Wie mit Hilfe eines Verbrechens an Zivilisten ein möglicher Friedensschluss zwischen Russland und der Ukraine zu Grabe getragen wurde.


Symbolhaft für den Verrat am Frieden steht der Auftritt des damaligen britischen Premiers Boris Johnson in Kiew. Nach sechs Wochen hätten die militärischen Auseinandersetzungen in der ehemaligen Sowjetrepublik ein Ende finden können. Aber das war nicht gewollt — von wem nicht gewollt? Für Jene, die keinen Frieden wollten, kam das Ereignis Butscha wie gerufen. In Butscha wurden Verbrechen begangen, aber außerdem war es ein Medienereignis. Es hat mehr als nur den Anschein, dass die Friedensverweigerung bestimmter Machtgruppen ein Ereignis wie Butscha dringend benötigte. Um Ursache und Wirkung in der Öffentlichkeit umkehren zu können.


Diplomatische Bemühungen

Bemühungen der Diplomatie hat es gegeben — vielfältig und von beiden Konfliktseiten gewollt. Es war eine dritte Partei, welche diese Art von Konfliktbewältigung konsequent ablehnte und hinterging. Dieser dritten Partei kam das Ereignis Butscha gerade recht. Damit wurde im westlichen Informationsraum das notwendige Klima für die Fortführung und Eskalation des Krieges gegen Russland bereitet.

Laut den verfügbaren Protokollen bat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj — nur wenige Tage nach Beginn der russischen Intervention — den ehemaligen israelischen Premier Naftali Bennett darum, Kontakt mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin aufzunehmen. Diese bis dahin internen Informationen gab Bennett am 4. Februar 2023 in einem Interview mit dem israelischen Journalisten Hanoch Daum preis (1). Nach Abstimmung mit US-Präsident Joe Biden kam Bennett dem Ansinnen Selenskyjs nach und telefonierte mehrfach mit Wladimir Putin. Schon damals wurden zentrale Punkte für einen möglichen Waffenstillstand ausgetauscht (2).

Zeitgleich verhandelten bereits am 28. Februar 2022 eine ukrainische und russische Delegation im weißrussischen Gomel. Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko übernahm dabei die Rolle des Vermittlers (3). Weitere Treffen gab es am 3. und 7. März. An beiden Tagen traf sich nach eigener Aussage auch der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder mit dem damaligen Verhandlungsführer der ukrainischen Seite, Rustem Umjerow. Von Umjerow war die Initiative für diese Gespräche ausgegangen und er hatte diese mit Grüßen von Selenskyj eröffnet (4, a1).

In den Gesprächen hatte Umjerow die Bereitschaft gezeigt, für Zugeständnisse gegenüber Russland offen zu sein. So brachte er den Verzicht einer ukrainischen NATO-Mitgliedschaft ins Spiel, ebenso die (Wieder-)Anerkennung der russischen Sprache im Donbass. Das entsprach altbekannten wie nachvollziehbaren Forderungen Moskaus. Forderungen, die auch — wenn doch eher beiläufig — in den Massenmedien offengelegt wurden:

„Die Forderungen konzentrierten sich bei den jüngsten Verhandlungen russischer und ukrainischer Vertreter [im März 2022] auf vier Punkte: einen Waffenstillstand, die Aufnahme der ukrainischen Neutralität in die Verfassung der Ukraine und damit ein garantierter Ausschluss eines NATO-Beitritt des Landes, die Anerkennung der Krim als russisches Staatsgebiet sowie die Anerkennung der Volksrepubliken Donezk und Luhansk als unabhängige Staaten.“ (5)

Übersetzt in Klartext heißt das nichts anderes, als dass die NATO als Verlierer aus ihrem Krieg gegen Russland in der Ukraine gegangen wäre, bevor dieser richtig begonnen hätte. Das wäre eine strategische Niederlage mit internationaler Signalwirkung gewesen.

Gerhard Schröder zufolge konnte folgender Konsens zwischen den beiden Seiten hergestellt werden:

  1. Verzicht der Ukraine auf die NATO-Mitgliedschaft, deren Beitrittsbedingungen zu erfüllen, die Ukraine eh nicht imstande war,
  2. Wiedereinführung der Zweisprachigkeit,
  3. Der Donbass bleibt Teil des ukrainischen Staates, allerdings mit weitgehender Autonomie,
  4. Sicherheitsgarantien für die Ukraine,
  5. Anerkennung der russischen Geschichte der Krim und Anerkennung des Status Quo, um langfristig eine tragfähige Lösung zu erarbeiten (6).

Zurück zu den Aktivitäten Bennetts: Am 5. März 2022 flog er auf persönliche Einladung Putins in einem privaten, vom israelischen Geheimdienst bereitgestellten Jet nach Moskau. Russland hatte drei Ziele für seine Intervention ausgegeben: Schutz der russischen Ethnie (vorrangig im Osten der Ukraine), Demilitarisierung und Entfaschisierung der Ukraine. Eines dieser strategischen Ziele war Russland bereit aufzugeben: die Demilitarisierung — und damit implizit sogar die Entfaschisierung. So das Ergebnis des Gesprächs, das zwischen Bennett und Putin im Kreml stattfand. Auch erklärte der russische Präsident ausdrücklich, dass Moskau keinesfalls Selenskyj nach dem Leben trachtete.

Entsprechend informierte Bennett den ukrainischen Präsidenten telefonisch während seiner Weiterreise nach Berlin, wo er sich mit Bundeskanzler Olaf Scholz traf (1i, 7). Das waren abgestimmte diplomatische Aktivitäten. Schließlich hatten Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vier Tage zuvor und Scholz zwei Tage zuvor mit Putin telefoniert und beide wussten sicher um die Mission von Bennett (8).

In einer Rede vor der Rada (dem ukrainischen Parlament) am 8. März 2022 rückte der ukrainische Präsident Wolodymir Selenskyj dann auch von Forderungen nach einem baldigen NATO-Beitritt seines Landes ab und signalisierte Kompromissbereitschaft zum zukünftigen Status der vor allem von der russischen Ethnie bewohnten Gebiete Lugansk, Donezk sowie der Krim (9).

„«Wir können diskutieren und einen Kompromiss finden, wie diese Gebiete weitermachen können.» Wichtig sei, darauf zu achten, wie es den Menschen dort ergehe, die Teil der Ukraine sein wollten. Es handle sich um eine viel kompliziertere Frage als nur um eine Anerkennung.“ (10)

Es ist bemerkenswert, dass Selenskyj damals den Willen der betroffenen Menschen in seine Argumentation einbezog. Er erklärte außerdem seine Bereitschaft, sich persönlich mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu treffen (10i, 11).

Im Gegenzug betonte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa:

„Ziel sei «weder die Besetzung der Ukraine noch die Zerstörung ihrer Staatlichkeit noch der Sturz der aktuellen Führung» unter Präsident Wolodomir Selenskyj.“ (12)

Diese ersten Ansätze hin zu einer Beendigung der bewaffneten Auseinandersetzungen wurden von in die Medien bestellte Claqueure der russophoben Propagandamaschinerie sofort und rundweg als unerfüllbar interpretiert (13).

Am 10. März trafen sich in Antalya (Türkei) die Außenminister Russlands und der Ukraine, Sergej Lawrow und Dmitri Kuleba. Am 29. März 2022 fand im türkischen Istanbul schließlich die vorerst letzte Runde der russisch-ukrainischen Verhandlungen zur Beilegung des Konfliktes zwischen den beiden Ländern statt. In einer proaktiven Geste des guten Willens zog Russland am selben Tag seine Truppen aus den Gebieten nördlich Kiews und im Bereich Tschernigow ab (14).

In den Vereinbarungen von Istanbul — moderiert vom türkischen Präsidenten Recep Erdogan — erklärte sich die Ukraine bereit, in den kommenden fünfzehn Jahren auf alle Versuche zu verzichten, die Krim und den Donbass mit militärischen Mitteln zurückzuerobern. Außerdem versprach sie den Verzicht auf den Beitritt zu militärischen Bündnissen und die Beibehaltung ihres atomwaffenfreien Status. Schließlich sicherte sie zu, keine ausländischen Militärstützpunkte und Kontingente zu stationieren sowie keine Manöver ohne Zustimmung der Garantiestaaten, einschließlich Russlands, durchzuführen (14i, 15, 16). Grundlage dieser Vereinbarungen war ein Positionspapier, das die ukrainische Delegation vorgelegt hatte (17, 18).

Weitere strittige Punkte sollten in persönlichen Verhandlungen zwischen den Staatsführern der Ukraine und Russlands aus der Welt geschafft werden (19). Das Dokument wurde von beiden Seiten paraphiert — auf der ukrainischen Seite von David Arachamija, auf der russischen von Wladimir Medinski (3i).

Das Sprachrohr der mächtigen US-Denkfabrik Council on Foreign Relations (CoFR), Foreign Affairs, berichtete im Sommer 2022:

„Laut mehreren ehemaligen hochrangigen US-Beamten, mit denen wir gesprochen haben, schienen sich die russischen und ukrainischen Unterhändler im April 2022 vorläufig auf die Umrisse einer ausgehandelten Übergangslösung geeinigt zu haben: Russland würde sich auf seine Position vom 23. Februar zurückziehen, als es einen Teil der Donbass-Region und die gesamte Krim kontrollierte, und im Gegenzug würde die Ukraine versprechen, keine NATO-Mitgliedschaft anzustreben und stattdessen Sicherheitsgarantien von einer Reihe von Ländern zu erhalten.“ (20)

Das hätte unter anderem auch bedeutet, dass Russland ohne Kampfhandlungen die Kontrolle über die südukrainischen Gebiete Cherson und Saporoschje wieder an die ukrainische Seite zurückgegeben hätte. Eine ukrainische Offensive, wie jene im Sommer/Herbst 2023, die wohl etwa 100.000 ukrainische Soldaten das Leben gekostet hat, wäre obsolet gewesen!

Bemerkenswertes findet sich auch in einer rückblickenden Aussage des russischen Verhandlungsführers Wladimir Medinski:

„Die Forderung nach der Neutralität der Ukraine und dem Nichtbeitritt zur NATO war sehr wichtig, aber ich möchte betonen, dass zu den unbedingten Forderungen unsererseits auch die Anerkennung der russischen Souveränität über die Krim und die Anerkennung der Unabhängigkeit der Donbass-Republiken gehörte.“ (21)

Demzufolge hatte sich Russland die beiden Republiken (Donbass und Lugansk) zu jenem Zeitpunkt eben nicht „einverleibt“, sie nicht annektiert und damit auch nicht zu Teilen seines Staatsgebietes erklärt. Das ist logisch, denn Russland machte einen solchen Schritt von einem Referendum in den Republiken abhängig. Es berücksichtigte damit das Selbstbestimmungsrecht der Menschen in diesen Regionen.

