Gern unterstütze ich öffentlich-rechtliche Sender im Sinne einer wahrheitsgemäßen Berichterstattung.


Zwei Aspekte sind besonders gravierend, um Menschen zu Handlungen zu verleiten, die ihren eigentlichen Interessen zuwiderlaufen: Angst und Unwissenheit. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) als Teil der öffentlich-rechtlichen Medien tut sich schwer damit, den Menschen die Angst und die Unwissenheit zu nehmen. Das ausgerechnet bei einem Thema wie dem Coronavirus, dessen angebliche Gefährlichkeit offenbar mit aller Macht in die Hirne geprügelt werden muss. Gern sensibiliere ich deshalb mit einem weiteren offenen Brief nunmehr auch diesen Sender.


Sehr geehrte Damen und Herren,

an dieser Stelle möchte ich Sie auf eine in mehrfacher Hinsicht inhaltlich falsche Darstellung im Rahmen Ihrer Berichterstattung zum Coronavirus hinweisen.

Bitte leiten Sie die Nachricht an den entsprechenden Journalisten, Manuel Mohr, weiter. Beachten Sie bitte des weiteren, dass es sich hierbei um einen offenen Brief handelt, der auf dieser Plattform veröffentlicht wurde:

Es sei im folgenden aus dem betreffenden Beitrag des MDR zitiert, abrufbar unter:

, zuletzt aktualisiert am 29. Mai 2020, 19:10 Uhr:


„Was wir anhand von Corona-Daten nicht wissen

Wie viele Menschen sind wirklich infiziert?

Aus unseren Daten-Quellen wird ersichtlich, in wie vielen Fällen ein Corona-Test positiv ausgefallen ist – sei es pro Landkreis, Bundesland oder bundesweit. Was sich daraus nicht ablesen lässt, ist die tatsächliche Anzahl der Infizierten. Warum?

1. Weil im Gegensatz zur Infektion eine Genesung nicht meldepflichtig ist. Zu welchem Zeitpunkt ein Infizierter wieder vollständig gesund ist, wird also nicht exakt erhoben. Zwar gibt es Schätzungen, in die verschiedene Krankheitsverläufe eingerechnet sind, aber es sind und bleiben Schätzungen.

2. Nicht jeder Infizierte wird auch getestet. Bei vielen Betroffenen treten nach der Infektion keine oder nur sehr milde Symptome auf. Wie hoch die sogenannte Dunkelziffer der Nicht-Getesteten ist, ist momentan noch zu wenig erforscht.“


Folgende Korrekturen erachte ich für unbedingt erforderlich, um einen Verdacht auszuräumen, dass der MDR in Bezug auf das brisante Thema „Coronvirus“ Fake News verbreitet:

  1. Sie sprechen vom „Corona-Test“, was ich für eine unzulässige Verallgemeinerung halte. Denn es handelt sich um einen sogenannten PCR-Test, was für die Bewertung der Testergebnisse von besonderer Bedeutung ist (siehe auch weiter unten).
  2. Ein positiv ausfallender „Corona-Test“ (korrekt ausgedrückt: PCR-Test) liefert keine Informationen darüber, ob ein Mensch mit dem Virus infiziert ist oder nicht. Die verwendete PCR-Methode testet ausschließlich auf das Vorhandensein einer dem SARS-CoV-2-Virus zugeschriebenen RNA-Sequenz, also ein Fragment genetischen Codes.
  3. Eine Infektion in den Kontext einer Genesung zu stellen, ist falsch und irreführend. Selbst wenn ein positiv auf das Virus getesteter Mensch tatsächlich infiziert worden sein sollte, bedeutet das nicht, dass er dadurch auch erkrankt. Diese asymptomatische, nicht krank machende Infektion ist sogar der Normalfall der Infektion.
  4. Sie wiederholen diesen groben inhaltlichen Fehler, indem Sie die Frage aufstellen, wann ein Infizierter wieder vollständig gesund wird. Infektion und Krankheit in einem Zug zu benutzen, ist schlicht falsch. Ja, es ist sogar verantwortungslos, weil ein solcher falscher Bezug Ängste in den Menschen aufrecht erhält, dass Infektionen ihr Leben bedrohen würden. Ohne die Art und Weise der Erfassung von positiv Getesteten, Infizierten und Erkrankungen an dieser Stelle kritisch zu hinterfragen, ist festzustellen, dass nur eine kleine Minderheit als erkrankt an dem Virus erfasst wurde. Der größte Teil der positiv Getesteten hat – selbst unter den über 70jährigen Menschen – keinerlei Symptome aufzuweisen und ist wahrscheinlich nicht einmal infiziert.
  5. Sie wiederholen die unzulässige Gleichstellung von Positiv-Test und Infektion. Das Vorhandensein eines Virus im menschlichen Körper, egal ob korrekt nachgewiesen oder nicht, gibt keinerlei Information darüber, ob es eine Immunreaktion des Betroffenen gegeben hat, was sich dann als Infektion bezeichnen ließe. Dafür eignet sich der massenhaft eingesetzte PCR-Test nicht. Denn eine Infektion lässt sich derzeit nur über den Nachweis von Antikörpern erkennen, was mit Antikörpertests aus Blutproben (statt Abstrichen) praktiziert wird.

