Offener Brief an den Dresdner Oberbürgermeister

Länder und Gemeinden in Deutschland setzen diensteifrig die „dringenden Empfehlungen” des Bundes um.


Nachdem man den Irrsinn diverser administrativer Maßnahmen verstanden hat, steht die nächste Herausforderung an. Es ist die, sich seiner Rolle als mündiger Bürger, samt seiner unveräußerlichen Freiheitsrechte bewusst zu werden und sie zu leben. Kein leichter Schritt, aber er muss gegangen werden. Denn ohne diese Signale können auch die emotional getriggerten Verantwortlichen absurder Verordnungen nicht zu einer selbskritischen Haltung übergehen.


Dresden: So, 19. April 2020

An: oberbuergermeister@dresden.de

Siehe auch: https://www.dresden.de/de/rathaus/politik/oberbuergermeister.php

und hier: https://www.facebook.com/hilbert.fuer.dresden/

Betreff: Die unter Ihrer Federführung veranlasste Verordnung zum Maskenzwang


Sehr geehrter Herr Hilbert,

Vorab: Dieser Brief ist öffentlich. Er wird über alle mir bekannten Verteiler verbreitet und auch auf meiner Webseite (siehe unten) online gestellt.

An dieser Stelle mache ich Sie darauf aufmerksam, dass Sie für mich mitverantwortlich dafür sind, wenn der soziale Frieden in dieser Stadt in die Brüche gehen sollte. Die Anzeichen dafür sind bereits erkennbar.

Es ist auffällig, wie diverse Kommunen in unserem Land diensteifrig darum bemüht sind, die „dringenden Empfehlungen” der Bundesregierung noch zu übertreffen, um die eigene Handlungsfähigkeit vor aller Welt kundzutun (Bild b1 ist nicht Teil des Briefes)

In diese Riege haben Sie sich nun „würdig” eingereiht. Eine Maskenpflicht im Einzelhandel einzuführen ist — bitte gestatten Sie, dass ich es so sage, wie es ist — ohne Sinn und Verstand.

Sie haben mit dieser Entscheidung Aufwände, vor allem aber Konflikte für die Mitarbeiter im Einzelhandel, für Sicherheitsunternehmen, Polizisten und ihre eigenen Mitarbeiter praktisch vorprogrammiert — und das ohne jede Not.

Möchten Sie tatsächlich von mir erklärt bekommen, warum das Vorschreiben des Tragens von Masken im öffentlichen Raum, wozu ich hier den Einzelhandel und die Verkehrsmittel zähle, sinnlos, ja sogar kontraproduktiv ist? Oder ist es nicht Ihre eigene verdammte Pflicht und Schuldigkeit, dies vorher selbst gründlich zu prüfen?

Professer Streeck kennt inzwischen jeder. Man müsste natürlich auch einmal gründlich lesen, was er — und beileibe nicht nur er — schreibt. Das gilt auch für das Tragen von Masken.

Dabei kann uns schon der gesunde Menschenverstand darauf hinweisen, dass eine solche Maßnahme — Maskenzwang — nicht nur sinnlos, sondern maximalen Aufwand erzeugend, ja sogar kontraproduktiv ist. Damit reiht sich diese Entscheidung übrigens nahtlos in die Vorherigen, wie die absurde Verordnung zur stetigen Desinfektion von Einkaufswagen und ähnlichem ein.

Die Polizisten vor Ort und die Bürger der Stadt werden in der kommenden Woche die Suppe für Sie auslöffeln müssen.

Sollten Sie tatsächlich bis zum heutigen Tag davon überzeugt sein, dass Maskenzwang ein wirksames Mittel gegen die sogenannte Coronakrise ist, bin ich gern bereit, Ihnen hierzu aufklärende Unterstützung zu leisten (1). Ich komme sogar zu Ihnen ins Haus, kein Problem. (Bild b2 nicht Teil des Briefes)

Die Qualität politischen Handelns macht sich nicht an Aktionismus fest, sondern an verantwortlichem, ausgewogenen Handeln. Das kann ich hier in keiner Weise erkennen.

An dieser Stelle informiere ich Sie, dass ich in den kommenden Tagen maximal auf meine Freiheitsrechte als Bürger pochen werde. Das tue ich mit dem Wissen, dass dieses Handeln in keiner Weise andere Menschen in zusätzliche Gefahr bringt. Zumindest in keine Gefahr, die auch nur ein Gran höher ist, als sie vor dem Ausbruch der „Coronakrise” bestand und sie bis heute ohne Maskenzwang bestand.

