Nicht der zweifellos vorhandene Intellekt steuert die hässliche, ja bösartig gefärbte Empörung des Imre Grimm.


Den — sich auch selbst so verstehenden — Edelfedern im Meinungsbetrieb der Massenmedien geht inzwischen völlig ab, wie sich die Realität in Deutschland darstellt. Oder fehlte diesen Leuten schon zuvor die für Sichten außerhalb von Schwarz-Weiß-Denken notwendige, innere, reflektierende Einstellung? Ausgewählte Vertreter der Zunft, wie eben Imre Grimm, leiden unter ihrer Unfähigkeit, Kritik zu üben. Kritik an sich selbst, achtsam und tiefgründig vorgenommen, ist die notwendige Voraussetzung, um diese den Mitmenschen gegenüber äußern zu können. Wenn Menschen das nicht vermögen, dann sind sie innerlich oft gespalten, und ihr leicht verletzbares Ego spaltet dann auch im Außen.


Imre Grimm ist intelligent und wissend, wortgewandt und mit einem recht starken Hang zur Satire ausgestattet (1). Er ist in Hannover geboren und dort hat sich offenbar seine gesamte weitere Biografie abgespielt. Er hat einige Jahre Germanistik und Geschichte an der Leibniz Universität in Hannover studiert. Ein akademischer Abschluss blieb ihm versagt, ist aber kein Gradmesser. Sein erster Arbeitgeber war die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), die größte Tageszeitung in Niedersachsen. Ein Jahr lang volontierte Grimm bei dem Blatt, um danach 15 Jahre als Redakteur für die HAZ zu arbeiten. Dabei avancierte er im Jahre 2005 zum Leiter des Medienressorts (2).

2013 wechselte Imre Grimm zum Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). HAZ wie RND haben ihren Sitz in der niedersächsischen Landeshauptstadt. An dieser Stelle können wir festhalten, dass Grimm nach seinem Studienabbruch eine ziemlich geschmeidige Karriere hingelegt hat, in der er sich gut aufgehoben fühlte. Dies erweckt auch nicht den Eindruck, dass er beruflich jemals besonders experimentierfreudig gewesen wäre. Er hatte und hat ein sicheres Auskommen (2i). Das ist wahrlich nicht zu verurteilen. Schließlich ist das Bedürfnis nach Sicherheit mehr oder weniger stark in allen von uns ausgeprägt. Das lässt sich jedoch leider auch ausnutzen.

Wie gesagt, meint der Redakteur Imre Grimm, einen Faible für Satire zu besitzen. Seine Satire trifft jedoch nicht wirklich die brennenden Probleme unserer Gesellschaft. Wenn es jedoch darum geht, die zu veröffentlichende Meinung — ja, Meinung, nicht Information — unters Volk zu bringen, dann ist der Mann zur Stelle. Und zwar ohne, dass ihn der Auftraggeber dafür instruieren müsste. Die Instruktionen sind nämlich bereits verankert, in Grimms Weltbild, dass sich nach den Prinzipien des Overton-Fensters verschiebt und somit immer das im Sinne der Meinungsherrschaft Richtige verinnerlicht und ausdrückt.

Imre Grimm hat ja im Jahre 2013 — als er von der HAZ zum RND wechselte — nicht wirklich etwas Neues gewagt. Er blieb eingebettet, bezahlt von ein und demselben Arbeitgeber. Schließlich gehören HAZ wie RND zur Madsack Mediengruppe. Das ist der immerhin viertgrößte deutsche Medienkonzern. Nicht nur in Niedersachsen laufen viele Blätter unter seiner Flagge, auch eine ganze Reihe weiterer Traditionsblätter anderswo sind in den Konzern eingegliedert worden — in Nachwendezeiten teils unter freundlicher Mithilfe der Treuhand (3).

Grimms Wechsel zum RND fiel mit der Gründung des Netzwerkes zusammen. Madsack-Konzernsprecher Dülfert argumentierte damals, auf diese Weise

„überregionale Inhalte in einer besseren Qualität bieten [zu können], als eine einzelne Regionalzeitung sie allein liefern könnte“ (4).

Wenn heute ein Leser der HAZ bei überregionalen Themen feststellt, dass in der Leipziger Volkszeitung oder in den Dresdner Neuesten Nachrichten oder in der Märkischen Allgemeinen oder, oder, oder … das gleiche steht wie in seinem Hausblatt, dann hat er unbewusst mehrere Dinge erfasst. Nicht nur werden Informationen der gleichen Art auf die Blätter verteilt, sondern auch — und das ist viel entscheidender — Meinungen, Stimmungen, Emotionen.

Als Imre Grimm den lukrativen Posten beim RND bekam, fiel er praktisch nach oben. Wie wir heute sehen, waren es ganz offensichtlich nicht nur seine redaktionellen Fähigkeiten, die ihn interessant für seinen Arbeitgeber machten. Wie übrigens auch die dpa (Deutsche Presse Agentur), beschränkt sich das RND eben nicht auf die zentrale Sammlung von Informationen, um diese dann an an die Blätter von Madsack zu verteilen. Das Netzwerk verbreitet vor allem Meinungen. Es vermischt gezielt ausgewählte Informationen und Meinungen und genau an dieser Stelle kommt die wichtige Rolle des Imre Grimm ins Spiel.

