Die Türkei, die USA und der Islamische Staat

Als die russische Luftwaffe im Herbst 2015 begann, hunderte von Tanklastzügen zu zerstören, die von der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) geraubtes syrisches Öl in die Türkei transportierten, war das in den westlichen Medien keine Sensationsmeldung wert. Und fortan wurde das Thema, so weit es ging, tot geschwiegen. Dagegen ist die Geschichte in den Leitartikeln der gleichen Medien vom Kampf gegen den IS ein Märchen und hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Sie werden getäuscht! Der folgende Artikel soll das belegen.


Als Einstieg präsentierte ich Ihnen eine Reihe von Meldungen großer Medien, die, das werden wir im Verlaufe des Artikels erarbeiten, alle miteinander in Zusammenhang stehen. Beginnen wir mit einer Meldung des Springer-Blattes Die Welt vom August 2016:

Meldung 1:

„Schon 2014 habe die Regierung „in nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Dokumenten“ zugegeben, von der logistischen Unterstützung der AKP-Regierung für terroristische Gruppierungen wie dem IS und der Al-Nusra-Front zu wissen. Wer in den Antworten der Regierung auf parlamentarische Anfragen stöbert, stößt tatsächlich auf detailreiche Informationen über dschihadistische Ausbildungscamps in der Türkei, den Schmuggel von Kämpfern und Waffen nach Syrien, die Behandlung verwundeter Dschihadisten in türkischen Kliniken, die Finanzierung des Terrors. Das wird zugegeben – aber stets heruntergespielt. Immer sind diese Erkenntnisse „nicht belastbar“, stammen aus „nicht belastbaren Quellen“, sind „unbestätigte Einzelmeldungen“ oder ohne „belastbare Substantiierung“ gewonnen. So klingt es, wenn Volksvertreter fragen und die Regierung ihr Wissen verschleiert.“ [1]

Fällt Ihnen etwas auf? Äußerst engagiert bringt das Blatt die türkische Rolle bei der Unterstützung von Terroristen im Syrien-Krieg zur Sprache. Mutig und der Wahrheit verpflichtet, nicht wahr?

Von wegen.

Es ist vielmehr ein glänzendes Beispiel dafür, wie gesteuert westliche Medien Meinung machen, statt zu informieren. Jahrelang galt die Türkei als „Opfer des syrischen Bürgerkrieges“ (Vorsicht: der Ausdruck in Anführungszeichen ist komplett Propaganda!) und plötzlich diese kritische investigative Note?

Lassen Sie sich nicht täuschen, nichts daran ist investigativ. All diese „Enthüllungen“ waren lange bekannt, wurden den Medien-Konsumenten aber bewusst vorenthalten. Mehr noch ist dieser Bericht verlogen, denn man hatte die syrische „Opposition“, einschließlich der Muslimbrüder direkt im Haus. Beispielhaft dafür habe ich die in Berlin ansässige regierungsnahe Stiftung für Wissenschaft und Politik (SWP) bereits zur Sprache gebracht. Berichte US-amerikanischer Geheimdienste zu Verbindungen mit anderen Terrororganisationen waren längst veröffentlicht worden.

Wenn aber der Bericht nicht zur Wahrheitsfindung diente, zu was dann? Das möchte ich Ihnen sagen.

Er ist aus meiner Sicht Teil der Kampagne und Aufforderung an Sie, sich geistig mental darauf einzustellen, dass Erdogan gestürzt werden muss. Sie sollen es wollen! War da nicht etwas kurz zuvor? Richtig, ein Putschversuch, der die – und vergessen wir das nicht – demokratisch gewählte Erdogan-Regierung stürzen wollte. Irgend etwas in Erdogan’s Politik war denjenigen, die auch die Medien steuern, sehr suspekt geworden und deshalb ging der Putsch weiter – nur eben auf medialer Ebene. [a1]

Wie dem auch sei, vermeldeten nun also auch die Massenmedien, dass die türkische Regierung gemeinsame Sache mit Terroristen machte, um die syrische Regierung zu stürzen. Den Islamischen Staat hatte ich diesbezüglich noch nicht zur Sprache gebracht, wie weit war er also in das Sponsoring der Türkei eingebunden?

Das Spannende daran ist, dass die Türkei just in jener Zeit begann, aktiv den IS zu bekämpfen. Voraus gegangen war ein reger diplomatischer Verkehr mit Russland. Die Beziehungen zu Russland waren eben wenige Wochen vor dem missglückten Militärputsch gegen die türkische Regierung wieder normalisiert wurden. [2] Da die USA sich öffentlich zum Kampf gegen den IS bekannt hatten und nach ihrem Bekunden schon seit zwei Jahren im aufopferungsvollen Kampf gegen diesen standen, konnte ihnen das ja nur zugute kommen –  oder eher doch nicht?

Meldung 2:

„Am Dienstag hat die Terror-Miliz ISIS pro-türkische Söldner und das türkische Militär im Westen von Dscharabulus angegriffen. Ein türkischer Panzer wurde von einer Panzerabwehrrakete getroffen, berichtet Reuters. Drei Soldaten wurden verletzt. […] Das türkische Militär kontaktierte die US-Luftwaffe in Incirlik, um Luftunterstützung gegen ISIS anzufordern. Doch die US-Jets ignorierten die Anfrage der Türken auf Hilfe gegen ISIS, auf die sich Ankara und Washington zuvor verständigt hatten. Die Amerikaner sollen die Türken eine Stunde lang hingehalten haben. Schlussendlich entschieden sich die Türken dazu, eigene Jets gegen ISIS einzusetzen. Die US-Jets flogen hingegen drei Stunden später in das Kampfgebiet, bombardierten leere Landstriche und flogen zurück. „Die Amerikaner hatten uns versprochen, im Notfall US-Jets zur Unterstützung auszusenden. Doch sie kamen nicht. Wir haben eine Reihe von Verletzten. Es war ein Teil des Plans, dass die Amerikaner uns Hilfe gegen ISIS leisten. Sie hätten uns helfen müssen. Aufgrund der Versprechen der Amerikaner wäre die türkische Luftwaffe fast zu spät gekommen und wir hätten schwere Verluste hinnehmen müssen“, zitiert Al Jazeera einen Sprecher der pro-türkischen Söldner. Das Wall Street Journal berichtet, dass Regierungsvertreter aus Washington der Türkei bereits am Montag mitgeteilt hatten, den türkischen Truppen im Syrien-Konflikt keine Luftunterstützung zu geben, falls diese weiter südwärts marschieren sollten. Doch bei dem aktuellen Fall wurden die Türken westlich von Dscharabulus angegriffen. Für diesen Teil Nordsyriens und gegen ISIS hatten die Amerikaner den Türken Luftunterstützung zugesichert.“ [3]

Die USA sind ein wirklicher Partner der Türkei und die USA bekämpfen den Islamischen Staat? Nein. Aber sie ziehen eine Show ab, um den manipulierten Medienkonsumenten einen heroischen Kampf gegen das Böse zu verkaufen. Die USA bekämpfen ja auch nicht die Milizen von al-Nusra, dabei kommen beide Terrororganisationen aus dem gleichen Schoß, dem von al-Qaida und sind deshalb auch gleich gefährlich.

„Dschabhat al-Nusra habe die moderate Opposition dermaßen umfassend geschwächt und unterwandert, dass sie „am meisten von der Zerstörung des IS und dem Sturz des syrischen Regimes von Präsident Baschar al-Assad profitieren wird“. Mit großer Wahrscheinlichkeit sei in Syrien ein Emirat der Nusra-Front zu erwarten, als zentraler Knotenpunkt im weltweiten Netzwerk al-Qaidas. […] Die Entführungen von Krankenschwestern, Journalisten und NGO-Mitarbeitern werden nicht in die Öffentlichkeit getragen, Lösegeldverhandlungen finden direkt und im Geheimen statt.“ [4]

Das sind übrigens Jene in Ost-Aleppo [5], welche von den westlichen Medien im Herbst 2016 ungebrochen und wider besseren Wissens als sogenannte „moderate Rebellen“ zu „Aufständischen“ stilisiert wurden.

Um zur Meldung 2 zurück zu kommen: Die Verlegung von US-Kampfflugzeugen des Typs F-16 aus dem italienischen Aviano nach Incirlik hatte das seitens der USA ausdrücklich erklärte Ziel, den IS zu bekämpfen. [6]

Vergleichen Sie die Meldung 1 mit Meldung 2. In der Ersten mokierte man sich plötzlich über die Unterstützung des IS durch die Türkei und nur zehn Tage später wurden Angriffe türkisch ausgerüsteter Milizen und der türkischen Armee auf den IS in jener Weise „unterstützt“. Offensichtlich stört das US-Establishment an der türkischen Politik etwas ganz anderes.

Oder sind die US-Militärs vielleicht inkompetent?

Glauben Sie das nicht.