Zusammenfassend: Ein Positiv-Test auf das Virus ist nicht gleichzusetzen mit einer Infektion und eine Infektion ist keine Krankheit. Ja, selbst eine symptomatische Infektion ist noch keine Krankheit.

Mehrfach sprach ich den PCR-Test an, den Sie als Corona-Test bezeichnen. PCR steht für Polymerase Chain Reaction (zu deutsch Polymerase-Kettenreaktion). In diesem wird die dem Coronavirus zugeordnete RNA durch ein biochemisches Verfahren – genannt Reverse Transcription (RT) in eine (doppelstrangige) DNA überführt und diese dann „gezüchtet“, also in einer mehr oder weniger willkürlich definierten Anzahl von Schritten vervielfältigt. Die im Ergebnis erzeugte Quantität von DNA-Strängen bildet das (unscharf definierte) Kriterium dafür, ob der Test positiv oder negativ ausfällt. Dieser PCR-Test ist unspezifisch (spricht auf alles Mögliche an), hochsensibel (liefert reichlich Falsch-Positiv-Ergebnisse) und er ist zudem bis heute nicht validiert (was eigentlich ein wissenschaftliches Muss ist).

Und schließlich ist mit Entwicklung der PCR-Methode für den SARS-CoV-2-Virus in keiner Weise dessen Neuartigkeit nachgewiesen. Die Testmethode mag (muss) nicht neu sein, über die Neuartigkeit des Virus lässt sich damit jedoch keine Aussage machen, es wurde bis vor kurzem einfach nicht nach ihm gesucht. Dies alles ist bei obiger Kritik an Ihrem Artikel noch gar nicht mit berücksichtigt.

So Ihr Interesse geweckt ist, empfehle ich Ihnen die gründliche Lektüre dieser blitzsauberen Analyse zum PCR-Test:

Ihre Antwort und Korrektur der inhaltlich falsch dargestellten Sachverhalte zum Thema, wie auch jede andere Reaktion oder auch jegliches Ausbleiben, wird offen an die Leser des Blogs Peds Ansichten kommuniziert. Für Ihre Bemühungen sei Ihnen gedankt.

Achtungsvoll,

Peter Frey

Nachtrag am 23. Juni 2020: Nachdem eine Antwort des MDR über zwei Wochen hinweg ausblieb, habe ich dem Sender einen weiteren offenen Brief geschrieben, in dem ich die Kritik erweitert habe:

Bitte, liebe Leser, bleiben Sie schön aufmerksam.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen – insbesondere der deutlich sichtbaren Verlinkung zum Blog des Autors – kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei internen Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.

(Titelbild) MDR Landesfunkhaus Magdeburg; Autor: Torsten Maue; 10.04.2009; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:MDR_Landesfunkhaus_in_Magdeburg.jpg; Lizenz: CC2.0

Von Ped

30 Gedanken zu „Qualitätskontrolle für den MDR“
  1. „Schön“ beim MDR ist auch die psychologische Manipulation mittels „Nicht jeder Infizierte wird auch getestet.“

    Dann könnte ich mich ja angesteckt haben, ohne es zu wissen. Also schnell einen Test machen lassen. Der ist zufällig positiv. Daraufhin schnell alle in der Familie testen lassen. Darunter ist wieder ein neuer Positiver. Usw. …


    Genau so ist es. Dabei bekommen die Leute überhaupt nicht mit, dass der Test ein reines Neutrum ist, was eine Gesundung oder Erkrankung betrifft. Aber er gewöhnt daran, sich untersuchen und seine Gesundheit durch Behörden attestieren zu lassen. Gesundheit ist kein persönliches Lebensgefühl mehr sondern ein fremdverfasstes Zertifikat. Behandlung mit der damit unvermeidlichen wie permanenten Kontrolle wird zum Teil der „neuen Normalität“. Das läuft auch nicht erst seit diesen Tagen …
    Herzliche Grüße, Ped