In möglichen neuen Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland werden die Gebiete des Donbass sowie von Lugansk, Saporoshje und Cherson allerdings kein Verhandlungsgegenstand mehr sein. Nach den dort stattgefundenen Referenden zwischen dem 23. und 27. September 2022 sieht Russland diese Regionen als integralen und nicht zu diskutierenden Bestandteil der Russischen Förderation (22).

Krieg hat Priorität vor dem Frieden

Ausgerechnet in jenen Tagen, als sich konkrete friedliche Lösungen im Ukraine-Konflikt abzeichneten, verschärfte sich der Ton Dritter. Am 24. März 2022 wurde ein Sondergipfel der NATO einberufen (23). Man beachte, dass die Ukraine kein NATO-Mitglied war und ist. Damit ist formal die NATO also überhaupt nicht Teil des Konflikts. Auf diesem, wohl gemerkt, formalen Aspekt basiert bis heute das Narrativ der Wächter des Informationsraumes. Nämlich, dass die NATO nicht Teil des Ukraine-Krieges wäre.

Ungeachtet der intensiven Bemühungen der Konfliktteilnehmer war auf diesem Sondergipfel von einer möglichen diplomatischen Lösung des Konflikts keine Rede. Im Gegenteil: Während NATO-Generalsekretär Stoltenberg behauptete, „man werde alles dafür tun, dass der Konflikt nicht weiter eskaliert“, tat man das genaue Gegenteil. Im Gipfelbeschluss heißt es:

Die Nato-Verbündeten haben ihre Unterstützung verstärkt und werden die sich weiterhin verteidigende Ukraine fortwährend politisch und praktisch unterstützen.“ (24)

„Vergessen“ hatte man in dieser Erklärung, dass der Vorrang auf einer verstärkten militärischen Unterstützung lag und liegt. Dass man nämlich den eigenen Krieg auf ukrainischen Boden gedachte, weiterzuführen. Wozu hatte man schließlich über Jahre investiert, um die Ukraine zu einem NATO-Staat aufzubauen (25 bis 31). Niemand muss sich hier etwas vormachen. Die ukrainischen Streitkräfte und Dienste sind vollständig in die militärischen Strukturen des Westens integriert (32 bis 37) und werden zu großen Teilen von dort aus kontrolliert. Vollzogen war das bereits lange vor der russischen Intervention (38 bis 43). Aktiv probten ukrainische und NATO-Streitkräfte lange vor dem offenen Ausbruch der ukrainisch-russischen Feindseligkeiten für den heißen Krieg (44 bis 48).

Den sich daraus ergebenden Konsequenzen waren sich auch Journalisten durchaus bewusst, so ihnen nicht völlig der Geist von der allgegenwärtigen Propaganda vernebelt worden war:

Damit greift die NATO dann doch in den Krieg ein — sogar immer mehr. Etliche westliche Staaten, darunter Deutschland und Großbritannien, haben der Ukraine viele Tausende neue Panzer- und Flugabwehrraketen versprochen. Auch Aufklärung und Logistik werden verstärkt.“ (24i)

Nein, die Gefahr, dass die NATO in den Ukraine-Konflikt „dann doch eingreife“, besteht und bestand nicht. Das suggeriert nämlich, dass dies bis dahin nicht der Fall gewesen wäre. Doch handelt es sich hier um einen lange vorbereiteten, von der Ukraine aus geführten Stellvertreterkrieg der anglo-amerikanisch geführten NATO. Ein zuvor verdeckter Krieg, dem sich die russische Seite mit ihrer Intervention nun stellte.

Denken wir immer daran, dass die ukrainische und russische Seite in jenen Tagen um eine diplomatische Lösung rangen und dieser sehr nahe gekommen waren. Doch zwei Tage nach dem NATO-Sondergipfel sprach US-Präsident Joe Biden auf einer Massenkundgebung in Warschau. Erneut war keine Rede von den parallel dazu laufenden Bemühungen der Diplomatie. Statt dessen war alles in Bidens Worten auf Krieg gebürstet. Außerdem war er ehrlich. Denn natürlich strebt Washington den Sturz der derzeitigen russischen Regierung an, eines der strategischen Ziele des NATO-Krieges:

Um Gottes willen, dieser Mann [Putin] kann nicht an der Macht bleiben. [Es gehe um eine] große Schlacht zwischen Demokratie und Autokratie, zwischen Freiheit und Unterdrückung, zwischen einer regelbasierten Ordnung und einer, die von brutaler Gewalt bestimmt wird. Wir müssen dabei klar sehen: Diese Schlacht wird nicht in Tagen geschlagen werden oder in Monaten. Wir müssen uns für einen langen Kampf stählen. (49)

In diesen wenigen Sätzen Bidens ist das verlogene westliche, moralisch aufgeblasene Narrativ von weißen Rittern, die für edle Visionen den Kampf gegen die Unholde der Finsternis aufnehmen müssten (!), bestens wiedergegeben. Am 26. März 2022, drei Tage bevor das Istanbuler Kommuniqué verabschiedet wurde, hatte der von Washington und London geführte Westen über seinen greisen Vorsprecher deutlich gemacht, dass er an einer friedlichen Beilegung des Konflikts überhaupt nicht interessiert war. Die ganze westliche Strategie war schließlich über Jahrzehnte hinweg darauf ausgelegt, Russland in diesen Konflikt hineinzuziehen und dann auszuzehren.

Das ist eben das Problem westlicher Narrative: Dass sie mit Lügen durchwebt sind. Während man nicht müde wird zu behaupten, man wäre nicht Teilnehmer des Konflikts und den formalen Status einer Nichtmitgliedschaft der Ukraine in der NATO betont, wird in den propagandistisch aufgezogenen Reden einer Bedrohung der NATO durch Russland das Wort geredet.

Aber die Realität basiert nicht auf formalen Floskeln. Die Realität zeigt uns einen ausgewachsenen Konflikt Russlands mit der NATO, den die NATO seit mindestens einem Jahrzehnt aktiv forciert hat. Der Krieg in der Ukraine hat eben nicht 2022 begonnen, sondern spätestens im Jahre 2014. In diesem Krieg benutzt die NATO die Menschen der Ukraine — mit Verlaub — als Nutzvieh, als Schlachtmasse.

Es ist nicht besonders hilfreich, den Stab über eine ukrainische Führung zu brechen, die sich in entscheidenden Momenten ihrer Geschichte auf den Pakt mit kaltherzig kalkulierenden, psychopathisch angehauchten Mächten eingelassen hatte. Selenskyj zeigte eine durchaus bemerkenswerte Courage, als er einen Tag nach Bidens Rede die Ergebnisse der russisch-ukrainischen Verhandlungen verteidigte. Dies wurde von der russischen Seite gewürdigt, in dem Putin wiederum einen Tag später den Abzug der russischen Truppen aus dem Raum Kiew und weiten Teilen des ukrainischen Nordens ankündigte (1ii).

Teilnehmer der ukrainischen Verhandlungsdelegation berichteten später, dass man bis weit in den April hinein sehr nah an der Beendigung des Krieges durch ein Friedensabkommen gewesen sei, ohne dass man erklärte, was konkret zum Scheitern geführt hätte. Zu ihnen gehörte Alexander Tschaly:

„Es ist uns [damals] gelungen, einen echten Kompromiss zu finden, Putin wollte wirklich eine friedliche Lösung mit der Ukraine erreichen.“ (50)

Wie aber konnte man die ukrainische und westliche Bevölkerung, unter ihnen Selenskyj und seine verhandlungswillige Entourage, trotzdem davon überzeugen, dass eine Fortführung und Eskalation des Krieges vorteilhafter sein würde als dessen Beendigung? Nun, wie immer: Indem man Menschen durch die Vermittlung eines ungeheuerlichen, traumatisierenden Ereignisses in ein Dilemma stürzt und sie damit emotional in die Knie zwingt.

Das notwendige Ereignis

Einen Tag nach dem Abzug der russischen Truppen, also am 31. März 2022, verkündete der Bürgermeister von Butscha, einer Kleinstadt mit etwa 30.000 Einwohnern, sichtlich entspannt und mit keiner Spur eines Entsetzens über ein angebliches oder reales Massaker „die Befreiung“ der Stadt. Das dazu veröffentlichte Video wurde inzwischen bei Youtube entfernt (51). Dabei ist die „Befreiung von Butscha“ ein Propagandamärchen. Wie weiter oben erläutert, war der Abzug der russischen Truppen (auch) aus dieser Stadt eine Geste des guten Willens im Zuge der zu jenem Zeitpunkt erfolgreichen Friedensverhandlungen (52).

Wiederum zwei Tage später, am 2. April, berichteten ukrainische Medien über eine „Säuberungsaktion“ ukrainischer Spezialeinheiten. Auch an diesem Tage war keinerlei Rede davon, dass dort ein Massaker stattgefunden haben sollte. Liest man die folgende Meldung, kann man eher den dunklen Verdacht hegen, dass ein Massaker — so es tatsächlich geschehen war — exakt in der Zeit dieser ukrainischen „Säuberungsaktion“ stattgefunden haben könnte (53):

„In der von den ukrainischen Streitkräften befreiten Stadt Butscha in der Region Kiew haben Spezialkräfte mit einer Räumungsaktion begonnen. Die Stadt wird von Saboteuren und Komplizen der russischen Streitkräfte gesäubert.“ (54)

Am gleichen Tag veröffentlichte die in Butscha einrückende Polizei ein Video, das die dortigen Zerstörungen dokumentiert, aber mit der Ausnahme eines anscheinend im Rahmen von Kampfhandlungen getöteten Soldaten nirgends Tote auf den Straßen der Stadt zeigt. Erst recht nicht solche, die über Tage, gar Wochen hinweg der Verwesung ausgesetzt worden wären, was unter freiem Himmel unweigerlich nach ein bis zwei Tagen beginnen würde (55, 56). Auch ließen die dort zu Wort kommenden Zeugen nichts von russischen Kriegsverbrechen an Zivilisten verlauten (57). Das geschah erst zwei Tage später, als auch zeitgleich die westliche Medienkampagne zu Butscha anlief (58).

Die letzten russischen Militärs waren allerspätestens am 30. März 2022 abgezogen worden. Dann wurden von den ukrainischen Sicherheitskräften bis zum 2. April offensichtlich keine zivilen Opfer von Exekutionen auf den Straßen von Butscha entdeckt — danach schon. Wie ist das möglich?