Dass die US-Luftwaffe punktgenau und massiv agieren kann, hat sie ja knapp drei Wochen später bewiesen. Das „bedauerliche Versehen“ liest sich so:

Meldung 3:

„Die USA haben ihr Bedauern über den versehentlichen Luftangriff der von ihnen geführten Militärkoalition auf syrische Truppen im Osten Syriens ausgedrückt. Russland sei eine Mitteilung des Weißen Hauses übermittelt worden, in der der unbeabsichtigte Verlust von Leben syrischer Regierungssoldaten bedauert werde, sagte ein hoher US-Regierungsvertreter in Washington. […] Nach syrischen Angaben kamen bei dem Luftangriff der von den USA geführten Anti-IS-Allianz auf einen Militärstützpunkt in der Provinz Dair as-Saur mindestens 62 Regierungssoldaten um, mehr als 100 weitere wurden verletzt. Das betroffene Gebiet im Osten des Landes gilt als Kernregion von Dschihadisten. Diese hätten den Luftangriff für einen Vorstoß auf die Militärbasis genutzt und einen strategisch wichtigen Berg mit Blick auf den Stützpunkt eingenommen, teilte die syrische Armee mit.“ [7]

Vier Jets, darunter zwei Erdkampfflugzeuge vom Typ A-10 griffen eine Stunde lang gezielt die syrischen Truppen an. [8] In jener Zeit hatten Russland und die USA vereinbart, militärische Aktivitäten weitgehend auszusetzen, um eine Entflechtung von „moderaten Rebellen“ und Terroristen zu ermöglichen. Die syrischen Truppen hatten diese Enklave seit zwei Jahren in Besitz und das war der US-Aufklärung auch bekannt.

Seit einem dreiviertel Jahr hatte der russische Generalstab alle Informationen zu Standorten, Truppen- und Flugbewegungen an die NATO-Koordinierung in Incirlik gesendet. Trotz beständiger Ersuchen seitens Russland und Wortbekundungen der USA wurden Informationen in der Gegenrichtung aber nie geliefert. [9]

Versehentlich konnte da gar nichts bombardiert werden, mutwillig natürlich sehr wohl. Die USA im heldenhaften Kampf gegen den Terror des IS bezeichnet eine Lügengeschichte.

Zum obigen Zitat sei noch hinzu gefügt, dass eine militärische Operation zur Vertreibung der Extremisten von den eroberten Höhen im Nachgang durch die USA natürlich nicht statt fand. Bereits im Jahr zuvor war der syrische UN-Botschafter vor dem UN-Sicherheitsrat vorstellig geworden, als genau nach dem gleichen Muster vier US-Kampfjets syrische Stellungen ebenfalls bei Deir ez-Zor angriffen und mehrere Soldaten getötet und verletzt hatten. [10] Das Ganze hat Methode, hier noch ein Beispiel aus dem Irak, geschehen im Dezember 2015:

„Bei einem Luftangriff der amerikanischen Luftwaffe in der Provinz Fallujah sind mindestens 30 Soldaten der irakischen Armee getötet und über 20 weitere verletzt worden.  Der Vorsitzende des irakischen Sicherheits- und Verteidigungskomitees Hakim al-Zamili bestätigte den Angriff auf die 55. Brigade der irakischen Armee und veranlasste eine sofortige Untersuchung des Vorfalls. Weiter sagte al-Zamili aus, dass Irak den Vorfall vor Gericht bringen will.“ [11]

Die USA möchte den IS zerschlagen?

Keinesfalls, denn sie brauchen diese Kämpfer für ihre Konzept-Umsetzung zur Schaffung eines Neuen Nahens Ostens, mit dem Sturz der Assad-Regierung in Syrien! Der IS als Organisation mag vielleicht verschwinden, doch nur um unter anderer Flagge erneut auf zu tauchen. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben sie schließlich mit Kalkül groß werden lassen, ja teilweise selbst groß gezogen.

Der IS und seine Gönner in den USA

Schon zweimal war beim Thema Türkei und Syrien von der Defense Intelligence Agency (DIA) die Rede, das möchte ich nochmal kurz zusammen fassen

  • im Sommer 2016 – nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei – beklagte der CENTCOM-Oberbefehlshaber Joseph Votel, dass, so wörtlich, alle unsere Ansprechpartner in der türkischen Armee verhaftet“ würden. Im CENTCOM, wie in allen anderen Operationsbereichen der US-Armee ist deren militärischer Geheimdienst Defense Intelligence Agency (DIA) aktiv. Man darf davon ausgehen, dass die „Klagen“ von der DIA kamen.
  • Vier Jahre zuvor (und vor den Ereignissen im libyschen Bengasi) ermittelte die DIA im Zusammenhang mit illegalen Waffenlieferungen nach Syrien und den Aktivitäten der verschiedenen al-Qaida-Gruppen in Syrien und dem Irak. Im Zuge der Veröffentlichung des entsprechenden Berichts 14-L-0552/DIA/ 287 wurden Verbindungen der CIA und des US-amerikanischen Außenministeriums zu al-Qaida offenbar.

Auf diese Untersuchungen im Jahre 2012 bezog sich ein Interview, welches der Journalist Mehdi Hasan 2015 mit dem eben 2012 amtierenden Chef der DIA Michael T. Flynn führte. [12][13] Hasan fragte anhand von Informationen aus dem DIA-Dossier nach und war völlig per plex, als ihm Flynn das Folgende erzählte:

Hasan (Interviewer): Grundsätzlich sagen sie, dass in der Regierung zu jener Zeit, als diese Gruppen [IS, Al-Nusra] überall unterwegs waren, sie sahen diese Analysen und sie stellten ihre dagegen, aber wer ignorierte sie?

Flynn: Ich denke, die Regierung.

Hasan: Die Regierung sah also über ihre Analysen hinweg?

Flynn: Ich weiß nicht, ob sie darüber hinweg sahen. Ich denke eher, es war ihre Entscheidung, ihre bewusste Entscheidung.

Hasan: Eine bewusste Entscheidung, Aufständische zu unterstützen, die aus Salafisten, Al-Qaida und den Muslimbrüdern bestanden?

Flynn: Es war ihre bewusste Entscheidung, zu tun, was nun geschieht. [14]

Hasan hatte seine Nachfragen auf eine spezielle Passage des DIA-Berichts bezogen – und zwar diese hier [15]:

2016-11-10_dia-bericht_syrien

Unter 8 C. steht da [Übers. Peds Ansichten]:

„Die Auswirkungen auf den Irak […] bestehen in der Möglichkeit einer Errichtung erklärter oder nicht erklärter salafistischer Fürstentümer in Ost-Syrien […], und das ist exakt das, was die unterstützenden Mächte der Opposition beabsichtigen, mit dem Ziel der Isolation der syrischen Regierung […].“ [16]

Betriebsunfall IS? Das sollen die Menschen glauben, allein es ist eine Lüge. Die DIA warnte also mit ihrem Dossier vor den Auswirkungen einer solchen Unterstützung von Extremisten und wies deshalb ausdrücklich darauf hin: [Übers. Peds Ansichten]:

„Dies schafft ideale Bedingungen für die Rückkehr von al-Qaida zu seinen alten Stützpunkten in Mossul und Ramadi, mit dem Wiederaufleben eines Dschihad unter einheitlicher Führung in den sunnitischen Teilen des Iraks und Syriens. […] Außerdem besteht die Möglichkeit der Proklamation eines islamischen Staates durch ISI [Vorgänger des IS], im Verein mit anderen terroristischen Gruppierungen im Irak und Syrien […]“ [17]

Der ehemalige DIA-Chef Generalleutnant Michael T. Flynn ist zwischenzeitlich pensioniert, es wäre wohl ansonsten kaum möglich gewesen, ihm die folgenden Worte zu entlocken. Die sagen klar und deutlich, dass die US-Administration wissentlich al-Quaida, einschließlich des Islamischen Staates unterstützt(e) [Übers. Peds Ansichten]:

Hasan (Interviewer): Im Jahr 2012 halfen die USA bei der Koordinierung von Waffenlieferungen zu diesen Gruppen (Salafisten, Muslimbruderschaft, al-Qaida im Irak), warum stoppten sie die nicht, wenn sie besorgt über den kontrolliert-unkontrollierten Aufstieg der islamischen Extremisten waren?

Flynn: Ich hasse es zu sagen, es ist nicht mein Job … doch das … meine Aufgabe war es … war zu gewährleisten, dass die Genauigkeit unserer Ermittlungen, die vorgelegt wurden, so gut zu sein hatten, wie es sein könnte. [18][19]

Was war eigentlich im Sommer 2015

Verdichten wir doch einmal die Ereignisse jener Zeit. Die Syrische Arabische Armee (SAA) hatte große Gebietsverluste hinnehmen müssen. Das betraf fast die gesamte Provinz Idlib, große Teile im Raum Hama und Gebiete in der Provinz Latakia. Diese Gebiete hatten sich terroristische Milizen, welche Al-Nusra entsprachen oder ihr nahe standen, mit den Terrormilizen des IS aufgeteilt.

Der Effekt des „Kampfes der internationalen Koalition gegen den IS“ seit dem Jahre 2014 war der, dass der IS riesige Geländegewinne für sich verbuchen konnte und Syrien in eine äußerst kritische Lage geraten war. Im August 2015 nun erfolgte die Verlegung der US-Jets nach Incirlik. Doch außerdem kungelten die beiden NATO-Staaten USA und Türkei noch etwas anderes aus. Die von der Türkei seit drei Jahren völkerrechtswidrig beanspruchte „Pufferzone“, gleichbedeutend mit einer Flugverbotszone über Syrien, beabsichtigte man von fünf auf teilweise über 60 km Tiefe zu erweitern [20].

