Wenn sich Ereignisse überschneiden, muss das beileibe kein Zufall sein.
Vier Ereignisse fielen dem Autor dieser Tage zum Thema Ukraine auf: Erstens die anstehenden, von der Trump-Regierung vermittelten Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland, zweitens neue Nachrichten im Zusammenhang mit der brutalen Zwangsmobilisierung in der Ukraine, drittens angeblich neue „brutale russische Luftangriffe auf die ukrainische Zivilbevölkerung“ und viertens eine kurzfristige Einladung Selenskyjs nach Berlin. Interessanterweise hatte es eine sehr ähnliche Gemengelage vier Monate zuvor schon einmal gegeben.
Sommer 2026 in Berlin
Wenn ein Friedrich Merz dieser Tage den ukrainischen Präsidenten nach Berlin einlädt, dann geht es um was? Geht es um Frieden, um ein Ende der ukrainisch-russischen Tragödie? Gehen wir kurz ein paar Monate zurück, Originalton Merz am 13. Juli des Jahres:
„Der 14. Juli ist für unsere französischen Nachbarn ein Fest der Freiheit. Lieber Wolodymyr, genau um diese Freiheit kämpft die Ukraine. Wir stehen euch bei, nicht nur weil es um die Freiheit der Ukraine geht, sondern wir stehen euch bei, weil es auch unsere Freiheit in ganz Europa ist, die mit diesem schrecklichen Angriffskrieg auf dem Spiel steht.“ (1)
Als Merz da wieder einmal von Freiheit schwadronierte, war gerade ein neuer Skandal um Morde in der ukrainischen Armee publik geworden. Dass der Skandal überhaupt in die Medien kam, hatte mit dem Machtkampf zwischen Selenskyj und dem damaligen ukrainischen Kriegsminister Fedorow in Kiew zu tun (2). Als gerade einmal 29-jähriger war Fedorow zum Minister für Digitalisierung in der Ukraine ernannt worden. Das ist ein Alter, das so manchen aufhorchen lässt. Jung, dynamisch und intelligent zu sein, um in ein Ministeramt aufzusteigen, genügt zwar als Tellerwäschergeschichte, hält der Realität allerdings nicht stand.
Und tatsächlich ist Mychajlo Fedorow ein Zögling des WEF (World Economy Forum), ein Young Global Leader (3). Böse Zungen könnten behaupten, dass Fedorow praktisch die Rolle eines ausländischen Agenten in der Ukraine ausfüllt — ob wissentlich oder unwissentlich, sei dahingestellt. In solch einer Rolle hat man die Aufgabe, im Sinne der ausländischen Interessenten zu gestalten und zu kontrollieren. Die Interessenten wiederum treten nicht selten auch als Investoren mit gewichtigen Renditeerwartungen auf. Diese Interessenten verkaufen ihre Agenten im Zielgebiet auch gern als Reformer (4).
