Öffentlich-rechtliche Medien in ihrer Rolle als Spalter der Gesellschaft


Propaganda umfasst eine Fülle von manipulativen Techniken: Einseitigkeit statt Differenziertheit, Verkürzung, emotionale Aufladung von Nachrichten, permanente Wiederholung von nicht bewiesenen Behauptungen, Unterstellungen und Verleumdungen, Weglassen von für das Verständnis notwendigen Zusammenhängen sowie das unkommentierte Verbreiten von Falschinformationen in Form von Nachrichten. Tag für Tag findet der aufmerksame Zuschauer, Leser und Hörer dafür Beispiele bei den ARD-Sendern. Der MDR macht dabei keine Ausnahme.


Es ist das quantitative Ausmaß der unter dem Motto „Corona“ stattfindenden Manipulation, die einen kritischen Betrachter ermüden kann. Wir können davon ausgehen, dass dies durch die „Corona“-Berichterstattung auch so beabsichtigt ist. Die Manipulation hat System, auch wenn die darin Verstrickten das in großen Teilen nicht zu erkennen vermögen. Die Manipulation zwingt die Objekte entweder dazu, die verordnete Wahrheit hinzunehmen oder sich in den zermürbenden Kampf der Aufklärung zu begeben, in dem Stück für Stück das Geflecht aus Lügen, Halbwahrheiten und emotional geprägten, manipulativen Botschaften aufgedeckt wird. Die Meinungshoheit hat damit kein Problem. Hat sie doch in dieser Zeit unzählige weitere Botschaften gleicher Art zu den Menschen geschickt und damit deren Denken und Fühlen den verordneten Wahrheiten unterworfen.

Um so wichtiger ist es, zum Einen die Sender mit den Fehlleistungen ihrer journalistischen Praxis zu konfrontieren und sie andererseits unter Druck zu setzen, in dem man sie verpflichtet, Stellung zu dieser Praxis zu nehmen. So lange sich die öffentlich-rechtlichen Medien nicht ehrlich den Fragen aus der kritischen Gesellschaft stellen, müssen sie sich auch den Vorwurf gefallen lassen, Fake News – Medien, Propagandaabteilungen der Mächtigen zu sein.


Offener Brief an den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR)

An: Publikumsservice@mdr.de

mit der Aufforderung zur Weiterleitung an den Intendanten des MDR sowie den MDR-Rundfunkrat

Dresden, 30. Mai 2021


Sehr geehrte Damen und Herren,

auf diesem Wege möchte ich Sie darauf hinweisen, dass Ihr Sender wiederholt Falschinformationen im Zusammenhang mit der sogenannten Coronakrise streut. Nicht unbedingt, in dem Sie selbst Unwahrheiten beim öffentlichen-rechtlichen Sender Mitteldeutscher Rundfunk (MDR) kreieren, sondern weil sie ganz gezielt Informationen weitergeben, welche hoch spekulativ und unbewiesen, vor allem aber in deren Ausrichtung verleumderisch sind.

Ihr Sender ist also — bezogen auf den im Weiteren besprochenen, speziellen Fall — nicht der Urheber von Falschinformationen, sondern er gibt sie weiter. Er sendet eine Botschaft in Form einer Nachricht, wobei die Nachricht nichts weiter als Regierungspropropaganda darstellt. Aus dem Inhalt der Nachricht meinen Sie sich herauswinden zu können, weil Sie wohl argumentieren, diese ja nicht generiert zu haben. Das ist ein Selbstbetrug. Zumal Sie Nachrichten wie diese regelmäßig emotional aufladen.

Damit ist der MDR natürlich in hervorragender Art und Weise für Desinformation und Manipulation der Bevölkerung verantwortlich. Wie im Folgenden ausgeführt, sind Sie maßgeblich an der in diesen Monaten offensichtlich werdenden Spaltung innerhalb der Gesellschaft beteiligt. Zwangsläufig verletzen die Verantwortlichen auch ihre journalistische Sorgfaltspflicht, was für eine öffentlich-rechtliche Sendeanstalt besonders schwer wiegt. Doch kommen wir zum konkreten Anlass dieses offenen Briefes (Hervorhebungen durch Autor):

„An der Universität Magdeburg ist ein neues Forschungsprojekt zum Thema „Superspreader“ und Aerosole gestartet. Heike Walles vom Institut für Chemie sagte MDR WISSEN, man gehe der Frage nach, wieso manche Menschen besonders viele Coronaviren ausatmen. Die Beobachtung habe man anfangs in einem Kaufhaus gemacht. Dort habe es unterschiedlich hohe Viren-Belastungen in der Luft gegeben. Eine Hypothese sei, dass das mit der unterschiedlichen Form der Atemwege bei Menschen zusammenhänge.“ (1)

Das Zitat entnahm ich Ihrem „Corona-Ticker“ vom 23. Mai 2021. Die enthaltenen Links — samt der teils hässlichen Botschaften, auf welche diese verweisen — habe ich übernommen, um dem Publikum deutlich zu machen, wie Sie, die Redakteure und Journalisten beim MDR, manipulieren und Bevölkerungsgruppen gegeneinander aufhetzen. Diesen harten Vorwurf betone ich ausdrücklich.

Bevor ich nun fortfahre, möchte ich Sie auf Phänomene hinweisen, welche auch durch Ihren Sender nicht erst seit Ausrufen der Coronavirus-Pandemie tagtäglich ignoriert beziehungsweise verdreht werden. Es geht um die der Beweislast und der Unschuldsvermutung.