  2. Auf den Nachdenkseiten hatten sie ja neulich diesen Artikel: »Corona-Zahlen – warum reden wir nicht von den „aktiv Erkrankten“?« und seither bringen sie am Ende der Hinweise des Tages die jeweiligen »Bestätigte[n] aktive[n] Covid-19-Fälle in Deutschland« nach Zahlen des RKI.
    Heute liest sich das dann beispielsweise so: »Die Zahl der aktiv am Coronavirus erkrankten und positiv getesteten Bürger in Deutschland sank seit Freitag um 465 auf 5.918, wie Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) für Infektionskrankheiten zeigen. Die Zahl der genesenen Bürger stieg über das Wochenende um 1.100 auf 169.600.«

    Und zum Thema Öffentlich-Rechtliche: es hat mich im Mai viel Überwindung gekostet, die aktuelle GEZ-Rechnung zu bezahlen. In diesen Zeiten kommt das Brieflein wirklich als Hohn daher…

    Und das hier ist der Link zu den Corona-Zahlen bei den Hinweisen des Tages

  3. Ich verurteile keinesfalls die ÖR pauschal und schließe bei einer Vielzahl von positiven Beiträgen den Rundfunk mit ein. Dennoch tragen sehr viele Beiträge einschließlich der Tagesschau bewusst manipulierenden, z.T. verlogenen Charakter.
    Als Sachse jedoch sage ich, was der MDR seit 30 Jahren abliefert, widert mich an.
    Volksmusik bis zum Erbrechen, die Sendung „Fakt ist“ behandelt regelmäßig Themen, die die Menschheit nicht interessiert und verdrängt somit durchaus wichtige Themen. Darüber hinaus findet man in den besagten 30 Jahren keinen Beitrag, der die „verfilzte“ CDU als Regierungspartei nur ansatzweise kritisiert. (Positiv muss ich aber auch den MP Kretzschmar benennen);
    Gemessen an den Freiheiten. die Journalisten heute haben sollten, ist der politische Teil des MDR als staatshörig mit vorauseilendem Gehorsam schlimmer als das damalige DDR-Fernsehen. Die durften nicht anders berichten, der MDR jedoch zensiert sich selbst. …………usw. usf.

    1. @Thomas
      Zum MP Kretschmer: Da sind sie wohl der Propaganda dieses [Politikers] auf dem Leim gegangen. Der Typ macht einen auf einfühlsam, fordert dann aber die knallharte Sanktionierung von unliebsamen Meinungsäußerungen per Gesetz, was natürlich verfassungswidrig ist.

      siehe hier:

      Der CDU-Politiker gibt auch den sozialen Netzwerken eine Mitschuld an einer Spaltung der Gesellschaft. «Das Internet befördert einseitige, radikale Positionen», sagte er. In einem Interview des Magazins «Focus» verlangte er ein schärferes Vorgehen gegen Falschnachrichten und Verschwörungstheorien. «Die Politik darf nicht tatenlos zusehen, wie ungefiltert Falschmeldungen verbreitet werden. Wir müssen da auf Bundesebene zügig nachsteuern», so Kretschmer. Er plädierte dafür, auch die Anbieter der sozialen Netzwerke in die Pflicht zu nehmen und diejenigen, die Fake News verbreiten, härter zu bestrafen.

      https://www.mt.de/weltnews/nachrichten/nachrichten_aktuell/22784716_Michael-Kretschmer-Corona-Demonstranten-ernst-nehmen.html

      => D.h. Ped/Rubikon/Ken Jebsen usw. usf. würden damit demnächst aufgrund von ungenehmen Artikeln einer weiteren Sanktionierung zugeführt werden können. DAS ist der Kretschmer. […]


      Kommt mir gleich der Gedanke: Michael Kretschmer könnte ich bezüglich Fake News auch noch mal anschreiben.
      Grüße, Ped

  4. Die Spaltung auf der Kritiker-Seite der „Corona-Maßnahmen“ und des aktuellen Staatshandelns ist tiefgreifend wie nie, meinem Eindruck nach.

    Hier kann man beobachten, wie Leute wie Uwe Krüger („Meinungsmacht“) und Dietrich Kraus (Recherche zu den Themen der „Anstalt“) völliges Unverständnis für die Sensibilität bei der Verwendung des Kampf-Begriffes „Verschwörungstheorie“ fehlen lassen.

    Krauss behauptet „aberwitzigen Positionen von Homburg und Wodarg“ weil der sich an 1933 erinnert fühlt, der andere weil der die Frage in den Raum stellt, ob die unleugenbaren Opfer und Schäden der „Corona-Maßnahmen“ nicht auch mit in Betracht gezogen werden müssten.