Weil man halt geeignete Menschen benötigt, um Stimmungen zu erzeugen und zu verbreiten. Diese Persönlichkeiten leben in sehr starken Überzeugungen, haben sich Weltsichten zugelegt, die stark auf Glauben und weniger auf Hinterfragen ausgerichtet sind. Damit sind Feindbildern in den Köpfen der Betroffenen Tür und Tor geöffnet. Und wenn der Feind vor der Tür steht, jener der das Gefühl aufkommen lässt, in der eigenen Existenz bedroht zu sein — und wenn diese auch nur die des eigenen Egos verkörpert — dann sind alle Mittel gerechtfertigt. Dann darf beleidigt, diffamiert, ausgegrenzt, lächerlich gemacht, ja offener Hass ausgelebt werden.

Also: Bühne auf für eine bemerkenswerte Selbstspiegelung. Das hier soll Journalismus sein?

„Katastrophe für die Solidargemeinschaft Deutschland […] es ist eine Unverschämtheit […] lästern die Damen und Herren zu leiser Klaviermusik über die Angst vor dem Virus. Sie raunen Wirres. […] die sich da in überraschend schlecht geschriebenen Texten am Corona-Alltag abarbeiten […] Sie erzählen schlicht dummes Zeug. Sie ätzen gegen die Medien, sie unterfüttern munter den saublöden Irrtum, es sei unmöglich in diesem Land, eine eigene Meinung zu entwickeln.“ (5)

Wer nicht informiert ist, um wen es Herrn Grimm eigentlich geht und nun den Drang verspürt, auf die Suche zu gehen, dem möchte ich sagen: Es ist völlig egal, um wen es hier geht. Zu erkennen gilt, dass diese Art und Weise der Auseinandersetzung mit anderen Meinungen ein Unding ist. Richtiger gesagt, stellt sich Grimm ja auch gar nicht anderen Meinungen, sondern greift direkt die Menschen an, welche, nun ja, schlicht nicht seiner Meinung sind.

Das RND hat sich selbst einen Persilschein ausgehändigt und den Beitrag des Imre Grimm als Kommentar gekennzeichnet. An der verhängnisvollen Wirkung auf die Leser ändert das rein gar nichts. In der Regel fällt diesen der Unterschied zwischen Meinung und Nachricht nicht auf, Grimm wohl auch nicht. Was der Mann tut, lässt sich ein einem Wort zusammenfassen und das heißt Hetzen (alle Hervorhebungen durch Autor):

„Kurz: Sie bedienen vollständig und vorsätzlich das Narrativ all der Schwurbler und Verschwörungstheoretiker, die die Tatsache, dass sie ihren Egoismus kurz mal beiseiteschieben sollen, mit einer Grundrechtsverletzung von epischem Ausmaß verwechseln. […] ventiliert die uralte Mär von den gleichgeschalteten Medien […] raunt er in bestem Wutbürgerparlando […] die alten, öden Vorurteile von „Diktatur!“-Schreihälsen.“ (5i)

Hetzen ist eines der wichtigsten Merkmale von Propaganda, eine ganz gezielte emotionale Ausrichtung von Wahrheiten, Halbwahrheiten und Lügen, die durch die ihr innewohnende Wirkkraft jeden rationalen Inhalt überstimmt.

Imre Grimm sieht sich in der Rolle eines Redakteurs und gleichzeitig in der des Satirikers (1i). Das Problem dabei ist, dass der Satire beiwohnende Geschmack von Sarkasmus und auch Zynismus uns in Selbstgefälligkeit und Überhebung abgleiten lassen kann. Rasch entfernt man sich von der eigentlichen Sache und einer gebotenen Achtsamkeit auch gegenüber den eigenen Ergüssen. Parallel dazu wälzt man moralische Floskeln, um unüberlesbar klar zu machen, dass man auf der Seite der Guten steht. Wehe aber, wenn es die Anderen sind, die mit satirischer Überhöhung Kritik an Missständen üben.

Der Weg zur Lüge ist dann nicht mehr weit. Eine Form der Lüge ist die Verleumdung, die Unterstellung niederer Motive, die man aber mitnichten begründen kann. Imre Grimm, immerhin Leiter des Teams Gesellschaft beim RND (6), verleumdet, watend in der eigenen Wohlgefälligkeit, Kritiker der staatlicherseits betriebenen Grundrechteeinschränkungen und medizinisch unsinniger Maßnahmen der nichtpharmazeutischen Intervention. Damit lügt er auch seine Leser an und trägt Verantwortung zur immer weiter betriebenen Spaltung der Gesellschaft, wie zum Beispiel so:

„Sie machen sich lustig über Menschen, die vor Erschöpfung am Gitterbett ihres Kindes hängen und weinen.“ (5ii)

Belegen kann Grimm das nicht. Ja klar, es ist ja „nur“ eine Meinungsäußerung. Nein, das ist es nicht, es ist das Aufhetzen von Menschen gegen andere Menschen. Auch wenn viele Zeitgenossen noch immer abwehrend die Hände heben, wenn man mit solchen Vergleichen kommt, sollten wir die immer offensichtlicheren Parallelen zu dunklen Kapiteln der deutschen Vergangenheit nicht ignorieren:

Die jüdische Bevölkerung hat man im Dritten Reich mit genau diesen Mitteln — der Unterstellung moralisch niederträchtig und gewissermaßen unmenschlich zu sein — entmenschlicht. Vor der physischen Misshandlung und schließlich Ermordung dieser Menschen hat man vor allem mit latenter Angstmache die Bereitschaft in den Köpfen ihrer Mitmenschen entwickelt, dass so etwas bei bestimmten Gruppen aufgrund besonderer Umstände ausnahmsweise legitim wäre. Enorm wirkmächtige, emotionale Aussagen wie Grimms Obige, haben dafür den Weg freigemacht.

