Die Inkompetenz der Besorgten

Die Fiktion des Killervirus bis zum Abwinken bedienen, aber bei echten Herausforderungen versagen.


So stellt sich das Werkeln der Bundesregierung und derer Ministerien (nicht nur) in diesen Tagen dar. Und selbst jetzt, da die Katastrophe geschehen ist, eine echte Katastrophe und außerdem eine, die vorhersehbar war, ist den staatlichen Lenkern Deutschlands nichts zu blöd, um — ungeachtet des Leids der von den Wassermassen betroffenen Menschen im Westen der Republik — das Narrativ vom Virus und zwanghaften Massenimpfens einzubringen.


Im Jahre 2002 konnte die damals amtierende Regierung aus einer Flutkatastrophe noch Kapital schlagen. Gerhard Schröders SPD gewann noch einmal die Bundestagswahl, weil sich der Bundeskanzler als Macher vor Ort positionieren konnte (1). Das wird diesmal nicht geschehen. Wir  dürfen uns vergegenwärtigen, dass die Berliner Regierungsspitze seit dem Jahre 2020 massiv in die Kompetenzen der Länder eingegriffen hat, um die eigenen Vorstellungen einer „Pandemie-Bekämpfung“ durchsetzen zu können. Im Schlepp hatte sie die Medien, welche fleißig wie hofdienerisch dieses Bemühen flankierten.

Wer so unverblümt die Bedürfnisse der ein- und ausgehenden Lobby bedient, hat auf der anderen Seite natürlich kein Ohr, keine Fähigkeiten, kein Gespür für seriöse Warnungen der eigenen Behörden. Diese Behörden rundweg der Inkompetenz zu bezichtigen, ist nämlich zu simpel. Aber die Spitzen der Regierung, sie sind es: inkompetent bis ins Mark, weil abhängig von einer Clique milliardenschwerer Macher im Hintergrund. Jetzt den Ball der Schuld den kommunalen – beziehungsweise Landesbehörden vorzuwerfen, ist das Letzte, was dieser Bundesregierung zugestanden werden kann.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) ist direkt einem Bundeministerium unterstellt. Die Regierung in Berlin hatte also Informationen aus erster Hand:

„Der Deutsche Wetterdienst (DWD) ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Er ist für die Erfüllung der meteorologischen Erfordernisse aller Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche in Deutschland zuständig. Unsere Aufgaben basieren auf einem gesetzlichen Informations- und Forschungsauftrag, dem Gesetz über den Deutschen Wetterdienst.“ (2)

Diese Behörde hatte im August 2002 zwar die sogenannte und immer mit dem Potenzial von außergewöhnlichen Niederschlagsereignissen belastete Vb-Wetterlage vorhergesehen, aber trotzdem die drohenden Regenfluten unterschätzt. Dieses mal, im Jahre 2021 ist dem DWD kein Vorwurf zu machen. Die Meldungen des Vorhersagedienstes waren unmissverständlich:

„Letzte Aktualisierung: 14.07.2021, 10.10 Uhr

Ein Tiefdruckgebiet mit Zentrum genau über Deutschland gestaltet das Wetter in Nordrhein-Westfalen heute und auch in den Folgetagen unbeständig mit teils gewittrigem, unwetterartigem Starkregen.

GEWITTER/STARKREGEN/HAGEL/STURMBÖEN (lokal UNWETTER/EXTREMES UNWETTER):
Heute am Nachmittag und bis in die Nacht zum Donnerstag hinein teils kräftige Gewitter mit Unwetterpotential durch heftigen Starkregen zwischen 20-40 l/qm, lokal auch extremer Starkregen bis 60 l/qm innerhalb kurzer Zeit, Hagel um 2 cm und stürmische Böen oder Sturmböen zwischen 60 und 80 km/h, vereinzelt auch schwere Sturmböen um 90 km/h nicht ausgeschlossen. Bei wiederholt auftretenden Ereignissen regional auch 40 bis 70 l/qm in wenigen Stunden. In der Nacht zum Donnerstag vor allem im Westen weiterhin einzelne heftige Gewitter.

