Über technische Kommunikation und deren Bedeutung in Bezug auf Abhängigkeiten und Souveränität


Die pure Zerstörungskraft und Präzision physischer Waffen und der verschossenen Munition verpufft, wenn nicht ausreichend schnell Informationen zu Zielen und Maßnahmen des Gegners vorliegen. Kommunikation ist alles im Krieg, und das nicht erst heute. Insofern war das Starlink-Kommunikationssystem des US-Milliardärs Elon Musk für die westliche Kriegsmaschinerie im Kampf gegen Russland eine wertvolle, vielleicht sogar mitendscheidende Komponente, um überhaupt mehr als fünf Jahre Krieg gegen Russland durchstehen zu können. War und sind die NATO und deren ukrainische Stellvertreter diesbezüglich im Vorteil gegenüber Russland?


Wenn wir im weiteren von Starlink und dessen echten oder scheinbaren Alternativen reden, behalten wir im Hinterkopf, dass es sich auf der Ebene von Führung und Kommunikation um eine verkürzte Darstellung handelt.

Die NATO und Starlink

Die ukrainische Armee konnte Starlink-Terminals nur deshalb so effektiv nutzen, weil das Starlink-Satellitensystem von Elon Musks SpaceX (1) umfassend in C4ISTAR integriert ist. Über die 40.000 bei den ukrainischen Streitkräften verteilten Starlink-Terminals werden Informationen von vor Ort genauso kontinuierlich in das C4ISTAR-System der NATO gespeist, wie diese umgekehrt von dort — gemeinsam mit unzähligen anderen Informationen aggregiert und ausgewertet — zeitnah Anweisungen oder erfolgversprechende Optionen erhalten (2).

Starlink, so viel sei schon hier verraten, ist natürlich nicht alternativlos. Das ist es auch nicht für die ukrainischen Streitkräfte. So hat die französische Eutelsat, der weltweit drittgrößte Satellitenbetreiber, der Ukraine im Jahre 2025 angeboten, eine zu Starlink adäquate satellitengestützte Kommunikationslösung, einschließlich der 40.000 Terminals, innerhalb von Monaten zu liefern und einzurichten (3). Das Problem, die Herausforderung, sie liegt weniger auf der technischen Ebene. Dass Eutelsat die gestellten Aufgaben mit 630 statt der 10.000 Satelliten, die SpaceX inzwischen in den Weltraum geschossen hat, umsetzt, ist kein Maß für die Leistungsfähigkeit, wie es in den Medien gelegentlich kolportiert wird (4). Vielmehr ist die technische Lösung anders geartet. Nein, das Problem finden wir auf der politischen Ebene. Denn über was Eutelsat (als Beispiel) im Gegensatz zu Starlink nicht verfügt, ist die Integration in C4ISTAR.

C4ISTAR (gesprochen Si_For_I_ Es_Ar) steht für Command, Control, Communications, Computers (C4, also viermal Schlüsselbegriffe die mit C beginnen), Intelligence, Surveillance, Targeting Acquisition and Reconnaissance (Nachrichtendienst, Überwachung, Zielerfassung und Aufklärung). Damit handelt es sich um ein Rahmenwerk (Framework) in dem verbindliche Methoden vereinbart wurden (5).

Der Drohnenkrieg, welcher derzeit von ukrainischem Boden aus gegen Infrastruktur im russischen Hinterland geführt wird, kann nur deshalb für den Krieg an der Informationsfront spektakuläre Ergebnisse liefern, weil er dafür das C4ISTAR der NATO nutzen kann. Allein das belegt bereits, dass wir es beim Ukraine-Konflikt mit einem NATO-Krieg zu tun haben.