Es ist also nur logisch, dass ein Agent der Globalisten ein hohes Ministeramt in der Ukraine antreten durfte. Dazu noch ein Amt, dass sich mit Digitalisierung befasst und hier wird das Jahr interessant. 2019, als Fedorow Minister wurde, warf nämlich die Pandemie-Inszenierung bereits ihre düsteren Schatten voraus. Und bei der unter Schirmherrschaft des WEF global vorangetriebenen sogenannten digitalen Transformation gehört die Ukraine seitdem zu den Vorreitern (5). Mitten in der PLandemie wurde das Land zum ersten in der Welt, das eine digitale ID für seine Bürger einführte (6). Mit der Digitalisierung würde vor allem die grassierende Korruption wirksam bekämpft. Und so informierte Fedorow im Frühjahr 2024:
„Sie seien daran, alle Dienstleistungen in korruptionsanfälligen Branchen zu digitalisieren und so den menschlichen Faktor möglichst auszuschalten. Jeder Schritt werde dokumentiert und könne nicht nachträglich manipuliert werden. Seine Leute hätten ein Rating der korruptesten Bereiche angelegt, und diese nähmen sie sich nun Schritt für Schritt vor. Aktuell sind das die Baubranche und die Einfuhr und Verzollung von Fahrzeugen.“ (7)
Nur ist das mit Kontrolle so eine Sache. Kontrolle soll von oben nach unten funktionieren, nicht umgekehrt. Der sich auch selbst so sehende Reformer Fedorow versuchte nun sein Digitalisierungsprojekt auch in Bereiche auszudehnen, in denen er damit lukrative Geschäftsmodelle gefährdete:
„»Sehr viele Leute haben das Verteidigungsministerium und mich als Minister umzingelt, weil wir begonnen haben, viele verschiedene Prozesse im Inneren umzubauen.« […] Bereits ab Anfang April sei klar gewesen, dass »die Temperatur steigt.« Als Kern des Konflikts benennt er die Umstellung der Rüstungsbeschaffung auf transparente Ausschreibungen. »Der Grund, der mit den Beschaffungen, mit den Ausschreibungen zusammenhängt […] — das hat bei vielen Menschen große Unzufriedenheit ausgelöst.«“ (8)
Fedorow ist noch immer sehr jung, nunmehr 35 Jahre alt. Er gilt als unverbraucht und wird offensichtlich als heißes Eisen gehandelt, um Selenskyj zu disziplinieren. Schließlich ist absehbar, dass Selenskyj und sein ihn umgebender Apparat für die westlichen Sponsoren irgendwann nicht mehr tragbar sind und durch geeignete Nachfolger ersetzt werden müssen. Da sollte man nicht nur auf einen einzigen Hoffnungsträger setzen (9). Der „Jungspund“ und „Shootingstar“ geniest, so wie vor einem Jahrzehnt Selenskyj, reichlich und wohlwollend geprägte Aufmerksamkeit in den Systemmedien (10).
Aber eines ist auch klar. Das System Selenskyj soll so lange wie nur möglich weiterbetrieben werden. Trotz, ja vielleicht sogar wegen der um ihn herum grassierenden Korruption. Die milliardenschweren „Hilfen“ fließen schließlich zu wesentlichen Teilen zurück in private Taschen westlicher Banken und Konzerne. Warum aber lud man Selenskyj gerade in jenen Julitagen nach Berlin ein und schob Fedorow, vorläufig wohlgemerkt, aufs Abstellgleis?
Die Begeisterung in den Systemmedien, witternd, dass man Russland doch noch eine strategische Niederlage auf dem Schlachtfeld beibringen können, war einer kompletten Ernüchterung gewichen. Die Erfolgsphantasien blühten gerade auch unter dem Eindruck von Fedorows Wirken als Kriegsminister, wozu auch der umfassende, massenhafte Einsatz KI-gesteuerter Drohnen gehört. Und Fedorow hatte auch noch versprochen, die Krim „in eine Insel zu verwandeln“ (4i).
Dieser Plan ist gründlich nach hinten losgegangen. Obwohl Russland immer wieder darauf hingewiesen hatte, dass eine Eskalation des Krieges seitens der Ukraine gegen russisches Hinterland (11) zu einer Änderung der operativen Kriegführung durch Russland führen würde. Genau in jenen Tagen Mitte Juli, in denen Selenskyj in Berlin mutmachend auf die Schulter geklopft worden war, hatte Russlands Präsident Putin unmissverständlich klar gemacht:
„Unsere Reaktionen werden stets spiegelbildlich sein. […] Sie können symmetrisch sein, nur um ein Vielfaches stärker.“ (12)
„Können“, sagte Putin, die Symmetrie wird also nicht zwangsläufig durch eine Provokation der anderen Seite berechnend in Gang gebracht. Aber wenn es geschieht, ist es mehr als eine lediglich umgekehrte Operation, qualitativ wie quantitativ. Doch ist da noch etwas:
„So wurde Fedorow von Selenskyj öffentlich mit der Lösung des Problems der sogenannten ‚Bussifizierung‘ beauftragt. So werden in der Ukraine Fälle gewaltsamer Mobilisierung genannt, bei denen Wehrpflichtige von der Straße gezerrt werden. Deswegen arbeitet das Ministerium seit Monaten an einer gründlichen Mobilisierungsreform.“ (10i)
Das ist eine immer größer werdende Schwachstelle im narrativen Raum, welcher von einem heldenhaften Verteidigungskrieg der Ukrainer gegen die russischen Invasoren erfüllt ist. Das immer auffälliger werdende Problem der Mobilisierung weist uns allerdings auf das genaue Gegenteil hin.
