Psychopathen, Pathokratien – und wir

Täglich erleben wir eine Wirklichkeit, in der mit unvermindeter Heftigkeit, plump wie subtil aber vor allem stetig Feind- und daraus folgend Hassbilder in den Menschen erzeugt werden. Über die Leitmedien, einschließlich Öffentlich-Rechtlicher Medien wird in einer Weise gelogen und gehetzt, dass einem um die Zukunft unseres Landes, ja der Menschheit an sich, Angst und Bange wird. Sicher nicht nur für mich stellt sich die Frage, warum das Lügen, Desinformieren und Hetzen, diese wüste Propaganda – wider besseren Wissens, ja wider des gesunden Menschenverstands – nicht aufhören will.


Dass es sich bei den verschiedenen Lügen- und Hetzkampagnen gegen Personen, Personengruppen, Gesellschaften, politische Überzeugungen, Glaubensrichtungen um Zufall oder Irrtum handelt, wer glaubt das noch ernsthaft? Ich habe über mein Forschen nach Wahrheit leider die Überzeugung gewonnen, das hinter all dem System steckt. Die Herausforderung nun ist, dieses System zu beschreiben und zu lokalisieren.

So möchte ich auch meinen Beitrag verstanden wissen, den ich vor geraumer Zeit verfasst habe und der sich mit dem Phänomen unseres Unbewussten, von mir auch emotionales Bewusstsein [1] genannt, befasste und darauf hinwies, dass unsere Gesellschaft permanent in einem Klima der Angst gehalten wird, was zur Herausbildung von Feindbildern führt und den Grundstein für Kriege in unseren Köpfen legt. Was die Angst betrifft, dazu sei Edmund Burke zitiert:

“Keine Emotion beraubt den Geist so vollständig von seinen Möglichkeiten zu handeln und zu denken wie die Angst.” [2]

Diese Angstpsychose wird praktisch durch die Medien aufrecht erhalten und ich möchte mich in diesem Artikel hier den Ursachen weiter annähern.

Da ich letztlich den Leser an meinem eigenen Erkenntnisprozess teilhaben lasse, meine ich, dass es gut ist, wenn er vor Studium dieses Artikels den Beitrag Die Angst Und Der Krieg liest. Und nicht zuletzt müssen wir uns unserer Bequemlichkeit stellen! Im Netz fand ich dazu diesen sehr schönen sinnigen Spruch:

“Arbeiten wir nicht an uns selber, wird an uns gearbeitet. Katastrophen sind Hilfestellungen für den Aufwachprozess von jedem von uns.” [3]

Das Folgende möchte ich daher verstanden wissen als Versuch, durch meine Gedanken und verwendeten Quellen, Anstöße zum Nachdenken zu geben.

Ein falscher Ansatz

Alles beginnt in unseren Köpfen. Sowohl unser aktives bewusstes, selbst initiiertes Handeln, als auch unser fremdgesteuertes Handeln, erzeugt unter Manipulation oder Zwang. Das zu erkennen ist wichtig, um gesellschaftliche Prozesse im Großen zu verstehen. Hinter jedem Handeln steht ein Einzelschicksal, ein Individuum, ein MENSCH.

Wenn wir die Menschen hinter dem Handeln sehen, werden wir Empathie spüren. Das ist eines der Wesensmerkmale, die unser Mensch sein ausmachen und ohne Nutzung dieser Fähigkeiten  wir auf den propagierten Ideologien Herbert Spencers stehen bleiben. Sein Credo des Survival of the Fittest (sinngemäß: Nur die Stärksten Überleben) ist eine Ideologie, die uns weismachen will, dass Konkurrenz, beschönigt auch Wettbewerb genannt, inhärenter notwendiger Bestandteil menschlichen Zusammenlebens ist. Eine Ideologie, die übrigens keineswegs den Erkenntnissen Charles Darwin’s entspricht:

“Fit oder Fitness beschreibt im Darwinschen Sinne den Grad der Anpassung an die Umwelt (also die adaptive Spezialisierung), oder auch die Reproduktionsfähigkeit trotz geringer Spezialisierung, und nicht die körperliche Stärke und Durchsetzungsfähigkeit im Sinne einer direkten Konkurrenzverdrängung unter Einsatz von Gewalt. Dies bedeutet, dass nicht jene Art überlebt, die allem trotzt und andere Arten verdrängt, sondern diejenige, welche sich entweder der Umwelt anpasst oder es schafft, sich trotz widriger Umweltbedingungen kontinuierlich zu vermehren. Auf die Kritikalität, die Mehrdeutigkeit und die Missbrauchsmöglichkeiten der Spencerschen Begrifflichkeit – schon in der englischen Originalsprache – hat Darwins Mitstreiter Thomas Henry Huxley in einer frühen Phase der Diskussion hingewiesen.” [4]

Und Spencer’s Ideologie ist eine, die die Frage aufwirft: Gibt es tatsächlich Menschen, die unbedingt Konkurrenz brauchen, um sich zu verwirklichen? Ja, wie wir w.u. sehen werden, die gibt es.

Wenn wir die Schicksale sehen, jene der Handelnden und jene der “Behandelten” (oft sind sie auch beides zugleich), werden wir sie auch fühlen und damit dem Egotismus entgehen, der größten Falle zu den Tiefen pathologischen Handelns. Dieses Fühlen wird uns zum Verstehen führen.

Was uns im Folgenden (wie überall im Leben) nicht wirklich weiter helfen wird, das sind Kategorisierungen im Schwarz-Weiß-Denken. So etwas wird von Menschen inflationär für ihre eigenen ganz egoistischen Zwecke in Umlauf gebracht, die mit einem charakterlichen Defizit behaftet sind – Psychopathen; allerdings nicht nur von diesen allein(!). Auch das hatte ich im Artikel über die Angst schon thematisiert. Denn es ist so:

Denkt ein Mensch empathisch, kann er andere Menschen nicht nach Gut und Böse unterteilen.

