…, also auf kritische Infrastrukturen EU-Europas ist auch die Offenlegung von Abhängigkeit und Duckmäusertum westlicher Politiker sowie Leitmedien.


Mutig und investigativ sind diese auf Linie getrimmten Vasallen nur dann, wenn es darum geht, den ihnen vorgegebenen und damit verbindlichen, offiziellen Erzählraum zu bedienen. Wenn es nicht droht weh zu tun, sind die im letzten Jahrzehnt reihenweise hochgezogenen „Faktenfinder“ unermüdlich vor allem damit beschäftigt, Opponenten etablierter Macht durch den Dreck zu ziehen. Mit Journalismus hat das freilich nichts zu tun. Der Umgang  der „Qualitätsmedien“ und politischen Eliten mit dem verbrecherischen Anschlag auf Nord Stream ist eine Offenbarung erster Güte.


Sämtliche Ostsee-Anreinerstaaten welche dem NATO-Bündnis angehören (plus jenen die das „wollen“), drehten und wendeten sich, dass es nur so eine Art hatte, um sich der bitteren Wahrheit zu verwehren, die unmissverständlich aufzeigte, dass ihr großer Patron nicht ihr Freund ist. Es bedurfte von ihrer Seite im Grunde keiner großartigen investigativen Bemühungen, das Verbrechen aufzudecken. Nun geschieht dies aus dem Dunstkreis des westlichen Machtzentrums selbst, warum gerade von dort und jetzt, ist noch eine spannende Frage.

Daher vorangestellt:

Seymour Hershs Ermittlungen sind, ganz dem Thema angepasst, von gewaltiger Sprengkraft. Der Schleier, wer was und wann getan hat, er lichtet sich. Doch gibt es auch eine Reihe von, für jeden aufmerksamen Leser erkennbaren Widersprüchlichkeiten in der Erzählung. Der Autor geht auch daher davon aus, dass Hershs Geschichte nicht die ganze Wahrheit erzählt, weder was die Geschichte selbst angeht, noch betreffs der Akteure. Das wird verschiedene Gründe haben, die auf dieser Plattform noch diskutiert werden. Getitelt habe ich mit „eine Geschichte“. Das ist wohlbedacht, denn möglicherweise steckt eine Agenda hinter diesen dem Star-Journalisten zugesteckten Informationen. Eine die beabsichtigt, dass diese Geschichte, als Teil eines in der Öffentlichkeit behutsam gewandelten Narrativs zu DER GESCHICHTE festgemeißelt werden soll.  Hier aber Hershs Bericht:

Wie Amerika die Nord Stream-Pipeline ausschaltete

Die New York Times nannte es ein „Mysterium“, aber die Vereinigten Staaten führten eine verdeckte Seeoperation durch, die geheim gehalten wurde — bis jetzt

von Seymour Hersh, 8. Februar; Originalveröffentlichung: https://seymourhersh.substack.com/p/how-america-took-out-the-nord-stream

Das Tauch- und Bergungszentrum der US-Marine befindet sich an einem Ort, der so obskur ist wie sein Name — an einem ehemaligen Feldweg im ländlichen Panama City, einer heute boomenden Urlaubsstadt im südwestlichen Panhandle von Florida, 70 Meilen südlich der Grenze zu Alabama. Der Komplex des Zentrums ist so unscheinbar wie sein Standort — ein trister Betonbau aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, der an eine Berufsschule im Westen Chicagos erinnert. Auf der anderen Seite der heute vierspurigen Straße befinden sich ein Münzwaschsalon und eine Tanzschule.

Das Zentrum bildet seit Jahrzehnten hochqualifizierte Tiefseetaucher aus, die einst US-amerikanischen Militäreinheiten auf der ganzen Welt zugeteilt waren. Sie sind in der Lage, technische Tauchgänge durchzuführen, um sowohl das Gute zu tun — C4-Sprengstoff zu verwenden, um Häfen und Strände von Trümmern und nicht explodierten Sprengkörpern zu befreien — als auch das Schlechte, wie das Sprengen ausländischer Ölplattformen, das Verschmutzen von Einlassventilen für Unterwasserkraftwerke und die Zerstörung von Schleusen an wichtigen Schifffahrtskanälen. Das Zentrum in Panama City, das über das zweitgrößte Hallenbad Amerikas verfügt, war der perfekte Ort, um die besten und wortkargsten Absolventen der Tauchschule zu rekrutieren, die im vergangenen Sommer erfolgreich das taten, wozu sie 260 Fuß unter der Oberfläche der Ostsee autorisiert worden waren.

Im vergangenen Juni brachten die Marinetaucher im Rahmen einer weithin bekannten NATO-Sommerübung namens BALTOPS 22 (1) die fernausgelösten Sprengsätze an, die drei Monate später drei der vier Nord-Stream-Pipelines zerstörten, so eine Quelle mit direkter Kenntnis der Einsatzplanung.

Zwei der Pipelines, die unter dem Namen Nord Stream 1 bekannt sind, versorgen Deutschland und weite Teile Westeuropas seit mehr als einem Jahrzehnt mit billigem russischen Erdgas. Ein zweites Paar von Pipelines, Nord Stream 2 genannt, wurde bereits gebaut, war aber noch nicht in Betrieb. Nun, da sich russische Truppen an der ukrainischen Grenze sammeln und der blutigste Krieg in Europa seit 1945 droht, sah Präsident Joseph Biden in den Pipelines ein Mittel für Wladimir Putin, Erdgas für seine politischen und territorialen Ambitionen zu instrumentalisieren.

Um Auskunft [zu den Ermittlungen Hershs] gebeten, sagte Adrienne Watson, eine Sprecherin des Weißen Hauses in einer E-Mail: „Diese Behauptung ist falsch und völlig frei erfunden“. Tammy Thorp, eine Sprecherin der Central Intelligence Agency, schrieb ebenfalls: „Diese Behauptung ist komplett und völlig falsch.“

Bidens Entscheidung, die Pipelines zu sabotieren, kam nach mehr als neun Monaten streng geheimer Debatten innerhalb der nationalen Sicherheitsgemeinschaft in Washington, wie dieses Ziel am besten zu erreichen sei, zustande. Die meiste Zeit über ging es nicht um die Frage, ob die Mission als solche durchgeführt werden sollte, sondern darum, wie sie durchgeführt werden konnte, ohne dass auffallen würde, wer dafür verantwortlich war.

Es gab einen wichtigen bürokratischen Grund, sich auf die Absolventen der Tauchschule des Zentrums in Panama City zu verlassen. Die Taucher gehörten ausschließlich der Marine an und nicht dem amerikanischen Kommando für Sondereinsätze, dessen verdeckte Operationen dem Kongress gemeldet und der Führung des Senats und des Repräsentantenhauses — der so genannten Gang of Eight — im Voraus mitgeteilt werden müssen (2). Die Biden-Administration tat alles, um undichte Stellen zu vermeiden, als die Planung Ende 2021 und in den ersten Monaten des Jahres 2022 vonstatten ging.

Präsident Biden und sein außenpolitisches Team — der Nationale Sicherheitsberater Jake Sullivan, Außenminister Tony Blinken und Victoria Nuland (3), die Unterstaatssekretärin für Politik — hatten sich klar und deutlich gegen die beiden Pipelines ausgesprochen, die von zwei verschiedenen Häfen im Nordosten Russlands nahe der estnischen Grenze Seite an Seite 750 Meilen unter der Ostsee hindurch verlaufen und in der Nähe der dänischen Insel Bornholm vorbeiführen, bevor sie in Norddeutschland enden.

Die direkte Route, die den Transit durch die Ukraine umging, war ein Segen für die deutsche Wirtschaft, die in den Genuss eines Überflusses an billigem russischem Erdgas kam — genug, um ihre Fabriken zu betreiben und ihre Häuser zu heizen, während die deutschen Verteilerunternehmen überschüssiges Gas mit Gewinn in ganz Westeuropa verkaufen konnten. Maßnahmen, die auf die US-Regierung zurückgeführt werden könnten, würden gegen das Versprechen der USA verstoßen, den direkten Konflikt mit Russland zu minimieren. Geheimhaltung war unerlässlich.

Von Beginn an wurde Nord Stream 1 von Washington und seinen antirussischen NATO-Partnern als Bedrohung der westlichen Vorherrschaft angesehen. Die dahinter stehende Holdinggesellschaft, die Nord Stream AG, wurde 2005 in der Schweiz in Partnerschaft mit Gazprom gegründet. Gazprom ist ein börsennotiertes russisches Unternehmen, das enorme Gewinne für seine Aktionäre erwirtschaftet und von Oligarchen beherrscht wird, von denen bekannt ist, dass sie im Dunstkreis [der Regierung] Putins stehen. Gazprom kontrollierte 51 Prozent des Unternehmens, während sich vier europäische Energieunternehmen — eines in Frankreich, eines in den Niederlanden und zwei in Deutschland — die restlichen 49 Prozent der Aktien teilten und das Recht hatten, den nachgelagerten Verkauf des preiswerten Erdgases an lokale Verteiler in Deutschland und Westeuropa zu kontrollieren. Die Gewinne von Gazprom wurden mit der russischen Regierung geteilt, und die staatlichen Gas- und Öleinnahmen machten in manchen Jahren schätzungsweise bis zu 45 Prozent des russischen Jahreshaushalts aus.

Die politischen Befürchtungen der Amerikaner waren real: Putin würde nun über eine zusätzliche und dringend benötigte wichtige Einnahmequelle verfügen, und Deutschland und das übrige Westeuropa würden von preiswertem, aus Russland geliefertem Erdgas abhängig werden — und gleichzeitig die Abhängigkeit Europas von Amerika verringern. Tatsächlich ist genau das passiert. Viele Deutsche sahen Nord Stream 1 als Teil der Umsetzung der berühmten Ostpolitik des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt, die es dem Nachkriegsdeutschland ermöglichen würde, sich selbst und andere europäische Nationen, die im Zweiten Weltkrieg zerstört worden waren, zu rehabilitieren, indem es unter anderem billiges russisches Gas als Treibstoff für einen florierenden westeuropäischen Markt und eine florierende Handelswirtschaft nutzen würde.

Nord Stream 1 allein war nach Ansicht der NATO und Washingtons schon gefährlich genug, aber Nord Stream 2, dessen Bau im September 2021 abgeschlossen wurde (4), würde, wenn die deutschen Aufsichtsbehörden zustimmten, die Menge an billigem Gas verdoppeln, die Deutschland und Westeuropa zur Verfügung stehen würde. Die zweite Pipeline würde außerdem genug Gas für mehr als 50 Prozent des jährlichen Verbrauchs in Deutschland liefern. Die Spannungen zwischen Russland und der NATO eskalierten ständig, unterstützt durch die aggressive Außenpolitik der Biden-Administration.

