Die Sache mit dem Eigentum

Woher kommt das Recht auf Eigentum?


In unserer Gesellschaft wird regelmäßig die Verteilungsfrage gestellt, eine nach der gerechten Verteilung von Eigentum. Die Umverteilung von unten nach oben wird thematisiert – und dass so etwas Unrecht ist. Aber steckt im Eigentum – als der einer moralisch fundamentalen Kategorie – nicht bereits von Grund auf ein Unrechtsakt?


Um das Maß, den Stellenwert, den Einfluss von Eigentum auf unser Alltagsleben möchte sich der folgende Text drehen. Was er nicht möchte, ist die Verteufelung des Eigentums. Doch ist Eigentum innerhalb der Gesellschaften zu etwas Gottgleichem erhoben wurden, weshalb auch entsprechend danach gestrebt wird. Das halte ich für fatal.

Eigentum wird von Gesellschaftskritikern viel mit Unrecht in Zusammenhang gebracht. Wer kein Eigentum besitzt, ist danach rechtlos und unterdrückt. Das Eigentum an Produktionsmitteln müsste auf die arbeitenden Massen übertragen werden, um die Rechtlosigkeit zu beseitigen. Damit würde Eigentum von “den Bösen”, den Gierigen, den Egoisten, den Kapitalisten, übertragen auf “die Guten”, die Fleißigen, die Strebsamen und Solidarischen. Danach gäbe es keine Kriege, keine Ausbeutung von Ressourcen und keinen Mangel mehr. Ein einziges Problem muss gelöst werden, um das Menschheitsproblem zu lösen – das Eigentumsproblem.

Das ist eine Geschichte von Gut und Böse, ein typisches Merkmal der Ideologien von Klassengesellschaften. Es ist der Traum von einem “großen Wurf”, dem Festmachen von Problemen an einer einzigen Kategorie. Es klingt mir in den Ohren wie ein Heilsversprechen – es klingt mir zu schlicht.

Wenn aber nicht die Besitzverhältnisse das Problem darstellen – also wer besitzt was und wie viel – , sondern die Stellung des Eigentums in unseren Gesellschaften an sich?

Eigentum wird von der Allgemeinheit als Notwendigkeit angesehen, weil es als entscheidend für das Maß an sozialer Sicherheit gilt. Wenn ich aber nach materieller Sicherheit strebe, die über meine natürlichen Grundbedürfnisse hinausgeht, wo ist dann mein Streben nach wirklichem persönlichen Glück? Bin ich mir überhaupt im Klaren, was das ist – Glück?

Materielle Sicherheit strebt nach Eigentum, nach dem Besitz, der totalen Herrschaft über das subjektiv für sich selbst Notwendige. Doch steckt hinter dem Eigentumsdenken noch mehr.

Eigentum stellt sich mir als eine Art Meta-Weltanschauung dar, in der jedem Ding naturgemäß ein bestimmter hoheitlicher Bezug gegeben wird. Dieser Bezug ist also einer zum Besitzenden. Gesellschaften werden maßgeblich danach unterschieden, wem was gehört. Moralische Richtlinien zum Eigentum werden entsprechend danach postuliert, wie die jeweiligen Protagonisten zu den verschiedenen Gesellschaftskonstrukten stehen. Die Stellung des Eigentums als Kategorie ist in allen Fällen eine überragende.

Genau das bringt mich ins Grübeln.

Denn die Sicht auf die Dinge, die über die Dinge, sie definiert auch unsere mehr oder weniger selbst gewählte Position in der Unendlichkeit der Dinge. Sie drückt aus, wie wir uns, völlig unangemessen, über die Natur erheben. Was das Risiko beinhaltet, dass wir durch diese Arroganz entsprechend tief fallen, ja, unsere schiere Existenz in Frage stellen könnten.

Bei näherer Betrachtung kann man Eigentum kaum von Macht und Herrschaftsdenken trennen.

Auch diese Kategorien weisen auf besitzende Beziehungen hin, das Anstreben von Dominanz und Kontrolle über das Denken und Handeln von Menschen. Wenn der Mensch als Ganzes, in seiner physischen Existenz plus seinem Bewusstsein (einschließlich des Unterbewusstseins) einem anderen unterworfen wurde, dann ist er dessen Eigentum, ein in letzter Konsequenz sklavisches Objekt geworden.