Wenn sich jetzt in dem Einen oder anderen Leser ein gewisses Unwohlsein regt, ob des Wissens um das schreiende Unrecht, welches diese Welt durchzieht, so verstehe ich das. Möge er widersprechen, auch das verstehe ich, aber gleichzeitig fühle ich, dass er seinem Egotismus erlegen ist. Denn was ist die Alternative? Habe ich wirklich das Recht zu entscheiden, was, vor allem wer gut und wer böse ist, bin ich Richter? Ist dem Leser schon aufgefallen, wieviel Leid in den Gesellschaften erzeugt wurde, bei der das Böse bekämpft wurde? Das Problem ist nur: Diejenigen, die im Kampf gegen das Böse stehen, sind aufrichtig überzeugt, gut zu sein.

Was weiß ich vom Betreffenden? Darf ich Gott spielen, das Urteil fällen, über einen Menschen? Sind meine Wertmaßstäbe absolut und alternativlos? Und auch wenn jetzt viele gern Extrembeispiele anbringen mögen; ist es nicht so, dass wir die Gut-Böse-Diktion all zu rasch bei allen möglichen Gelegenheiten (selbst banalen) in´s Spiel bringen? Sind wir wirklich so anders als die (vermeintlichen) Bösen?

Mir ist das deshalb wichtig, weil im Folgenden über Menschen gesprochen wird, die anderen Menschen oft großen Schaden zufügen – und die wir trotzdem nicht hassen dürfen! Denken wir immer daran, Hass kommt aus Feindbildern, genährt aus Angst, einem uns permanent indoktrinierten Gefühl, gegen irgendjemanden Krieg führen zu müssen. Und wir selbst tragen es auf unterschiedlichen Ebenen weiter. Denn jeder Mensch ist prinzipiell in der Lage, psychopathisch zu denken und zu handeln; es ist Teil des Menschseins! Verabschieden wir uns also von den Feindbildern, auch wenn wir uns jetzt den (vermeintlichen) Herren der Welt widmen, den Psychopathen.

Das Machtwesen der Psychopathen

Wir als Menschen tragen, mit großer Sicherheit auch entwicklungsgeschichtlich bedingt, sowohl die Anlagen zur Aggression in uns wie auch die zur Kooperation und Solidarität. Wir können bequem sein – was sehr wohl seinen Sinn hat  – und wir können ebenso in Kreativität und Schaffenskraft aufgehen. Wir haben den Hang, Anderen zu geben und ebenso nehmen wir auch gern mal. In uns ist Empathie und gleichermaßen Egotismus, alles völlig normal, es macht jeden von uns menschlich und einzigartig.

Wenn wir wissen, dass Empathie (das Verständnis für Andere und für sich) unverzichtbar für friedliches Miteinander ist, dann wird uns klar, welche Auswirkungen es auf Menschen wie Gesellschaften haben muss, wenn sie ihrer Empathie verlustig gegangen sind. Ob die Ursachen bei Menschen nun in einem Defekt, traumatischen Erlebnissen oder mir unbekannten Ursachen liegen, was auch immer, die Auswirkungen sind zerstörerisch. Aus diesem Grunde auch sind (bestimmte) Psychopathen Kriegstreiber von Natur aus und wenn sie Gesellschaften dominieren, werden auch diese pathologisch, es werden Pathokratien. [5][6]

Das Fehlen von Empathie also befähigt Psychopathen zu Handlungen, die für uns allein aus moralischem Gewissen heraus schwer vorstellbar bis undenkbar sind.

Oder vielleicht doch?

Unser Gewissen, gespeist aus Empathie verhindert, dass wir berechnend und rein aus eigenem Vorteilsdenken heraus anderen Menschen Schaden zufügen. Dieses „Problem“ also, von ihrem Gewissen geplagt zu werden, haben Psychopathen nicht. Dafür haben sie aber die Fähigkeit, unser Gewissen, unsere Moral zu formen, sie sind Meister der Manipulation (im negativen Sinne)! Damit können wir also sehr wohl wie Psychopathen denken und handeln. Was meine ich jedoch mit Manipulation im negativen Sinne?:

“Mitunter wird die These vertreten (unter anderem im Neuro-Linguistischen Programmieren), dass Menschen einander manipulierten, sobald sie miteinander kommunizieren. Es gibt verschiedene Ausprägungen in Form und Stärke. Die minimale Manipulation bestehe bereits darin, den anderen zum Zuhören zu bewegen. Dies gilt somit nicht nur für zielgerichtete Kommunikation, sondern auch für einfache Unterhaltungen. Jeder manipuliere somit jederzeit jeden Anderen, mit dem er zu tun hat (vergleiche auch Walther G. Pinecoke). Auch im einfachen Kommunikationsmodell hat der Sender eine Absicht, die er erreichen oder durchsetzen will. Selbst der augenscheinlich Manipulierte sorge eigentlich erst mit seiner Haltung dafür, dass der Manipulierende sich so verhält. Er manipuliere in diesem Sinne den eigentlich (objektiv / subjektiv) als aktiv gesehenen Manipulator (devot / dominant). Wer Manipulation zulasse, gestalte sie anders. Manipulation wäre also eine alltägliche Vorgehensweise und stelle lediglich Beeinflussung dar und sei demnach nicht negativ zu bewerten. Erst der Zweck und die Eindringlichkeit der Manipulation, zum Beispiel in Form einer Botschaft der Konsumwerbung, könne eine Wertung ermöglichen. Der Soziologe Herbert Marcuse war einer der schärfsten Kritiker von Werbemanipulation, die seiner Ansicht nach den Menschen völlig eindimensional auf Konsumverhalten hin konditioniert. [7]

Das aber bedeutet für uns als Außenstehende, dass wir einen Psychopathen zwar verurteilen können. Nur, welchen Sinn soll das haben? Ihm fehlt schlicht das Regulativ, das für uns ganz selbstverständlich ist. Es geht deshalb auch keinesfalls darum, Psychopathen in ihrem Wesen zu verteufeln und nun – speziell für sie – doch noch eine Gut-Böse-Welt zu errichten. Verteufeln wir den Psychopathen, dann verteufeln wir auch uns.