Was C4ISTAR mit der großen Politik zu tun hat

Ursache und Wirkung werden gern miteinander vertauscht, um den gewünschten Charakter einer Erzählung zu stärken. So auch die von einem angeblich unprovozierten russischen Angriffskrieg. Am 17. Dezember 2021 hatte Russland unmissverständlich die westlichen Regierungen darauf aufmerksam gemacht, dass die weitere NATO-Integration der Ukraine existenzielle russische Sicherheitsinteressen verletzte und dieser Prozess nicht weiter akzeptiert werden würde. Der russische Außenamtssprecher Sergej Rijabkow sagte damals:

„Die von den Vereinigten Staaten und der NATO in den letzten Jahren verfolgte Linie, die Sicherheitslage aggressiv zu verschärfen, ist absolut inakzeptabel und äußerst gefährlich.“ (6)

Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Kiseljow, äußerte in ungewohnter, ultimativer Klarheit:

„Russland hat den Vereinigten Staaten ein Angebot gemacht, das sie nicht ablehnen können. Der Moment der Wahrheit ist gekommen.“ (7)

Russland legte zwei Vertragsentwürfe vor und forderte zu umgehenden, ernsthaft geführten Verhandlungen auf. Ab dem 10. Januar 2022 trafen sich US-amerikanische und russische Vertreter in Genf. Nach den ersten Gesprächen betonte Rjabkow:

Für uns ist es absolut notwendig, sicherzustellen, dass die Ukraine niemals, niemals, niemals Mitglied der NATO wird.“ (7i)

Rjabkow legte nach und kündigte „militär-technische Maßnahmen [an], die unweigerlich und unausweichlich die Sicherheit der USA und ihrer europäischen Verbündeten beeinträchtigen werden“ (7ii). In einer am Tag darauf vom russischen Außenminister Sergej Lawrow abgehaltenen Pressekonferenz forderte dieser ultimativ eine konkrete Antwort auf Russlands Vorschläge und betonte, das Moskaus Geduld am Ende sei. Die westliche Seite beschloss, all das zu ignorieren und startete stattdessen eine Medienkampagne, die eine übermäßige Truppenpräsenz Russlands an den Grenzen zur Ukraine behauptete. Was, wie gewöhnlich, zwar ständig wiederholt, dafür nie belegt wurde (8).

Und schon sind wir wieder im Informationskrieg angekommen. Wie gesagt, reden wir hier vom Januar 2022. Ein russischer Truppenaufmarsch erfolgte natürlich — allerdings erst Wochen später. Und das könnte auch hiermit zu tun haben. Schließlich brachte der Autor C4ISTAR mit der großen Politik in Verbindung. Wenige Tage nach den gescheiterten US-amerikanisch-russischen Gesprächen, nämlich am 17. Januar 2022, meldete die Kommunikations- und Informationsagentur der NATO (NCIA) eine erneuerte Vereinbarung mit der Ukraine zur gemeinsamen Fortsetzung „technologiebezogener Projekte“. Dazu gehörte auch eine im Dezember 2018 gestartete „Initiative zur Lieferung sicherer Kommunikationsausrüstung an die Ukraine“.

„Im Rahmen dieses Abkommens wurde zudem das regionale Luftraumsicherheitsprogramm der NATO und der Ukraine (RASP) entwickelt, um eine frühzeitige Benachrichtigung und Koordination bei Luftraumbedrohungen zu gewährleisten. Das System umfasst eine integrierte IP-Telefonanlage und bietet den Bedienern Tools zur gegenseitigen Kommunikation, wie beispielsweise Chat, geografische Markierungen und die Hervorhebung der Flugbahn eines Flugzeugs. Die Einheiten sind über ein eigenes, vom Internet getrenntes Netzwerk miteinander verbunden.“ (a1, 9)

Kann sich der Leser bereits vorstellen, um was für „ein eigenes, vom Internet getrenntes Netzwerk“ es sich da handelt? Passend dazu stellt das „regionale Luftraumsicherheitsprogramm der NATO“ und dessen Erläuterung nichts weiter als einen Euphemismus dar, welcher die militärische als die wesentliche Komponente dieses Programms umschreibt und gleichzeitig kaschiert. Vor allem kaschiert es die in der Ukraine seit dem Maidan eingebrachten C4ISTAR-Stukturen. In der NATO-Veröffentlichung klingt das sehr harmlos, die Propagandisten dort verstehen ihr Handwerk. Aber hier geht es um nichts anderes als Komponenten zur Kriegsführung:

„Die Zusammenarbeit mit der Ukraine umfasst auch eine Initiative zum Wissensaustausch, in deren Rahmen Fachexperten der Agentur ihr Wissen über die NATO-Praktiken beim Aufbau von Fähigkeiten im Bereich Führung, Kontrolle, Kommunikation und Computer (C4) weitergeben.“ (9i)

Braucht(e) Russland Starlink?