Würde die Mär des zur Verteidigung geeinten Staatsvolkes der Ukrainer zutreffen, dann gäbe es nämlich kein Mobilisierungsproblem. So aber werden Hunderttausende von Ukrainern gegen ihren Willen in einen Krieg gezwungen, der nicht der ihre ist.
Das ist jedoch nicht die einzige Wahrheit, die hier offen zutage tritt. Das Mobilisierungsproblem zeigt unbarmherzig auf, dass millionen Ukrainer diesen Krieg, der zu großen Teilen nicht der ihre ist, mit ihrem Leben oder zumindest mit ihrer Gesundheit bezahlt haben. Wovon ein Großteil auch noch gleicher Ethnie wie die Kämpfer auf der anderen Seite sind.
Das wiederum lässt den Zynismus westlicher Politiker, zu denen ein Friedrich Merz gehört, grell aufleuchten. Denn die Hauptbotschaft, die der deutsche Bundeskanzler an Wolodymyr Selenskyj zu richten gedachte, lautete, vom Autor übersetzt, schlicht und einfach: „Unbedingt weitermachen! Alles, was für das weitere Sterben eurer Männer erforderlich ist, geben wir euch (1i). Unsere Investitionen kosten euch die Zukunft und bringen uns die Renditen“. Vergessen wir nicht, dass BlackRock-Merz ein ausgewiesener Lobbyist der westlichen Finanzwirtschaft ist und der weltweit größte Vermögensverwalter schwergewichtige Interessen in der Ukraine gewahrt wissen möchte (13).
Inzwischen sind vier Monate ins Land gegangen, das Problem einer zutiefst ablehnenden Haltung der Ukrainer, in den Kriegsdienst gezwungen zu werden, hat sich nur noch verschärft. Da kann es nicht verwundern, wenn nunmehrige Ereignisse erstaunlich ähnlich zu den gerade beschriebenen ausfallen.
Spätherbst 2026 in Berlin
Die ersten Novembertage des Jahres waren in den Systemmedien bezüglich des Ukraine-Konflikts einerseits durch Meldungen von russischen Angriffen auf friedliche Dörfer und Städte in der Ukraine ab. Das ist das übliche Grundrauschen, um das emotionale Empfinden der Bevölkerung über einen rücksichtslosen russischen Aggressor auf keinen Fall erlahmen zu lassen. Mit dem medial (a1) geschaffenen „Ereignis Butscha“ hat man da im Frühjahr 2022 ganze Arbeit geleistet, während Journalisten, welche die Widersprüche zu Butscha ans Licht brachten, in ukrainischen Gefängnissen zu Tode kamen (14, 15).
Dieses Publikum muss dann im konkreten, jüngsten Fall auch nicht erfahren, dass „die Schule, in der Hilfsgüter verteilt wurden“, gar nicht das Ziel eines russischen Angriffs war, sondern ein, übrigens punktgenau getroffener, ganz in der Nähe betriebener Führungsbunker für eine Brigade der ukrainischen Streitkräfte (16, 17).