Der Widerstand gegen Nord Stream 2 flammte am Vorabend der Amtseinführung Bidens im Januar 2021 auf, als die Republikaner im Senat, angeführt von Ted Cruz aus Texas (5), während der Anhörung zur Bestätigung Bidens als Außenminister wiederholt die politische Bedrohung durch billiges russisches Erdgas ansprachen (6). Bis dahin hatte ein vereinigter Senat erfolgreich ein Gesetz verabschiedet, das, wie Cruz zu Blinken sagte, „[die Pipeline] in ihrem Lauf aufhielt“. Die deutsche Regierung, die damals von Angela Merkel geführt wurde, übte enormen politischen und wirtschaftlichen Druck aus, um die zweite Pipeline in Betrieb zu nehmen.

Würde Biden den Deutschen die Stirn bieten? Blinken bejahte dies, fügte aber hinzu, dass er die Ansichten als angehender Präsident nicht im Einzelnen erörtert habe. „Ich kenne dessen feste Überzeugung, dass Nord Stream 2 eine schlechte Idee ist“, sagte er. „Ich weiß, dass er möchte, dass wir alle uns zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen, um unsere Freunde und Partner, einschließlich Deutschland, davon zu überzeugen, das Projekt nicht voranzutreiben.“

Ein paar Monate später, als der Bau der zweiten Pipeline kurz vor der Fertigstellung stand, lenkte Biden ein. Im Mai dieses Jahres verzichtete die Regierung in einer erstaunlichen Kehrtwende auf Sanktionen gegen die Nord Stream AG, wobei ein Beamter des Außenministeriums einräumte, dass der Versuch, die Pipeline durch Sanktionen und Diplomatie zu stoppen, „schon immer aussichtslos“ gewesen sei. Hinter den Kulissen drängten Regierungsbeamte Berichten zufolge den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Zelenskij, der zu diesem Zeitpunkt im Angesicht der Gefahr einer russischen Invasion stand, den Schritt nicht zu kritisieren.

Das hatte unmittelbare Folgen. Die Republikaner im Senat, angeführt von Cruz, kündigten eine sofortige Blockade aller außenpolitischen Nominierungen Bidens an und verzögerten die Verabschiedung des jährlichen Verteidigungsgesetzes um Monate bis tief in den Herbst hinein. Politico bezeichnete Bidens Kehrtwende in Bezug auf die zweite russische Pipeline später als „die einzige Entscheidung, die Bidens Agenda gefährdet hat, wohl noch mehr als der chaotische militärische Rückzug aus Afghanistan“.

Die Regierung geriet ins Trudeln, obwohl sie Mitte November einen Aufschub in der Krise erhielt, als die deutschen Energieregulierungsbehörden die Genehmigung für die zweite Nord Stream-Pipeline aussetzten (7). Die Erdgaspreise stiegen innerhalb weniger Tage um acht Prozent, da in Deutschland und Europa die Befürchtung wuchs, dass die Aussetzung der Pipeline und die wachsende Möglichkeit eines Krieges zwischen Russland und der Ukraine zu einem sehr unerwünschten kalten Winter führen würden. In Washington war nicht klar, wo Olaf Scholz, der neu ernannte deutsche Bundeskanzler, steht. Monate zuvor, nach dem Fall Afghanistans, hatte Scholz in einer Rede in Prag öffentlich die Forderung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron nach einer eigenständigeren europäischen Außenpolitik unterstützt — ein klarer Hinweis darauf, dass man sich weniger auf Washington und dessen wechselhaftes Handeln verlassen wollte.

Währenddessen wurden die russischen Truppen an den Grenzen der Ukraine stetig und bedrohlich aufgestockt, und Ende Dezember waren mehr als 100.000 Soldaten in der Lage, von Weißrussland und der Krim aus zuzuschlagen. In Washington wuchs die Besorgnis, und Blinken schätzte ein, dass diese Truppenstärke „in kurzer Zeit verdoppelt werden könnte“.

Die Aufmerksamkeit der Regierung richtete sich wieder einmal auf Nord Stream. Solange Europa von den Pipelines für billiges Erdgas abhängig blieb, befürchtete Washington, dass Länder wie Deutschland zögern würden, die Ukraine mit dem Geld und den Waffen zu versorgen, die sie brauchte, um Russland zu besiegen.

In diesem unruhigen Moment beauftragte Biden Jake Sullivan, eine behördenübergreifende Gruppe zusammenzustellen, die einen Plan ausarbeiten sollte. Alle Optionen sollten auf den Tisch gelegt werden. Aber nur eine würde sich durchsetzen.

PLANUNG

Im Dezember 2021, zwei Monate bevor die ersten russischen Panzer in die Ukraine rollten, berief Jake Sullivan eine Sitzung einer neu gebildeten Task Force ein — Männer und Frauen aus dem Generalstab, der CIA, dem Außen- und dem Finanzministerium — und bat um Empfehlungen, wie man auf Putins bevorstehende Invasion reagieren sollte.

Es war das erste einer Reihe von streng geheimen Treffen in einem sicheren Raum im obersten Stockwerk des Old Executive Office Building, das an das Weiße Haus angrenzt und in dem auch das President’s Foreign Intelligence Advisory Board (PFIAB) untergebracht war. Es gab das übliche Hin- und Hergerede, das schließlich zu einer entscheidenden Vorfrage führte: Würde die Empfehlung, die die Gruppe dem Präsidenten übermittelte, reversibel sein — wie eine weitere Schicht von Sanktionen und Devisenbeschränkungen — oder irreversibel — das heißt kinetische Aktionen, die nicht rückgängig gemacht werden könnten?

Laut der Quelle mit direkter Kenntnis des Prozesses wurde den Teilnehmern von Sullivan klar gemacht, dass die Gruppe einen Plan für die Zerstörung der beiden Nord-Stream-Pipelines ausarbeiten sollte — und dass er damit den Wünschen des Präsidenten nachkam.

In den nächsten Sitzungen erörterten die Teilnehmer Optionen für einen Angriff. Die Marine schlug vor, ein neu in Dienst gestelltes U-Boot einzusetzen, um die Pipeline direkt anzugreifen. Die Air Force diskutierte den Abwurf von Bomben mit verzögertem Zünder, die aus der Ferne gezündet werden könnten. Die CIA vertrat die Ansicht, dass der Angriff in jedem Fall verdeckt erfolgen müsse. Allen Beteiligten war klar, was auf dem Spiel stand. „Das ist kein Kinderkram“, sagte die Quelle. Wenn der Angriff auf die Vereinigten Staaten zurückgeführt werden könnte, „wäre das eine Kriegshandlung“.

Zu dieser Zeit wurde die CIA von William Burns geleitet, einem zurückhaltenden ehemaligen Botschafter in Russland, der als stellvertretender Außenminister in der Obama-Regierung gedient hatte. Burns ermächtigte rasch eine Arbeitsgruppe der Agentur, zu deren Ad-hoc-Mitgliedern zufällig jemand gehörte, der mit den Fähigkeiten der Tiefseetaucher der Marine in Panama City vertraut war. In den nächsten Wochen begannen die Mitglieder der CIA-Arbeitsgruppe mit der Ausarbeitung eines Plans für eine verdeckte Operation, bei der Tiefseetaucher eingesetzt werden sollten, um eine Explosion entlang der Pipeline auszulösen.

Etwas Ähnliches war schon einmal geschehen. Im Jahr 1971 erfuhren die US-amerikanischen Geheimdienste aus noch immer geheimen Quellen, dass zwei wichtige Einheiten der russischen Marine über ein im Ochotskischen Meer an der russischen Fernostküste verlegtes Unterseekabel miteinander kommunizierten. Das Kabel verband ein regionales Marinekommando mit dem Hauptquartier auf dem Festland in Wladiwostok.

Ein handverlesenes Team von Mitarbeitern des US-Geheimdienstes Central Intelligence Agency und der National Security Agency (NSA) wurde irgendwo im Großraum Washington zusammengetrommelt und arbeitete unter Einsatz von Marinetauchern, umgebauten U-Booten und einem Tiefsee-Rettungsfahrzeug einen Plan aus, mit dem es nach vielen Versuchen und Irrtümern gelang, das russische Kabel zu lokalisieren. Die Taucher brachten ein ausgeklügeltes Abhörgerät auf dem Kabel an, das den russischen Datenverkehr erfolgreich abfing und mit einem Abhörsystem aufzeichnete.

Die NSA erfuhr, dass hochrangige russische Marineoffiziere, die von der Sicherheit ihrer Kommunikationsverbindung überzeugt waren, unverschlüsselt mit ihren Kollegen plauderten. Das Aufzeichnungsgerät und das dazugehörige Band mussten monatlich ausgetauscht werden, und das Projekt lief ein Jahrzehnt lang munter weiter, bis es von einem vierundvierzigjährigen zivilen NSA-Techniker namens Ronald Pelton, der fließend Russisch sprach, verraten wurde. Pelton wurde 1985 wiederum von einem russischen Überläufer verraten und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Die Russen zahlten ihm nur 5.000 Dollar für seine Enthüllungen über die Operation sowie 35.000 Dollar für andere russische Betriebsdaten, die er zur Verfügung stellte und die nie veröffentlicht wurden.

Dieser Unterwassererfolg mit dem Codenamen Ivy Bells war innovativ und riskant und lieferte unschätzbare Erkenntnisse über die Absichten und Planungen der russischen Marine.

Dennoch war die behördenübergreifende Gruppe anfangs skeptisch, was die Begeisterung der CIA für einen verdeckten Tiefseeangriff betraf. Es gab zu viele unbeantwortete Fragen. Die Gewässer der Ostsee wurden von der russischen Marine stark patrouilliert, und es gab keine Ölplattformen, die als Deckung für eine Tauchoperation genutzt werden konnten. Müssten die Taucher nach Estland fahren, direkt über die Grenze zu den russischen Erdgasverladedocks, um für den Einsatz zu trainieren? „Das wäre ein Ziegenfick“, wurde der Agentur gesagt.

Während „all dieser Planungen“, so die Quelle, „sagten einige Mitarbeiter der CIA und des Außenministeriums: »Macht das nicht. Es ist dumm und wird ein politischer Albtraum sein, wenn es herauskommt.«“

Dennoch berichtete die CIA-Arbeitsgruppe Anfang 2022 an Sullivans behördenübergreifende Gruppe: „Wir haben eine Möglichkeit, die Pipelines zu sprengen.“

Was dann kam, war verblüffend. Am 7. Februar, weniger als drei Wochen vor der scheinbar unvermeidlichen russischen Invasion in der Ukraine, traf Biden in seinem Büro im Weißen Haus mit dem deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz zusammen, der nach einigem Wackeln nun fest auf der Seite der Amerikaner stand. Bei der anschließenden Pressekonferenz sagte Biden trotzig: „Wenn Russland einmarschiert … wird es kein Nord Stream 2 mehr geben. Wir werden dem ein Ende setzen.“

Zwanzig Tage zuvor hatte Unterstaatssekretärin Nuland bei einem Briefing des Außenministeriums im Wesentlichen dieselbe Botschaft überbracht, ohne dass die Presse darüber berichtet hätte. „Ich möchte mich heute ganz klar ausdrücken“, sagte sie als Antwort auf eine Frage. „Wenn Russland in die Ukraine einmarschiert, wird Nord Stream 2 auf die eine oder andere Weise nicht weitergeführt„.

