Steinmeiers neueste Durchhalterede an die Deutschen: Dieses „Wir“ gibt es nicht.


Der Verräter der Demokratie in den Maidan-Tagen des Jahres 2014, der Mitverantwortliche für den Verrat an den Minsker-Vereinbarungen, der Mitverantwortliche für den Verrat am sozialen Frieden in Deutschland, siehe Hartz IV, dieser Mann versteigert sich, in unser aller Namen zu sprechen. Dazu sollten wir die richtigen Worte finden. Dagmar Henn hat dies getan.


Dieser Artikel von Dagmar Henn wurde original veröffentlicht am 28. Oktober 2022 bei Russia Today unter https://de.rt.com/meinung/152812-steinmeier-rede-wir-nicht-mit/

Wenn es eine Person gibt, die die Hintergründe des Konflikts in der Ukraine genau kennen muss, dann ist das Frank-Walter Steinmeier. Von 1999 bis 2005 war er Chef des Kanzleramts. Während der ersten Farbrevolution in der Ukraine, im Jahr 2004, war er damit der Geheimdienstkoordinator und hatte dementsprechend alle verfügbaren Informationen über diesen ersten westlichen Versuch, die Ukraine vollständig unter die Ideologie von Bandera zu stellen und gegen Russland zu richten. Er weiß mit Sicherheit auch genau über die deutsche Rolle in diesem Spiel Bescheid.

2014, während des zweiten Anlaufs durch den Maidan, war er deutscher Außenminister. Er schloss zusammen mit seinen polnischen und französischen Kollegen das verhängnisvolle Abkommen mit der „Opposition“, das dazu führte, dass der rechtmäßig gewählte ukrainische Präsident Janukowitsch die Bewachung der Regierungsgebäude zurückzog, woraufhin sie am Folgetag gestürmt werden konnten. Steinmeier hat die Putschisten sofort anerkannt.

Steinmeier war an den Verhandlungen der Minsker Vereinbarungen beteiligt, hat aber wider besseres Wissen beständig die falsche Aussage verbreitet, die „Separatisten“ müssten sofort die Kontrolle über die Grenze zu Russland an Kiew übergeben. Niemand in dieser Republik trägt mehr Verantwortung für den heutigen Zustand der Ukraine als Frank-Walter Steinmeier. Niemand kann weniger behaupten, nicht zu wissen, mit welchen Kräften, welcher Ideologie man es in Kiew zu tun hat. Er wird die Informationen über Odessa ebenso auf seinem Schreibtisch vorgefunden haben wie die wirklichen Daten der OSZE, mit den Angaben, wer im Donbass auf wen schießt. Die heutige Außenministerin Annalena Baerbock könnte sich noch mit Unkenntnis und Dummheit herausreden. Steinmeier kann das nicht. Er weiß genau, wie schamlos er lügt.

Und das tut er. Man nehme nur diesen einen Satz seiner neuesten Rede, in der er bezogen auf den 24. Februar dieses Jahres sagt: „Für niemanden ist der Schrecken dieses Morgens so entsetzlich wie für die Menschen in der Ukraine selbst.“ (1) Die alte Schlangenzunge im Bellevue weiß natürlich, dass der Krieg in der Ukraine an diesem Tag schon beinahe acht Jahre alt war. Er weiß, welche Schrecken er mit sich brachte. Man darf nie vergessen, dass irgendwie dann doch in den Apparaten der Dienste reale Informationen durchdringen; auch, was Folter und Terror durch Kiew betrifft. Und die Geschmacksrichtung der Entwicklung war spätestens seit dem 2. Mai 2014 in Odessa gesetzt, wenn nicht bereits seit Steinmeiers Handschlag mit dem Nazi Tjagnibok in Kiew einen Tag vor dem Putsch.

Dieser Steinmeier lässt sich eine Rede schreiben, in der er voller Pathos vom „Schrecken des Krieges“ spricht, der am 24. Februar begonnen habe: „der ungeheure Lärm der Einschläge, der Rauch, das Feuer, ihre jähe, pure Angst.“ Ich war im Frühjahr 2015 in Donezk und habe dort mit Menschen gesprochen, die seit über einem halben Jahr in einem sowjetischen Atombunker hausten. Ein Bunker, dessen Wände mit Bildern der Geschütze dekoriert waren, die einmal gebaut worden waren, um sie zu schützen, aber seit Monaten auf sie abgefeuert wurden. Ich habe die Zweige gesehen, die unter den Bäumen lagen, wie nach einem schweren Gewitter mit Hagel, nur dass dieser Hagel aus einem Geschütz des gleichen Namens kam. Der Schrecken des Krieges begann in der Ukraine am 24. Februar 2022? Ist das eine nachträgliche Anerkennung der Volksrepubliken Donezk und Lugansk, indem er implizit erklärt, die unzähligen Geschosse, die dort einschlugen, hätten nicht in der Ukraine eingeschlagen und keine Ukrainer getroffen?