Eben diese massenmedial verführte Publikum nimmt auch nicht wahr, welches Ausmaß die Zwangsmobilisierung in der Ukraine angenommen hat. Es ist nach wie nicht bereit, die für einen kritischen, skeptischen Geist im Grunde unerträgliche Berichterstattung von ARD und Co. zu hinterfragen. Von diesen praktisch zugedeckt werden diese unschönen ukrainischen Realitäten mit eben Nachrichten wie oben, und das Ganze wird garniert mit ausführlichsten Berichten zu Solidaritätsbekundungen mit der ukrainischen Führung (18). Was nicht verwechselt werden möchte mit Solidaritätsbekundungen gegenüber der ukrainischen Bevölkerung.
Natürlich ging es beim Besuch des Wolodymyr Selenskyj vor allem darum, den im Amt verharrenden Präsidenten zu briefen. Denn es stehen Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland an. Verhandlungen, die von den USA vermittelt und begleitet werden. Verhandlungen, die eine direkte Beteiligung von kriegslüsternen britischen und EU-Eliten ausdrücklich nicht vorsehen. Eliten, die jegliche Sicherheitsinteressen Russlands wegwischen, und deren Vertreter von der Manie besessen sind, bewaffnete „Friedenstruppen“ in die Ukraine zu entsenden, um einen Waffenstillstand zu überwachen (19). Die Beisitzer können daher vorerst nichts weiter tun, als Selenskyj und seinen Stab gründlich für die Verhandlungen „einzuweisen“.
Und trotzdem ist die Öffentlichkeit im Westen ganz allgemein und in der Bundesrepublik im Besonderen zunehmend sensibilisiert, wenn es um das Thema Ukraine-Konflikt geht. Und dass dort Ukrainer mit Methoden, die einer Vorzeigedemokratie Hohn sprechen, massenweise in den Kriegsdienst gepresst werden, lässt sich einfach nicht mehr gründlich genug unter den Tisch kehren. Es ist nur recht und billig, wenn eine Opposition, die diesen Namen auch verdient, die Aufmerksamkeit auf diesen tragischen Aspekt des Konflikts lenkt.
„Selenskyj ist noch nicht einmal gelandet, da meldet sich AfD-Chefin Alice Weidel auf X. Die Oppositionsführerin teilt ein Video: Bilder, die zeigen sollen, wie Demonstranten am Stadtrand von Kiew mit der ukrainischen Nationalgarde aneinandergeraten. In einem Gebäude sollen junge Männer festgehalten worden sein, nachdem sie zum Militärdienst rekrutiert wurden.“ (20)
Die auffällige Zurückhaltung wie Bewertung des ARD-Angestellten, dass die Vorgänge zwar geschehen sind (21), aber noch nicht ausreichend untersucht wurden („AfD und BSW schüren Skepsis“), kontrastiert auffällig mit der Berichterstattung zu russischen Angriffen (siehe weiter oben (16i)) und angeblichen Kriegsverbrechen russischer Truppen (siehe Butscha). Die ARD-Tagesschau hat sich danach auch extreme Zurückhaltung zum Thema auferlegt — und außerdem zu überhaupt allem, was in der Ukraine unangenehm stark nach Faschismus riecht (22 bis 27).
Man muss also schon Medien abseits der Öffentlich-rechtlichen oder gar „Feindmedien“ in Augenschein nehmen, um an mehr Informationen zu gelangen. Wo man dann unter anderem erfährt, dass der Leiter des Präsidialamtes und Kommandeur der Nationalgarde, Kyrylo Budanow, vor Ort erschien. Oder auch, dass das faschistoide Asow-Battaillon Teil der Nationalgarde ist, und dass eine Asow-Einheit dieses „Gefängnis“ betreibt. Schließlich auch das Eingeständnis Budanows, dass es noch „viele solcher Gebäude“ im ganzen Land gibt (28 bis 31).