Mehrere an der Planung der Pipeline beteiligte Personen zeigten sich bestürzt über die ihrer Meinung nach indirekten Anspielungen auf den Angriff.

„Es war, als würde man eine Atombombe in Tokio auf den Boden legen und den Japanern sagen, dass wir sie zünden werden“, sagte die Quelle. „Der Plan sah vor, dass die Optionen nach der Invasion ausgeführt und nicht öffentlich bekannt gegeben werden sollten. Biden hat es einfach nicht kapiert oder ignoriert.“

Bidens und Nulands Indiskretion, wenn es denn so war, könnte einige der Planer frustriert haben. Aber sie schuf auch eine Gelegenheit. Der Quelle zufolge waren einige hochrangige CIA-Beamte der Ansicht, dass die Sprengung der Pipeline „nicht länger als verdeckte Option betrachtet werden konnte, weil der Präsident gerade bekannt gegeben hatte, dass wir wüssten, wie wir es zu tun hätten“.

Der Plan, Nord Stream 1 und 2 zu sprengen, wurde plötzlich von einer verdeckten Operation, über die der Kongress informiert werden musste, zu einer hoch geheimen Geheimdienstoperation mit militärischer Unterstützung der USA herabgestuft. Nach dem Gesetz, so die Quelle, „gab es keine rechtliche Verpflichtung mehr, den Kongress über die Operation zu informieren. Alles, was sie jetzt tun mussten, war, es einfach zu tun — aber es musste immer noch geheim sein. Die Russen haben eine hervorragende Überwachung der Ostsee“.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe der Agentur hatten keinen direkten Kontakt zum Weißen Haus und wollten unbedingt herausfinden, ob der Präsident es ernst meinte, was er gesagt hatte, das heißt, ob die Mission nun genehmigt war. Die Quelle erinnerte sich: „Bill Burns kam zurück und sagte: »Tun Sie es.«“

DIE OPERATION

Norwegen war die perfekte Basis für die Mission.

In den letzten Jahren der Ost-West-Krise hat das US-Militär seine Präsenz in Norwegen, dessen westliche Grenze 1.400 Meilen entlang des Nordatlantiks verläuft und oberhalb des Polarkreises in Russland mündet, erheblich ausgeweitet. Das Pentagon hat durch Investitionen in Höhe von Hunderten von Millionen Dollar in die Modernisierung und den Ausbau von Einrichtungen der amerikanischen Marine und der Luftwaffe in Norwegen hoch bezahlte Arbeitsplätze und Verträge geschaffen, die vor Ort nicht unumstritten waren. Zu den neuen Arbeiten gehörte vor allem ein fortschrittliches Radar mit synthetischer Antenne weit im Norden, das tief in Russland eindringen kann und gerade zu dem Zeitpunkt in Betrieb genommen wurde, als die amerikanischen Geheimdienste den Zugang zu einer Reihe von Langstrecken-Abhörstationen in China verloren.

Ein neu eingerichteter amerikanischer U-Boot-Stützpunkt, der seit Jahren im Bau war, wurde in Betrieb genommen, und mehr amerikanische U-Boote konnten nun eng mit ihren norwegischen Kollegen zusammenarbeiten, um eine große russische Nuklearstation 250 Meilen östlich auf der Halbinsel Kola zu überwachen und auszuspionieren. Die Amerikaner haben außerdem einen norwegischen Luftwaffenstützpunkt im Norden erheblich ausgebaut und der norwegischen Luftwaffe eine Flotte von Boeings P8-Poseidon-Patrouillenflugzeugen zur Verfügung gestellt, um die Langstreckenspionage gegen Russland zu verstärken.

Im Gegenzug verärgerte die norwegische Regierung im November letzten Jahres die Liberalen und einige gemäßigte Abgeordnete im Parlament des Landes mit der Verabschiedung des ergänzenden Abkommens über die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich (SDCA) (8). Das neue Abkommen sieht vor, dass die US-Justiz in bestimmten „vereinbarten Gebieten“ im Norden für amerikanische Soldaten zuständig ist, die außerhalb des Stützpunktes eines Verbrechens beschuldigt werden, sowie für norwegische Bürger, die beschuldigt oder verdächtigt werden, die Arbeit auf dem Stützpunkt zu stören.

Norwegen gehörte zu den Erstunterzeichnern des NATO-Vertrags im Jahr 1949, in den Anfängen des Kalten Krieges. Heute ist der Oberbefehlshaber der NATO Jens Stoltenberg, ein überzeugter Antikommunist, der acht Jahre lang norwegischer Ministerpräsident war, bevor er 2014 mit amerikanischer Unterstützung auf seinen hohen NATO-Posten wechselte. Er war ein Hardliner in Sachen Putin und Russland und hatte seit dem Vietnamkrieg mit den amerikanischen Geheimdiensten zusammengearbeitet. Seitdem genießt er volles Vertrauen. „Er ist der Handschuh, in den die amerikanische Hand passt“, sagte die Quelle.

Zurück in Washington wussten die Planer, dass sie nach Norwegen gehen mussten. „Sie hassten die Russen, und die norwegische Marine war voller hervorragender Seeleute und Taucher, die seit Generationen Erfahrung in der hochprofitablen Tiefsee-Öl- und Gasförderung hatten“, so die Quelle. Außerdem konnte man darauf vertrauen, dass sie die Mission geheim halten würden. (Die Norweger könnten auch andere Interessen gehabt haben. Die Zerstörung von Nord Stream — falls die Amerikaner es schaffen sollten — würde es Norwegen ermöglichen, weitaus mehr eigenes Erdgas nach Europa zu verkaufen).

Irgendwann im März flogen einige Mitglieder des Teams nach Norwegen, um sich mit dem norwegischen Geheimdienst und der Marine zu treffen. Eine der wichtigsten Fragen war, wo genau in der Ostsee der beste Ort für die Anbringung des Sprengstoffs ist. Nord Stream 1 und 2, die jeweils über zwei Pipelines verfügen, waren auf ihrem Weg zum Hafen von Greifswald im äußersten Nordosten Deutschlands größtenteils nur durch eine Meile voneinander getrennt.

Die norwegische Marine fand schnell die richtige Stelle in den flachen Gewässern der Ostsee, nur wenige Meilen vor der dänischen Insel Bornholm. Die Pipelines verliefen in einem Abstand von mehr als einer Meile entlang eines Meeresbodens, der nur 260 Fuß tief war. Das wäre in Reichweite der Taucher, die von einem norwegischen Minenjäger der Alta-Klasse aus mit einem Gemisch aus Sauerstoff, Stickstoff und Helium aus ihren Tanks tauchen und C4-Sprengladungen an den vier Pipelines anbringen würden, die mit Betonabdeckungen versehen sind. Es wäre eine mühsame, zeitraubende und gefährliche Arbeit, aber die Gewässer vor Bornholm hatten einen weiteren Vorteil: Es gab keine größeren Gezeitenströmungen, die das Tauchen erheblich erschwert hätten.

Nach ein paar Nachforschungen waren die Amerikaner einverstanden.

An diesem Punkt kam wieder einmal die obskure Tiefseetauchergruppe der Marine in Panama City ins Spiel. Die Tiefseeschulen in Panama City, deren Auszubildende an den Ivy Bells teilnahmen, werden von den Elite-Absolventen der Marineakademie in Annapolis, die in der Regel nach dem Ruhm streben, als Seal, Kampfpilot oder U-Boot-Fahrer eingesetzt zu werden, als unerwünschtes Hinterland angesehen. Wenn man ein „Black Shoe“ werden muss, das heißt, ein Mitglied des weniger begehrten Überwasserschiffkommandos, gibt es immer mindestens einen Dienst auf einem Zerstörer, Kreuzer oder Amphibienschiff. Am wenigsten glamourös ist die Minenkriegsführung. Ihre Taucher tauchen weder in Hollywood-Filmen noch auf den Titelseiten von Publikumszeitschriften auf.

„Die besten Taucher mit Tieftauchqualifikationen sind eine enge Gemeinschaft, und nur die allerbesten werden für den Einsatz rekrutiert und darauf hingewiesen, dass sie sich darauf einstellen müssen, zur CIA nach Washington gerufen zu werden“, so die Quelle.

Die Norweger und Amerikaner hatten einen Ort und die Agenten, aber es gab noch eine andere Sorge: Jede ungewöhnliche Unterwasseraktivität in den Gewässern vor Bornholm könnte die Aufmerksamkeit der schwedischen oder dänischen Marine auf sich ziehen, die darüber berichten könnten.

Dänemark gehörte ebenfalls zu den ursprünglichen NATO-Unterzeichnern und war in Geheimdienstkreisen für seine besonderen Beziehungen zum Vereinigten Königreich bekannt. Schweden hatte einen Antrag auf Mitgliedschaft in der NATO gestellt und sein großes Geschick bei der Verwaltung seiner Unterwasserschall- und Magnetsensorsysteme unter Beweis gestellt, mit denen es erfolgreich russische U-Boote aufspürte, die gelegentlich in den entlegenen Gewässern der schwedischen Schären auftauchten und an die Oberfläche gezwungen wurden.

Die Norweger schlossen sich den Amerikanern an und bestanden darauf, dass einige hochrangige Beamte in Dänemark und Schweden in allgemeiner Form über mögliche Tauchaktivitäten in dem Gebiet unterrichtet werden mussten. Auf diese Weise konnte jemand von höherer Stelle eingreifen und einen Bericht aus der Befehlskette heraushalten, wodurch die Pipeline-Operation isoliert wurde. „Was man ihnen sagte und was sie wussten, war völlig unterschiedlich“, sagte die Quelle (die norwegische Botschaft, die um einen Kommentar zu dieser Geschichte gebeten wurde, hat nicht geantwortet).

Die Norweger waren der Schlüssel zur Überwindung anderer Hürden. Es war bekannt, dass die russische Marine über eine Überwachungstechnologie verfügte, die in der Lage war, Unterwasserminen aufzuspüren und auszulösen. Die amerikanischen Sprengsätze mussten so getarnt werden, dass sie für das russische System als Teil des natürlichen Hintergrunds erscheinen würden — was eine Anpassung an den spezifischen Salzgehalt des Wassers erforderte. Die Norweger hatten eine Lösung.