STARKREGEN/DAUERREGEN (UNWETTER/EXTREMES UNWETTER):
Bis Donnerstagmorgen gebietsweise länger anhaltender Regen, teils wiederholt auftretender kräftiger und mitunter gewittriger Starkregen. Dazwischen meist nur kurze Niederschlagspausen. In Summe in 48 bis 60 Stunden Mengen von 40 bis 80, regional bis 130 l/qm wahrscheinlich, punktuell auch bis 200 l/qm nicht ausgeschlossen. Schwerpunkt voraussichtlich in einem Bereich von der Mitte bis in den Südwesten von Nordrhein-Westfalen, dabei aber nach wie vor noch Modellunsicherheiten.“ (3)

Beachten wir den Zeitpunkt der Herausgabe dieser Unwetterwarnung. Sollte dies Bundesbehörden immer noch zu knapp sein? Das kann nicht sein, denn diese Unwetterwarnung war bereits eine Wiederholung, eine quasi Bekräftigung der Warnungen vom Vortag. Bereits am Dienstag abend hieß es nämlich sehr ähnlich:

„Letzte Aktualisierung: 13.07.2021, 21.25 Uhr

Ein Tiefdruckgebiet zieht von Frankreich nach Mitteleuropa und gestaltet das Wetter in NRW in den nächsten Tagen unbeständig mit teils gewittrigem, unwetterartigem Starkregen.

GEWITTER/STARKREGEN/HAGEL/STURMBÖEN (lokal UNWETTER):
In der Nacht zu Mittwoch zunächst nur vereinzelt, im Folgenden aber weiter auflebende, bis Mittwochabend auftretende kräftige Gewitter mit Unwetterpotential durch heftigen Starkregen zwischen 20-40 l/qm, lokal auch extremer Starkregen bis 60 l/qm innerhalb kurzer Zeit, Hagel um 2 cm und stürmische Böen oder Sturmböen zwischen 60 und 80 km/h, vereinzelt sind auch schwere Sturmböen um 90 km/h nicht ausgeschlossen. Bei wiederholt auftretenden Ereignissen sind regional auch 40 bis 70 l/qm in wenigen Stunden zu erwarten.

STARKREGEN/DAUERREGEN (UNWETTER/EXTREMES UNWETTER):
Bis Donnerstagmorgen teils länger anhaltender Regen, teils wiederholt auftretender kräftiger, teils gewittriger Starkregen. Dazwischen meist nur kurze Niederschlagspausen. In Summe sind über 48 bis 60 Stunden Mengen von 40 bis 80, regional bis 130 l/qm zu erwarten, punktuell sind auch bis 200 l/qm denkbar. Der Schwerpunkt liegt wahrscheinlich in einem Bereich von der Mitte bis in den Südwesten von NRW, wobei es weiter noch größere Modellunsicherheiten gibt.“ (4)

Wenn eine Wettervorhersage auf diese Art und Weise bestätigt wird, sagen die Meteorologen auch: „Der Fahrplan steht“. Es gab keine Zweifel, dass dieses Ereignis eintreten würde.

Einen Tag vor dem GAU (Größter Anzunehmender Unfall) hatte der DWD bereits gewarnt:

„Nachts und am Mittwoch gebietsweise Starkregen sowie Unwettergefahr durch schwere Gewitter mit heftigem, gebietsweise extremen Starkregen.“ (4i)

Der DWD arbeitet eng mit der europäischen Flutwarnbehörde Efas zusammen. Allein von dieser EU-Behörde gab es bis zum 14. Juli 25 Warnungen zu unwetterartigen Regenfällen im Westen Deutschlands (5).

Zu Überflutungen musste es auch deshalb kommen, weil die Böden in Teilen der Region mit Feuchtigkeit weitgehend gesättigt waren und kaum noch Wasser aufnehmen konnten (6). All dies hatte die Bundesbehörde DWD vorhergesehen.

Die Modelle des Deutschen Wetterdienstes fußten auf einer seriösen Datenbasis und die Eintreffwahrscheinlichkeit war wissenschaftlich wohl begründet. Das ist ein ganz anderes Verständnis zur Verwendung von Modellen, als es im „Krieg gegen das Virus“, in der Plandemie zu erkennen ist. Die faktenfreien, Mathematik missbrauchenden Modelle überbordender Zahlen von Corona-Kranken und -Toten wurden in Politik und Medien seit Monaten hoch- und runtergebetet. Wissenschaftlich erarbeitete Modelle, die tatsächlich auch als solche ernst zu nehmen sind — sie wurden ignoriert.

