Das ist eine Frage der Perspektive.


Lösungen sind grundsätzlich aus Problemen und damit sozusagen „aus der Not“ geboren. Hilfreich ist es, ein Problem beizeiten zu erkennen und Lösungen eher proaktiv als reaktiv anzugehen. Was dies betrifft, scheint Russland seinem Gegner in der Ukraine, den dortigen NATO-Streitkräften, seit dem Februar 2022 immer einen Schritt voraus zu sein.


Ein Problem als solches in seiner ungeschminkten Version ehrlich anzuerkennen, ist die Voraussetzung für gute Lösungen. Lösungen müssen nicht schön, sondern nachhaltig hilfreich sein. Das gilt auf allen Ebenen, den strategischen, operationellen, taktischen wie technisch/technologischen.

Im Monat vor dem russischen Teilrückzug aus dem Oblast Cherson, vom rechten Ufer des Dnepr (1) hatte sich die ukrainische Armee an den russischen Stellungen die Zähne ausgebissen und zwischen zehn- und zwölftausend ukrainische Soldaten waren getötet worden. Auf sieben bis acht Gefallene der ukrainischen Armee kam nach russischen Angaben ein toter russischer Soldat. Damit könnte man sich die Situation schön reden, aber schön war sie nicht. Denn das Verhältnis der in den Kämpfen Getöteten lässt uns in der ungeschminkten Version wissen, dass im besagten Gebiet etwa 1.500 russische Soldaten gestorben waren. Das Leben russischer Soldaten war der ausschlaggebende Grund, sich auf die linke Seite des Dnepr zurückzuziehen.

„Schön“ war dieser Rückzug also nicht, aber er anerkannte die Realität, er war sinnvoll. Der Krieg in der Ukraine wird nicht an der Propagandafront entschieden. Letztere ist die Front, an der die „Schönheit“ glänzender Siege der „Eigenen“ und schmachvoll aufgebauschte Niederlagen des Gegners zählen. An dieser Front wird die brutale, tödliche Realität des Krieges zum Heldenepos hochgedichtet. Die Propagadafront verschmilzt mit dem narrativen Raum, in dem die Bevölkerung der westlichen Staaten festgehalten wird.

Im narrativen Raum wird der Insasse in seinen Emotionen hin- und hergerissen. So sehr, dass er außerstande ist, klare, rationale, logische Gedanken zu fassen. Diese Vereinnahmung hindert ihn auch daran, den Gedanken zu fassen, dass er den Raum der Täuschung und Lügen jederzeit verlassen kann. Seine manipulierten Emotionen machen ihn zum Gefangenen.

Wir lernen durch Wiederholung und daher seien hier die Ziele der russischen Militäroperation in der Ukraine wiederholt: Schutz der russischen Ethnie, Entmilitarisierung und Entfaschisierung. Es geht nicht um Eroberungen und Inbesitznahme, schon gar nicht um einen Krieg gegen die Zivilbevölkerung, sondern darum, das militärische Potenzial der NATO-Ukraine vollständig zu zerschlagen. Und in diese Prämissen lässt sich auch die russische Luftkriegsführung schlüssig einordnen.

Russland besaß von Beginn an eine Luftüberlegenheit und schließlich Lufthoheit, nachdem es die ukrainischen Kampffliegerkräfte rasch dezimiert und die Luftabwehr entscheidend geschwächt hatte. Das heißt nicht, dass Russlands militärisches Vorgehen in diesem Bereich ohne Schwächen war und ist.

Die Bedeutung der Drohnentechnologie wurde von Russland in den vergangenen Jahren möglicherweise unterschätzt. Auch wenn man aus Erfahrungen im Syrien-Krieg zurückgreifen konnte. Im Ukraine-Konflikt war man allerdings gezwungen, rasch zu lernen und im Herbst 2022 kamen zu den gelenkten Bomben, Hyperschallraketen und Marschflugkörpern auch Angriffsdrohnen (2). Übrigens allesamt eingesetzt und in Kombination eingesetzt, um Punktziele zu treffen. Gezielte Flächenbombardements auf zivile Gebieten hat man der russischen Seite nie nachweisen können.