Dabei ist das ein „alter Hut“. Im Jahre 2017 erfuhr man in westlichen Medien noch solche Dinge:
„In der Ukraine sorgt eine Gesetzesinitiative der Regierung in Kiew für viel Aufsehen. Sie sieht die Legalisierung von Gefängnissen im Norddonbass und in Charkiw vor, deren Existenz von Kiew bisher stets in Abrede gestellt worden ist. Es handelt sich um illegale Haftanstalten des Geheimdienstes SBU, in denen prorussische Separatisten und Zivilisten festgehalten werden. Laut Menschenrechtlern kommt es dabei oft zu Folterungen.“ (32)
Und das hat später keinesfalls aufgehört, erst recht nicht nach dem offenen Ausbruch der Kampfhandlungen mit Russland. Nach Aussagen von Opfern und der Analyse von Verhandlungsmitschnitten schrieb vor zwei Jahren der ehemalige Rada-Abgeordnete und Journalist Alexander Dubinski an Wolodymyr Selenskyj:
„Wissen Sie, dass Ihr Kindheitsfreund Iwan Bakanow in seiner damaligen Funktion als Leiter des SBU und sein erster Stellvertreter Wassili Maljuk in Kiews Stadtmitte ein KZ organisierten — in der Turnhalle des SBU-Gebäudes, Wladimirskaja-Straße 33?“ (33)
Dubinski zufolge durchliefen etwa 300 Menschen verschiedener Nationalitäten das Lager und wurden mit sadistischen Methoden gefoltert, um Aussagen zu erzwingen. Unter anderem solche, dass belastende Dokumente zu den Tätigkeiten von Joe Biden und seinem Sohn Hunter Biden gefälschtes Material des russischen Militärnachrichtendienstes GRU gewesen sei (Stichwort Russiagate). Beachten wir, dass Dubinski eine genaue Adresse angab (33i). Womit sich der Kreis zur jüngsten Vergangenheit schließt.
Fazit
Die „Koalition der Willigen“, als Botschafter globalistischer und US-neokonservativer Eliten, träumt nach wie vor von einem Waffenstillstand im Ukraine-Konflikt, der diesen Krieg zu einem Schwelbrand umwandeln würde, mit der Option eines jederzeitigen Wiederaufflammens. Mit einer solchen Strategie der Spannung wären profitable Geschäfte unter Ausnutzung (unter anderem) des Ukraine-Konflikts auch weiterhin gesichert. Mit einem wirklichen Friedensschluss hat das nichts zu tun. Erst recht nicht, wenn auch noch ganz offiziell bewaffnete NATO-Einheiten der Kriegsteilnehmer in der Ukraine aufkreuzen würden (34).
Das wird Russland unter keinen Umständen zulassen. Die praktische (nicht formale) NATO-Mitgliedschaft der Ukraine war und ist schließlich einer von drei essenziellen Gründen für den offenen Ausbruch der Feindseligkeiten.
Aber niemand im moralisierenden Kreis bundesdeutscher und EU-Politiker ist bereit, sich selbstkritisch mit dem zu verantwortenden Schicksal der Menschen zu befassen, die man da mit wohlfeilen Worten und gegen deren Willen in den Krieg schickt. Die eigenen hohlen Werte scheinen für die (nicht nur) Strack-Zimmermanns, Kiesewetters und Merz‘ immer noch höher angesiedelt als das Leid der Menschen, die man dafür benutzt. Und die Systemmedien, die sich auch als Leitmedien im Zuge der Meinungsbildung verstehen, spielen dieses hässliche Spiel mit.
Schließlich zeigt das immer mehr eskalierende Geschehen um die Zwangsmobilisierung auf die Lügen über einen möglichen Sieg oder auch nur ein Unentschieden für die Ukraine, der eh nicht wirklich ein ukrainischer Sieg wäre. Im NATO-ukrainischen Krieg gegen Russland gehen der Ukraine die Soldaten aus. Millionen Ukrainer sind bei der angeblichen Verteidigung der Freiheit getötet oder verwundet worden. Noch mehr sind traumatisiert und das Schicksal vieler ist nicht bekannt.