Auch im folgenden Zitat verleumdet Imre Grimm, der sich so gern als Satiriker sieht, „echte“ Satire aber nur seinem Weltbild zugesteht (Hervorhebung durch Autor):

„Sie mokieren sich voller Häme über jene, die die Maßnahmen gegen Corona möglicherweise auch nicht durchgehend logisch, verständlich, supertoll und wirkungsvoll finden, die aber immerhin bereit sind, ihr Ego für ein paar Monate zurückzustellen.“ (5iii)

Nun, mit dem „Ego für ein paar Monate zurückstellen“: Anfangs waren es ein paar Wochen und bald könnten es ein paar Jahre sein. Wer hier tatsächlich sein Ego nicht zurückstellt, ist schwer zu übersehen. Alles was Grimm da raus lässt, ist emotional höchst aufgeladen und vom Standpunkt der eigenen moralisch-ethischen Reinheit geprägt.

Auch die folgende Meinung umhüllt eine Verleumdung, freilich eine, die dem Imre Grimm selbst eher nicht bewusst geworden sein wird, auch nicht im Nachgang. Es wäre schön gewesen, wenn er es bei dem versprochenen einen Satz belassen hätte. Hier widerlegt er ein Narrativ. Allerdings haben dieses die von ihm „Kritisierten“ überhaupt nicht aufgestellt. Die attackierte Künstlergruppe weiß sehr wohl um kritische Berichte in den Medien, dort liegt aber nicht der Fokus ihrer Kritik:

„Dazu nur ein Satz: Wer so redet, offenbart lediglich, dass er offenbar seit Monaten darauf verzichtet, auch all die nachdenklichen, selbstkritischen und abwägenden Berichte in klügeren Blättern zur Kenntnis zu nehmen, die es zuhauf gegeben hat.“ (5iv)

Was aber findet sich inhaltlich im Kommentar des RND-Arbeitnehmers? Was wirft er denn den Angefeindeten ganz konkret vor? Die Antwort ist verblüffend simpel: Er wirft ihnen konkret überhaupt nichts vor!

Er ist nirgends konkret, kommt niemals zur Sache. Statt dessen — Entschuldigung Herr Grimm, dass ich eine Ihrer Lieblingskampfbegriffe mal aufnehme — schwurbelt er. Wenn ich mir versuche vorzustellen, was Schwurbeln sein soll, dann passt es ganz gut zu dem hier:

„Können sich verdiente Künstler so dermaßen in wattigen Gedankengebäuden verirren? Es gibt nur zwei Möglichkeiten, warum man als privilegierter Star den Applaus von Schwurblern und Spinnern in Kauf nimmt: Entweder, man ist gelangweilt, naiv und schlecht informiert. Oder man denkt genauso wie sie. (5v)

Daraus schlussfolgert der Redakteur und Satiriker Imre Grimm:

„Beides wäre verheerend und ist dieser Teilelite der deutschen Schauspielzunft unwürdig.“ (5vi)

Die Frage dies sich da stellt ist nur: Wenn all sein Gemotze jeder Grundlage entbehrt und letztlich ausschließlich seiner schwer auszuhaltenden moralischen Überhebung geschuldet ist? Welchen Wert hat seine Schlussfolgerung – keinen? Ganz im Gegenteil: Emotional ist der Wert leider gar nicht hoch genug einzuschätzen, denn die Rhetorik der Schlussfolgerung wird vom Lesenden als Wahrheit aufgenommen! Leute mit Medienkompetenz sind sich solcher Zusammenhänge sehr wohl bewusst.

Der Beginn dieser Meinungsäußerung des Herrn Grimm war mit einem Versprechen verbunden. Aber auch dieses ist nur vorgetäuscht und auch solcher Mechanismen müssen sich medienkompetente Journalisten und Redakteure immer bewusst sein. Die Überschrift zum Kommentar lautete nämlich:

„Stars gegen den Lockdown: Warum die Aktion „Alles dichtmachen“ eine Verhöhnung der Corona-Toten ist“ (5vii)

Diese wirklich bösartige Behauptung, die unverhüllt sucht, den Leser ins eigene Boot zu holen, wird im Kommentar selbst nicht ansatzweise, besser rein gar nicht bewiesen. Die emotional wirkende Unterstellung in der Überschrift wird vom Medienkonsumenten trotzdem als vermeintliche Wahrheit aufgenommen, sie wird geglaubt. Wenn Medien sich im Krieg sehen — natürlich nur und immer für das Gute — kann so etwas einfach nicht ausbleiben.

Zum Abschluss ein Zitat des Imre Grimm, dem ich gern zustimme:

„Corona ist eben auch eine Übung in Medienkompetenz. Um nicht zu sagen: in Klugheit.“ (5viii)

Nun denn, Herr Grimm, das ist durchaus richtig. Doch haben Sie etwas vergessen, was der Erlangung von Medienkompetenz vorausgeht. Üben Sie sich zuerst in Mut, um von Ihren Feindbildern abzulassen. Sonst werden diese Ihnen auch weiterhin jeden Zugang zu echter Medienkompetenz verwehren. Aber Vorsicht: Das könnte Ihre bislang so geradlinig, geschmeidig verlaufene Karriere ernsthaft gefährden.