Und man tat es auch. Wozu Völkerrecht, wenn es den eigenen Plänen nur hinderlich ist. Gegen wen das tatsächlich gerichtet war, wurde schnell klar:

„Laut Berichten des Wall Street Journals und des TV-Senders CNN gab US-Präsident Barack Obama grünes Licht für das Vorhaben und erklärte, dass die US-Luftwaffe diese Region gegen jedwede Angreifer und auch gegen eventuelle Luftangriffe des Regimes von Baschar al-Assad verteidigen werde. Damit wird de facto eine Flugverbotszone zwischen den syrischen Städten Dscharablus und Azaz etabliert werden, die nach türkischen Medienberichten rund 100 Kilometer lang und bis zu 65 Kilometer tief sein soll.“ [21]

Beachten Sie die propagandistische Aufhübschung des Angriffes gegen einen souveränen Staat mit dem den Vorgang komplett umkehrenden Verb „verteidigen. Diese Tiefe der Flugverbotszone (für syrische Flugzeuge über syrischem Territorium!) bedeutete in ihrer Umsetzung, dass NATO-Jets syrische Kampfflugzeuge im Raum Aleppo hätten abschießen können – im Rahmen einer scheinheilig propagierten Terrorbekämpfung. Wir schreiben den August 2015. Die verdeckte Aggression der US-geführten Koalition gegen Syrien wurde Schritt für Schritt verschärft. Es ging überhaupt nicht um den IS! Das war Syrien klar und das war natürlich auch Russland klar.

Ich bin überzeugt, dass der Versuch von Seiten der USA und der Türkei, auf verdeckte Weise die Flugverbotszone im Norden Syriens massiv auszuweiten, der letzte Impuls für die russische Führung war, Syrien zukünftig in einer anderen Dimension in deren Kampf zu unterstützen.

Lernen durch Schmerz

Warum die Türkei zunehmend kritisch ihre Bindung zum IS auf allen Ebenen überprüfte, ist nachvollziehbar. Sie erkannte allmählich, dass ihr „Partner“ die Terrororganisation für seine ganz eigenen Ziele (im Sinne des Neuen Nahen Ostens) benutzte und der Türkei selbst die Rolle des nützlichen Idioten zugedacht war. Als die russischen Luftschläge gegen den IS an Stärke zunahmen [22], protestierte die Türkei gegen „die Luftangriffe an ihrer Grenze“, wohl wissend, dass Terroristen auf syrischem Gebiet angegriffen wurden. [23]. Russland wies das zurück und folgerichtig gab der IS den erhöhten Druck auf seine Weise an die Türkei weiter. Und das was unter maßgeblicher Verantwortung der Türkei seit Jahren die Syrer erleiden mussten, fiel nun auf die Türkei selbst zurück:

„Bei einem verheerenden Terrorangriff auf den Istanbuler Atatürk-Flughafen sind mindestens 39 Menschen getötet worden. Bei den Toten handelte es sich nach türkischen Regierungsangaben um 36 Opfer und die drei Selbstmordattentäter. Mindestens 147 Menschen wurden bei dem Angriff des Selbstmordkommandos auf den größten Flughafen der Türkei am Dienstagabend verletzt. Ministerpräsident Binali Yildirim sagte am Mittwochmorgen bei einem Besuch am Flughafen, erste Hinweise deuteten auf die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) als Urheber hin.“ [24]

Der türkischen Regierung wurde nach und nach klar, dass der Islamische Staat zu einem existenziellen Problem für das Land wurde und sie ahnte, dass diese Miliz mächtige Unterstützer hatte. 

Der Islamische Staat und seine Wurzeln

Machen wir uns klar, dass der IS nichts anderes als al-Qaida in einer anderen Verpackung ist. Das Prinzip, terroristische Organisationen zu züchten und unter immer neuen Namen auf den Markt zu bringen, hat Methode. Al-Qaida (respektive Al-Nusra und IS) haben ihre originären Wurzeln in Afghanistan. Die damaligen Mudschaheddins wurden ausgerüstet und finanziert vom pakistanischen Geheimdienst. Und hinter dem stand die CIA. Ist das schon wieder eine sogenannte „Verschwörungstheorie„?

Das „Wahrheitsministerium“ der Wochenzeitschrift Der Spiegel vermeldete 2013:

Afghanistan: USA empört über Karzais Verschwörungstheorie

Sind die USA und die Taliban heimliche Partner? Diese sonderbare Behauptung stellt jetzt der afghanische Präsident Karzai auf – Parlamentarier und Militärs halten das ebenfalls für möglich. US-Vertreter sind empört, Verteidigungsminister Hagel sagte ein Treffen mit Karzai ab.“ [25]

Das nenne ich die Empörung einer selbst gerechten Eliten-Schicht. Achten Sie aber mal auf das Muster, welches Hamid Karzai den USA in Afghanistan vor hielt. Wir werden es (w.u.) wieder finden – in Syrien und im Irak. Karzai sagte:

„Die USA und die Taliban würden „heimlich zusammenarbeiten, um Afghanistan instabil zu halten“, erklärte er. Die Taliban würden afghanische Zivilisten „zum Nutzen Amerikas töten“. Das alles geschehe, um einen Verbleib von US-Sicherheitskräften über viele Jahre zu rechtfertigen.“ [26]

Interessant ist, dass neben dem afghanischen Präsidenten auch hochrangige Parlamentarier und Militärs des Landes sich dieses Verdachts nicht erwehren konnten. Und bei mehreren militärischen Operationen der afghanischen Armee wurden die US-Truppen ausdrücklich nicht zur Unterstützung heran gezogen. [27]

Vergleichen Sie mal: Die Taliban in Afghanistan gingen als extremste sektiererischste aller islamistischen Milizen letztlich (Ende der 1990ger Jahre) als dominierende Macht hervor. Im Irak und Syrien läuft der Plan mit dem Islamischen Staat auf das Gleiche hinaus. Doch niemals darf eine Gruppe so stark werden, dass sie dauerhaft ihre Macht konsolidieren kann, was letztlich zu einer Befriedung und Stabilisierung des entsprechenden Landes führen würde. Wussten Sie schon, dass in Afghanistan die Taliban gegen den IS kämpfen? [28]

Die Taliban waren Teil jener terroristischen islamistischen Verbände, welche ab dem Jahre 1979 (und zwar vor dem Einmarsch sowjetischer Truppen) einen Stellvertreterkrieg (keinen Bürgerkrieg!) in Afghanistan entfachten. Geschult und ausgerüstet wurden sie – Überraschung? – von den USA.

Acht Jahre lang wurde in der verdeckten CIA-Operation Cyclone der Terrorismus in Afghanistan hoch gerüstet. Millarden von Dollar wurden in die Infrastruktur der Mudschaheddin (als allgemeiner Begriff für alle Glaubenskämpfer) investiert. Die CIA setzte als Teil von Cyclone ein Programm um, bei dem durch speziell trainierte muslimische Lehrkräfte die afghanische Bevölkerung radikalisiert, militarisiert und zum Hass auf die Sowjetunion (um)erzogen wurde. [29]

Um Afghanistan anhaltend destabilisieren zu können, mussten die Menschen zuvor konditioniert werden (jeder Krieg beginnt zuerst in den Köpfen!). Der Dschihad der Mudschaheddin war in seinem Wesen ein gewaltfreier geistiger Kampf, um eine tiefere Religiösität zu erlangen. Genau um das zu ändern, legte die CIA noch ein weiteres Millionen schweres Programm auf, mittels dem „geistliche“ Bücher gedruckt wurden. Schwerpunkt derer Inhalte waren aus dem Kontext gerissene Koranverse, welche Gewalt verherrlichten. Diese Bücher wurden an afghanischen Grundschulen verteilt.

„In diesen Lehrbüchern, die die CIA auch an die Taliban in Afghanistan verteilen ließ, wurde die falsche und gotteslästerliche Lehre vom Dschihad als gewaltsamer Heiliger Krieg, der auch mit terroristischen Mitteln gegenüber den sowjetischen Truppen und der sowjetischen Infrastruktur durchgeführt werden müsse, begründet und aus der Taufe gehoben.“ [30]

Die CIA finanzierte in den 1970ger und 80ger Jahren Koranschulen in Pakistan. [31] Dabei bezeichnet das Wort Taliban nichts weiter als den Absolventen einer Koranschule (in Pakistan). Die gleichen Kräfte allerdings, die heute von einer islamistischen Gefahr schwadronieren, züchteten damals tatkräftig Islamisten. Und sie tun es auch heute!

Seit Jahrzehnten wurde Afghanistan nun von westlichen Großmächten „befriedet“. Ein Narrativ für ein Land, dass man systematisch destabilisiert und in dem man die Strukturen (die der Stämme) aus dem Gleichgewicht gebracht hatte. Mit dem Teile und Herrsche in Afghanistan wurde das Land in den Dauerkrieg getrieben. Es ging halt nie um Demokratie am Hindukusch. Es war die gleiche empathielose, brutale Machtpolitik, wie sie heute im Nahen Osten auch praktiziert wird. Und darauf sind die selbst ernannten Weltenlenker aus den USA auch noch ganz stolz.

Tausende fremde Soldaten sind in Afghanistan, ebenso viele Bürokraten des Westens – dazu viele tausend Extremisten und das Land ist der Weltmarktführer im Drogenanbau. Afghanistan ist zu einer unerschöpflichen Quelle von Terroristen und Drogen geworden – unter Aufsicht der „westlichen Wertegemeinschaft“. So sieht das Produkt von Geostrategie a la Brzezinski aus.

Der Pool an potenziellen Terroristen wurde seit damals systematisch erweitert. Überall dort, wo westliche Staaten bekundeten, mit Militär die Demokratie einführen zu wollen, brodelt(e) es. Der Islamische Staat rekrutierte dabei seine Kämpfer (neben Saudi’s) zu einem großen Teil aus Iraki’s – warum?