Westliche „Faktenfinder“ und von Geheimdiensten mit „passenden“ Informationen versorgte Massenmedien waren sich dann nicht zu blöd, die Geschichte so zu manipulieren, dass von russischen Soldaten ermordete Zivilisten wochenlang auf den Straßen vor sich hin verwest wären. Und das bei Temperaturen, die in der Regel deutlich über dem Gefrierpunkt lagen. Jedem unabhängigen Ermittler würden sich bei solchen Behauptungen umgehend die Fußnägel hochrollen (59).

All das riecht förmlich nach einer Inszenierung. Es ist hier nicht der Ort, die vielen Indikatoren der Inszenierung im Detail zu erläutern, andernorts wurde das bereits mit akribischem Aufwand zur Genüge betrieben (60 bis 62). Und westliche Medien haben in ihren „investigativen Enthüllungen“ mitnichten belastbare Indizien für russische Kriegsverbrechen in Butscha vorlegen können (63 bis 67). Nur Eines ist wohl sicher: Es wurden dort Anfang April 2022 Zivilisten umgebracht. Unter welchen Umständen das durch wen geschah, harrt seit zwei Jahren seiner Enthüllung (68, 69).

Die Ungereimtheiten zur veröffentlichten „Wahrheit“ zu Butscha stinken einfach zum Himmel. Wer jedoch tatsächlich die Wahrheit sagt, braucht in diesen Zeiten wieder ein schnelles Pferd — auch und gerade im Wertewesten. Im Falle Butscha war im Prinzip allen Wahrheitssuchenden die Stigmatisierung durch die „Wahrheitswächter“ sicher, was eine Episode verdeutlichen möchte

Ereignisse transportieren — oder verbieten

Ein französischer Journalist wurde Ende September 2022 in der türkischen Hauptstadt Istanbul das Opfer einer Messerattacke. Er heißt Adrien Bocquet, in englischsprachigen Medien oft auch Adrian Boke genannt (70). Vor der Attacke war er bereits medial abgeschlachtet worden. Denn er hatte unverzeihliche Aussagen in den öffentlichen Informationsraum geworfen. Bocquet hatte wochenlang vor Ort in der Ukraine gearbeitet und war dort, seinen Aussagen zufolge, mehrfach mit Kriegsverbrechen faschistoider, nationalistischer Milizen wie dem Asow-Bataillon konfrontiert worden. In dem Interview führte Bocquet aus, dass das Massaker von Butscha inszeniert gewesen sei und dass viele Reporter aus den USA in der Ukraine arbeiten und die inszenierten Szenen filmen würden (71). Bocquet wörtlich:

„Butscha war inszeniert. Die Leichen der Opfer wurden von anderen Orten weggebracht und absichtlich so platziert, dass eine schockierende Aufnahme entstand.“ (72)

Damit dürfte Bocquet die Reporter der weltweit größten Nachrichtenagentur, der American Press (AP), gemeint haben, die in Butscha tatsächlich umgehend nach Abschluss der „Säuberungsaktion“ ukrainischer Spezialkräfte (siehe oben) als Erste am Ort des Geschehens drehen, fotografieren und interviewen durften (73). Überhaupt obliegt AP offensichtlich ein wichtige Rolle in der Gestaltung des narrativen Raumes zum Ukraine-Konflikt, wie auch dessen Berichterstattung jener Tage aus Mariupol vermuten lässt.

Adrien Bocquet, in seiner früheren Vergangenheit Angehöriger einer militärischen Spezialeinheit, versicherte aber auch noch, dass er die während seiner Arbeit vor allem in der Ostukraine aufgenommenen Fotos und Videos als Beweis für die Verbrechen ukrainischer Militärs verwenden werde (72i, a2). Damit war er zum Abschuss freigegeben, erst einmal in seiner Tätigkeit als Journalist. Die Bedrohung seines Lebens kam hinzu, weshalb er inzwischen als russischer Staatsbürger in Russland lebt (74).

Wo es darum geht, die seitens der Macht vorgegebenen Narrative zu bewahren, sind „Faktenfinder“ immer in der Nähe. Einer dieser „Faktenfinder“ spielte sehr gekonnt Bocquets Glaubwürdigkeit herunter, ohne seinerseits das Narrativ von Butscha in irgendeiner Weise mit Belegen untermauern zu können. Dass dieser „Faktenfinder“ namens StopFake seinerseits eine Propagandaklitsche verkörpert, erkennt man bereits an der tendenziösen, moralisierenden Überschrift des Beitrages: „Wie der Franzose Adrien Boquet die russischen Verbrechen in Butscha ‚beschönigt'“ (75, a3).

Woher der Wind bei StopFake weht, erfährt man hier:

„StopFake unterstützt die Initiative »EU vs. Disinfo« als unserem größten Partner, der bereits seit drei Jahren an vorderster Front bei der Bekämpfung von Desinformationsaktivitäten steht. Wir haben »EU vs. Disinfo« begrüßt, als es gegründet wurde — für uns war es ein klares Zeichen, dass die EU die Desinformation ernst nimmt, noch bevor sie [die sogenannte Desinformation] zum Mainstream wurde.“ (76)

StopFake ist das ukrainische Pendant zum Faktenfinder und Correctiv hierzulande. EUvsDisinfo ist ein in Brüssel ansässiges von der EU betriebenes Gehirnwäscheinstitut, das sich also aus öffentlichen Geldern finanziert. Seine Mitarbeiter gehören dem diplomatischen Dienst der EU an und werden vom Hohen Vertreter der EU geführt (77). In dieser EU-Initiative wird verleumdet und gelogen, was das Zeug hält. Für den Autor gilt: Alles, was nicht zweifelsfrei und vorurteilsfrei belegt ist und trotzdem moralisierend behauptet wird, darf in die Kategorie von Lügen eingeordnet werden. EUvsDisinfo ist ein Instrument psychologischer Kriegsführung und fördert massiv den Hass auf Russland (78).

„Bilder sagen mehr als Worte“ heißt es. Daher werden diese auch so gern für manipulative Zwecke verwendet, zum Beispiel in der Werbung, aber eben auch für Kriegspropaganda. Nicht nur die in einem solchen zweckbezogenen Bild enthaltenen subtilen, emotionalen Botschaften sollten uns alarmieren. Diese Bilder sagen uns auch etwas über ihre Urheber. In ihrer Selbstdarstellung entlarvt sich die EU-Klitsche EUvsDisinfo allein durch ihr Titelbild (b1):

Wer sich mit solchen bildlichen Botschaften präsentiert, tut Eines mit Sicherheit nicht: nach der Wahrheit suchen. Und so sind die Entgleisungen der Initiative inzwischen auch Legion.

Wie sich StopFake tatsächlich finanziert, verrät deren Webpräsenz nicht. Dabei ist der „journalistische“ Aufwand, der dort betrieben wird (siehe das Beispiel mit Adrien Bocquet), nicht unerheblich. Erfreulicherweise gibt es in der englischsprachigen Wikipedia einen hätschelnden Eintrag (79) und danach muss man sich auch nicht mehr wundern, warum die Seite bei entsprechender Suche so prominent von der Google-Suchmaschine angezeigt wird.

Wer tatsächlich in der Ukraine journalistisch, investigativ tätig wird, lebt gefährlich. Als Verbindungen von StopFake zur ukrainischen nationalistisch-faschistischen Gang C14 (80) aufgedeckt wurden, musste die dafür verantwortliche investigative Journalistin Ekatarina Sergatskova um ihr Leben fürchten (81). Warum passt das in diese Abhandlung?

Wenn StopFake so leidenschaftlich das gängige Narrativ von Butscha gegen allzu kritische, neugierige Journalisten verteidigt. Wenn zudem das Ereignis Butscha — wonach es nun einmal sehr intensiv riecht — praktisch umgesetzt wurde von extremen ukrainischen Nationalisten. Dann ist es nur logisch, dass die von der EU gepamperten StopFake-Aktivisten ihre Verbindungen zu diesen nicht gern öffentlich preisgeben.

Schlampige Inszenierung

Wenn tatsächlich ukrainische nationalistische Milizen für die in Butscha begangenen Verbrechen verantwortlich sein sollten, dann stellen sich weitere dringende Fragen. Zum Beispiel, ob sie dazu „inspiriert“ wurden und wenn ja, von wem. Oder ob einfach „geeignete“ Medienleute diese Verbrechen mittels ihrer Werkzeuge und der anhängigen Dienste in ein „Unternehmen unter falscher Flagge“ (False Flag) transformierten. Die Art und Weise, wie die Straßen von Butscha medienwirksam mit ermordeten Menschen drapiert wurden, lässt eher das Erste vermuten.

Tony Kevin ist ein australischer Diplomat im Ruhestand. Er war früher Botschafter seines Landes in Polen und Kambodscha und zuvor auch in der australischen Botschaft in Moskau tätig. Solche Leute verfügen über gute Verbindungen zu anderen Diplomaten, Politikern und Geheimdienstleuten und verlieren diese Verbindungen auch nicht, wenn sie aus dem Dienst ausscheiden (siehe auch Seymour Hersh). Kevins Informationen zufolge rückten nach dem Abzug der russischen Truppen tatsächlich Einheiten des faschistoiden Asow-Bataillons in Butscha ein:

„Die Soldaten des fanatisch antirussischen Asow-Bataillons, die in Butscha einmarschiert waren, gingen davon aus, dass von den wenigen Menschen, die während der monatelangen russischen Besetzung in ihren Häusern geblieben waren (die meisten waren vor dem Krieg nach Süden geflohen), viele prorussisch oder zumindest neutral eingestellt waren, das heißt Verräter an der Ukraine.“ (82)

und weiter:

„Während der systematischen nächtlichen Hausdurchsuchungen der Asowschen Truppen nach »Saboteuren und Komplizen«, bei denen verängstigte Menschen ihre Nachbarn verzweifelt als prorussisch denunzierten, fanden harte und gewaltsame summarische Verhöre statt. Einige hätten mit einer sofortigen Hinrichtung geendet — Mord durch einen Schuss. Die Leichen wurden auf die Straße geschleppt — die männlichen Leichen trugen oft noch ihre weißen Armbinden für Nichtkämpfer, die sie während der russischen Besetzung von Butscha zur Sicherheit getragen hatten und die die Asowschen als belastenden Beweis für pro-russische Sympathien angesehen hätten…“ (82i)

Das Ereignis von Butscha entfaltete seine Wirkung über die Medien, nicht etwa durch die Plausibilität des Ereignisses an sich. Eines ist jedenfalls auffällig: Diese Inszenierung des „Massakers von Butscha“ wurde schlampig umgesetzt (83, 84).