So schwer uns diese Erkenntnis auch fallen mag und so groß der Schaden auch ist, den Psychopathen anrichten, diese Menschen verdienen keinen Hass, es sind in der Seele Unglückliche! [a1]

Psychopathie beschreibt kein homogenes Persönlichkeitsbild, dessen bin ich mir bewusst, als Information und gleichermaßen als Denkanstoß (bitte aber jetzt nicht gleich überall Psychopathen sehen!), hier mal eine von unzähligen Beschreibungen:

“Für Menschen mit einer antisozialen Persönlichkeitsstörung sind die Symptome manchmal nicht spürbar (kein Leidensdruck), so dass sie nur der Umgebung auffallen. Das kann z.B. ein oberflächlicher Charme und ein starkes Durchsetzungsvermögen sein. Andere Charakterzüge werden eher als negativ empfunden, wie etwa ein übersteigertes Selbstwertgefühl, ein starkes Geltungsbedürfnis, häufiges Lügen (z. B. “Pseudologie”), häufiges Stehlen (z. B. “Kleptomanie”), Neigung zum manipulativen “Tricksen”, ein fehlendes Gewissen, “seichte” Gefühlsregungen, Mangel an Empathie, Allmachtsgefühle, bestimmte Besonderheiten der Affektivität oder der Willensbildung sowie der sozialen Beziehungen (Soziopathie).

Mit ihrem oberflächlichen Charme und ihrer Fähigkeit, harte Entscheidungen durchzusetzen, sind solche Leute häufig in Führungspositionen. Hochstapler gehören häufig zu diesem Personenkreis. Menschen mit einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung haben eher Schwierigkeiten mit ihrer Affektlabilität.

Schizoide und Paranoide neigen eher dazu, sich in ihre “Innenwelt” zurückzuziehen, sich von außen “abzukapseln”, sonderbare und bizarre Ideen zu entwickeln und die Regeln des sozialen Miteinander zu missachten, obwohl sie diese durchaus kennen (wichtiges Unterscheidungskriterium zum Autismus und Asperger-Syndrom).

Histrionische und narzisstische Menschen stehen gerne im Mittelpunkt und neigen dazu, ihre Symptome zu dramatisieren und zu betonen und fallen gerne auf. Leute mit einer ängstlich-vermeidenden oder einer abhängigen Persönlichkeitsstörung haben oftmals Schwierigkeiten, Aufgaben alleine zu bewältigen, Entscheidungen ohne den Rat eines anderen zu treffen und neigen eher dazu, sich “anzulehnen” und Verantwortung abzuwälzen. [8]

Wir sehen, dass der Begriff des Psychopathen viel weiter gefasst ist, als in seiner zweckdienlichen Verwendung, Menschen ob ihres gesellschaftsschädigenden Verhaltens erbarmungslos anzuprangern. Als propagandistische Keule dient er – ob seiner dysphemistischen Etablierung im allgemeinen Sprachschatz – viel mehr dazu, den politischen Gegner als solchen zu definieren und gleichzeitig zu diffamieren.

Gefährlich in ihrer Aktivität und damit in ihren Auswirkungen auf die Gesellschaft sind vor allem paranoide Psychopathen, welche als einziges beglückendes Gefühl, das der Macht kennen und das rücksichtslos ausleben, auch unter ihrer Angst stehend, diese Macht und das damit verbundene befriedigende Gefühl zu verlieren. Von diesen Menschen als Anstifter des Unfriedens ist vorrangig die Rede.

Aufgrund ihrer Sehnsucht nach der ihnen Glück bringenden Macht (was sich für sie wie ein Kick anfühlen muss), drängt es solche Menschen fast automatisch in Hierarchien nach oben. Da sie rücksichtsloser, im Neoliberalismus sagt man gerne cleverer oder machtbewusster sind, haben sie auch immer einen Vorteil im Wettbewerb (und zwar Wettbewerb als Teil einer pathologischen Ideologie!). Widersacher boten sie geschickt aus, dabei auch emotionale Werkzeuge anwendend, Emotionen die sie selbst gar nicht empfinden können, aber sie können sie spielen! Daraus kann man schlussfolgern:

Hierarchien sind die idealen Spielwiesen für das Ausleben der Machtphantasien von Psychopathen. Hierarchien neigen dazu, pathologisch geprägte Strukturen auszubilden. Denn die verschiedenen Ebenen verkörpern ja die Dialektik von Macht und Unterwerfung. Das sind zwei Seiten einer Medaille, der Unterworfene kann dabei auch gern der Manipulierte sein, mehr noch ist dies sogar der Normalfall. Könnte sich ein Psychopath daraus nicht sogar ein Weltbild, eine Ideologie zimmern, die das im (Sozial-)Darwinistischen [9] Sinne als etwas völlig Natürliches darstellt?

Der Psychopath hat durch das fehlende moralische Empfinden auch kein Unrechtsbewusstsein, er ist absolut davon überzeugt, dass er richtig handelt. Er wird sich also die passende Ideologie zu eigen machen und propagieren und zwar so, dass auch andere sprich Nicht-Psychopathen auf diese Ideologie „anspringen“. Das ist ein weiteres Werkzeug von Psychopathen zur Manipulation.

Sind nun Psychopathen also unnormal? Natürlich. Aber es gibt in diesem Sinne überhaupt keine normalen Menschen. Weder Sie noch ich sind normal. Wären wir normal, dann wären wir auch unserer Einzigartigkeit beraubt.

Es kommt auf die Sicht an. Nehme ich die Anderen in ihrer Einzigartigkeit als Bereicherung wahr? Oder grenze ich sie lieber aus, weil mein Ego ein Problem damit hat? “Normal” definiert einen Standard; mehr oder weniger willkürlich über ausgewählte Parameter der Spezies Mensch definiert.