Propaganda und Wirklichkeit

Ist es nicht erstaunlich, dass so wenig Drohnen so viel Schaden anrichten können? Oder wird hier die ukrainische Luftabwehr propagandistisch aufgewertet? Solche Fragen stellen sich zwangsläufig, wenn man die Nachrichten der Medien zum Thema Drohnen im Ukraine-Krieg verfolgt. Allesamt scheinen sie den Pressestuben der Kiewer- und NATO-Propagandaabteilungen entnommen zu sein. Danach würden 75 bis 100 Prozent aller russischen Angriffsdrohnen, die das Hinterland der ukrainischen Front angreifen, abgeschossen (3, 4).

Ganz so einfach ist die Antwort dann doch nicht, denn tatsächlich gelingt es der ukrainischen Luftabwehr offenbar, einen großen Teil der russischen Kamikaze-Drohnen vom Himmel zu holen. Aber damit ist nichts gut. Erstens, weil immer noch genug Drohnen die anvisierten Ziele erreichen und also der Zweck der Angriffe erfüllt wird und zweitens, weil die derzeit geübte Praxis der ukrainischen Luftabwehr früher oder später zu deren Kollaps führen wird — warum?

Gerade die Angriffe durch mit Elektromotoren und Propeller angetriebene, unbemannte Flugkörper vom Typ Geran-2 auf die Energieinfrastruktur und militärischen Einrichtungen der Ukraine ab Oktober 2022 waren so erfolgreich, dass sie den russischen Marschflugkörpern zumindest im Hinblick auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis sowohl für sich selbst als auch in Bezug auf den Schaden für den Gegner erhebliche Konkurrenz machten. Die türkische Bayraktar-TB2, welche in den Anfangswochen des Krieges von der ukrainischen Armee als Angriffsdrohne eingesetzt wurde, kostet ein Vielfaches der Geran-2 (5). Doch die Raketen, mit denen man versucht, die „Geranien“ zu treffen, sind sündhaft teuer und aufwändig:

„Die Kosten für eine Drohne belaufen sich auf etwa 20.000 Dollar, während ein Raketenstart zwischen 140.000 Dollar für die [von der Ukraine genutzten] S-300 und 500.000 Dollar im Falle der amerikanischen NASAMS-Raketen kostet (einige Quellen berichten, dass solche Raketen im Allgemeinen etwa 1 Million Dollar kosten).“ (6)

Die NATO-Militärs sind sich dieses Problems sehr wohl bewusst und in der Ukraine herrscht spätestens seit diesen Tagen eine regelrechte Hysterie über die dringende Notwendigkeit eines gestaffelten Luftverteidigungssystems.

„Die Drohnenangriffe lenken erneut den Blick auf eine Schwäche der ukrainischen Verteidigung — die Lücken in der Flugabwehr. Ukrainische wie russische Quellen betonen, dass die Drohnen auf dem Radar sehr schwer zu entdecken sind und mithin schwer abgewehrt werden können, bevor sie sich ihrem Ziel nähern. Bilder aus Kiew zeigten, wie ukrainische Einsatzkräfte zum Teil mit dem Gewehr in die Luft schossen, um die Drohnen abzuwehren. Die militärische Führung in Kiew und ihre Unterstützer betonten erneut Forderungen nach westlichen Lieferungen von Flugabwehr-Systemen.“ (5i)

Doch General Mark Milley, Vorsitzender der US-Generalstabschefs — jener der auch bereits auf die hohen personellen Verluste der ukrainischen Armee hinwies —, antwortete auf entsprechende Anfragen der Kiewer Regierung, dass ein modernes integriertes Luftverteidigungssystem in der Ukraine „nur schwer in kurzer Zeit zu erschaffen“ sei (7).

Mark Milley übertrieb. Es ist einfach unmöglich, ein solches, kombiniertes System schnell zu installieren. Und das nicht nur in der Ukraine, sondern überall. Tatsächlich verfügt nur Russland über ein vollwertiges integriertes Luftverteidigungssystem. Die USA, weit weg von den Kriegsschauplätzen benötigen so etwas nicht, und die Luftverteidigungssysteme der europäischen NATO-Länder beherrschen es nicht. Und sie werden dieses Dilemma auch nicht lösen, in dem sie sündhaft teure F-35, US-Kampfflugzeuge der fünften Generation erwerben (8, 9).

Den kombinierten, variabel ausgeführten Angriffen der russischen Kalibr, Marschflugkörper und Angriffsdrohnen ist die ukrainische Luftabwehr schlichtweg nicht gewachsen. Über eventuelle Erfolge der von den „Verbündeten“ gelieferten NASAMS (USA), IRIS-T (Deutschland) und Hawk (Großbritannien) schweigt man sich aus (10).