Aber das war der Eile geschuldet, weshalb das Stück mit heißer Nadel gestrickt werden musste. Denn mehrere friedensbildende Maßnahmen in kurzer Zeit hatten die kriegstreibenden Strategen im Westen unter enormen Zeitdruck gesetzt. Die Dynamik drohte sich umzukehren in eine stetige Deeskalation. 

Butscha wurde offensichtlich inszeniert, um jeden Prozess hin zu einer friedlichen Lösung des Konflikts zu zerschlagen. Dazu gehörte auch, psychologischen Druck auf die ukrainische Verhandlungsdelegation auszuüben — mit Erfolg, wie sich zeigen sollte.

Die Folgen des Ereignisses Butscha

Wenn man ein Ereignis kreiert, eine virtuelle Realität im Informationsraum zur scheinbar echten Realität werden lässt, dann steckt dahinter natürlich ein Motiv. Deshalb wiederum benötigt man einen Vorwand, um die wahren Motive dahinter zu verbergen, also in der Ursache-Wirkung-Kette das wahre Motiv durch den Vorwand zu ersetzen. Das Ereignis muss stark emotionalisieren. Es muss beide Seiten tiefer in den Krieg ziehen. Es muss so stark wirken, dass die Ängste und Hysterie größer sind als reflektierendes, kritisches Denken zum Ereignis. Dann verbirgt es erfolgreich den Sinn der Kreierung: Zu verschleiern, dass es bei diesem Krieg in Wirklichkeit nicht nur um eine Schwächung Russlands, sondern Europas als Ganzem geht.

Dass so ein Ereignis in das Bewusstsein und vor allem Unterbewusstsein der Menschen eindringt, dafür sorgen erstrangig die Massenmedien und im Falle der gescheiterten Friedensverhandlungen liest sich das dann so:

„Oft haben die Konfliktparteien direkte Gespräche kategorisch ausgeschlossen, das letzte offizielle Treffen wurden nach dem Bekanntwerden des Massakers von Butscha für gescheitert erklärt.“ (85)

Das Ereignis Butscha wurde nie mit seriösen Methoden eines demokratischen Rechtsstaates untersucht. Es durfte nicht untersucht, es musste sofort als unverrückbare Wahrheit verkauft werden. Öffentlich zugelassene und ernsthaft berücksichtigte Zweifel hätten das Konstrukt umgehend in sich zusammenfallen lassen. Das Ganze konnte daher nur funktionieren, wenn die den Informationsraum hauptsächlich befüllenden Massenmedien und die politischen Eliten auf Linie blieben. Und das taten sie. Gerade die Medien taten es vom ersten Tag an und ließen, wieder einmal, alle für solch ein Ereignis gebotenen journalistischen Standards fallen. Ihnen wurde zentral und synchron das Ereignis geliefert und außerdem der Spin vorgegeben, wie über das Ereignis zu berichten wäre.

Eine Welle medialer und politischer Hysterie setzte im Westen ein. Und sage und schreibe einen Tag nach Veröffentlichung des Ereignisses änderten die ukrainischen Spitzenpolitiker deutlich ihre Haltung zu einer möglichen friedlichen Lösung. Ihr Argument und gleichzeitig Vorwand waren die „russischen Verbrechen in Butscha“, die in keiner Weise nachgewiesen worden waren. Außenminister Dmitri Kuleba tönte am 4. April 2022:

„Diplomatie ist unter diesen Umständen kein zentraler Standpunkt einer friedlichen Regelung. Wir müssen Frieden auf dem Schlachtfeld erobern.“ (14ii)

Am 14. April ließ Selenskyj verlauten: dass „Butscha, Borodjanka und Mariupol den Dialog nicht mehr möglich machen“ würden (14iii).

Zwei Tage zuvor tönte eine Parlamentarierin der britischen Konservativen, in infantiler wie zynischer Manier das menschliche Leid in der Ukraine in Kauf nehmend:

„Lieber bewaffnen wir die Ukrainer bis an die Zähne, als dass wir Putin einen Erfolg gönnen.“ (86, a4)

Aus den Informationen des ehemaligen israelischen Premiers Naftali Bennett ging bereits hervor, dass sich Großbritanniens Premier Boris Johnson von Beginn an vehement gegen jede friedliche Lösung des Konflikts gestemmt hatte (2i). Eben jener Boris Johnson erschien am 9. April zu einem Blitzbesuch in Kiew. Dort erklärte er, dass die britische Regierung ein Abkommen mit Sicherheitsgarantien für die Ukraine, an dem Russland beteiligt würde, nicht unterschreiben würde. Statt dessen „ermutigte“ er Kiew, die Kampfhandlungen fortzusetzen und stellte umfangreiche Waffenlieferungen in Aussicht (87, 88). Schon am Tag zuvor hatte die britische und deutsche Regierung ein „Hilfspaket“ militärischer Art für die Ukraine zugesagt. Von Verhandlungen war bei dem gemeinsamen Auftritt der beiden Regierungschefs keine Rede mehr (89).

Gleichzeitig begannen die ukrainischen Unterhändler, das zwischen beiden Seiten abgestimmte und paraphierte Kommuniqué von Istanbul (siehe weiter oben) neu aufzurollen. Das Spiel war so abgekartet wie offensichtlich — selbstredend auch für die russische Führung. Am 8. April reagierte Außenminister Sergej Lawrow.


Stellungnahme von Außenminister Lawrow zur ukrainischen Fassung des Vertragsentwurfs

(Hervorhebungen durch Autor):

„Gestern hat die ukrainische Seite in der Verhandlungsgruppe ihre Fassung des Vertragsentwurfs vorgelegt. Darin zeigt sich jedoch, dass man von den wichtigsten Bestimmungen des Dokuments abwichen ist, das am 29. März in Istanbul vom ukrainischen Chefunterhändler Arachamija unterzeichnet wurde.

In jenem Dokument wurde von der ukrainischen Seite eindeutig formuliert, dass künftige Sicherheitsgarantien für die Ukraine keine Wirkung auf die Krim und Sewastopol entfalten würden. In der gestern vorgelegten Fassung ist diese eindeutige Position nicht mehr gegeben. Dafür werden verschwommene Formulierungen in Bezug auf eine gewisse »effektive Kontrolle« vom Stand 23. Februar vorgeschlagen.

Darüber hinaus will man die Fragen der Krim und des Donbass zum Gegenstand des Gesprächs zwischen dem russischen und ukrainischen Präsidenten machen. Gleichwohl erklärte Präsident Selenskyj mehrmals, dass ein solches Treffen erst nach Beendigung aller Kampfhandlungen möglich sei. Im nächsten Schritt wird die ukrainische Seite sicherlich einen Abzug der Truppen fordern und weitere Vorbedingungen auftürmen. Dieses Kalkül ist durchschaubar. Es ist nicht akzeptabel.

Es sei daran erinnert, dass nach den Gesprächen in Istanbul und in Erwiderung realistischer Ansätze, die in der ukrainischen Position zutage traten, die russischen Streitkräfte im Großraum Kiew und Tschergnigow deeskalierend handelten. Die Deeskalationsmaßnahmen waren als Geste guten Willens und Beitrag zum Gesprächsprozess gedacht. Als Antwort kamen die Provokation in Butscha, die vom Westen sofort zur Rechtfertigung eines weiteren Sanktionspakets instrumentalisiert wurde, sowie die Gräueltaten gegen russische Soldaten seitens der ukrainischen Nationalisten.

Ein weiterer grundsätzlich wichtiger Punkt. Im Dokument, das von Arachamija unterschrieben wurde, steht schwarz auf weiß geschrieben, dass mit Blick auf den neutralen, block- und nuklearfreien Status der Ukraine alle Militärübungen, die mit internationaler Beteiligung stattfinden sollen, nur vorbehaltlich der Zustimmung aller Garantiemächte, einschließlich Russlands, abgehalten werden dürften. Im gestern bei uns eingegangenen  Entwurf ist diese unmissverständliche Bestimmung auch ersetzt worden. Nun geht es um die Möglichkeit, Militärübungen mit mehrheitlicher Zustimmung der Garantiemächte, durchzuführen, ohne dass Russland irgendwie Erwähnung findet.

Diese Vertragsunfähigkeit der ukrainischen Seite ist chronisch geworden. Sie kennzeichnet Kiews wahre Absichten und Ansinnen, die Gespräche zu verschleppen, ja zu torpedieren, indem man von den erreichten Vereinbarungen abweicht. Darin manifestiert sich für uns, dass das Kiewer Regime unter Kontrolle Washingtons und dessen Verbündeter steht, die Präsident Selenskyj zur Fortsetzung der Feindseligkeiten anstiften. Allen Provokationen zum Trotz wird die russische Delegation den Gesprächsprozess fortführen und sich für unsere Fassung des Vertragsentwurfs einsetzen, in der alle wichtigsten Bestimmungen und Forderungen eindeutig und vollumfänglich formuliert sind.“ (90)


In den Tagen und Wochen nach dem Ereignis Butscha wurde im NATO-Westen die selbstmörderische Entscheidung gefällt, Russland zu besiegen — nicht nur auf dem ukrainischen Schlachtfeld. Man ging aufs Ganze, und das in maßloser Überschätzung der eigenen Potenziale. Milliarden Dollar, Pfund und Euro wurden in jenen Wochen in das bodenlose Kriegsfass Ukraine gestopft (91). All das begleitet und gestützt von der massenmedial befeuerten Empörungspropaganda über angebliche russische Kriegsverbrechen in Butscha, Kramatorsk und Mariupol — ganz vorn mit dabei: die öffentlich-rechtlichen Medien Deutschlands (92).

Jeder Krieg beginnt mit Lügen. Doch lässt sich das erweitern: Jede Eskalation von Kriegen wird durch Lügen eingeleitet. Provokationen wie damals in Butscha schaffen die geeignete Stimmung im öffentlichen Informationsraum, um die Lügen in den geschockten Köpfen der Konsumenten zur scheinbaren Wahrheit werden zu lassen.

Seit Butscha wurden alle diplomatischen Bemühungen zur friedlichen Lösung des Konflikts im westlichen Informationsraum entweder verschwiegen oder diskreditiert (93, 94) und statt dessen unentwegt an der Eskalationsschraube zur Verschärfung des Krieges gedreht. Die Gesamtsituation auf dem Kriegsschauplatz änderte sich nur wenig, die Überlegenheit der russischen Streitkräfte auf dem Schlachtfeld ist unübersehbar. Aber die Kosten haben sich dramatisch erhöht. In erster Linie sind es Menschen, die Toten, Verletzten, Traumatisierten.