Was aber sehr bezeichnend ist: Der Psychopath hält einzig Menschen mit seinem Wesen für normal und alle anderen für unnormal. Ein Psychopath grenzt von Haus aus Menschen anderen Wesens als des Seinigen aus der Liste des Akzeptablen aus. Mehr noch sieht er sie als potenzielle Bedrohung [a2] seiner selbst, der gegen gesteuert werden muss. Und nach seinem Selbstverständnis sind dann solche Menschen für alle eine Bedrohung. Daher hat ein Psychopath auch so viele Feindbilder, erkennt ständig neue Gefahren, die es zu bekämpfen gilt. Der Psychopath will ständig alles und alle verändern, aber niemals sich selbst. Die Anderen sollen vielmehr so werden wie er.

Wenn ein Mensch seine Erkenntnisse, seine ganz eigene Weltsicht, als die einzig wahre und damit allgemein gültige Sicht verbreitet, dann trägt er eine Ideologie in die Welt. Im Gegensatz zu Theorien, die für die Prüfung ihrer Gültigkeit offen sind und mehr oder weniger von derem Entwickler, vor allem dessen Ego abgekoppelt sind, verkörpern Ideologien weiter getragene Strukturen von Persönlichkeitsbildern. Ein (und wenn auch nur empfundener) Angriff auf die Ideologie wird als Angriff auf die jeweilige Persönlichkeit empfunden. Die angegriffene Persönlichkeit wird deshalb entsprechend darauf reagieren – und zwar keinesfalls abwägend und reflektiert. Eben weil das für sie ein Angriff ist, sind die Reaktionen darauf Angst und Aggression! Es handelt sich um Affekte, um Abwehrreaktionen.

Ideologien zu verbreiten, ist für Psychopathen, die ja nach absoluter Macht streben, äußerst wichtig. Diese Menschen holen sich damit einen intellektuellen Mehrwert ins Haus, wenn nämlich ihre Ideologien Raum für Geistesschaffende, weiterhin in Lehranstalten und nachfolgend in den Medien bekommen. Dann werden Psychopathen ihre (z.B. finanzielle) Macht einsetzen, um solche Bildungseinrichtungen zu stärken, zur Not werden sie solche auch selbst schaffen. Über diese Institutionen schaffen sie sich Ebenen unterhalb der ihrigen, um pathologisch manipulierte (wie Psychopathen agierende) Menschen „in die Spur zu schicken“, solche Ideologien weiterzutragen. Auf diese Weise konditioniert man auch Politiker und Medienschaffende!

Aufgrund seiner manipulativen Fähigkeiten, einschließlich der “Begabung”, Emotionen vorspielen zu können, ist es nicht trivial einen Psychopathen zu erkennen. Es gibt auch genug psychopathisch geprägte Menschen, die ihrer Umwelt nichts antun und mit ihrem Manko [a3] mehr oder weniger still leiden.

Man geht davon aus, dass Psychopathen Gefühle spielen, aber nicht empfinden können, also vor allem nicht die Gefühle anderer Menschen, die fehlende Empathie lässt das nicht zu. Entsprechend fallen die Reaktionen von Psychopathen eher irrational aus, wenn in ihrer Gegenwart intensive Gefühle wie Trauer, Liebe, Freude hervorbrechen.

Psychopathen argumentieren eher kalt, pragmatisch. Ihre Einstellung zu Anderen ist arrogant, sie fühlen sich überzeugt als etwas „Besseres“ und sind sich ihrer Überlegenheit bewusst. Psychopathen liefern (suggerieren) Feindbilder, das Prinzip „Teile und Herrsche“ ist essenzielles Werkzeug ihrer Machtspiele und es macht ihnen Freude. Sie gehen darin auf. Gehen auch ihre Machtphantasien auf, sind sie gewissermaßen gelöst und freudig erregt.

Beispiele psychopathischen Handelns

2011 gab die damalige US-Außenministerin Hillary Clinton dem Sender CBS ein bemerkenswertes Interview. Nicht bloß der Inhalt dessen („Wir kamen, wir sahen/fanden, er starb“) zeigt den psychopathischen Geist der „Demokratin“ Hillary Clinton. Noch bezeichnender ist ihre Mimik, ihr freudig entspannter Gefühlsausbruch. Sie war in diesem Moment auf ihre Art glücklich. Dabei ging es um den barbarischen Tod eines Menschen (durch Pfählen), der zuvor misshandelt wurde, dessen Land ein Jahr zuvor noch in New York mit einem Menschrechtspreis ausgezeichnet werden sollte. Eine Menschenjagd auf einen zuvor über schrankenlose Hetze Entmenschten (Ausgegrenzten weil Anderen) war erfolgreich abgeschlossen worden, mit maximaler Entwürdigung und Vernichtung. Das war ihr Kick. Und die Interviewende war ganz mit dabei im Freudentanz. [10] Hierzu sei Corbett Daly von CBS News zitiert:

“Secretary of State Hillary Clinton shared a laugh with a television news reporter moments after hearing deposed Libyan leader Muammar Qaddafi had been killed. “We came, we saw, he died,” she joked when told of news reports of Qaddafi’s death by an aide in between formal interviews. Clinton was in Tripoli earlier this week for talks with leaders of Libya’s National Transitional Council (NTC). The reporter asked if Qaddafi’s death had anything to do with her surprise visit to show support for the Libyan people. “No,” she replied, before rolling her eyes and saying “I’m sure it did” with a chuckle.” [11]

Ein weiteres Beispiel, wie sich ein Psychopath gibt, ist die ehemalige ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko. Ihre Karriere, in der sie skrupellos Reichtum und Macht anhäufte und dabei ihr Volk belog, so wie es ihren egoistischen Interessen passte, kann Jeder selbst recherchieren . Von ihr wurde 2014 ein Telefonat geleakt, von dem u.a. auch “Der Stern” berichtete:

“Gleich zu Beginn des etwas über zweiminütigen Mitschnitts legt Timoschenko drastisch los. “Ich bin bereit”, so die Ex-Regierungschefin, “eine Maschinenpistole in die Hand zu nehmen und diesem Drecksack in den Kopf zu schießen.” Wen Timoschenko konkret meint, sagt sie nicht. Allerdings ist spätestens seit einem gut eine Woche alten Interview mehr als naheliegend, dass Putin gemeint ist. Auch im weiteren Verlauf des Gesprächs findet die Politikerin deutliche Worte, wie mit der aktuellen Situation umzugehen sei: “Es ist Zeit, dass wir unsere Waffen greifen und losziehen, um diese verdammten Russen zusammen mit ihrem Anführer umzubringen”, sagt sie gegenüber Schufritsch. Dabei will die 53-Jährige auch ihre Verbindungen einbringen. Sie werde alle Mittel nutzen, die ganze Welt aufzurufen, “Russland in verbrannte Erde zu verwandeln”, so Timoschenko, die die Echtheit des Gesprächs, das bereits am 18. März – zwei Tage nach dem Krim-Referendum – aufgezeichnet wurde, inzwischen auf Twitter bestätigte: …”  [12]

Der Autor des Buches Politische Ponerologie Andrej Lobazsewski hat ein weiteres Beispiel gebracht, wie psychopathisches Verhalten im Alltagsleben aussehen kann.

“Eine Mutter spielt mit ihrer vierjährigen Tochter Verstecken. Sie hält ein großes Küchenmesser in der Hand. Sie sagt ihrer Tochter: “Ich zähle bis einhundert und wenn ich dich finde, dann schneide ich dir die Daumen ab. Das entsetzte Mädchen versteckt sich in ihrem Schrank und die Mutter, wissend, wo sie ist, lässt sie dort stehen; entsetzt, geängstigt, traumatisiert, bis zum Schluss. Als die Mutter die Tür öffnet, beugt sie sich über die Tochter und ritzt ihr die Haut an einem ihrer Daumen ein.” [13]

Das beliebige selbstgerechte Steuern, die totale Kontrolle über Menschen, bis hin zur Gewalt an ihnen, berauscht den Psychopathen, erfüllt sein Leben mit Sinn. Es ist sein kleines Glück. Und er benötigt die Reaktion, den Kampf des Anderen (der in dessen Niederlage führen muss). Die sichtbare Reaktion des Anderen ist sein Glück, dabei unempfindsam für dessen Gefühle. Deshalb ist ein Psychopath auch über so etwas erkennbar:

“Eine Familie hat zwei Söhne. Einer begeht Selbstmord mit einem Jagdgewehr. Beim darauf folgenden Weihnachtsfest schenken die Eltern genau dieselbe Waffe ihrem anderen Sohn. Als sie gefragt werden warum, sagen sie: “Die Waffe funktioniert einwandfrei!”. ” [14]

Das tut der Psychopath nicht etwa, weil er böse ist, sondern weil er es nicht anders kann! Gerade deshalb sollten wir da bei unserem Blick auf die Politiker-Gilde mit dem Begriff des Psychopathen differenzierter und abgewogener umgehen:

Das allzu schnelle Abstempeln so gut wie aller Politiker als Psychopathen ist bequem, nur sind es die meisten mit Sicherheit nicht! Bequemlichkeit, Egotismus und Egoismus, Gier, Angst, Hass und Kampf sind keine exklusiven Merkmale von Psychopathen sondern kennzeichnen alle Menschen.

Psychopathen brauchen nicht zwingend Öffentlichkeit, um in ihren Machtspielen aufzugehen. Sie agieren lieber unauffällig im Hintergrund. Man muss viel Recherche aufwenden, um die Netzwerke aufzudecken, in deren Mitte man, wie in einem Spinnennetz, diese Menschen dann findet. Psychopathen sind auch Egomanen, Macht ist für sie nicht vollständig, wenn sie geteilt werden muss. Kooperation ist ausschließlich Mittel zum Zweck und den eigenen egoistischen Zielen unterworfen.

Fassen wir noch einmal zusammen, was Psychopathen der Macht „auszeichnet“:

  • Macht ist alles. Alles andere ist Mittel zum Zweck.
  • Auch der Weg zur Macht verschafft dem Psychopathen Befriedigung.
  • Für das Machtziel bringt er Andere in Abhängigkeiten.
  • Der Psychopath hört nie auf und er ist ein Überzeugungstäter.
  • Hierarchien spielen Psychopathen in die Hände.
  • Psychopathen suchen Konkurrenz, um an dieser ihre Überlegenheit zu beweisen.
  • Bündnisse von Psychopathen sind Zweckbündnisse.
  • Gruppen von Psychopathen sind nicht homogen und stehen in Konkurrenz miteinander

Pathologische Gesellschaften

Unerlässlich für Machtergreifung und Machterhaltung ist es, andere Menschen in eine geistige Abhängigkeit zum Psychopathen zu bringen. Die Manipulation kann gezielt auf einzelne Personen angewendet werden, ebenso aber auch auf Gruppen oder Gesellschaften treffen. Hierfür ist Propaganda, die Massen von Menschen erreicht, ein ideales Werkzeug.

Im großen gesellschaftlichen Rahmen findet dieser Prozess zuerst auf nationaler Ebene statt und wird nach Durchdringung der Gesellschaft (bis hin zur Pathokratie) grenzüberschreitend. Diese Pathokratie lässt sich nur durch permanente Infiltration der Mitglieder der Gesellschaft aufrechterhalten, die über ihr manipuliertes Unterbewusstsein in einem ständigen Klima der Angst gehalten werden. Aus Sicht der Psychopathen muss in jedem Fall verhindert werden, dass sich gesellschaftlich eine Alternative in Selbstreflexion und bewusstem Handeln Bahn bricht.

Geht es darum, andere Gesellschaften anzugreifen, werden Schwachpunkte in jenem Gesellschaftsgefüge ermittelt und diese dann gezielt angegriffen (z.B. korrumpiert). So werden bevorzugt Ethnien gegeneinander ausgespielt (Demagogie der Angst), danach handeln diese Volksgruppen pathologisch, dabei wird eine oder auch mehrere Parteien unterstützt (die miteinander konkurrieren), sodass der Konflikt nicht versandet.