Die Panik in Kiew war groß, und man unternahm ziemlich sinnslose Maßnahmen, um die „Luftmopeds“ außer Gefecht zu setzen. Das Abfeuern aus Hunderten von Maschinenpistolen und Gewehren in den Wohngebieten von Millionenstädten nützt wenig und ist dafür umso gefährlicher. Es ist einfach unmöglich, alle „Geranien“ in der Luft zu zerstören, aber die Vehikel so zu beschädigen, dass sie auf ein Wohnhaus fallen, ist wahrscheinlich — und es geschieht auch. Fünfzig Kilogramm Sprengstoff führt eine solche Drohne mit sich, das entspricht der Zerstörungskraft einer FAB-100-Fliegerbombe (8i).

Herausforderungen

Flugabwehrraketen sind gegen die „Geranien“ praktisch unwirksam. „Die Luftmopeds“, so genannt aufgrund der Akustik ihrer Antriebe sind aus Kohlefaser und ihre Radarsignatur ausgesprochen schwach. Aufgrund ihrer Größe können sie leicht mit Vögeln verwechselt werden. Wenn solch eine Kamikaze-Drohne beim Anflug auf das Ziel Achtermuster fliegt — und das können diese Geräte —, wird sie von den alten Ortungsgeräten überhaupt nicht erkannt (11).

Der Beschuss eines solchen Objekts mit einer S-300-Rakete — die technisch dazu in der Lage ist — bedeutet eine unglaubliche Verschwendung. Abgesehen davon, dass der ukranische Bestand an S-300 immer mehr schwindet. Dann gibt es auch infrarotgesteuerte Raketen. Aber der Wärmestrom der Drohne ist sehr klein und nicht kontrastreich genug, so dass es grundsätzlich schwierig ist, diese mit einer Rakete zu treffen. Man kann natürlich auch visuell zu schießen, „durch den optischen Kanal“, wie die Flugabwehrkanoniere sagen. Das SAM-System Osa (a1), ein Produkt aus Sowjetzeiten, leistet in dieser Hinsicht gute Arbeit. Aber die ukrainischen Streitkräfte haben nur noch wenige von ihnen und die sind alle an der Front. Außerdem lassen sie sich nur bei Tageslicht effektiv einsetzen. Doch fast alle Lenkflugkörper sind um ein Vielfaches teurer als das, was sie da vom Himmel holen sollen (5i).

Gegen die billigen, sich relativ langsam bewegenden und recht lautstarken Drohnen sind gute altmodische Schnellfeuer-Flugabwehrkanonen am effektivsten. Dazu gehören Shilka, Tunguska aus sowjetischer Produktion, aber auch der deutsche Gepard. Doch hat die Ukraine auch von diesen Waffen keine ausreichenden Bestände: Von den „Tunguskas“ sind nur noch wenige Exemplare übrig, da die Reparatursätze in Russland hergestellt werden. „Schilkas“, eine in den 1960-er Jahren entwickelte Vierlingsflak (12), wurden aus dem Lager geholt, aber ihre Radare sind verrottet, so dass sie nur auf Sicht abgefeuert werden können.

Von den „Cheetahs“ (englisch für Gepard) hat Deutschland Kiew 37 Exemplare geliefert. Allerdings hat man Probleme, ausreichend Munition mitzuliefern (13). Für die direkte Verteidigung von Objekten müssen diese Systeme außerdem auf Flugbahnen direkt über Wohngebäuden feuern, was Hunderte oder sogar Tausende von kleinen, aber potenziell tödlichen Geschossen bei der Abwehr eines Angriffs bedeutet.

Die größte Hoffnung der ukrainischen Streitkräfte im Kampf gegen Angriffsdrohnen liegt in der elektronischen Kampfführung. Die „Luftmopeds“ nutzen das „russische GPS“, also GLONASS, um ihre Ziele anzusteuern. Möglicherweise greifen sie darüber hinaus auf andere globale Navigationssysteme zu (siehe auch weiter unten). Doch ist das Geopositionierungssignal — GPS steht für Global Positioning System — sehr empfindlich gegenüber Störungen.