In einem gelebten demokratischen Rechtsstaat — und das betrifft in diesem auch die sogenannte vierte Gewalt, die Medien — sind beide das eherne Fundament desselben. Wenn man die Nachrichten Ihres Senders verfolgt, kommt der Verdacht auf, dass Sie davon noch nie etwas gehört haben. Unabhängig davon zeugt (nicht nur) ihre diesbezügliche Berichterstattung von einem bedenklichen Menschenbild,

Weil Sie nämlich in dieser, Ihrer Berichterstattung die Regeln von Beweislast und Unschuldsvermutung systematisch umkehren. Teil einer solchen Sicht ist, dass jeder Mensch grundsätzlich mit Misstrauen, er in seinem Wesen damit als egoistisch, gierig und empathielos zu betrachten ist. Er wird als Objekt in eine Situation gezwungen, in der er sich rechtfertigen, seine Unschuld beweisen muss. Aus einer solchen Sicht kann man mit inhaltsleeren moralischen Floskeln wunderbar argumentieren, nicht wahr?

In dieses Menschenbild ist auch der Verdacht eingebettet, dass jeder Mensch seine Mitmenschen mit „tödlichen Viren“ infizieren könnte. Wurde dieser Verdacht begründet? Gibt es dafür wissenschaftliche Beweise? Sie, Redakteure und Journalisten des MDR tun so, als ob das der Fall wäre. Wie gesagt: Ihre Sprachwahl unterstellt, dass die „Superspreader“-These — vielleicht ist es ja nicht einmal eine Hypothese — wissenschaftlich bewiesen wäre. Das ist sie nicht!

Wir kommen zur Beweisumkehr und damit zu dem, was ich nun NICHT tun werde, nämlich Ihnen den Nachweis zu erbringen, dass die „Superspreader“-These eine Behauptung ist, deren wissenschaftlicher Nachweis niemals erbracht worden wäre. Sie als permanenter Verbreiter von Nachrichten, welche auf der „Superspreader“-Behauptung aufbauen, haben diesen Nachweis zu erbringen. Aber sie tun es nicht.

Mir stellen sich nun eine ganze Reihe von Fragen; Fragen die sich in ähnlicher Form an jedem Tag ergeben, an dem man sich der Berichterstattung des MDR widmet.

Erste Frage

Sie bringen in der Nachricht den Begriff „Superspreader“ und verlinken dabei auf einen weiteren MDR-Beitrag vom 9. Februar, in dem Sie die Behauptung einer Studie als Nachricht verbreiten. Dort wird den „Querdenkern“ vorgeworfen, dass deren Demonstrationen mit „Superspreader-Events“ gleichzusetzen wären, was zur „dritten Welle“ geführt hätte. Der verlinkte Beitrag „glänzt“ durch Tendenziösität, die kennzeichnend für gleichgeschaltete, undifferenzierte Berichterstattung ist. Rechts im Artikel wird auf einen weiteren Beitrag verlinkt, welcher titelt: „Querdenken: Wie gefährlich ist die Szene?“

Was verstehen Sie bitte exakt unter „Querdenkern“?

Verstehen Sie mich dabei bitte nicht falsch, wenn ich Ihnen hiermit unterstelle, dass „Querdenker“ für Sie nichts weiter als ein Kampfbegriff ist, gezeichnet mit den negativen Konnotationen, die einen Feind nun einmal ausmachen müssen. Ihr Bild der „Querdenker“, wer immer das auch sein mag, ist ein emotionales, aber kein logisch herleitbares, also rationales.

Zweite Frage

Auch die zweite Frage stellt sich mir nur deshalb, weil Sie beim MDR systematisch Ihre journalistische Sorgfaltspflicht verletzen. Es ist ein einfaches, kurzes Wort, welches Ihrer Nachricht einen ganz bestimmten, entscheidenden Spin verpasst. Im Zitat weiter oben lesen wir, dass eine Forschergruppe der Frage nachgeht, „wieso manche Menschen besonders viele Coronaviren ausatmen“. Im Zitat vermitteln Sie eine implizierte Erkenntnis, die so überhaupt nicht vorliegt.

Bevor man versucht, zu ergründen, „wieso manche Menschen besonders viele Coronaviren ausatmen“, sollte man doch bitte zuvor nachgewiesen haben, dass es diese Menschen nachweislich gibt. Daher meine nächste Frage:

Aufgrund welcher wissenschaftlichen Erkenntnisse vermitteln Sie den Konsumenten, dass es nachgewiesen wäre, dass manche Menschen besonders viele Coronaviren ausatmen?

Da ja dieses Thema für Sie längst abgehakt scheint, dürfte es kein Problem für Sie sein, mir die entsprechenden Quellen vorzuweisen. Diese sind es schließlich, auf denen Behauptungen fußen. Welche sind das also und was steht da wirklich genau drin?

Um bezüglich der Quellen Missverständnisse zu vermeiden, möchte ich an die Kriterien erinnern, welche für die Qualität von Quellen maßgeblich sind. Studien, basierend auf mathematischen Modellen, mit Ergebnissen welche per Algorithmen im Computer erbracht wurden, sind keinesfalls gleichbedeutend mit dem wissenschaftlich gesicherten Nachweis einer aufgestellten Hypothese beziehungsweise These, die über die kritische Prüfung, über die kontinuierliche Testung ihres Wahrheitsgehalts zu einer gefestigten Theorie erwachsen könnte.