Zum Abschluss gibt es noch ein kleines Bonmot. Wer sich mit der Macht ins Bett legt, bleibt nicht lange durch diese unbefleckt. Seit 2021 pflegt der nun ehemalige ukrainische Kriegsminister Mychajlo Fedorow (siehe weiter oben) engen Kontakt zu einem Oligarchen, der schon seit langem lukrative Ukraine-Geschäfte betreibt (35, 36) — dem US-amerikanischen Oligarchen Alex Karp:
„Seit seinem Ausscheiden aus der Regierung treibt Fedorow mehrere eigene Vorhaben voran. Dazu gehören nach seinen bisherigen Ankündigungen ein Investmentfonds für Verteidigungstechnologie und eine Denkfabrik. Mit dem neuen Unternehmen macht er nun den nächsten Schritt: Technologien und Erfahrungen aus dem ukrainischen Krieg sollen in einer privaten Rüstungsfirma gebündelt werden — mit Palantir-Chef Karp als erstem großen Kapitalgeber.“ (37)
Wozu doch eine Förderung durch die Davos-Leute, institutionell und informell getragen durch das Young Global Leaders-Programm des WEF, so alles gut sein kann.
Bitte bleiben Sie schön aufmerksam, liebe Leser.
Anmerkungen und Quellen
(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung — Nicht kommerziell — Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen — insbesondere der deutlich sichtbaren Verlinkung zum Blog des Autors — kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei internen Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.
(a1) Erläuterungen, wie das Thema Butscha vom Sekretariat der Vereinten Nationen behandelt wird, findet man in der zweiten Hälfte des verlinkten Artikels.
(1, 1i) 13.07.2026; Bundesregierung; Pressestatement von Bundeskanzler Merz zum Treffen von Staats- und Regierungschefs zur Ukraine / der Koalition der Willigen; Koalition der Willigen: Frieden für die Ukraine und Sicherheit für Europa; https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/koalition-der-willigen-paris-2446840
(2) 14.07.2026; Reporter; Alexander the Wild; A Roof for Killers: Why Zelenskyy Suddenly Decided to Show the Underbelly of His Army; https://en.topcor.ru/72758-krysha-dlja-ubijc-pochemu-zelenskij-vnezapno-reshil-pokazat-iznanku-svoej-armii.html
(3) Jacob Nordangard; WEF YGL list; https://blog.jacobnordangard.se/wef-ygl-list/; Herunterladen der Liste: https://blog-static.jacobnordangard.se/wp-content/uploads/2026/02/WEF-GLT-YGL-1993%E2%80%932025.ods; abgerufen: 04.11.2026, siehe auch Artikel bei Substack: https://drjacobnordangard.substack.com/p/wef-young-global-leaders-list-update
(4, 4i) 16.07.2026; euronews.; Sasha Vakulina; Politbeben in der Ukraine: Fedorow erhebt schwere Vorwürfe gegen Armeechef; https://de.euronews.com/2026/07/16/politbeben-ukraine-fedorov-vorwurfe-armeechef
(5) 18.01.2024; World Economic Forum and Ukraine Agree to Work Towards Country’s Digital Transformation; WEF; https://www.weforum.org/media/world-economic-forum-and-ukraine-agree-to-work-towards-country-s-digital-transformation
(6) UKRAINE.ua; News; https://ukraine.ua/news/ukrainian-e-id/; abgerufen: 04.11.2026