Es wurde berichtet, dass während des zweiten Irak-Kriegs im Jahr 2003 unter Führung der USA mehrere leistungsstarke GPS-Störsender auf irakischem Gebiet installiert wurden. Im Ergebnis dieser Operation verloren die US-Amerikaner in den ersten drei Tagen eine beträchtliche Anzahl von Marschflugkörpern — so viel, dass der Beschuss eingestellt werden musste, bis die Sender zerstört waren (11i).

Nach Ansicht weißrussischer Experten ist die verteidigende Seite in einer solchen Situation mit kleineren, aber in großer Zahl über das Gebiet verteilten Sendern besser dran. Das macht es für den Angreifer schwieriger, Elemente des Systems aufzuspüren und zu zerstören. Die Experten haben als Gegenmaßnahme Optionen für die Ortung von Störsendern am Boden vorgeschlagen, ähnlich wie bei der Handyabdeckung.

Darüber hinaus können auch die Antennen von Mobiltelefonen selbst zum Stören von GPS verwendet werden, vorausgesetzt, diese liefern eine, wenn auch nur geringe Verstärkung des Signals. Alles das wird den ukrainischen Strategen jedoch kaum helfen. Erstens ist es sehr kostspielig und zeitaufwendig, eine kontinuierliche Abdeckung zu erreichen. Zweitens verliert die Ukraine gerade die Grundlage dieser Kriegführung, nämlich elektrische Energie. Und drittens gibt es wirksame Maßnahmen für dessen Neutralisierung.

GPS wie GLONASS lassen sich im Grunde relativ leicht stören. Aber es gibt auch wirksame Methoden der Gegensteuerung. Die einfachste Möglichkeit ist die, auf aktive Gegenmaßnahmen zu verzichten, den GPS-Empfänger der Drohne auszuschalten und das Gerät „träge“ weiterfliegen zu lassen. Der Zielsuchkopf hat das Ziel eingespeichert, und wenn das Satellitensignal gestört ist, fliegt und stürzt er nach Kreiselkompass und Uhr. Das mag nicht ganz so präzise sein, es senkt die CEP (zirkuläre wahrscheinliche Abweichung). Aber es trifft Ziele wie große Transformatorenblöcke von Kraftwerksanlagen trotzdem noch ausreichend genau (11ii).

Störsender sind ebenfalls limitiert. Wenn die Störsenderleistung schwach ist, ist auch deren Abdeckungsradius klein. Die resultierende Abweichung vom Ziel wird dann nicht ausreichend groß sein.

Aber es gibt auch andere Methoden, um ein gegen Drohnen gerichtetes Luftabwehrsystem zu überwinden. Die leistungsfähigste ist die räumliche Ausrichtung der Signale: die Verwendung einer phasengesteuerten Antennengruppe (PHA) mit „Maxima“ in Richtung der Satelliten oder/und mit „Nullen“ in Richtung der Störquellen. Diese Radargeräte (PHARs) verwenden statt einer Parabolantenne eine Anordnung von Hunderten von winzigen „Stiftantennen“. Deren gerichtete Funkabstrahlung ähnelt jener von 5G-Funktürmen. Theoretisch könnte man mittels dieser Technologie Drohnen in Hunderten von Metern Entfernung orten. Bei russischer Militärtechnik ist sie zum Beispiel im Flugabwehrsystem S-300 und dem MIG-31-Abfangjäger installiert (14, 15). Allerdings ist diese Technik auch sehr teuer und übersteigt die Kosten für eine Angriffsdrohne wie die Geran bei weitem. Anders sähe es dagegen aus, wenn man damit die kostspieligeren Marschflugkörper schützte (8ii).

Es gibt auch die Methode, den Suchkopf (SOH) des Geschosses mit alternativen Empfängern für das Navigationssignal auszustatten. Wenn ein Signal unterdrückt wird, kann das andere fortbestehen oder auf dieses gewechselt werden. Auch jedes störende Signal hat nur eine begrenzte Reichweite, und anhaltende Störungen sind daher selten. Es ist spekulativ, doch würde es nicht überraschen, wenn sich herausstellen sollte, dass die die Energieinfrastruktur zerstörenden Drohnen (16) unter anderem das US-amerikanische GPS nutzen. Schließlich gibt es noch das chinesische Beidou-System. Im Vorjahr haben sich Russland und China auf eine gemeinsame Nutzung von Beidou und GLONASS geeinigt. Eine friedliche Nutzung ist genauso gut möglich wie die militärische … (17).