Dritte Frage

Die Herausforderung in Beantwortung der dritten Frage besteht bereits darin, dass man zuvor ernsthaft die Antwort auf die zweite Frage gesucht hat. Das bedeutet natürlich auch, die Quellen kritisch zu prüfen. Diese und ihre Inhalte einfach als Nachricht weiterzureichen ist kein Journalismus. Vielmehr degradiert man sich mit einem solchen Verfahren zum reinen Überbringer von Botschaften. Aber Sie, beim MDR, machen eben mehr. Sie bringen eine Botschaft unter, eine mit starker emotionaler Wirkung, einer Unterstellung, Verleumdung. Ja, Sie, die Angestellten beim MDR betätigen sich regelmäßig als Verleumder. Hier Ihre Überschrift zur „Superspreader“-Verlinkung im Zitat weiter oben: „Querdenken-Großdemonstrationen höchstwahrscheinlich Superspreader-Events“.

Wollen Sie mir allen Ernstes erzählen, dass diese Titulierung journalistische Standards erfüllt? Mehr noch: Ist die grundsätzliche Tendenz des Titels tatsächlich in Ihrem Hause erwachsen oder wurde diese möglicherweise vorgegeben? Entschuldigen Sie bitte, dass ich hier spekuliere, aber der journalistische Mangel ist so offensichtlich, dass man hier als aufmerksamer Leser einfach skeptisch werden muss. Das hat nichts mehr mit einer journalistisch sauber aufbereiteten Nachricht zu tun.

Das ist vielmehr eine ungeheuerliche, tendenziöse, emotionale Beeinflussung der Konsumenten, welche den Verdacht, den Sie da äußern, zwangsläufig aufnehmen. Unser Gehirn ist nun einmal so aufgebaut. Diese Beeinflussung ist kein Versehen, sie ist beabsichtigt, das unterstelle ich Ihnen. Denn Sie und die Mitarbeiter in Ihrem Haus sind nicht blöd, sie sind in ihrem Handwerk ausgebildet.

In Obigem, im Gesinnungsjournalismus, der kritisch nachfragenden, skeptischen und damit unbequemen Mitmenschen moralische Defizite unterstellt, strapaziert sich der MDR allerdings ständig. So Sie hierfür Beispiele als Belege anfordern, bin ich gern bereit Ihnen eine reichliche Auswahl in einem weiteren offenen Brief beizubringen.

Fassen wir einmal kurz zusammen: Sie hantieren mit dem Begriff „Querdenker“ als Kampfbegriff, wen Sie darunter subsummieren, kann ich erahnen, aber besser ist es natürlich, Sie verschaffen uns allen dazu Klarheit. Desweiteren werfen Sie mit dem Wort „Superspreader“ herum und verlinken dafür auf einen weiteren eigenen Beitrag, der wiederum vorrangig geeignet ist, die von Ihnen ungeliebten „Querdenker“ zu verleumden, ja zu verteufeln, gar als Gefahr für die Volksgesundheit zu begreifen. Dabei „argumentieren“ Sie mit einer Studie, deren wissenschaftlicher Wert gegen Null geht, der Charakter einer Gefälligkeitsstudie dagegen aus fast jedem Satz sprießt (2, a1).

Aber den wissenschaftlichen Anstrich im Kern, den Sie der Nachricht geben, unterlegen Sie — ich mag es nicht glauben — mit diesem hier (Hervorhebungen durch Autor):

„Forscher des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim (ZEW) sowie der Berliner Humboldt-Universität (HU) wollen das [die vorgebliche Gefahr durch „Corona“-„Superspreader“ für die Volksgesundheit] in einem neuen Diskussionspapier abschätzen. Weil es keine direkten Daten dazu gibt, wie hoch der Anteil von sogenannten Corona-Skeptikern an der Gesamtbevölkerung eines Ortes ist, zogen die Wissenschaftler verschiedene Hinweiswerte für ihre Analyse heran. Bei dem Beitrag handelt es sich um ein Diskussionspapier des ZEW, es ist also nicht durch den Review-Prozess einer wissenschaftlichen Zeitschrift gegangen. Die Annahmen der Forscher klingen dennoch plausibel. (3)

Nun also Frage Nummer drei:

Worauf begründet Ihre Behauptung „Die Annahmen der Forscher klingen dennoch plausibel.“, so doch die behandelte Studie — ich kategorisiere sie mal unverblümt als Gefälligkeitsstudie — jedem, aber wirklich jedem Anspruch an Wissenschaftlichkeit Hohn spottet?

Jedem Journalisten mit einem Mindestmaß an Berufsehre müsste doch spätestens an dieser Stelle die Hand abfaulen. Was hat das noch mit einer seriösen Nachricht zu tun? Nichts, denn was Sie da wiedergeben, ist nichts weiter als ein Glaubensbekenntnis, ein emotionales Geständnis, auf welcher Seite Sie in der mit von Ihnen gespaltenen Gesellschaft zu stehen gedenken.

Nun ist der Verfasser dieses offenen Briefes nicht naiv. Und nicht umsonst brachte ich vorhin ins Spiel, dass Ihre Nachricht überhaupt nicht die Ihre ist, sondern nur beauftragt wurde, durch Sie weitergegeben zu werden. Das lässt sich schon deshalb schlussfolgern, weil neben Ihnen auch sämtliche anderen Massenmedien obigen journalistischen Schund mit ähnlichen tendenziösen, verleumderischen Titeln in der gleichen kritiklosen Art und Weise an ihre Kunden verkauft haben (4 bis 6).

