Selbstermächtigung

Jeder Mensch kann seinen Teil dazu beitragen, diese PLandemie zu beenden.


Grundrechtsbrecher und Volksverhetzer, welche aus den Spitzen von Ämtern und Behörden ihr Unwesen treiben, sind nicht DAS Problem dieser Gesellschaft. Ihr Verhalten ist vielmehr symptomatisch für gesamtgesellschaftliche Konflikte, die nicht nur hierzulande der Lösung harren. Allerdings: Dadurch, dass die Regierenden ihre Politik hin zu einer quasi medizinischen, faschistisch gefärbten Diktatur auf die Spitze treiben, öffnen sie gleichzeitig vielen Menschen die Augen.


Jede Krise bietet auch Perspektiven und Chancen. Solche die man zuvor nicht sehen konnte oder wollte. Und so hat der scheinheilig von hohen Politikern verkündete „Krieg gegen das Virus“ (1) viele Menschen in einen Prozess geführt, der sich als „Lernen durch Schmerz“ betiteln lässt. Sie haben sich aus der Enge ihrer Apathie, Passivität und bequem opportunistischen Haltung befreit. Sie sind politisch aktiv geworden, in dem sie sich ermächtigt haben. Jeder Weg aus der Entmündigung ist auch einer mit politischem Anstrich.

Diese Politisierung hat in den vergangenen Monaten bei unzähligen Menschen eingesetzt. Und im gleichen Maße, wie die Politik der Amtsträger in Bund und Ländern immer drakonischer wird, aber gleichzeitig den Widersinn des Ganzen, bezogen auf Humanität und Gesundheit der Menschen offenbart, beschleunigt sich der Prozess der Politisierung in allen gesellschaftlichen Schichten. Das ist ein gutes Zeichen. Die Zukunft ist nicht vorbestimmt, sie wird vielmehr von den Menschen gestaltet und wie diese Gestaltung sich ausprägt, wird durch unser aller Handeln täglich neu gewichtet.

Was es für tatsächliche Veränderungen braucht, sind die Überwindung des inneren Schweinehundes, sowie Mut und Geduld. Veränderungen bedürfen der kollektiven Gestaltung und sie greifen auch nicht von heute auf morgen. Politische Ermächtigung kann nur durch sich selbst erfolgen und jede damit verbundene Handlung setzt ein Zeichen, auch für andere, für die Zaudernden. Ein paar Beispiele gefällig (b1)?

Es ist nicht hilfreich, sich Grundrechtsbrechern zu unterwerfen, in dem man ihre kriminellen Befehle befolgt, stattdessen dringend erforderlich, für den Schutz unserer Grund- und Menschenrechte einzustehen (b2):

In der Ärzteschaft bewegt sich mehr als man glaubt. Seit einigen Wochen ist die Zahl der „gegen Corona impfenden“ Ärzte um Zehntausende geschrumpft. In vielen Fällen haben die Betreffenden mit Sicherheit schwere innere Konflikte bewältigen müssen, so auch im folgenden Beispiel (b3):

Aus der Begründung des Arztes sei noch etwas weiter zitiert:

„Meiner Einschätzung nach ist für alle anderen Patienten das Verhältnis von Nutzen zu Risiko anhand der aktuellen Daten nicht mehr so klar zu benennen. Auf der einen Seite steht hier das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung. Statistisch gesehen haben jüngere Menschen ein geringes Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf. Das Risiko steigt mit Alter und Vorerkrankungen. Die schweren Verläufe zu verhindern, ist das Ziel der Covid-19-Impfungen – ob sie auch sogenannte Long-Covid-Syndrome verhindern, ist bisher nicht ausreichend untersucht.“ (2)

Fortsetzend mit (alle Hervorhebungen durch Autor):

„Dem gegenüber steht die Sicherheit der verfügbaren Impfstoffe. Alle Impfstoffe haben nur eine bedingte Zulassung, da bis dato Sicherheit und Wirksamkeit nicht in ausreichendem Maße nachgewiesen werden konnten. Technologisch beschreiten alle aktuell zugelassenen Impfstoffe neue Wege, deren Sicherheit kurz- wie langfristig mangels Zeit noch nicht bewiesen werden konnte. Konsequent formuliert handelt es sich daher bei der aktuellen Impfkampagne um eine riesige Studie, an der alle Impfwilligen als Probanden teilnehmen.“ (2i)

Was dieser Arzt an Symptomen seiner kurz zuvor „geimpften“ Patienten erlebt, kann schon lange nicht mehr als Einzelfall betrachtet werden (3). Hier hat einer von tausenden Medizinern nunmehr, seinem Gewissen folgend und Mut aufbringend, die Dinge beim Namen genannt:

„Mindestens kurzfristig zeigen die neuen Impfstoffe ein Nebenwirkungsprofil, welches wir zu anderen Zeiten als Ärzte nicht toleriert hätten. Fast täglich habe ich seit Öffnung der Impfungen für junge Menschen Patienten mit Symptomen vor mir, die kurz nach der Impfung aufgetreten sind (z.B. Fieber, Schmerzen, Übelkeit, Hautausschläge, Lymphknotenschwellungen, Gefühlsstörungen, Autoimmunerkrankungen). Dies hat auch schon zu Krankenhauseinweisungen geführt.“ (2ii)

Aus dieser wahrgenommenen Verantwortung seinen Patienten gegenüber, ist die Entscheidung des Arztes folgerichtig:

„Es besteht die Gefahr, dass ich Ihnen durch die Covid-19-Impfung kurzfristig schade. Ob ich Ihnen auch langfristig schade, kann Ihnen aktuell niemand sagen. Ob ich Ihnen langfristig mit der Impfung nutze, ebenfalls nicht. Ich kann es daher mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, weiter zu impfen. Gestatten Sie mir deshalb bitte, Ihnen „zuallererst nicht zu schaden“! Ich freue mich, wenn Sie mir weiterhin Ihr Vertrauen schenken und danke Ihnen! Ihr Dr. J. Weiffenbach“ (2iii)

Couragiertes Auftreten in jedweder Form, so es sich um Verbindendes, Menschliches sorgt, beispielgebend auf unsere Möglichkeiten hinweist, verdient mehr Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Solidarität der Mitmenschen, gerade jener vor Ort (4). Nicht nur nebenbei bietet es auch Möglichkeiten, sich mit anderen Menschen zu vernetzen.

Ein weiteres Beispiel, eines in dem Vernetzung bereits gegriffen hat (b4):

Abschließend sei die Stellungnahme einer Abgeordneten der CDU im Deutschen Bundestag wiedergegeben. Saskia Ludwig stimmte also nicht nur — abweichend von der übergroßen Mehrheit ihrer Fraktion — gegen die Verlängerung der Notstandsgesetze, sondern begründete das auch öffentlich:

„Sehr geehrter Herr Bundestagspräsident,

Nahezu zwanzig Mal haben wir im Bundestag in den letzten anderthalb Jahren Änderungen am Infektionsschutzgesetz vorgenommen. Mit keinem anderen Gesetz hat sich unser Parlament so oft in so kurzer Zeit beschäftigt, wie mit diesem.

Die Hektik, mit der wir in nahezu jeder Sitzungswoche das Infektionsschutzgesetz weiter ausweiten, um vermeintlich Schlimmeres zu verhindern, kann ich immer weniger nachvollziehen. Die scheinbare Panik, mit der wir in immer kürzer werdenden Abständen das Infektionsschutzgesetz ändern, ist außerhalb des Berliner Regierungsviertels kaum zu spüren. Zum Glück.

Im Januar 2021 waren deutschlandweit rund 5.500 Menschen mit Covid im Krankenhaus in Behandlung. Selbst der Gesundheitsminister betont, dass das Gesundheitssystem zu keiner Zeit vor einem Kollaps stand. Dies belegen auch die Zahlen des Statistischen Bundesamts sehr eindrücklich: Auf dem Höhepunkt der zweiten und dritten Welle waren mindestens 2.700 Intensivbetten frei. Hinzu kommen circa 10.000 Intensivbetten als Notfallreserve, die über den ganzen Zeitraum seit ihrer Einrichtung nicht genutzt werden mussten.

Zur Zeit liegen 1.316 Menschen mit Corona auf der Intensivstation und 17.616 Intensivpatienten ohne Corona. Diese Zahlen belegen, dass unsere Krankenhäuser in keiner Weise besonders belastet sind, deshalb war es überhaupt erst möglich selbst im Coronajahr die Zahl der Krankenhausbetten weiter zu reduzieren, ohne dass es zu einer Notlage gekommen ist.

In Brandenburg sind nur 1,98% der zur Verfügung stehenden Intensivbetten von Coronapatienten belegt (die Reservebetten sind nicht eingerechnet). Hier von einer bevorstehenden schweren Belastungsprobe für die Kliniken zu sprechen ist für mich nicht nachvollziehbar.

Wir haben unseren Bürgern im letzten Jahr viel abverlangt. Mit den Folgen der Coronapandemie werden wir uns noch viele Jahre lang beschäftigen müssen. Als Bundestagsabgeordnete ist es meines Erachtens nach zum Ende der 19. Wahlperiode nun auch an der Zeit, über das eigene Handeln zu reflektieren und das Geschehene Revue passieren zu lassen.

Wie oft haben wir versprochen, dass die Beschränkungen ein Ende haben? Wie oft haben wir das Einführen harter Maßnahmen, von „Wellenbrechern“, „Lockdown lights“ und „Notbremsen“, damit gerechtfertigt das danach zur Normalität zurückgekehrt werden kann? Wir haben versprochen, dass es keine Impfplicht geben wird. Wir haben versprochen, dass Kinder wieder ohne Maske in die Schule gehen können. Wir haben nichts davon gehalten.

