Raytheon und die multipolare Welt

Der US-amerikanischen Rüstungsindustrie wird die multipolare Welt schmackhaft gemacht. Was in der Obama-Regierungszeit seinen Anfang nahm, hat mit der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA an Fahrt aufgenommen. Der Hegemon tritt ab und wie das geschieht, wirkt teilweise grotesk. Ist nun aber tatsächlich eine Abkehr vom Konzept weltweiter Interventionen eingeleitet? Außerdem scheint mir interessant, zu betrachten, ob wir selbst nicht auch unsere Rolle im Rahmen der alten und neuen US-Politik spielten und noch spielen.

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Mesut Özil, Ilkay Gündogan und die Doppelmoral

Wo alles in einen moralischen Kontext gepackt wird, sind die Diktatoren nicht weit – im doppelten Sinne. Denn Diktatoren, erkannt aus Sicht der selbst ernannten fortschrittlichsten Gesellschaft aller Zeiten, genannt repräsentative Demokratie, sind das Eine. Doch es gibt noch einen anderen Typ von Diktatoren und der tummelt sich unter uns. Dieser diktiert Gedanken, verurteilt und straft für falsche Gedanken. Die Drohung für Abtrünnige lautet soziale Ausgrenzung und damit Ausschluss aus der Gemeinschaft der Guten. Dabei spielen Feindbilder eine große Rolle.

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Interview mit dem syrischen Präsidenten

Die Botschaft des syrischen Staatsführers ist eindeutig: Syriens Souveränität wird vollständig wiederhergestellt. Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat dem russischen Nachrichtensender Russia Today (RT) in der syrischen Hauptstadt Damaskus ein halbstündiges Interview gegeben. In diesem zerlegt er insbesondere das Narrativ der westlichen Politik und Medien von einem sogenannten „Bürgerkrieg“ in seinem Land. Letztmalig hat die öffentlich-rechtliche Medienanstalt ARD übrigens vor reichlich zwei Jahren den syrischen Präsidenten um ein Interview gebeten – und auch bekommen. Da die Meinung hoher syrischer Repräsentanten

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Syrien bittet nicht um Erlaubnis

Ein Aggressor warnt das überfallene Land, sich zu verteidigen. Nachdem die Terroristen aus Ost-Ghouta und dem Südwesten von Damaskus (Yarmouk) vertrieben und das große Gebiet nördlich von Hama durch Verhandlungen größtenteils friedlich wieder in die Hoheit der syrischen Regierung übergangen ist, plant die syrische Armee die Befreiung der Gebiete um die Provinzhauptstadt Daraa im Südwesten des Landes, falls friedliche Lösungen zur Übergabe fehlschlagen. Aus gutem Grund sind die USA dadurch alarmiert.

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Israels Selbstbetrug und die Folgen

Israel biegt sich seinen Krieg gegen Syrien noch immer als Verteidigung zurecht – und betrügt sich damit selbst. Über 100 mal hat Israel in den vergangenen sieben Jahren Syrien angegriffen, immer begründet mit angeblich notwendigen Vergeltungsschlägen gegen eine vorgebliche iranische Bedrohung oder auch einfach deshalb, weil es der syrischen Regierung schlicht das Recht, deren Land politisch zu vertreten, absprach. Bis in das Jahr 2018 nahm sich Israel faktisch ungestraft das Recht heraus, in Syrien militärisch einzugreifen und stützte damit die

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Atomlügen über den Iran

Die Mär von Massenvernichtungswaffen in den Händen von „Schurkenstaaten“ erlebt die nächste Auflage. Mit der unbelegten Behauptung eines heimlich umgesetzten iranischen Atomwaffenprogramms versucht ausgerechnet jener Staat, der sich selbst allen internationalen Abkommen zur Verbannung von Atomwaffen aus den Rüstungsarsenalen nonchalant entzieht, seine Kriegspsychose in eine handfeste Aggression umzumünzen. Noch gefährlicher ist, dass bestimmte ziokonservative (a1) Machtgruppen in den USA das für absolut praktikabel halten.