Wenn Sie sich ein Bild von Jenen machen wollen, die ein RND-Redakteur geradezu hysterisch zu verunglimpfen sucht, vor allem aber, wenn Sie sich über das Anliegen der Angefeindeten informieren möchten, dann ist es sicher angebracht, deren Webseite zu besuchen: https://allesdichtmachen.de/; siehe auch:

Liebe Leser, bitte bleiben Sie achtsam und fassen Sie Mut.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.

(1) 07.12.2011; langeleine.de; „In jedem Zeitungsredakteur schlummert ein kleiner Satiriker, der ans Licht will und Quatsch machen“; http://www.langeleine.de/?p=11328

(2) Wikipedia; Imre Grimm; https://de.wikipedia.org/wiki/Imre_Grimm#Leben; abgerufen: 24.04.2021

(3) Wikipedia; Madsack Verlagsgesellschaft, Geschichte; https://de.wikipedia.org/wiki/Verlagsgesellschaft_Madsack#Geschichte; abgerufen: 24.04.2021

(4) Wikipedia; Madsack Verlagsgesellschaft, Konzernumbau 2018; https://de.wikipedia.org/wiki/Verlagsgesellschaft_Madsack#Konzern-Umbau_Madsack_2018; abgerufen:24.04.2021

(5 bis 5viii) 23.04.2021; RND; Imre Grimm; Stars gegen den Lockdown: Warum die Aktion „Alles dichtmachen“ eine Verhöhnung der Corona-Toten ist; https://www.rnd.de/medien/stars-gegen-den-lockdown-warum-die-aktion-alles-dicht-machen-ein-verhohnung-der-coronatoten-ist-RKIJZZ5B45F77FSSJHASP7FF5M.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

(6) RND; Imre Grimm; https://www.rnd.de/autoren/imre-grimm/; abgerufen: 24.04.2021

(Titelbild) Spaltung, Geist, Reflexion; Autor: Gerd Altmann (Pixabay); 07.03.2019; https://pixabay.com/de/illustrations/wahrnehmung-psychologie-gesicht-4039508/; Lizenz: Pixabay License

Von Ped

20 Gedanken zu „Ein Redakteur als Spalter“
  1. Der Herrn Imre Grimm, den Sie hier hervorholen, war mir bisher kein Begriff – was mir auch wirklich nicht gefehlt hat.

    Es ist ein erstaunliches Phänomen dieser Zeit, dass von gewissen Kreisen eine Moral eingefordert wird, der nie jemand zugestimmt hat, die es überhaupt nicht gibt. Ich habe nirgends unterschrieben, dass wenn vielleicht, möglicherweise irgendjemandem irgendwie (nicht durch mich!) Gefahr drohen könnte, ich deswegen mein normales Leben einstellen müsste, „mein Ego zurück stellen“ müsste, meiner demokratischen Grundrechte beraubt werden dürfte, mein Leben in weiten Teilen völlig auf den Kopf stellen müsste, ich dem Staat massive Übergriffsrechte zugestehen müsste, ….

    Wir haben also
    a) ein gewisser Personenkreis der behauptet, er dürfe die Realität alleine definieren, jeder der die Realität anders wahrnimmt ist für diesen Personenkreis nicht einfach nur anderer Meinung, sondern ein „Leugner“ ja, faktisch ein Feind
    b) dieser Personenkreis nicht nur unangefochten die Realität definieren will, sondern auch noch alle daraus folgenden Konsequenzen, Folgerungen, Maßnahmen, Haltung, Einstellungen, Maßgaben nach seinem Gutdünken bestimmen will (selbst wenn man annimmt, es würde eine Seuche grassieren, dennoch sind die Maßnahmen idiotisch falsch – und das ist meine völlig demokratisch zu akzeptierende Meinung: Grundrechte dürfen niemals, unter keinen Umständen, zur Disposition stehen, auch nicht in einer Notlage, denn sonst ist politischer Willkür Tür und Tor geöffnet indem derjenige, der es kann, nach belieben eine Notlage heraufbeschwört oder herbeiführt!)

    Kurz: das, was diese Kreis von Influenzern ala Grimm versucht, nennt man im US-amerikanisch-denglischen die Einrichtung einer „Full-Spektrum-Dominanz“ über Wahrnehmung, Weltsicht und Weltanschauung ALLER MENSCHEN einer Gemeinschaft.

    Das ist das Ziel dieser Clique.

    Fällt denen die Arroganz und Hybris solch einer Zumutung an alle anderen Menschen eigentlich wirklich gar nicht mehr auf?

    Ein kleines Bausteinchen zu den Infos zu dem meinungsstarken Grimm: er ist auch noch als Laienprediger unterwegs. Passt das nicht hervorragend? Satiriker und Laienprediger. Es gibt auch noch andere ähnlich hervorragend passende Beschäftigungen: Hofnarr und Henker, Papst und Bordellbetreiber, Ökoaktivist und Ölschieferabbau-Unternehmer, …

    … und Pfarrer, die Kanonen segnen wurden auch schon immer gebraucht.

    Es fällt wirklich auf, wie diese Clique, die die Definitionsmacht über alles an sich gerissen haben, vor Selbstgefälligkeit und Selbstüberhöhung einfach nur noch triefen und eine übel riechende Spur hinter sich herziehen. Eine Figur wie Steinmeier ist wahrlich das Abziehbild solcher bräsig Selbstgerechten, die heute bei uns das hässliche Bild bestimmen.