Diplomatische Zeugen

Gerhard Schröder:

„Es konnte nichts passieren, denn alles Weitere wurde in Washington entschieden. Das war fatal. […] Die Einzigen, die den Krieg regeln könnten gegenüber der Ukraine, sind die Amerikaner. Bei den Friedensverhandlungen im März 2022 in Istanbul mit dem heutigen ukrainischen Verteidigungsminister Rustem Umjerow haben die Ukrainer keinen Frieden vereinbart, weil sie nicht durften. Sie mussten bei allem, was sie beredeten, zuerst bei den Amerikanern nachfragen.“ (6i)

Naftali Bennett auf die Frage, ob die westlichen Verbündeten die ukrainisch-russische Friedensinitiative letztlich blockiert hätten:

„Im Grunde genommen, ja. Sie haben es blockiert, und ich dachte, sie hätten unrecht. […] Ich behaupte, dass es eine gute Chance auf einen Waffenstillstand gab, wenn sie ihn nicht verhindert hätten. […] Ich hatte damals den Eindruck, dass beide Seiten großes Interesse an einem Waffenstillstand hatten. […] Ein Waffenstillstand sei damals in greifbarer Nähe gewesen, beide Seiten waren zu erheblichen Zugeständnissen bereit“ (2ii, 91i)

Mevlüt Cavusoglu, damaliger türkischer Außenminister, in einem Interview mit der CNN-Turk am 20. April 2022:

„Einige NATO-Staaten wollten, dass der Ukrainekrieg weitergeht, um Russland zu schwächen.“ (95)

Oleksij Arestowytsch, früherer Berater des Präsidenten Selenskyj:

„Denn ein solches Paket — und die Russen haben auch einer politischen Diskussion über die Krim zugestimmt, für eine Sekunde haben sie fast einen Akt der Niederlage für Russland unterzeichnet. Wir haben dort auch Zugeständnisse gemacht, aber die Menge an Zugeständnissen, die sie gemacht haben, war noch nie da gewesen. Das wird nie wieder passieren.“ (21i)

Dawyd Arachmija, Chefunterhändler der ukrainischen Delegation in Istanbul:

„Die Russen waren bereit, den Krieg zu beenden, wenn wir — wie einst Finnland — der Neutralität zugestimmt und uns verpflichtet hätten, der Nato nicht beizutreten.“ (96)

Auf einem Treffen mit afrikanischen Staatsführern im Juni 2023 sagte Russlands Präsident Wladimir Putin:

„Russland hat sich nie geweigert, zu verhandeln. [Es gab] eine ganze Reihe von Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine in der Türkei […], […] um vertrauensbildende Maßnahmen zu entwickeln und den Vertragstext selbst vorzubereiten. Es gab keine Vereinbarung mit der ukrainischen Seite, dass dieser Vertrag vertraulich sein sollte, aber wir haben ihn nie publiziert oder kommentiert. Der Entwurf dieses Vertrages wurde vom Leiter der Verhandlungsgruppe aus Kiew paraphiert — er hat seine Unterschrift gesetzt. […] hier ist er. Er heißt: »Vertrag über die ständige Neutralität und Sicherheitsgarantien für die Ukraine«. […] Er besteht aus 18 Artikeln.“ (97)

Und weiter:

„Darüber hinaus gibt es auch Anhänge zu diesem Vertrag. Sie befassen sich mit den Streitkräften, aber auch mit anderen Dingen, […]. Alles ist genau beschrieben, bis hin zu den Einheiten der militärischen Ausrüstung und dem Personal der Streitkräfte. Hier ist dieses Dokument, und es wurde von der Delegation aus Kiew paraphiert. Es ist unterschrieben.“ (97i)

Um schließlich das Fazit zu ziehen:

„Aber nachdem wir unsere Truppen wie zugesagt aus Kiew abgezogen hatten, haben die Kiewer Behörden, wie es ihre Herren gewöhnlich tun, alles auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen, um es vorsichtig auszudrücken, und ich werde versuchen, es intelligent zu formulieren. Sie haben [ihre Zusagen] zurückgezogen. Wo ist die Garantie, dass sie sich nicht auch weiterhin von anderen Vereinbarungen verabschieden werden? Aber selbst unter diesen Bedingungen haben wir uns nie geweigert, zu verhandeln.“ (97ii)

Fazit

Der Verfasser dieses Artikels vertritt die Ansicht, dass das Ereignis Butscha eine eher hastig geplante Inszenierung Jener war, die einen sichtbar ins Rollen gekommenen Friedensprozess zur Lösung des akuten militärischen Konflikts zwischen Russland und der Ukraine abwürgen wollten. Welche Rolle dabei Verbindungen zwischen extrem nationalistischen, permanent die Regierung in Kiew unter Druck setzenden ukrainischen Milizen und westlichen Diensten mitspielten, ist eine offene Frage und einer gründlichen Untersuchung wert. Denn der mörderische Coup in Butscha korrelierte einfach zu stark mit dem orchestrierten Einsetzen der westlichen Propagandamaschinerie und der im Gleichschritt erfolgenden Eskalation des Krieges durch die westliche Politik (86i).

„Der Erfolg der »Desinformationskriegsführung« beruht häufig auf einer anfänglichen, massiv koordinierten Präsentation einer einfachen, aber falschen Geschichte in den Weltmedien, die später durch kein noch so gutes wissenschaftliches und rationales Argument entkräftet werden kann. Eine solche Geschichte wird so formuliert, dass sie an emotionale Auslöser appelliert, die die Menschen wütend machen und aufhetzen, bevor sie die Chance haben, zu überprüfen, ob die Geschichte wahr ist…“ (98)

Letztlich zeigt auch diese Episode, dass „der ukrainische Verteidigungskrieg gegen die russischen Aggressoren“ haupsächlich als grundlegendes Narrativ zur informellen Kriegsführung gegen die Bevölkerungen in den westlichen, vor allem EU-Staaten angelegt ist. So bringt man Menschen auf Linie — und in den Krieg. (Fast) nichts geschieht in der Politik zufällig und Butscha passt leider auch sehr gut in die NATO-Konzepte kognitiver Kriegsführung (Hervorhebung durch Autor):

„Die kognitive Kriegsführung umfasst Aktivitäten, die in Abstimmung mit anderen Machtinstrumenten durchgeführt werden, um Einstellungen und Verhaltensweisen durch Beeinflussung, Schutz oder Störung der kognitiven Fähigkeiten des Einzelnen, der Gruppe oder der Bevölkerung zu beeinflussen, um einen Vorteil gegenüber dem Gegner zu erlangen. Mit dem Ziel, die Wahrnehmung der Realität zu verändern, ist die Manipulation der gesamten Gesellschaft zu einer neuen Norm geworden, wobei sich die menschliche Kognition zu einem entscheidenden Bereich der Kriegsführung entwickelt. […] Das Alliierte Kommando für Fragen der Umgestaltung bildet NATO-Streitkräfte zum Thema kognitive Kriegführung aus, arbeitet mit ihnen zusammen, schützt sie und gestaltet sie […].“ (99)

Das Ereignis Butscha hat einmal mehr gezeigt, was in der Ukraine tatsächlich stattfindet: ein ausgewachsener NATO-geführter Krieg des „kollektiven Wertewestens“ gegen Russland. Ein noch dazu doppelbödiger Krieg, weil die strategischen Steuermänner in Washington und London gar nicht nebenbei ein perfides Spiel zur dauerhaften Schwächung eines zwischenzeitlich wirtschaftlich zu mächtig gewordenen Konkurrenten betreiben — des EU-Europas. Man braucht einen großen Blick. Der hilft uns, zu erkennen, dass der Krieg in der Ukraine Teil eines strategischen Konflikts ist, der aus dem Machtstreben anglo-amerikanischer Eliten erwachsen ist (100).

Abschließend sei auf eine parlamentarische Anfrage mehrerer Abgeordneter von der Partei Die Linke an die Bundesregierung verwiesen, in der sie 2023 Informationen zu den diplomatischen Bemühungen im Frühjahr 2022 anforderten. Schließlich hatte sich Naftali Bennett im Rahmen dieser Aktivitäten direkt mit Bundeskanzler Olaf Scholz in Berlin getroffen (siehe ganz oben). Die Antwort lautete sinngemäß: Wir wissen nichts, wir sagen nichts und im Grunde haben wir im Rahmen dieser Aktivitäten zur friedlichen Konfliktlösung auch keinerlei aktive Rolle gespielt (101).

Bitte bleiben Sie schön aufmerksam, liebe Leser.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung — Nicht kommerziell — Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen — insbesondere der deutlich sichtbaren Verlinkung zum Blog des Autors — kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei internen Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.

(a1) Dass Selenskyj die Kontakte zwischen Umjerow und Schröder mitinitiierte und unterstützte, ist bemerkenswert. So doch der ukrainische Präsident Monate später in äußerst beleidigender Art und Weise über den deutschen Altkanzler herzog, als dieser Russland eine Verhandlungsbereitschaft attestierte (102).

(a2) Die Übersetzungen aus dem Englischen und Russischen erfolgten unter Zuhilfenahme von DeepL.com.

(a3) Die Falschschreibung des Nachnamens von Adrien Bocquet aus StopFake-Überschrift zitiert.

(a4) „Lieber bewaffnen wir die Ukrainer bis an die Zähne, als dass wir Putin einen Erfolg gönnen.“: Das ist infantil. Es ist die nicht vorhandene Reife von Erwachsenen, die also Kindern zustehende charakterliche Merkmale aufgrund mangelhafter Sozialisierung nicht ablegen und so auch nicht persönliche Niederlagen verarbeiten können. Statt dessen wird mit Trotz und Füßen aufstampfend rücksichtslos dem angeblichen Gewinner das (kindheitsbezogen) verloren gegangene Spielzeug kaputt gemacht.