Vierte Frage

Hierzu eine weitere Passage aus dem eingangs wiedergegebenen Zitat aus Ihrer Nachrichtenabteilung:

„Die Beobachtung [dass manche Menschen besonders viele Coronaviren ausatmen] habe man anfangs in einem Kaufhaus gemacht. Dort habe es unterschiedlich hohe Viren-Belastungen in der Luft gegeben.“ (1i)

An dieser Stelle mache ich darauf aufmerksam, dass diverse Plattformen der alternativen Medienszene neuerdings Post erhalten, in der diesen mangelnde journalistische Sorgfalt vorgeworfen wird — übrigens auch in deutlich so gekennzeichneten Meinungsbeiträgen. Ein Vorwurf zielt dabei auf die unzureichende Handhabung von Quellen. Verantwortlich für dieses, doch gelinde gesagt erstaunliche Gebaren, sind verschiedene Landesmedienanstalten (LMA) (7). Was meinen Sie, sehr geehrte Damen und Herren: Ist es vielleicht angebrachter, diesen offenen Brief an die hiesige, an die für den MDR zuständige LMA zu senden?

Daher meine vierte Frage:

Wie lautet die exakte, nachprüfbare Quelle, in der sauber dokumentiert ist, auf welche Art und Weise die „Virenbelastungen“ in der Luft eines Kaufhauses erfasst wurden?

Denn das finde ich hochinteressant: Man hat tatsächlich, Luftproben genommen und in diesen Viren nicht nur gefunden sondern auch quantifizieren können? Mehr noch, man hat gar Varianzen über die Zeit ermittelt — aus der Luft eines Kaufhauses? So das stimmt, sollten diese Erkenntnisse der breiten Öffentlichkeit transparent gemacht werden, finden Sie nicht auch? Befreien Sie mich bitte von dem dringenden Verdacht, dass Sie hier ein weiteres Mal Falschnachrichten verbreiten.

Fünfte Frage

Aus Ihrem Beitrag sei erneut zitiert (Hevorhebungen durch Autor):

„Für die Untersuchungen will Walles eine künstliche Lunge wachsen lassen sowie eine Luftröhre und die oberen Atemwege nachbauen. Die gewonnenen Daten sollen per Computer analysiert werden. Mit den Ergebnissen könnte man Walles zufolge zum Beispiel ein Spray entwickeln, dass die Oberflächenspannung in den Atemwegen so verändert, dass virentragende Aerosole erst gar nicht entstehen, oder wenn sie entstehen, die Atemwege nicht verlassen. Das Magdeburger Projekt läuft drei Jahre und wird von der Deutsche Forschungsgemeinschaft mit 900.000 Euro bezuschusst.“ (1ii)

Wenn wir erfassen wollen, was in diesem Zitat schräg daher kommt, ist es nützlich die journalistischen Schlechtleistungen weiter oben erfasst zu haben. Denn das Eine baut auf dem anderen auf. Doch auch ohne dies kann ein aufmerksamer Leser stutzig werden. Erstens wird hier von Modellen gesprochen. Diese Modelle werden mit Daten gefüttert. Die Ausgangsdaten werden dann von Computerprogrammen ausgewertet. All das ist künstlich und leider — das liegt in der Natur der Sache — auch beliebig manipulierbar. Doch nichts davon ersetzt wirkliche Untersuchungen an realen Objekten.

Doch etwas anderes erscheint mir an dieser Stelle noch wichtiger. Denn mit Ihrer Nachricht verbreiten Sie die Behauptung der „virentragenden Aerosole“. Wie gesagt, ist es eine pure Behauptung, eine die — so ergeben es wenigstens meine intensiven Recherchen — in keiner Weise ausreichend durch wissenschaftliche Erkenntnisse gestützt ist. Daraus ergibt sich die fünfte Frage:

Wo sind die Quellen, die zweifelsfrei, prüfbar und somit wiederholbar den wissenschaftlichen Nachweis für die Existenz virentragender Aerosole erbracht haben?

Da Sie in Ihrer Berichterstattung auf das Coronavirus fokussieren, ist es gerechtfertigt, den nachgefragten Nachweis für „virentragende Aerosole“ speziell für das Coronavirus zu stellen.

Dabei möchte ich es belassen. So es Ihnen gelingt, meine Bedenken zu zerstreuen und die gestellten Fragen konkret zu beantworten, wäre das eine gute Basis, um die Kommunikation weiterzuführen — auch gern die mit den Kollegen Ihrer Sparte „MDR Wissen“ (von denen die Informationen der kritisch betrachteten Nachricht geliefert wurden). Irrtümer könnten ausgeräumt und mein Vorwurf, dass Ihr Sender politische Auftragsarbeit für die Regierenden leistet, geschwächt werden.

Bis dahin aber werfe ich dem Hause MDR vor, in Bezug auf das „neuartige Virus“ und die „Corona-Bekämpfung“ statt mit differenzierter Berichterstattung, die sich Wertungen weitestgehend enthält, mit hochemotionalen Botschaften an die Bevölkerung aufzuwarten. Diese Botschaften tragen allesamt Merkmale von Propaganda, einer gezielten Manipulation der Konsumenten. Welche Motive dafür ursächlich sind, möchte nicht Teil dieses offenen Briefes sein.

Die von mir eher zufällig entdeckte Nachricht möchte das beispielhaft verdeutlichen.