Nun, zuvor hatten die USA mittels einer dem Völkerrecht Hohn sprechenden Intervention den Irak nicht nur zerbombt und tausende Zivilisten als Kollateralschaden getötet. Sie hatten auch alle Verwaltungsstrukturen im Land in voller Absicht zerschlagen. Die USA hatten im Irak ein Chaos angerichtet. [32] Der Irak versank also nicht in Folge eines Machtvakuums im Chaos, nein, es wurde zielgerichtet erzeugt. Erinnern Sie sich an das Prinzip der Kreativen Zerstörung?

Und erinnern Sie sich außerdem an das Projekt des Neuen Nahen Ostens? Das Chaos im Irak war die zwingende Voraussetzung, eine sektiererische, salafistische Miliz, bestehend aus vielen zehntausend, desillusionierten, entsozialisierten jungen Männern aufzubauen. Und diese Miliz war zu nichts anderem gedacht, als Staaten wie Syrien und den Irak zu zerschlagen, was die Auflösung derer Grenzen zwingend beinhaltete.

Die Wurzeln von Al-Qaida liegen in geostrategischen Zielen und der Zweck ist der von Stellvertreter-Armeen. Proxies übernehmen die Drecksarbeit zur Destabilisierung und Zerschlagung erkannter Feinde „von Freiheit und Demokratie“.

Von den Muslimbrüdern zum IS

Die Türkei hatte sich Stück für Stück in diese terroristischen Netzwerke hinein manövriert. Die Regierungspartei AKP hatte sich der Ideologie der Muslimbrüder von jeher verbunden gefühlt – mit Sicht auf deren charitativen, sozialen Charakter an der Basis. Das ist auch der Grund für die Sympathie gegenüber den Muslimbrüdern in weiten Teilen der islamischen Welt. Abgelehnt werden jedoch von den meisten Menschen deren radikalen Vorstellungen von einer Umwandlung der Gesellschaften.

Diese Radikalität hatte auch die Türkei nicht unterstützt – bis, ja bis sie irgend wann glaubte, mit deren Hilfe die Regierung Assad in Syrien stürzen zu können. Dieser Glaube wurde ihr systematisch durch den türkischen Schattenstaat unter geschoben. Denn von diesem und dem Netzwerk, mit dem er verbunden war, hatten die Muslimbrüder längst ihre Rolle für den Systemsturz in Syrien zugewiesen bekommen.

Die sich kurzfristig ergebenden politischen Möglichkeiten für den weiteren Ausbau der Türkei zu einer regionalen Großmacht machten die türkische Regierung allerdings für einen brisanten Sachverhalt blind. Die Muslimbrüder besaßen seit jeher weltweite Verbindungen zu Al-Qaida! Nicht umsonst kamen diverse Gründungsmitglieder der Jabhat Al-Nusra von der syrischen Muslimbruderschaft.

Mit dem Aufpäppeln der syrischen Muslimbruderschaft in der Türkei, mit derer aktiver logistischer und militärischer Unterstützung – unter kräftiger Mithilfe von westlichen Geheimdiensten und Schattenstaat, holte sich die Türkei den Terrorismus quasi in’s Haus! Sich darauf einzulassen, die Muslimbrüder als strategischen Partner für geostrategische Pläne zu rekrutieren, war der verhängnisvolle singuläre Fehler der Erdogan-Regierung.

Bedarf an Gehirn gewaschenen

Gehirnwäsche ist ein Prozess, bei dem bis dahin zugrunde liegende Werte eines Menschen zerstört werden. Vor allem wird dabei eines zerstört – seine Empathie. In dem man dem Menschen alles nimmt, was ihm zuvor als wertvoll und beglückend galt, nimmt man ihm auch den Glauben an das Gute, an Verständnis, an friedliches Miteinander. Man legt das Tier im Menschen frei, trainiert seine Überlebensinstinkte und belohnt Rücksichtslosigkeit und Gewalt.

Gehen wir zurück in den Dezember 2012. Der Krieg gegen die Assad-Regierung befindet sich in einer Sackgasse und die Erdogan-Regierung ahnt das Desaster ihres eingeschlagenen Weges. Sie glaubt aber, dass durch Masse die Ziele noch erreicht werden können. Die Netzwerke zur Versorgung mit Waffen und Logistik sind intakt. Politik, Geheimdienste und Medien tun ihre „Bestes“, um die „Aufständischen“ zu unterstützen und überschwemmen die Bürger ihrer Länder mit einem Meer von Lügen. Aber es gibt einfach nicht genug „Freiheitskämpfer“ und eine direkte Intervention hat man den Menschen noch nicht gewagt, zu verkaufen, ungeachtet der über bordenden Propaganda.

Also mussten über die Netzwerke alle Quellen angezapft werden, um neue Kämpfer zu rekrutieren. Und das waren natürlich keine Syrer. Der erste Schritt wurde mit Jabhat al-Nusra gemacht, die eng mit den Muslimbrüdern verbunden sind. Danach ging es Schlag auf Schlag und aus dem Pool von al-Qaida wuchsen immer neue islamistische Gruppen, gut bewaffnet und organisiert wie Pilze aus dem Boden. Sie alle werden (bis heute) aus dem Geldtopf versorgt, den Unrechtsstaaten wie Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate zur Verfügung stellten. Die Türkei und die Netzwerke in deren Inneren kümmerten sich um die Logistik und bildeten die politische und mediale Zentrale der „Opposition“.

Und trotzdem genügte das alles nicht. Tausenden Extremisten, welche inzwischen auch die Freie Syrische Armee vollständig aufgesogen hatten, gelang es nicht, Syrien nieder zu ringen. Andere Kaliber mussten in diesem verdeckten Krieg gegen Syrien aufgefahren werden. Die Stunde des Islamischen Staates in Syrien und der Levante (ISIL) war gekommen.

Gesteuerter IS-Siegeszug

Glauben Sie also bitte nicht, dass das Auftauchen von ISIL (heute IS oder Daesh) im Jahre 2013 ein Zufall war. Diese Armee von Gotteskriegern wurde geboren, weil es die geostrategischen Pläne zur Erschaffung eines Neuen Nahen Ostens im Rahmen des Greater Middle East aus Sicht ihrer Architekten zwingend erforderten. Das Projekt drohte zu scheitern. IS, es sei noch einmal ganz klar gesagt, ist ein Produkt des Westens! Die Wurzeln des IS und von al-Nusra sind identisch:

„Der Pragmatismus der Al-Qaida-Truppe ist sporadisch, ideologisch gibt es zum IS keinen Unterschied. Die Nusra-Front will ebenfalls ein Kalifat und den globalen Dschihad. Sobald ein Territorium und die Herrschaft des islamischen Rechts in Syrien gesichert ist, soll der Krieg gegen die Ungläubigen in aller Welt beginnen. Zuerst sollen alle korrupten muslimischen Herrscher gestürzt werden, dann kommt der Rest. Das Nusra-Front-Modell hatte ursprünglich IS-Führer Abu Bakr al-Baghdadi in Auftrag gegeben. Er sandte al-Dscholani im August 2011 nach Syrien, und der baute mit Abu Bakrs Geld eine neue Organisation auf. 2013 verweigerte al-Dscholani jedoch die Angliederung an den IS. Seitdem sind beide Terrororganisationen verfeindet.“ [33]

Anderthalb Jahre marschierten diese Extremisten ungehindert durch den Irak und Syrien, ausgerüstet mit modernen Waffen, Kommunikationstechnik und straff organisiert. Und die Waffenbrüder aus den westlichen NATO-Staaten halfen kräftig bei der Aufrüstung. Das sah dann z.B. so aus:

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Konnte nach gewiesen werden, dass US-Amerikaner oder Briten wieder einmal Paletten weise Waffen an Terroristen „geliefert“ hatten, erklärten das die Ertappten regelmäßig mit einem „Versehen“. So schoss die irakische Armee zwei Transportflugzeuge der Briten im Februar 2015 ab, als sie Waffen für ISIL über dem Irak abwarfen. [34]

Immer wieder erklärte das US-Außenministerium bzw. das Pentagon, dass Abwürfe von Waffen für die so genannten moderaten Rebellen bestimmt seien. Bis zum Ende des Jahres 2016 konnten sie aber nicht eine dieser sogenannten moderaten Rebellen-Gruppen benennen. Informationen zu Standorten des IS, die von den russischen Militärs in Syrien immer wieder eingefordert wurden, blieben ebenfalls bis zu diesem Zeitpunkt vollständig aus. [35] Die Frage des russischen Verteidigungsministers Sergei Schoigu war deshalb sehr nachvollziehbar:

„Die westlichen Kollegen müssen sich endlich entscheiden, gegen wen sie wirklich kämpfen: gegen die Terroristen oder gegen Russland“, so der Minister. „Haben die womöglich vergessen, durch wessen Hand unschuldige Menschen bei den Anschlägen in Belgien, Frankreich, Ägypten, dem Irak und anderen Staaten gestorben sind?“ [36]

Als der IS im Jahre 2014 Mossul im Irak ein nahm, „erbeutete“ er sage und schreibe 2300 Humvee´s; schwer gepanzerte und bewaffnete Geländefahrzeuge aus den USA, welche die irakische Armee erst zuvor gekauft hatte. Der Gesamtwert „erbeuteter“ Waffentechnik lag im Milliardenbereich. [37] Es gab zuvor keine Kampfhandlungen; die Jeeps waren einfach zurück gelassen wurden. So kann eine (verdeckte) Lieferung von Waffen aus den USA an den IS auch aussehen. [38]

Medien-Konsumenten wurden erfolgreich für blöd verkauft. So, als man ihnen erklärte, dass hinge mit der Aufrüstung des Irak vor der US-Intervention zusammen. [39] Oder als man ihnen verklickerte, dass die irakische Armee regelmäßig neue funktionsfähige, voll einsatzbereite von den USA gekaufte schwere Kampftechnik zurück ließe, wenn sie sich überstürzt vor dem IS zurück ziehen musste. So noch geschehen im Jahre 2015, als der „Kampf der westlichen Allianz gegen den Terror“ medial in vollem Gange war; in Wirklichkeit nichts weiter als ein verlogenes Schattenfechten. [40]

Man wusste sehr wohl, welches Kaliber von Extremisten man da bewaffnete, denn die trieben den Terror in neue Dimensionen und verbreiteten ihn über die Medien. Wie extrem dieser Terror wurde, ist schwer vorstellbar und, selbst wenn man ihn nur auf Fotodokumenten gesehen hat, kaum ertragbar. [41] Diese Schlächter erfahren bis heute die Unterstützung der Golfmonarchien – unter freundlicher Begleitung der westlichen Demokratien, während man auf der anderen Seite von Fassbomben faselt.