Der stellvertretende russische Kriegsminister, Alexei Kriworutschko erklärte im Februar diesen Jahres:

„[Man habe Starlink] nur genutzt, um Gegner in die Irre zu führen.“ (10)

Er reagierte damit auf die Sperrung von Starlink-Terminals für Benutzer in der Russischen Föderation. Ist das nur Propaganda, die den Gegner schwach und sich selbst stark redet? Nein, aber Propaganda ist es eben auch. Denn, wenn man Starlink für die Kriegsführung genutzt hat, dann deshalb, um operative und taktische Vorteile auf dem Schlachtfeld zu erringen. Nichts anderes steckt hinter dem „Gegner in die Irre zu führen“.

„Seinen Worten zufolge gewährleisten die eingesetzten Steuerungs- und Kommunikationssysteme einen stabilen Informationsaustausch über sichere Kanäle. Der stellvertretende Minister wies darauf hin, dass Starlink bereits seit zwei Wochen abgeschaltet sei.“ (9i)

Auch hier wurde die Realität vernebelt. Natürlich verfügen auch die russischen Streitkräfte über sichere Kommunikationssysteme für die Kriegsführung. Eine ganz andere Frage lautet, ob diese Systeme auch in der Lage sind, viel mehr Daten als früher in kürzester Zeit auszutauschen, auszuwerten und dann auch noch ebenso rasch für die Kampfaufgaben an der Front und im Hinterland zu nutzen. Das tun sie nicht und deshalb nutzt Russland dort, wo es das kann, nach wie vor auch westliche Lösungen wie GPS und Starlink sowohl im zivilen wie auch im militärischen Umfeld. Deshalb schließlich entwickelt Russland derzeit intensiv Systeme, die das, was zum Beispiel Starlink leistet, gleichfalls vermögen.

Ist aber das hier auch Propaganda?

„Schon kurz nach der Abschaltung beklagte der Militärkorrespondent des russischen Staatsfernsehens, Alexander Sladkow, dass die Kommunikation innerhalb der Einheiten auf das Niveau von 2022 kurz nach Kriegsbeginn zurückgeworfen worden sei.“ (11)

Nicht nur die ARD-Tagesschau, im Prinzip jeder Mainstream-Sender, hatte sich — und das fast wortgleich, weil eine dpa-Meldung wiedergebend — auf den Kommentar von Alexander Sladkow gestürzt (12, 13). Seine Aussage passte einfach zu gut in die Erzählung einer schwächelnden, der Niederlage entgegentaumelnden russischen Streitmacht. Einer Erzählung, die gebraucht wird, um immer wieder neue Ressourcen in den NATO-ukrainischen Krieg gegen Russland zu pumpen. Sladkow ist Kriegsberichterstatter, und als solcher berichtet er auch, aber keinesfalls nur für das russische Staatsfernsehen. Und stellt vor allem seine Sicht der Dinge dar. Was westliche Berichterstattung daraus macht, ist, Sladkows Sicht zu der Sicht der Dinge zu machen. Einfach, weil es so gut passt.

Fassen wir kurz zusammen: Ja, Russland war und ist bis heute im Nachteil, wenn es um Kommunikation in Echtzeit bei der operativen Kriegsführung geht. Es kompensiert diesen Nachteil aktuell unter anderem durch seine Überlegenheit in der elektronischen Kriegsführung, in der taktischen und operativen Flexibilität beim Einsatz seiner überlegenen Kräfte, der Nutzung des eigenen, weltraumgestützten Navigationssystems Glonast, als auch durch „Mitnahmeeffekte“ bei der Nutzung von Technologien des Gegners, eben GPS und Starlink. Diesbezüglich erfuhr man bei der ARD-Tagesschau:

„Die russischen Streitkräfte nutzen zunehmend Starlink-Satellitennetzwerke, um die Reichweite ihrer BM-35-Angriffsdrohnen zu vergrößern und Mittelstreckenangriffe im Inneren der Ukraine durchzuführen.“ (11i)

Das mag der Wahrheit entsprechen (14). Doch möchte der Autor darauf hinweisen, auf welche Quelle sich die ARD hier bezog. Machen wir also einen weiteren, kurzen Abstecher, wer unter anderen die ARD benutzt, um seine Informationen zu verbreiten.

