Wenn der Blockwart grüßt …

… stellt sich dies oft in Form von Botschaften des “Großen Bruders” dar.


Kontrolle bedarf nicht zwingend von staatswegen mit entsprechenden Droh- und Repressionswerkzeugen ausgestattete Ordnungskräfte aus Fleisch und Blut. Sie wird sehr wirkungsvoll umgesetzt, in dem man die zu kontrollierenden Objekte an allen möglichen öffentlichen Orten regelmäßig ermahnt, “die Regeln” einzuhalten.


Der Kontrollmechanismus setzt konditionierte Menschen voraus, die sich bei allem was sie tun, nach oben hin versichern, ob sie dies auch dürfen. Das ist auch der Grund, warum solche, ein bestimmtes Verhalten anmahnende Botschaften nicht rational sondern mit moralischen “Argumenten” begründet werden. Es wird an unsere Schuldgefühle appelliert. Wir werden darauf geeicht, dass unsere “falschen” Handlungen auch ethisch-moralisch verwerflich seien und “richtiges” Verhalten uns zurückführt in die geschlossenen Reihen der “Guten”. Man nutzt unser zutiefst menschliches Bedürfnis nach sozialer Geborgenheit aus, in dem unsere Ängste vor Stigmatisierung und Isolation geschürt werden.

Kontrolle ist eine Kategorie von Macht- und Herrschaftsdenken. Sie wird von den Protagonisten wie eine Sucht gelebt, weil eng damit die Angst vor Kontrollverlust verbunden ist. Wenn Kontrolle also zum Merkmal sozialer Verbünde gerät, wird das Verhalten der Mitglieder und damit des Systems manisch. Unser natürliches Urvertrauen — grundlegende Voraussetzung für jede echte Kooperation — wurde durch Misstrauen ersetzt. Nicht Neugier dominiert, sondern unsere pausenlos geschürten Urängste.

In Macht- und Herrschaftssystemen wird stetig die eigene Position ausgelotet. Ein vor allem unterbewusst gelebter, innerer Kontrolleur prüft fortwährend, wo er sich unterwerfen muss und wo er zu beherrschen, also zu steuern hat. Die Prüfung richtet sich komplett nach den äußeren Umständen. Das resultierende Handeln wird mit bedauerndem Schulterzucken kommentiert, wenn es mit ureigenen ethischen Richtlinien in Konflikt gerät. Man ist halt gezwungen, das System schreibt es vor, das Handeln ist leider alternativlos.

Kontrolle kann also sehr gut weitergegeben werden, wenn die Verinnerlichung der Rolle auch genügend Rechtfertigungen für die Alternativlosigkeit der übertragenen Aufgabe bietet. Die Aufgabe ist moralisch aufgeladen und gerät so zur Pflicht. Ihr unempathischer Charakter wird legitimiert, in dem man deren Ausführung an eine besondere Situation koppelt, die außergewöhnliche Maßnahmen rechtfertigen, ja geradezu lebensnotwendig machen würde. Diese “Situation” ist jedoch in der Regel konstruiert, überhöht potenzielle Lebensrisiken und lenkt die Aufmerksamkeit auf ein oft winzig kleines Fenster der Wirklichkeit. Die “Situation” stellt sich im Ergebnis dessen als das dar, was als Framing bezeichnet wird.