(7) 12.06.2024; SRF; Judith Huber; Ein Millennial treibt die Digitalisierung der Ukraine voran; https://www.srf.ch/news/international/ukrainischer-digitalminister-ein-millennial-treibt-die-digitalisierung-in-der-ukraine-voran
(8) 30.07.2026; Berliner Zeitung; Sophie Barkey, Fedorow packt aus: Was der Ex-Verteidigungsminister als Grund für seinen Rücktritt sieht; https://www.berliner-zeitung.de/article/ukraine-fedorow-rechnet-ab-was-der-ex-minister-als-echten-grund-fuer-seinen-ruecktritt-sieht-10247314; Originalquelle: https://www.pravda.com.ua/articles/2026/07/29/8046455/
(9) 01.05.2025; Berliner Zeitung; Katerina Alexandridi; Ukraine: Selenskyj verhängt Sanktionen gegen ehemaligen Berater Arestowytsch; https://www.berliner-zeitung.de/article/ukraine-selenskyj-verhaengt-sanktionen-gegen-ehemaligen-berater-arestowytsch-2321190
(10, 10i) 24.05.2026; ntv; Denis Trubetskoy; Der Jungspund Fedorow krempelt die Ukraine um; https://www.n-tv.de/politik/Der-Jungspund-Fedorow-krempelt-die-Ukraine-um-id30849279.html
(11) 29.06.2026; Deutschlandfunk; CatherineShelton; Warum die Ukraine verstärkt die Krim angreift; https://www.deutschlandfunk.de/ukraine-krim-drohnenangriffe-strategie-100.html
(12) 14.07.2026; RT deutsch; Putin über ukrainische Angriffe: „Unsere Reaktion ist stets symmetrisch — nur um ein Vielfaches stärker“; https://freedert.online/kurzclips/video/285823-putin-ueber-ukrainische-angriffe-unsere/
(13) 11.12.2025; Berliner Zeitung; Nicolas Butylin; Kein Merz, kein Macron, kein Tusk: Übernimmt jetzt Blackrock die Ukraine-Verhandlungen?; https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/europa-isoliert-uebernimmt-jetzt-blackrock-die-ukraine-verhandlungen-li.10009765
(14) 17.01.2024; Nachdenkseiten; Gábor Stier; Der Tod eines US-amerikanischen Bloggers im Gefängnis und die Doppelmoral; https://www.nachdenkseiten.de/?p=109594; Primärquelle: https://moszkvater.com/gonzalo-lira-es-az-amerikai-kettos-merce/
(15) 10.12.2023; Berliner Zeitung; Tomasz Kurianowicz; Amerikanischer Blogger in ukrainischer Haft: Elon Musk reagiert; https://www.berliner-zeitung.de/news/amerikanischer-blogger-in-ukrainischer-haft-elon-musk-reagiert-li.2167207
(16, 16i) 02.11.2026; ARD-Tagesschau; Viele Tote in der ukrainischen Region Saporischschja nach russischen Luftangriff; https://www.tagesschau.de/tagesschau_20_uhr/video-1676912.html
(17) 04.11.2026; Reporter; Russian Armed Forces‘ strike on a Ukrainian underground bunker in Kamyshevakha.; https://en.topcor.ru/75398-na-ukraine-opublikovali-video-udara-vs-rf-po-podzemnomu-bunkeru-vsu-v-kamyshevahe.html
(18) 02./03.11.2026; ARD-Tagesschau; https://www.tagesschau.de/video/video-1677282.html; https://www.tagesschau.de/video/video-1677324.html; https://www.tagesschau.de/video/video-1677326.html; https://www.tagesschau.de/video/video-1677338.html; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/merz-selenskyj-134.html usw.