Schauen wir doch einmal, inwieweit der ARD-Tagesschau (Online-Präsenz) in den Tagen vor Eintreten der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz eine Thematisierung dieser Bedrohung wichtig war. Am 12. Juli wurden beim öffentlich-rechtlichen Sender 13 mal auf Corona und Impfen hingewiesen und durchweg waren diese „Hinweise“ propgagandistisch aufbereitet (7).

Die fiktive, umfassende, tödliche Bedrohung eines Virus aufrecht zu erhalten, nimmt Herz und Sinne bei der ARD-Tagesschau offensichtlich vollständig ein. Da ist kein „Experte“ zweifelhaft genug, keine Impfpropaganda zu primitiv und die Nähe zur durchgepeitschten Regierungsagenda kann gar nicht schmierig genug sein. Jeder Corona-Müll ist es allemal wert, beim Bezahlsender verbreitet zu werden. Und was erfuhr man über die klar am Horizont sichtbar werdende Bedrohung einer Unwetterkatastrophe im Westen Deutschland?

Nun, man erfuhr einfach NICHTS (7i)

Und einen Tag später, am 13. Juli? Achtmal wurde auf „die Pandemie“ verwiesen, nullmal auf eine vor der Tür stehende Unwetterkatastrophe (8). Zu registrieren bei einem Sender, der im Falle Corona unverblümt als Staatssender auftritt. Sind die Redakteure dort zu blöd, mal die Warnungen des DWD zu registrieren oder brauchen die eine Weisung aus den Ministerien, um darüber berichten zu dürfen? Diese ketzerische Frage zu stellen, ist allemal berechtigt.

Schauen wir noch auf den 14. Juli, jenen Tag, an dem die Katastrophe bereits ihren Lauf nahm. Warnen vor dem Tod durch einen Virus bis der Arzt kommt, diesbezüglich ganz im Stile angestellter Regierungswarner, ja nicht Fragen stellen, in der Rolle einer Tröte der Mächtigen aufgehend, dafür ist man bei der ARD offenbar jederzeit bereit. Aber warnen vor einer echten Katastrophe?

Nichts kommt da! Über eingetretene Katastrophen dann Betroffenheit zu heucheln: Freilich, dafür langt es noch (9).

Nun könnten ja die Verstrahlten bei der ARD argumentieren, es wäre nicht ihre Aufgabe, Menschen vor Gefahren zu warnen. Allerdings warnen die gleichen Leute in ihren Nachrichten — emotionale Botschaften nach denen sich die Bevölkerung richten soll — Tag für Tag und Stunde für Stunde. Sie warnen vor Viren, der Klimakatastrophe, Cyber-Terrorismus, internationalem Terrorismus, Schurkenstaaten, Putin, Querdenkern, Antisemiten, „Corona-Leugnern“, „Verschwörungstheoretikern“. Sie werden auch nicht müde, vor „Impfschwänzern“ und „Impffaulen“ zu warnen. Sie warnen vor allem und jedem, dumpf und unverdrossen. Sie werden zunehmend primitiv. Nur vor dem Konkreten zu warnen: Dazu sind sie unfähig. So wie die Menschen bei den Öffentlich-Rechtlichen sich einer vorgegebenen Propaganda reflektionslos und/oder opportunistisch unterwerfen, so schwindet auch ihre Kompetenz für echten Journalismus.

Dieses Regenereignis und die resultierenden Hochwasser ließen sich als akutes Ereignis nicht verhindern. Bodenversiegelung und Flussbegradigungen spielten sicher eine verschärfende Rolle, aber die Natur beherrschen zu wollen, bleibt ein nicht erfüllbarer Wunschtraum. Was allerdings hätte verhindert werden können, das ist die große Zahl an Menschen, die in den Unwettern zu Tode kamen.

Die große Anzahl von Todesopfern ist nicht auf technisches Versagen oder höhere Gewalt zurückzuführen, sondern auf Emotionen, auf Glauben. Die Menschen glaubten: „Es wird schon nicht so schlimm werden“. Aber sie wussten nichts von der Gefahr. Propaganda wie sie beim Corona-Thema bis zum Exzess betrieben wurde — im Vorfeld dieses Naturereignisses wäre sie sinnvoll, ja notwendig gewesen.