Verinnerlichte Kontrolle, gleichbedeutend mit dem Gefühl, dass es normal ist, dass immer Jemand auf Einen aufpasst und ihn zurechtweist, wo dies erforderlich erscheint, erspart uns den menschlichen Aufpasser. Allein Symbole genügen, uns ein schlechtes Gewissen einzureden. Einfach weil die mit diesen vermittelte moralische Botschaft sich ohne großen Widerstand in unserer Halle der Emotionen breit machen kann. In George Orwells Roman 1984 ist es noch ein Mensch — und zwar ein vollkommen totalitär Herrschender, der “Große Bruder” —, welcher dem Helden und seinen Mitmenschen an jeder Ecke ins Gesicht starrt. Jedermann wird unentwegt daran erinnert, dass der Kontrolleur des eigenen Verhaltens stets an seiner Seite ist. Er verinnerlicht es. Er beginnt, sich und andere (!) auf die Einhaltung der oft willkürlich verhängten und logisch absurden Regeln zu kontrollieren und bei Bedarf zu maßregeln:

“Auf jedem Treppenabsatz starrte ihn gegenüber dem Liftschacht das Plakat mit dem riesigen Gesicht an. Es gehörte zu den Bildnissen, die so gemalt sind, daß einen die Augen überallhin verfolgen. »Der Große Bruder sieht dich!« lautete die Schlagzeile darunter.” (1)

Dieses grundsätzliche, zutiefst beunruhigende Gefühl führt auch dazu, dass wir ständig in einen Konflikt gestürzt werden, weil wir in dieser Verfasstheit glauben, nicht zu wissen, was richtig oder falsch ist. Und wenn wir den Mut aufbringen, auf unser Herz, unser Inneres zu hören, werden wir im Außen damit konfrontiert, dass unser inneres Gefühl falsch sei und als Richtschnur unseres Handelns nicht taugen würde. Wir lassen uns das Selbstverständnis, selbstverantwortlich entscheiden zu können, rauben. Unsere Entscheidungen werden fortan durch Glauben (an Andere), statt durch Wissen (in uns selbst) gelenkt.

Wir glauben, dass es die Experten wissen und wir uns deshalb nicht mehr die Mühe machen müssten, selbst um Wissen zu ringen. Das ist bequem und gleichzeitig sind wir damit bequem lenkbar, verführbar. Das ist der Punkt, an dem wir uns Botschaften wie die Folgenden; Botschaften, an uns gerichtet durch unseren “Großen Bruder” in verhängnisvoller Weise zu Eigen machen (b1).

Obiger Aushang ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Er triggert alle Menschen, zielt aber vor allem auf die jüngere Generation. Diese glaubt er mit burschikoser, in schlechtem Deutsch gehaltener Sprache besser erreichen, besser erziehen zu können. Gekonnt wird mit dem Negativbild des “Maskenmuffels” hantiert, wobei Begriff und Konnotation überhaupt erst durch das gegenwärtige, machtausübende System, welches die sogenannten Corona-Maßnahmen gewillt ist, um jeden Preis durchzupeitschen, ins Leben gerufen wurde. Und ohne Scheu wird mit Druck, mit Drohungen gearbeitet. Das Ganze hat weder mit Aufklärung noch mit “respektvollem Miteinander” zu tun. Es ist schlichte Propaganda.

Mich interessiert, welche Motive dem seitens der Verantwortlichen im betreffenden Verkehrsunternehmen zugrunde liegen und so habe ich mich in einem weiteren offenen Brief an diese gewandt.


Dresdner Verkehrsbetriebe AG
Trachenberger Straße 40
01129 Dresden
kontakt@dvbag.de

zu Händen:

Andreas Hemmersbach (Vorstand Finanzen und Technik)
Lars Seiffert (Vorstand Betrieb und Personal)
Stephan Kühn (Bürgermeister, Beigeordneter der Landeshauptstadt, Aufsichtsratsvorsitzender)

Offener Brief an die Dresdner Verkehrsbetriebe AG

Sehr geehrter Herr Hemmersbach, Herr Seiffert und Herr Kühn,

eingangs bitte ich Sie um Beachtung, dass es sich bei diesem Schreiben um einen offenen Brief handelt, der also öffentlich weiterverbreitet wird. Mit der gleichen Transparenz wird auch Ihre Antwort gewürdigt. Mehrere Tausend Menschen — das ist das Minimum — werden also auch Ihre Reaktion auf dieses Schreiben mit Interesse zur Kenntnis nehmen.