„Meine Damen und Herren, jede und jeder von Ihnen erinnert sich an diesen 24. Februar. Auch ich. Das Sirenengeheul und der dunkle Rauch über Kiew, die schrecklichen Bilder dieses Morgens, sie gingen mir unter die Haut.“

Das sagt der Mann, der wenige Tage nach dem entsetzlichen faschistischen Massaker von Odessa die Stadt besuchte und es nicht für nötig befand, auch nur einen Blumenstrauß für die Opfer am Gewerkschaftshaus niederzulegen. Ein Gewerkschaftshaus, das übrigens an genau jenem Datum zum Massengrab wurde, an dem einst die Nazis in Deutschland die Gewerkschaftshäuser stürmten. Am 2. Mai 1933. Ein Datum, dessen Bedeutung Steinmeier kennen musste, als Sozialdemokrat.

Aber er wollte seine Gesprächspartner in Kiew nicht verärgern, die in beiden Varianten des zweiten Mai auf der Seite der Erstürmenden standen.

Selbst wenn er damals Staatsraison ins Feld führen konnte, er hat es auch danach zu keinem Zeitpunkt erforderlich gefunden, das, was in Odessa geschehen ist, zur Kenntnis zu nehmen und zumindest Bedauern auszudrücken. Der 24. Februar 2022 war kein Epochenbruch. Der hatte bereits stattgefunden, am 2. Mai 2014, als der gesamte Westen ein faschistisches Massaker in Europa im schwarzen Loch der Informationsblockade verschwinden ließ.

„Eine Zeit, gezeichnet von Krieg, Gewalt und Flucht, von Sorge vor der Ausweitung des Krieges zum Flächenbrand in Europa.“

Nun, Herr Steinmeier, Sie hatten es in der Hand, vieles zu verhindern. Sie haben es nicht getan. Sie haben Öl ins Feuer gegossen. Die Minsker Vereinbarungen mit ausgehandelt, aber dann keine Hand gerührt, sie umzusetzen, und dann noch die Dreistigkeit besessen, Russland zu beschuldigen und Sanktionen zu verhängen, weil es diese Vereinbarungen nicht umgesetzt habe.

Dabei waren es all die Jahre über die Regierenden in Kiew, die die Umsetzung blockierten, und ihre westlichen Freunde, die sie darin bekräftigten; Sanktionen gegen Frank-Walter Steinmeier wegen Nichtumsetzung der Minsker Vereinbarungen, das hätte Sinn gemacht. Das hätte einen der Brandstifter getroffen.

Schon das beständige „wir“, das sich Steinmeier anmaßt, erzeugt Ekel; ich will mit so jemandem in keinem „wir“ gebündelt werden, und einzig der Blick aus meinem Moskauer Fenster beruhigt mich wieder mit der Erkenntnis, dass ich das nicht mehr bin. Dass die völlig verlogene Weltsicht, die Steinmeier präsentiert, etwas ist, das ich einfach wegklicken kann, ignorieren, vergessen. Und es ist nicht nur die Vorgeschichte der Ukraine, die Steinmeier verzerrt.

„Die Jahre vor dem 24. Februar waren für Deutschland eine Epoche mit Rückenwind. (…) Es waren Jahre der Friedensdividende, von der wir Deutsche in der Mitte des vereinten Europa reichlich profitiert haben.“

Kann ja sein, Steinmeier hat in seinem langen Leben als Berufspolitiker nie gelernt, Sozialstatistiken zu lesen, oder er leidet unter Alzheimer und hat daher vergessen, dass er Kanzleramtschef einer Regierung war, die die Hartz-Gesetze zu verantworten hatte. Für die gewöhnliche arbeitende Bevölkerung bestand die „Friedensdividende“ seit dem Ende der DDR in Sozialabbau und beständiger Lohndrückerei. Das einzig ehrliche an seiner Aussage besteht im Gebrauch des Wortes Dividende. Dividenden gehen nämlich nur an die Aktionäre. Das ist durchaus die richtige Verortung, wenn man darüber spricht, wer vom deutschen Exportboom profitiert hat. Weil er ebenso sehr auf der Lohndrückerei wie auf günstigen russischen Energieträgern beruhte, waren es einzig die Dividendenbezieher. Von dem, was diese Politik für alleinerziehende Mütter wie mich bedeutete, wollen wir gar nicht erst reden.

„Unser deutsches Glück prägte unseren Blick auf die Welt.“

Verglichen mit der Entwicklung der Produktivität und der Lohnentwicklungen in den europäischen Nachbarländern liegen deutsche Löhne, und damit auch diverse Sozialleistungen und Renten, um über ein Drittel zu niedrig. Schon vor der aktuellen Inflation. Für Steinmeier ist das deutsches Glück. Und er könnte mit dieser Sicht sogar Erfolg haben, denn was all die Jahre über ein langsamer, beständiger Angriff auf den Lebensstandard des gemeinen Volkes war, ist in diesem Jahr in einen offenen Krieg übergegangen; da mag mancher in Versuchung geraten, die elende Vergangenheit zum Glück zu verklären.