Mein Handeln kann ich schlüssig begründen. Es geht einher mit den Prinzipien des demokratischen Rechtsstaates, was nicht mit unreflektiertem Gehorsam gleichzusetzen ist. Begründen Sie bitte schlüssig Ihr Handeln in dieser Sache.

Wenn Sie das nicht können und nur die allgemeinen Pauschalaussagen vorzubringen haben, die ich bis zum Erbrechen beim Studium unserer Massenmedien ertragen muss, dann ersuche ich Sie um Eines:

Nehmen Sie umgehend die Verordnung zur Maskenpflicht zurück!

Diese Rücknahme kann nur der Anfang sein, um endlich wieder das herzustellen, was diesen Staat und diese Stadt so lebenswert macht: echte Demokratie und Rechtsstaatlichkeit mit mündigen verantwortlichen Bürgern, die selbst wissen, wie sie achtsame, für ihre Mitmenschen gute Entscheidungen treffen können.

Menschen, die besonderen gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt sind, durch das Aussetzen der Demokratie beschützen zu wollen, — was nämlich dieser Tage und Wochen geschieht — wird sich in das Gegenteil umkehren. Suchen wir lieber nach intelligenten, wirklich kollektiven Lösungen und nutzen wir das Potenzial, freier, in Selbstverantwortung handelnder Bürger. Dabei können Sie auf meine Unterstützung zählen.

Achtungsvoll,

Peter Frey


Außerdem habe ich den Sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer angeschrieben, der die ihm untergebenen Kommunen maßgeblich zum gewünschten Handeln motiviert hat. So sieht Durchregieren in der praktischen Realität aus. Sie bildet sich in kritiklosen Hinnahme des größten Unsinns ab und stellt den demokratischen Rechtsstaat in Frage.

An: buergerbuero@sk.sachsen.de

Bitte leiten Sie den Brief direkt an den Ministerpräsidenten weiter:

Betreff: Die unter Ihrer Federführung veranlasste Verordnung zum Maskenzwang

Sehr geehrter Herr Kretschmer,

vorab: Dieser Brief ist öffentlich. Er wird über alle mir bekannten Verteiler verbreitet und auch auf meiner Webseite (siehe unten) online gestellt. Zuvor wurde ein ähnlich lautender Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Dresden, Dirk Hilbert versandt.

An dieser Stelle mache ich Sie darauf aufmerksam, dass Sie für mich mitverantwortlich dafür sind, wenn der soziale Frieden in Sachsen in die Brüche gehen sollte. Die Anzeichen dafür sind bereits erkennbar.

Es ist auffällig, wie diverse Länder und Kommunen in unserem Land diensteifrig darum bemüht sind, die “dringenden Empfehlungen” der Bundesregierung noch zu übertreffen, um die eigene Handlungsfähigkeit vor aller Welt kundzutun.

In diese Riege haben Sie sich “würdig” eingereiht. Jedoch eine Maskenpflicht im Einzelhandel einzuführen ist – bitte gestatten Sie, dass ich es so sage, wie es ist – bar jeden Sinn und Verstandes.

Sie haben mit dieser Entscheidung Aufwände, vor allem aber Konflikte für die Mitarbeiter im Einzelhandel, für Sicherheitsunternehmen, Polizisten und ihre eigenen Mitarbeiter, letztlich für die gesamte Bevölkerung praktisch vorprogrammiert – und das ohne jede Not.

Möchten Sie tatsächlich von mir erklärt bekommen, warum das Vorschreiben des Tragens von Masken im öffentlichen Raum, wozu ich hier den Einzelhandel und die Verkehrsmittel zähle, sinnlos, ja sogar völlig kontraproduktiv ist? Oder ist es nicht Ihre eigene verdammte Pflicht und Schuldigkeit, dies vorher selbst gründlich zu prüfen?

Professer Streeck kennt inzwischen jeder. Man müsste natürlich auch einmal gründlich lesen, was er – und beileibe nicht nur er – schreibt. Das gilt auch für das Tragen von Masken. Welchen Empfehlungen folgen Sie wirklich? Wer sind Ihre angeblichen Experten, die Ihnen so etwas raten?