Eine „unabhängige“ Denkfabrik

Die ARD bezog sich auf das „unabhängige Institute for the Study of War“ (ISW). Und überführte sich gleich darauf selbst der Falschinformation, denn das ISW ist natürlich nicht unabhängig:

„Das Institut ist gemeinnützig und erhält nach eigenen Angaben keine finanzielle Unterstützung der US- oder einer anderen Regierung, sondern finanziert sich vor allem durch Spenden von Unternehmen. Es gibt enge Verbindungen zu Vertretern des US-Militärs; so sitzt etwa der Ex-General David Petraeus im Vorstand.“ (11ii)

Tatsächlich konnte man diese Information aus einem Infokasten erlesen, der in den Artikel der Tagesschau eingebettet worden war. Allein die „engen Verbindungen zu Vertretern des US-Militärs“ sowie die Personalie des früheren CIA-Chefs, des transhumanistisch argumentierenden, neokonservativen Scharfmachers David Petraeus (15), belegt die Abhängigkeit der Denkfabrik. Fügen wir noch hinzu, dass die CIA-Operation Timber Sycamor zur Aufrüstung und Unterstützung islamistischer Terroristen von al-Qaida im Krieg gegen Syrien maßgeblich auf die Initiative von Petraeus zurückgeht (16).

Gründer und Präsident des ISW ist Kimberly Kagan. Politischer Einfluss ergibt sich auch und unbedingt durch Reichweite — und so erschienen die Meinungsbeiträge von Kimberly Kagan im Wall Street Journal, in der New York Times und in der Washington Post, in der Los Angeles Times und in Foreign Policy. Sie beriet auch David Petraeus als Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Afghanistan. Angesichts der Verbindung zu Petraeus in Afghanistan und beim ISW hat es einen gewissen Charme, dass Kimberly Kagan — kaum dass Petraeus seine CIA-Operation zur Unterstützung von Terroristen in Syrien lanciert hatte — 2018 und 2019 als Mitglied einer vom US-Kongress ernannten „Syria Study Group“ fungierte (17).

Doch ist der Name Kagan keine politische Personalie, sondern eine ganze politische Familie. Es ist tatsächlich ein familiärer Kreis mit großem Einfluss auf die US-Politik und darüber hinaus. Dieser private Kreis mit gesellschaftlichem Einfluss hat entscheidend an der Entwicklung und Umsetzung des neokonservativen Project for the New American Century (PNAC) mitgearbeitet. Die Familie hat nicht nur hochrangige Posten im ISW (eben Kimberly Kagan), sondern auch in den einflussreichen Denkfabriken Brookings Institution und American Enterprise Institute (AEI) inne.

Kimberly Kagan lernte ihren Ehemann Frederick Kagan während ihres Studiums an der Yale University kennen. Frederick ist dauerhaft am AEI angestellt. Eben jenem AEI, das maßgeblich PNAC initiiert hatte, welches schließlich im Irak, in Afghanistan und Syrien (und weiteren Ländern) praktisch umgesetzt wurde. Das Ganze gewinnt an Spannung, wenn man erfährt, dass das Ehepaar Kagan mehrfach gemeinsam in Afghanistan weilte, um Petraeus zu beraten. Im Gegenzug bekam Petraeus in den US-Medien gute Presse für „seine“ Afghanistan-Operation (18).

Dann gibt es noch Robert Kagan, den Bruder von Frederick Kagan. Robert leitete das 1997 gegründete PNAC und war Mitunterzeichner mehrerer PNAC-Initiativen, teilweise gemeinsam mit seinem Vater Donald Kagan (19, 20). Die Ehegattin von Robert Kagan heißt übrigens Victoria Nuland. Das war eine der prominentesten Revolutionshelferin für den Maidan-Putsch (21, 22). Unterschlagen wir zuguterletzt nicht, dass die Kagans gepflegte Beziehungen mit Kreisen des militärisch-industriellen Komplexes der USA unterhalten (23).