„Wir haben auf internationale Kooperation gesetzt und nach Regeln gespielt. (…) In seiner imperialen Besessenheit hat der russische Präsident das Völkerrecht gebrochen, Grenzen in Frage gestellt, Landraub begangen.“

Ach ja. Nach Regeln gespielt. Auf Kooperation gesetzt. Steinmeier weiß genau, wie die Griechen erpresst wurden, damals, mit den Troika-Verträgen. Steinmeier kennt die vielen Geschmacksrichtungen der Knechtschaft, die über die EU etabliert wird. Und ich würde nicht ausschließen, dass es Steinmeier selbst war, der die ganze Ukraine-Nummer mit dem Zünder versehen hatte. Der Maidan 2013/14 wurde durch ein Ultimatum ausgelöst, das die EU Janukowitsch gestellt hatte, nachdem dieser das Assoziierungsabkommen nachverhandeln wollte. War es eventuell der deutsche Außenminister Steinmeier, der diese neuen Verhandlungen um jeden Preis verhindern wollte und lieber einen gewaltsamen Umsturz in Kiew anzettelte? Ich meine nur mal so, bezüglich des „Spiels nach Regeln“.

Wirklich interessant an Steinmeiers Rede ist eigentlich nur, dass er an der Vorstellung von Großdeutschland festhält. Immer noch. Wie in seiner Rede 2015, der mit „Europa führen, um die Welt zu führen“. „Dass ein Land wie unseres in der Kritik steht, daran werden wir uns gewöhnen müssen. Schauen wir auf die USA, sie haben viel Übung darin.“ So kann man das auch formulieren. Korea, Vietnam, Nicaragua, unzählige Militärputsche wie in Chile und Argentinien, die Finanzierung von Terrorgruppen wie Al-Qaida und dem IS… Stimmt, die USA haben viel Übung darin, bis zu den Knien in Blut zu waten, das macht sie nicht wirklich beliebt, um es freundlich auszudrücken. Wie viele Opfer hätte denn Frank-Walter gerne auf der deutschen Liste, als „daran werden wir uns gewöhnen müssen“?

„Von uns wird Führung erwartet, Führung im Interesse Europas. Entscheidend ist nicht der Applaus des Publikums. Entscheidend ist die Stärkung Europas.“

Natürlich darf man dabei keinen Moment vergessen, dass Steinmeier für diejenigen arbeitet, die die Dividende empfangen. Der Rest gehört mit zum „Publikum“, so wie alle Länder des Südens. Auf die man, das erklärt er auf sehr subtile Art und Weise, indem er ihnen die Rolle als Handelnde abspricht, keine Rücksicht nehmen darf.

„Russlands Angriffskrieg (…) ist ein Angriff auf alles, wofür auch wir Deutsche stehen.“

Noch einmal – Steinmeier kennt die Wahrheit. Er weiß, wer die Mörder in Odessa waren, er weiß, wer den Donbass bombardiert hat, er weiß das alles. Er weiß, welche verbrecherische Ideologie in Kiew propagiert wird, und er weiß auch, wie sich diese Ideologie in konkretes Handeln umsetzt. Niemand in Deutschland weiß das besser als Frank-Walter Steinmeier.

Ist das Regime in Kiew wirklich das, „wofür auch wir Deutsche stehen“? Wirklich? Eiserne und andere Kreuze inbegriffen, Heil der Ukraine und Moskals ans Messer, die verkohlten Leiber im Gewerkschaftshaus von Odessa oder die ausgetauschten Gefangenen aus dem Donbass, die mit in die Haut eingebrannten Hakenkreuzen zurückkamen? Ist es das, wofür „wir Deutsche“ stehen? Noch einmal? Oder immer noch?

Wenn es die Vertreter der deutschen Medien nicht wissen oder nicht wissen wollen, wenn Baerbock es nicht weiß, weil ihr vermutlich schon der Verstand fehlt, es zu begreifen, Steinmeier weiß haargenau, warum Putin von der „Entnazifizierung“ der Ukraine gesprochen hat. Er weiß auch, was er sagt, wenn er erklärt, das sei, „wofür wir Deutsche stehen“. Ein Wir, dessen Teil ich um keinen Preis der Welt sein will. Mein Deutschland steht auch bei dieser Wiederholung auf der anderen Seite.

Ein Friede würde „für viele Menschen in der Ukraine eine Schreckensherrschaft bedeuten“? Ja, wenn ein Krümel dieser Macht in Kiew bleibt, dann bleibt auch die Schreckensherrschaft erhalten, die dort seit acht Jahren besteht, mit ihren Folterkellern, ihrer Denunziation, ihrem ideologischen Wahn. Aber das meint Steinmeier natürlich nicht. Ein Frieden würde „sie der Willkür und Gewalt ihrer russischen Besatzer überlassen.“ Das kann man in Deutschland erzählen, ohne Belege dafür zu haben. Und gleichzeitig verdrängen, dass es wirkliche, echte, unabweisbare Belege gibt für die Verbrechen dieser Bandera-Nazis, die sich geradezu einen Spaß daraus machen, ihren historischen Vorbildern nachzueifern. Nicht erst seit Februar dieses Jahres. Schon vor dem Putsch 2014 gab es diese Aufnahmen aus Korsun, als Busse von Anti-Maidan-Demonstranten von der Krim auf dem Rückweg aufgehalten wurden. Auch damals haben sie sich stolz gefilmt, diese Faschisten, und die Bilder ins Netz gestellt, von den Menschen, die sie aus dem Bus zerrten, die sie auf den Scherben der zerschlagenen Fenster knien ließen. Frank-Walter Steinmeier hatte vermutlich auch darüber einen Bericht auf seinem Schreibtisch.