Die Norweger hatten auch eine Lösung für die entscheidende Frage, wann die Operation durchgeführt werden sollte. Seit 21 Jahren veranstaltet die amerikanische Sechste Flotte, deren Flaggschiff in Gaeta (Italien) südlich von Rom stationiert ist, jedes Jahr im Juni eine große NATO-Übung in der Ostsee, an der zahlreiche Schiffe der Alliierten aus der gesamten Region teilnehmen. Die aktuelle Übung, die im Juni stattfinden sollte, wird als Baltic Operations 22 oder BALTOPS 22 bezeichnet. Die Norweger schlugen vor, dies sei die ideale Tarnung für das Verlegen der Minen (9).

Die Amerikaner steuerten ein entscheidendes Element bei: Sie überzeugten die Planer der Sechsten Flotte, eine Forschungs- und Entwicklungsübung in das Programm aufzunehmen. An der Übung, die von der Marine bekannt gegeben wurde, war die Sechste Flotte in Zusammenarbeit mit den „Forschungs- und Kriegsführungszentren“ der Marine beteiligt. Bei der Übung, die vor der Küste der Insel Bornholm stattfinden sollte, sollten Taucherteams der NATO Minen verlegen, während die konkurrierenden Teams die neueste Unterwassertechnologie einsetzten, um die Minen zu finden und zu zerstören (10).

Es war sowohl eine nützliche Übung als auch eine geniale Tarnung. Die Jungs aus Panama City würden ihr Ding durchziehen, und der C4-Sprengstoff würde bis zum Ende von BALTOPS22 an Ort und Stelle sein, mit einem 48-Stunden-Timer versehen. Alle Amerikaner und Norweger würden bei der ersten Explosion schon lange weg sein.

Die Tage zählten herunter. „Die Uhr tickte, und wir waren kurz davor, die Mission zu erfüllen“, sagte die Quelle.

Doch dann: Washington überlegte es sich anders. Die Bomben würden immer noch während BALTOPS gelegt werden, aber das Weiße Haus befürchtete, dass ein Zeitfenster von zwei Tagen für ihre Detonation zu kurz vor dem Ende der Übung sein würde, und es würde offensichtlich werden, dass Amerika beteiligt war.

Stattdessen hatte das Weiße Haus eine neue Anfrage: „Können sich die Jungs vor Ort etwas einfallen lassen, um die Pipelines später auf Kommando zu sprengen?“

Einige Mitglieder des Planungsteams waren verärgert und frustriert über die scheinbare Unentschlossenheit des Präsidenten. Die Taucher in Panama City hatten wiederholt geübt, C4 an den Pipelines anzubringen, wie sie es bei BALTOPS tun würden, aber nun musste das Team in Norwegen einen Weg finden, um Biden zu geben, was er wollte — die Möglichkeit, einen erfolgreichen Ausführungsbefehl zu einem Zeitpunkt seiner Wahl zu erteilen.

Mit einer willkürlichen Änderung in letzter Minute beauftragt zu werden, war etwas, mit dem die CIA vertraut war. Allerdings wurden dadurch auch die Bedenken einiger Beteiligter hinsichtlich der Notwendigkeit und Rechtmäßigkeit der gesamten Operation erneuert.

Die geheimen Befehle des Präsidenten erinnerten auch an das Dilemma der CIA in der Zeit des Vietnamkriegs, als Präsident Johnson angesichts der wachsenden Stimmung gegen den Vietnam-Krieg der Agentur befahl, gegen ihre Charta zu verstoßen, die es ihr ausdrücklich untersagte, innerhalb Amerikas zu operieren, indem sie führende Kriegsgegner ausspionierte, um festzustellen, ob sie vom kommunistischen Russland kontrolliert wurden.

Die Agentur willigte schließlich ein, und im Laufe der 1970er Jahre wurde deutlich, wie weit sie zu gehen bereit war. Nach den Watergate-Skandalen enthüllten die Zeitungen, dass die Agentur amerikanische Bürger ausspionierte, an der Ermordung ausländischer Führer beteiligt war und die sozialistische Regierung von Salvador Allende unterminierte.

Diese Enthüllungen führten Mitte der 1970er Jahre zu einer Reihe dramatischer Anhörungen im Senat unter der Leitung von Frank Church aus Idaho, die deutlich machten, dass Richard Helms, der damalige Direktor der Agency, akzeptierte, dass er verpflichtet war, die Wünsche des Präsidenten zu erfüllen, auch wenn dies einen Verstoß gegen das Gesetz bedeutete.

In einer unveröffentlichten Zeugenaussage hinter verschlossenen Türen erklärte Helms reumütig, dass „man fast eine unbefleckte Empfängnis hat, wenn man etwas auf geheime Anweisung eines Präsidenten tut“. „Ob es nun richtig ist, dass Sie es haben sollten, oder falsch, dass Sie es haben sollen, [die CIA] arbeitet nach anderen Regeln und Grundregeln als jeder andere Teil der Regierung.“ Damit erklärte er den Senatoren, dass er als Leiter der CIA für die Regierung und nicht für die Verfassung arbeite.

Die Amerikaner, die in Norwegen im Einsatz waren, arbeiteten mit der gleichen Dynamik und begannen pflichtbewusst mit der Arbeit an dem neuen Problem — der Fernzündung des C4-Sprengstoffs auf Bidens Befehl. Die Aufgabe war viel anspruchsvoller, als man in Washington dachte. Das Team in Norwegen konnte nicht wissen, wann der Präsident den Knopf drücken würde. Würde es in ein paar Wochen, in vielen Monaten oder in einem halben Jahr oder länger sein?

Das an den Pipelines angebrachte C4 würde durch eine kurzfristig von einem Flugzeug abgeworfene Sonarboje ausgelöst werden, aber das Verfahren erforderte die modernste Signalverarbeitungstechnologie. Einmal an Ort und Stelle, könnten die an jeder der vier Pipelines angebrachten Zeitverzögerungsgeräte versehentlich durch die komplexe Mischung von Meeresgeräuschen in der stark befahrenen Ostsee ausgelöst werden — durch nahe und entfernte Schiffe, Unterwasserbohrungen, seismische Ereignisse, Wellen und sogar Meerestiere. Um dies zu vermeiden, würde die Sonarboje, sobald sie an Ort und Stelle wäre, eine Abfolge einzigartiger tieffrequenter Töne aussenden — ähnlich denen einer Flöte oder eines Klaviers —, die vom Zeitmessgerät erkannt werden und nach einer voreingestellten Verzögerung von mehreren Stunden den Sprengstoff auslösen würden. („Sie wollen ein Signal, das robust genug ist, damit kein anderes Signal versehentlich einen Impuls senden kann, der den Sprengstoff zündet“, erklärte mir Dr. Theodore Postol, emeritierter Professor für Wissenschaft, Technologie und nationale Sicherheitspolitik am MIT. Postol, der als wissenschaftlicher Berater des Chefs der Marineoperationen im Pentagon tätig war, sagte, das Problem, dem sich die Gruppe in Norwegen wegen Bidens Verzögerung gegenübstand, sei eine Frage des Zufalls: „Je länger der Sprengstoff im Wasser ist, desto größer ist das Risiko eines zufälligen Signals, das die Bomben auslöst“).

Am 26. September 2022 warf ein P8-Überwachungsflugzeug der norwegischen Marine bei einem scheinbaren Routineflug eine Sonarboje ab. Das Signal breitete sich unter Wasser aus, zunächst zu Nord Stream 2 und dann zu Nord Stream 1. Wenige Stunden später wurde der Hochleistungs-C4-Sprengstoff ausgelöst und drei der vier Pipelines wurden außer Betrieb gesetzt. Innerhalb weniger Minuten konnte man sehen, wie sich Methangas, das in den stillgelegten Pipelines verblieben war, an der Wasseroberfläche ausbreitete, und die Welt erfuhr, dass etwas Unumkehrbares geschehen war.

FALLOUT (Nebenwirkungen, Auswirkungen)

Unmittelbar nach dem Bombenanschlag auf die Pipeline behandelten die amerikanischen Medien den Vorfall wie ein ungelöstes Rätsel. Russland wurde wiederholt als wahrscheinlicher Schuldiger genannt, angespornt durch kalkulierte Indiskretionen aus dem Weißen Haus – ohne dass jemals ein klares Motiv für einen solchen Akt der Selbstsabotage jenseits einfacher Vergeltung gefunden wurde. Als sich einige Monate später herausstellte, dass die russischen Behörden in aller Stille Kostenvoranschläge für die Reparatur der Pipelines eingeholt hatten, bezeichnete die New York Times diese Nachricht als „Erschwerung der Theorien darüber, wer hinter dem Anschlag steckt“. Keine große amerikanische Zeitung ging auf die früheren Drohungen gegen die Pipelines ein, die von Biden und Unterstaatssekretärin Nuland ausgesprochen wurden.

Während nie klar war, warum Russland versuchen sollte, seine eigene lukrative Pipeline zu zerstören, kam eine aufschlussreichere Begründung für die Aktion des Präsidenten von Außenminister Blinken.

Auf einer Pressekonferenz im vergangenen September zu den Folgen der sich verschärfenden Energiekrise in Westeuropa befragt, beschrieb Blinken den Moment als einen potenziell guten:

„Es ist eine enorme Chance, die Abhängigkeit von russischer Energie ein für alle Mal zu beenden und damit Wladimir Putin die Bewaffnung der Energie als Mittel zur Durchsetzung seiner imperialen Pläne zu entziehen. Das ist sehr bedeutsam und bietet eine enorme strategische Chance für die kommenden Jahre, aber in der Zwischenzeit sind wir entschlossen, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um sicherzustellen, dass die Folgen all dessen nicht von den Bürgern in unseren Ländern oder in der ganzen Welt getragen werden.“ (11)

Kürzlich äußerte sich Victoria Nuland erfreut über das Scheitern der jüngsten der beiden Pipelines. Bei einer Anhörung des Ausschusses für auswärtige Beziehungen des Senats Ende Januar sagte sie zu Senator Ted Cruz: „Wie Sie bin auch ich, und ich denke, die Regierung ist sehr erfreut zu wissen, dass Nord Stream 2 nun, wie Sie sagen, ein Haufen Metall auf dem Grund des Meeres ist.“

Die Quelle sah Bidens Entscheidung, mehr als 1.500 Meilen der Gazprom-Pipeline zu sabotieren, während der Winter näher rückte, wesentlich nüchterner. „Nun“, sagte er über den Präsidenten, „ich muss zugeben, dass der Kerl ein Paar Eier hat. Er hat gesagt, er würde es tun, und er hat es getan“.

Auf die Frage, warum die Russen seiner Meinung nach nicht reagierten, antwortete er zynisch: „Vielleicht wollen sie die Möglichkeit haben, dasselbe zu tun, was die USA getan haben.

„Es war eine schöne Tarngeschichte“, fuhr er fort. „Dahinter steckte eine verdeckte Operation, bei der Experten vor Ort eingesetzt wurden und Geräte, die mit einem verdeckten Signal arbeiteten. Der einzige Makel war die Entscheidung, es zu tun.“

Warum Substack?