    Mache ich mal die These, dass dieser Krauss mit „der Anstalt“ und der Krüger mit seinen Veröffentlichungen bisher dem kritischen Lager zuzurechnen waren, so sieht man hier dramatische Umfaller.

    Wie können diese Leute so tun, wie wenn sie nicht sehen würden wie gerade heute die „öffentliche Meinung“ in einem nie gekannten Ausmaß eingeengt und hegemonisiert wird? Kann man so verblendet sein? So in einer Filterblase leben? Oder wurden die „umgedreht“`?

    Siehe hier: https://norberthaering.de/news/anstalt-nachdenkseiten/

    Der Witz bei der ganzen Sache am Rande: Die Nachdenkseiten agieren beim Thema „Corona“ sowieso nur halbgar und ängstlich bedacht, ja nicht zu übertreiben (im Verhältnis zu dem vorgegebenen Diskursrahmen). In meinen Augen erfüllen sie gerade zur Zeit nicht ihren Anspruch, zum unabhängigen Nachdenken anzuregen indem Herrschaftsnarrative hinterfragt werden.

    Ich erkenne eines: man kann sich an nichts halten, an keine Personen, an keine Plattformen, an keine Organisationen. Wer heute gut war kann schon morgen auf der anderen Seite stehen.

    PS: Ich schaue die „Anstalt“ schon seit eingier Zeit nicht mehr, und erspare mir das auch diesmal wieder. Hoffentlich ist das Ganze hier nicht OT:

    1. »Ich schaue die “Anstalt” schon seit eingier Zeit nicht mehr, und erspare mir das auch diesmal wieder.«

      Wir sollten einen eigenen Satirekanal aufziehen. Leider ist das einzige, was ich dazu beitragen kann, ein Haufen guter Ideen. Schon vor Wochen habe ich zum Themenkomplex »Corona« ein paar richtig böse bis sarkastische Sketche skizziert, die jetzt gesammelt in einem Briefumschlag bei mir herumliegen und von Aufführung träumen.
      Kennen Sie jemanden, der das umsetzt? Haben Sie einen Kanal, wo es gesendet würde?
      Dann mischen wir doch mal auf…
      🙂

      @Ped: Sie wollen doch immer, daß wir was tun und nicht nur meckern, oder? Na bitte.


      Ich will gar nichts :-). Ich biete nur an. 😉
      Wenn die Satire gut ist, also die Balance hält, in der Achtung und Respekt gewahrt bleibt und damit nicht die Spaltung zwischen den Menschen vorantreibt …
      Sie merken sicher bereits, dass die Elle hoch angesetzt ist. 😉
      Herzlich, Ped

    2. Hallo Herr Storz,
      ich habe mir die „Anstalt“ noch nie angeschaut. Für mich war diese Sendung nur um Druck aus dem Kessel zu nehmen und alle zufrieden nach Haue gehen..
      Seht her das ZDF kann auch kritisch.
      Vielleicht ist das was für Sie, von uns Uwe?

  5. Hier ein Aufsehen erregender Artikel von Hr. Gasche auf infosperber:

    https://www.infosperber.ch/Artikel/Gesundheit/13-irrefuhrende-und-falsche-Behauptungen-zur-Corona-Epidemie

    Interessant sind auch verschiedene, „kritischen“ Kommentare. ich erkenne darin oft die Strategie, jede Kritik an offiziellen Stellen und deren Einschätzungen und Maßnahmen mit immer nur maximaler Erregung zu begegnen. Insgesamt ist das eine durchlaufende Strategie:

    jeder, der sich multiplikativ kritisch äußert wird auf extremste Art angegangen. Auch die Rücktritte wie der von dem Organisator der Wasen-Demos oder jetzt die bei „Widerstand 2020“ zeigen dieses Muster als sein Ergebnis.
    Und ganz offensichtlich gehen staatliche Stellen und Hauptmedien Hand in Hand mit diesen Extremisten (Beschimpfungen und Drohungen im Internet, ,Beschimpfungen in den Hauptmedien, Polizeigewalt, Gewalt durch „Gegendemonstrationen“, Beschimpfungen durch Politiker, …)

    Kein Wunder, dass sich Seiten wie die „Nachdenkseiten“ ängstlich zurück halten bei der Schärfe der berechtigten Kritik. Andere scheinen einfach ihre Meinungen zu ändern nach dem Motto: „wenn ich mich freiwillig dem Zwang beuge, seine ‚Notwendigkeit‘ einsehe, ist es ja kein Zwang mehr – was soll also die ganze Aufregung.“

  6. https://kenfm.de/anschlagsversuch-auf-ken-jebsen-tagesdosis-9-6-2020/
    Unter Anderem auch: Rassismus! bei uns!!!!!

