten und daraus Konsequenzen zu ziehen, dafür taugt unser Rechtssystem in diesen Zeiten, und leider auch schon lange vorher, leider nicht. Mit dem Vorwurf der Verleumdung und der Verbreitung von Fake News habe ich Rohwedder bereits vor Monaten konfrontiert. als er den Mikrobiologen Sucharit Bhakdi unterstellte, „zahlreiche Fehleinschätzungen und Aussagen zu der Pandemie verbreitet zu haben“ (1). Belege und Quellen, die das hätten unterlegen können, lieferte der ARD-Journalist nicht. Geantwortet hat er natürlich auch nicht. Mit fachlicher Armut hat der Mann weder davor (2) noch danach gespart.

Eine bekannte Taktik von Propaganda ist die, von der Sache abzulenken, die man inhaltlich nicht kontern kann und mit der man sich auch gar nicht ernsthaft befassen möchte. Man zerrt den Missliebigen, aber auch und vor allem den Medienkonsumenten auf ein neues Schlachtfeld, um dort den so wahrgenommenen Kontrahenten mundtot zu machen. Der Vorwurf des Antisemitismus war da schon immer eine schwere, wirksame Keule, um den anderen in Rechtfertigungsnöte zu bringen. Viele Menschen, auch mit jüdischen Wurzeln und/oder jüdischen Glaubens sind empört über die infamen Diskreditierungsversuche aus den Medienhäusern der Meinungshoheit (3).

Ein Bhakdi ist es als Wissenschaflter nicht gewohnt, auf Feldern zu bestehen, die ein Ideologe wie Rohwedder ihm vorgibt. Sucharit Bhakdi kritisiert aus seiner mikrobiologischen Sicht Tests und „Impfungen“, warnt vor gesundheitlichen Schäden durch Letztere und weist darauf hin, dass das Virus — dessen Existenz er übrigens für erwiesen hält (im Gegensatz zum Autor) — missbraucht wird, um dauerhaft den Rechtsstaat zu schleifen. Deshalb ist Bhakdi auch Mitglied von dieBasis. Er erkennt einen politischen Missbrauch der vorgeblichen Pandemie.

Ein einziger Beitrag bei der ARD-Tagesschau befasst sich direkt mit der Partei und ihrem Programm. Aber auch dort konnten es die Verfasser nicht lassen, Wertungen einzubringen. Bezeichnenderweise bediente man sich einer Bundesbehörde, deren Aufgabe darin besteht, Menschen politisch zu bilden — nach wessen Gustus eigentlich? Sind das die Hüter der politischen Wahrheit?

„Laut Bundeszentrale für politische Bildung ist die Partei »im Parteienspektrum nicht eindeutig verortbar«. Pauschale Aussagen wie die Politik habe sich von den Bürgerinnen und Bürgern entfremdet, die Interessen großer Konzerne lenkten die Politik und der Rechtsstaat sei ausgehöhlt, seien als populistisch einzustufen.“ (4)

Eine Bundeszentrale legt also selbstherrlich wie sinnentfremdend eine Aussage als pauschal fest und schlussfolgert aus dieser wie eine Art objektiver Wahrheit verkauften Deutung, dass es sich dabei um Populismus handeln würde. Widerlegen kann die Behörde die Aussage „die Politik hat sich von den Bürgerinnen und Bürgern entfremdet, die Interessen großer Konzerne lenkten die Politik und der Rechtsstaat sei ausgehöhlt“ mitnichten, ganz genau so wie es die ARD-Journalisten nicht können. Das in einer Zeit, in dem sich die etablierten Parteien an Populismus gegenseitig zu übertreffen suchen.