Eine Nachricht für Sie, die Leser, über mich und Substack, Seymour Hersh, 8. Februar

Ich habe die meiste Zeit meiner Karriere als freier Mitarbeiter gearbeitet. Im Jahr 1969 berichtete ich über eine Einheit amerikanischer Soldaten in Vietnam, die ein schreckliches Kriegsverbrechen begangen hatte. Sie hatten den Befehl erhalten, ein einfaches Bauerndorf anzugreifen, in dem sie, wie einige Offiziere wussten, auf keinen Widerstand stoßen würden – und den Befehl erhalten, bei Sichtkontakt zu töten. Die Jungen mordeten, vergewaltigten und verstümmelten stundenlang, ohne dass ein Feind zu sehen war. Das Verbrechen wurde achtzehn Monate lang auf höchster Ebene der militärischen Befehlskette vertuscht – bis ich es aufdeckte.

Für diese Arbeit wurde ich mit dem Pulitzer-Preis für internationale Berichterstattung ausgezeichnet, aber es war nicht einfach, die amerikanische Öffentlichkeit darüber zu informieren. Ich war kein etablierter Journalist, der für ein etabliertes Unternehmen arbeitete. Meine erste Geschichte, die über einen kaum existierenden, von einem Freund von mir geleiteten Nachrichtendienst veröffentlicht wurde, wurde zunächst von den Redakteuren der Zeitschriften Life und Look abgelehnt. Als die Washington Post sie schließlich veröffentlichte, wurde sie mit Dementis des Pentagons und der unreflektierten Skepsis des Redakteurs überhäuft.

Solange ich denken kann, hat man mir gesagt, meine Geschichten seien falsch, erfunden, unerhört – aber ich habe nie damit aufgehört. Im Jahr 2004, nachdem ich die ersten Geschichten über die Folterung irakischer Gefangener in Abu Ghraib veröffentlicht hatte, bezeichnete ein Sprecher des Pentagon meinen Journalismus als „eine Ansammlung von Unsinn“. (Er sagte auch, ich sei ein Typ, der „einen Haufen Mist an die Wand wirft“ und „erwartet, dass jemand herausschält, was echt ist.“ Für diese Arbeit habe ich meinen fünften George-Polk-Preis erhalten.)

Ich habe meine Zeit in den großen Filialen verbracht, aber ich war dort nie zu Hause. In letzter Zeit wäre ich dort sowieso nicht mehr willkommen gewesen. Wie immer war das Geld Teil des Problems. Die Washington Post und meine alte Zeitung, die New York Times (um nur einige zu nennen), befinden sich in einem Teufelskreis aus schwindender Hauszustellung, Kioskverkäufen und Display-Anzeigen. CNN und seine Nachkommen, wie MSNBC und Fox News, kämpfen um sensationelle Schlagzeilen statt um investigativen Journalismus. Es sind immer noch viele brillante Journalisten am Werk, aber ein Großteil der Berichterstattung muss innerhalb von Richtlinien und Beschränkungen erfolgen, die es in den Jahren, in denen ich täglich für die Times schrieb, nicht gab.

Und genau da kommt Substack ins Spiel. Hier habe ich die Art von Freiheit, für die ich immer gekämpft habe. Ich habe beobachtet, wie sich ein Autor nach dem anderen auf dieser Plattform von den wirtschaftlichen Interessen seiner Verleger befreit hat, wie er ohne Angst vor der Anzahl der Wörter oder dem Umfang seiner Kolumne in die Tiefe gegangen ist und – was am wichtigsten ist – wie er direkt mit seinen Lesern gesprochen hat. Und dieser letzte Punkt ist für mich das Entscheidende. Ich war nie daran interessiert, mit Politikern zu verkehren oder mich bei selbstgefälligen Cocktailpartys – ich nannte sie immer gerne „Star-Fucking-Partys“ – unter die Geldgeber zu mischen. Am wohlsten fühle ich mich, wenn ich mit den Militärs billigen Bourbon trinke, die Mitarbeiter der Anwaltskanzlei im ersten Jahr nach Informationen durchforste oder mit dem Juniorminister eines Landes, dessen Namen die meisten nicht kennen, Geschichten austausche. Das war schon immer mein Stil. Und wie sich herausstellt, ist es auch der Ethos dieser Online-Community.

Was Sie hier finden, ist, so hoffe ich, ein Spiegelbild dieser Freiheit. Die Geschichte, die Sie heute lesen werden, ist die Wahrheit, an der ich drei Monate lang gearbeitet habe, ohne den Druck eines Verlegers, von Redakteuren oder Kollegen, sie in bestimmte Bahnen zu lenken – oder sie zu kürzen, um ihre Ängste zu beschwichtigen. Substack bedeutet einfach, dass die Berichterstattung wieder da ist … ungefiltert und unprogrammiert – genau so, wie ich es mag.

Seymour M. Hersh

Washington, DC (12, a1, a2)


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten wurde von der Substack-Seite von Seymon Hersh übernommen und ins Deutsche übersetzt. Einige Quellenangaben wurden nachträglich hinzugefügt.

(a1) Die Übersetzung aus dem Englischen erfolgte unter Zuhilfenahme von DeepL.com.

(a2) Vielen Dank an den Foristen Heiri, der mir die Rohübersetzung zusandte!

(1) Bundeswehr; BALTOPS 2022: US- und NATO-Grossübung in der Ostsee; https://www.bundeswehr.de/de/organisation/marine/aktuelles/baltops-2022-us-nato-grossuebung-ostsee-5441864; abgerufen: 19.02.2023

(2) 1980; US-Regierung; The Intelligence Oversight Act; SUBCHAPTER III—ACCOUNTABILITY FOR INTELLIGENCE ACTIVITIES; § 413. General Congressional oversight provisions; https://www.govinfo.gov/content/pkg/USCODE-2011-title50/pdf/USCODE-2011-title50-chap15-subchapIII-sec413.pdf

(3) 31.01.2023; Berliner Zeitung; Michael Maiker; Victoria Nuland freut sich über Zerstörung von Nord-Stream-Pipelines; https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/victoria-nuland-freut-sich-ueber-zerstoerung-von-nord-stream-pipelines-li.312835

(4) 10.09.2021; Reuters; Wladimir Soldatkin; Russia completes Nord Stream 2 construction, gas flows yet to start; https://www.reuters.com/business/energy/russias-gazprom-says-it-has-completed-nord-stream-2-construction-2021-09-10/

(5) 22.09.2020; Focus; „Verlieren den Verstand“: US-Senator spottet über Bundesregierung wegen Nord Stream 2; https://www.focus.de/finanzen/boerse/konjunktur/druck-auf-deutschland-verlieren-den-verstand-us-senator-spottet-ueber-bundesregierung-wegen-nord-stream-2_id_12434564.html

(6) 13.01.2022; CNN; Ted Barrett, Mathew Hoye; Senate votes down Cruz’s bill to impose sanctions over Nord Stream pipeline; https://edition.cnn.com/2022/01/13/politics/nord-stream-pipeline-democrats-defeat-cruz-bill/index.html

(7) 16.11.2021; The Guardian; Germany suspends approval for Nord Stream 2 gas pipeline; https://www.theguardian.com/business/2021/nov/16/germany-suspends-approval-for-nord-stream-2-gas-pipeline

(8) 08.06.2022; High North News; Astri Edvardsen; New Norway – USA Defense Agreement Allows Extensive US Authority in the North; https://www.highnorthnews.com/en/new-norway-usa-defense-agreement-allows-extensive-us-authority-north

(9) 07.06.2022; NATO; 16 NATO Allies and partners take part in exercise BALTOPS 22; https://www.nato.int/cps/en/natohq/news_196240.htm

(10) 17.06.2022; US-Navy; BALTOPS 22, the premier Baltic Sea maritime exercise, concludes in Kiel; https://www.navy.mil/Press-Office/News-Stories/Article/3066830/baltops-22-the-premier-baltic-sea-maritime-exercise-concludes-in-kiel/

(11) 30.09.2022; US-Regierung; Secretary Antony J. Blinken And Canadian Foreign Minister Mélanie Joly At a Joint Press Avaiblability; https://www.state.gov/secretary-antony-j-blinken-and-canadian-foreign-minister-melanie-joly-at-a-joint-press-availability/

(12) 08.02.2023; Seymour Hersh; How America Took Out The Nord Stream Pipeline; https://seymourhersh.substack.com/p/how-america-took-out-the-nord-stream

(Titelbild) Dämmerung, Sonne, Meer, Strand; Autor: kordi_vahle (Pixabay); 08.10.2018; https://pixabay.com/de/photos/sonnenuntergang-strand-himmel-3726030/; Lizenz: Pixabay License