Wie der Besitzende mit seinem Eigentum umgeht, ist ihm überlassen. Er definiert, was gut oder schlecht für sein Eigentum ist, er handelt über seinen Besitz. Man stellt Erwartungen an diesen Besitz und ist entsprechend zufrieden mit oder frustriert über den Besitz. Auch wenn moralische Vorgaben auf Sorgfalt und Fürsorge über das zu Besitzende eine Art Korrektiv zu bilden scheinen, ändert das nichts am Recht des Eigentümers und der entsprechenden Rechtlosigkeit des Vereinnahmten. Das Rechtlose kann selbstverständlich auch unsere Natur sein – und das ist es in der Realität auch!

Unsere Anmaßung auf Eigentum geht also letztlich mit einer Entrechtung des Eigentums selbst daher und bedenken wir: Macht schreibt sich ihr Recht selbst und passt es beliebig an. Macht passt sich auch die Moral an. Sie dient dann zum Geraderücken des im Unterbewussten sehr wohl vorhandenen Gefühls, eine uns allen innewohnende Ethik des Miteinanders zu verletzen.

Das Denken in Eigentum führt also von uns selbst weg. Hier lässt sich Macht und Herrschaft auch klar von Verantwortung trennen, die für etwas da ist, also keinen Herrschaftsanspruch voraussetzt. Das, was man meint zu besitzen, kann man auch beliebig nach den Prämissen des eigenen Weltbildes bewerten und entwerten.

Eigentum ist ein selbstredend vollständig vereinnahmtes Objekt und kann durchaus auch sinnvoll, sogar zwingend notwendig sein. Mir fiel in diesem Zusammenhang der Begriff Mundraub ein, bei dem Essbares im wahrsten Sinne des Wortes exklusiv vereinnahmt wird, um die eigene Existenz zu erhalten. Das ist ein notwendiger, egoistischer Akt, der dann gelebt wird, wenn es die Natur unseres Daseins verlangt – und das ist eine, die überleben will. Ein Nehmen von der Natur, die von uns nimmt. Albert Schweitzer hat es – so finde ich – auf den Punkt gebracht: 

“Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.” (1)

Das ist kein Mantra, sondern eine authentische Erfahrung, kein Soll – das man vielleicht gern hätte – sondern die Anerkennung des Ists. Es moralisiert auch nicht. Vor allem hebelt es auch nicht Albert Schweitzers Achtung vor der Natur aus.

Denkt man das weiter, ist es schon sehr paradox, dass das “Stehlen” von Nahrungsmitteln, auch wenn es einfach nur dazu dient, den Hunger zu stillen, kriminalisiert wird, ansonsten Eigentum aber, das ja auch eine Herkunft hatte, bei der es Niemanden Eigentum war, besonderen Schutz genießt. “Stehlen” bei Mundraub als Strafrechtsbegriff anzuwenden, zeigt sehr deutlich, wie weit die moralischen Normen der Gesellschaft von unseren ureigenen ethischen Werten weggedriftet sind.

Das damit scheinbar doppelte Wesen des Eigentums macht deutlich, dass wir es hier nicht mit einem naturwissenschaftlichen Phänomen, sondern einem Konstrukt unseres Denkens zu tun haben, das eine Seite in uns auf eine unverhältnismäßig hohe Stufe stellt. Auf dieser Stufe scheint uns ein Leben ohne das alles durchdringende Denken in Eigentum gar nicht möglich – und wir wagen auch nicht, aus diesem Muster auszubrechen.

Wenn wir diese Sicht aber nicht bereit sind, zu ändern, werden wir auch weiterhin am Verteilungskampf teilnehmen um das, was wir uns vermeintlich zum Überleben aneignen müssen. Was wir unbedingt besitzen müssen, entscheiden wir schon lange nicht mehr eigenverantwortlich. Täten wir es, benötigten wir zumindest erheblich weniger an Eigentum. Doch sind wir vielfältigen Triggern unterworfen, die uns beständig suggerieren, ganz bestimmte Dinge besitzen zu müssen, um glücklich, vor allem aber um sicher zu sein.