„Ein Friede, der die Unabhängigkeit und Freiheit der Ukraine bewahrt.“ Hätte er „wiederherstellt“ gesagt, es wäre möglich. Vorausgesetzt, die russische Armee erobert Kiew. Eine Unabhängigkeit der Ukraine gibt es nämlich gerade nicht. Ökonomisch nicht, weil das Land nur noch funktioniert, wenn willige Spender Milliarden um Milliarden zuschießen, um eine Regierung zu stützen, die ihr Land erfolgreich ruiniert hat (was absehbar an ein Ende kommen wird, wenn die jetzige deutsche Regierung mit Deutschland erfolgreich dasselbe getan hat); politisch nicht, weil Selenskij selbst nach westlichen Aussagen nur nach den Vorgaben seiner westlichen Puppenspieler handelt. Ein Land, das Friedensverhandlungen abbricht, weil ein britischer Ministerpräsident das sagt, ist nicht souverän. Ein Land, das sich eine lebenswichtige Pipeline wegbomben lässt, übrigens auch nicht.

Nein, egal, wie Steinmeier es formuliert, ob er von dem, „was uns im Kern ausmacht“ oder von „dieser neuen Zeit“, die „jeden Einzelnen fordert“, spricht, ich werde die Bilder nicht los, nicht die von den Fackelmärschen für Bandera, nicht die aus Odessa 2014, nicht die eingebrannten Hakenkreuze, nicht die SS-Runen auf ukrainischen Uniformen, die schwarze Sonne, auch nicht die Aufnahmen, auf denen Menschen die Kehle durchgeschnitten wird, sie erhängt, erschossen, lebendig begraben werden. Das ist die Ukraine, an deren Seite „wir“ stehen.

Und wenn Steinmeier Durchhalteparolen ausgibt, für einen Winter des Elends, den die Bundesregierung selbst geschaffen hat, und auf kommenden Hunger mit dem Spruch reagiert „Beweisen wir jetzt unsere Stärke in der Veränderung“, dann sehe ich hinter seinem ganzen Gerede von „Widerstandskraft“ und „Gift des Populismus“, von „Zusammenhalt“, „Empathie“ im „Gegenwind“, am „Scheidepunkt“, der „Herausforderung“, in der „wir unsere Kraft jetzt nicht im täglichen Gegeneinander vergeuden“ sollen, irgendwie diese Sprüche und die Ästhetik seiner ukrainischen Freunde verschmelzen, und übrig bleibt ein altes Plakat des Winterhilfswerks…

„Alles stärken, was uns verbindet“?

Nein, auf keinen Fall. Uns, Herr Steinmeier, Sie und mich, verbindet gar nichts. Sie haben Ihre Entscheidung spätestens 2014 getroffen, und Millionen tragen heute die Folgen Ihrer Einmischung in der Ukraine. Meine Entscheidung fiel ebenfalls 2014. Die entscheidende Front, die zwischen einer humanistischen Welt, in der ein wirklicher Völkerfrieden möglich ist, und einer hemmungslosen Herrschaft, die dem Interesse der Dividendenempfänger alles und jeden zum Opfer bringt, verläuft genau zwischen uns.

Sie läuft über den ganzen Globus, sie verläuft zwischen dem Westen und dem übergroßen Rest der Menschheit, aber sie verläuft auch zwischen uns. Sie läuft mitten durch Deutschland, zwischen denen, die sich an der Spekulation mit dem politisch erzeugten Gasmangel mästen und den Millionen, die frieren müssen, gleich, wie viele salbungsvolle Worte ihnen noch um die Ohren gehauen werden.

Danke, Dagmar Henn!

Bitte bleiben Sie schön achtsam, liebe Leser.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er – einschließlich der Primärquelle – gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden. Die Rechte am Originaltext bei Russia Today bleiben davon unberührt.

(1) 28.10.2022; Der Bundespräsident; „Alles stärken, was uns verbindet“; https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Frank-Walter-Steinmeier/Reden/2022/10/221028-Alles-staerken-was-uns-verbindet.html

(Titelbild) Trauernde nach einem Totschka-Raketenangriff der ukrainischen Streitkräfte auf Donezk; März 2022; Quelle: https://ura.ru, entnommen bei https://anti-spiegel.ru; Bild geschnitten

13 Gedanken zu „Die Heuchelei des Frank-Walter Steinmeier“
  1. Dem Dank schließe ich mich an.

    Bei dieser letzten Rede von Frank Walter „Oberwarner“ Steinmeier braucht man auf den nächsten Winter nicht zu warten. Da friert es einen schon jetzt. Da hilft auch kein dritter Pullover und den Pelz aus dem Versteck im Keller zu holen auch nicht.