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Von Ped

17 Gedanken zu „Eine Geschichte vom Terroranschlag auf Nord Stream“
  1. Sputnik International schreibt zur Nord Stream-Sabotage…
    https://sputniknews.com/20230218/seymour-hersh-says-he-may-write-more-about-nord-streams-destruction-1107580071.html
    .
    Am 26. September registrierte der Betreiber der Nord Stream AG einen rapiden Druckabfall in den Nord Stream 2-Pipelines, und Nord Stream 1 folgte kurz darauf. Schweden und Dänemark teilten mit, dass sie Unterwassersprengungen in dem Gebiet entdeckt hätten. Der Betreiber bezeichnete die Schäden am System als „beispiellos“.
    .
    Seymour Hersh sagt, er könnte mehr über die Zerstörung von Nord Stream schreiben
    16:08 GMT 18.02.2023 (Aktualisiert: 16:09 GMT 18.02.2023)
    .
    In seiner bahnbrechenden Enthüllung Anfang des Monats stellt Hersh fest, dass die
    Vereinigten Staaten direkt für die Sabotage der Nord Stream-Pipeline verantwortlich seien.
    .
    Der Enthüllungsjournalist Seymour Hersh, der kürzlich schwere Anschuldigungen über die Verantwortung der Vereinigten Staaten für die Zerstörung der Nord Stream-Pipeline erhob, hat angedeutet, dass er weitere Details über den „Mechanismus“ dieses Sabotageakts enthüllen könnte.
    In einem Interview mit einem Medienunternehmen behauptete Hersh, dass die Planung der Operation, die zur Zerstörung der Nord Stream-Pipeline führte, „gut abgeschirmt“ und „sehr verdeckt“ gewesen sei.
    .
    „Mit anderen Worten, der Präsident erfuhr nur, dass es zu schaffen sei“, sagte
    Hersh. „Ich werde wahrscheinlich mehr über den Mechanismus schreiben.“
    .
    Er merkte an, dass es Norwegen war, das den Vereinigten Staaten zeigte, wo die
    Unterwasserpipeline relativ nahe an der Oberfläche verlief, so dass US-Taucher dorthin
    gelangen und die Tat begehen konnten.
    Der Journalist merkte auch an, dass das Vorgehen der US-Führung im Wesentlichen
    dazu geführt haben, dass sich die russische Bevölkerung hinter den russischen
    Präsidenten Wladimir Putin gestellt hat.
    .
    Unterdessen warnte Chinas Direktor des Zentralen Büros für Auswärtige Angelegenheiten, Wang Yi, dass die Fortsetzung der Krise in der Ukraine die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sich Vorfälle wie die Zerstörung von Nord Stream wiederholen.
    .
    „Wir verstehen die Besorgnis der europäischen Länder über die Krise in der Ukraine.
    Je länger die Krise andauert, desto mehr Schaden erleidet Europa und Zwischenfälle
    wie die Sprengung von Nord Stream könnten sich von Zeit zu Zeit wiederholen“,
    sagte Wang in einem Gespräch mit Bundeskanzler Olaf Scholz am Rande der
    Münchner Sicherheitskonferenz.
    .
    Anfang dieses Monats hatte Hersh einen Bericht über die Zerstörung der Nord Stream-Pipeline veröffentlicht, in dem er behauptete, dass Taucher der US-Marine mit Unterstützung Norwegens im Sommer 2022 unter dem Deckmantel einer NATO-Militärübung in der Ostsee Sprengsätze an der Pipeline anbrachten.
    Die Sprengladungen wurden etwa drei Monate später gezündet, da US-Präsident Joe Biden – der dieses Vorhaben genehmigt haben soll – keinen Verdacht erregen wollte, so Hersh unter Berufung auf anonyme Quellen, die mit der Planung dieser Operation vertraut waren.
    .
    Ende des Artikels
    .
    Wir dürfen uns demnach wahrscheinlich über weitere Enthüllungen von Details freuen, was die US-Regierung und auch die Nato weiter ins Wanken bringen könnte.
    .
    Weitere Nord Stream Leaks gibt es hier…
    https://sputniknews.com/nord-stream-leaks/
    .
    PS: Wer Probleme hat, sputniknews.com aufzurufen, möge folgendes unterhalb der letzten Zeile seiner Hosts-Datei einfügen:
    .
    178.248.238.130 sputniknews.com
    .
    PPS: Großes DANKESCHÖN, lieber Ped, dass Sie sich so schnell dieses wichtigen Themas angenommen haben!

  2. Vielen Dank auch an @Heiri Kugler, für die Übersetzung des Originalartikels von Seymour Hersh.
    Allerdings hatte Thomas Röper diesen Artikel auch übersetzt und veröffentlicht. Die Übersetzung hatte ich hier bereits am 9. Februar verlinkt…
    https://peds-ansichten.de/2023/02/enttaeuscht/#comment-44385
    .
    Bitte nicht ärgern, lieber Heiri, wichtig ist m.E., dass möglichst viele Menschen die Brisanz der Vorgänge zu „DEN ANSCHLÄGEN von 9/26“ erkennen und sich mit dem Thema befassen.
    .
    .
    Eine Übernahme von Anti-Spiegel ist nicht so ohne weiteres möglich.
    Herzlich, Ped

  3. Sehr geehrter Ped,
    vielen Dank für die Veröffentlichung dieses Artikels auch auf Ihrem Blog. Es wäre gut, wenn die alternativen Medien alle das Thema hochhalten, damit es eben nicht einfach weg geschwiegen werden kann.
    Zu ihrer Anmerkung, dass dies nicht die ganze Geschichte ist, die Seymour Hersh dort veröffentlicht hat, hatte ich auch schon einige Gedanken, insbesondere wer möglicherweise ein Interesse an der Veröffentlichung hat. Meines Erachtens gibt da zwei Möglichkeiten. Zum einen könnten es militärische Kreise sein, die keinen Bock mehr haben, ständig den Kopf für die Abenteuer einer globalistischen Elite hinzuhalten. Zum Anderen demokratische Kreise, die Biden los werden möchten und deshalb auch schon vorher die Geschichte mit den klassifizierten Dokumenten platziert haben, damit er nicht für die Wahl 2024 kandidieren kann. Wirklich erfahren werden wir es wahrscheinlich eh nicht, aber unterhaltsam ist das Ganze in jedem Fall. Und vielleicht besteht ja tatsächlich ein klein wenig die Hoffnung, wie leo es angedeutet hat, dass dies ein guter Anlass für Deutschland und Europa wäre, sich aus der Bevormundung der USA zu lösen. Auch wenn es mit dem derzeitigen politischen Personal unmöglich erscheint, aber wie wir ja alle wissen, haben diese Puppen eh nichts zu entscheiden.
    Liebe Grüße
    David Bommert

  4. Schon wieder ein Intelligenztest.
    Ped, mit „eine Geschichte“ bringen Sie es auf den Punkt. Seymour Hersh erzählt eine Geschichte. Fortsetzung folgt, wie er selber ankündigt. Eine dieser Fortsetzungen durfte sich der interessierte und erstaunte Konsument in Form eines Interviews in der Berliner Zeitung zu Gemüte führen.
    .
    () https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/seymour-hersh-im-interview-joe-biden-sprengte-nord-stream-weil-er-deutschland-nicht-traut-li.317700
    .
    Ein Blick zurück auf das ABC-News-video von der Pressekonferenz mit Biden und Scholz vom 7. Februar 2022 zeigt nebst der unendlichen, kriminellen Arroganz eines Bidens auch die unerträglich dümmliche Visage eines deutschen Bundeskanzlers Scholz. Er steht da wie ein geohrfeigter Schuljunge und ist eben noch in der Lage, so etwas wie „..Wir handeln gemeinsam, wir sind uns absolut einig und wir werden keine unterschiedlichen Schritte unternehmen…“ in die Mikrofone zu stammeln (dazu schweigt des Sängers Höflichkeit).
    .
    () https://www.newsweek.com/video-biden-saying-end-nord-stream-resurfaces-after-pipeline-leak-1747005
    .
    Die Planung dieses einzigartigen Verbrechens startete also mit „einer Reihe von streng geheimen Treffen in einem sicheren Raum im obersten Stockwerk des Old Executive Office Building.“ Die Teilnehmer dieser Treffen sind mit Sicherheit überschaubar. Ein Informant aus diesem illustren Kreis wäre in nullkommanichts aufgedeckt. Wenn von dort Informationen an Seymour Hersh weitergegeben wurden, geschah das mit Sicherheit absichtlich.
    .
    Man versetze sich in die Lage von Biden, Burns, Sullivan, Blinken, Nuland und Konsorten: Wie bringe ich ein Verbrechen, das sich auch bei grösster Geheimhaltung auf Dauer nicht verbergen lässt, möglichst schmerzlos unter die Leute? Zu viele Stellen und zu viele Akteure waren zwangsläufig involviert. Also bedient man sich des besten Fachmannes für Investigativ-Journalismus. Seymour Hersh erfüllt die Rolle der gesteuerten Sprechpuppe perfekt, wen auch ziemlich sicher ungewollt. Er verbreitet die Wahrheit in homöopathischen, verträglichen Dosen und bald werden Andere nachziehen. Die Schafherde bleibt ruhig, Schock und Aufschrei der Massen bleibt aus und gut ist.
    .
    Wir sehen: Predictive Programming funktioniert auch rückwärts.
    .
    Einmal mehr, halten wir uns an die Fakten: Der US-Präsident kündigt die Ausschaltung von NordStream öffentlich an. Der deutsche Bundeskanzler steht daneben und hat dazu NICHTS zu sagen. Das beispiellose Verbrechen (mit Ausnahme ähnlicher Schandtaten aus demselben Haus) wird durchgezogen und standesgemäss geleugnet.
    .
    Bleibt zu hoffen, dass die freie Staatengemeinschaft unter Führung Russlands und China hier nicht locker lassen.

  5. “ … möglicherweise steckt eine Agenda hinter diesen dem Star-Journalisten zugesteckten Informationen.“
    Das ist ein übliches Verfahren; im Englischen „Limited Hangout“.

    Seymour Hersh mag seine Verdienste haben, aber mit seiner Story über die angebliche Ermordung Bin Ladens in Abottabad hatte es sich mit dem „Starjournalisten“:
    https://www.lrb.co.uk/the-paper/v37/n10/seymour-m.-hersh/the-killing-of-osama-bin-laden
    Spätestens damit haben bestimmte Kreise Hersh bei den E****.

    Man begibt sich sicherlich nicht auf Glatteis, wenn man annimmt, dass Bin Laden 2011 lange tot war. Die Inszenierung vom Situationroom war wichtig für Obamas Wiederwahl (Hersh: „The killing was the high point of Obama’s first term, and a major factor in his re-election.“), aber erbärmlich umgesetzt. Ich fragte damals einen aufstrebenden Jungbundesbürger (ca. 11 Jahre): Stimmt an diesem Bild etwas nicht? Die Antwort dauerte keine Sekunde: Der da ist zu klein, und zeigte auf … . (Erwachsene tun sich aus Angst, etwas falsches zu sagen, viel schwerer).
    Vielleicht erinnert sich noch wer an die großspurige Behauptung, die unappetitliche Runde habe den Mord live per Helmkamera verfolgt. Als dann alles schrie „her mit dem Video“, folgte das Dementi: äh, leider, leider war die Kamera gerade ausgefallen …

    Der Fall Nord Stream bietet für Otto Normalnutzer nichts greifbares; was lanciert wird, enthält meist mehr als einen Tropfen Gift. Ich würde zur Vorsicht raten.

  6. Der Mainstream zur Sprengung der Nordstream Pipelines
    .
    New York Post – Pulitzer winner Seymour Hersh claims US Navy behind Nord Stream 2 pipeline explosion…
    https://nypost.com/2023/02/08/seymour-hersh-claims-us-navy-behind-nord-stream-2-pipeline-explosion/
    .
    Daily Mail (Mail Online) – Did Biden give the order to destroy Putin’s Nord Stream pipeline after Ukraine invasion? Bombshell report claims Navy divers carried out mission to kill Russia’s gas stranglehold on Europe in audacious mission overseen by president…
    https://www.dailymail.co.uk/news/article-11727691/U-S-carried-Nord-Stream-bomb-attack-secret-plan-led-Joe-Biden-report-claims.html
    .
    The Times (UK) – US bombed Nord Stream gas pipelines, claims investigative journalist Seymour Hersh…
    https://www.thetimes.co.uk/article/us-bombed-nord-stream-gas-pipelines-claims-investigative-journalist-seymour-hersh-s730dnnfz
    .
    France24 – White House rejects report that US was behind Nord Stream sabotage…
    https://www.france24.com/en/live-news/20230208-white-house-rejects-report-that-us-was-behind-nord-stream-sabotage
    .
    Newsweek – Nord Stream Attack: Senator Raises Alarms About Alleged U.S. Involvement…
    https://www.newsweek.com/nord-stream-attack-senator-raises-alarms-about-alleged-us-involvement-1780192
    .
    Bloomberg – Russia Blames US for Nord Stream Blasts, Threatens Consequences…
    https://www.bloomberg.com/news/articles/2023-02-09/russia-blames-us-for-nord-stream-blasts-threatens-consequences#xj4y7vzkg
    .
    Das scheint bisher so ziemlich alles zu sein, was der Mainstream bezüglich der Enthüllung von Seymour Hersh“ durchsickern lässt“. Das Portal „Responsible Statecraft“ bringt es mit dem Titel „The Sy Hersh effect: killing the messenger, ignoring the message“ auf den Punkt. Allerdings scheint es sich nur um einen kurzen Beißreflex gehandelt zu haben, den z.Zt. herrscht eisiges Schweigen im Blätterwald des Mainstreams. Und das obwohl sich Deutschland nach dem Angriff der USA auf deutsch-russische Infrastruktur in einem, wenn man die eigentlich recht eindeutigen Äusserungen von Biden mal ignoriert, nicht erklärten Krieg mit den USA befindet.