Wiederholt sind mir in den vergangenen Monaten an den Haltestellen der Dresdner Verkehrsbetriebe Aushänge ins Auge gefallen, die mich nunmehr veranlassen, einige Fragen an Sie zu stellen. Dies gilt unbeachtet dessen, ob diese Aushänge von Ihrem Unternehmen selbst erstellt, beauftragt wurden oder auch Ihr Unternehmen beauftragt/aufgefordert wurde, diese Aushänge vorzunehmen.

Einen dieser Aushänge haben Sie ja sicher bereits weiter oben wiedererkannt und dessem Inhalt möchte ich mich auch gleich zuwenden. Als Erstes möchte ich gern von Ihnen wissen, was Sie unter einem Maskenmuffel verstehen. Dies um Missverständnisse auszuräumen. Natürlich ist mir bekannt, wann und in welchem Zusammenhang dieser Begriff in Medien und Politik aufkam. Nämlich im Frühsommer 2020, als es darum ging, Menschen zu zwingen, im öffentlichen Raum Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen (2). Von Beginn an machte man bei diesem Treiben auch vor Kindern nicht Halt (3, n1).

Dieses Treiben, Disziplin über die Androhung von Strafen zu erreichen, wurde auch durch Ihren Vorstand, zum Beispiel Sie, Herr Hemmersbach, aktiv mitbetrieben: “Allerdings finde ich 60 Euro ein bisschen wenig, denn es muss wirken.” (4) Passend läutet der Medienbeitrag, in dem das Zitat eingebettet ist, ein mit: “Ab Dienstag scharfe Kontrollen! So werden Maskenmuffel in Bus und Bahn abgestraft!” (4i)

Das negative Bild der sogenannten Maskenmuffel wird also offensichtlich auch von Ihnen geteilt. Menschen, die sich dem Befehl — genau das ist es nämlich — nicht unterwerfen, wären danach undemokratisch, unsolidarisch und egoistisch (5). Damit wären sie verantwortlich dafür, dass die Pandemie in ihre dritte Welle gehe, ja sie hätten sogar den Tod anderer Menschen auf dem Gewissen, vor allem Jener aus den Risikogruppen, zu deren Schutz wir ja vor allem die Masken tragen sollen, richtig (6, 7)?

Möglicherweise aber teilen Sie dieses Bild gar nicht und sind Zwängen unterworfen, nach denen Sie Dinge tun müssen, die Ihren Überzeugungen widersprechen. Da mag ich nicht spekulieren. Mögen Ihre Motive sein, wie sie wollen, so beteiligen Sie sich in Ihrer Verantwortung als Vorstand eines bedeutenden Verkehrsunternehmens doch an der Stigmatisierung und Ausgrenzung von Menschen, welche den Sinn des Tragens von Mund-Nasen-Bedeckungen im öffentlichen Raum kritisch hinterfragen und für sich als gesundheitsgefährdend ansehen.

Gleichzeitig machen Sie mit Ihrer Politik für Menschen, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind und für die das Maskentragen sogar eine aktue Gefahr darstellt, jede Fahrt zu einem Stressereignis erster Güte. Zumal Sie doch tatsächlich inzwischen eine FFP2-Maske (oder ähnliche) in den Bussen und Bahnen fordern (8), womit wir — ich greife voraus — endgültig außerhalb jeder ernsthaften wissenschaftlichen und verhältnismäßigen Maßnahme geraten sind, die einer echten Pandemiebekämpfung gerecht würde. Solche Masken im öffentlichen Raum zu erzwingen, muss mindestens als fahrlässige Körperverletzung betrachtet werden (9, 10, n2). Ist Ihnen das tatsächlich nicht bewusst?