Die Verfechter von Eigentum argumentieren nun, dass man Eigentum ja verdienen muss, dass es sich im eigentlichen Sinne um ein Tauschgeschäft handelt. Das ändert nichts an der Tatsache, dass es immer mit einem Raub beginnt, dem an der Natur. Streng genommen betätigen sich die Tauschpartner damit als Hehler.

Raub ist ja nichts anderes, als Besitz exklusiv über etwas zu erlangen, was zuvor für alle offen war. Natürlich können sich Räuber auch gegenseitig berauben … In keiner der bislang bekannten Klassengesellschaften wurde jemals die Eigentumsfrage gestellt, sondern nur die Verteilungsfrage, das Teilen der Beute.

Selbst viele marxistisch-leninistische Ideologen, die eine kommunistische Utopie anstreben, stellen das universelle Recht auf Eigentum nicht in Frage; selbst wenn sie – vereinfacht – sagen, alles möge allen gehören. Doch ein vom Aspekt des Eigentums dominiertes Denken und Handeln, welches die Herrschaft dessen anstrebt, von dem wir ein untrennbarer Teil sind, ist es dann trotzdem.

Und so verhalten wir uns auch im Alltag. Als Eigentümer gehen wir nicht nur mit Menschen sondern auch mit der Natur – der belebten wie unbelebten – mit der Arroganz von Herrschenden um. Das ist ein tiefer archaischer Wesenszug unseres Unterbewussten, denn diese Arroganz enthält die Selbstverständlichkeit des Anspruchs auf Beute, die Materialisierung unserer Gier, die uns am Leben erhält.

Weil die mehr oder weniger starke Gier nach Eigentum – wozu das Profitstreben gehört – ein umfassendes, klassenübergreifendes Phänomen unserer Matrix ist, wird der Kapitalismus auch nicht innerhalb seiner Grenzen überwindbar sein. Dafür müssten dessen Strukturen aufgelöst werden, nur stecken ja eben diese in unseren Köpfen. In diesem Zusammenhang ist das Auswechseln von Menschen in Machtpositionen auch kaum hilfreich, da es die moralisch anerkannte Ideologie des Eigentumsdenkens in keiner Weise berührt. Damit erscheint mir ein kurzer Blick zum Begriff der Schuld sinnvoll.

Wir erkennen “Schuldige” immer nur in Menschen – und zwar in ihrer ganzen Persönlichkeit. Daher gelingt uns auch nur die Schwarz-Weiß-Sicht, aus der das Bestreben erwächst, Schwarz (“böser Diktator”) durch Weiß (“guter Demokrat”) zu ersetzen. Beim “Schwarzen” betonen wir den korrupten, auf Eigentum orientierten Charakter, beim “Weißen” blenden wir das aus.

Unbewusst betreiben wir eine Projektion dergestalt, dass wir selbst das “Schwarze” in uns ausblenden und das “Weiße” hervorheben – und uns damit als gespaltene Persönlichkeiten offenbaren. Das ist völlig logisch, denn würden wir das “Schwarze” – wohlgemerkt im Rahmen der allgemein gelebten Matrix – für uns akzeptieren, dann fühlten wir uns schuldig. Schwarz-Weiß-Denken trägt die Schuldfrage immer mit sich. Doch schuldig möchten wir niemals sein. Schuld und Eigentum halte ich für eng miteinander verbundene moralische Kategorien.

Das bedeutet daher – aus meiner Sicht – auch, dass wir den Kapitalismus mit dessen innewohnender Gier nach dem Eigentum über das Denken – also Macht und Herrschaft – sowie über materielle und geistige Güter zuerst in unserem Selbst überwinden müssen. Das lässt sich kaum mit einer Palastrevolte realisieren, sondern kann nur als stetiger und trotzdem eher diskontinuierlicher und damit evolutionärer Prozess greifen.

Damit sind wir aber auch aufgefordert, den Fokus von den Anderen hinzulenken auf uns selbst. Denn der Fokus auf die Anderen ist nichts anderes als das, was in Geschäftsbüchern als SOLL und HABEN verbucht wird. Was bei uns im HABEN steht, liegt als SOLL – als Verpflichtung, als Erwartung – auf Anderen.