Das Geschwafel vom „zu rettenden Klima“ in den Medien findet der Autor inzwischen geradezu unerträglich. Wie bei Corona ist alles auf „die eine Lösung“ ausgerichtet, eine Lösung, die von globalen Interessenverbänden aus Industrie und Finanzen angestrebt wird und von den Bevölkerungen verinnerlicht werden soll. Eine Lösung, in der mit immensen Kosten eine irre CO2-Reduktionsindustrie etabliert werden möchte. Symbolhaft und geradezu irre ist die stattfindende Kampagne, Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren durch Elektrofahrzeuge ersetzen zu wollen. Das ist ein Frevel an Natur, Umwelt und nicht zuletzt den Menschen. Aber wer möchte da schon von echtem Umweltschutz reden? Das würde doch nur die Geschäftsmodelle kaputt machen.

Kommen wir noch einmal auf den Schmalspur-Journalismus der ARD zurück, einer in dem echtes freies Denken wohl nicht (mehr) erwünscht ist. Die vorgegebenen Skripte sind längst in den Köpfen verankert, die Protagonisten überhaupt nicht mehr fähig, die eigene Rolle zu überdenken — oder in der fortwährenden Angst, Erworbenes zu verlieren. Dafür sind sie scheinbar auch bereit, ihre geistige Freiheit aufzugeben.

Die Unwetterwarnung des DWD lesen und mit den richtigen Schlussfolgerungen verarbeiten zu können, hätte natürlich auch Journalisten bedürft, die mit den angebotenen Informationen etwas anzufangen wissen, die Tragweite einzuordnen vermögen. Sie müssen in der Lage sein, die Brisanz in der wiederholten Warnung zu verstehen. Schauen wir uns diese noch einmal an (Hervorhebungen durch Autor):

„STARKREGEN/DAUERREGEN (UNWETTER/EXTREMES UNWETTER):
Bis Donnerstagmorgen gebietsweise länger anhaltender Regen, teils wiederholt auftretender kräftiger und mitunter gewittriger Starkregen. Dazwischen meist nur kurze Niederschlagspausen. In Summe in 48 bis 60 Stunden Mengen von 40 bis 80, regional bis 130 l/qm wahrscheinlich, punktuell auch bis 200 l/qm nicht ausgeschlossen. Schwerpunkt voraussichtlich in einem Bereich von der Mitte bis in den Südwesten von Nordrhein-Westfalen, dabei aber nach wie vor noch Modellunsicherheiten.“ (3ii)

Punktuell, lokal, gebietsweise, regional: Das sind wichtige qualitative Parameter zur Beschreibung eines Wetterereignisses. Schwere Unwetter mit sehr hohen Niederschlagsmengen in kurzer Zeit gehören zu einem „ordentlichen Sommer“. Vollgelaufene Keller und kurzfristig unter Wasser gesetzte Unterführungen und Straßenzüge sind lästige und durchaus auch gefährliche Begleiterscheinungen. Aber diese Ereignisse sind meistens auf einen engen Raum begrenzt, sie sind punktuell oder lokal.

Die Qualität der DWD-Unwetterwarnung war wirklich von hoher Güte. Die horrenden 200 Liter auf den Quadratmeter wurden nicht ausgeschlossen, aber wenn, dann auch nur punktuell prognostiziert. Was bei einem Journalisten, der sich auch nur grob in die Thematik eingearbeitet hat, aber sofort die Alarmglocken hätte läuten lassen, ist die Warnung „regional bis 130 l/qm wahrscheinlich“! Das ist außergewöhnlich. Regional warnt vor einem Ereignis, dass sich über Gebiete, über eine ganze Region erstreckt, wahrscheinlich meint eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass das Ereignis eintritt, als das es nicht eintritt. Wenn eine Unwetterwarnung Passagen wie diese enthält (siehe weiter oben): [Warnung vor] heftigem, gebietsweise extremen Starkregen, dann ist das brisant. Freilich muss man um den Unterschied zwischen „normalen“ und starken Regen einerseits, sowie heftigen und extremen Starkregen andererseits wissen.