Dass Sie bestimmte Gruppen aus dem Maskenzwang herausnehmen, ist weder für diese ein Freifahrtschein noch ist es juristisch sauber:

“Menschen mit Behinderungen und diejenigen Personen mit entsprechenden gesundheitlichen Gründen müssen nur dann eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn sie dazu in der Lage sind. Die Vorlage des Schwerbehindertenausweises bzw. eine entsprechende ärztliche Bescheinigung genügt als Nachweis.” (8i)

Seit wann ist es rechtens, dass ärztliche Bescheinigungen durch Jedermann eingesehen werden dürfen? Was ist mit körperlicher Unversehrtheit und der Ermächtigung selbst darüber bestimmen zu können, wie man mit seiner Gesundheit umgeht? Wir reden hier von einem Menschenrecht! Menschenrechte sind unveräußerlich.

Sie meinen, in “besonderen Situationen” ist es gerechtfertigt, Menschenrechte auszusetzen? Wer bestimmt das? Sie vertrauen Jenen, die das anordnen?

Wir kommen hier an einen Punkt, an dem Sie gefordert sind zu begründen, was Sie da im Zuge der Erzwingung des Maskentragens im von Ihnen geführten Unternehmen mitverantworten. So ich es richtig sehe, ist Ihre einzige Begründung nämlich der Glaube, wir Menschen wären potenziell für die Gesundheit anderer Menschen gefährlich. Ist Ihnen klar, dass Sie sich damit an einer Praxis beteiligen, die für einen demokratischen Rechtsstaat völlig unakzeptabel ist? Denn mit dem Generalverdacht, dass alle Menschen “Gefährder” seien, wird Beweislastumkehr betrieben und die Unschuldsvermutung ausgehebelt.

Weil Sie, werte Herren, diesen Generalverdacht aktiv mit Leben füllen, einen Verdacht der nicht einmal mit Indizien aufwarten kann (siehe weiter unten), maßen Sie sich an, Menschen ohne Maske als gefährlicher darstellen zu dürfen. Denn gefährlich für andere, sind wir ja nach dem hier verbreiteten Weltbild wohl alle, richtig? Wie stellen Sie sich eigentlich langfristig das Zusammenleben in unserer Gesellschaft vor? Sie meinen, dass solch Denkmuster eine vernünftige Basis dafür wären?

Das zweifelhafte und durch keine echte Wissenschaft gedeckte Bild von Menschen, welches mal ausnahmsweise (ist dem tatsächlich so?) nur in “Corona-Zeiten” zu gelten habe, lautet:

Wir könnten jederzeit, gesund oder nicht, unsere Mitmenschen krank machen — und zwar ganz besonders stark seit es das “neuartige Virus” gibt. Außerdem glauben Sie, dies wäre wohl wissenschaftlich bewiesen. Was nicht der Fall ist (11). Aber Sie glauben dies, weil Sie den Experten aus dem Robert-Koch-Institut, der Charité, der Leopoldina und vor allem den Regierungen vertrauen. Dieses Vertrauen ist jedoch völlig unangebracht.

Ein zweiter an den DVB-Haltestellen entdeckter Aushang bildet sehr gut diesen Glauben ab. Dieser bezieht sich keinesfalls auf gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse. Erst recht deshalb gibt es auch keinen Konsens zum Thema; auch wenn Politik und Medien uns das weismachen möchten.

Die unwissenschaftliche Begründung lautet, dass mit dem Maskentragen “Du Dich und andere schützt”. Sie fragen, warum das unwissenschaftlich sei? Weil jede belastbare wissenschaftliche Begründung bis heute ausgeblieben ist.

Sehr geehrte Herren, da jedoch offensichtlich in Ihren Augen — zumindest entnimmt man das den die Haltestellen des Unternehmens DVB “verzierenden” Verhaltensvorschriften — wissenschaftlich alles klar ist und nichts mehr diskutiert werden muss, dürfte meine Forderung an Sie leicht erfüllbar sein. Bedenken wir, dass es beim Maskenzwang schließlich um eine Grundrechtseinschränkung und Gesundheitsgefährdung geht, letztlich die des Rechts auf körperliche Unversehrtheit.