Die USA und ihre Verbündeten, mit ihrer globalen und von Satelliten gestützten Aufklärung, faktisch in Echtzeit, hatten die Transfers von Waffen und Kämpfern für den IS natürlich nicht übersehen. Vielmehr taten die USA so, als würden sie die Gefahr nicht erkennen. Die Wahrheit, dass sie ihre Proxy-Armee gegen Syrien auf rüsteteten und schützten, durfte natürlich nicht in das Bewusstsein der Bevölkerung gelangen. Die Regierungen wussten das, die Medien wussten das. Ungeachtet dessen wurde den Menschen weiterhin eine nicht existente Realität vor gegaukelt.

Wie lächerlich eigentlich die Behauptung der Medien von der Ahnungslosigkeit des Westens in Bezug auf den Islamischen Staat ist, zeigt sich z.B. daran, dass westliche Nachrichtendienste mit modernster Spionagetechnik jede Bewegung der Syrischen Arabischen Armee verfolgten und die Informationen umgehend an die terroristischen Kämpfer in Syrien weiter gaben. [42] Den IS, der mit tausenden Pickups und dutzenden modernsten „Beute“-Panzern durch die Wüste fuhr (was mit dem Aufwirbeln riesiger Mengen Staub verbunden ist), den konnte man nicht übersehen. Wer sich über den Sachverhalt ein paar Gedanken macht, kommt schnell auf den Trichter, dass er hier betrogen, manipuliert werden soll(te). Die Sponsoren des Islamischen Staates sind lange bekannt. [43]

Bleibt noch die Finanzierung des Islamischen Staates. Ein weiteres Märchen gefällig? Bei der Eroberung von Mossul im Jahre 2014 „erbeutete“ der IS 420 Millionen US$ in Bargeld in der dortigen Nationalbank. [44] Wer sich mit Geldsystemen beschäftigt hat und weiß, dass die Zentralbank des Irak an das weltweite US-geführte Zentralbanken-System angeschlossen ist, fragt sich sofort, wozu eine solche Bank, die vorrangig bargeldlos agiert, solch enormen Bargeld-Beträge hortete.

Berichte, wonach der IS ausschließlich mit Bargeld hantieren würde, sind pure Desinformation. [45] Aber sie sind notwendig, denn sonst würden sich ja die Menschen fragen, wie der IS überhaupt (Buch-)Geld-Transfers tätigen könnte. Das aber tut er selbstverständlich. Anweisungen zu Transfers laufen über SWIFT und Buchungen laufen immer über US-amerikanische Banken! [46][47]. Der Sitz von SWIFT ist Brüssel und unterliegt EU-Recht. Während Transaktionen syrischer Banken (insb. der Syrischen Zentralbank) massiv eingeschränkt wurden [48], galt das für die vom Islamischen Staat betriebenen Banken nicht [49].

Die martialischen Sprüche vom heroischen Kampf einer westlichen Allianz gegen den Terror des Islamischen Staates sind nichts weiter als Propaganda.

Die Maschinerie hinter dem Terror

Machen wir den Versuch und nehmen die türkische Sicht ein. Es gibt ein Netzwerk mit vielen, vielen Beteiligten. Ausbildungslager, die teilweise von westlichen Geheimdiensten, teilweise von türkischem Militär und Geheimdienst unterhalten werden. Flüchtlingslager, in denen mehr oder weniger sanft Kämpfer rekrutiert werden. Hunderte Unternehmen, die für Versorgung von Flüchtlingen und/oder Kämpfern engagiert wurden. Schattenfirmen liefern über verdeckte Kanäle Waffen und Munition. Das wiederum erfordert Transport- und Logistik-Unternehmen.

Krankenhäuser müssen einbezogen werden, um Verletzte zu behandeln. [50] Ein Medien-Netzwerk verbreitet Informationen in allen Richtungen. Politische Verbindungen halten Kontakt zu Institutionen im In- und Ausland. Banken sind erforderlich um Rechnungen zu buchen und Transaktionen zu tätigen. Das alles ist ein riesiges komplexes Netzwerk mit vielen tausend Beteiligten – und – tausenden Profiteuren. Die überwältigende Gruppe der Opportunisten hält dieses ganze System am Laufen, alle mit – aus ihrer Sicht – sehr profunden Gründen, das zu tun, was sie tun.

Mit Vorstellung dieses komplexen Systems dürfte uns auch klar sein, dass im Jahre 2013 kein bärtiger Mann mit Sprengstoffgürtel und IS-Flagge in der Türkei auftauchte und sich vorstellte mit: „Guten Tag, ich bin vom IS, wir wollen in Syrien aufräumen, dürfen wir bei ihnen mitmachen und haben sie ein bisschen Kohle für uns?“ In großen Segmenten des Netzwerkes wird man möglicherweise niemals einen einzigen IS-Vertreter gesehen haben.

Solch ein Prozess wird eher unauffällig von statten gehen. Und es gab Arbeitsteilung. Der IS genoss in der Türkei logistische Unterstützung, aber die Bezahlung selbst übernahmen die genannten Ölmonarchien, die Versorgung mit Waffen lief über Saudi-Arabien und den Irak. Da lief eine gewaltige Maschinerie.

Die Kämpfer – bis zu 100.000 – kamen aus der ganzen Welt, aus über 80 Staaten. Die meisten reisten ganz normal wie Touristen in der Türkei ein. Dort warteten Mittelsmänner an der Grenze und schleusten sie nach Syrien ein. Finanzierung, Zoll- und Passformalitäten – all das lief reibungslos im Hintergrund. Allein aus Deutschland – so wurde bekannt – fanden bis zum Sommer 2015 700 Männer den Weg zum IS. [51]

Und natürlich hatte die Türkei noch eine weitere wichtige Funktion für den IS – und wieder sind wir bei den Opportunisten. Sie handeln nach dem Motto: „Wir lieben sie zwar nicht, aber sie sind gute Geschäftspartner“. Krieg findet zum Teil auf einer wenig spektakulären Ebene statt.

Das begann übrigens schon vor dem IS. Al-Nusra hatte nach der teilweisen Einnahme von Aleppo im Jahre 2013 nichts Eiligeres zu tun, als dort Industrieausrüstungen abzubauen und in der Türkei zu verscherbeln. [52][53] Es fanden sich offensichtlich genug Hehler.

Mit Beginn des verdeckten Krieges änderte sich die bis dahin hoffnungsvoll entwickelte wirtschaftliche Partnerschaft zwischen der Türkei und Syrien radikal. Der traditionelle Warenaustausch kam zum Erliegen und damit verloren viele Menschen ihre Einnahmequellen. Statt dessen entwickelte sich eine Schattenwirtschaft, die auf die Bedürfnisse des Krieges ausgerichtet war. Waffen und Ausrüstungen aller Art wurden nach Syrien geschmuggelt und in die Türkei gelangten illegal gestohlene syrische Industrieausrüstungen und – Öl.

Die Menschen gerieten in Abhängigkeiten des Krieges und ihre Wirtschaftstätigkeit wiederum fütterte den Krieg; ein Teufelskreislauf. Was das syrische Öl betrifft, gingen jeweils ein Drittel der Exporte vor dem Krieg nach Italien und Deutschland, insgesamt 95 Prozent nach West- und Mitteleuropa jedoch nur fünf Prozent in die Türkei. [54]

2016-11-05_oelexportesyrien_2010_statistica

Es gab also eine Infrastruktur, syrisches Öl in die Türkei zu liefern und witzigerweise brach die Türkei nicht einmal EU-Gesetze, als sie syrisches Öl weiter bezog – denn sie ist ja nicht Mitglied der EU. Von türkischer Seite aus lief also der Handel mit syrischem Öl einfach weiter, man blendete aus, dass der Handelspartner gewechselt hatte. Während der Export nach Westeuropa weg brach, was ja, bedingt durch die Wirtschaftssanktionen der EU, schon vor der „Übernahme“ des Verkaufs durch den IS passiert war, lief er in Richtung Türkei schlicht weiter.

2016-11-05_oelfoerd-syrien_statistica

Entsprechend sank die Ölproduktion auf den „türkischen Anteil“ (siehe Grafik; Quelle: de.statistica). Für einen türkischen Spediteur bzw. einen Rohstoffhändler ergab sich der Zwiespalt zwischen ethischem Handeln und geschäftlichem Zwang. Brachten sie es fertig, auszublenden, wen sie da bezahlten, konnten sie ihr Geschäft weiter betreiben, Gewinne erwirtschaften, Mitarbeiter beschäftigen. Der Hang zum Opportunismus ist eine starke Kraft in uns Menschen.