(1 bis 1ii) 17.11.2023; Emma; Michael von der Schulenburg; Ukraine, der Frieden war nah!; https://www.emma.de/artikel/ukraine-frieden-war-greifbar-340721

(2 bis 2ii) 06.02.2023; Berliner Zeitung; Fabian Scheidler; Naftali Bennett wollte den Frieden zwischen Ukraine und Russland: Wer hat blockiert?; https://www.berliner-zeitung.de/open-source/naftali-bennett-wollte-den-frieden-zwischen-ukraine-und-russland-wer-hat-blockiert-li.314871

(3, 3i) 20.04.2024; Neue Zürcher Zeitung; Samuel Charap, Sergei Radschenko; Russland und die Ukraine wollten den Krieg gleich zu Beginn beenden — und verpassten diese einmalige Chance; https://www.nzz.ch/international/wie-russland-und-ukraine-eine-chance-verpassten-den-krieg-zu-beenden-ld.1827138

(4) 21.10.2023; Berliner Zeitung; Tomasz Kurianowicz, Moritz Eichhorn; Gerhard Schröder im Interview: So scheiterten die Friedensverhandlungen zwischen Ukraine und Russland; https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/gerhard-schroeder-im-exklusiv-interview-was-merkel-2015-gemacht-hat-war-politisch-falsch-li.2151196; hinter Bezahlschranke

(5) 08.03.2022; ARD-Tagesschau; Moskaus Forderungen kommen Kapitulation gleich; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-russland-krieg-fluchtkorridore-101.html

(6, 6i) 25.10.2023; Infosperber; Gerhard Schröder: USA haben Ende des Ukraine-Krieges verhindert; https://www.infosperber.ch/politik/welt/gerhard-schroeder-usa-haben-ende-des-ukraine-kriegs-verhindert/

(7) 04.02.2023; Naftali Bennett; https://www.youtube.com/watch?v=qK9tLDeWBzs&ab_channel=%D7%A0%D7%A4%D7%AA%D7%9C%D7%99%D7%91%D7%A0%D7%98%7CNaftaliBennett

(8) 01.09.2023; Substack; Petra Erler; Rückblick März 2022: Wer kein schnelles Kriegsende in der Ukraine wollte; https://petraerler.substack.com/p/ruckblick-marz-2022-wer-kein-schnelles

(9) 08.03.2022; ARD-Tagesschau; Sicherheitsgarantien statt NATO-Beitritt; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-selenskyj-nato-sicherheitsgarantien-101.html

(10, 10i) 08.03.2022; ZDF, dpa, AFP; NATO-Verzicht für Sicherheitsgarantien; https://web.archive.org/web/20220308181015/https://www.zdf.de/nachrichten/politik/sicherheitsgarantien-nato-ukraine-krieg-russland-100.html

(11) 08.03.2022; Welt; Selenskyj zu Gesprächen über Donbass und Krim bereit; https://www.welt.de/politik/ausland/article237394831/Selenskyj-Zu-Gespraechen-mit-Russland-ueber-Krim-und-Donbass-bereit.html

(12) 09.03.2022; BR24; Ukraine-Verhandlungen: Signale aus Moskau und Kiew; https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/verhandlungen-im-ukraine-krieg-hoffnung-auf-annaeherung-zwischen-moskau-und-kiew,SzZyM2Y

(13) 21.10.2023; Berliner Zeitung, dpa; Schröder: Ukrainer durften keinen Frieden vereinbaren; https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/schroder-ukrainer-durften-keinen-frieden-vereinbaren-li.2151502

(14 bis 14iii) 31.03.2023; RT deutsch; Rafael Farchutinow; Wie der Westen der Ukraine verbot, mit Russland zu verhandeln; https://freeassange.rtde.life/international/166672-wie-westen-ukraine-verbot-mit/

(15) 29.03.2022; Faridaily; Farida Rustamova (Übersetzung ins Englische von Kevin Rothrock); Ukraine’s 10-point plan; https://faridaily.substack.com/p/ukraines-10-point-plan

(16) 16.06.2024; Southfront; Full Text of Draft Ukraine-Russia Treaty From April 2022 Revealed; https://southfront.press/full-text-of-draft-ukraine-russia-treaty-from-april-2022-revealed/

(17) 04.11.2023; Brave New Europe; Hajo Funke, Harald Kujat, Michael von der Schulenburg; Das folgenschwere Scheitern der ukrainisch-russischen Friedensverhandlungen im März/April 2022; https://braveneweurope.com/michael-von-der-schulenburg-hajo-funke-harald-kujat-frieden-fur-ukraine

(18) 29.03.2022; Vereinbarungen von Istanbul; https://peds-ansichten.de/wp-content/uploads/2024/06/2022_Ukraine-Russland_Friedensverhandlungen_Istanbul.pdf

(19) 28.10.2022; Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP); Sabine Fischer; Friedensverhandlungen im Krieg zwischen Russland und der Ukraine: Mission impossible; https://www.swp-berlin.org/10.18449/2022A66/

(20) 25.08.2022; Foreign Affairs; Fiona Hill, Angela Stunt; The World Putin Wants; https://www.foreignaffairs.com/russian-federation/world-putin-wants-fiona-hill-angela-stent

(21, 21i) 30.11.2023; Reporter; Sergej Marschetski; Why did Ukraine begin to regret the peace agreement that was not signed in Istanbul?; https://en.topcor.ru/41836-pochemu-na-ukraine-stali-zhalet-o-ne-podpisannom-v-stambule-mirnom-soglashenii.html

(22) 20.09.2022; Neue Zürcher Zeitung; Markus Ackeret; Kehrtwende im Kreml — die „Volksrepubliken“ im Donbass und die besetzten Gebiete stimmen über den Anschluss an Russland ab; https://www.nzz.ch/international/ukraine-krieg-volksabstimmungen-in-donezk-und-luhansk-ld.1703630

(23) 23.03.2022; NATO; Extraordinary NATO Summit; https://www.nato.int/cps/en/natolive/news_193325.htm

(24, 24i) 24.03.2022; taz; Eric Bonse; Mehr Waffen für die Ukraine; https://taz.de/Nato-Sondergipfel-in-Bruessel/!5843970/

(25) 26.02.2013; Länder-Analysen; Taras Kuzio; Die Sicherheitspolitik der Ukraine und ihre Beziehungen zur NATO; https://laender-analysen.de/ukraine-analysen/113/die-sicherheitspolitik-der-ukraine-und-ihre-beziehungen-zur-nato/

(26) 22.11.2021; bpb; Bettina Renz, Sarah Whitmore; Analyse: Kooperation im Bereich der Militärreform zwischen NATO und Ukraine seit 2014; https://www.bpb.de/themen/europa/ukraine/343743/analyse-kooperation-im-bereich-der-militaerreform-zwischen-nato-und-ukraine-seit-2014/

(27) 2018; NATO’s Support to Ukraine, Brief Guide; https://eesri.org/wp-content/uploads/2018/12/NATO_Support_UA_leaflet2018_EESRI_ENG_web.pdf

(28) 28.11.2021; ukdj; J. Victor Tossini; A look at the UK’s strategic partnership with Ukraine; https://ukdefencejournal.org.uk/a-look-at-the-uks-strategic-partnership-with-ukraine/

(29) Juli 2016; NATO; Comprehensive Assistance Package for Ukraine; https://www.nato.int/nato_static_fl2014/assets/pdf/pdf_2016_09/20160920_160920-compreh-ass-package-ukra.pdf

(30) 31.05.2021; Deutscher Bundestag; Bundestagsdrucksache 19/30180; Antwort der Bundesregierung auf Kleine Anfrage der Abgeordneten Robby Schlund, Armin-Paulus Hampel, Roland Hartwig und weiterer sowie der Fraktion der AfD; Risiko einer militärischen Eskalation in Europa; https://dserver.bundestag.de/btd/19/301/1930180.pdf

(31) 07.02.2019; Verkhovno Rada of Ukraine; Document 2680-VIII; https://zakon.rada.gov.ua/laws/show/2680-19?lang=en

(32) Februar 2022; NATO; NATO-Ukraine relations; https://www.nato.int/nato_static_fl2014/assets/pdf/2022/2/pdf/220214-factsheet_NATO-Ukraine_Relations_.pdf

(33) 27.01.2022; U.S. Naval Institute; Report to Congress on Ukrainian Armed Forces; https://news.usni.org/2022/01/27/report-to-congress-on-ukrainian-armed-forces

(34) 16.02.2021; Atlantic Council; Dmytro Kuleba; Why is Ukraine still not in NATO?; https://www.atlanticcouncil.org/blogs/ukrainealert/why-is-ukraine-still-not-in-nato/

(35) 12.04.2021; Foreign Policy; Olga Stefanishyna; Ukraine Needs a Clear Path to NATO Membership; https://foreignpolicy.com/2021/04/12/ukraine-nato-membership-path-russia-border-georgia/

(36) 10.10.2020; The Guardian; Patrick Wintour; UK willing to provide Ukraine with lethal weapons, says president’s aide; https://www.theguardian.com/world/2020/oct/09/uk-willing-to-provide-ukraine-with-lethal-weapons-says-presidents-aide

(37) 08.04.2021; Die Zeit; Wolodymyr Selenskyj fordert NATO-Beitritt für den „einzigen Weg, um den Krieg im Donbass zu beenden“; https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-04/ukraine-wolodymyr-selenskyj-nato-ostukraine-konflikt-sergej-lawrow; Artikel hinter Cookie/Bezahl-Schranke

(38) 28.11.2023; Government of Canada; Operation UNIFIER; https://www.canada.ca/en/department-national-defence/services/operations/military-operations/current-operations/operation-unifier.html

(39) 13.01.2022; yahoo!news; Zach Dorfman; CIA-trained Ukrainian paramilitaries may take central role if Russia invades; https://news.yahoo.com/cia-trained-ukrainian-paramilitaries-may-take-central-role-if-russia-invades-185258008.html

(40) 17.03.2022; Daily Mail; Lizzi May; CIA veterans trained Ukrainian snipers during secret trips to the country after Russia invaded the Crimea peninsula in 2014, it is claimed; https://www.dailymail.co.uk/news/article-10624155/CIA-veterans-trained-Ukrainian-snipers-secret-trips-Crimea-peninsula-invasion-2014.html

(41) 16.03.2022; yahoo!news; Zach Dorfman; Exclusive: Secret CIA training program in Ukraine helped Kyiv prepare for Russian invasion; https://news.yahoo.com/exclusive-secret-cia-training-program-in-ukraine-helped-kyiv-prepare-for-russian-invasion-090052743.html

(42) 26.01.2017; britische Regierung, britische Botschaft in Kiew; UK programme assistance to Ukraine 2016–2017; https://www.gov.uk/government/news/uk-programme-assistance-to-ukraine-2016-2017

(43) 04.03.2022; JANES; Andrew White; Ukraine conflict: Ukrainian special operations forces in focus; https://www.janes.com/defence-news/news-detail/ukraine-conflict-ukrainian-special-operations-forces-in-focus