Sie müssen keinen wissenschaftlichen Nachweis über den Nutzen von Masken im Zuge einer Pandemiebekämpfung führen. Nein, ich verlange lediglich, dass Sie mir diese Nachweise benennen (es dürfte sie ja in Masse geben, oder?) (12 bis 16). Das ist das Erste. Desweiteren frage ich Sie nach dem wissenschaftlichen Nachweis, dass Menschen, die keine Maske im öffentlichen Raum tragen, eine erhöhte Gefährdung für die Gesundheit ihrer Mitmenschen darstellen. Und ich möchte von Ihnen wissen, ob Sie wissenschaftlich belastbare Dokumente kennen, die eine Unbedenklichkeit des Maskentragens im Alltag zweifelsfrei nachweisen (17 bis 19).

Regierungsseitig bezieht man sich auf das Infektionsschutzgesetz, Sie in den Corona-Informationen auf Ihrer Webseite übrigens auch. Voraussetzung zur Anwendung des Gesetzes ist das Vorhandensein einer “epidemiologischen Lage nationaler Reichweite”. Ist diese besondere Lage eigentlich gegeben? Mit Lieferung oder auch Nichtlieferung der von mir gewünschten wissenschaftlichen Belege lässt sich diese Frage für uns alle leicht beantworten.

Außerdem: Wo wurde auf welche Art und Weise wissenschaftlich bewiesen, dass Mund-Nasen-Bedeckungen — und zwar egal ob im Klinikbereich oder im öffentlichen Raum — Infektionen durch das neue Coronavirus verhindern oder vermindern?

Wissenschaftlich belegte Beweise, die den Austausch mit und den resultierenden Infektionen von viralen Erregern nachweisen: Dazu zählen nicht Studien von Aerosolforschern, nicht Hamsterstudien (20) oder computerbasierte Modellstudien (21) und erst recht nicht Stellungnahmen aus der Führungsetage des Robert-Koch-Instituts oder gar der Bundesregierung. Da Sie, werte Herren in führender Unternehmensposition tätig sind, meine ich, dass dieser Aspekt Ihnen gegenüber nicht weiter vertieft werden muss.

Der Maskenzwang ist — wie Sie ja wissen — Teil sogenannter Hygieneregeln, welche gern als “AHA-Regeln” schöngefärbt werden. Ist Ihnen, sehr geehrte Herren, bekannt, dass diese “Regeln” sich allesamt auf ein Konzept berufen, welches in den Jahren 2006/2007 unter der Ägide der US-amerikanischen Regierung ausgearbeitet und dann in den gesetzlichen Regelungen der dortigen Seuchenbehörde verankert wurde? Das Konzept ist in seinem Namen selbsterklärend und nennt sich Nonpharmaceutical Intervention (Nichtpharmazeutische Intervention), kurz NPI. Es hat niemals einen ordentlichen Peer-Review-Prozess durchlaufen und seine vorgeblich erfolgreichen Methoden sind bis heute wissenschaftlich nicht bewiesen worden (22 bis 27).

Ist Ihnen außerdem bekannt, dass es ein Virologe namens Christian Drosten, in jenen Tagen offizieller Berater der Deutschen Bundesregierung, war, der sich auf das fragwürdige Konzept der NPI berief, als er Mitte März 2020 den Politikern quasi über Nacht dringend empfahl, zur “Bekämpfung der Pandemie” Kindergärten und Schulen zu schließen (28)? Auch die danach umgesetzten Maßnahmen wie Ausgangssperren und Kontaktverbote, bis hin zum Tragen von Masken im Alltagsleben sind besagtem Konzept entnommen worden, nicht nur in Deutschland. Wie gesagt, wir reden von einem Dokument, das nicht den Status einer nach wissenschaftlichen Kriterien belastbaren Arbeit besitzt und auch niemals in der Praxis bewiesen wurde (29).

