Aufgedeckter False Flag vor dem Krim-Referendum

Paradebeispiel für einen versuchten False Flag und dessen Aufdeckung durch eine Hackergruppe


Mit der zunehmenden Gewalt gegenüber der russisch-sprachigen Bevölkerung in der Ukraine, die schließlich im Zuge des Maidan im Progrom bei Korsun einen blutigen Höhepunkt erlebte, konnte es kaum verwundern, dass Ende Februar/Anfang März 2014 die Bestrebungen auf der Krim, sich von der Ukraine zu lösen, einen massiven Aufschwung nahmen (siehe auch der Artikel: Die Krim-Krise – Tatsachen und Hintergründe). Gleichermaßen und sehr begründet wuchs auch die Furcht vor dem Übergreifen der Gewalt durch faschistische ukrainische Nationalisten auf die bis dato zur Ukraine gehörende Halbinsel. Wie ernst die Aktivitäten der neuen Machthaber in Kiew zu nehmen waren, beweist der aufgedeckte False Flag, dessen Planungen im Folgenden anschaulich und beispielhaft beschreiben, wie so eine Destabilisierungsaktion prinzipiell abläuft.

Es sei gesagt, dass es zur Ausführung nicht kam, weil es einer ukrainischen Hackergruppe namens  „Anonymos Ukraine“ – in ihrer Video-Botschaft genannt „Anon“ gelang, Mail-Systeme zu hacken und so einen für den 13.März 2014 (drei Tage vor dem Krim-Referendum) durch ukrainische Nationalisten geplanten False Flag auf der Krim aufzudecken.

Der Ablauf eines False Flag – Szenarios

Der Stellvertretende Militärattaché (Assistant Army Attache at U.S. Embassy Kyiv) der USA an der US-Botschaft in Kiew, Oberstleutnant Jason P. Gresh GreshJP@state.gov, mailt nach diesen Berichten am 9. März 2014 eine E-Mail an Oberst Igor Protsyk (igor.protsyk@gmail.com), den Chef der Kommission für bilaterale militärische Zusammenarbeit der ukrainischen Armee, also das offizielle Verbindungsglied der Ukrainischen Armee zur US-Armee.

Jason P.Grash - Mitarbeiter der US-Botschaft in der Ukraine im März 2014

Jason P.Grash – Mitarbeiter der US-Botschaft in der Ukraine im März 2014

Ein in einem fremden Land tätiger US-Militär im Range eines Oberstleutnants verfasst die folgende Mail:

„Vasyl, die Dinge entwickeln sich schnell auf der Krim. Unsere Freunde in Washington erwarten von Ihrem Netzwerk entschlossenere Aktionen. Ich denke, es ist an der Zeit, den Plan umzusetzen, den wir kürzlich diskutiert haben. Ihr Job ist es, Probleme an den Verkehrsknotenpunkten im Südosten zu schaffen, um dem Nachbarn etwas anzuhängen. Das wird für das Pentagon und die Firma ( gemeint ist die CIA) vorteilhafte Handlungsbedingungen schaffen. Verschwenden Sie keine Zeit, mein Freund. Hochachtungsvoll, Jason P. Gresh …“

Hier der Screenshot der Mail von Jason P.Gresh (zum Lesen der Originaltexte bzw. zum genaueren Betrachten der Bilder auf die Screenshots klicken):

2014-03-09_JasonP.Grash_US-Botsch_Mail_quer-denken.tv

Igor (der Adressat) suchte und fand darauf hin ein aus seiner Sicht geeignetes Objekt und mailte es zwei Tage später, am 11. März 2014 um 13.50 Uhr, an einen Herrn Vasil Krivonis (krivonis.te@gmail.com) worin er einen Angriff auf den ukrainischen Flugplatz Melitopol [auf der Krim] anwies:

„Vasil, es muß so schnell wie möglich eine Aktion in Melitopoli gemacht werden. Da ist eine Lufttransport-Brigade stationiert. Unsere verdammten Freunde [die Russen] müssen Dreck an den Stecken kriegen. Du weißt schon, was ich meine. Aber geht bedächtig und vorsichtig vor. Diese Brigade ist zur Zeit in Übungen für einen Kampfeinsatz, das bedeutet, daß ihr die Flugzeuge nicht beschädigen sollt. Es gibt da genügend Schrott-Flugzeuge, mit denen ihr machen könnt, was ihr wollt. Die Flugzeugnummern davon bekommt Ihr übermittelt. Passt auf, dass es nach einer echten Attacke des russischen SpezNas (einer berühmten russische Spezialeinheit) aussieht. Der Brigadekommandeur ist ein schlaues Kerlchen. Er kennt keine Details, aber man kann auf ihn bauen, wenn es darauf ankommt. Wir warnen ihn vor.“

Dieser Auftrag wird von Vasil an einen Oleg Kohyarny weitergeleitet:

„Oleg, man muss einen Termin ausmachen und Unruhe im Namen von Moskowiten [Russen] am Flughafen in Melitopol veranstalten. Das muss man bis zum 15. März machen… Du weißt, warum. Erstens musst Du Dich mit Paschko Tarasenko in Verbindung setzen. Du müsstest ihn kennen (…). Zu Dir kommen 10-12 junge Leute zum Zentrum. Sie sind die besten Kämpfer von Trizub [Name]. Der Anführer ist Mischko, den müsstest Du auch kennen. Die Einzelheiten erfährst Du von ihm. Man muss die Leute treffen und mit dem Nötigen ausstatten. Handelt im Stillen. Sprecht nur auf Russisch! Die 25. Brigade bereitet gerade Kämpfer vor. Macht ihnen keine Probleme mit den Flugzeugen. Dort gibt es viel altes Eisen [Schrottflugzeuge], mit dem man alles machen kann. Die nützlichen Flugzeuge werden euch gezeigt. Man muss es aussehen lassen wie eine gezielte Attacke von ›SpezNas‹“ [russische Einheit]. Aber ohne Tote.“

2014-03-09_JasonP.Grash_US-BotschMail2_quer-denken.tv

Der Mail liegt eine Luftaufnahme des Flugfeldes bei, welches angegriffen werden soll. Im Viereck mit dem Oval steht: „Militärfahrzeug GAZ-66“. Neben dem Kreis rechts steht: „Schießerei“ und unten links neben den beiden Kreuzen: „2 Flugzeuge IL-76“. Das sollen die zum Zerstören bereitgestellten Flugzeuge sein:

2014-03-09_JasonP.Grash_US-BotschMail_Flugfeld_quer-denken.tv

Das Bild wurde auf einem Datei-Server im Internet abgelegt (Media Fire), dieser löschte das Bild allerdings umgehend:

2014-03-09_JasonP.Grash_US-BotschMail_gelBild_quer-denken.tvDie Hackergruppe „Anon“ veröffentlichte ihre Funde umgehend, so dass sie Tage vor dem Referendum bekannt und verbreitet wurden. In Deutschland machte sich hierum besonders Gerhard Wisnewski verdient.

 

Quellen

http://quer-denken.tv/index.php/317-wir-…-gelogen-update

http://beforeitsnews.com/war-and-conflic…eo-2451078.html

http://www.gerhard-wisnewski.de/Multilin…n-15-March.html

http://www.mediafire.com/error.php?errno…origin=download

http://www.youtube.com/watch?v=pzjbJbK48jQ

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende…die-russen.html

Dieser Beitrag wurde unter Politik und Gesellschaft, Russland abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.