(44) 04.11.2019; britische Regierung; Defence Secretary announces extension of UK training mission to Ukraine; https://www.gov.uk/government/news/defence-secretary-announces-extension-of-uk-training-mission-to-ukraine

(45) 11.01.2019; Ukrainian Navy; Strategy of the Naval Forces of the Armed Forces of Ukraine 2035; https://navy.mil.gov.ua/en/strategiya-vijskovo-morskyh-syl-zbrojnyh-syl-ukrayiny-2035/

(46) 20.05.2021; bpb; Daria Isachenko; Analyse: Türkei-Ukraine Beziehungen: Was steckt dahinter?; https://www.bpb.de/themen/europa/ukraine/333461/analyse-tuerkei-ukraine-beziehungen-was-steckt-dahinter/

(47) 19.08.2020; Defense Brief; UK to lead major training initiative for Ukrainian Navy; https://defbrief.com/2020/08/19/uk-to-lead-major-training-initiative-for-ukrainian-navy/

(48) August 2020; Navy Recognition; UK launches multinational maritime training initiative for the Ukrainian Navy; https://www.navyrecognition.com/index.php/news/defence-news/2020/august/8864-uk-launches-multinational-maritime-training-initiative-for-the-ukrainian-navy.html

(49) 17.01.2022; NATO; NATO and Ukraine reaffirm commitment to technical cooperation; https://www.nato.int/cps/en/natohq/news_190906.htm

(50) 26.03.2022; Redaktionsnetzwerk Deutschland (rnd); „Dieser Mann kann nicht an der Macht bleiben“: Die wichtigsten Aussagen der Biden-Rede in Warschau; https://www.rnd.de/politik/historische-rede-von-joe-biden-was-der-us-praesident-in-warschau-verkuendet-hat-RJIWQ3M2CT3CDKSJMAFWZ7HW3E.html

(51) 28.12.2023; tass; https://tass.ru/mezhdunarodnaya-panorama/19648015; Übersetzung: Anti-Spiegel; Thomas Röper; Ein Mitglied der Kiewer Delegation hat zugegeben, dass Russland und die Ukraine im Frühjahr 2022 dem Frieden nahe waren; https://www.anti-spiegel.ru/2023/ein-mitglied-der-kiewer-delegation-hat-zugegeben-dass-russland-und-die-ukraine-im-fruehjahr-2022-dem-frieden-nahe-waren/; Originalquelle: https://tass.ru/mezhdunarodnaya-panorama/19648015

(52) 01.04.2022; LB.ua; Віра Перун, Автор новин; Буча – вільна від російських окупантів, – Федорук; https://lb.ua/society/2022/04/01/511948_bucha_vilna_vid_rosiyskih.html

(53) 29.11.2023; RT deutsch; Dagmar Henn; Warum Butscha? Weil Frieden für den Westen nicht auf der Tagesordnung stand; https://pressefreiheit.rtde.live/meinung/188318-zurueck-nach-butscha/

(54) 22.02.2022; Orbisnjus; US-Kriegsexperte: „Butscha Protagonisten frisch getötet“; https://orbisnjus.com/2022/04/22/us-kriegsexperte-butscha-protagonisten-frisch-getoetet-verwesungsgrad-nach-zwei-wochen-laesst-leichname-zerbersten-saeuberungsaktion-ukrainischer-nationalgarde-wahrscheinlichstes-szena/; siehe auch: https://southfront.press/why-bucha-massacre-was-staged-u-s-military-analist/

(55) 02.04.2022; LB.ua; Special Forces Regiment SAFARI Begins Clearing Operation in Bucha from Saboteurs and Accomplices of Russia – National Police; https://en.lb.ua/news/2022/04/02/12441_special_forces_regiment_safari.html

(56) 04.04.2022; New York Times; https://pbs.twimg.com/media/FPh2_HzXMAMzrO3.jpg

(57) 04.04.2022; Threadreader, Twitter; antiwar_soldier; A thread on Buch incident; https://threadreaderapp.com/thread/1511086358110027791.html

(58) 04.04.20222; ntv; Überlebende schildern Gräuel von Butscha; https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Uberlebende-schildern-Graeuel-von-Butscha-article23245478.html

(59) 05.04.2022; ntv; Satellitenbilder zeigen: Leichen lagen seit Wochen in Butscha; https://www.n-tv.de/politik/Satellitenbilder-zeigen-Leichen-lagen-seit-Wochen-in-Butscha-article23246324.html

(60) 02.04.2022; Буча – зачистка міста від окупантів спецпризначенцями Національної поліції; https://www.youtube.com/watch?v=9MNuMJNIS64&ab_channel=%D0%A3%D0%BA%D1%80%D0%B0%D1%97%D0%BD%D1%81%D1%8C%D0%BA%D0%B0%D0%BF%D1%80%D0%B0%D0%B2%D0%B4%D0%B0; hinter Registrierschranke

(61) 07.04.2022; Publikumskonferenz; Maren Müller; Programmbeschwerde – Massaker in der Ukraine?; https://publikumskonferenz.de/forum/viewtopic.php?f=30&t=3325

(62) 05.04.2022; Orbisnjus; Butscha-Massaker oder Inszenierung? Videobeweise, die gegen Massenmord durch russische Armee sprechen; https://orbisnjus.com/2022/04/05/butscha-massaker-oder-inszenierung-videobeweise-die-gegen-massenmord-durch-russische-armee-sprechen/

(63) 25.04.2022; RT deutsch; Dagmar Henn; Obduktionen zu Butscha: Kein Massaker, keine Russen…; https://freedert.online/meinung/136994-obduktionen-zu-butscha-kein-massaker/

(64) 18.04.2022; The Washington Post; Alex Horton; Lethal darts were fired into a Ukrainian neighborhood by the thousands; https://www.washingtonpost.com/world/2022/04/18/flechette-projectile-ukraine-russia/

(65) 24.04.2023; The Guardian; Lorenzo Tondo; Dozens of Bucha civilians were killed by metal darts from Russian artillery; https://www.theguardian.com/world/2022/apr/24/dozens-bucha-civilians-killed-flechettes-metal-darts-russian-artillery

(66) 29.11.2023; RT deutsch; Dagmar Henn; Warum Butscha? Weil Frieden für den Westen gerade nicht auf der Tagesordnung stand; https://freedert.online/meinung/188318-zurueck-nach-butscha/

(67) 25.04.2022; Anti-Spiegel; Thomas Röper; Die Lüge von Butscha fällt zusammen, aber die Medien spielen das Spiel weiter; https://www.anti-spiegel.ru/2022/die-luege-von-butscha-faellt-zusammen-aber-die-medien-spielen-das-spiel-weiter/

(68) 23.12.2023; RT deutsch; Dagmar Henn; New York Times zu Butscha: acht Monate und kein bisschen weiter; https://pressefreiheit.rtde.live/meinung/158023-new-york-times-zu-butscha/

(69) 09.04.2022; RT deutsch; Scott Ritter; Die Wahrheit über Butscha liegt irgendwo da draußen; https://freedert.online/meinung/135750-wahrheit-uber-butscha-liegt-irgendwo/

(70) 28.09.2022; Global Euronews; Frenchman Adrian Boke Who Told the Truth About SBU Atrocities in Bucha Attacked in Turkey; https://globaleuronews.com/2022/09/28/frenchman-adrian-boke-who-told-the-truth-about-sbu-atrocities-in-bucha-attacked-in-turkey/

(71) 2022; Youtube; Tsche Buraschka; Adrien Bocquet spricht über seinen 16 tägigen Einsatz in der Ukraine.; https://www.youtube.com/watch?v=DcAOCOWlvRI

(72, 72i) 12.05.2022; Southfront; FRENCH VOLUNTEER, OUTRAGED BY LIES OF WESTERN MEDIA, REVEALED TRUTH ABOUT WAR CRIMES IN UKRAINE; https://southfront.press/french-volunteer-outraged-by-lies-of-western-media-revealed-truth-about-war-crimes-in-ukraine/

(73) 04.04.2022; ARD-Tagesschau; Was über die Gräuel in Butscha bekannt ist; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/butscha-graeueltaten-101.html

(74) 24.03.2023; Top War; French journalist covering the liberation of Donbass became a citizen of Russia; https://en.topwar.ru/213571-osveschavshij-sobytija-na-donbasse-francuzskij-zhurnalist-stal-grazhdaninom-rf.html

(75) 14.05.2022; StopFake; Wie der Franzose Adrien Boquet die russischen Verbrechen in Butscha „beschönigt“; https://www.stopfake.org/de/wie-der-franzose-adrien-boquet-die-russischen-verbrechen-in-butscha-beschonigt/

(76) 31.03.2018; StopFake; StopFake unterstützt die EastStratCom Task Force Initiative „EU vs. Disinfo“; https://www.stopfake.org/de/stopfake-unterstuetzt-die-east-stratcom-task-force-initiative-eu-vs-disinfo/

(77) EUvsDiSiNFO; Über uns; https://euvsdisinfo.eu/de/about-de/; abgerufen: 07.06.2024

(78) 05.07.2023; EUvsDiSiNFO; „Gegen die fortlaufenden Desinformationskampagnen von Russland vorgehen“: acht Jahre EUvsDisinfo; https://euvsdisinfo.eu/de/gegen-die-fortlaufenden-desinformationskampagnen-von-russland-vorgehen-acht-jahre-euvsdisinfo/

(79) https://en.wikipedia.org/wiki/StopFake; abgerufen: 07.06.2024

(80) 15.11.2017; Лига.Новини; С14. Кто они и почему им позволено бить людей; https://news.liga.net/politics/interview/s14_kto_oni_i_pochemu_im_pozvoleno_bit_lyudey

(81) 14.07.2020; The Independent; Oliver Carroll; Ukrainian journalist forced to flee following threats from far-right; https://www.independent.co.uk/news/world/europe/ukraine-journalists-threats-neo-nazis-far-right-a9618821.html

(82, 82i) 18.04.2022; Boundless Ocean of Politics; Koushik Das; Russia-Ukraine War: The Nazi Angle; https://boundlessoceanofpolitics.co.in/2022/04/18/russia-ukraine-war-the-nazi-angle/

(83) 15.04.2022; Anti-Spiegel; Thomas Röper; Weitere Videos beweisen: Beim Abzug der russischen Armee gab es keine Leichen in Butscha; https://anti-spiegel.com/2022/weitere-videos-beweisen-beim-abzug-der-russischen-armee-gab-es-keine-leichen-in-butscha/