An dieser Stelle möchte ich Sie ermutigen, kritisch zu prüfen, wie es sein kann, dass mit einem solchem Konzept (das der NPI), gesellschaftsweit so herumexperimentiert werden darf und es sogar Eingang in Gesetze findet (wie dem IfSG). Die damit verbundenen Maßnahmen wurden quasi über Nacht eingeführt (28i, 30) und mit Vehemenz immer weiter ausgedehnt (31). Das alles geschah praktisch ohne die notwendige, breite Einbeziehung von Experten in Epidemiologie und Mikrobiologie. Fragen Sie sich bitte, welche Rolle Sie selbst in dem Szenario spielen.

In Erwartung Ihrer Antworten,

freundliche Grüße, Peter Frey

Liebe Leser, bitte bleiben Sie achtsam und werden Sie mutig.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.

Die Quellen mit dem Präfix n im Index wurden nach Versenden des offenen Briefes hinzugefügt.

(n1) 21.04.2021; Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) und der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH); Hospitalisierung und Sterblichkeit von COVID-19 bei Kindern in Deutschland; https://dgpi.de/stellungnahme-dgpi-dgkh-hospitalisierung-und-sterblichkeit-von-covid-19-bei-kindern-in-deutschland-18-04-2021/

(n2) 20.04.2021; Ärzte für Aufklärung; Die Evidenzlage zu Mund-Nasen-Bedeckungen; Metastudie (peer-reviewed); https://www.aerztefueraufklaerung.de/masken/index.php; Primärquelle: MDPI; Kai Kisielinski, Paul Giboni, Andreas Prescher und weitere; Is a Mask That Covers the Mouth and Nose Free from Undesirable Side Effects in Everyday Use and Free of Potential Hazards?; https://www.mdpi.com/1660-4601/18/8/4344

(1) 1948; George Orwell; 1984; S. 5; abgerufen bei: https://ia801709.us.archive.org/22/items/Gorwellbeutew1/orwellbeutewelt1combi.pdf; 30.04.2021

(2) 21.06.2020; Tagesspiegel; Bußgeld für Verstöße gegen die Maskenpflicht könnte am Dienstag beschlossen werden; https://www.tagesspiegel.de/berlin/maskenmuffel-in-berliner-bussen-und-bahnen-bussgeld-fuer-verstoesse-gegen-die-maskenpflicht-koennte-am-dienstag-beschlossen-werden/25936600.html

(3) 21.08.2020; WDR5, KiRaKa; Liegestütze für Maskenmuffel; https://kinder.wdr.de/radio/kiraka/nachrichten/klicker/masken-156.html

(4, 4i) 28.08.2020; Tag24; Ab Dienstag scharfe Kontrollen! So werden Maskenmuffel in Bus und Bahn abgestraft!; https://www.tag24.de/dresden/ab-dienstag-scharfe-kontrollen-so-werden-masken-muffel-in-bus-und-bahn-abgestraft-1626859

(5) 18.10.2020; Tagesspiegel; Matthias Meisner; Maskenmuffel verhalten sich unsolidarisch und undemokratisch; https://www.tagesspiegel.de/politik/aggression-gegen-polizisten-maskenmuffel-verhalten-sich-unsolidarisch-und-undemokratisch/26285798.html

(6) 22.10.2020; Uckermark Kurier; Claudia Marsal; Vater fordert 1000 Euro Strafe für Maskenmuffel; https://www.nordkurier.de/uckermark/vater-fordert-1000-euro-strafe-fuer-maskenmuffel-2241121110.html

(7) 24.09.2020; reitschuster.de; Maskenmuffel zu Soziopathen; https://reitschuster.de/post/maskenmuffel-zu-soziopathen-erklaert/