Solch eine gewaltige Regenmenge muss, noch dazu in einer gebirgigen oder hügeligen Topographie unweigerlich zu Sturzfluten führen. Noch dazu, wenn auch noch die Böden mit Feuchtigkeit gesättigt und die Talsperren gut gefüllt sind. Genau so etwas zu erfassen, ist Aufgabe guten Journalismus. Der Journalist kann — wenn mit Fachkompetenz ausgestattet — die Brisanz der vorliegenden Information erkennen und schlussfolgernd die Berichterstattung gestalten. Damit kann er tatsächlich mithelfen, Leben zu retten!

Die Spitzen der deutschen Politik sind böse getroffen wurden. Die echte Katastrophe grätscht mitten hinein in die seit anderthalb Jahren selbst kreierte und unermüdlich weiter betriebene, fiktive Katastrophe, die inzwischen in ihren Auswirkungen freilich tatsächlich ebenfalls katastrophale Ausmaße angenommen hat. Aber dieser Tunnelblick der Corona-Politiker macht diese völlig hilflos gegenüber unvorhergesehenen tatsächlichen, außergewöhnlichen Ereignissen.

Wer dermaßen die Hosen herunter lässt, dem bleiben kaum Möglichkeiten, sich herauszuwinden? Oh doch — man zeigt einfach auf einen weiteren, selbst kreierten, äußeren Feind. Und man ist sich nicht zu schade, plumpe, primitive Hetze zu betreiben, um vom eigenen Versagen abzulenken. Zu diesen Versagern gehört zweifellos auch die regierungshörige Dienerschaft bei der ARD. Beim Sender, dem ich jeden Monat für seinen Propagandadreck Tantiemen abdrücke, habe ich mal ein Bild „geklaut“, einfach auch um Werbung für Menschen zu machen, die uneigennützig Flutopfern helfen, aber aus politischen Kalkül vom öffentlich-rechtlichen Sender durch den Dreck gezerrt werden (b1):

Der Tagesschau-Beitrag titelt mit Obskure „Helfer“ in Hochwassergebieten und die Macher des Pamphlets heißen Eric Beres, Judith Brosel und Christian Saathoff. Wir sollten diese Namen für eine spätere Aufarbeitung der derzeitigen Geschehnisse in Erinnerung behalten (10). Die Hetze bei der ARD hat System und sie kriecht dabei devot vor der Politik (11).

Die Betroffenen in den Hochwassergebieten werden es einzuordnen wissen, wenn Politiker und Medien die Katastrophe für ihre Corona-Plandemie ausschlachten und statt echter tatkräftiger Hilfe (siehe Friedensfahrzeuge im Bild oben) mit „Impfbussen“ „helfen“, sagen wir es treffender, Pharmawerbung betreiben (12). Die unverhüllte, fakten- wie wissenschaftsfreie Propaganda der Massenmedien, die in der Sorge gipfelt, dass es in den Hochwassergebieten zu „Superspreader-Ereignissen“ und Mangel an FFP-2 – Masken kommen könnte, ist ein treffliches Angebot an aufwachende Menschen, um zu erkennen, wie sie von der Politik nach Strich und Faden betrogen werden (13).

Die Plandemie ist längst ohne Weiteres durchschaubar. Freilich muss es uns zuvor gelingen, die eigene Fehlbarkeit anzuerkennen. In diese ist der allzu bequeme Glauben an die Betrüger eingebettet, die uns mit Lügen und Spaltungsversuchen in den Wahn von Egoisten und/oder pathologisch Auffälligen zwingen möchten. Hervorragende Vertreter von Regierung und Institutionen, ausgesuchte Politiker und Funktionäre betrügen uns fortwährend und offenkundlich. Diese Leute, welche eine Solidargemeinschaft predigen und das komplette Gegenteil tun, haben Namen: Angela Merkel und Markus Söder, Jens Spahn und Lothar Wieler, Christian Drosten und Karl Lauterbach, Uwe Janssens und Gernot Marx, Klaus Reinhardt und Frank Ulrich Montgomery, Helge Braun und weitere. Sie leben undemokratisches, korrumpiertes, von privaten Interessen geleitetes Verhalten vor. Ihnen geistig zu folgen, halte ich für blind wie würdelos. Aber diese Leute dürfen ihr antisoziales Verhalten ohne Unterlass in den Medien verbreiten.