Die überragende Stellung des Eigentums lässt sich für jeden Einzelnen sehr gut fühlbar (!) machen, wenn er sich vorstellt, Eigentum zu verlieren. Verlustängste speisen allumfassend die westlichen Gesellschaften. Es kommt noch hinzu, dass wir im Geld eine Singularität als Gradmesser von Eigentum sehen, von dem wir uns geistig fast bedingungslos abhängig gemacht haben.

Diese Verlustängste an Eigentum fungieren als Urängste. Sie sind durch unsere Sozialisierung vom Beginn unseres Lebens an in uns implementiert wurden. Materielle Verluste gehen mit dem Verlust sozialer Sicherheit einher und dabei ist es völlig egal, auf welcher Vermögensebene man sich bewegt. Das Gefühl ist das Gleiche! Diese überbordende Angst fördert Gier. Denn Gier steuert dem Verlust direkt entgegen, was zum Teil drastisch-skurille Ausmaße annimmt, weil man Dinge erwirbt, die man gar nicht braucht – Stichwort: Kauf drei für zwei.

“Karriere machen” ist auch nichts anderes als die Gegenbewegung, um zu verhindern, gesellschaftlich an Reputation zu verlieren. Wir Menschen dürsten nach Anerkennung, einer anerkannten Position innerhalb von Kollektiven und auch das ist Bestandteil unserer Genesis. Wir fürchten uns vor Ausgrenzung. Solange wir uns solche unterbewusst ablaufenden Mechanismen nicht bewusst machen – sie nicht reflektieren – sind wir verdammt, Sklaven unseres Egos zu sein.

Als Gefühl ist in uns manifestiert, dass das “Prekariat” sozial benachteiligt ist und – eben unterbewusst – leben wir so die Matrix (a1). Weil wir soziale Benachteiligung an der Teilhabe innerhalb der Regeln des Systems festmachen, unter anderem am Eigentum. Dabei meine ich, dass zum Beispiel viele Vorstandsmitglieder von Finanzinstituten sozial viel stärker benachteiligt sind, als viele der Menschen, die sich mit sehr geringen Einkommen ihren Lebensunterhalt gestalten müssen oder mussten – mich aus eigener Erfahrung eingeschlossen!

Gesellschaftliches Eigentum als Gegenentwurf zum privaten Eigentum erscheint mir dabei in der gegebenen Matrix langfristig als nicht umsetzbare Utopie, denn sie ignoriert die Psychologie der Menschen, insbesondere deren Denken und Handeln, das aus Verlustängsten herrührt.

Denken in Eigentum generiert Gier – Gier nach Macht und materiellen Gütern. Oder anders herum gesagt: Gier erfindet das Eigentum, um den Anspruch auf das dahinter stehende Gut geltend machen zu können.

Das Problem ist eines im Denksystem zum Einen und der Akzeptanz dieses Systems zum Anderen. Möchte man weg von diesem Denken, ist man genötigt die Grenzen des Systems – das System beschreibt sich ja eben durch das Eigentumsdenken – zu verlassen. Ein erster und keinesfalls trivialer Schritt dahin, ist der, sich dem Trigger für Gier schlechthin, der Werbung zu entziehen.


Werbung macht genau das: Sie triggert permanent unsere im Unterbewusstsein verankerte Gier. Sie verführt unser psychologisches System, nutzt es aus und benutzt uns. Werbung und Macht gehören untrennbar zusammen. Wenn wir Werbung folgen, unterwerfen wir uns der dahinter stehenden emotionalen Botschaft. Ob Werbung für materielle Güter oder politische Ziele – dann nennt man es Propaganda – gesendet wird, ist egal. Die Prinzipien sind die gleichen.


Um sich diesem Machtanspruch entziehen zu können, muss man sich der Verlustängste bewusst werden, die unterbewusst permanent in uns getriggert werden. Ist uns wiederum das gelungen, braucht es Mut, über die Grenzen zu gehen.

Überwindung von Angst ist auch die Chance für Neugier und Kreativität. Wenn wir dabei auch noch unserer Empathie einen angemessenen Raum geben können, kann das, was wir dann tun, sehr attraktiv, ja geradezu “sexy” für andere Menschen sein. Unser Mut kann auf diese Weise zum Mutmacher für jeden anderen Menschen werden.