  2. “Corona ist eben auch eine Übung in Medienkompetenz. Um nicht zu sagen: in Klugheit.”
    Ja, da stimme ich auch voll und ganz zu. Oder wie Lisa Fitz sagte: Es ist ein Intelligenztest.
    Zwar gab es da auch schon vorher einiges zu üben, aber jetzt wäre Medienkompetenz / Propagandaerkennung unerlässlich – und wenn man sich mit einigen Themen / Narrativen im orwellschen Sprech schon beschäftigt hat (z.B. Angriffskriege sind humanitäre Interventionen etc.), dann erkennt man schon relativ leicht die Muster.
    Leider noch zu wenige, aber immer mehr, was doch noch Hoffnung macht. Die meisten Menschen in unserem ländlichem und Handwerkerumfeld inklusive der meisten Kunden glauben nicht an das Pandemie-Märchen.
    Ich mache auch mal bei mdrfragt mit. Da gab es jetzt eine Umfrage zu Medien und ob die Politik nicht „FakeNews“ mehr und strenger bekämpfen müsse – meine Antwort „den Teufel mit Beelzebub auszutreiben hat noch nie geklappt“. Ich rate den Redakteuren dort immer auch, sich sachkundig zu informieren, z.B. statistisches Bundesamt, destatis (der Beitrag sollte doch bei den Gebühren möglich sein) oder auch RKI-insbesondere AGInfluenza. Leider gab es noch keine Rückmeldung – habe ich auch nicht erwartet. Aber genau wie bei Flyern und anderen Aktionen trifft ein Pfeil vielleicht doch.

  3. Herr Ped, heute ist der 26.04.2021 es ist für längere Zeit oder für immer, der Tag angebrochen, an dem ich solche „Spalter“ oder RECHTHABER wie Sie, nicht mehr lese. Ich habe Sie geschätzt und ja, teilweise auch bewundert. Respekt gegenüber Ihrer Arbeit gezeigt. Das wahr ehrlich. Ich habe Sie jedoch mit der Zeit als einen RECHTHABER erlebt, der andere Meinungen niedermacht. Sie sind meiner Meinung nach nicht besser wie diejenigen, welche Sie kritisieren. Sie haben meiner Meinung nach, keine menschliche Größe auf Kritik einzugehen. Sie sind keine, aber keine Spur beßer wie die, welche Sie kritisieren. Im Gegenteil Sie spalten sogar jene, welche auf Ihrer Seite sind.

    1. Kann der Nino vielleicht für uneingeweihte irgendwie begreiflich machen, was ihn umtreibt? Ich seh nur eine „beleidigte Leberwurst“ sich auskotzen …. Entschuldigung, aber das ist einfach nur eine Rückmeldung auf eine ziemliche dicke Wurst („Rechthaber, Meinung niedermachen, nicht besser, keine menschliche Größe, Sie spalten, …“)


      Vorsicht, die Freischaltung dieses Kommentars von Nino (nach einem Dutzend durchaus beleidigenderer als dem Vorliegenden, die ich aber nicht freigeschaltet habe) ist nicht dazu gedacht, dass wir uns jetzt daran abarbeiten. Es ist eine Lektion in Achtsamkeit.
      Der Autor hat ja auch versprochen, (vorerst) nicht weiter auf dem Blog zu kommentieren. Diese Auszeit könnte auch für ihn selbst sehr nützlich sein.
      Herzlich, Ped

      1. ät Ped, So etwas zur Einordnung ist aber dann schon wichtig. Was hat denn Nino für ein Problem? Aber lassen wir das lieber … ich vermute nicht, dass das irgend jemanden weiterbringen würde.

    2. Ihr Kommentar erstaunt mich, kenne ich doch keine Blogseite deren Betreiber so vorsichtig und umgänglich versucht alle Meinungen zu betrachten und zu kritisieren, wie Herr Frey.

      MfG

  4. Das sind die Früchte des Wirkens eines Herrn Grimm, Herrn Matthes, gewisser WDR-Inquisitoren und CO:

    „Von einigen Leuten, deren Videos nicht mehr online sind, weiß ich, dass die komplett hinter der Aktion stehen und das wahnsinnig wichtig finden, aber die Kinder werden bedroht und sie möchten das Video deswegen erstmal nicht mehr online haben. (…)“

    https://www.n-tv.de/leute/Regisseur-von-allesdichtmachen-Dietrich-Brueggemann-Wir-unterwerfen-uns-absurden-Regeln-article22512402.html

    Wegen den angeblich so schrecklichen „Corona-Toten“ wird nicht nur ein Gesellschaft ruiniert, Nein, es werden andere Tote billigend in Kauf genommen und früher oder später werden auch im Namen der angeblich zu verhindernden „Corona-Toten“ Morde geschehen – wenn das nicht schon längst der Fall ist.