    Anschlagsversuch auf Ken Jebsen – Tagesdosis 9.6.2020
    Auszüge aus einem Kommentar von Dirk Pohlmann.
    Eine Gruppe von vermummten Personen, die meisten trugen Mützen, Sonnenbrillen und Atemschutzmasken und unterschieden sich damit von den Demonstranten, hatte etwa 30 Meter von der Rednerbühne entfernt auf den Auftritt von Ken Jebsen gewartet.

    Ein Polenböller dieser Größe kann Gliedmaßen abreißen – oder noch schlimmere Schäden anrichten. Die Wirkung großer Polenböller, die meist spezielle Sprengmischungen mit Metallstaub enthalten, also kein simples Schwarzpulver, kann man in zahlreichen Videos auf YouTube beobachten. Sie reißen Löcher in den Boden, zerfetzen in einem geschlossenen Kofferauf das Fahrzeugheck, erzeugen vergraben Erdfontänen und erschüttern die Erde im Umkreis um die Explosion. Der Polenböller, der auf Ken Jebsen geworfen wurde, gehört zu den größten, die es überhaupt gibt.
    Man muss also davon ausgehen, dass das Ziel des Anschlages kein lauter Knall, sondern mindestens die Verstümmelung Ken Jebsens war.
    Es handelt sich um eine detailliert geplante Operation, in der die Mitglieder der Gruppe koordiniert vorgingen, was am gleichzeitigen Entfalten des Transparentes während des Böllerwurfes erkenntlich war.
    Wir haben aus verschiedenen Videoaufnahmen von Alternativmedien den Hergang des versuchten Anschlages rekonstruieren können. Die Sachlage ist klar. Sie passt auch zu zwei weiteren Gewaltakten, die eine Woche später begingen wurden, nämlich dem Angriff von Vermummten auf drei Demonstranten in Tötungsabsicht, wie die Polizei feststellte, und dem Bomben und Brandanschlag auf drei Technik LKWs des Veranstalters, die komplett ausbrannten.
    Irritierend ist die Rolle der sogenannten Qualitätsmedien bei diesen Vorgängen. Fast alle berichten scheinbar widerwillig, einige verharmlosend über die Gewaltakte, viele Medien haben überhaupt nicht über die Vorgänge berichtet.
    Wie die fälschlicherweise Qualitätsmedien genannten Kampagnenorgane mit dem Fall Ken Jebsen umgehen, ist ein Lehrstück. Schauen sie hin. Sie können etwas für Leben lernen. Glauben Sie, dass diese Medien bei anderen Themen mit Konfliktpotential wie 911, Libyen, Syrien, China und der Neue Kalte Krieg besser arbeiten, wenn sie schon bei einem Fall vor der Haustür in Reihe die Bild Zeiung unterbieten?

    ……………………….die werden sonst nie davon erfahren, dass es einen Anschlag auf Ken Jebsen gegeben hat, aber sie werden ständig weiter davon hören, wie gefährlich Ken Jebsen angeblich ist.

  7. Ich glaube inzwischen, dass die „Verschwörungstheorie-Waffe“ eine der stärksten Waffen der antidemokratischen Anti-Aufklärung geworden ist. Wie kann man besser eine tatsächliche Verschwörung verstecken als indem man jedes Nachdenken und Sprechen über Verschwörungen von Vorne herein ausschließt oder wenigstens verunglimpft?

    Ich befürchte inzwischen: es gibt eine echte, reale, kriminelle Verschwörung gegen unsere Interessen als Bürger und Steuerzahler.

    Wie sonst kann diese massive Gegenkampagne gegen jede Kritik und jedes souveräne Denken erklärbar sein?

    Und man darf nicht vergessen: natürlich gehören zu jeder richtigen Verschwörung auch Menschen, die nicht Teil dieser Verschwörung sind – aber aus verschiedensten Gründen daran mitarbeiten.

    1. Es gibt ja bekanntlich keine Verschwörungen – und hat auch in der gesamten Menschheitsgeschichte nie welche gegeben. 😉 Komisch, dass die Leute jedoch so gerne Krimis, Thriller und Horrorfilme schauen. Warum gibt es überhaupt sowas wie ein Bundeskartellamt?