    1. Bliebe noch der Artikel von Responsible Statecraft nachzutragen, der sich recht ausführlich mit der Verweigerung des Mainstreams und den sich daraus ergebenden Konsequenzen für den Journalismus befasst. Unübersehbar ist natürlich auch, was der Totalausfall des Regulativs der sogenannten 4. Staatsgewalt bedeutet, der im Westen bereits seit vielen Jahren zur „Normalität“ gehört.
      Hier die deutsch übersetzte Version…
      https://responsiblestatecraft-org.translate.goog/2023/02/16/the-sy-hersh-effect-killing-the-messenger-ignoring-the-message/?_x_tr_sl=auto&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de
      .
      und hier das Original…
      https://responsiblestatecraft.org/2023/02/16/the-sy-hersh-effect-killing-the-messenger-ignoring-the-message/

  7. Wenn wie hier kommentiert von einigen Simon Hersh nur eine Sprechpuppe ist, ein nützlicher Idiot, und die Massenmedien und Strippenzieher den Informationsfluss in diesen mit dieser Genauigkeit und Tiefe steuern, dann, ja dann ist die zwingend logische Konsequenz, dass das Auftreten und die öfftl. Positionen einer Sahra Wagenknecht noch sehr viel gewollter und kontrollierter sind in denselben und von denselben als bei Simon Hersh. Ich bitte mal wirklich das zu durchdenken, auch weil Wagenknecht, Lafontaine, NDS hier des Öfteren zitiert werden. Es wäre ein Leichtes Wagenknecht mundtot zu machen wie die Querdenker oder AfD indem sie einfach keine Präsenz mehr bekommt in den MM und sich nicht vorführen lässt als hübsche Anti-Heldin wie gestern wieder bei Lanz.

    Ich sage nicht, dass es so ist, weil keiner den Fall Hersh genau plausiblisieren kann ohne die Hintergründe der „Enthüllung“ zu kennen. Aber wenn die Enthüllung lanciert ist und absichtlich zugelassen wird, ist Wagenknecht und Co. nicht mehr zu trauen bzw. sollte man sich ganz schnell nach anderen Vertrauenspersonen und Anführer für Widerstand umsehen. Dass man Wagenknecht und Co. nicht mehr kleinhalten kann oder sie ihre „Drohung“ sonst eine eigene Partei zu gründen wahr macht und man ihr deswegen ihr bei Lanz & Co. Scheinwerferlicht gewährt, glaubt wohl auf diesem Blog hier wohl niemand wirklich, so klar und tiefenanalytisch wie die Massenmedien und ihre Strippenzieher hier mehrfach enthüllt wurden von Ped…

    Ich persönlich gebe Wagenknecht oder einer Aya Velasquez die die ganze Basispartei oder CA für kontrollierte Oppposition hält aber den größeren Elefanten im Raum Linkspartei oder Wagenknecht nicht sieht, keinen Cent Vertrauensvorschuss, das Verhalten beider gemäß der Medienlogik der MM und gegen die Interessen des Widerstands ist leider völlig unplausibel. Es möge mir mal bitte jemand erklären wie das auch nur entfernt mittel- oder langfristig nützlich für diesen ist bzw. ihn nicht noch mehr framed und schadet. Eine plausible Medienlogik die in sich schlüssig ist, ist nicht so schwer aufzustellen, weil die Rezipienten extrem einfach gestrickt sind und konditioniert werden. Die Diskussion bei Lanz gestern war am Ende als Wagenknecht vor die Frage gestellt wurde ob sie Butscha bestreitet. Wer sich in so eine Sendung auf dem Niveau begibt als einzige Gegenstimme, ist entweder sehr gerissen, dumm oder bestechlich? Wenn es was anderes ist muss die Antwort einfach sein, denn der Ottonormal Rezipient und die ganze Show ist wie gesagt höchstprimitiv in seiner/ihrer Konditionierung…

    Was Wagenknecht sonst machen sollte?! Telegram-Star werden, noch viel offensiver in ihren Aussagen werden, wirklich eigene Partei gründen und auf Konfrontationskurs mit den MM gehen, alles wäre 10x produktiver und konsequenter als was Sie jetzt tut, so schadet Sie dem Widerstand, weil Sie ihm die Aufmerksamkeit entzieht mit ihrem Auftreten. Die persönlichen Motive von ihr oder Lafontaine kann ich nur erahnen, vielleicht mal wirklich integer gewesen und nicht resigniert politisch statt sich nur noch im Spiel der Mächtigen als Statisten durchzuschlagen, um ihre Brötchen zu verdienen (was Sie sicher nicht mehr müssten finanziell). Wie gesagt ihr Medienverhalten gibt weder hinten noch vorne für mich irgendeinen Sinn und ist produktiv wenn Sie wirklich die Interessen des Widerstands teilen. Dass Sie dann gleich auch noch Hersh als Argument nutzt und damit bei Lanz vorgeführt wird, besser hätte es ja keiner planen können…und wo sich große plötzliche Zufälle zeitlich plötzlich anneinanderreihen sollte man sehr skeptisch werden…den Fall Hersh hätten die meisten Dt. garnicht mitbekommen wenn er nicht aktiv erzählt werden würde so wie die meisten Dt. überhaupt nicht mitbekommen wie kaputt die USA sind oder der Präsident senil.

    Mir geht es wirklich nicht darum hier Personen zu verdächtigen und Misstrauen zu schüren, aber von einem Politiker muss ich schon erwarten können, dass er sein Verhalten medial und faktisch für gemeinsame Interessen plausibilisiert und wie es nützt. Wenn seine öfftl. Aussagen nur im Takt und Zeit der MM erfolgen und ich keinen eigenen Takt und Themen wie z.B. beim CA sehe, wie ernst ist dann so jemand zu nehmen als pol. Kraft? Jeder Bhakdi oder Hockertz oder Wodarg ist 1000x konsequenter, glaubwürdiger und produktiver für den Widerstand als diese undurchsichtigen Gestalten und Wert ihm Stimme und Zeit zu opfern. Für jeden informierten ist was von Wagenkencht und Co. medial kommt ja bestenfalls noch Platitüden oder alte Kamellen.

    Und ich glaube auch nicht, dass man die Fans von ihr noch irgendwie abholen kann und tiefer aufklären, die bleiben genau bei ihr und dort gebunden im der politischen Bedeutungslosigkeit. Ohne Eloquenz und Aüßeres wäre Sie so schnell medial abserviert wie Jutta Ditfurth. Im CA wurde es zuletzt für das Saarland gesagt. 20% der Wahlstimmen kommen nicht über die 5% Hürde wg. pol. Defragmentierung in Kleinstparteien und werden demokratisch nicht vertreten. Das ist der einzige Zweck und Daseinsberechtigung von Wagenknecht und Co in dem MM, eine mickrige geframte Opposition die symbolisieren soll, dass die Gegenstimme auch eine demokratische Berechtigung und medialen Platz hat, obwohl über 20% der Wahlstimmen ihre Stimme schon garnicht mehr verschwenden für diese kontrollierte Opposition aber eben die 5% Hürde mit Verweis auf Linke bestehen bleibt, Opposition ist ja angeblich möglich…Lafontaine hat dies kontrollierte Opposition mitgegründet und 20 Jahre vertreten medial, man kann hier streiten wer von beiden undurchsichtiger ist, aber gefunden haben sich die beiden offensichtlich mit großen persönlichem Nutzen und dem gleichen modus operandi und Eitelkeit…letzteres haben beide sicherlich gleich viel oder sogar mehr als ein Merz oder Merkel. Mut sicher genauso wenig wie letztere…die einzigen Risiken die diese Personen eingehen ist das der medialen und eigenen Bedeutungslosigkeit.

    @Ped ich verstehe wenn Sie diesen Kommentar hier evtl. nicht veröffentlchen wollen, aber für mich musste ich ihn so oder so schreiben

    1. Ich halte Ihre Aufforderung vorsichtig zu sein und genau hinzusehen für absolut berechtigt. Allerdings gilt es dabei eine gewisse Balance zu wahren und nicht völlig paranoid zu werden. Das ist ja auch etwas, wovor Prof Rainer Mausfeld immer gewarnt hat (Sie werden uns so verwirren, dass wir am Ende gar nicht mehr wissen, was wir glauben sollen).
      .
      Dann stellt sich natürlich auch die Frage, auf welche Weise man mehr erreichen kann?
      Indem man kompromisslos auf Konfrontationskurs geht, womit einem gleichzeitig die Möglichkeiten, öffentlich wahrgenommen zu werden, stark eingeschränkt werden, oder kann es vielleicht doch besser sein, diplomatischer aufzutreten und dafür wesentlich mehr Menschen erreichen zu können? Das ist sicher keine leicht und schon gar nicht pauschal zu beantwortende Frage, weil beides Vor- und Nachteile hat und vom jeweiligen Kontext abhängt.
      .
      Was Frau Wagenknecht betrifft, zählt sie vielleicht nicht zu den geschicktesten, wenn es darum geht, ein Fels der Wahrheit in der Brandung der Lügen zu sein. Vielleicht macht sie zu viele Kompromisse, hat dafür aber insgesamt gesehen mehr Einfluss.
      Ein Gegenbeispiel wäre Daniele Ganser, der immer seriös wirkt (und natürlich auch ist) und obwohl er eigentlich gar keine Kompromisse eingeht, hat er es irgendwie geschafft, hat er es irgendwie geschafft, immer noch ein relativ großes Publikum zu erreichen. Das ist nun wohl auch dem Mainstream aufgefallen, weshalb sie jetzt zur großen Treibjagd auf Ganser blasen. Man darf gespannt sein wie das ausgeht. Ganser genießt schließlich immer noch sehr viele Sympathien und ein hohes Ansehen in der Bevölkerung.
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      Die Diskussion zur Problematik, welcher Weg der bessere ist, könnte man endlos fortsetzen und würde sich dabei wahrscheinlich immer schneller im Kreis drehen. Das Problem ist einfach, dass der Mainstream das Meinungsbild diktiert und sogar Leute wie Wagenknecht oder Ganser, gemessen an der Gesamtbevölkerung, nur einen relativ kleinen Teil der Menschen überhaupt erreichen können.