In Erwartung Ihrer Antwort, freundliche Grüße,

Peter Frey

Liebe Leser, bleiben Sie bitte schön aufmerksam.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.

(a1) Die Gefälligkeitsstudie zu angeblichen Superspreader-Ereignissen durch „Querdenker“-Demonstrationen ist inzwischen über drei Monate alt und hätte von den Verantwortlichen beim MDR (MDR Wissen) längst auf deren wissenschaftliche Glaubwürdigkeit überprüft werden können. Statt dessen wird diese einfach weiter in die Berichterstattung eingebracht und bietet so ein hervorragendes Beispiel über unreflektierte, auftragshörige (wem?) Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender, mit der die Hirne der Menschen vergiftet werden.

(1) 23.05.2021; MDR; Ticker vom Sonntag: Spahn will Inzidenz unter 20; 12:37 Uhr; Forscher in Magdeburg suchen nach „Superspreader“-Geheimnis; https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/panorama/ticker-corona-virus-sonntag-dreiundzwanzigster-mai-100.html

(2) 11.02.2021; Nordkurier; Simone Schamann; „Statistisch verbrämte Propaganda”,
Experten zerpflücken Studie über Querdenken-Demos; https://www.nordkurier.de/politik-und-wirtschaft/experten-zerpfluecken-studie-ueber-querdenken-demos-1142400602.html

(3) 09.02.2021; MDR; Querdenken-Großdemonstrationen höchstwahrscheinlich Superspreader-Events; https://www.mdr.de/wissen/querdenken-demo-superspread-events-100.html

(4) 09.02.2021; Tagesspiegel; Felix Hackenbruch, Fabian Löhe; Querdenken-Demos für bis zu 21.000 Infektionen verantwortlich; https://www.tagesspiegel.de/politik/studie-aus-berlin-und-mannheim-querdenken-demos-fuer-bis-zu-21-000-infektionen-verantwortlich/26896996.html

(5) 09.02.2021; RND; Studie zeigt: Corona-Demos in Berlin und Leipzig waren Superspreader-Events; https://www.rnd.de/gesundheit/studie-beweist-corona-leugner-fungieren-als-super-spreader-45CCD4KYEBFK5JCQ5FORZZVWVY.html

(6) 10.02.2021; n-tv; Tausende Infektionen durch Querdenker-Demos; https://www.n-tv.de/wissen/Tausende-Infektionen-durch-Querdenker-Demos-article22351242.html

(7) 22.02.2021; Tilo Gräser; Neue Zensurbehörde? Medienaufseher gehen gegen unabhängige Online-Medien vor; Multipolar; https://multipolar-magazin.de/artikel/neue-zensurbehorde

(Titelbild) Lupe, Hand, Universum, Untersuchung; Gerd Altmann (Pixabay); 06.07.2020; https://pixabay.com/de/illustrations/lupe-hand-universum-sterne-galaxie-5375677/; Lizenz: Pixabay License

Von Ped

21 Gedanken zu „Offener Brief an den Mitteldeutschen Rundfunk“
  1. Danke für deine Aufbereitung eines weiteren Irrsins.
    Zugleich ist es traurig, denn du investierst so viel Intelligenz und Zeit, um einer Bande von Propagandisten zu beweisen, dass sie keine Journalisten, sondern Propagandisten sind. DASS sie keine Journalisten sind, zeigt ja schon die absurde Hauptmeldung „“Die Beobachtung habe man anfangs in einem Kaufhaus gemacht. Dort habe es unterschiedlich hohe Viren-Belastungen in der Luft gegeben.” Ja, wie denn? Genau! das fragst du dich in Punkt 4. Es ist natürlich ganz unmöglich, dass es eine ernsthafte Untersuchung dazu gibt. „Man habe die Beobachtung gemacht…“ – wie lachhaft ist das denn eigentlich? Hat da jemand gestanden und die Viren gezählt, die aus den Mündern der Kunden entflohen? Und gemessen, wie oft sie geatmet haben? Vielleicht sogar gesprochen oder gesungen? Viren gezählt, die noch nie jemand gesehen hat, auch nicht am alleraller feinsten Mikroskop?
    Offenbar geht es darum, den Verbleib von fast einer Milllion Forschungsgeldern zu „legitimieren“. Follow the money.

  2. Der MDR ist zwar von den Bürgern finanziert, aber nicht von diesen kontrolliert, Der Staat zieht die Beiträge ein und bezahlt dann damit die Intendanten und Mitarbeiter. Wer aber die Musik bezahlt, bestimmt auch, was gespielt wird- unabhängig davon, woher der Bezahler das Geld hat. So sehe ich das. Ähnlich wie in der DDR, es gab dort ebenfalls Parteien, Wahlen, Parlament und Gremien, welche den Staatsrundfunk der DDR kontrolliert haben. Ich kann keine wesentlichen Unterschiede zu heute feststellen. DDR Rundfunk vertrat die Politik der DDR-Regierung, ARD vertritt die Politik der BRD-Regierung.

  3. @ Ped
    Dieser offene Brief ist wieder einmal ein brillantes Sichtbarmachen medialer Manipulationstechniken, die dem unbedarften Leser verborgen bleiben. Auch wenn es zunehmend schwieriger wird, weitere Menschen zum Nachdenken zu bewegen, rechtfertigt jedoch jeder noch so kleine Erfolg die Mühen. Sie haben meine volle Hochachtung! Für Ihre schier unermüdliches Engagement kann man Ihnen nicht genug danken! Sie haben meine volle Hochachtung!