      Laut „Verschwörungstheoretiker“ schreien basiert in 99 % der Fälle auf dem „Haltet den Dieb“-Prinzip. Aber leider raffen die Massen das einfach nicht. Zumal der Begriff ja eine CIA-Erfindung ist. Du könntest das aber auch anders nennen; die Masse besteht einfach aus konformistischen, leichtgläubigen, zu eigenem Denken unfähigen Idioten. Das denke ich schon mein ganzes Leben – und darin werde in den letzten Monaten auf eine fürchterliche Art und Weise bestätigt.


      „die Masse besteht einfach aus konformistischen, leichtgläubigen, zu eigenem Denken unfähigen Idioten“

      Hui, wenn hier jetzt jemand vorbeikommt, der sich dieser Masse zugesprochen fühlt, wird ihn das aber nicht gerade ermutigen, Ihre Gedanken aufzugreifen.
      Herzlich, Ped

      1. »die Masse besteht einfach aus konformistischen, leichtgläubigen, zu eigenem Denken unfähigen Idioten«.

        Damit könnte ich vielleicht sogar noch leben. Da weiß man wenigstens, woran man ist.
        Viel schlimmer finde ich, wenn (meine) Freunde, von denen ich weiß, daß sie nicht unbedingt konformistisch sind, auch nicht leichtgläubig, und die durchaus zu eigenem Denken fähig sind, mich zwar keine VT’lerin nennen, aber dennoch auf der tagesschau-Sicht der Dinge beharren.
        Das irritiert mich und läßt mich mitunter schier verzweifeln.

      2. @Ped: Wenn er sich als Idiot angesprochen fühlt, ist das allein sein Problem – und nicht meins! Angesichts dessen, wie bösartig, aggressiv und feindselig Menschen begegnet wird (um den Ausdruck „gehetzt“ zu vermeiden), die sich diesem Irrsinn verweigern bzw. diesen auch nur halbwegs kritisch sehen, ist „Idiot“ noch eine äußerst freundliche Umschreibung. Schmalspur-Faschist wäre z. B. auch in meiner engeren Auswahl. Ich denke da nur an die hunderttausenden „Hashtags“ der Marke „Covidioten“ etc. – wie man in den Wald hineinhetzt … usw.

        Mir begegnet dieser Vorwurf recht oft. Aber nur mal angenommen: Was wäre denn, wenn die Masse wirklich überwiegend aus Idioten bestünde? Was von Gustave Le Bon übrigens auch bestätigt wird. Dürfte man diese Wahrheit dann nicht aussprechen, um die Gefühle dieser Idioten nicht zu verletzen? Die Wahrheit tut manchmal eben weh – und wenn jemand den Verstand verliert, hilft manchmal nur eine ordentliche Ohrfeige oder ein Eimer über den Kopf geschüttetes, kaltes Wasser. Wir haben es hier mit einer kollektiven Massenpsychose zu tun – und die kriegen wir nicht weg mit verständnisvollem Kopfnicken. Siehe den Anschlag auf Jebsen.

        Ich bin darüber hinaus nur der Bote der schlechten Nachricht.


        Le Bons ist in uns allen. Bei uns selbst fällt es uns oft nur nicht auf. Das hat wieder etwas mit unserem emotionalen Verhalten zu tun, Dissonanzen aufzulösen.
        Herzlich, Ped

      3. Wenn man sich mal den Ursprung des Wortes Idiot anschaut, kann man es ihm verzeihen… 😛

        1. Da ist was dran. Hier taugt Wikipedia mal:

          „Das Wort leitet sich von altgriechisch ἰδιώτης idiotes ab,[1] das in etwa „Privatperson“ bedeutet. Es bezeichnete in der Polis Personen, die sich aus öffentlichen-politischen Angelegenheiten heraushielten und keine Ämter wahrnahmen, auch wenn dies ihnen möglich war. In der Attischen Demokratie, die auf informierten und aktiven Bürgern (Politai) beruhte, waren die Idiotai wenig geschätzt. Man wurde als Idiotes geboren und blieb es, wenn nicht Erziehung und Bildung den politisch bewussten Bürger schufen (Tocqueville).[2] Wer sich während der Volksversammlungen öffentlich dem Nichtstun widmete, wurde bestraft.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Idiot)

          Das Problem liegt in der Art und Weise, wie Menschen Dinge aufnehmen und bei „Idiot“ werden sie emotional negativ berührt, verunsichert und in Dissonanz gebracht, was in der Regel zu Verteidigungshandlungen führt. Das sind mehr oder weniger subtile Reaktionen, die durch Angst hervorgerufen werden. Das ist auch der Grund warum ich letztlich beim Drosten-Artikel den Begriff Fachidiot nicht einsetzte, eben aufgrund der emotionalen Wirkung die er auf beiden (!) Seiten der Kampflinie erzielt.