Das Leben von Machtstrukturen macht inkompetent. Irgendwann überlebt es sich und zerbricht an seinen Widersprüchen. Aber bis dahin kann es viel Leid und Zerstörung erzeugen. Wir müssen die Dinge aber nicht sich selbst überlassen. Dazu bedarf einer aktiven Rolle, eine die vom Glauben an die Einflüsterungen anderer abgeht, hin zum Glauben an sich selbst, gespeist durch Wissen, in dessen Erlangung man selbstverantwortlich investiert hat. Eigenes Wissen, das man auch weiterhin kritisch, skeptisch hinterfragt.

Querdenken ist nicht gefährlich in diesen Zeiten, sondern ganz im Gegenteil unbedingt erforderlich, wenn wir eine Gesellschaft des Miteinanders, echter solidarischer Hilfe und gelebter Empathie anstreben möchten.

Liebe Leser, bleiben Sie bitte schön aufmerksam.

Nachtrag am 31. August 2021: Passend zum weiter oben behandelten Warnprozedere des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hat selbiges Vorwürfe zurückgewiesen, seine Warnungen wären ungenau gewesen:

Deutscher Wetterdienst weist Aussagen zurück

Stellungnahme zur Warn- und Beratungsaktivität für das Land Nordrhein-Westfalen während des Tiefs „Bernd“ im Juli 2021

Ausgabejahr 2021
Datum 25.08.2021

„Offenbach, 25. August 2021 – Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat den „Zweiten fortgeschriebenen Bericht zu Hochwasserereignissen Mitte Juli 2021 (zur Landtags-Vorlage 17/5485)“ des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen vom 25. August 2021 zur Kenntnis genommen. Der DWD weist die im gesamten Abschnitt 4.1.2. „Deutscher Wetterdienst (DWD)“ auf den Seiten 16 bis 21 aufgeführten Aussagen zu möglichen unpräzisen Warnungen zurück und nimmt nachfolgend dazu Stellung. Darüber hinaus wird diese Pressemitteilung um einen gesonderten und detaillierten Bericht zur Warnchronologie ergänzt.

Insbesondere aus der Warnchronologie (siehe Abbildung) wird ersichtlich, dass das Ereignis meteorologisch erkennbar und vorhersagbar war: Schon frühzeitig warnte der DWD vor länger anhaltenden, gewittrig und mit Starkregen durchsetzen Niederschlagsereignissen mit bisher in der Region zuvor kaum dagewesenen Niederschlagsmengen von mehr als 100l/m², teils bis 200l/m² in 48 Stunden und in einer großen Fläche (nicht punktuell wie für einzelne Gewitter typisch). Die Schwierigkeit bei so einer Wetterlage ist allerdings die punktuelle Vorhersage, wo genau sich Gewitter- und Starkniederschlagsereignisse einstellen werden und ob sie gegebenenfalls mehrfach denselben Ort, dasselbe Gebiet treffen werden.

Diesem Umstand trug allerdings das Warnmanagement des DWD in vollem Umfang Rechnung:

1. Bereits am 11. Juli 2021, 11.00 Uhr, wies der DWD in einer Vorabinformation auf die Dimension der Lage mit bis zu 200 l/m² innerhalb von 60 Stunden hin, gleichzeitig wurde auf die Unsicherheit der Lokalisation aufmerksam gemacht.

2. Die Unwetterwarnung vor EXTREM ERGIEBIGEM DAUERREGEN von Dienstag, 13. Juli 2021, 9:40 Uhr nannte erneut Mengen von bis zu 180l/m² incl. dem Hinweis auf mögliche Gefahren.