(84) 04.04.2022; Russische Botschaft in Deutschland; Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums zur Provokation des Kiewer Regimes in Butscha; https://germany.mid.ru/de/aktuelles/pressemitteilungen/erkl_rung_des_russischen_verteidigungsministeriums_zur_provokation_des_kiewer_regimes_in_butscha/

(85) 26.02.2024; ZDF; Jan Schneider; Was kann Selenskyjs Friedensformel erreichen?; https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ausland/friedensvision-verhandlungen-ukraine-krieg-russland-100.html

(86, 86i) 12.04.2022; Neue Zürcher Zeitung; Niklaus Nuspliger; Boris Johnson inszeniert sich als Selenskis treuster Verbündeter; https://www.nzz.ch/international/grossbritannien-boris-johnson-harte-haltung-im-ukraine-krieg-ld.1678745

(87) Dezember 2023; Friedrich-Ebert-Stiftung; Wolfgang Richter; Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine; Gespräche des Autors mit ukrainischen Verhandlungsteilnehmern; vgl. auch Washington Post, April 5, 2022; Ukrainska Pravda, 5. Mai 2022: „Von Selenskyjs „Kapitulation zu Putins Kapitulation“; https://library.fes.de/pdf-files/bueros/wien/20886.pdf

(88) 02.09.2022; Responsible Statecraft; Connor Echols; Diplomacy Watch: Did Boris Johnson help stop a peace deal in Ukraine?; https://responsiblestatecraft.org/2022/09/02/diplomacy-watch-why-did-the-west-stop-a-peace-deal-in-ukraine/

(89) 08.04.2022; euronews, afp; Andrea Büring; Scholz und Johnson kündigen weitere Waffenlieferungen in die Ukraine an — aber keine Panzer; https://de.euronews.com/2022/04/08/scholz-und-johnson-kundigen-weitere-waffenlieferungen-in-die-ukraine-an-aber-keine-panzer

(90) 08.04.2022; Russische Botschaft in Deutschland; Stellungnahme von Außenminister Lawrow zur ukrainischen Fassung des Vertragsentwurfs; https://germany.mid.ru/de/aktuelles/pressemitteilungen/stellungnahme_von_au_enminister_lawrow_zur_ukrainischen_fassung_des_vertragsentwurfs/

(91, 91i) 14.11.2023; Michael von der Schulenburg; Ukraines gescheiterte Friedensverhandlungen; https://michael-von-der-schulenburg.com/ukraines-gescheiterte-friedensverhandlungen/#_ftn2

(92) 17.02.2023; ARD-Tagesschau, ARD-faktenfinder; Pascal Siggelkow; Westen hat Waffenstillstand nicht verhindert; https://www.tagesschau.de/faktenfinder/ukraine-russland-frieden-101.html

(93) 18.06.2023; TaSS; СМИ: находившихся в блокированном самолете ЮАР в Варшаве развезли по гостиницам; https://tass.ru/mezhdunarodnaya-panorama/18041191; siehe auch: 17.06.2023; Thomas Röper; Die Reaktionen auf Afrikas Friedensplan zeigen die Arroganz des Westens; https://anti-spiegel.ru/2023/die-reaktionen-auf-afrikas-friedensplan-zeigen-die-arroganz-des-westens/

(94) 28.08.2023; Zeitgeschehen im Fokus; Peter Brandt, Hajo Funke, Harald Kujat, Horst Teltschik; Den Krieg mit dem Verhandlungsfrieden beenden; https://zeitgeschehen-im-fokus.ch/de/newspaper-ausgabe/sonderausgabe-vom-28-august-2023.html

(95) 21.04.2022; The New Arab; NATO allies want longer Ukraine war to weaken Moscow: Turkey; https://www.newarab.com/news/nato-allies-want-longer-ukraine-war-weaken-moscow-turkey

(96) 25.11.2023; Berliner Zeitung; Selenskyjs Parteifreund im Interview: Boris Johnson sagte Ukrainern, sie sollten weiterkämpfen; https://www.berliner-zeitung.de/news/boris-johnson-fraktionsvorsitzender-der-selenskyj-partei-ukraine-krieg-haette-2022-beendet-sein-koennen-li.2162278

(97 bis 97ii) 17.06.2023; Russischer Präsident; Treffen mit den Delegationsleitern der afrikanischen Staaten in St.Petersburg; http://kremlin.ru/events/president/news/71451; siehe auch: 20.06.2023; Thomas Röper; Putin zeigt bisher geheimes Dokument über die Verhandlungen im März 2022; https://anti-spiegel.com/2023/putin-zeigt-bisher-geheimes-dokument-ueber-die-verhandlungen-im-maerz-2022/

(98) 16.04.2022; Substack, The Floutist; Tony Kevin; „Lies, truth, and forensics in Ukraine.“ — The case of Bucha; https://thefloutist.substack.com/p/lies-truth-and-forensics-in-ukraine

(99) NATO’s Strategic Warfare Development Command; Cognitive Warfare; https://www.act.nato.int/activities/cognitive-warfare/; abgerufen: 10.06.2024

(100) The Great Chessboard (Die einzige Weltmacht); Zbigniew Brzezinski; 1997; Basic Books, New York; Deutsche Ausgabe: Fischer Taschenbuch-Verlag (dtv) unter Lizenz Beltz Quadriga Verlag, Weinheim u. Berlin; ISBN 3-596-14358-6; http://fischer-tb.de; im Weiteren TGCZB; S. 68, 75-127

(101) 12.04.2023; Deutscher Bundestag, 20. Wahlperiode; Drucksache 20/6366; Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Sevim Dagdelen, Dr. Gregor Gysi, Dr. Sahra Wagenknecht, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE; Die Bundesregierung und die gescheiterten Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine im Frühjahr 2022; https://dserver.bundestag.de/btd/20/063/2006366.pdf

(102) 04.08.2022; Berliner Zeitung, AFP; Mike Wilms; „Ekelhaft“: Selenskyj kritisiert Schröder-Äußerungen zu Russland; https://www.berliner-zeitung.de/news/ukraine-krieg-ekelhaft-wolodymyr-selenskyj-kritisiert-gerhard-schroeder-aeusserungen-zu-russland-li.253431

(b1) siehe (75)

(Titelbild) Taube, Frieden, Tote, Gräber; Autor: Myriams-Fotos (Pixabay); 21.08.2017; https://pixabay.com/de/photos/friedenstaube-weisse-taube-friedhof-2667123/; Lizenz: Pixabay License

Von Ped

5 Gedanken zu „Butscha und der Verrat am Frieden“
  1. Merkwürdig, daß noch niemand den Gebrauch von Homophonen in der westlichen Propaganda bemerkt hat: Butscha – butcher. Zweifellos: in keinem anderen Kiewer Vorort konnte so ein Massaker geschehen !
    Das erinnerte mich an den schlechten Film mit den heimtückischen Schmusetieren, von dem mir mal einer erzählte: Gremlins. Kremlin ist der Kreml im Englischen. Ich habe nicht danach gesucht, bin aber sicher, daß es weitere Fälle dieser Art gibt.

  2. Für mich war Butscha eine reine filmische Inszenierung, genau zu dem im Artikel beschriebenen Zweck, eine mögliche Friedenslösung zu verhindern. Ich hab da nicht den geringsten Zweifel.
    . die Russen waren schon weg
    . der Bürgermeister gibt nach dem „Massaker“ ein Interview, wo er nicht ein Wort darüber verliert
    . man sieht, wie sich auf der Straße liegende „Leichen“ in der Filminszenierung bewegen
    .
    Tja, Steven Spielberg wäre das wohl nicht passiert. Wie auch immer, es ist eine bekannte Methode. Erinnern wir und an die Sender Gleiwitz Lüge, Golf von Tonkin Lüge, Pearl Harbor Coup, 9/11 Lüge, Brutkastenlüge usw.. Im Prinzip geht es jedes mal darum, Emotionen zu entfachen, um die Bevölkerungen der kriegstreibenden Nationen „sturmreif“ für die Zustimmung zum Krieg „zu schießen“.
    .
    Eigentlich war vorgesehen, mit dem Euro-Maidan die Voraussetzungen für den Krieg zu schaffen. Nur weil das beinahe schief gegangen wäre – eben wegen der überraschenderweise positiv verlaufenden Friedensverhandlungen -, musste man noch einmal nachlegen und mit Butscha genügend Emotionen gegen Russland erzeugen, um einen abrupten Abbruch der Friedensverhandlungen durch den Westen rechtfertigen zu können.
    Damit dann auch wirklich nichts mehr schief gehen kann, und es am Ende doch noch zu Verhandlungen kommt, hat Selensky im Auftrag Washingtons gleich ein völliges Verbot für Verhandlungen hinterhergeschoben, so dass nur noch die Option Krieg übrig blieb.
    .
    Das ist die typische Handschrift des DeepState oder auch der CIA, die man mit einigem Recht als die Kriegszentrale der globalen Oligarchie sehen kann.

  3. Der serbische Blogger „Aleks“ beschreibt in diesem Artikel die aus seiner Sicht im Ukrainekrieg sehr erfolgreiche Strategie des Westens hinsichtlich eines völlig anderen Kriegszieles – nämlich der Schwächung und des Völkermordes an Russen und Ukrainern, die er beide sicherlich zu Recht als ein Volk betrachtet.
    https://tkp.at/2024/06/17/steht-ein-atomkrieg-und-weltkrieg-iii-bevor/
    (Auch von Putin kamen mehrfach Aussagen, die Ukrainer seien ein Brudervolk der Russen.)
    Diejenigen Ukrainer, welche bereits das Land verlassen haben oder es noch tun werden, sie werden kaum in nennenswerter Zahl zurückkehren, wenn der Krieg endet, und je länger er dauert, umso weniger werden es tun. Und wer wird sich dann wohl der entvölkerten Landstriche mit ihren angeblich über 12 Billionen Dollar wertvollen Bodenschätzen bemächtigen?
    Aus dieser Sicht haben plötzlich die andauernden Waffenlieferungen des Westens und die Ablehnung aller Friedensinitiativen in einem praktisch bereits entschiedenen Konflikt sehr viel Sinn.
    Herzlich, Steffen Duck!

    1. Da kann man nur sagen, dass der serbische Blogger Aleks genau weiß, wovon er redet.

      Sowohl mit der Entfachung eines Bruderkrieges, der für Russland ein schlimmes Dilemma darstellt, und weshalb Russland die ganze Zeit „mit angezogener Handbremse“ kämpft, als auch bezüglich der Bodenschätze, die man sich unter den Nagel reißen will, liegt er völlig richtig.

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