Wären wir so edel und würden in der gleichen Situation auf das Geschäft verzichten? Was nützt uns das Verurteilen der Profiteure des geraubten syrischen Erdöls. Geplant und ausgelöst hatten den Syrien-Krieg Mächtegruppen der westlichen Demokratien. Und auch die Terrormiliz Islamischer Staat ist ein Produkt geostrategischer Handlungen des Westens. Der Krieg war entbrannt und die Menschen machten – aus ihrer ganz eigenen Sicht – das Beste daraus. Was sollte man ihnen da vorwerfen?

Die Türkei auf dem Weg in den Islamismus?

Erdogan’s AKP sieht die Türkei auf einem Weg hin zu einem islamischen Staat, aber nicht zu einem islamistischen Staat. Die Muslimbruderschaft war für sie ein ideologischer Verbündeter aber nicht dazu vorgesehen, radikalen Islamismus in den türkischen Staat zu portieren. Die Muslimbruderschaft als Sekte für sich ist nicht das Problem, sie hatte nie die Basis, um als Massenbewegung wirksam zu werden. Gefährlich wurde sie immer dann, wenn sie von außen als destabilisierende Terrorgruppe aufgebaut und entsprechend unterstützt wurde.

Als jedoch die Türkei die faule Frucht der Muslimbrüder, als Umsturzwerkzeug in Syrien, aus den Händen des Schattenstaates und politischer Eliten des Westens annahm, brachte sie sich in eine höchst gefährliche Situation.  In den Wochen seit Beginn der russischen Militäroperation in Syrien wurde der IS als bis dahin stärkste Kraft gegen die syrische Regierung entscheidend geschwächt und völlig in die Defensive gedrängt. Das verursachte bei der türkischen Regierungsspitze Torschlusspanik.

Wochen bevor die türkische Luftwaffe einen russischen Jet über syrischem Territorium abschoss, fielen gegenüber einer türkischen Nachrichten-Agentur auch diese Worte aus dem Mund des MIT-Geheimdienstchefs Hakan Fidan:

„ISIS ist eine Realität und wir haben zu akzeptieren, dass wir eine gut organisiertes und populäres Establishment wie den Islamischen Staat nicht ausrotten können. Weiters fordere ich meine westlichen Kollegen dazu auf, ihre Denkweise hinsichtlich der islamischen politischen Ströme zu überdenken, ihre zynische Geisteshaltung beiseite zu legen und Putins Pläne die syrischen islamistischen Revolutionäre zu zerschlagen zu durchkreuzen““ [55][56]

Das war sehr deutlich und zeigte, wie weit die Türkei sich inzwischen mit dem Islamischen Staat liiert hatte. Die türkische Hysterie wich erst nach und nach der Ernüchterung, als klar wurde, dass Russlands Reaktionen gegenüber der Türkei äußerst schmerzhaft werden würden. Diese Worte fielen im Jahre 2015 und Sie werden vergeblich in den deutschen Massenmedien danach suchen.

Nach dem Schwenk der türkischen Außenpolitik, besonders auffällig jedoch nach dem gescheiterten Putsch im Juli des Jahres, begannen, wie schon ganz oben angemerkt, die Sehschwächen der Medien in Bezug auf die Sponsoren des Islamischen Staates wie von Geisterhand zu verschwinden. Wieder war es die Die Welt aus dem Medienimperium Springer, welche delikate Einzelheiten vermeldete. Warum nur so plötzlich?

„Noch viel problematischer aber ist die Rolle Fidans im syrischen Bürgerkrieg. Sein MIT lieferte offenbar Waffen an Rebellen in Syrien, darunter auch an Kämpfer der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS). Fidan und Erdogan wollten offenbar helfen, den verhassten syrischen Machthaber Assad mithilfe der Islamisten zu stürzen. Als Gegner der Kurden, die vor allem im Irak zunehmend an Einfluss gewannen, waren die islamistischen Kämpfer darüber hinaus eine willkommene Hilfe. Doch Fidan verspekulierte sich – und auch das ist nicht untypisch für ihn. Der IS wurde unter anderem dank der Hilfe der türkischen Behörden immer mächtiger, wendete sich aber schließlich auch gegen türkische Interessen.“ [57]

Plötzlich war das Propaganda-Flaggschiff sehr nah an der Wahrheit. Was die Gazette, ebenso wie ihre Stammleserschaft dabei nicht begriff, war die Tatsache, dass hier ein Offenbarungseid geleistet wurde. Wer lügt, verstrickt sich irgendwann in seinen Lügen. Er kommt dann nur mit diesen Lügen durch, wenn die Rezipienten ihm blind vertrauen.

Die Türkei ist ein NATO-Staat. Sowohl der offizielle -, wie auch der Tiefenstaat sind dicht vernetzt mit westlichen Diplomaten, Militärs, Geheimdiensten. Diese Vernetzung schließt eine geheime Kollaboration der Türkei (an ihren „Partnern“ vorbei) mit dem IS aus. Mehr noch impliziert sie eine enge Zuarbeit der Genannten in Richtung des IS!

Was hier an’s Licht kam, ging über das opportunistische Geschäfte machen mit vom IS geraubtem syrischen Öl hinaus, welches eh schon vom Beamtenapparat, Schattenstaat und der Regierung (mindestens) gedeckt wurde. Gleichklang der Ereignisse zum türkischen Geheimdienst-Chef: Als Hauptsponsor des IS gilt der saudische Geheimdienst-Chef Prinz Bandar Bin-Sultan. Und der war früher Botschafter seines Landes in – den USA.

Was denken Sie, liebe Leser? Sind die USA im Kampf gegen den Islamischen Staat oder betreiben sie nicht eher ein niederträchtiges Spiel von Strippenziehern, um im Nahen Osten eine konfliktreiche Balance in ihrem Sinne aufrecht zu erhalten – und sind damit selbst Urheber des Terrorismus? [58] 


Anmerkung

[a1] Bisher zehn Artikel, beginnend mit der Reihe der Türkischen Gratwanderungen, widmen sich letztlich der Aufgabe heraus zu finden, wer welche Motivation besitzt, die türkische Regierung unter Recep Erdogan zu stürzen. Vor allem aber ist der Leser herzlich eingeladen, über die Lektüre der Analysen in Verbindung mit seinen eigenen Erkenntnissen an der Wahrheitssuche aktiv teilzunehmen.

Quellen

[1] Erdogans Doppelspiel; Thorsten Jungholt, Martin Lutz, Uwe Müller, Daniel Friedrich Sturm; 21.8.2016; Die Welt; https://www.welt.de/print/wams/politik/article157779789/Erdogans-Doppelspiel.html

[2] Erdogan entschuldigt sich offiziell bei Putin für Tod des russischen Piloten; 27.6.2015; https://deutsch.rt.com/international/39135-kreml-erdogan-entschuldigt-sich-offiziell/

[3] Syrien: US-Luftwaffe verweigert Türkei Hilfe gegen ISIS; 31.8.2016; http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/08/31/syrien-us-luftwaffe-verweigert-tuerkei-hilfe-gegen-isis/

[4][33] Islamisten-Terror im Schatten des IS; Alfred Hackensberger; 28.1.2016; Die Welt; https://www.welt.de/politik/ausland/article151583063/Die-wahre-islamistische-Gefahr-ist-nicht-der-IS.html

[5] Menschen als Schutzschilde in Käfigen gehalten; AFP, HRW; Die Welt; 3.11.2015; https://www.welt.de/politik/ausland/article148403238/Menschen-als-Schutzschilde-in-Kaefigen-gehalten.html

[6] USA entsenden F-16-Kampfjets nach Incirlik; 9.8.2015; AFP, dpa, mak; Die Welt; https://www.welt.de/politik/ausland/article145007738/USA-entsenden-F-16-Kampfjets-nach-Incirlik.html

[7] USA bedauern Luftangriff auf syrische Truppen; Reuters, dpa; 17.9.2016; https://www.welt.de/politik/ausland/article158220792/USA-bedauern-Luftangriff-auf-syrische-Truppen.html

[8]Russian MoD Confirms US-Led Coalition’s F-16, A-10 Jets Attacked Syrian Army; 17.9.2016; https://sputniknews.com/middleeast/201609171045415141-russia-syria-army-attacked/

[9] US-Koalition tötete angeblich syrische Soldaten; 18.9.2016; APA; Salzburger Nachrichten; http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/politik/sn/artikel/us-koalition-toetete-angeblich-syrische-soldaten-214391/

[10] US-Koalition tötet angeblich syrische Soldaten; 7.12.2015; https://www.tagesschau.de/ausland/syrien-luftangriff-105.html

[11] 18.12.2015; http://www.shortnews.de/id/1182650/us-air-force-bombardiert-irakische-armee#

[12][18] Who is to blame for the rise of ISIL; Mehdi Hasan; 29.7.2015; http://www.aljazeera.com/programmes/headtohead/2015/07/blame-isil-150728080342288.html

[13][14][19] Brad Hoff; 6.8.2015; https://levantreport.com/2015/08/06/former-dia-chief-michael-flynn-says-rise-of-islamic-state-was-a-willful-decision-and-defends-accuracy-of-2012-memo/

[15-17]] http://www.judicialwatch.org/wp-content/uploads/2015/05/Pgs.-1-3-2-3-from-JW-v-DOD-and-State-14-812-DOD-Release-2015-04-10-final-version1.pdf