    Ein so bis in die höchsten Ebenen verrottete Gesellschaft – oder sind es eben nur diese höchsten Ebenen die da rotten? Der Fisch stinkt ja vom Kopf her …

  5. Und auf das zigfachste schon wieder öffentlich, nachvollziehbar und eindeutig erwiesen, dass Steinmeiers „Corona-Toten-Gedenken“ und alle Maßnahmen, auf nichts als Spekulation, Behauptung, Angst, Panik und „Eminenz“ beruht – aber auf keinerlei Fakten, auf keinerlei Evidenz:

    https://multipolar-magazin.de/artikel/rki-krisenstab-offenlegen

    „Der Krisenstab wurde demnach bereits am 6. Januar 2020 einberufen – zu einem Zeitpunkt, als in der öffentlichen Kommunikation des RKI, und auch der Bundesregierung insgesamt, noch keine Rede vom Coronavirus war. “

    Also ein „Krisenstab“ zu einem Zeitpunkt, als nur Menschen von einer „Krise“ wissen konnten, die eine solche absichtsvoll PLANEN!

    „Die entscheidende Frage allerdings bleibt offen: Aufgrund welcher Fakten haben diese Personen, mit den Behördenleitern Prof. Dr. Lothar Wieler und seinem Stellvertreter Prof. Dr. Lars Schaade an der Spitze, am Dienstag, dem 17. März 2020 entschieden, die Risikobewertung mit Blick auf das Coronavirus in Deutschland von „mäßig“ auf „hoch“ anzuheben?

    Diese Entscheidung, gefällt sechs Tage, nachdem die WHO eine Pandemie ausgerufen hatte, ermöglichte es der Bundesregierung überhaupt erst, am folgenden Sonntag, dem 22. März, den ersten Lockdown auszurufen. Bei einer amtlich beurkundeten lediglich „mäßigen“ Gefahr wäre das kaum denkbar gewesen. Der RKI-Krisenstab hat der Regierung somit erst den Freifahrtschein für einen Lockdown ausgestellt – mit allen bekannten Folgen. Da sich sämtliche amtlichen Stellen und Gerichte seither auf diese Risikobewertung berufen, ist vollständige Transparenz in dieser Frage dringend erforderlich.

    […]
    Das RKI ist allerdings bis heute nicht in der Lage, konkrete Kennziffern zu nennen, die die Änderung der Risikobewertung begründet haben sollen.“

    Ein Offenbarungseid … der wohl Aberhundertste inzwischen.

    Aber die veröffentlichte, „Herrschende Meinung“ nimmt all dies gezielt und bewusst und absichtsvoll nicht zur öffentlichen Kenntnis und verleumdet und verfemt alle, die auf das Offensichtliche hinweisen: die Kaiserin ist hässlich und NACKT!

  6. Hier Norbert Häring zu der Video-Aktion der Schauspieler:

    https://norberthaering.de/news/allesdichtmachen/

    „Das verschärfte Infektionsschutzgesetz hat die tot geglaubte Satire wiederbelebt. Dafür danke. 53 Schauspielerinnen und Schauspieler bedanken sich in kurzen Videos bei der Bundesregierung für ihren heldenhaften Einsatz gegen das Virus. 24. 04. | Die Reaktion der Verteidiger der Corona-Politik ist, wie zu erwarten, sehr heftig und zeigt Wirkung.“

    „Nachtrag (23:45 Uhr): Ich verbeuge mich tief vor den 41 Schauspielern, deren Videos auch heute Nacht noch online sind, nach einem Tag der Frontalangriffe auf allen Kanälen. Danke für Ihre Standfestigkeit. Einige der Videos sind vorweggenommene Antworten auf die vielen hinterhältigen Figuren, die meinen, sie könnten Kritik an allem für unanständig erklären, was auch von der AfD kritisiert wird.“

    „Hinterhältige Figuren“, ja, das sind die, die heute überall reichweitenstark Moral predigen mit schäumendem Mund. Ich sage sogar stinkendes, mieses, abgrundtief widerliches Pack zu diesem Willfährigkeits-Büttel-und-Prügel-Personal.

  7. Die Politik scheint mir aktuell wie ein Kasperltheater. Und die Medien spielen dabei das begeisterte Kinderpublikum, das fröhlich auf das „Seid ihr alle da?“ mit „Jaaa!“ antwortet, und auf die Frage „Wo ist das böse Krokodil?“ mit „Dort, in der rechten Ecke!“, „Aufpassen!“, „Vorsicht, es kommt!“ begeistert Rückmeldung und Bestätigung für das Tun und Geschehen auf der Bühne liefert – statt erwachsene Distanz zu üben und kritisch hinzusehen.

    Das, was wir gerade abgeliefert bekommen, von erwachsenen Menschen, ist nur noch unwürdig und beschämend.

  8. Clemens Heni, der mir zwar nicht ganz grün ist mit seiner nach wie vor völlig naiven Haltung bezüglich dem, was heute unter „links“ läuft, was sich heute als „Antifa“ bezeichnet (und das bei einem Dr. phil.!), seiner zu vermutenden naiven Faschismus-Analyse (Faschismus müsse danach wohl auf der Straße bekämpft werden, davon lebt ja der Aktionismus der von ihm unterstützen „Antifa“ einzig und alleine), seiner Nähe zu dem mE überaus dubiosen Peter Nowak, …, findet aber auf seiner Seite erfreulich klare Worte zu der Schauspieler-Aktion:

    https://www.clemensheni.net/es-lebe-der-demokratische-sozialismus-von-jan-josef-liefers-von-1989-und-es-lebe-allesdichtmachen/

    und vorhergehende Beiträge auf seiner Seite.