Weshalb wird überhaupt eingestuft? Warum bedient man sich zur Argumentation bei der ARD einer Behörde, so man doch ein unabhängiges Medium sei? Weil es so amtlich und vermeintlich unumstößlich, als nicht mehr zu diskutieren gilt? Nein, bei den Öffentlich-Rechtlichen sind sie überhaupt nicht unabhängig, sie sind geradezu ängstlich und schieben Dritte vor, um selbst nicht unangenehm aufzufallen. Man zitiert, sich absichernd, auch die Floskeln anderer Propagandaschleudern — wie ärmlich:

„In vielen Medien wird dieBasis in der Nähe der »Querdenken«-Bewegung verortet. Der Berliner »Tagesspiegel“ schreibt von »vielen prominenten Corona-Verharmlosern« und »Verschwörungsideologen« in den Reihen der Partei, viele würden im Bereich Alternativmedizin arbeiten. Auch von Verbindungen zur AfD ist die Rede.“ (4i)

Sei es wie es sei, ein Kompliment möchte ich den Verfassern, ohne jede Ironie, dann doch noch aussprechen. Sie haben es doch tatsächlich hinbekommen, unübersehbar auf die Web-Präsenz von dieBasis zu verlinken. Der interessierte Leser hat in diesem Falle die Möglichkeit erhalten, bequem Informationen bei der Partei selbst abzuholen (5).

Für was steht dieBasis ein, was fordert sie?

Damit ist klar und deutlich auch die Schieflage in diesem Land benannt. Es geht um die Wiederherstellung des Rechtsstaates, die bedingungslose Aufhebung aller Zwangsmaßnahmen, die sofortige Beendigung von den auch aus medizinischer Sicht schwachsinnigen Verordnungen, um den tatsächlichen, statt vorgeblichen Schutz der Kinder, die juristische Aufarbeitung der massenhaften Rechtsbrüche in den vergangenen 18 Monaten, den Bargelderhalt und nicht zuletzt um eine wirklich ehrliche Friedenspolitik nach innen und außen.

Übrigens bietet die Online-Plattform von dieBasis auch ein Diskussionsforum an, das sich hier finden lässt: https://diebasis-forum.de/

dieBasis in Sachsen hat übrigens am 3. September die erste Ausgabe ihrer Zeitung Demokratischer Ausblick veröffentlicht: https://diebasis-sachsen.de/wp-content/uploads/2021/09/dieBasis_Demokratischer-Ausblick_03.09.2021.pdf

Bitte bleiben Sie schön aufmerksam, liebe Leser.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.

(1) 02.03.2021; Peds Ansichten; Wer ist hier wohl desinformiert?; https://peds-ansichten.de/2021/03/ard-offener-brief-faktenfinder-sucharit-bhakdi/

(2) 01.02.2021; ARD-Faktenfinder; Wulf Rohwedder; Komplett verdrehte Ausage; https://www.tagesschau.de/faktenfinder/merck-impfstoff-immunitaet-105.html; Rohwedder bezichtigte den Toxikologen Stefan Hockertz, eine Stellungnahme des Pharmaherstellers Merck verdreht zu haben, in dem er feststellte: „Das Unternehmen sagte, dass man nach intensiven Forschungsarbeiten festgestellt habe, dass es besser wäre, statt einer Impfung das Virus zu bekommen und sein Immunsystem arbeiten zu lassen“. Wohlgermerkt zitierte Hockertz nicht. Die „Widerlegung“ durch Rohwedder bezieht sich wiederum auf Merck: „[…] Zudem habe die Immunantwort unter der gelegen, die durch eine Infektion durch SARS-CoV-2 — Viren hervorgerufen wird.“ Und natürlich ist es dann, bezogen auf Merks Präparat, logischerweise besser, das Immunsystem arbeiten zu lassen. Wie man das alles gemessen haben will, steht noch auf einem ganz anderen Blatt.

(3) 13.09.2021; Report 24; Holocaust-Überlebende unterstützen Bhakdi gegen falsche Vorwürfe; https://report24.news/holocaust-ueberlebende-unterstuetzen-prof-bhakdi-gegen-falsche-vorwuerfe/

(4, 4i) 19.08.2021; ARD-Tagesschau; Basisdemokratische Partei Deutschland; https://www.tagesschau.de/inland/btw21/diebasis-101.html

(5) dieBasis; Themen; https://diebasis-partei.de/wahlen/themen-und-anliegen/; abgerufen: 14.09.2021

(b1) ARD-Tagesschau, Suche, dieBasis; 13.09.2021; https://www.tagesschau.de/search/?searchText=dieBasis

(Titelbild) Meinung, Wertung, Sterne, Hand; Autor: Tumisu (Pixabay); https://pixabay.com/photos/review-opinion-feedback-stars-5207277/; Lizenz: Pixabay License