  4. Als Leserin erlaube ich mir über ein Motiv für die MDR-Räuberpistole zu spekulieren. Der Auftrag lautet, das Publikum dafür zu erwärmen, dass eine Maskenpflicht auch weiterhin unabdingbar ist.

  5. Danke! Und Respekt dafür, dass Sie sich diese Mühe machen. Ich erfahre nur über Beiträge wie diesen, was die „Qualitätspresse“ so absondert. TV schaue ich seit rund 30 Jahre nicht mehr. Ein Radio gibt‘s nur noch im Auto. Das wird aber so gut wie nie eingeschaltet. Weil da nur unerträgliches Zeug hervorquillt.

    Also noch mal danke. Trotzdem glaube ich nicht, dass dieser offene Brief etwas ändern wird. Er geht „denen“ am Arsch vorbei. So wie mir deren „Inhalte“.

  6. Was die Mainstream-Medien an Informationen verbreiten kann man als gesicherte Prophaganda bewerten. Es muß aber so sein, das sie selbst wissen was sie da von sich geben. Ich finde ihre Briefe treffen die Probleme auf den Punkt, nur sehe ich in den Anstalten niemand der auf diese Kritik reagieren könnte. Die letzte Generation dieser Journalisten hatte noch ein sich regendes Gewissen, das bei solch einer Kritik zumindestens zusammengezuckt ist. Die Generation die heute unter den Agitatoren in den Redaktionen zugange ist lebt schon nicht mehr zwichen der Blase, sondern in ihr. Die nächste Generation wird geistig gar nicht mehr in der Lage sein die Zusammenhänge zu verstehen. Aber auch wenn diese Menschen das Problem ihres Tuns erkennen könnten, fehlt ihnen die Fähigkeit die Komplexität ihres Handelns zu durchschauen. In der Zivilisation zu leben ist ein immerwährendes Abenteuer und erfordert eine Persönlichkeitsentwicklung die vor allem geistig durch ein gesundes Kritikbewusstsein getragen werden muß. Wird diese Selbst- und Fremdkritik moralisch diskreditiert um in einem quasireligiösen Rausch nur eine Wahrheit zu verkünden, kommt jede Selbstreflektion abhanden. Das dieser Zustand überhaupt erst entstehen konnte, die letzten Jahre, ist im Grunde der Politik vorzuwerfen. Eine Politik die die Mittelmäßigkeit gelebt und prophagiert hat, die Gleichmachung und Spaltung vorantrieb, die es in sinnlosen Reden und einem gewaltsamen Aktionismus geschafft hat, die an die Oberfläche zu spülen, und zu etablieren, die schon immer indoktriniert waren und in ihrem kruden Selbsthass nur darauf warteten diesen auf andere Menschen zu projizieren. Das ist deshalb leider kein Generationsproblem, sondern trifft Alt wie Jung gleichermaßen. Ihr Brief erreicht einen Adressaten der von sich selbst behaupten würde im besten Deutschland zu leben in dem er je gelebt hat. Er wird sich (der MDR) seinen minimalisierten Horizont nicht nehmen lassen, weil er sich sonst mit seiner Unmündigkeit konfrontiert sähe.


    Vielen Dank, Frank,
    Ihre Auffassungen teile ich in weiten Teilen. Aber der Brief erreicht mehr als die von Ihnen genannten Adressaten; zum Beispiel die Leser des Blogs, die ihn weitergeben können, oder auch weiteres Personal in den Anstalten. Die Argumentation der offenen Briefe versucht, eine Vorbildwirkung zu erzeugen, die es anderen Menschen ermöglicht, sich eben in Argumentation zu üben. Das ist, auch für mich ein nicht endender Lernprozess.
    Herzlich, Ped

    1. Wenn ihr ganzes Engagement diese, oben beschriebene, Ziele hatte, dann wird niemand bestreiten können das sie damit erfolgreich sind. Und weil es mir gerade wichtig ist es zu sagen: es gibt zwei öffentliche Personen die in ihren Gedanken komplexe Ergebnisse zusammenfassen können, in denen Klarheit und Erkenntnis die Gestalt intellektueller Rebellion annimmt, und diese zwei Personen sind Alexander Wendt und Sie. Ohne übertreiben zu wollen kann man behaupten, das wenn es der gesellschaftlichen und politischen Aufklärung im 21. Jahrhundert noch bedarf, dann wäre diese bei Ihnen in guten Händen.

