Solidarisch mit den Alten? Ein schlechter Witz!

Lösen wir die verlogene Behauptung auf, dass die sogenannten Coronamaßnahmen die Alten geschützt hätten.


Quarantänemaßnahmen, Abstandsgebote und Maskenzwang werden stetig mit der emotionalen Keule verbunden, dass die Nichtbefolgung dieser Gebote alte Menschen töten würde. Damit weckt man sehr wirkmächtige Schuldgefühle in den Menschen. Nur so lassen sie sich dann zwingen, wider ihre Natur und dem gesunden Menschenverstand, diese unsinnigen Gebote einzuhalten. Dabei ist die vorgetragene Sorge um Alte und Kranke an Zynismus schwer zu überbieten.


Was man mit Sterbenden, Hochbetagten und Kranken derzeit im Rahmen der “Coronakrise” praktiziert, ordne ich in die Rubrik eines von der Regierung verordneten und kollektiv umgesetzten Kapitalverbrechens ein. Das unter Missachtung der Gründungsurkunde und Basis des demokratischen Rechtsstaates: des Grundgesetzes, aber noch viel mehr der uns von Geburt an und durch keinen Rechtsakt zu nehmenden Menschenwürde.

Beginnen möchte ich mit einem Zitat, aufgefunden in einem Leserforum:

Gesundheitsministerin Reimann in einer Pressemitteilung v. 25.05.2020 zur Debatte über Corona-Beschränkungen: (…) “So lange es keinen Impfstoff gibt, können wir die Gefahr von Neuinfektionen nur mit Abstand, Hygiene und der Reduzierung von Kontakten zu anderen verringern, (…)” Nur eine dieser Ich-hab-von-nix-Ahnung-Stimmen, die aber dazu führen, dass z.B. Pflegeheimbewohner trotz “Lockerungen” immer noch in Isolationshaft in den Heimen gehalten werden. Wider besseres Wissens und wider bislang geltendes Recht und Gesetz.” (1i)

Aber nach den Erleichterungen, die alle Betroffenen wohl auf Knien rutschend dankbar entgegennehmen sollen, kann man allenfalls von Hafterleichterungen wegen guter Führung sprechen, oder nicht? Der Forist fährt fort:

“Zwar darf jetzt eine festgelegte Kontaktperson pro Bewohner ins Haus, aber nur unter vielen Auflagen und bei immobilen Bewohnern nur mit Aufsicht, in Schutzausrüstung und mit dem Gefühl: “Hier fehlen eigentlich nur noch die Gitter vor den Fenstern!” Lächeln – unmöglich (ein auf die Maske gemaltes Lächeln ist wie eine ungesalzene Suppe, wo wer “ist Salz drin” auf den Tellerrand geschrieben hat). Nähe, Berührung, Liebe schenken – verboten! Wir Angehörige sind potientielle Killer. Und ein Ende ist nicht abzusehen, da auf einen Impfstoff – also auf Godot gewartet wird.” (1ii)

Um schließlich darauf hinzuweisen, dass das Verbrechen kollektiv begangen wird. Denn – ganz wie in alten Zeiten – kann auf diese Weise jeder Handelnde sich hinter den Zwängen seiner Funktion im Rahmen von Institutionen und Bürokratie verschanzen, um jede Verantwortung von sich wegzudrücken:

“Abertausende Bewohner und Angehörige leiden unter dieser Folter und wagen nicht, sich zu wehren, weil sie sonst befürchten müssen, überhaupt nicht mehr zueinander kommen zu dürfen. Alles alte Menschen, die keine Zeit mehr haben. Würde ich diesen Artikel ausdrucken und zum Heim tragen, würde es nur heissen: “Wir haben unsere Auflagen. Da kann man nichts machen.” Die Zuständigkeiten wurden so geschickt hin- und hergeschoben, dass keiner mehr zuständig ist, aber jeder das Sagen hat, nur nicht die Betroffenen selbst.” (1iii)

Der Forist hat in keiner Weise übertrieben, wie ein Blick in das Regelwerk der Coronaverordnungen verrrät.