Das Leben ist komplex, seine Facetten sind es ebenso und das gleiche gilt für Kriege. Im Krieg mit der NATO-Ukraine eingesetzten Drohnen sind Teil einer komplexen Strategie. Die Komplexität betrifft sowohl die strategischen – wie operativ-taktischen Ziele der Angriffe als auch deren Durchführung.

Die Drohnen — und das sind keinesfalls nur die im Iran entwickelte Geran-20 — werden russischerseits auch in Frontnähe erfolgreich eingesetzt, um Haubitzen, Raketenwerfer und Radarsysteme auszuschalten (18 bis 21). Mit der Serienfertigung und Einführung fortschrittlicher Angriffsdrohnen bei  den russischen Streitkräften wurde vor kurzem begonnen (22, 23).

Der US-dominierte Westen und die in ihn integrierten NATO-Staaten haben einen umfassenden Krieg gegen Russland entfacht — und das nicht erst seit dem Februar 2022. Dieser Krieg findet auf der politischen, ideologisch-propagandistischen, militärischen und ganz besonders auf der wirtschaftlichen Ebene statt. Man meint, Russland wirtschaftlich aushungern und ausbluten zu können und dem ist man sich in Russland bewusst. Also achtet man auf die Ressourcen, geht effektiv mit den Kampfmitteln um und führt den Kampf selbst fokussiert und diszipliniert. Ohne sich in Eskalationen treiben zu lassen, die über die Maßen Menschen und Material kosten.

Und so ist der Einsatz der Geran-20 auch nur ein Puzzle-Teil innerhalb der angerissenen russischen Strategie im Stellvertreterkrieg auf ukrainischem Boden. Es ist ein Zeichen von Stärke, Lernfähigkeit und Flexibilität.

Bitte bleiben Sie schön aufmerksam, liebe Leser.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen – insbesondere der deutlich sichtbaren Verlinkung zum Blog des Autors – kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei internen Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.

(a1) SAM für Surface to Air Missile (Boden-Luft-Rakete)

(1) 09.11.2022; ARD-Tagesschau; Russland ordnet Rückzug aus Cherson an; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-russland-cherson-rueckzug-101.html

(2) 15.09.2022; Top War; Unmanned Mystery. Loitering ammunition „Geran-2“; https://en.topwar.ru/201803-bespilotnaja-zagadka-barrazhirujuschij-boepripas-geran-2.html

(3) 19.12.2022; ARD-Tagesschau; Schwere Luftangriffe auf Kiew; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-kiew-drohnenangriffe-101.html

(4) 14.12.2022; ARD-Tagesschau; Zahlreiche Luftangriffe auf Kiew; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-drohnenangriffe-101.html

(5, 5i) 18.10.2022; ARD-Tagesschau; Sas die „Shahed“-Drohnen ausmachen; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/shahed-drohne-iran-russland-101.html

(6) 04.01.2023; Top War; American edition: Ukraine shoots down cheap drones with missiles that are 7-10 times more expensive; https://en.topwar.ru/208074-amerikanskoe-izdanie-ukraina-sbivaet-deshevye-drony-raketami-v-7-10-raz-dorozhe.html

(7) 13.10.2022; Polskie Radio; Neue Luftabwehrsysteme für die Ukraine; https://www.polskieradio.pl/400/7764/artykul/3052685,neue-luftabwehrsysteme-f%C3%BCr-die-ukraine

(8 bis 8ii) 05.11.2022; RT deutsch; Dmitri Winnik; Warum die ukrainische Luftabwehr machtlos gegen „Flugmopeds“ ist; https://pressefreiheit.rtde.tech/meinung/153106-warum-ukrainische-luftabwehr-machtlos-gegen/

(9) 14.12.2022; ZDF; Deutschland kauft 35 F-35 Kampfjets von USA; https://www.zdf.de/nachrichten/politik/bundestag-f35-anschaffung-100.html

(10) 02.01.2023; Reporter; Ukraine and the West are feverishly looking for ways to counter Russian cruise missiles; https://en.topcor.ru/30670-ukraina-i-zapad-lihoradochno-ischut-sposoby-protivodejstvija-rossijskim-krylatym-raketam.html

(11 bis 11ii) 24.10.2022; Деловая газета Взгляд (VZ — Wirtschaftszeitung); Dmitri Winnik; Почему украинская ПВО бессильна против «воздушных мопедов» (Warum die ukrainische Luftverteidigung gegen „Luftmopeds“ machtlos ist); https://vz.ru/opinions/2022/10/24/1183139.html