Das alles ist wichtig, um das ISW als Quelle angemessen einordnen zu können. Deren Informationen verfolgen Absichten, ihre Veröffentlichungen im Informationsraum sind so gewollt und zielen darauf, die Realität in einer bestimmten Art und Weise von Verzerrung abzubilden. In einer Weise, welche die gewollten und unbedingt aufrecht zu erhaltenden Narrative stützen möge. Diese Leute haben Zugang zu den reichweitenstarken Medien nicht nur in den USA — was die wiederholte Veröffentlichung ihrer meinungsbildenden Beiträge in den öffentlich-rechtlichen Sendern der Bundesrepublik Deutschland erklärt.

Die von der ARD praktizierte wiederholte Verwendung des ISW als Quelle zeugt also keineswegs von unabhängiger Berichterstattung, sondern vielmehr von einer interessengeleiteten auftragsgetriebenen Berichterstattung.

Im Weltall und darunter

Es wird technisch. Kommen wir dazu einführend zurück zum thematisierten ARD-Tagesschau-Beitrag. Dieser führte unter anderem noch aus:

„Zudem testet Russland derzeit ein neues Kommunikationssystem als Alternative zu Starlink, wie die russische Agentur TASS laut ISW berichtet. Nach Angaben der Russischen Stiftung für Fortgeschrittene Forschungsprojekte habe die stratosphärische Plattform ‚Barrage-1‘ ihren Jungfernflug unternommen. Jedoch zitiert ISW russische Militärblogger, die das System für ungeeignet halten, Starlink auch tatsächlich zu ersetzen.“ (11iii)

„Wie die russische Agentur TASS laut ISW berichtet“ kommt einem Offenbarungseid gleich. Das impliziert nämlich, dass der Sender die Information des ISW ungeprüft weitergegeben hat. Man macht sich demnach nicht mehr die Mühe, Informationen zu prüfen. Das zöge möglicherweise auch noch das Prüfen auf eventuelle, vom ISW nicht aufgeführte aber in der Originalquelle zu findende Zusammenhänge ein, die für das Verständnis des Sachverhaltes wichtig sind. Einer davon ist, dass in Russland an mindestens drei unterschiedlich ausgelegten Technologien gearbeitet wird, von denen eines kurz vor der Inbetriebnahme steht — und das ist eben nicht das oben zitierte Barrage-1. Trotzdem möge dieses Barrage-1 kurz erläutert werden.

Im Zitat wurde von einer „stratosphärischen Plattform“ gesprochen, also einer Plattform, die nicht im Weltraum, sondern sehr viel erdnäher, nämlich 20 Kilometer oberhalb der Erdoberfläche, in der Stratosphäre operiert (24), dort wohin Wetterballone aufsteigen. Im Vergleich dazu beträgt die Einsatzhöhe der SpaceX-Satelliten, über welche die Benutzer mit Starlink versorgt werden, etwa 550 Kilometer (25). Dort beginnt die Exosphäre — als oberer Teil der Ionosphäre und mit Übergang in den erdnahen Weltraum (26).

Barrage-1 funktioniert daher in seinen physikalischen Prinzipien völlig anders als SpaceX-Satelliten, nämlich nach denen auf Auftrieb beruhenden Luftfahrzeugen, sogenannten Aerostaten, ganz ähnlich den bereits erwähnten Wetterballonen. Luftfahrzeuge in solchen Höhen sind schwer auszumachen. Ihre Erkennung und Bekämpfung ist möglich, jedoch mit unverhältnismäßig hohen Kosten verbunden (27). Das Barrage-1 trägt eine 100 Kilogramm schwere Kommunikationsplattform mit 5G-Technik. Theoretisch wäre es damit möglich, über dem gesamten Luftraum des Gegners zu operieren und Raketen wie Drohnen fernzusteuern. Tests, welche im Februar diesen Jahres durchgeführt wurden, verliefen zufriedenstellend (24i). Übrigens hatte man bei Google vor über einem Jahrzehnt mit dem Projekt Loon begonnen, an einer ähnlich gearteten Lösung zur Internet-Kommunikation zu forschen. Aus nachvollziehbaren Gründen wurde das Projekt vor drei Jahren insgesamt erfolglos beendet (28).