3. In der Unwetterwarnung vor EXTREM ERGIEBIGEM DAUERREGEN von Dienstag, 13. Juli 2021, 10:31 Uhr wurde nochmals eindringlich hingewiesen auf: „mehrere, teils gewittrige Starkregengebiete. Dabei können lokal größere Unterschiede in den Niederschlagsmengen auftreten. Regenmengen von 30 bis 70 l/qm können dabei teils in wenigen Stunden fallen, Mengen um 30 l/qm auch in kurzer Zeit. Akkumuliert sind bis Donnerstagfrüh 80 bis 180 l/qm möglich, punktuell können auch Mengen über 200 l/qm nicht ausgeschlossen werden.“

Das bestehende Beratungsangebot des DWD mit direktem Austausch wurde nach den uns vorliegenden Informationen augenscheinlich zu wenig genutzt.“ (14)

Dem ist nichts hinzuzufügen.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.

(1) 14.08.2012; Die Welt; Michael Stürmer; Als Schröder Stoiber im Hochwasser versenkte; https://www.welt.de/politik/deutschland/article108607179/Als-Schroeder-Stoiber-im-Hochwasser-versenkte.html

(2) DWD; Wir über uns; https://www.dwd.de/DE/derdwd/derdwd_node.html; abgerufen: 23.07.2021

(3) 14.07.2021; DWD; Wetterwarnung für Nordrhein-Westfalen am 14. Juli 2021; https://web.archive.org/web/20210714122256/https://www.dwd.de/DE/wetter/vorhersage_aktuell/nordrhein_westfalen/vhs_nrw_node.html; (Wayback Machine), abgerufen: 23.07.2021

(4, 4i) 13.07.2021; DWD; Unwetterwarnung für Nordrhein-Westfalen vom 13. Juli 2021; https://web.archive.org/web/20210713213833/https://www.dwd.de/DE/wetter/vorhersage_aktuell/nordrhein_westfalen/vhs_nrw_node.html; (Wayback Machine), abgerufen: 23.07.2021

(5) 20.07.2021; ARD-Tagesschau; Jakob Mayr; Wer wusste wann was?; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/hochwasser-flutbehoerde-europa-101.html

(6) 21.07.2021; DWD; Hydro-klimatologische Einordnung der Stark- und Dauerniederschläge in Teilen Deutschlands im Zusammenhang mit dem Tiefdruckgebiet „Bernd“ vom 12. bis 19. Juli 2021; https://www.dwd.de/DE/leistungen/besondereereignisse/niederschlag/20210721_bericht_starkniederschlaege_tief_bernd.pdf?__blob=publicationFile&v=6

(7, 7i) 12.07.2021; ARD-Tagesschau; Startseite —Inland, entnommen bei Wayback Machine: https://web.archive.org/web/20210712112240/https://www.tagesschau.de/Inland/

(8) 13.07.2021; ARD-Tagesschau; Startseite —Inland, entnommen bei Wayback Machine: https://web.archive.org/web/20210713022918/https://www.tagesschau.de/Inland/

(9) 14.07.2021; ARD-Tagesschau; Startseite —Inland, entnommen bei Wayback Machine: https://web.archive.org/web/20210714163531/https://www.tagesschau.de/inland/

(10) 20.07.2021; ARD-Tagesschau; Eric Beres, Judith Brosel, Christian Saathoff; Obskure „Helfer“ in Hochwassergebieten; https://www.tagesschau.de/investigativ/swr/hochwasser-helfer-querdenker-103.html

(11) 24.07.2021; ARD-Tagesschau; THW-Helfer beschimpft und angegriffen; https://www.tagesschau.de/inland/thw-angriffe-flutgebiete-101.html

(12) 20.07.2021; ARD-Tagesschau; Sorge vor Corona-Ausbrüchen; https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/hochwasser-katastrophengebiete-corona-101.html

(13) 22.07.2021; Nachdenkseiten; Jens Berger; „Man kann nicht nur diskutieren, man muss auch mal ‘ne Schippe in die Hand nehmen“; https://www.nachdenkseiten.de/?p=74521

(14) 25.08.2021; DWD; https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2021/20210825_dwd_stellungnahme_kritik_news.html

(b1) Friedensbewegung, Friedensfahrzeug, ARD-Tagesschau; 20.07.2021; https://www.tagesschau.de/investigativ/swr/hochwasser-helfer-querdenker-103.html

(Titelbild) Hochwasser, Flut, Verkehrsschild; Autor: Hermann Traub (Pixabay); 02.06.2013; https://pixabay.com/de/photos/hochwasser-schild-untergang-wasser-392707/; Lizenz: Pixabay License