Tag: 18. April 2015

Vom Kriege – Nach Clausewitz

Den Begriff des Krieges zudem nur auf die totale Eskalation mittels militärischer Gewalt einzuschränken, verkleistert uns den Blick für die wenig erfreuliche Tatsache, dass in unserer Gesellschaft auf allen Ebenen Krieg als akzeptable Methode der Interessendurchsetzung praktiziert wird. So geht einem “echten” Krieg regelmäßig ein Handelskrieg voraus, begleitet von einem “Krieg der Worte”, Kriege werden also zuerst auf wirtschaftlicher und medialer Ebene geführt, ein Kriegsklima wird geschaffen. Diese Art von Krieg wird heute aktiv von der Politik wie von den Medien vorangetrieben, ein schwelender Krieg, der nur den richtigen Katalysator benötigt, um offen auszubrechen. Ein Krieg aber auch, dem – hätten die Verantwortlichen den Mut, sich den Ideologien der Macht zu entziehen – jederzeit die Basis entzogen werden könnte. Das wäre gleichbedeutend mit der echten Anerkennung der Verantwortung für das eigene Tun.

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