(8, 8i) 28.04.2021; DVB, Unternehmen; Coronavirus: Alle Infos auf einen Blick; https://www.dvb.de/de-de/meta/aktuelle-meldungen/corona-massnahmen

(9) 16.09.2020; nau.ch; Miguel Pereiro; Pendler-Masken sind voll mit Bakterien und Pilzen; https://www.nau.ch/news/schweiz/pendler-masken-sind-voll-mit-bakterien-und-pilzen-65783064

(10) 26.06.2020; Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte; Hinweise des BfArM zur Verwendung von Mund–Nasen-Bedeckungen (z.B. selbst hergestellten Masken, „Community- oder DIY-Masken“), medizinischen Gesichtsmasken sowie partikelfiltrierenden Halbmasken (FFP1, FFP2 und FFP3) im Zusammenhang mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2 / Covid-19);  https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzmasken.html

(11) 20.11.2020; Nature; Shiyi Cao, Yong Gan, Chao Weng, Max Bachmann und weitere; Post-lockdowns SARS-CoV-2 nucleic acid screening in nearly ten million residents of Wuhan, China; https://www.nature.com/articles/s41467-020-19802-w

(12) 18.08.2020; Thieme Krankenhaushygiene; Ines Kappstein; Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit: Keine Hinweise für eine Wirksamkeit; https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/html/10.1055/a-1174-6591

(13) 2020; Meta-Studie; Masks Are Neither Effective Nor Safe: A Summary Of TheScience; https://universaloctopus.com/wp-content/uploads/2020/07/masks-not-effective-or-safe…..pdf; siehe Quellennachweis im Anhang

(14) 21.05.2020; NEJM; Michael Klompas, Charles A. Morris, Julia Sinclair und weitere; Universal Masking in Hospitals in the Covid-19 Era; https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMp2006372

(15) 25.08.2020; Corona Transition; Maskenpflicht brachte in Österreich keinerlei messbaren Nutzen; https://corona-transition.org/maskenpflicht-brachte-in-osterreich-keinerlei-messbaren-nutzen

(16) 01.09.2020; The European; Stefan Groß-Lobkowicz; Schweden: Masken sind nicht wirksam genug, um einen Masseneinsatz zu rechtfertigen; https://www.theeuropean.de/stefan-gross/coronavirus-schweden-widersetzt-sich-dem-pandemie-trend/

(17) 09.09.2020; Sachverständiger beweist live: CO2-Werte unter Masken gesundheitsschädlich; https://www.wochenblick.at/sachverstaendiger-beweist-live-co2-werte-unter-masken-gesundheitsschaedlich/

(18) 27.09.2020; Epoch Times; Sonja Ozimek; Neurologin kritisiert Maskenpflicht und Abstandsregeln: “Menschenverachtend und kriminell”; https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/neurologin-margareta-griesz-brisson-kritisiert-maskenpflicht-kindern-und-jugendlichen-den-sauerstoff-zu-rauben-ist-kriminell-a3344105.html

(19) 13.08.2020; Deutsche Apothekerzeitung; Markus Veit; Hauptsache Maske?!; https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2020/daz-33-2020/hauptsache-maske

(20) 17.05.2020; BR; Studie an Hamstern: Masken können vor Corona-Infektion schützen; https://www.br.de/nachrichten/wissen/studie-an-hamstern-masken-koennen-vor-corona-infektion-schuetzen,RzG4gab

(21) 08.06.2020; nature; Seth Flaxman, Swapniel Mishra, Axel Gandy und weitere (Imperial College of London); Estimating the effects of non-pharmaceutical interventions on COVID-19 in Europe; https://www.nature.com/articles/s41586-020-2405-7_reference.pdf; beziehungsweise: https://www.nature.com/articles/s41586-020-2405-7