Seit vier Wochen gehen die Kinder in Brandenburg nun wieder zur Schule. Den Eltern wurde versprochen, dass die Maskenpflicht in der Schule und im Unterricht nur noch in den ersten beiden Wochen bestehen soll. Vorsichtshalber. Die Maskenpflicht gilt bis heute.

Das RKI teilte mit, dass seit Beginn der Pandemie 23 Kinder unter 20 Jahren coronapositiv gestorben sind, davon hatten 16 bekannte Vorerkrankungen. Es sind unbenommen schlimme tragische Fälle, wie es für jeden Todesfall bei Kindern gilt. Ich betone, dass jeder einzelne ein tragischer und schmerzlicher Fall ist, aber eben auch ein Einzelfall. Ich will damit sagen, dass wir bei unserer Arbeit die Verhältnismäßigkeit fast völlig außer Acht gelassen haben, auch vor dem Hintergrund, dass zehnmal mehr Kinder bei Autounfällen sterben und auch andere Erkrankungen führen bei Kindern zu wesentlich mehr Todesfällen. Allein im Jahr 2019 starben an Krebs und anderen Neubildungen 80 (!) Kinder bevor sie fünf Jahre alt werden konnten.

Vor diesen Hintergrund und als Ergebnis meiner eigenen Bewertungen kann ich diese erneute Änderung nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren und werde deshalb der Änderung des Infektionsschutzgesetzes nicht zustimmen.

Dr. Saskia Ludwig MdB“ (5)

Dafür gilt dieser Politikerin mein Respekt. Es wird neben ihr sicher eine ganze Reihe weiterer Politiker geben, die mittlerweile sehr wohl durchschaut haben, dass es hier gar nicht um die Bekämpfung einer Pandemie geht. Frau Ludwigs Auftreten zeigt aber auch, dass man sich als hochrangiger Politiker aus den Zwängen von Opportunismus und Konformismus befreien und mit dem Herzen sprechen kann.

Bitte bleiben Sie achtsam und werden mutig, liebe Leser.

Ein Nachtrag und gleichzeitig Bitte: Versuchen Sie bei der Kommentierung dieses Artikels absolut positiv zu reflektieren und setzen Sie möglichst nicht ihre Negativerfahrungen, die ich natürlich niemandem abspreche, dagegen. Es ist aus meiner Sicht unabdingbar, dass wir uns nun endlich aus den seelischen Schluchten herausbewegen und ein attraktives Bild unserer Zukunft in Geist und Herz pflegen. Nur mit dieser Grundeinstellung, meine ich, werden wir unsere Mitmenschen erreichen und Veränderungen anstoßen können. Dankeschön.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden. Letzte Bearbeitung: 20. September 2021.

(1) 06.01.2021; taz; Lin Hierse; Wir sind nicht im Krieg; https://taz.de/Sprechen-ueber-Corona/!5738074/; Die Rolle der Vereinten Nationen wurde von ihrem Vorsitzenden Antonio Guterres demaskiert, als selbst er von einem „Krieg gegen das Virus“ sprach. Es ist nicht der erste vorgebliche Krieg, hinter dem die wahren Kriege verschleiert werden, für den sich die Weltorganisation missbrauchen lässt.

(3) 17.09.2021; Berliner Zeitung; Philippe Debionne; Berliner Opernsängerin erhebt schwere Vorwürfe gegen Arzt; https://www.berliner-zeitung.de/news/nach-impfung-erkrankt-berliner-opernsaengerin-erhebt-schwere-vorwuerfe-gegen-arzt-li.183431

(4) 13.09.2021; RT deutsch; „Nein zur Spaltung“ — Wirtin wehrt sich gegen 3G-Regel und öffnet nur noch draußen; https://de.rt.com/inland/124013-nein-zur-spaltung-wirtin-wehrt-sich-gegen-3g/

(5) 07.09.2021; Saskia Ludwig; Persönliche Erklärung nach § 31 der Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages; https://saskia-ludwig.de/persoenliche-erklaerung-nach-31-der-geschaeftsordnung-des-deutschen-bundestages/

(b1) Betriebliche Anordnung; Verbot von Masken; August 2021; Quelle: https://t.me/Kampf_fuer_unsere_Zukunft

(b2) Aushang vor Geschäft in Meiningen; August 2021; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors

(b3, 2 bis 2ii) Arzt begründet seinen Ausstieg aus Impfkampagne; 14.08.2021; https://www.facebook.com/103030141456306/posts/378707067221944

(b4) Protest von Bürgern gegen Impfmobil vor Schule in Borna; September 2021; https://t.me/NachrichtenWelt/5706

(Titelbild) Auge, Frau, Blick, Mauer; Gerd Altmann (Pixabay); 02.04.2019; https://pixabay.com/de/photos/auge-frau-blick-mauer-steine-4098296/; Lizenz: Pixabay License