Die Herausforderung liegt nämlich in der Steuerung, denn bekanntermaßen fahren Ballone mit der Luftströmung, in welcher sie auch noch aufsteigen und sinken. Sie bewegen sich also vertikal und horizontal. Um das in den Griff zu bekommen, haben die russischen Ingenieure ein pneumatisches ballistisches System entwickelt. Dabei befindet sich innerhalb des äußeren, elastischen Ballons eine weiterer, starrer Ballon. Wird Außenluft in den inneren Tank gepumpt, sinkt der Druck im Außenballon und dessen Oberfläche schrumpft. Das lässt den Ballon absinken. Der umgekehrte Prozess lässt den Ballon wieder aufsteigen. Wie die horizontale Bewegung kontrolliert wird, ist nicht bekannt, wahrscheinlich nutzt man Aufwinde, um am Ort zu bleiben.

Ebenfalls in der Stratosphäre soll Argus operieren. Es wird parallel zu Barrage-1 entwickelt und beide sollen perspektivisch möglicherweise im Verbund eingesetzt werden. Argus ist eine Drohne aus dem Hause Stratolink. Ihr Gewicht soll 315 Kilogramm betragen, die Nutzlast 40 Kilogramm. Für den Auftrieb und die Anbringung der Sonnenkollektoren ist die Flügelspannweite auf beeindruckende 40 Meter ausgelegt. Die Elektromotoren werden ausschließlich über Sonnenenergie versorgt. Das Gerät kann sowohl 5G-Kommunikationsausrüstung als auch Kameras und Komponenten zur elektronischen Kriegsführung aufnehmen (28i, 29).

Morgenröte im Weltall

Morgenröte heißt im russischen Rasswet, und auf diesen Namen wurde der Satellitenverbund getauft, der flächendeckend zeitkritische und breidbandige Kommunikation in russischer Version auf eine neue Stufe zu heben gedenkt. Rasswet wird vom Büro 1440, einem Tochterunternehmen des IT-Konzerns IKS, entwickelt (30). Im März des Jahres wurden die ersten 16 in den echten Betrieb gehenden Satelliten ins All geschossen. Die nächsten 16 Rassweft-3-Satelliten sollten dieser Tage folgen. Damit ist auch klar, dass die Operationshöhe woanders liegt als bei Argus und Barrage-1, und außerdem höher als die der SpaceX-Satelliten, nämlich bei etwa 800 Kilometern.

Jeder der 370 Kilogramm schweren Satelliten fungiert als 5G-Basisstation, die Kommunikation untereinander erfolgt optisch. Die übertragene Bandbreite soll bei einem Gigabit pro Sekunde liegen, dies bei einer Latenz von nicht mehr als 70 Millisekunden. Bis zum Ende des Jahres sollen 156 Rasswet-Satelliten in den Orbit gebracht werden, bis 2035 sollen es rund 900 sein.

Einer der im März gestarteten Satelliten ging infolge eines Triebwerkausfalls verloren und verglühte am 6. Juni in der Atmosphäre. Das bislang installierte Kommunikationssystem funktioniert ungeachtet dessen reibungslos. Rasswet kann ähnliche Aufgaben übernehmen wie Argus und Barrage-1, die Funksignale sind ähnlich schwer zu stören wie die von Starlink. Damit ist auch eine ähnliche Nutzung wie jener der Starlink-Terminals möglich, also zur Koordinierung von Drohnenangriffen, zum Austausch von Echtzeitdaten und zur Abwehr von Störsignalen (31).

Außerhalb der militärischen Nutzung bietet sich Rasswet als Alternative einer Infrastruktur für Kommunikationsnetze an. Es erscheint wenig sinnvoll, dass Riesenland mittels Glasfasern zu vernetzen. Zumal selbst Russland derzeit nicht über die Kapazitäten verfügt, eigene Glasfasern in der erforderlichen Menge zu produzieren. Auch weil große Teile vom jahreszeitlich auftauenden Permafrostboden bedeckt sind, ist das Aufstellen von Mobilfunkmasten in der Wildnis problematisch. Tests mit Rasswet haben dagegen bereits erfolgversprechende Resultate gezeigt:

„Im Mai genehmigten Büro 1440 und die Russische Eisenbahn (RzhD) einen Fahrplan für die Einführung von Satellitenkommunikation in Hochgeschwindigkeitszügen im Westen des Landes. Das Netz umfasst das 105.000 Kilometer lange Streckennetz Russlands, einschließlich der Verbindungen zwischen Moskau und St. Petersburg. Alexej Schelobkow, Direktor von Büro 1440, erklärte letzten Monat [Februar 2026], die beiden Unternehmen hätten die Rasswet-Terminals bereits in einem speziellen Zuglabor getestet, um ihre Leistungsfähigkeit unter verschiedenen Geschwindigkeits-, Vibrations- und Wetterbedingungen zu prüfen.“ (31i)

Zum Vergleich: Das gesamte deutsche Eisenbahnnetz hat aktuell eine Streckenlänge von 39.000 Kilometern (32).