(19) 03.11.2026; derFreitag, The Guardian; Europäische Friedenstruppen in der Ukraine dürften „zurückschießen“ — ist das friedlich?; https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/ukrainekrieg-friedenstruppe-duerfte-auf-russland-zurueckschiessen
(20) 03.11.2026; ARD-Tagesschau; Gabor Halasz; Selenskyj, Merz und der Kampf gegen die Zweifler; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/merz-selenskyj-ukrainehilfe-100.html
(21) 02.11.2026; X; LMA.25; https://x.com/LMA258/status/2117351958554009977
(22) 16.03.2014; The Jerusalem Post; Isi Leibler; Candidly speaking: Putin, Ukraine and the Jews; https://www.jpost.com/Opinion/Columnists/Candidly-speaking-Putin-Ukraine-and-the-Jews-345546
(23) 13.03.2018; The Guardian; Marc Bennets; Ukraine’s National Militia: ‚We’re not neo-Nazis, we just want to make our country better‘; https://www.theguardian.com/world/2018/mar/13/ukraine-far-right-national-militia-takes-law-into-own-hands-neo-nazi-links
(24) 22.02.2019; The Nation; Lev Golinkin; Neo-Nazis and the Far Right Are On the March in Ukraine; https://www.thenation.com/article/politics/neo-nazis-far-right-ukraine/
(25) 18.02.2019; The Times of Israel; Cnaan Liphshiz; Staircase in Ukraine mall decorated with giant swastika; https://www.timesofisrael.com/staircase-in-ukraine-mall-decorated-with-giant-swastika/
(26) 29.04.2021; taz; Bernhard Clasen; Mit SS-Symbolen und Hitlergruß; https://taz.de/Rechtsradikale-in-der-Ukraine/!5769181/
(27) 24.02.2014; Kyiv Post, Interfax-Ukraine; Kharkiv region governor decides to run for Ukrainian presidency; https://www.kyivpost.com/article/content/ukraine-politics/kharkiv-region-governor-decides-to-run-for-ukrainian-presidency-337527.html
(28) 03.11.2026; Reporter; „Ukraine in Miniature“: A war correspondent explains the existence of a secret prison near Kyiv.; https://en.topcor.ru/75357-ukraina-v-miniatjure-voenkor-objasnil-suschestvovanie-tajnoj-tjurmy-pod-kievom.html
(29) 04.11.2026; Junge Welt; Susann Witt-Stahl; Sturm auf Folterknast; https://www.jungewelt.de/artikel/532723.ukraine-sturm-auf-folterknast.html
(30) 03.11.2026; Overton Magazin; Florian Rötzer; Aufruhr vor einem inoffiziellen „Gefängnis“ der Nationalgarde; https://overton-magazin.de/top-story/aufruhr-vor-einem-inoffiziellen-gefaengnis-der-nationalgarde/
(31) 05.11.2026; NachDenkSeiten; Gerd-Ewen Ungar; Ukrainische Geheimgefängnisse: Die Verzweiflung der Valentina Molodaja; https://www.nachdenkseiten.de/?p=158487
(32) 31.05.2017; Neue Zürcher Zeitung; Paul Flückiger; Kiew gibt die Existenz illegaler Gefängnisse zu; https://www.nzz.ch/international/ukraine-kiew-gibt-die-existenz-illegaler-gefaengnisse-zu-ld.1298686
(33, 33i) 16.11.2024; mainstream.news; Enthüllungen über ein Geheimgefängnis des SBU in Kiew; https://mainstream.news/international/ukrainischer-oppositioneller-sbu-folterte-menschen-um-trump-zu-diskreditieren/
(34) 25.10.2026; taz, dpa; Kyjiws Verbündete wollen den Waffenstillstand üben; https://taz.de/Bundeswehr-nimmt-an-Ukraine-Manoever-teil/!6224722/
(35) 01.07.2015; digitalcourage; Friedemann Ebelt; Überwachung: Das tödliche Geschäft von Palantir; https://digitalcourage.de/blog/2015/ueberwachung-das-toedliche-geschaeft-von-palantir
(36) 08.02.2024; Time; Vera Bergengruen; How Tec Giants Turned Ukraine Into an AI War Lab; https://time.com/6691662/ai-ukraine-war-palantir/
(37) 03.09.2026; Die Weltwoche; Vom Minister zum Rüstungsunternehmer: Mychajlo Fedorow baut eigene Verteidigungsfirma auf — mit Palantir-Chef als Investor; https://weltwoche.de/daily/vom-minister-zum-ruestungsunternehmer-mychajlo-fedorow-baut-eigene-verteidigungsfirma-auf-mit-palantir-chef-als-investor/
(Titelbild) Ukraine, Soldat, Flagge; Autor: Luaks Johnns (Pixabay); 21.03.2023; https://pixabay.com/de/photos/ukraine-krieg-soldat-waffe-milit%C3%A4r-7862274/; Lizenz: Pixabay License