    „Der totalitäre Shitstorm gegen #allesdichtmachen zeigt, wie exakt diese Aktion den elenden deutschen Mainstream mitten ins Herz getroffen hat. Die Wahrheit, die Heuchelei, das Goutieren der weltweit gesehen Millionen “Kollateraltoten” sind jetzt auf dem Tisch und niemand kann das mehr wegwischen.“

    Auch Klaus-Peter Kurch und Barth-Engelbart positionieren sich deutlich solidarisch:

    https://opablog.net/?s=ohne+kunst

    http://www.barth-engelbart.de/?p=227893

    Bei Arthur Aschmoneit unter anderem

    https://www.corodok.de/erklaerung-auf-allesdichtmachen/
    https://www.corodok.de/restle-aktion-abruesten/
    https://www.corodok.de/liefers-kann-es-nicht-fassen/
    https://www.corodok.de/regisseur-dietrich-brueggemann/

    wachen die „Linke“ endlich auf? Aber dafür gibt es doch kein Geld. Nur für „Maske auf – Nazis raus!“ gibt’s Cash vom lieben Onkel OpenSociety ;-(

    Hier noch Reitschuster zu Abwechslung

    https://reitschuster.de/post/nach-schauspieler-aktion-morddrohungen-und-aktionen-gegen-kinder/

    Mein Resumé: auch wenn jetzt einige einknicken, aber die Aktion ist dennoch von bisher durchschlagendster Wirkung insbesondere in der Breite.

    Danke an alle, die dabei waren oder noch sind!

  9. Es ist schon interessant, was man im Netz so alles findet. Etwa diese aufwändig ausgearbeitete Seite, auf der Maßnahmen-Kritiker mit „linker“ Rhetorik als „rechtsoffenen bis offen rechts“ orientierten Aktivisten markiert werden. Es ist sicher nicht alles falsch, was dort steht, aber allzu viel auch nicht richtig. So wird zB nicht erwähnt, dass beim angeblichen „Sturm auf den Reichstag“ (Begehung der Reichstagstreppe) diese von einer eigenständig angemeldeten, klar rechts orientierten Veranstaltung ausging, sondern bewusst lügnerisch behauptet, der „Sturm“ wäre durch Demonstranten der Querdenken-Demo erfolgt.

    Auch sonst weist das Stück klaren Auftragsarbeits-Charakter interessierter Kreise auf. Ziel ist es offensichtlich, für „links-aktivistische“ Kreise ein Begründungsmanifest für ihre „Maske auf -Nazis raus!“-Schreierei zu liefern. Dazu werden einzelne, offen agierende Rechtsradikale (vermutlich in der Mehrheit Verfassungsschutz-Blüten, offen oder verdeckt, also für die Person selbst unbemerkt, geführt) zu den Meinungsführern der Maßnahmen-Kritiker hochgeschrieben.

    Verräterisch sind viele Stellen, wie die offensichtliche Falschdarstellung des Reichstagstreppen-„Sturms“, aber auch einige andere Aspekte, etwa das „Wording“:
    _ 138 Verwendungen der Kampfvokabel zur Denkverhinderung, irgendwas mit „verschwör“
    _ 28 mal Querfront
    _ natürlich zighundertemal irgendwas mit „recht“ wie rechte, rechtsoffen, rechte Inhalte, neurechts, …
    _ das Verbot, Vergleiche mit der Nazi-Zeit herzustellen (und das ausgerechnet von denen, die ständig mit „Antisemitismus und „Nazis“ und „Faschisten“ genau solche Vergleich für sich exklusiv in Anspruch nehmen wollen)

    Aber völlig entlarvende sind solche Sätze wie „Ein Hauptproblem sehen wir im Zusammenhang mit der Corona-Krise aktuell nicht so sehr in den organisierten Faschistinnen, sondern in Querfrontlerinnen und Liberalen, die sich durch ihr Vorgehen zum Türöffner für eine neue große rechte Formierung durch die Hintertür machen.“

    Völlig Betriebsblind gibt sich solches Äußern „Sicherlich hat auch das Fehlen einer breiteren linken Diskussion um die Corona-Einschränkungen dazu beigetragen, der rechten Querfront hier einen Ansatzpunkt zu bieten. Aus antifaschistischer Perspektive ist dennoch im Sommer 2020 nicht alles falsch gelaufen.“

    Aber die absolute Krönung für eine angeblich linke, angeblich antifaschistische, wohl auch angeblich antirepressive Haltung ist dann wirklich das naiv-dümmliche Eingangsstatement „Der Ausbruch des Coronavirus hat in Deutschland seit dem Frühjahr 2020 für einen Boom an Verschwörungstheorien um die Entstehung des Virus gesorgt. Mit dem Einsetzen der Schutzmaßnahmen seitens der Regierung entwickelte sich eine stärker werdende Internetbewegung, die durch viele Menschen getragen wurde, die sich durch das gesamte Pandemie-Szenario verunsichert fühlten und nach Erklärungsansätzen suchten.“

    Schreiben heute ernsthaft so Linke? Wenn ich das Dokument in Gänze ansehe, würde ich das eher für ein Produkt des Staatsschutzes halten. Wahrscheinlich ist aber heute das eine In-Eins mit dem anderen.