(12) https://de.wikipedia.org/wiki/ZSU-23-4; abgerufen: 03.01.2023

(13) 02.12.2022; ARD-Tagesschau; Deutschland liefert weitere Gepard-Panzer; https://www.tagesschau.de/inland/ukraine-gepard-panzer-101.html

(14) https://de.wikipedia.org/wiki/S-300_(Flugabwehrraketensystem); abgerufen: 03.01.2023

(15) 2006; The Aircraft; The MiG-31 Foxhound: One of the World’s Greatest Interceptors; https://www.aircraftinformation.info/art_mig31.htm

(16) 19.12.2022; Southfront; Overview of Recent Russian Strikes on Energy Facilities in Ukraine; https://southfront.org/overview-of-recent-russian-strikes-on-energy-facilities-in-ukraine/

(17) 29.12.2022; TASS; Russia, China ink space cooperation deal to 2027; https://tass.com/science/1557333

(18) 15.12.2022; Southfront; Russian Lancet Drones Take Out Ukrainian Radars, Aire-Defense System & Howitzer;  https://southfront.org/russian-lancet-drones-take-out-ukrainian-radars-air-defense-system-howitzer-videos/

(19) 16.12.2022; Southfront; Russian Lancet Drone Dodges Smoke Screen, Hit Ukrainian Radar; https://southfront.org/in-video-russian-lancet-drone-dodges-smoke-screen-hit-ukrainian-radar/

(20) 18.12.2022; Southfront; Russian Lancet Drone Hunt Down Ukraine’s New Howitzers; https://southfront.org/russian-lancet-drone-hunt-down-ukraines-new-howitzers-videos/

(21) 21.12.2022; Southfront; Russian Lancet Drone Hit More Ukrainian Howitzers, Air-Defense & Radar Systems; https://southfront.org/russian-lancet-drone-hit-more-ukrainian-howitzers-air-defense-radar-systems-videos/

(22) 26.04.2021; Soldat und Technik; ZALA Aero — Russischer Hersteller stellt Drohne mit Hybridantrieb vor; https://soldat-und-technik.de/2021/04/fuehrung-kommunikation/26785/zala-aero-russischer-hersteller-stellt-drohne-mit-hybridantrieb-vor/

(23) 03.01.2023; TASS; Small-size recon drones arrive for Russian troops in Ukraine special operation zone; https://tass.com/russia/1558687

(Titelbild) ZALA Aero UAVs, Drohne, 27.08.2020; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Army-2020-314.JPG; Lizenz: Creative Commons CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication

Von Ped

6 Gedanken zu „Russische Kamikaze-Drohnen — eine Notlösung?“
  1. Es gibt gerade so viele „Analysen“ über die Schlacht und das Schlachten in der Ukraine. Was ich dabei denke: was wissen die denn schon über die tatsächlichen Bedingungen dort. Darum halte ich mich dazu zurück.
    Aber bitte das nicht schon wieder als Kritik auffassen. Es ist nur meine Meinung. Ich finde, hierzulande gibt es wirklich Nahes und Wichtiges genug. natürlich hat es auch direkte Auswirkungen auf uns, wie das Gemetzel dort ausgeht. Aber mir für meine Teil bleibt einfach, das abwarten zu müssen, da ich darauf nicht einwirken kann.
    Meine Sympathien liegen klar NICHT bei den Ukronazis sondern bei den unter diesem Konflikt leidenden, normalen, wohl meist friedenswilligen Ukrainern. Allzuoft russischsprachig oder russischstämmig. Aber natürlich auch bei allen anderen Ukrainern, die sich nicht an der Hetze, Ausgrenzung, Unterdrückung und Verfolgung anderer beteiligen.
    Wir könnten hier in Deutschland – sagen wir mal innerhalb von fünf Jahren massivster Propaganda und gezieltem politischem Umbau – in ebenso einer Lage sein wie die vielen friedenswilligen Ukrainern und uns plötzlich einem induzierten und provozierten heißen Krieg gegenüber sehen – hier in unserem Land. Wenn es die Zig-Multi-Milliardäre und ihre Satans-Analysten so wollten und wir uns dann nicht mit aller Macht auch unter persönlichen Opfern dagegen stemmten.