Verzicht auf Konsum ist daher nur eine Facette, sich aus der Klammer unseres ideologisch gestützten, gierigen Systems zu befreien. Sich vom systematischen Prozess zur Aneignung von Eigentum zu lösen, ist keineswegs mit Entsagung und Selbstbestrafung gleichzusetzen. Schon gar nicht ist er als Aufforderung zur Entsagung an Jene gerichtet, denen eine menschenwürdige soziale Teilhabe in der Gesellschaft verwehrt wird. Das Loslassen, der Verzicht ist kein totaler und ersetzt auch nicht die notwendige Kritik, wie den Änderungsbedarf an den bestehenden gesellschaftlichen Strukturen.

Aber er gibt uns die Möglichkeit, Varianten des Nehmens und Gebens zu erleben und selbst zu leben – wie auch eine veränderte Wahrnehmung unserer Umwelt. Wir können uns der Natur, deren Teil wir ja sind, wieder annähern, statt sie – wie selbstverständlich – als uns unterworfenen Besitz zu betrachten. Damit ist in solch einer veränderten inneren Einstellung ganz klar auch ein Umweltaspekt enthalten. Ein solches Verhalten, kann uns schließlich durchaus auch dazu verhelfen, die Gier nach Anerkennung – die Befriedigung unseres Egos – weniger missbrauchbar durch andere zu machen.

Nachtrag, 7. Mai 2019

Im Zusammenhang mit den Äußerungen des Vorsitzenden der Jungsozialisten, Kevin Kühnert, die er übrigens in einem Interview bei der Zeit ausformulieren durfte – wenn auch leider nur über eine Bezahlschranke zugänglich, ist mir ein weiterer bemerkenswerter Beitrag beim Spiegel ins Auge gefallen. Beide Texte haben unmittelbar mit Eigentum zu tun und in beiden Texten wird vor allem eines getan: mit dem Willen zum Verstehen die notwendige Diskussion zu einem heiklen wie universellen Problem unserer Gesellschaft angegangen. Nils Ninkmar schreibt in seinem Essay:

“Dabei ist auch unser gegenwärtiges System, die enthemmte Herrschaft des Kapitals nach dem Fall der Mauer, ebenso ein historisches Produkt wie alle anderen menschlichen Ordnungen und nicht besonders kompatibel mit dem Ziel einer lebenswerten Umwelt, einem verträglichen Klima und schließlich unseren eigenen Werten.” (2)

Passt das alles zu meinem Bild von Spiegel und Zeit? Nein. Den Spiegel und Die Zeit ob ihrer transatlantischen Propaganda deutlich kritisieren? Ja, natürlich! Den Spiegel und Die Zeit als Feindbild anprangern? Ebenso klares nein. Frieden leben heißt zu differenzieren. Mein Dank an Nils Ninkmar.

Bleiben Sie bitte in dem Sinne schön aufmerksam.


Anmerkungen

(a1) Die fortwährende Verwendung des Begriffs Matrix zeigt trotzdem nur eine strukturelle und prozessuale Gemeinsamkeit im Denken der Menschen in unserer Gesellschaft auf, so wie ich sie selbst subjektiv wahrnehme. Daher möchte ich den Begriff Matrix an dieser Stelle auch nicht als Absolutum verstanden wissen. Auch das Bild einer Matrix ist immer bestimmt vom Betrachteten wie vom Betrachter.

(a2) Zum Eigentum an “den Dingen” sei passend zum Artikel eine inspirierende Rezession empfohlen, die sich anregend kritisch mit dem Buch “Herrschaft der Dinge” des Briten Frank Trentmann auseinandersetzt: https://www.streifzuege.org/2019/ding-und-bedingung/.

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden.

(1) http://www.ass-velbert.de/info-allgemein/albert-schweitzer.html; abgerufen: 16.2.2019

(2) Nils Ninkmar; 4.5.2019; https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/kritik-am-kapitalismus-das-tabu-das-kevin-kuehnert-bricht-ein-essay-von-nils-minkmar-a-1265760.html

(Titelbild) Reichtum, Schatzkiste, Eigentum; Autor: Larisa_K (Pixabay); 11.6.2015; https://pixabay.com/de/brust-schatz-meer-fisch-zeichnung-805006/; Lizenz: Pixabay License

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