          Herzlich, Ped

          1. »warum ich letztlich beim Drosten-Artikel den Begriff Fachidiot nicht einsetzte«

            Andere sind da nicht so zurückhaltend wie Sie, Ped:

            »Dass Drosten und dem RKI für derartige Rückkoppelungsanalyse erkennbar nicht nur das Interesse, sondern jegliche Qualifikation fehlt, liegt auch am „fachidiotischen“ statt interdisziplinären Aufgabenzuschnitt dieser Regierungsberater
            (Quelle: Rubikon)

            Vielleicht muß es irgendwann auch einfach mal gesagt werden, emotionale Wirkung hin oder her.

          2. Das möge jeder für sich selbst entscheiden. Wobei Sagen – als affektiver Ausdruck der eigenen, machtlosen Empörung – etwas anderes ist als Schreiben. Das Geschriebene steht und wirkt nachhaltig, auch die aggressive Emotion dahinter. Sie wirkt auch aggressiv gegenüber den Menschen, die Christian Drosten noch immer (blind) vertrauen. So etwas kann ich zwar für mich auch nicht in Gänze ausschließen, aber diese Plattform ruft eben dazu auf, sich auf dieser Ebene zu entwickeln, sich zu reflektieren. Wir müssen aus der Spaltung raus und das beginnt bei uns selbst.
            Herzlich, Ped

          3. »diese Plattform ruft eben dazu auf, sich auf dieser Ebene zu entwickeln, sich zu reflektieren. Wir müssen aus der Spaltung raus und das beginnt bei uns selbst

            Ich beneide Sie ja für diesen Ansatz, ganz ehrlich.
            🙂

    2. Hier ein ganz offensichtliche Verschwörung!

      folgende, vorausgehende Gedanken: Daten über Personen sind ein schützenswertes Gut. Dies ist völlig unbestritten, ja sogar gesetzlich geregelt zB durch die Datenschutzverordnungen.
      Nun haben wir seit einiger Zeit die Lage, dass wir Name, Adresse, Telefonnummer bei Gastronomiebesuchen hinterlassen sollen. Diese Regelung wurde offensichtlich sehr überstürzt eingeführt. Anders ist deren unterschiedlichste Umsetzungen nicht erklärbar. Aber egal wie diese konkret ist: Tatsache ist, dass wir einem Gastronom (und einigen seiner Angestellten zwangsläufig zugänglich) personenbezogene Daten zur Verfügung stellen sollen.

      Diese sollen die Daten natürlich nicht missbrauchen und nach zwei Wochen vernichten. Aber wer kontrolliert das? Wer überprüft, ob jemand, der Zugang zu den Daten hat diese nicht in einen Computer überführt – womöglich noch mit zusätzlichen Informationen, etwa Kreditkartennummern angereichert? Wer verhindert, dass solche Daten, die, wenn sie in Massen anfallen, zu viel Geld gemacht werden können, wer sorgt wie dafür, dass sie nicht missbräuchlich genutzt werden?

      Man nehme nur einmal an, eine solche Regelung wäre eingeführt worden um den Gastronomen spätere Regressforderungen gegen seine Gäste geltend machen zu können („Hat ein Tischtuch beschmutzt, hat ein Loch in die Serviete gebrannt, hat das Klo vollgesaut, …“) Ganz offensichtlich: undenkbar!

      Warum geht das aber jetzt plötzlich mit „Corona“? Warum sollte die mögliche missbräuchliche Nutzung von Daten jetzt plötzlich unerheblich sein?

      Nun, natürlich ist der missbräuchliche Nutzung Tür und Tor geöffnet. ABER DAS WIRD IN POLITIK UND MEDIEN EINFACH NICHT THEMATISIERT!

      Wir haben hier also ein Verschwörung von Politik und Medien: Gefahren und schädliche Nebenwirkungen durch „Corona-Maßnahmen“ werden einfach nicht diskutiert – DÜRFEN NiCHT diskutiert werden!

      Brauchen wir denn zu dieser Erkenntnis den Beweis einer Absprache?

      Nein!

      Denn das Offensichtliche ist einfach offensichtlich. Durch eine Verschwörung (Übereinkunft zwischen bestimmten Akteuren, egal wie zustande gekommen) werden Fragen, Diskussionen, ja die demokratische Kontrolle unterdrückt.

      Und dies ist nur ein kleinster Teil einer unglaublichen Verschwörung gegen uns, der wir ausgesetzt sind, und die verborgen werden soll indem der Austausch darüber unterbunden wird.