    Ist schon ein paar Jährchen her, da gab es noch den Blog vom alten Mann. Der Blogwart hat sich schon damals um das Vaterland verdient gemacht. Hat er doch penibelst dazu beigetragen, aufzuzeigen wes Geistes Kind dieser Herrenmensch zu sein so vorgibt bzw. schon immer von sich gegeben hat. Dankenswerterweise steht https://www.altermannblog.de/steinmeier-warnt-2/
    noch immer im Zugriff. Gerade dieser Tage ist es ja geschehen, dass ein anderer „Volksverhetzer“, der andere Menschen als „Unrat“ und manch anderes mehr bezeichnet hat, in Neu-Großdeutschland für einen „Friedenspreis“ gekürt werden darf. Die o.g. Liste an Warnungen von Frank Dabbeljuh ist fast noch beeindruckender, erschreckender zumal. Wie kann so ein Mensch zum Oberhaupt eines Staates ernannt werden? Und dabei wird nicht einmal offengelegt, dass er seinerzeit in Odessa einfach keinen Mumm zu haben schien, das für sein Erscheinen an der Kranzabwurfstelle vorbereitete Grünzeug, da wohl gründlich zusammengebissen kurz vorher, zu platzieren. Wer erinnert sich nicht – Pardon, angewidert – an jenes traute Dreier-Selfie zwischen jenen ehrenwerten zwei „Nasen“ zu Kiew, die ansonsten mit Aufstickereien aufzutreten pflegten, mit Emblemen die mal strafbewehrt waren hierzulande. Wurden die eigentlich zwischenzeitlich gestrichen? Nein, ersetzt durch ein „Z“, wahrscheinlich auf vielfachen Wunsch einzelner Gleicher (siehe vor).

  2. Ja, schließe mich Frau Henn und auch dem Kommentatoren K. an, Wenn es denn ein gesetzliches Tribunal / Verfahren für die Verbrechen der letzten Jahre gibt, steht Herr Steinmeier mit Sicherheit auf der Angeklagtenbank.

  3. Ein furchtbar peinlicher Bundespräsident: Mit Deppen-Pathos. Ein peinlich vergesslicher Bundeskanzler: Mit Deppen-Pathos. Eine ober-peinliche Außenministerin: Mit Deppen-Pathos. UvdL und ihre Deals: Mit Deppen-Pathos.
    Die Heuchelei, Manipulation und Doppelmoral ist kaum noch zu ertragen als Bürger und Demokrat. Super Waffen, ihr Narren? Ihr seid nicht kreativ genug – viel zu saturiert. Zu fett! Der Pöbel ist vielleicht hungrig, aber: hellwach!

  4. Hihi.

    Mal ganz kurz – ich erreiche RT nicht. So ein Zufall aber auch. Die hatten mal eine Ausweichadresse, die auch nach der Zensur noch funktionierte. Gibt es die noch? Oder brauche ich inzwischen zwingend ein VPN um mich mit russischer Propaganda einzudecken?
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    Der geht derzeit: https://de.rt.com
    Herzlich, Ped

    1. Nein, der geht bei mir nicht. Und da wird auch nichts geladen, da kommt einfach „Seite nicht gefunden“ – so als hätte ich gar keine Verbindung zum Netz. Da stimmt also schon die IP-Ansteuerung nicht.

      Kann das Provider-Abhängig sein???

  5. Übrigens, die geschriebene Rede enthält 46 große ‚Z‘ (Zeit, Zusammenhalt…), man sieht also: Der Putin steckt im Detail.

    Als ich vor kurzem las, dass die armen Russen viel mehr Psychopharmaka schlucken (müssen) als letztes Jahr, wurde ich sofort von Glückseligkeit durchströmt, denn:
    Ein Volk, das regelmäßig von Steinmeiers Reden beglückt wird, braucht keine Psychopharmaka – Außer vereinzelten, verstockten Querdenkern, die aber im allgemeinen schon längst an Corona verstorben sind, da ungedämpft.

  6. Eine Facette, die im Zusammenhang mit der Personalie Steinmeier unbedingt erwähnt werden muss, ist seine Verwicklung als Chef des Kanzleramtes in die Affäre um den im Februar 2002 nach Guantanamo verschleppten Murat Kurnaz.
    Als im September 2002 die USA von der „Unschuld“ Kurnaz‘ überzeugt waren – schon dies eine Groteske im Kontext des im September 2001 in den USA veranstalteten Terrors – und ihn abschieben wollten, wurde auch seitens des Bundeskanzleramtes alles getan, um dies zu verhindern. Noch im Oktober 2005 (!) heißt es in einem Aktenvermerk des Auswärtigen Amtes:
    „Die Frage der Zulassung der Wiedereinreise von Kurnaz war laut Bundesinnenministerium und dem Chef des Bundeskanzleramtes bereits mehrfach Gegenstand der nachrichtendienstlichen Lage. Dort sei auch mit dem Auswärtigen Amt Übereinstimmung erzielt worden, eine Wiedereinreise des K. nicht zuzulassen. (…) Kanzleramtschef Steinmeier, so der Vermerk, sei gegen die Wiedereinreise von Murat Kurnaz.“ (Kurnaz, Fünf Jahre meines Lebens, S.270)
    Dies vor dem Hintergrund, dass er – Steinmeier – natürlich wissen musste, wer für die Sprengung der drei Türme in New York in Frage kam und wer nicht.

    Eine beindruckende Demonstration unserer westlichen Werte, die derzeit in der Ukraine verteidigt werden.