Besuchseinschränkungen in Alten- und Pflegeheimen wegen Corona

Die Regelungen in den einzelnen Bundesländern – Sachsen

Stand 6. Juni 2020 galt (a1):

Stationäre Einrichtungen (Alten- und Pflegeheime, Einrichtungen für volljährige Menschen mit psychischen oder seelischen Erkrankungen, Einrichtungen für volljährige Menschen mit Behinderungen, ambulant betreute Wohngemeinschaften für pflege- und betreuungsbedürftige Menschen, betreute Wohngruppen für volljährige Menschen mit Behinderungen, Kurzzeitpflegeeinrichtungen und Hospize) dürfen von Besucherinnen und Besuchern nicht betreten werden.” (2i)

Um es kurz und prägnant zu sagen: Es war über Monate hinweg grundsätzlich verboten, die eigenen betagten Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern in Heimen zu besuchen. Ausnahmen vom Grundsatz bedurften einer Begründung.

Ist das nicht ganz erstaunlich?

Trotzdem trat ein Großteil der Kranken- und Sterbefälle, die mit dem sogenannten neuartigen SARS-CoV-2-Virus in Verbindung gebracht werden, in eben solchen Heimen auf.

Kann mir bitte jemand erklären, warum ausgerechnet dort, wo man die Menschen in strenger Quarantäne hielt, um sie vor den Anderen “da draußen” zu schützen, gerade sie am stärksten mit dem Coronavirus konfrontiert wurden? Warum ausgerechnet dort die höchsten Positivraten bei den Tests gezählt wurden? Kann mir bitte jemand erläutern, welchen Sinn dann diese Quarantänemaßnahmen haben sollten? Während maßlos desinfiziert, gemaßregelt und verboten wurde, grassierte das Virus angeblich genau dort? Die Menschen “draußen” aber – außerhalb der so geschaffenen Haftanstalten – merkten nichts von einem Virus und wurden auch nicht spezifisch “coronakrank”. Wie logisch ist das? Vor allem aber starb der übergroße Teil jener, denen das Virus zum Verhängnis geworden sein soll, genau im Umfeld jener Altenheime!

An die Regelungen für Besuche in Haftanstalten zu denken, wenn man das folgende liest, bedarf keiner überbordenden Fantasie:

Ausnahmen vom Betretungsverbot

Nach Anmeldung haben Zutritt:

  1. Die behandelnden Ärzte, Die zur Pflege und Therapie bestimmten Berufe und die Gesundheitsfachberufe; Seelsorger zur Sterbebegleitung.
  2. Nach Anmeldung und auf Nachweis, dass der Zutritt der Erledigung eines unaufschiebbaren Rechtsgeschäftes oder Sachverhaltes dient und sofern die Angelegenheit zwingend einen Vor-Ort-Kontakt zu dem Bewohner erforderlich machen, haben Zutritt:
    • Personen der Rechtspflege in Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit;
    • Personen zur Wahrnehmung von Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Ausübung der rechtlichen Betreuung;
    • Personen mit einer Vollmacht oder Verfügung (insbesondere Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung).” (2ii)

Das ist geschlossener Vollzug. Wir, die wir “draußen” sind, unterwerfen uns übrigens zunehmend den Regeln eines offenen Vollzugs. All das soll unserer Sicherheit dienen?

Nach Anmeldung und Absprache haben Zutritt:

  1. nahe Angehörige in Hospizen,
  2. nahestehende Personen in Hospizen zur Sterbebegleitung,
  3. nahe Angehörige und nahestehende Personen zur Sterbebegleitung in allen übrigen stationären Einrichtungen,
  4. Seelsorger im Rahmen einer dringend erforderlichen seelsorgerischen Betreuung,” (2iii)

Vor Tagen hatte ich ein längeres Gespräch mit einer über 80-jährigen Dame. Diese Dame fragte mich voller Sorge, ob das tatsächlich unser “neuer Weg” sein soll: bei jeder Epidemie eine Maske zu tragen. Diese Hochbetagte leidet psychisch unter dem Maskenzwang, der ihr unter dem Vorwand des Schutzes ihrer Gesundheit aufgezwungen wurde. Dabei wohnt diese Dame noch nicht einmal in einem Heim, sondern darf immerhin noch frei “draußen” herumlaufen! Die “drinnen” Einsitzenden wurden nie gefragt, sie wurden entmündigt. Glauben wir nicht, dass dieser Kelch dauerhaft an uns “draußen” vorbeigehen wird, wenn wir passiv die Dinge auf uns zukommen lassen.