    1. Natürlich ist das Kritik, Albrecht. Übrigens keine mit der ich ein Problem habe.
      Die Themen die ich setze, interessieren mich halt – insbesondere dort die Wahrheit aus den Narrativen zu schälen, Aufklären, hinter den Vorhang schauen, Analyse – ganz nach Andre Gide (siehe Blog-Untertitel). Das ist die Souveränität, auf die ich poche und auf deren Infragestellung ich gelegentlich dünnhäutig reagiere. Dass ich mit meinen Themen (Ansichten) vollständig das abbilde, was die Besucher sich erträumen? Wohl eher nicht.

      Vor Monaten hatte ich eine Artikelreihe ins Leben gerufen: https://peds-ansichten.de/?s=Stra%C3%9Fen+der+Freiheit

      Das ist doch etwas, dass Ihre Intentionen spiegelt, richtig?

      Ich hatte auf den Aufwand für die Recherche verwiesen und die Leser zur Mitarbeit aufgerufen. Drei Leser (so meine Erinnerung) hatten darauf reagiert. Dankeschön dafür, noch einmal. Aber es waren drei von mehreren Tausend Lesern, die diesen Blog verfolgen. Im Prinzip blieben 99,9% der Aufwände bei mir, ein gewaltiger, zeitlicher- und Arbeitsaufwand. Und was ich eigentlich auf diesem Blog veröffentlichen will, ist das, was ich im ersten Abschnitt beschrieb. Also wurde „Straßen der Freiheit“ nach dem siebten Teil (vorerst) nicht weitergeführt.

      Kurz gesagt: Sie dürfen das Thema „Straßen der Freiheit“, mit dem man schließlich die gesetzten Rahmen der Meinungsführerschaft aufweicht, gern besetzen. Sie können sich dafür mit anderen Menschen vernetzen, welche Ihnen Informationen beibringen und die Sie dann bündeln. Sie sind ja ein „Spaziergänger“, ein Mensch der für Menschenrechte regelmäßig auf die Straße geht, richtig? Die redaktionelle Aufarbeitung ist dann für mich „Standardgeschäft“ und der deutlich geringere Anteil am „Gesamtkunstwerk“.

      Freundliche Grüße, Ped

      1. Hallo Ped, Ihre Reihe „Straße der Freiheit“ war mir sehr lieb, da Sie damit diesen lebendigen Widerstand auch hier, in Ihrem Leserkreis, bekannt gemacht haben. Was ich jetzt eher nicht verstehe ist, was das für ein Aufwand sein sollte, bzw. wie ich dabei aus der Ferne Ihnen hilfreich sein könnte. Redaktionell müssen Sie das doch letztlich selbst verarbeiten und veröffentlichen. Und es gibt zum Glück einige, wenn auch nicht genug andere Seiten, die schon die Infos sammeln, etwa antikrieg oder demobilder. Was kann ich denn dabei noch tun? Ich bin hier vor Ort dabei und versuche auch zum Beispiel über dieBasis dafür zu mobilisieren. Viel mehr ist mir leider nicht möglich. Ich bin nicht der große Redner oder Leute-Aktivator. So ist das nun mal.
        Sie hatten ja schon mal einen Text von mir veröffentlicht. Für so etwas bin ich eher gut. Aber die Themenschnittmenge zwischen uns ist gerade ja nicht so groß. (Sie aktuell: Russland, Ukraine, Krieg, Energie, … ich aktuell: Weltbild(de)formierung und dazu eingesetzte klandestine, Agenten-gestützte Propaganda-Methoden und deren reale, aktuelle, sichtbare, breitenwirksame, quasi-industrielle Anwendung)

  2. Es ist schon eine Weile her, dass ich hier war, aber auch diese Einschätzung der Lage in der Ukraine, unterlegt mit den vielen gut recherchierten Argumentationen und aufgezählten Begründungen zur Einschätzung der Situation, trifft es für mein Dafürhalten auf den Punkt.

    Wie immer, eine selten so gute Sichtweise und Zusammenstellung und Gedanken dazu gelesen. 🙂

    Es scheint nicht nur plausibel, sondern militärtaktisch auch logisch.