Mit dem Angriff auf das Unterbewusstsein bestimmter, ausgesuchter Menschen werden gezielt deren persönliche Schwächen ausgenutzt (v.a. Egoismus und Egotismus). Bevorzugt werden Personen, die Einfluss auf eine Gesellschaft haben und somit ihr deformiertes Denken rasch weiter verbreiten können. Ist die anzugreifende Gesellschaft sehr stabil und es finden sich keine Individuen, welche das pathologisiche Denken „überzeugend“ verbreiten können, dann werden solche Menschen im angreifenden Land (der Pathokratie), jahrelang geschult und zur Not „vorgehalten“, bis sie in einer für den Angreifer günstigen Situation zum Einsatz gebracht werden.

Bei all dem ist der Psychopath (bzw. die Pathokratie) stets bemüht, die Opfer im Unklaren über die eigenen Ziele zu halten. Damit ist die LÜGE unverzichtbar zur Erreichung der Ziele.

Es gibt viele Theorien, die von einem großen Plan sprechen, hinter dem einige wenige Akteure seit Jahrhunderten die Geschicke der Menschheit in ihrem Sinne steuern (Stichwort NWO=Neue Weltordnung). Als immer zweifelnder und prüfender Mensch schließe ich das nicht restlos aus. Nach meinem derzeitigen Wissen halte ich es jedoch für unwahrscheinlich, was ich auch gleich begründen möchte.

Wenn unsere Welt pathologisch (von Psychopathen in Machtpositionen) geprägt ist, heißt das auch, dass Psychopathen wie auch Pathokratien miteinander konkurrieren, um zu absoluter Macht zu gelangen. Des weiteren schaffen sie sich zwar auch Machtmittel, viel öfter aber nutzen sie einfach das Vorhandene, missbrauchen es. Weit davon entfernt es als Schwachsinn abzutun, bin ich also skeptisch, was die Theorien zum Finanz- und Geldsystem angeht, in welchen von einem Master-Plan die Rede ist.

Werkzeuge

Nun, unter Berücksichtigung des gerade von mir Gesagten, kommen wir zu den Werkzeugen, welche durch Psychopathen (Pathokratien = psychopathisch geprägte Gesellschaften) im Prinzip IMMER verwendet werden, um andere Gesellschaften fest in ihren Machtbereich zu verankern. Auch wenn ich von Pathokratie rede, ist klar dass hinter all den Menschen, Akteure stehen (hier Psychopathen und ihre manipulierten Mitspieler).

Der Missbrauch von Menschen gelingt über

  1. den Missbrauch des Vertrauens der Menschen zu ihm selbst, bzw. der Gesellschaften zu dieser Gesellschaft
  2. den Missbrauch der Dinge, denen die Menschen bzw. Gesellschaften vertrauen

Eine überragende Rolle in heutigen Gesellschaften spielen Währungen! Übernimmt eine Pathokratie die Kontrolle über die Währung einer anderen Gesellschaft, dann hat sie über die Vertrauensstellung, die eine Währung genießt, entsprechend große Hebel, um jene Gesellschaft zu steuern. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Währung nur noch das Papier wert ist, auf dem sie gedruckt ist. Der Wert einer Währung misst sich eh nur im Vertrauen der Menschen in sie!

Hat also eine Pathokratie das Monopol über eine Währung errungen, ist diese im wahrsten Sinne des Wortes eine LEITWÄHRUNG. Nur dann funktioniert auch alles Folgende. Denn damit werden die wahren Reichtümer (Wissen, Arbeitskraft, Infrastruktur, Ressourcen) von da an in der Währung der Pathokratie bewertet, nicht mehr durch die angegriffene Gesellschaft selbst, die nun unmündiger ist.

Die Pathokratie setzt die politischen Voraussetzungen durch, dass große Investitionen im angegriffenen Land getätigt werden. Diese Investitionen können u.U. vorteilhaft für das angegriffene Land sein, das ist aber nicht primär Ziel der Investitionen. Die Investitionen dienen den Profitinteressen der mit den Psychopathen klüngelnden Banken und Konzerne. Für die Psychopathen selbst ist der Profit nur als Finanzierungsmittel ihrer Aktivitäten wichtig. Auch die Gierigen sind ihnen nur Werkzeuge und werden ob ihrer (materiellen) Gier verachtet.

Abgeschöpft werden die Profite (der Pathokratie) über die Rückzahlung der ausgegebenen und prinzipiell zu hohen Kredite, die außerdem IMMER verzinst sind – bezahlt also durch die angegriffenen Gesellschaften. Die Investitionen werden so gestaltet, dass sie NIEMALS vollständig rückzahlbar sind! Damit wird das Opferland in die Schuldenfalle getrieben und gezwungen, allein schon für den Schuldendienst neue Kredite aufzunehmen.

Gerät das Land an den Rand der Zahlungsunfähigkeit, dann zwingt die Pathokratie dem Opfer verbesserte Investitionsbedingungen und Sparmaßnahmen auf. Hierzu werden wiederum Institutionen genutzt, die schon aufgrund ihres Status Vertrauen genießen, z.B. die Weltbank oder der Internationale Währungsfonds; beides Werkzeuge in Händen der Pathokratie. Das zwingt die angegriffene Gesellschaft „ihr Tafelsilber“ zu verscherbeln, die Gesellschaft verarmt, während das Privatvermögen insbesondere der korrumpierten Akteure in Politik, Banken und Wirtschaft (auch im angegriffenen Land!) ansteigt.

Das faktisch geraubte Vermögen des angegriffenen Landes (es wurde schließlich mit wertlosem Papiergeld „bezahlt“), verhilft den psychopathischen Eliten des Angreifers seine Machtbasis zu erweitern und neue Ziele (im Sinne ihres Machtstrebens) in Angriff zu nehmen.