  7. Der ach so hemmungslos und direkt angegriffene Frank Walter erhält unverhofft Schützenhilfe. Die fast beiläufig platzierte Unterstützung für die „Friedensbemühungen“ dieses feinen Herrn kam von Frau Gabriele Krone-Schmalz anlässlich eines vielbeklatschten Vortrages an der Reutlinger Volkshochschule. Das war für mich Anlass, besagten Vortrag etwas kritisch unter meine subjektive Lupe zu nehmen. Resümee: Der Vortrag kann sich sehen und hören lassen, wie auch die bemerkenswerten Weglassungen und Halb- bis Dreiviertel-Wahrheiten. Früher galt mal: Halbe Wahrheiten sind auch gelogen! Zum Vortrag:
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    Ein bemerkenswerter Vortrag von Frau Gabriele Krone-Schmalz,

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    „Der Versuch etwas zu verstehen, hat überhaupt nichts damit zu tun, Verständnis dafür zu haben.“ Die Frage nach einer Möglichkeit der Deeskalation stellt der Vorredner als wichtigstes Element in den Raum.
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    Frau Krone-Schmalz beeindruckt mit den meisten der in ihrem vielbeachteten Vortrag vertretenen Ansichten. Gleich zu Beginn trifft sie ein Kernproblem der deutschen Gesellschaft: „Wir hatten in Deutschland immer schon eine schmale Debattenkultur“. Und weiter: „Eine Demokratie muss es aushalten, dass gestritten wird, das geht ja auch respektvoll“. Tiefgründige Bemerkungen, die zeigen, wo Deutschland und Europa zur Zeit stehen.
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    Mir kommt sie allerdings etwas zu weichgespült daher, ganz so, wie wir sie aus ihrer aktiven Zeit beim ÖR kennen. Und das nennt sich dann „diplomatische Ausdrucksweise“ oder so: Möglichst niemandem auf die Füsse treten oder wenn schon, dann nicht allzu heftig oder möglichst allen Parteien gleich stark.
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    Die Opferzahlen im Donbass vor der russischen Intervention spricht sie wohl an, nennt aber „diplomatisch“ eben keine Zahlen dieses Völkermordes wie sie auch das von Neonazi’s gut organisierte Verbrechen von Odessa unerwähnt lässt. Die 14’000 Opfer, wovon über 800 Kinder im Donbass wie auch die 116 bestialisch Ermordeten und über 300 Verletzten im Gewerkschaftshaus in Odessa können nicht oft genug erwähnt werden und dies sollte buchstäblich in die Gehirne derer gehämmert werden, die meinen, mit immer noch mehr Waffen und Milliarden von Dollar und Euronen ein korruptes, illegitimes Naziregime am Leben erhalten zu müssen. Die Kenntnis dieser Fakten sind Schlüsselelemente für das Verstehen, das keine auch nur angedeutete Verharmlosung rechtfertigt.
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    Kennedy und Chruschtschow haben sicher nicht sehr „diplomatisch“ miteinander konferiert, als es um den Abzug der Raketen in der Türkei und auf Kuba ging. In kritischen Situationen braucht es – erst recht – klare, harte Worte und ebensolche Taten.
    Ohne das nein von Gerhard Schröder hätte sich Deutschland beispielsweise 2003 (auch noch) im Irak schuldig gemacht (ja, er hat 2 Jahre später dafür „bezahlt“).
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    Es klingt etwas billig, wenn sie betont, dass sie ganz grundsätzlich jeden Krieg ablehne. Wer tut das nicht, mit Ausnahme von ein paar gestörten Wesen, die Russland fertig machen wollen und keine Angst vor einem Atomkrieg haben? Ja – Pazifist zu sein gehört zum guten Ton. Aber warum werden die immer erst dann am Lautesten, wenn das Kind schon im Brunnen liegt? Dann ist Handeln angesagt und nicht schöne Worte: Das Kind retten, den Brunnen trockenlegen und zuschütten! Zuschütten ist wichtig, damit das Gleiche nicht nochmal passiert. Diesbezüglich wurde in Deutschland und östlich davon nach dem 2. WK einiges gründlich verpasst. Umso mehr ist „aufräumen“, nicht bloss in der Ukraine und den baltischen Staaten dringend angesagt. Wenn dann eines Tages – als symbolhafter Denkanstoss – der Weg zum und das Denkmal selber für einen Kriegsverbrecher in München von der Natur überwuchert wird, dürfen wir glauben, dass sich auch in Deutschland, endlich, etwas dauerhaft zum Guten verändert.
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    Bis heute war keine Stimme zu vernehmen, die eine Alternative zur russischen Spezialoperation in der Ukraine präsentiert hätte. Weil es einfach keine „weiche, diplomatische“ Antwort gibt. Oder anders herum: Liebe Pazifisten weltweit, wie hätte denn Russland auf diese seit über hundert Jahren konsequent verfolgte US-Aggression friedlich reagieren sollen? Die unzähligen, erfolglosen Friedens- und Freundschafts-Angebote der russischen Führung an den Westen wie auch deren hochnäsige, stetige Missachtung sind dokumentiert und Teil der Geschichte.
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    Die hegemonistischen Träume einer unipolaren Weltordnung nach dem Geschmack der „US-Eliten“ basieren auf den geopolitischen Thesen und der 1904 von Halford J. Mackinder definierten Herzland-Theorie. Dieser folgen die geistesgestörten Visionen des Zbigniew Brzezinski (Buch: Die einzige Weltmacht, 1997) sowie des George Friedman, dessen menschenverachtenden Ansichten darauf aufbauen und anschliessen. Nicht zu vergessen die wirkliche Macht hinter der debilen, greisen Marionette im weissen Haus, die Straussianer. Eine kleine Gruppe, die den Ideen des deutschen Philosophen Leo Strauss folgt, der während des Aufstiegs des Nationalsozialismus in die Vereinigten Staaten flüchtete und Professor für Philosophie an der Universität von Chicago wurde. Seine Schüler sind die treibenden Kräfte im Dunkeln. Bekanntester Repräsentant dieser Clique ist Paul Wolfowitz.
    Das Ganze gipfelt in der unmissverständlich vorgetragenen, amerikanischen Doktrin, nachzulesen im Dokument der Rand Corporation vom 25. Januar 2022. Die angloamerikanischen Ziele, Russland zu zerstören und Mackinder’s Herzland in Besitz zu nehmen sind also seit bald 120 Jahren unverändert.
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    Diese offen vorgetragene Aggression blendet Frau Krone-Schmalz vollkommen aus. Dabei handelt es sich um den zentralen Punkt des laufenden Krieges der USA und NATO gegen Russland. Wer hier noch von einem Krieg Russland’s gegen die Ukraine oder von einem Stellvertreterkrieg spricht, verkennt die Situation wissentlich. Die USA und ihre treuen Vasallen mit der gesamten NATO sind doch längst in jeder Hinsicht aktiv an und in diesem Krieg beteiligt und man verschone uns bitte mit diesbezüglichen, verlogenen Wortklaubereien.