[20] Flugverbotszone über Syrien?; Inga Rogg; 24.7.2016; Neue Züricher Zeitung; http://www.nzz.ch/international/flugverbotszone-in-nordsyrien-1.18585035

[21] USA und Türkei errichten Flugverbotszone; Frank Nordhausen; 3.8.2015; http://www.berliner-zeitung.de/syrien-tuerkei-und-usa-errichten-flugverbotszone-22468132

[22] Russen preschen im Kampf gegen „ISIS“ vor; 19.11.2015; Reuters; Berliner Zeitung; http://www.bz-berlin.de/welt/russen-preschen-im-kampf-gegen-isis-vor

[23] AFP; Die Zeit; http://www.zeit.de/news/2015-11/20/tuerkei-tuerkei-protestiert-gegen-russische-luftangriffe-an-ihrer-grenze-20165003

[24] Mindestens 39 Tote bei Anschlag auf Flughafen Istanbul; 29.6.2016; http://www.tagesspiegel.de/politik/terror-in-der-tuerkei-mindestens-39-tote-bei-anschlag-auf-flughafen-istanbul/13802790.html

[25] Afghanistan: USA empört über Karzais Verschwörungstheorie; 12.3.2013; Der Spiegel; http://www.spiegel.de/forum/politik/afghanistan-usa-empoert-ueber-karzais-verschwoerungstheorie-thread-85062-4.html

[26][27] USA empört über Karzais Verschwörungstheorie; Haznain Kazin; 11.3.2013; http://www.spiegel.de/politik/ausland/karzai-unterstellt-usa-kooperation-mit-den-taliban-a-888171.html

[28] Krieg der Terroristen; 8.11.2015; Reuters; Handelsblatt; http://www.handelsblatt.com/politik/international/taliban-und-is-bekaempfen-sich-krieg-der-terroristen/12558220.html

[29][30] Embedded Journalist: Dritter Band; Ralph Ardnassak; neobooks; 17.9.2014; https://books.google.de/books?id=9nmEBAAAQBAJ&hl=de&source=gbs_navlinks_s ; ISBN 3847611038, 9783847611035

[31] Hans B. Bremer; 28.7.2005; Die Welt; https://www.welt.de/print-welt/article685302/Pakistanische-Koranschulen-sind-die-Dschihad-Fabriken.html

[33] 26.11.2015; Ben Bolz, Stefan Buchen, Johannes Jolmes, Jasmin Klofta; http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2015/Terrorgruppe-IS-wie-der-Westen-ein-Monster-schuf,terroris100.html

[34] Iraqi Army Downs 2 UK Planes Carrying Weapons for ISIL 23.2.2015; http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13931204001534

[35] USA werfen Waffen in Syrien ab; Bill van Auken; 14.10.2015; https://www.wsws.org/de/articles/2015/10/14/syri-o14.html

[36] 1.11.2016; https://de.sputniknews.com/politik/20161101313183145-schoigu-westen/

[37] 3.6.2015; http://eurasianews.de/blog/irak-humvees-werden-zur-beliebtesten-automarke-beim-is/

[38] IS erbeutete in Mossul 2300 Panzerfahrzeuge; AFP; 1.6.2015; Die Welt; https://www.welt.de/politik/ausland/article141758764/IS-erbeutete-in-Mossul-2300-Panzerfahrzeuge.html

[39] Warum der IS mit Waffen aus dem Westen kämpft; Daniel Steinvorth; 8.12.2015; http://www.nzz.ch/international/naher-osten-und-nordafrika/is-kaempft-mit-waffen-aus-ueber-25-laendern-1.18659560

[40] IS erbeutet US-Waffen in Ramadi; 19.5.2015; Reuters, AP; Handelsblatt; http://www.handelsblatt.com/politik/international/irak-is-erbeutet-us-waffen-in-ramadi/11800026.html

[41] Achtung! Der Link führt auf extrem verstörende Bilder der Misshandlung und Tötung von Menschen durch Terroristen des Islamischen Staates! Holokaust chrześcijan; 11.8.2014; http://www.mpolska24.pl/post/6737/holokaust-chrzescijan

[42] Deutsches Spionageschiff hilft syrischen Rebellen; 19.8.2012; https://www.welt.de/politik/ausland/article108682338/Deutsches-Spionageschiff-hilft-syrischen-Rebellen.html

[43][58] Die unglaubliche Reise der verrückten Terror-Miliz; Fabian Köhler; 1.7.2014; http://www.hintergrund.de/201407013139/globales/terrorismus/die-unglaubliche-reise-der-verrueckten-terror-miliz.html

[44] Wer finanziert ISIS; Andreas Becker; 20.6.2014; Deutsche Welle; http://www.dw.com/de/wer-finanziert-isis/a-17718504

[45] Florian Diekmann; 23.11.2015; Der Spiegel; http://www.spiegel.de/wirtschaft/islamischer-staat-so-finanziert-sich-der-is-a-1063522.html

[46] SWIFT – Homepage; https://www.swift.com/about-us

[47] 12.11.2016; https://de.wikipedia.org/wiki/SWIFT

[48] 12.11.2016; https://www.wko.at/Content.Node/service/aussenwirtschaft/fhp/Embargos/Aktueller_Stand_der_Sanktionen_gegen_Syrien.html

[49] Die Geldquellen des IS; Astrid Frohloff, KONTRASTE; 3.3.2016; http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste-03-03-2016/die-geldquellen-des-is.html

[50] Türkei macht Islamisten wieder fit für den Dschihad; 6.7.2014; Focus Online; http://www.focus.de/politik/ausland/geheime-krankenhausabteilung-in-kilis-tuerkei-macht-islamisten-wieder-fit-fuer-den-dschihad_id_3970651.html

[51] Ein Sommer im Dschihad; Britta von der Heide, Christian Baars; 16.7.2015; http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2015/Ein-Sommer-im-Dschihad,dschihad178.html

[52] Arabische Welten; Alfred Hackensberger; 3.8.2013; http://hackensberger.blogspot.de/2013/08/jetzt-machen-die-kurden-in-syrien-mobil.html

[53] Syrien wirft Türkei Wirtschaftsterrorismus vor; 16.1.2013; https://de.sputniknews.com/politik/20130116265328762/

[54] 12.11.2016; https://de.statista.com/infografik/5790/erdoelproduktion-syrien/

[55] Türkischer Geheimdienstchef: „Der Westen muss Denkweise über ISIS revisionieren und Putin bekämpfen“; Marco Maier; 28.11.2015; https://www.contra-magazin.com/2015/11/tuerkischer-geheimdienstchef-der-westen-muss-denkweise-ueber-isis-revisionieren-und-putin-bekaempfen/ Originalquelle: türkische Nachrichten-Agentur Anadolu

[56] 18.10.2015; http://www.awdnews.com/top-news/turkish-intelligence-chief-putin-s-intervention-in-syria-is-against-islam-and-international-law,-isis-is-a-reality-and-we-are-optimistic-about-the-future

[57] Erdogans seltsamer Freund; Stefan Aust, Dirk Laabs; 31.7.2016; https://www.welt.de/print/wams/politik/article157408561/Erdogans-seltsamer-Freund.html

Bilder

[b1] Bild: Ausschnitt aus DIA-Bericht  14-L-0552/DIA/ 287; Datei: 2016-11-10_DIA-Bericht_Syrien.png (Bildschirmfoto); Quelle: http://www.judicialwatch.org/wp-content/uploads/2015/05/Pg.-291-Pgs.-287-293-JW-v-DOD-and-State-14-812-DOD-Release-2015-04-10-final-version11.pdf bei http://www.judicialwatch.org/document-archive/pgs-287-293-291-jw-v-dod-and-state-14-812-2/

[b2] Titel: Iraqi Army Downs 2 UK Planes Carrying Weapons for ISIL; Datei: 13930729000817_PhotoI.jpg; Datum: 23.2.2015; http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13931204001534; Originalquelle: US-Verteidigungsministerium; Lizenz: Public Domain

[Titelbild] Antikabir; Grabstätte des Staatsgründers der Türkei Mustafa Kemal Atatürk; Datei: monument-471329_960_720_bearb.jpg (peds-ansichten.de); aus Originaldatei: monument-471329_960_720.jpg; Foto: Joakim Roubert (d97jro); Quelle: https://pixabay.com/p-471329/?no_redirect ; Lizenz: Public Domain

Grafiken

[g1] Anteil der Erdölexporte aus Syrien nach Ländern weltweit im Jahr 2010; 5.11.2016; Quelle: Statistica; https://de.statista.com/statistik/daten/studie/201079/umfrage/oelexporte-aus-syrien/

[g2] Erdölproduktion in Syrien in den Jahren 1968 bis 2015 (in 1.000 Barrel pro Tag); 5.11.2016; Quelle: Statistica; https://de.statista.com/statistik/daten/studie/40091/umfrage/syrien—erdoelproduktion-in-tausend-barrel-pro-tag/

 

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4 Kommentare zu Die Türkei, die USA und der Islamische Staat

  1. Conrath sagt:

    @Ped

    Vielen Dank für Ihre sehr detailreiche Fortsetzung zum Kriegsgeschehen in und um Syrien.