So „investieren“ die Psychopathen in Konzerne, Politik, Medien, NGOs, Think Tanks (Denkfabriken), Universitäten und andere diverse Institutionen. Sie betreiben intensive Lobbyarbeit bei Militär und Regierung, bei Rundfunk und Fernsehen, betreiben Internet-Präsenzen. Wenn es sich ergibt, kaufen sie auch gleich Medien, Banken oder Konzerne komplett auf. Sie gründen neue Organisationen, oft unter der Flagge der Gemeinnützigkeit. Sie infiltrieren Umweltverbände und soziale Bewegungen. All diese Aktionen führen sie auch in den Strukturen angegriffener Gesellschaften durch. Und sie gehen auf in diesem Aktionismus zur Machterhaltung und Machtentfaltung.

Die angegriffenen Gesellschaften werden hierbei – entsprechend dem Selbstverständnis der von Psychopathen dominierten Pathokratien – wie unmündige Kinder behandelt. Wenn sie abweichen (nicht folgen), dann werden sie bestraft. So hart auch die Strafen sein mögen, so viel Leid sie auch erzeugen, es wird immer begründet, dass es objektiv notwendig und nur zu derem Besten ist.

Erinnert sich in diesem Zusammenhang noch jemand an die ehemalige US-Außenministerin Madeleine Albright und ihren Spruch: “I think this is a very hard choice, but the price — we think the price is worth it.“? Es war die Antwort auf die Frage der für CBS arbeitenden Journalistin Lesley Stahl:

“Lesley Stahl: “Wir haben erfahren, dass eine halbe Million Kinder [im Irak in Folge der US-geführten Sanktionen gegen das Land] gestorben sind. Ich denke, dass dies mehr Kinder sind, als in Hiroshima starben. Und, Sie meinen, der Preis war es wert?”

“Madeleine Albright: “Ich glaube, es war eine harte Entscheidung, aber – wir denken, der Preis ist es wert.”” [15]

Zweierlei sei dazu angemerkt: Erstens waren die Sanktionen in Bezug auf das propagierte Ziel der Zerschlagung einer undemokratischen Diktatur völlig unsinnig und ohne jeden Effekt. Der Preis war für nichts! Nichts daran war geostrategisch wertvoll, langfristig gedacht oder gar abwägend weise. Es war schlicht primitiv. Und zweitens sei noch angemerkt, dass Albright zu jener Zeit auch US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen war, einer Organisation, die ihren Statuten nach, dem Frieden verpflichtet ist. So sieht es aus, wenn das eigene Gesellschaftsbild als prinzipiell das beste verkauft und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln der Opfergesellschaft über gestülpt wird.

Wer nicht willig ist, bekommt Krieg

Krieg wird immer bewusst initiiert, er ist niemals ein Betriebsunfall sondern IMMER das Ergebnis psychopathischen Handelns zur Machterweiterung und Sicherung, dabei ausnutzend die Schwächen der Menschen wie Gier, Egoismus, Egotismus und Hass. Er ist immer das Ergebnis einer gigantischen Manipulation und wird konsequent vorbereitet.

Und so war auch die Urkatastrophe das Ersten Weltkrieges eben nicht das Ergebnis einer Kette unglücklicher Zufälle. Und so versinken auch in der Gegenwart nicht einfach Staaten durch ein “Machtvakuum” im “Chaos”. Kriege passieren niemals aus Versehen, sie werden immer gründlich vorbereitet, zuerst in den Köpfen.

Krieg als Mittel der Wahl rückt für den Psychopathen immer dann in den Vordergrund, wenn Druck auf „sein“ System der Macht ausgeübt wird (vergessen wir nicht, für den Psychopathen gibt es keine größere Angst, als die vor Kontrollverlust). Folgende Aspekte lassen die Pathokratie im Großen (und die Psychopathen als Träger) zum Mittel brachialer Gewalt bis hin zum Krieg greifen (und es ist ihnen völlig egal ob im eigenen Land oder in anderen Gesellschaften):

  1. Politischer Druck
    Dann wenn in der Gesellschaft eine zunehmende Unzufriedenheit mit der Politik aufkommt und alternative Modelle Zugang zu den Menschen finden.
  2. Sozialer Druck
    Wenn die Ausbeutung einen solchen Grad erreicht hat, dass die Massen aufbegehren.
  3. Ökonomischer Druck
    Wenn die Finanz- und damit die Machtbasis der Pathokratie gefährdet ist.
  4. Ideologischer Druck
    Wenn die Herrschaft über die Köpfe der Menschen gefährdet ist.

Gerade der dritte Fall bringt derzeit DIE Pathokratie – aus ihrer Sicht – regelrecht in Zwang, kriegerisch tätig zu werden. Zumal der Krieg die „lohnende Perspektive“ maximaler Zerstörung aufzeigt, was für Psychopathen und ihre gierigen Mitspieler maximale Profite im und nach dem Krieg verspricht. Und für den Psychopathen kann das Spiel der Macht weitergehen. Warum? Weil sich durch den Krieg nicht zwangsläufig auch etwas in den Köpfen der Menschen ändert, sie spielen das Spiel also u.U. weiter. Denn der Krieg ist das Schlimmste auch für die Seelen der Menschen, er traumatisiert und zerstört auch das Menschliche in ihren Köpfen.

Also doch nur die Psychopathen?