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    Die EU da noch als Gesprächspartner oder gar als Vermittler ins Spiel zu bringen ist ein schlechter Scherz. Sergei Lawrow hat sich unmissverständlich ausgedrückt als er sagte, dass er in Brüssel keine Gesprächspartner sehe und wenn überhaupt, mit Entscheidungsträgern verhandelt werden müsse und die sitzen in Washington und nicht in Brüssel oder sonstwo.
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    Frau Krone-Schmalz versteigt sich vollends mit der Bemerkung über den Bewohner vom Schloss Bellevue: Es sei ein harter Kampf angesichts der Anfeindungen gegen kleinste Schritte des Bundespräsidenten in Richtung Entspannungspolitik. Wie bitte? Ausgerechnet eine zentrale Figur der gesamten Ukraine-Misere, die sich auch noch andauernd auf lächerlichste Art in Kiew präsentiert, noch irgendwie in Schutz zu nehmen ist schon starker Tabak!
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    „Wenn die Eskalationsspirale sich immer schneller dreht, muss sich eine Seite bewegen, um den Teufelskreis zu durchbrechen.“ Ach so?
    Wer signalisiert denn pausenlos Gesprächsbereitschaft?
    Und wer hat die Verhandlungen in Istanbul torpediert und wer hat „Verhandlungen mit Putin“ per Gesetz verboten?
    Egal wo und unter welchen Bedingungen: Der Tag wird kommen, wo Putin und sein Gegenspieler Biden – oder Jene, die an seiner Fernbedienung sitzen – miteinander reden müssen. Es gibt gegensätzliche Interessen und die gilt es auszudiskutieren, glasklar und knallhart.
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    Da braucht es keine Dialogforen oder moralische Deckmäntelchen. Auch eine Merkel als Mediatorin zu bemühen ist lächerlich und völlig daneben. Die hat sich als billigend abgehörte Transatlantikerin genügend disqualifiziert und ihre Russischkenntnisse sind kein Grund für irgendwas. So ganz nebenbei spricht Putin besser Deutsch als einige politische Witzfiguren in Berlin.
    Wir werden also bald erleben, dass die westlichen Herrenmenschen mit Putin einen Diktatfrieden – den es laut „Erinnerungslücken-Scholz“ nicht geben darf – aushandelt, aushandeln muss. Der Wertewesten und damit die EU mit Deutschland sitzen da eindeutig am kürzeren Teil des Hebels.
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    Und irgendwann werden die nach Hause kehrenden Ukrainer aufwachen, sich auf die Suche nach ihren Angehörigen begeben und Fragen stellen. Eine OSINT-Recherche sammelt Daten von Krankenhäusern, Bestattungsämtern, militärischen Unterlagen, Social Media Quellen usw. Die kommen aktuell auf 402’000 militärische Verluste, davon 387’000 „unwiederbringlich“…… So sieht die Realität der menschenverachtenden Floskel aus: „Bis zum letzten Ukrainer…“ Die Quelle ist nicht überprüfbar, aber wenn (nur) die Hälfte zutrifft fehlen einem alle Worte.
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    Dass die Ami’s so nebenbei die gesamte europäische Wirtschaft und Gesellschaft ruinieren, ist nicht ausgesprochenes, aber durchaus angestrebtes Ziel (siehe Rand Corporation). Dies erreichen sie mit unterwürfiger, dienender Arschkriecherei vor allem deutscher, olivgrüner Idioten und WEF-Marionetten, von Finnland bis Moldawien gut verteilt in Europa.
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    Frau Krone-Schmalz zeichnet ein eindrückliches Bild der militärischen Einkreisung durch die USA und NATO aus russischer Sicht. Sie nennt Fakten und stellt Fragen, die den verblendeten Transatlantikern und Mainstream-Hörigen gar nicht ins Konzept passen. Dazu gehören auch alle von den USA einseitig gekündigten Rüstungs- und Abrüstungsontrollverträge. Dass die in den letzten 30 Jahren massiv ausgebaute Drohkulisse gegen Russland in Moskau aus reinem Sicherheitsbedürfnis nicht akzeptiert werden kann scheint im Westen niemanden zu interessieren. Es scheint, dass man gezielt provoziert und auf einen offenen Konflikt zustrebt, ganz im Sinn der geltenden Doktrin mit dem Ziel, Russland zu zerstören.
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    Die Umstände um die Minsker Vereinbarungen beschreibt sie sehr treffend, aber diesen irgend einen Stellenwert zuzugestehen ist aus heutiger Sicht schwer verständlich. Haben sich doch die französische und die deutsche Regierung als Garanten mit ihrem Totalversagen völlig delegitimiert. Wieweit von Washington diktiert sei mal ausser Acht gelassen. Die vielzitierte OSZE erwies sich im Nachhinein als keineswegs neutrale Institution, sondern als willfährige Informantin für Kiew. Ganz im Stil eines Betrügers hat sich diese Truppe nach dem Einmarsch Russlands still und leise davongeschlichen. Und wohin ging die hastige Reise im grossen Konvoi? Nein, nicht nach Kiew, der Weg nach Moskau war wohl der sicherere. Den Zweck von Minsk 1 und 2 hat der Schokoladenkönig Poroschenko klar und deutlich zum Ausdruck gebracht: Zeitgewinn zum Aufrüsten und nie die geringste Absicht, auch nur einen Deut dieser Vereinbarungen umzusetzen.
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    Die ferngesteuerten, rückgratlosen Transatlantiker sollten gut zuhören, was Frau Krone-Schmalz zu Sanktionen zu sagen hat. Sie liefert eindrückliche Beispiele pro und kontra und wie wir anschaulich erleben dürfen, treiben solche Massnahmen lediglich die einfältigen Sanktionierer selbst ins Abseits und deren drangsalierte Volkswirtschaften in den Ruin.
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    Die restlichen 85% der Weltbevölkerung, ausserhalb des „demokratischen Westens“, schauen sehr genau hin und werden sich erinnern. Vor allem wenn es darum geht, mit wem man in Zukunft Geschäfte auf Augenhöhe machen kann und/oder will. Der 15%-Wertewesten hat sich diesbezüglich eindrücklich diskreditiert. Dollar, Euro und das britische Pfund sowieso sind definitiv Schrott und EU-Brüssel mit seinem gesamten, korrupten und durch nichts und niemanden legitimierten Gesindel wird bald ein Relikt der Vergangenheit sein.
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    Washington wird sich in aufkommenden politischen Grabenkämpfen aufreiben und den Deckel nicht mehr lange auf dem Kochtopf der rebellierenden Bevölkerung halten können. Kritische Töne dazu liest man nicht nur von Billie the Vacciner. Der Ärmste weiss nicht mehr, wo er in den Staaten noch investieren könnte.
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    Frau Krone-Schmalz schliesst mit der Feststellung, es wäre an der Zeit, „alles an Herz und Hirn einzusetzen, um endlich das hinzukriegen, was wir 1990 relativ leicht hätten haben können: Ein gedeihliches Zusammenleben und eine funktionierende Sicherheitsarchitektur für Europa.“