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Der Iran im Fadenkreuz

Der Krieg des Westens gegen Syrien zielt auf dessen treuesten Verbündeten – den Iran. Israel und weite Kreise des US-Establishments sind fortwährend dabei, den Iran als monströse Gefahr für den jüdischen Staat an die Bevölkerungen zu verkaufen, um diese für den nächsten Krieg weichzuklopfen. Wer die Wirtschaftskraft und das militärische Potenzial des Iran nur ein wenig kennt, ist sich rasch über die Absurdität der Vorwürfe gegen dieses Land im Klaren. Doch Rationalität ist nicht notwendig, wenn man Kriege gegen ungeliebte,

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Peds Fragestunde (1)

Wie sich Narrative auflösen, wenn man die richtigen Fragen stellt. In dieser neuen Reihe versuche ich, ein Prinzip zu demonstrieren. Es beinhaltet das Aufdecken von Widersprüchen und das anschließende Umsetzen in Fragen. Widersprüche in der massenmedialen Berichterstattung gibt es zu Hauf. Wir benötigen eine gewisse Kompetenz, einen skeptisch-kritischen Blick, um auf sie aufmerksam zu werden. Vor allem sind wir gefordert zu lernen, die notwendigen Fragen präzise zu formulieren.

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Die nächste Sau der Feinde Syriens

Die mit der Politik gleichgeschaltete Medienmeute treibt die nächste Sau durchs Dorf. Woran macht sich Medienkompetenz fest? Wenn wir befähigt sind, in Informationen sehr bedacht versteckte Hass und Feindbilder zu erkennen. Wenn wir in gesundem Maße skeptisch genug sind, zu sehen, dass Nachrichten emotional aufgewertet und die zu bekämpfenden Akteure moralisch abgewertet werden. Die Feinde Syriens lassen nicht locker und ihre Opfer jetzt sind erneut die syrischen Flüchtlinge in Europa.

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Eine syrische Woche als Augenöffner

Die Ereignisse der ersten Aprilhälfte haben bestätigt, dass die Zeit des Hegemons zu Ende geht – wie das? Der 11. Januar 2018, an dem sich in der US-Hauptstadt in getrennten Sitzungen die „kleine Syrien-Gruppe“ und die „syrische Opposition“ zur Kurzfristplanung in der Inszenierung des sogenannten „Aufstands gegen das syrische Regime“ trafen, ist ein Besonderer. Er hat die jüngsten Ereignisse in Syrien stark beeinflusst, aber – im Gegensatz zur öffentlichen Wahrnehmung – fand die entscheidende Steuerung, die Prägung nicht (mehr) durch

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Programmkritik zur ARD-Berichterstattung über Syrien

Der Kampf um Ost-Ghouta, durch die Tagesschau-Brille gesehen. Wie wir es von der ARD-Tagesschau gewohnt sind, „glänzen“ ihre Beiträge zu Syrien auch weiterhin durch Parteinahme, Hetze, Selektion und gezielte Desinformation sowie bewusste emotionale Vereinnahmung ihres Publikums. Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam beleuchteten das näher.

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Die Skripal-Affäre – Episode einer Verschwörung

Vom Muster einer Verschwörung, die zu einer erneuten Zerfleischung der europäischen Völker untereinander führen kann Während – sehr nachvollziehbar – einigermaßen rational denkende Beobachter im Falle des Giftanschlags von Salisbury rätseln, ob westliche Spitzenpolitiker und Medien noch alle Tassen im Schrank haben, erkennen die meisten nicht, um was es hier wirklich geht; um eine unmissverständliche Drohung gegenüber – nicht nur – Russland und außerdem das „altbewährte“ Aufeinanderhetzen der europäischen Nationen durch eine ziokonservative, anglo-amerikanische Gang!

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Tagesschau und die Nachricht hinter der Nachricht (7)

Weitere Belege zur Propaganda innerhalb der Verschwörung gegen Syrien Was ist eine Verschwörung? An dieser Stelle keine Theorie sondern nur – und zum wiederholten Male – ein aktuelles Beispiel: der nicht erklärte Syrien-Krieg. Die Beteiligten dürfen dabei auf zuverlässige Verbündete zählen: die öffentlich-rechtlichen Medien – vorneweg mit ihrem Flaggschiff ARD-Tagesschau. Daher an dieser Stelle ein paar weitere Belege für die Kompetenz der Tagesschau beim Verschleiern, Verleugnen, Polarisieren und der Aufrechterhaltung mannigfaltiger Feindbilder.

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Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen – ein Trugbild?

Die Tagesschau hat erneut über einen UNO-Bericht zu Syrien informiert. Die Frage stellt sich: Woher hatte sie den und wie glaubwürdig ist er? Oder war dieser UNO-Bericht nichts anderes als all die anderen Lügengeschichten, die wir vom größten deutschen Nachrichtensender seit Jahr und Tag im Falle Syrien serviert bekommen? Die beste Lösung scheint mir, den UNO-Bericht selbst auf Glaubwürdigkeit zu untersuchen. Ach so, zuvor müssen wir ihn natürlich erst einmal finden.

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