Dabei kann uns schon der gesunde Menschenverstand darauf hinweisen, dass eine solche Maßnahme – Maskenzwang – nicht nur sinnlos, sondern maximalen Aufwand erzeugend, ja sogar kontraproduktiv ist. Damit reiht sich diese Entscheidung übrigens nahtlos in die Vorherigen, wie die absurde Verordnung zur stetigen Desinfektion von Einkaufswagen und ähnlichem ein.

Die Polizisten vor Ort und die Bürger in Stadt und Land werden in der kommenden Woche die Suppe für Sie auslöffeln müssen.

Sollten Sie tatsächlich bis zum heutigen Tag davon überzeugt sein, dass Maskenzwang ein wirksames Mittel gegen die sogenannte Coronakrise ist, bin ich gern bereit, Ihnen hierzu aufklärende Unterstützung zu leisten. Ich komme sogar zu Ihnen in die Kanzlei, kein Problem.

Die Qualität politischen Handelns macht sich nicht an Aktionismus fest, sondern an verantwortlichem, ausgewogenen Handeln. Das kann ich hier in keiner Weise erkennen. Ihre sogenannten Erleichterungen sind – milde gesagt – eine Verschlimmbesserung. Zur befohlenen, sozialen Distanzierung – die allein schon katastrophal ist – kommt nun auch noch eine Vermummungspflicht. Die sich daraus ergebenden Folgen für Psyche und Gesundheit der Menschen sind noch gar nicht abzusehen.

An dieser Stelle informiere ich Sie, dass ich in den kommenden Wochen maximal auf meine Freiheitsrechte als Bürger pochen werde. Das tue ich mit dem Wissen, dass dieses Handeln in keiner Weise andere Menschen in zusätzliche Gefahr bringt. Zumindest in keine Gefahr, die auch nur ein Gran höher ist, als sie vor dem Ausbruch der “Coronakrise” bestand und sie bis heute ohne Maskenzwang bestand.

Mein Handeln kann ich schlüssig begründen. Es geht einher mit den Prinzipien des demokratischen Rechtsstaates, was nicht mit unreflektiertem Gehorsam gleichzusetzen ist. Begründen Sie bitte schlüssig Ihr Handeln in dieser Sache.

Wenn Sie das nicht können und nur die allgemeinen Pauschalaussagen vorzubringen haben, die ich bis zum Erbrechen beim Studium unserer Massenmedien ertragen muss, dann ersuche ich Sie um Eines:

Nehmen Sie umgehend die Verordnung zur Maskenpflicht zurück!

Diese Rücknahme kann nur der Anfang sein, um endlich wieder das herzustellen, was unser Land so lebenswert macht: echte Demokratie und Rechtsstaatlichkeit mit mündigen verantwortlichen Bürgern, die selbst wissen, wie sie achtsame, für ihre Mitmenschen gute Entscheidungen treffen können.

Menschen, die besonderen gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt sind, durch das Aussetzen der Demokratie beschützen zu wollen, – was nämlich dieser Tage und Wochen geschieht – wird sich in das Gegenteil umkehren. Genug ist genug. Es wurde bereits unermesslicher Schaden angerichtet, gerade bei alten Menschen, die man vorgibt, beschützen zu müssen und die am meisten unter der Entmündigung leiden, weil sie nämlich zu den Wehrlosesten in dieser Gesellschaft gehören.

Suchen wir lieber nach intelligenten, wirklich kollektiven Lösungen und nutzen wir das Potenzial, freier, in Selbstverantwortung handelnder Bürger. Dabei können Sie auf meine Unterstützung zählen.

Achtungsvoll,

Peter Frey

Bitte, liebe Mitmenschen, bleiben Sie sehr aufmerksam.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung — Nicht kommerziell — Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen — insbesondere der deutlich sichtbaren Verlinkung zum Blog des Autors — kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden.

(1) 05.04.2020; Pietro Vernazza; https://infekt.ch/2020/04/atemschutzmasken-fuer-alle-medienhype-oder-unverzichtbar/

(b1,b2) Dirk Hilbert begründet die Verordnung zum Maskenzwang auf seiner Facebook-Seite, die Besucher der Seite erklären ihm die fehlende Sinnhaftigkeit; 19.04.2020; https://www.facebook.com/hilbert.fuer.dresden/

(Titelbild) Dresden, Albertinum; Autor: Dieter_G (Pixabay); 09.09.2015; https://pixabay.com/de/photos/dresden-albertinum-kuppel-dach-956187/; Lizenz: Pixabay License

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