    Zum Beweis, dass ich das alles nicht etwa erfunden habe:
    ()https://noquerdenken.noblogs.org/

    Und noch eine Vermutung: natürlich gibt es interessierte Kreise, die genau für diese Pseudolinken genau diese Aushänge-Rechten in der Kritiker-Bewegung platziert haben wollen, um dann solche Texte für ein leicht beeinflussbares Klientel verfassen zu können. Ich sehe gewisse Leute durchaus sehr kritisch, was ich auch immer wieder vermerkt habe – aber ein solches Pamphlet, in dem dann Leute wie Xavier Naidoo, Eva Hermann, Oliver Janich, Attila Hildmann, Sucharit Bhakdi, Wolfgang Wodarg, Stefan Homburg, Gunnar Kaiser, Rubikon, Samuel Eckert und wer noch nicht alles in eine scheinbare, geistig-politische Nähe gerückt werden (siehe Netzwerk-Grafik bei „Praktisches Fazit: What to do“, ich würde sagen „How wie dämlich?“), ist fern jeder Aufklärung und jeglicher Vernunft. Ein peinliches Machwerk pseudolinker V-Mann- und Staatsschutz-Kreise.

    1. Und um das mal anzufügen: natürlich beschreibt Karl Marx eine Verschwörung der Kapitalisten gegen die Arbeiterklasse. Und natürlich ist das, was Warren Buffet ein Krieg seiner Klasse gegen die untere Klasse nennt, genau so eine Verschwörung, da es ein größtenteils verdeckter Krieg ist – den seine Klasse gewinnt.

      Das heißt, eine Gruppierung, die die Möglichkeit und Existenz von Verschwörungen von Vorne herein leugnet
      KANN GAR NICHT LINKS SEIN!

      Vielmher kann man solche Gruppen nur als TEIL DER VERSCHWÖRUNG der Reichen gegen die weniger Besitzenden und Ärmeren verstehen.

      Das was sich heute „Antifa“ nennt, eine falsch Faschismus-Theorie verbreitet (Faschismus wäre ein Phänomen der Straße, des Pöbels) und gegen „Verschwörungstheorien“ ankämpft, ist unmöglich politisch links angesiedelt, sondern gehört eindeutig zu den verdeckten Truppen der Reichen und Superreichen.

      Komisch, das das kaum einem von den jungen, sicher oft studierenden, idealistischen „Antifa“-Aktivisten auffällt. Geht es vielleicht gar nicht um das angebliche „Links-Sein“?

      1. Und noch eins: die heutigen „Linken“, „Antifa“ und Co werden ja nicht nur sehr wahrscheinlich direkt oder indirekt von George Soros und seiner Open Society Organisation (und anderen Steuervermeidungs-Stiftungen) finanziell gefördert sondern berufen sich ja mit ihren Slogans, dem Ruf nach der „offenen Gesellschaft“, den „open borders“, der Migrations-Willkommenskultur, etc., direkt auf Soros‘ Open-Society-Ideologie, der wiederum sich auf Karl Popper beruft.

        Auch die „links-grünen“ mit ihrem Klimawandel-Furor werden wahrscheinlich nicht minder von dort und seinesgleichen finanziert und befördert.

        Hier betrachtet nun der Philosoph Esfeld genau diese Bewegungen bzw. Forderungen unter wirklich dem Blickwinkel von Karl Popper – und es erweist sich, dass Popper vor genau denen gewarnt hat, die sich heute auf ihn berufen: die heutigen Totalitären berufen sich auf den Anti-Totalitarismus-Theoretiker Popper, wie sich die heutigen Faschisten auf die Antifaschisten der Nazi-Zeit berufen und die heutigen „Linken“ nach Repression, Autorität und Staatswillkür rufen.

        Wir leben wirklich in der Zeit der Verkehrung aller Werte und des Umkehrens allen Falschen in angeblich „Wahres“.

        https://www.europeanscientist.com/de/unkategorisiert/die-offene-gesellschaft-und-ihre-neuen-feinde/

  10. Bitte schreibt die
    „Leibniz-Universität“ richtig!
    „Leibnitz“ ist der Keks


    Da haben Sie natürlich recht. Danke für den Hinweis, Korrektur ist erfolgt.
    Herzlich, Ped

  11. Interessante Findung zu Imre Grimm. Dieser scheint nämlich zu anderen Zeiten durchaus zu differenzierter Betrachtung fähig.

    So soll folgender Satz aus einem Artikel von ihm zu „Cancel culture“ stammen:

    „Wenn nur noch moralische Unfehlbarkeit von der Wiege bis zur Bahre dazu qualifizieren soll, sich öffentlich äußern zu dürfen, ist die Freiheit am Ende.“

    https://www.rnd.de/kultur/zwischen-cancel-culture-und-schwarz-weiss-denken-von-der-sorge-uber-die-freiheit-des-sagbaren-IMMT5WZU7JA5BFTSJXQVPZH5UM.html

    E ist eines der irritierenden Momente dieses Corowahns, dass sonst als durchaus vernünftig einzustufende Zeitgenossen dann plötzlich im anderen Kontext von allen Guten Geistern verlassen scheinen. Oder – böse Verschwörungstheorie – es werden gezielt bestimmte Images aufgebaut um bei entsprechender Situation auf die aufgehäufte „Credibility“ bauen zu können um umso perfider in die Meinungsmache wirkkräftig eingreifen zu können. Aber natürlich wären solche Praktiken völlig undenkbar in einer so besten aller Welten wie heute. ;-(

    Ganz spontan fällt mir dazu auch noch das Vorzeige-Kritik-Männchen Thilo Jung (Jung&Naiv) ein ….

    https://vera-lengsfeld.de/2021/04/30/satire-in-den-zeiten-der-abnehmenden-demokratie/
    Von Gastautor Olaf Schumann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.