  8. Neulich im Sicherheitsrat

    Bei der UNO gibt es einen sehr einflussreichen Posten, an dessen Besetzung man erkennen kann, wie diese an sich sinnvolle internationale Organisation zum Saustall verkommen ist: Under-Secretary-General for Political and Peacebuilding Affairs. Zwischen Juli 2012 und April 2018 hatte einer der gefährlichsten Männer der Welt (dessen Namen dennoch kaum jemand kennen wird) diese Position inne: Jeffrey Feltman. Er war – nur ein Beispiel – in Kollaboration mit der kriminellen Nuland in den völkerrechtswidrigen Putsch 2014 in der Ukraine, gemeinhin als “Maidan” bezeichnet, verwickelt:

    https://www.voltairenet.org/article182064.html

    Dieser Feltman hat eine würdige Nachfolgerin bekommen: Rosemary A. DiCarlo.

    Der ging die Forderung Russlands nach Einsetzung einer unabhängigen internationalen Untersuchung unter Federführung der UNO erwartungsgemäß am faltigen Arsch vorbei:

    https://press.un.org/en/2023/sc15206.doc.htm

    Bitte keine Spekulationen, keine unbegründeten Beschuldigungen, wir als Vereinte Nationen können nicht … blablabla; in einem Satz: “Hier gibt es nichts zu sehen – schwimmen Sie weiter!”

    Aber sie hatte etwas wichtiges mitzuteilen.

    Was immer es war, Russland ist schuld: “… one thing is certain — whatever caused the incident, its fallout is one of many risks the invasion of Ukraine has unleashed.”
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    Da hier der Name Feltman fiel, bin ich so frei und verlinke mal auf einen älteren Beitrag: Die Muslimbruderschaft und deutsche Syrien-Politik
    Herzlich, Ped

  9. Ist biden kognitiv im Amt?
    Wer regiert tatsächlich?
    Hersh hat als Journalist etliche Sachen nicht berücksichtigt, für einen ausgewiesenen pulitzerpreisträger ist dieser Mann nicht seiner Arbeit gerecht geworden.
    Das Kernproblem im Westen ist, das das internationale RECHT, national/supranstional Recht und Übereinkunfte komplett missachtet werden.
    Ein Rechtsstaat unterhält für zig Milliarden Beamte, Behörden und die Leute werden mit medialen Müll zugerotzt. Nicht nach hersh sich ausrichten, sondern an die, die für diese Arbeit vorgesehen sind!

  10. Akzeptierte Deutschland die Zerstörung von Nordstream?
    17.02.2023 – Von Bernd Murawski
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    Zitat aus dem Artikel: „Ebenfalls dürfte man in Washington den Aufstieg Deutschlands zur größten Handelsmacht mit Argwohn betrachtet haben, zumal es sich wie bei Japan um einen Hauptgegner im Zweiten Weltkrieg handelte. Insbesondere die Annäherung an Russland ließ die Alarmglocken schrillen. Die Bedrohung der US-Hegemonie bei einem Zusammenschluss beider Länder wurde wiederholt beschworen, u.a. durch die Politikstrategen Halford Mackinder, Hastings Ismay, Zbigniew Brzezinski und George Friedman. Konnte im Jugoslawienkrieg noch eine Koalition der westlichen Staaten geschmiedet werden, verweigerten Deutschland und andere EU-Mitglieder den USA beim Irakkrieg 2003 die Gefolgschaft.“
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    ganzen Artikel lesen…
    https://apolut.net/akzeptierte-deutschland-die-zerstoerung-der-nordstream/

  11. Hersh erzählt uns da ja ’ne schöne Geschichte und ich bin ihm auch wirklich dankbar. Er beschreibt interne Vorgänge, die er von einem oder mehreren Whistleblowern erfahren haben mag, aber schon was tatsächlich vor Ort ablief, weiß er nicht und wie er Postol instrumentalisiert, ist mies. Postol ist kein Whistleblower, er war (ein sehr guter) Waffeninspekteur und kann lediglich berichten, wie ein voll aufgerüsteter staatlicher Sabotageapparat die Geschichte zuende gebracht haben würde. Da Biden aber die staatlichen Strukturen umging, stand seinen Amateur Terroristen dieser Apparat nur eingeschränkt zur Verfügung. An Stelle von Team Biden hätte ich ein Sonar Signal vom Strand von Bornholm gesendet. Ich frage mich, warum er überhaupt auf staatliche Mittel zurückgegriffen hat. Mit dem MK-29 rebreateher, der keineswegs geheim war, nur neu, so daß er Möglichkeiten bietet, mit denen damals niemand gerechnet hat, konnte Team Biden jedezeit die Sprengung per Jacht durchführen. Vermutlich bedient er sich aus Geiz staatlicher Mittel, hat er sich die Grundminen bei der NATO ausgeliehen ?.

    Biden wollte nie etwas anderes, als NS-2 stoppen, weil die Inbertriebnahme den Transport russischen Gases in und durch die Ukraine gefährdet hätte und damit seine korrupten Geschäfte dort, über die auch mal Fuellmich in einer Corona Ausschuss Sitzung geplaudert hat, leider weiß ich nicht in welcher und eine Anfrage diesbezüglich blieb unbeantwortet.
    Um 2:03 CEST ist eine Bombe an NS-2A geplatzt, just dort, wo NS-2 einen Bogen um Dänemarks EEZ machen mußte und beide Pipelines also gut 10 Km Abstand haben, ein Tatort also, den jemand, der beide Leitungen sprengen will und mit Tauchern unterwegs ist, nicht wählen würde. 50% Erfolgsquote.

    Hersh’s Geschichte paßt gut mit einer Zeugenaussage, am 04.08 von Mark Dougan schlecht veröffentlicht, und NS-2 zusammen, NS-1 eklärt sie nicht, aber auch Hersh hat die Absicht, beide Sprengungen zu einer zu vermischen.

    Während die Sprengung von NS-2 nur die Aufrechterhaltung des Status Quo bewirkte, also in gewisser Weise nichts, hatte die Sprengung von NS-1 erhebliche Auswirkungen auf das globale Kohlenwasserstoffgeschäft. Dieser Terrorakt erfolgte genau 17h später 80 Km nordöstlich, wo alle 4 Leitungen wieder nebeneinander liegen und es gibt laut FAZ 2 große Krater im Meeresboden. Team Biden hat Trittbrettfahrer ja geradezu engeladen durch seine Non Government ‚Geheimhaltung‘.

    Die Boeing P-8 ist kein Aufklärer, sondern am treffendsten beschrieben als ’sub hunter‘, also ein Flugzeug, das dafür entwickelt wurde, jedes Unterwasserziel finden und zerstören zu können. Die USA betreiben 123 davon, nächster Stützpunkt Island, die Briten betreiben 9 davon von Schottland und ihre Basis wird gelegentlich auch von den US Maschinen genutzt, die norwegischen Maschinen waren noch nicht im Einsatz. Mir sind 3 Bilder/Videos bekannt über den Flugpfad einer solchen Maschine, die um 2:08 UTC = 4:08 CEST Tatort 1 passiert, über Polen Luftbetankungsschleifen fliegt und von 3:39 – 6:20 GMT = 5:39 – 8:20 CEST südlich vom künftigen Tatort 2 in Richtung desselben völlig vom Radar zu verschwinden beliebt, nachdem sie von 7500m auf 3300 m heruntergeangen ist.

    https://graphics.reuters.com/UKRAINE-CRISIS/ENERGY-AIRPLANE/klpykxjkxpg/chart.png
    Reuters hat getitelt: „U.S. Navy jet flew across Baltic hours after Nord Stream burst“ Das ist witzig, genausogut hätten sie nämlich schreiben können BEFORE oder between !

    Ich verlinke hier nur die Karte, wie von Reuters (britischer Kosmos) am 07.08. veröffentlicht , also nachem eine Karte und ein Video seit dem 04.08. den Fluppfad zeigten. Reuters behauptet, daß die P-8 US amerikanisch war und von Island kam, sie kann genausogut von Schottland gekommen sein und britisch gewesen sein. Es gibt ein von der NATO gegründetes Seismisches Netz das bei Wikip auch (ungewollt) erwähnt wird und von Schottland würde die Flugzeit ganau passen, um 2:05h nach der Tat Tatort 1 zu verifizieren. Zu Reuters Behauptungen ist mir kein Kommentar des US Militärs bekannt, ihr Oberbefehlshaber ist Biden.

    Die Position des Trittbrettfahrers wird von Geheimdinsten gerne genutzt, weil sie die perfekte Tarnung bietet. Ich sehe die Lage so: Team Biden NS-2. Team 2 NS-1 eher britisch bzw britisch amerikanisch. (Erinnert sich denn niemand mehr an Röhrenembargo – Stahlkrise, nicht mal bei der SPD?) Und dann haben wir noch Team UkrEx mit Hersh und Postol. Dieses Team braucht Fehler, die Biden allein verbockt hat um ihn los zu werden. Seine Garage war nicht groß genug und wenn man ihm noch NS draufpackt, je mehr desto besser ! Und dann noch die gaga Ballon Nummer, wenn an allem ein geistig Gestörter schuld ist, hat man auch die Diskussion um den Schadensersatz begraben.
    Die Wahrscheinlichkeit, daß NS-1 zur selben Minute, nämlich :03 erfolgte ist 1,67% gering. Ich vermute, daß es 14:03 sein sollte, damit die Verwechseliung von 02:03 AM und 02:03 PM die beiden Terrorakte im öffenmtlichen Bewußtsein zu einem vermischt, was ja jetzt auch passiert, daß aber die 4 mit der 9 verwechselt wurde.

    Bei Linke Zeitung und Zivilist.substack gibt’s noch mehr dazu, auch weitere Quellen.

    1. Team Biden ist eine ‚proukrainische‘ Gruppe von Hobbyterroristen! Diese Gruppe arbeitet gerne mit Ansage, wie wir das ja von ihrem Mitglied Nuland bereits kennen.

      Die andere ‚proukrainische‘ Gruppe sind allerdings Profis und als solche am liebsten als Trittbrettfahrer unterwegs und nennen sich NATO. Sie bedienten sich einer P-8, wovon 123 im US Bestand sind und 9 im Bestand der RAF, um 17 Stunden später und 80 km nordöstlich NS-1 zu sprengen.

      ‚proukrainisch‘ muß man in Anführungszeichen setzen, weil darunter der Massenmord an Ukrainern verstanden wird.

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