      Je mehr und je massiver und je einhelliger gegen angebliche „Verschwörungstheorien“ angegangen wird, umso sicherer ist: es gibt eine Verschwörung unglaublichen Ausmaßes.

      Manche können sie nicht sehen, manche wollen sie nicht sehen – und manche wollen, dass sie nicht gesehen werden! Die letzteren sind natürlich eben die Verschwörer.

      1. Lieber Albrecht Storz.
        Sie haben ganz fürchterlich recht mit allen Ihren Anklagepunkten, die Sie heute auf diesen Seiten loslassen. Weswegen ich Ihnen gerne etwas sagen würde:

        Gehen Sie offline. In den Garten, einen Park, den nächsten Wald, whatever. Falls Sie nicht im Garten arbeiten können, setzen Sie sich irgendwo hin, hören Sie den Vögeln beim Singen und schauen Sie den Blümchen beim Wachsen zu, beobachten (oder fotografieren) Sie Hummeln, Bienen, Insekten, die in Blüten kriechen. Lehnen Sie sich an die Rinde eines großen Baumes, gerne dürfen Sie auch mit ihm reden. All das könnte Ihre Seele retten.

        Diese schrecklichen Wahrheiten, die Sie hier ausschreiben, tun es nicht. Ja, wir (alle) sollten, müssen etwas tun. Aber nicht 24 Stunden am Tag, nicht 7 Tage die Woche. Zwischendrin mal erden, ist – so meine ich – die beste Therapie. Also los, Rechner aus und: raus!
        🙂

        1. Frau Helene,

          gerne können Sie sich an Ihre sicherlich gut gemeinten Ratschläge halten. Ich für meinen Teil verzichte darauf, hier wie ein kleines Kind angegangen zu werden. Und hoffe, dass Ped diese Mitteilung an Sie zulässt. Denn hier werden ich angegangen. ich reagiere nur.
          MfG


          @Helene, @Albrecht: Und bitte jetzt kein Ping Pong, ja? Lassen wir es so stehn und gut ist.
          Grüße, Ped

          1. @Albrecht, @Ped
            Nur so viel: es war in keinster Weise belehrend, von oben herab oder negativ gemeint, ganz im Gegenteil.
            Ich respektiere aber die Kritik und werde diesbezüglich nichts mehr verlauten lassen.

        2. Ich habe heute früh zum Beispiel, den Tau aufgelesen und einen Käfer vor dem Ertrinken in der Hundewasserschale gerettet.

  8. Die totale Gleichschaltung von Medien und Politik schockiert einen immer wieder. Man kann es nicht fassen. Überall ähnliche Propagandatexte, bar jeglicher Vernunft:

    18.35 Uhr In Spanien gilt auch nach dem Ende des Ausnahmezustands am 21. Juni weiter eine Maskenpflicht. In der Öffentlichkeit müssten noch so lange Masken getragen werden, bis das neuartige Coronavirus „definitiv besiegt“ ist, sagte Gesundheitsminister Salvador Illa. Das sei erst der Fall, wenn „eine wirksame Therapie oder einen Impfstoff“ gefunden worden sei.

    Bis dahin sollen auch weitere Maßnahmen in Kraft bleiben.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-news-am-dienstag-die-wichtigsten-entwicklungen-zu-sars-cov-2-und-covid-19-a-3a8af854-e9ea-49d0-8977-fad1eb5933ee

    1. Dito in der Schweiz:
      »Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga [hat] angekündigt, private Impfstoff-Initiativen finanziell zu unterstützen. Sie bekräftigte ihre Überzeugung, dass die Krise erst mit «sicheren und wirksamen Impfstoffen» beendet sein wird

  9. 10.06.2020
    Erstmal vielen Dank an Horst für den Link zum Anti-Spiegel, hatte ich übersehen. Die Beiträge im A-S werden mir fast zu viel zu allen anderen interessanten Artikeln. Man braucht ja z.Z. fast nichts anderes mehr zu machen als zu lesen und sich zu informieren.

    Demo in Leonberg | 7.6. | Corona, Fest für Freiheit und Frieden
    https://www.youtube.com/watch?v=YLldGLmjf4I Torsten Schulte
    https://www.youtube.com/watch?v=bLXdp9kw5V4 Michael Ballweg
    https://www.youtube.com/watch?v=xqL-bRK0y94 Rüdiger Dahlke

  10. Der Witz des Tages zum Thema Öffentliche Medien:
    Man feiert sich selbst durch die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises. Von ARD und ZDF an ARD und ZDF, sozusagen. Und wofür? Genau: für die Berichterstattung während der Corona-Krise.
    Na, wenn das nicht putzig ist…

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