  7. Vielen Dank. Ich schaue auch schon lange nicht mehr die Nachrichten oder andere Propagandasendungen im ÖRF oder auch der Privaten. Zum Glück schaut mein Mann diese, um die wichtigsten Anweisungen von oben zu kennen. Leider ist das für unsere kleine Firma wichtig.
    An Gerda: Ja, Ped investiert viel Zeit, auch andere wie KenFM. Anselm Lenz oder Rubikon oder der Untersuchungsausschuss. Auch wenn dies im Moment hoffnungslos erscheint, finde ich es doch sehr wichtig. Denn wenn sich eine Möglichkeit, ein Zeitfenster eröffnet, um die den derzeitigen Wahnsinn zu beenden und neu zu beginnen, ist es wichtig, dass diese Chronologie der Ereignisse und der Beteiligten, erfasst ist und nicht alles geschreddert oder gelöscht wird. Nicht wegen einer Lynchjustiz, höchstens wegen einer echten Justiz, sondern um eine Aufarbeitung möglich zu machen. Wie konnte es wieder geschehen, dass „sich so viele, vor allem die „Intellekektuellen“ so schnell gleichgeschaltet haben“? wie Hannah Arendt sich schon fragte. Wie gelang es durch wen mit welchen Mitteln fast die gesamte Gesellschaft zu disziplinieren …etc. Einige Antwortansätze gibt es schon, aber erst nach Ende dieser Diktatur können wir wirklich anfangen aufzuarbeiten. Aber nicht nur für danach, (hier bin ich hoffnungsvoll, im Sinne „Man kann ein ganzes Volk eine Zeit lang belügen, Teile eines Volkes dauernd betrügen, aber nicht das ganze Volk dauernd belügen und betrügen.“ Abraham Lincoln (1809-1865), auch jetzt kann man doch schon Einige(s) erreichen. So investiere ich auch viel Zeit, um mich hier und anderswo zu informieren, selbst zu recherchieren, um Argumente zu haben oder auch um Flyer zu gestalten (oder gute von z.B. dieser Seite zu nehmen, und sie auszulegen.

    1. Liebe Frau Schubert,
      wenn ich darf, möchte ich auf einen kleinen, aber wichtigen Denkfehler hinweisen. Es wird nicht so sein, wie Sie implizit annehmen, dass die Diktatur zu Ende sein wird und dann etwas anderes, vielleicht besseres kommt.
      Es wird eher so sein, und dieser Prozess ist bereits jetzt im Gange, dass sich innerhalb oder unterhalb (wie sie wollen) der Diktatur parallele gesellschaftliche Ansätze bilden und die Menschen über kurz oder lang in regionalen Netzen trotz Diktatur ein einigermassen freies Leben leben können. Vielleicht ist dann auch irgendwann die globalistische Agenda ausgeträumt, aber das interessiert dann eh keinen mehr.
      Übrigens, wenn Sie Flyer gestaltet haben, würde mich das sehr interessieren. Ich bitte Sie, bei Ped wegen Mailadresse nachzufragen bzw. Ped zu erlauben, mir die Ihrige zu geben.

  8. Zitat aus „TV Spielfilm“, Nr. 12 / 2021, S. 49 zum „Tatort“, „Die dritte Haut“, Erstausstrahlung am 6.6.2021:
    „… Mit Masken und Plexiglasscheiben hat endlich auch der Corona- Alltag ins Fernsehen gefunden.“ (Darauf haben wir zweifelsohne inbrünstig gewartet!)
    Im Kasten „Filminfo“ ist dann noch zu lesen: „…“Es wäre doof, wenn man die Hauptkommissare zu Corona- Leugnern machen würde“, schickt Meret Becker hinterher und setzt noch einen Appell drauf: „Leute, tragt Masken! Es geht vorbei. Man befindet sich in keinem Lager (sic!) und hat warmes Wasser aus der Leitung.““
    Wilhelm Busch meinte einst: „Wer froh sein muß, ist selten froh!“, aber das ist in diesem Falle nur ein Teil der Wahrheit, denn wer als Anhänger der Regierung auch nur die Möglichkeit einer Lagerhaft erwähnt, läßt ja unfreiwillig durchblicken, sich mit diesem Thema bereits gedanklich auseinandergesetzt zu haben.
    Aber auch in den wenigen Sätzen zur Filmbeschreibung ist bereits das Muster des Staatsfunks erkennbar: Über die Sinnhaftigkeit der „Maßnahmen“ wird kein Wort verloren, Diskussionen sind nur innerhalb des vorgegebenen Rahmens erlaubt – ein nur allzu bekanntes Muster aus den DDR- Medien.

    Auch wenn ich damit rechnen muß, daß der offene Brief von Ped an den MDR entweder gar nicht oder nur mit nichtssagenden Floskeln beantwortet werden wird, so sind, und damit schließe ich mich den anderen Kommentatoren an, diese Bemühungen dennoch nicht vergeblich und verdienen den allergrößten Respekt!
    Herzlich, Steffen Duck!

  9. Wie dieser Text wohl auf die Regierungsgläubigen und die Ungläubigen wirkt ?
    Ein „normaler“ Mensch zweifelt doch sehr, wenn es Corona-Virenbelastung im Kaufhaus geben soll, und das auch noch örtlich verschieden in der Luft gemessen worden sein soll.

    Die Ungläubigen werden aggressiv, dass ihnen so ein Unsinn aufgetischt wird.
    Aber was denken und fühlen Tagesschau-Gläubige, ernsthaft jetzt ?

    Wenn man das wüsste, könnte man die Strategie der Medien besser nachvollziehen.

    Eine Strategie ist Trennung/Polarisierung. Aber wie funktioniert das (oder ein anderes Ziel) mit solch einer Meldung?

    1. Liebe Frau Stöbe,
      das Ziel ist, das eigenständige Denken abzugewöhnen. Dies macht man, indem von irgendwelchen Experten oder „autorisierten“ Stellen immer größerer Schwachsinn verbreitet wird, dieser von Massenmedien als zu denkender, nicht zu hinterfragender Ansatz propagiert wird. Das Verfahren kennt man auch aus dem Militär, dort heisst das „Drill“. Derart konditionierte Menschen zweifeln nicht nur nicht am aktuell servierten Unsinn, sie sind bei entsprechender Bearbeitung grundsätzlich nicht mehr in der Lage, eigene Gedanken unabhängig zu tätigen oder gar danach zu entscheiden und zu handeln. Dies ist das Ziel derartiger medialer Giftspritzen.