    Dies bedeutet aber die längst fällige Loslösung vom Joch der USA und beseitigen allen unsäglichen Vasallentum’s, eine klare Absage an deren selbstherrliche Weltherscher-Allüren, eine Hinwendung zu den aufkommenden Organisationen einer multipolaren Weltordnung, die Besinnung auf die eigenen Bedürfnisse und Fähigkeiten und nicht zuletzt darauf, wer unsere Nachbarn sind.
    Was wäre, wenn Scholz einfach mal „NO!“ sagen würde….?

    1. @H+K
      Guter und treffender Kommentar (ich mag klare und deutliche Worte…) !
      Und auch ihren letzten Sätzen möchte ich eigentlich zustimmen, trotz des Wissens, daß es mehr als unwahrscheinlich ist, daß es dazu kommen wird. Auf eine wie auch immer geartete Einsicht der politisch und medial ‚Verantwortlichen‘ zu hoffen, dürfte vergebene Liebesmüh‘ sein. Dies lehrt uns nicht nur die Erfahrung der letzten Jahre, sondern im Grunde schon die von Jahrzehnten.
      Und auch, daß ein Großteil der Bevölkerung in absehbarer Zeit zur Besinnung kommt und den Kriminellen in Amt und Würden den Marsch bläst, halte ich persönlich für mehr oder weniger ausgeschlossen. Zu diesem Thema gibt es m.M.n. einen interessanten und treffenden Artikel beim Rubikon : „Land der Angepassten“ von Susan Bonath. Auch wenn er sicherlich nicht für alles eine Erklärung bietet, so lohnt sich doch das Nachdenken über einige Aspekte.

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