    „Warum die Türkei zunehmend kritisch ihre Bindung zum IS auf allen Ebenen überprüfte, ist nachvollziehbar. Sie erkannte allmählich, dass ihr „Partner“ die Terrororganisation für seine ganz eigenen Ziele (im Sinne des Neuen Nahen Ostens) benutzte und der Türkei selbst die Rolle des nützlichen Idioten zugedacht war.“

    Das sich diese so entscheidende Wende sowenig im westlichen Wertelager herumsprach und ignoriert wurde, bleibt mir schleierhaft, bzw. grenzt eben an blanke Vorsätzlichkeit aller ’sogenannter Experten‘, ausgenommen die nicht-postfaktische Minorität Ihrer KollegInnen.

    Und Ihr Verweis auf den mittlerweile bestehenden Kampf zwischen der Afghanischen Al Quaida und dem IS ist ebenso unbekannt, in den großen Magazinen und Dokumentationen, würde er doch sehr schnell und sicher zeigen, wie die USA mit ihren Vasallen ihre Interessen durchgesetzt hat – niemanden gewinnenlassen, aber alle Querulanten immer wieder und wieder verdeckt mit Waffen/ Logistik/ Kapital versorgen um sie dann gönnerhaft-heuchlerisch als Weltpolizist anzugreifen.

    Bei den Feuerwehren gibt es regelmässig, zum Glück aber selten, besonders Gelangweilte, die selber Feuerlegen, um sich Arbeit und Ansehen zu verschaffen.

    Bei einigen Wissenschaftlern, Pädagogen und Ärzten gibt es ähnliche schwarze Schafe. Der Welthegemon hat diese Verhaltensabsurditäten zur Norm systematisiert.

    Warum wohl?

  2. Ped sagt:

    @Conradt

    „Bei den Feuerwehren gibt es regelmässig, zum Glück aber selten, besonders Gelangweilte, die selber Feuerlegen, um sich Arbeit und Ansehen zu verschaffen.“

    Volltreffer! Und damit in einem Satz den Bezug gesellschaftlicher Prozesse zu individuellem menschlichen Verhalten hergestellt.

    „Der Welthegemon hat diese Verhaltensabsurditäten zur Norm systematisiert.“

    Um zu ergänzen: als eine recht große komplexe Gruppe von Individuen, die sich schwer gewichtig leider der besagten Seite menschlichen Verhaltens zu gewandt haben.

    Danke und Beste Grüße, Ped

  3. Don Carlos sagt:

    Guten Tag Ped.

    Ihrer sorgfältigen Analyse ist nichts hinzuzufügen. Sie ist weitgehend deckungsgleich mit meiner Sicht. Vielen Dank dafür.

    Probleme bereiten mir noch immer, die Geschehnisse in eine übergeordnete Strategie einzuordnen. Also wem nützt es? Es ist bekannt, und das wurde besonders in den letzten Tagen offensichtlich, dass bestimmte Kreise in den USA, eine weltweite „Unordnung“ benötigen, weil sie auf andere Weise nicht mehr ihren Niedergang kaschieren und von ihrer wirtschaftlichen Deformierung und politischen Schwäche ablenken können. Das erweckt den Eindruck, dass man sich auf eine andere Weise potentiellen Gegnern nicht mehr als einzige allmächtige Ordnungsmacht präsentieren kann. Mit dem Verweis auf Petrodollar und dahinterstehendes militärisches Potenzial hat das bisher ein paar Jahrzehnte gut funktioniert. Nun nicht mehr.

    Vor dem Hintergrund, dass das eigentliche Ziel China ist, den Ausgangspunkt der alten (und neuen) Seidenstraße, wenn schon nicht zu beherrschen, doch zumindest zu kontrollieren, stellt sich auch die Frage nach dem Sinn eines Konzeptes der Aufrechterhaltung dauerhafter Krisenherde im Nahen Osten. Dies kann eine Entwicklung nur verzögern, aber nicht verhindern. Es ist doch kontraproduktiv, wenn mittelfristig alle arabischen Völker eine feindliche Haltung gegenüber dem Westen einnehmen. Mit der Überzeichnung der Stärke offenbart sich tatsächliche allumfassende Schwäche.

    Spätestens seit Robert Gilpin aufgezeigt hat, dass im Falle einer zunehmenden Regionalisierung der Einflusssphären, insbesondere Europa und Japan in Verbindung mit Russland und China, dürfte klar sein, dass Amerika als ehemaliges Zentrum der Welt entbehrlich wird, weil es selber seine ursprüngliche Nützlichkeit zur Überflüssigkeit verkommen ließ. Diese Erkenntnis ist auch im Nahen Osten nicht mehr aufzuhalten, weil der einzige Haken: Der US-Dollar sich aus seiner Verankerung zu lösen beginnt. Damit isoliert sich Amerika selbst und kommt schließlich auf seine Unabhängigkeitserklärung von 1776 zurück, wo die „Abgrenzung“ nach Außen zunächst Staatsräson war, die erst 1941 überwunden wurde. Aber dieses Argument passt nicht mit Blick auf den Nahen Osten.

    Die Entwicklung der letzten Jahre hat spätestens nach Afghanistan gezeigt, dass liberaldemokatische Werte nach westlichem Modell für diese Region ungeeignet sind, weil sich die Völker nur religiös und ethnisch klassifizieren lassen und sich deshalb eine Beschleunigung der kulturellen Entwicklung nicht aufoktroyieren lässt. Diese (Er)Kenntnis ist auch nicht neu.
    Der Zugriff auf Rohstoffe und Transportwege lässt sich effektiver nach der chinesischen Methode realisieren – zwar langsamer, dafür nachhaltiger und effizienter. Diese Möglichkeit haben aber die Öl/Gas produzierenden Länder auch. Auch lokale Machtfragen könnten durchaus eine Rolle spielen. Diese produzieren u. U. zwar kriegerische Auseinandersetzungen, aber keinen internationalen Terrorismus.

    Was verbleibt? Interessant ist die Beobachtung, dass es „weltweiten“ Terrorismus tatsächlich nicht gibt. Soziologische oder historische Argumente für Terrorismus lassen sich nicht finden. Im Umkehrschluss ist Terrorismus immer künstlich erzeugt, zu einem vorbestimmten Zweck. Terrorismus nutzt nur den USA, genau genommen einem kleinen elitären Kreis, der aus naheliegenden Gründen einen permanenten Kriegszustand braucht und zu diesem Zweck der Terrorismus erfunden werden musste.
    Haben die USA die Demokratie zu Gunsten einer Oligarchie überwunden? Das würde einiges erklären, aber immer noch nicht die oben gestellte Frage beantworten.
    Freundliche Grüße. Bis demnächst wieder Mal.
    D.C.

    • Conrath sagt:

      @Don Carlos

      „Vor dem Hintergrund, dass das eigentliche Ziel China ist, den Ausgangspunkt der alten (und neuen) Seidenstraße, wenn schon nicht zu beherrschen, doch zumindest zu kontrollieren, stellt sich auch die Frage nach dem Sinn eines Konzeptes der Aufrechterhaltung dauerhafter Krisenherde im Nahen Osten. Dies kann eine Entwicklung nur verzögern, aber nicht verhindern. „ Zitatende D.C.

      Ja,
      Sie sprechen es ja weiter unten an, der Terrorismus ist im Umkehrschluss eine Veranstaltung des untergehenden Hegemons, die immerhin sehr weit vorplanend begonnen wurde und leider eine perfide Weiterentwicklung erfahren hat, vergleichbar den jahrhundertelangen scholastischen Disputen um Legitimität und Vormacht.

      Der staatstheologische Fundamentalismus um die sogenannten (Leo*) Straussianer, einer späten amerikanischen Abkunft des, zu unrecht wenig bekannten F.H. Jacobis 1743-1819, in und um Chicago, hat tatsächlich den Staatsgedanken mit dem alten religiösen Potential aufgeladen und zu einem Amalgam ‚feindlicher Eingriffsmittel‘ umgeformt:
      a) in der Form positiver Überwältigung durch Konsumismus als Türöffner einer eingeschränkten Freiheitsdoktrin (Freiheit des Kapitals, dargestellt als Freiheit der Endkundschaft)
      b) alle Formen von bunten substaatlich-kulturellen Unterwanderungsformen (vielleicht Mao abgeschaut?)
      c) währungsmanipulative Eingriffe (Petro-$-Bilanzierungsdoktrin u.a. > Franz Hörmann)
      d) gezielte, künstliche Gewaltimplementierungen (Staats-Terror-Management mit und ohne Religionsextremismus) von Gladio bis ISIS.

      *Strauss 1899-1973, schrieb seine 7-seitige Diss. bei Cassirer zum Systemstandpunkt der Glaubensphilosophie von F.H. Jacobi und korrespondierte ja viel mit Carl Schmitt, war der Lehrer der NeoCons schlechthin, genauer der Vorgängergruppe aus deren Kreisen sich dann eine kleine, hochkriminelle Elite abspaltete, die das Geschäft der US-Intrige führte, weitgehend ohne Widerstand, bis zum September 2015, der den November 2016 erst ermöglicht hat.

      In d) liegt die andere Seite der Münze hegemonialen Machterhalts, die Konjunktion mit dem Wahhabismus und ähnlichen viralen Gewächsen aus dem historischen Giftschrank. –

      Die Ausführung des bewaffneten Terrors bediente sich dann wiederum profanster Mittel wie, Öl- und Waffenhandel, Korruption, Geltungswahn und Gier.

      Die Betroffenen merkten dabei regelmässig nicht, von wem sie eigentlich Grundausbildung, 500 $/Monat und Ressourcen oder für die Planungsstäbe/ Politmarionetten, den Blankocheck für ihr verspätetes ‚Postvasallentum‘ erhielten, dank unauffälliger Arbeit von CIA & Konsorten. – –

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