    Die Ukraine und somit der unterstützende Westen, reibt sich letztlich nur selber auf.
    Die USA wollen dort einen langen Krieg, der Russland schwächt.
    Das weiß Russland und deswegen spielt es nicht mit.
    Russland muss nur warten, bis letztlich dem Westen die Mittel ausgehen.
    Da ist man schon nah dran.
    Was passieren könnte, eine Eskalationssteigerung und hineingezogen werden der NATO direkt und letztlich die atomare Karte ziehen
    Das Thema schmutzige Bombe seitens der Ukraine, das ist ebenso noch nicht vom Tisch.
    Einsatz von chemischen Waffen ala Duma/Syrien als Aktion unter falscher Flagge, nie ausgeschlossen.

    Fakt ist, der ganze Mist dort in der Ukraine muss enden und zwar gestern.

  3. Ein Super Artikel mit vielen Aspekten zur Drohnenkriegsführung, die ich bisher so woanders noch nicht gelesen habe. Wie immer, fettes Lob von mir für die gute Recherche und all die Quellenverweise.
    Der Artikel hat ja auch absichtlich nichts mit der unsäglichen Politsituation hier oder im westlichen Komplex zu tun.
    Davon wurd auch schon genug geschrieben.
    Mein Beileid natürlich auch allen Russen und Ukrainern, die in diesem Stellvertreterkrieg der Systeme ihr Leben lassen. Und unserem armen Deutschland, dass es wieder soweit hier kommen konnte.
    Gruss an Alle und auf ein besseres 2023, haha:-)

  4. *** Der Krieg in der Ukraine ist ein Ressourcenkrieg ***
    .
    Das wäre an sich keine Überraschung, denn mehr oder weniger waren die meisten Kriege in gewisser Weise auch Ressourcenkriege. Nun zeichnet sich aber immer deutlicher ab, der Stellvertreterkrieg, den die USA und ihre europäischen Vasallen, fremdgesteuert und im Auftrag der global agierenden Oligarchen, in der Ukraine gegen Russland und damit wegen der eingesetzten Mittel auch gegen die eigene Bevölkerung führen, wird mehr und mehr zu einem Krieg um die Ressourcen der Welt, wobei derjenige, der über die meisten dieser Ressourcen verfügt, aller Wahrscheinlichkeit nach als Sieger aus diesem Konflikt hervorgehen wird. Damit gerät Russland in die Lage, ob gewollt oder ungewollt lassen wir mal beiseite, seine vielleicht stärkste Waffe einsetzen zu können, über die es verfügt. Seine Ressourcen.
    .
    Man kann darüber streiten, wer hier wen in die (Ressourcen-)Falle gelockt hat. Sollte es wirklich die Idee des Westens gewesen sein, Russland über den Stellvertreterkrieg in der Ukraine isolieren und in einem schwelenden Dauerkonflikt „aushungern“ zu können, muss man wirklich die Frage nach dem Geisteszustand dieser „West-Strategen“ stellen. Schließlich verfügt Russland als Nationalstaat insgesamt über die weltweit meisten Ressourcen in Form von Öl, Gas, Erzen, Mineralien, seltene Erden, Uran etc., pp.
    .
    Logisch nachvollziehbar wäre eher, dass Russland den Westen in diese Ressourcen-Falle gelockt hätte. Aber dafür gibt es m.W. keine Indizien. Ganz im Gegenteil: Russland hat lange gezögert und alle diplomatischen Möglichkeiten ausgeschöpft, bis es den Schritt hin zur aktuell laufenden Militäraktion in der Ukraine gegangen ist, und das auch nur, weil die Ukraine, gesteuert durch den Westen, im Begriff war, sich nuklear gegen Russland zu bewaffnen.
    .
    Es scheint geradezu unfassbar dämlich, dass der Westen offenbar tatsächlich glaubt oder glauben will, einen Ressourcenkrieg gegen Russland gewinnen zu können. Wie ein Ertrinkender an einen Strohhalm scheint sich der Westen, bzw. die dahinter stehenden Globalisten bzw. Oligarchen, an diese scheinbar letzte Chance zu klammern, ungeschoren und mit fetten Profiten davonzukommen. Die Panik scheint verständlich, denn sollte es jemals zu einer Abrechnung mit den unfassbaren Verbrechen dieser Oligarchen kommen, wird es wohl keinen Ort auf der Erde mehr geben, wo diese Leute dann noch unbehelligt leben können.
    .
    () http://www.russland.news/apropos-sanktionen-ein-blick-auf-russlands-ressourcen/
    () https://de.wikipedia.org/wiki/Russland#Rohstoffwirtschaft

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