      1. Hat er gedient?

        Ihr Vergleich hinkt nicht nur, vielmehr scheinen ihm sämtliche Beine verlustig gegangen zu sein.
        Dem militärischen Drill unterwirft man sich freiwillig. Man befolgt Befehle, oder Menschen sterben.


        Hm … ????
        Grüße, Ped

        1. …, ein Zitat aus einem meiner Lieblingsfilme, „Eine Frage der Ehre“.

          Wollte nur auf den unpassenden Vergleich aufmerksam machen. Hat nichts mit Ihrem Artikel zu tun. Will das Ganze darum auch nicht weiter vertiefen. Aber schön, das sie mal durchgelüftet haben, in Ihrem „Wohnzimmer“.
          Hätte ich vielleicht unter gute Nachrichten posten sollen?!

          Liebe Grüße, Himbeertoni

          1. Die Erklärung von Dir, Strukturdenker, klingt schon ganz schön heavy:

            Die Menschen sind also schon in einer „totalen Institution“, ( https://de.wikipedia.org/wiki/Totale_Institution ), quasi jetzt schon im Ghetto oder Lager, so dass sie auf die irren Meldungen mit Anpassung reagieren, und es einfach Glauben, ihr eigenes Denken nur noch als Schmerz empfinden, weil es etwas anderes sagt, als dann später der Totale Herrscher tut (also Ausgangssperre oder Lockerungen, scheinbar sinnlos hintereinander, Begründet mit den unlogischen Fakten).

            Schafft der Spahn die Wahrheit der Pressemeldungen, indem er ihre Folgen beschließt?
            Und die Menschen glauben dann an Spahn statt an ihre Empfindungen ?

            Meinten Sie, dass wir solch ein Terrorregime haben ?

            Gibt es noch andere Erklärungen?

            Die Irrsinnsmeldungen als Folter für das Volk halte ich für einen validen Grund für ihre Verbreitung.

          2. Eine Eigenschaft von Drill ist, dass der Gedrillte glaubt, dass er sich freiwillig unterworfen hat und sogar der Meinung ist, die Ausübung seiner angedrillten Tätigkeit würde Leben retten.

  10. Hallo Ped,

    allen Seiten ist doch vollkommen klar, was hier in unserem Land (und fast weltweit) gespielt wird. Die Motive diese mittlerweile zum Milgram Experiment mutierten Handeln sind für mich allerdingst noch unklar. Was mich persönlich so traurig macht, ist dass unsere Öffentlich-Rechtliche Programme (ursprünglich) genau dafür geschaffen wurden um neutral zu berichten und zusätzlich als Kommentar gekennzeichnet – Pro und Contra – ausgwogen und unbeeinflusst – zu berichten. Stattdessen werden meine Gebühren dazu genutzt, nicht nach journalistischen Grundsätzen zu arbeiten und damit unter den Menschen Angst zu verbreiten. Diese Anstalten zerstören damit nachhaltig das Vertrauen der Menschen und Zerstören damit ebenfalls die Demokratie. Denn wer soll diesen Anstalten (bzw. den Menschen die dort arbeiten) jemals wieder vertrauen? Natürlich sollte uns allen bewusst sein, dass diese journalistischen Fehlleistung großteils unter Zwang zustande kommen. Nur teilweise (wie in der Bevölkerung auch), werden die Mitarbeiter den Regierungsmitteilungen glauben. Das ganze System unserer schönen Öffentlich-Rechtlichen Senderanstalten ist korrumpiert und unterlaufen – somit wertlos.

    1. Sehr geehrter Anon,
      Sie gehen davon aus, dass wir jemals so etwas wie Demokratie hatten und jemals die Medien unabhängig und neutral waren. Auf dem Papier, sicherlich. Aber in der Realität? War das jemals anders? Vielleicht wird nur die Manipulationsmaschine in jetziger Zeit sichtbar, in der diese Maschinerie unverblümt arbeitet?
      Vertrauen in staatliche Institutionen ist prinzipiell der falsche Ansatz. Staatliches Handeln ist – immer – darauf ausgerichtet, die Mehrheit der Bevölkerung zur Befriedigung der wirtschaftlichen und Machtinteressen von „Elitengruppen“ zu kontrollieren und mehr oder weniger geschickt auszunutzen. Insofern wäre ein gesundes Mißtrauen und möglichst viel ausserstaatliche Initiative der zielführendere Ansatz. Meine Meinung.

  11. Verehrter Herr Frey,
    da ist Ihnen ein ganz großer Wurf gelungen!
    Ich beglückwünsche Sie zu dieser Perle bei der notwendig gewordenen Auseinandersetzung mit den Staatssendern.
    Zugleich darf ich meiner Bewunderung dieses umfangreichen, gut recherchierten und perfekt formulierten Aufsatzes Ausdruck verleihen.
    Persönlich halte auch ich den MDR als Bestandteil der ARD für einen wesentlichen Transmissionsriemen, für einen Verkündungsfunk der Bundes- als auch Landesregierungen.
    Da wir, die befohlenen Rezipienten, diesen ungebetenen Schmarrn auch noch bezahlen sollen, ist die Grenze zur SIttlichkeit längst überschritten.
    Deshalb ermutige ich Sie, dieses Ungemach weiter entschlossen zu paralysieren.

    1. Wie auch ich sie ermuntern möchte, den öffentlich-rechtlichen Unfug nicht weiter monetär zu unterstützen.
      Danke!

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