(22) 22.04.2020; Chicago Tribune; Eric Lipton, Jennifer Steinhauer; How social distancing became the heart of the national playbook for responding to a pandemic is one of the untold stories of the coronavirus crisis; https://www.chicagotribune.com/coronavirus/ct-nw-nyt-social-distancing-coronavirus-20200422-fmn6ottz65gz7h2bo634be3f5u-story.html;

(23) 16.06.2020; The Richmond Observer; Lindsay Marchello; “Socal distancing” becomes signatur phrase of pandemic; https://www.richmondobserver.com/national-news/item/8730-social-distancing-becomes-signature-phrase-of-pandemic.html

(24) 14.02.2007; Richard J. Hatchett, Carter E. Mecher, Marc Lipsitch; Public health interventions and epidemic intensity during the 1918 influenza pandemic;  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1849867/; siehe auch: National Academy of Scienses of the United States, https://www.pnas.org/content/104/18/7582

(25) 15.05.2020; Science; Benjamin F. Maier, Dirk Brockmann; Effective containment explains subexponential growth in recent confirmed COVID-19 cases in China; https://science.sciencemag.org/content/368/6492/742

(26) CDC; Nonpharmaceutical Interventions (NPIs); https://www.cdc.gov/nonpharmaceutical-interventions/; zuletzt abgerufen: 26.06.2020

(27) 2006; US Library of Medicine; Nonpharmaceutical Interventions for Pandemic Influenza, International Measures; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3291414/

(28, 28i) 12.03.2020; NDR Info, Anja Martini im Gespräch mit Christian Drosten; Schulen schließen und Gemeinden unterstützen; https://www.ndr.de/nachrichten/info/12-Schulen-schliessen-und-Gemeinden-unterstuetzen,audio652058.html; im Gespräch bezieht sich Drosten auf diese Quelle: 22.04.2020; Chicago Tribune; Eric Lipton, Jennifer Steinhauer; How social distancing became the heart of the national playbook for responding to a pandemic is one of the untold stories of the coronavirus crisis; https://www.chicagotribune.com/coronavirus/ct-nw-nyt-social-distancing-coronavirus-20200422-fmn6ottz65gz7h2bo634be3f5u-story.html

(29) 08.03.2021; Laborjournal; Ulrich Dirnagl; Von Botswana lernen, heißt im Kampf gegen Corona siegen lernen!; https://www.laborjournal.de/rubric/narr/narr/n_21_03.php

(30) Merkur; Katarina Amtmann; Heikler Corona-Bericht über plötzlichen Sinneswandel vor Merkel-Treffen: Jetzt schlägt Drosten gegen den Spiegel zurück; https://www.merkur.de/politik/coronavirus-deutschland-drosten-virologe-kanzlerin-merkel-schulen-kinder-laschet-soeder-nrw-bayern-zr-13805799.html

(31) März 2020; Bundesministerium des Innern (BMI); Wie wir Covid-19 unter Kontrolle bekommen; https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2020/corona/szenarienpapier-covid19.pdf?__blob=publicationFile&v=6; “Das Papier »Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen« wurde unter Mitwirkung des BMI im März 2020 durch externe Wissenschaftler erarbeitet. An der Erstellung des Papiers wirkten Experten aus den einschlägigen Bereichen (unter anderem Gesundheitswesen, Krisenmanagement, Verwaltung und Wirtschaft) mit.”; https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2020/corona/szenarienpapier-covid19.html; Es spricht für sich, dass die Namen der “externen Wissenschaftler” nicht genannt werden.

(b1, b2) Propaganda zum verpflichtenden Tragen von Masken, aufgenommen an einer Dresdner Straßenbahnhaltestelle; April 2021; Fotos: Peds Ansichten

(Titelbild) Brief, Hand, Fingerzeig, Hinweis; Autor: Gerd Altmann (Pixabay); 19.11.2017; https://pixabay.com/de/photos/gesch%C3%A4ftsmann-finger-ber%C3%BChren-2956974/; Lizenz: Pixabay License

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