Schauen wir noch, unter welchen Voraussetzungen, die ohne jeden wirklich gültigen Rechtsbeschluss eingebuchteten, hochbetagten Häftlinge Besuch empfangen durften:

Nach Anmeldung und Zustimmung dürfen Angehörige und nahestehende Personen im Einzelfall Bewohner stationärer Einrichtungen besuchen.

  • Der Zutritt darf von der Einhaltung von hygienischen und organisatorischen Auflagen abhängig gemacht werden, die die Leitung der Einrichtung oder eine von ihr beauftragte Person festlegen kann.
  • Der Besuch in der Einrichtung ist dabei insbesondere zeitlich und in der Personenanzahl zu begrenzen und mit der Einrichtung vorab konkret abzustimmen.” (2iv)

Wie es sich für Häftlinge geziemt, ist ihr Bewegungsradius zeitlich und räumlich exakt definiert. Zuwiderhandlungen werden repressiv behandelt. Ich möchte nicht im Einzelnen erfahren, mit welchen Methoden man Tausende alte Menschen in den vergangenen Monaten in Heimen mittels Fixierung und Sedierung durch Medikamente “ruhig stellte”. Es bricht einem auch so schon fast das Herz, davon bruchstückhaft durch Heimpersonal zu erfahren.

Der Triumpf der Bürokratie kommt erst dann so richtig zum Tragen, wenn faschistoide Herrschaftsformen durchgesetzt werden. Wem dieser Vergleich zu herb ist, der hat aus meiner Sicht nicht ansatzweise begriffen, was derzeit für verhängnisvolle Dinge in unserer Gesellschaft – nach langem Anlauf – ins Rollen kommen. Schauen wir noch kurz auf die Regularien zum “Freigang” der Häftlinge.

Kontakte von Bewohnern außerhalb der Einrichtung

  • Erlaubt ist den Bewohnern, sich entsprechend den Regelungen des § 2 der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung – SächsCoronaSchVO im öffentlichen Raum aufzuhalten. Dies gilt nur, wenn andere Regelungen und Bestimmungen (z.B. Quarantäne der Personen oder der Einrichtung) dem nicht entgegenstehen. Die Leitung der Einrichtung oder die von ihr beauftragte Person ist befugt, Auflagen im Zusammenhang mit der Rückkehr in die Einrichtung festzulegen.
  • Erlaubt ist der Kontakt der Bewohner mit Angehörigen oder nahestehenden Personen entsprechend § 2 der SächsCoronaSchVO außerhalb der Einrichtung im Freien bei Einhaltung der in der Corona-Schutz-Verordnung festgelegten Abstandsregeln und der Hygienevorschriften. Dies gilt nur, wenn andere Regelungen und Bestimmungen (z.B. Quarantäne der Personen oder der Einrichtung) dem nicht entgegenstehen. Die Leitung der Einrichtung oder die von ihr beauftragte Person ist befugt, Auflagen im Zusammenhang mit der Rückkehr in die Einrichtung festzulegen.
  • Nicht erlaubt ist der zeitweilige Aufenthalt von an einem anderen Ort (z.B. in der Wohnung der Angehörigen bzw. von Dritten). Ausnahmen im Einzelfall bedürfen der vorherigen Zustimmung der Leitung der Einrichtung oder der von ihr beauftragten Person.” (2v)

Allgemeinverfügung Vollzug des Infektionsschutzgesetzes Notwendige Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus (SARS-CoV-2, COVID-19)
Regelungen für stationäre Pflegeeinrichtungen, ambulant betreute Wohngemeinschaften für pflegebedürftige Menschen, Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen sowie Hospize vom 12. Mai

Allgemeinverfügung Vollzug des Infektionsschutzgesetzes Notwendige Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus (SARS-CoV-2, COVID-19)
Regelungen für stationäre Pflegeeinrichtungen, ambulant betreute Wohngemeinschaften für pflegebedürftige Menschen, Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen sowie Hospize im Freistaat Sachsen vom 28.05.2020

Worauf basierten diese, bis heute nicht vollständig aufgehobenen Zwangsmaßnahmen, diese Entrechtung und Entmündigung von Menschen?