Haben wir also doch die “Schuldigen” fest gemacht und können jetzt daran gehen, diese zu ersetzen? Mitnichten. Es geht nicht darum Psychopathen zu Sündenböcken zu machen und im Kampf gegen sie aufzugehen. Denn Psychopathen entfalten sich durch unser Mittun, unser Alltagsverhalten. Wir selbst haben sie an den Tisch der Politik geladen und tun es weiter. Wir selbst scheuen die Verantwortung, die Mühen. Psychopathen tun das nicht, weil sie in ihrem Wesen nach außen hin eben nicht bequem sind. Und so sind auch Psychopathen durch ihre Präsenz an Schaltstellen der Gesellschaften nur ein Spiegel unser selbst. Doch eine Pathokratie bricht sofort zusammen, wenn ihre Mitglieder nicht mehr mit marschieren.  Diese – meine unbequeme Erkenntnis wollte ich dem Leser zum Abschluss auf keinen Fall vorenthalten. Wie schrieb doch ein Blogger?:

“Richtig ist aber auch, daß wir alle ununterbrochen darauf warten, bis irgend jemand kommt, der uns sagt, was wir denken, glauben, tun und kaufen sollen. Mit anderen Worten: Einer, der uns eine Entscheidung abnimmt, die wir selbst nicht fällen können oder wollen, weil sie uns zu mühsam ist.” [16]

Alles hat seinen Sinn. Und deshalb ich gehe noch weiter und meine, dass Psychopathen in sozialen Systemen eine wichtige sinnvolle Rolle spielen! In akuten Gefahrensituationen, in der schnelles intuitives und entschiedenes Handeln gefordert ist, um das Wohlergehen der Gruppe zu erhalten, gar ihre schiere Existenz zu sichern, sind Psychopathen der Macht geradezu ideal und in genau diesen Situationen sollte ihnen sogar vertraut werden. Diese Menschen reißen dann das Heft des Handelns an sich und verhindern, dass die Gruppe ungeordnet oder gar nicht reagiert. Weil empathisches Handeln durch die erforderliche Reflexion eben auch eine Komponente mitbringt, die in solchen Situationen kontraproduktiv sein kann: wertvolle Zeit. Natürlich kann ein Psychopath in solchen Situationen auch Entscheidungen zum Nachteil der Gruppe treffen, aber diese Unsicherheit wiegt bedeutend weniger schwer, als gar keine Entscheidung zu treffen.

Man kann es aus meiner Sicht drehen und wenden, wie man will. Die Psychopathen gibt es und ihr Wirken an den Schaltstellen der Macht ist negativ für die Gemeinschaft, keine Frage. Aber jetzt bequem das Problem unserer Gesellschaften auf den Psychopathen abzuladen, bringt uns nicht weiter. Diese füllen doch nur den Platz aus, den wir ihnen bereitwillig zur Verfügung stellen. Unsere mangelnde Bereitschaft zur Verantwortungsnahme bringt sie in Macht. Die Macht als solche ist psychopathisch und für jeden von uns bis zu einem bestimmten Punkt auch sehr bequem. Eben bis zu einem bestimmten Punkt …


Anmerkungen

[a1] Früher habe ich bei Psychopathen oft den Begriff “krank” verwendet. Inzwischen – auch nach vielen Diskussionen – bin ich der Meinung, dass das, aus der Sicht wie ich das Phänomen der Psychopathen untersuche, kein passender Ausdruck ist. Erstens, weil ich kein Mediziner bin und so mir auch das Wissen fehlt, ein Krankheitsbild exakt zu beschreiben und zweitens, weil ich damit (wohl berechtigt) den Eindruck einer Überhebung über diese Menschen erwecke, was ich keinesfalls beabsichtige.

[a2] Der bloße Verdacht im Kopf eines Psychopathen macht aus der von ihm postulierten potenziellen Gefahr die reale Gefahr. Er macht das Szenario seiner ganz persönlich gefühlten Bedrohung des Ich’s zur allgemeinen Bedrohung und setzt umgehend Hebel in Bewegung, die Allgemeinheit von dieser Gefahr zu überzeugen. Er manipuliert bewusst und (geistig) gewalttätig. Dieses Schaffen von Bedrohungszenarien finden wir auch im großen Rahmen bei Pathokratien wieder.

[a3] Manko ist hier nicht verbunden mit einer Wertung im Sinne von positiv und negativ, sondern einfach die Feststellung, dass ein Psychopath nicht in der Lage ist dauerhaft Glück zu empfinden wie empathische Menschen und er unter dieser Situation leidet, was ihn animiert über Ersatzhandlungen kurzfristiges Glück in Form von (ich nenne es so) Kick´s zu empfinden. Dieses Glücksgefühl kann sich der Leser als in etwa das vorstellen, was er empfindet, wenn er Güter erwirbt, im Lotto gewinnt usw.

Quellen

[1] Bewusste Gefühle; 23.8.2011; https://www.dasgehirn.info/denken/emotion/bewusste-gefuehle

[2] Angst macht dich manipulierbar; Nicolette Hoffmann; S.36; Books on Demand GmbH, Norderstedt; ISBN 978-3-8423-3004-7; https://books.google.de/books?id=PkSji-y5cpkC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

[3] Planet Erde – Wohnstätte einer kranken Spezies?, mikeondoor, 6.2.2014, http://mikeondoor.blog.de/2014/02/06/pla…alyse-17725986/

[4] 13.8.2016; https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest

[5] Politische Ponerologie; Andrzej M. Łobaczewski, 1984

[6] https://de.sott.net/article/15828-Ponerologie-Pathokratie-und-der-groe-Fehler-der-einseitigen-Berichterstattung-durch-die-Medien

[7] 11.8.2016; https://de.wikipedia.org/wiki/Manipulation#Allt.C3.A4gliches_Beeinflussen

[8] Fremdwort.de, ReeseOnline e.K., http://www.fremdwort.de/suchen/bedeutung/Psychopath

[9] 10.8.2016; https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdarwinismus

[10][11] „We came, we saw, he died“; Hillary Clinton; 20.11.2011; www.cbsnews.com/news/clinton-on-qaddafi-we-came-we-saw-he-died/

[12] Dem Drecksack in den Kopf schießen; Moritz Dickentmann; Der Stern; 25. März 2014, http://www.stern.de/politik/ausland/timoschenko-telefonat-abgehoert–dem-drecksack-in-den-kopf-schiessen–3388960.html

[13][14] Politische Ponerologie; Andrzej M. Łobaczewski, 1984; S.215; http://www.dieaufdecker.com/index.php?PHPSESSID=0r2vse111f8h6urhf6njutqgnlsudcuh8c6oq9kipuetjc9thle1&action=dlattach;topic=451.0;attach=694

[15] 10.8.2016; https://en.wikiquote.org/wiki/Madeleine_Albright

[16] https://www.allmystery.de/themen/mg49067

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