  • auf einer unspezifischen, hochsensiblen, nicht gegengeprüften und damit wissenschaftlich unhaltbaren Testmethode,
  • auf der willkürlichen und wissenschaftlich unhaltbaren Zuschreibung von Krankheits- und Todesfällen zum sogenannten “neuartigen” Coronavirus,
  • auf dem Ausbleiben eines wissenschaftlich tragbaren Nachweises, dass dieses Virus – so es existiert – außergewöhnlich gefährlich wäre,
  • auf den statistisch wertlosen Ergebnissen sinnlos und fortwährend betriebener Massentests, vorrangig betrieben in Kliniken und Altenheimen,
  • auf nach wie vor fehlenden repräsentativen Tests zur auch nur ungefähren Einschätzung der Verbreitung des Virus in der Bevölkerung,
  • auf der systematisch betriebenen Erhaltung einer Stimmung aus Angst und Panik durch Politik und Medien

Insbesondere der unspezifische wie unzureichend zuverlässige PCR-Test gibt diesbezüglich Interessierten jederzeit die Möglichkeit, die zwischenzeitlich gelockerten Bestimmungen wieder zu verschärfen. Einzige Notwendigkeit ist die beliebige und willkürliche Durchführung weiterer Massentests mit der PCR-Methode. Aufgrund derer Falsch-Positiv-Rate von 1,4 Prozent (3) können dann ohne weiteres wieder mindestens 35 angeblich Infizierte pro 100.000 Menschen gemeldet werden und als Vorwand der Verschärfung dienen. Dabei ist schon “Infizierte” nicht korrekt, da niemals gleichzusetzen mit einem postiv ausgefallenen Test auf irgendwelche Gensequenzen. Dies sei vor allem deshalb betont, damit wir uns keinen Illusionen hingeben, die Sache wäre mit den im Juni des Jahres bundes- und landesweit ausgesprochenen Lockerungen ausgestanden.

Im März des Jahres warnte Sven Böttcher in einem emotional gehaltenen Artikel beim Rubikon und auch hier vor der unwürdigen Behandlung, Entrechtung und Entmündigung alter Menschen in den Pflegeheimen. Dafür wurde er von den sich der “progressiv linken Ecke” zugehörigen und sich selbst so sehenden, moralisch reinen Gutmenschen als amoralischer Sozialdarwinist zerrissen, welcher Alte “mit Absicht” zum Sterben “freigeben” würde. Die Ereignisse der dann folgenden, knapp drei Monate haben seine eindringlichen Warnungen nur bestätigt (4).

Bitte bleiben Sie sehr achtsam, liebe Leser.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen – insbesondere der deutlich sichtbaren Verlinkung zum Blog des Autors – kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei internen Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.

(a1) Seit dem 6. Juni 2020 wurden die weiter oben aufgeführten Vorschriften zumindest in Sachsen gelockert: “Der Besuch von Angehörigen in Pflegeeinrichtungen, Wohngruppen und Altenheimen ist gestattet. Besucher sollten sich anmelden und ihre Kontaktdaten hinterlassen. Kliniken, Reha-Einrichtungen oder Behinderten-Werkstätten sowie Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe können ebenfalls wieder Besucher empfangen.“, siehe https://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Corona-in-Dresden-Die-wichtigsten-Infos-im-Ueberblick-07.06.2020; abgerufen: 07.06.2020.

(1) 05.06.2020; Aggi Dunkel; Kommentar; https://www.achgut.com/artikel/corona_impfungen_und_illusionen/P60#comment_entries

(2) 02.06.2020; https://www.biva.de/besuchseinschraenkungen-in-alten-und-pflegeheimen-wegen-corona/; abgerufen: 07.06.2020

(3) 02.05.2020; aktualisiert: 03.06.2020; Heinz Zeichhardt; Virologische INSTAND Ringversuche; https://www.instand-ev.de/System/rv-files/340%20DE%20SARS-CoV-2%20Genom%20April%202020%2020200502j.pdf; siehe auch: https://multipolar-magazin.de/artikel/diskussion-pcr-test

(4) 12.06.2020; Johannes Kreis; Das Sterben der Alten; https://www.rubikon.news/artikel/das-sterben-der-alten

(Titelbild) Sonnenuntergang, alter Mann; pixel2013 (Pixabay); 2018; Quelle: https://pixabay.com/de/sonnenuntergang-baum-silhouette-3156176/; Lizenz: CC0 Creative Commons

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