Bereits im Jahre 2025 haben zwei russische Mobilfunkbetreiber Verträge mit Büro 1440 unterzeichnet. Diese beinhalten die Vernetzung von fast 1.000 Basisstationen, die den Kunden Internet-Kommunikation in 5G-Qualität bieten.

Rasswet und Starlink lassen sich, trotz ihres ähnlich gelagerten Verwendungszwecks, technisch gut unterscheiden. Während Starlink tausende Satelliten in einer Höhe von 550 Kilometern betreibt (33), plant man mit Rasswet die gewünschte flächige Abdeckung mit 900 Satelliten. Das funktioniert, weil man in größerer Höhe eine größere Fläche abdecken kann. Das erkauft man mit einer doppelt so hohen Latenz — etwa 35 Millisekunden bei Starlink, 70 Millisekunden bei Rasswet. Beide Lösungen erlauben die Verbindung über Mobiltelefone, Rasswet allerdings nur zu solchen mit der 5G-Architektur.

SpaceX verkauft sein Starlink weltweit und ist für den Massenmarkt ausgelegt. Rasswet ist dagegen für kritische Infrastruktur von Regierung und Militär sowie unternehmerische Nutzung konzipiert. Damit wird Rasswet auch perspektivisch von weniger Nutzern belegt werden als Starlink. Das wiederum erlaubt die größere flächige Abdeckung der dichter besiedelten Gebiete Westrusslands in hervorragender Qualität, die der dünn besiedelten Gebiete Sibiriens und der Arktis sowieso (34). Darüber hinaus ist durch die Zweckbezogenheit von Rasswet eine den gesamten bewohnten wie unbewohnten Globus umspannende Abdeckung gar nicht erforderlich.

Aber am Wichtigsten scheint dieser Aspekt: Alle wichtigen Bauteile der Satelliten wie der Komponenten zur Kommunikation wurden durch Russland selbst entwickelt, und Russland wird diesen Weg zu einer vernünftigen Autarkie weitergehen. Autarkie, die ein Land zu echter Souveränität führen kann.

Die Souveränität über die technische Infrastruktur ist erst die Voraussetzung, damit ein Land auch souverän bei der Entwicklung von Software wird und bleibt. Russland emanzipiert sich derzeit auch im digitalen Bereich von westlichen Anwendungen. Damit wird ein weiteres Instrument zur Erpressung Russland unwirksam. Technologische Souveränität führt schließlich zu politischer Souveränität. Zusammenfassend lässt sich sagen:

„Die Entwicklung einheimischer Satelliten sichert zudem einen Vorteil in der Drohnenkriegsführung und der flexiblen Kommunikation an vorderster Front und bietet gleichzeitig eine praktische Lösung für ein Land, das zu groß ist, um es mit Glasfaser oder Mobilfunkmasten zu verkabeln. Die Satelliten erreichen die Arktis, Sibirien und den Fernen Osten.“ (34i)

Es geht daher nicht um Konkurrenz, sondern um Autonomie und Souveränität. Russland wurde auf die harte Tour dazu gebracht, diese Souveränität ernsthaft anzustreben.

Bitte bleiben Sie schön aufmerksam, liebe Leser.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung — Nicht kommerziell Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er — einschließlich der Primärquelle — gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.

(a1) Die Übersetzungen erfolgten unter Zuhilfenahme von DeepL.com.

(1) 27.02.2022; Redaktionsnetzwerk Deutschland; Internet für die Ukraine: Elon Musk aktiviert Starlink-Satelliten – Minister bedankt sich; https://www.rnd.de/politik/krieg-in-der-ukraine-elon-musk-aktiviert-starlink-satelliten-fuer-internet-in-der-ukraine-LRTUT55MZ2USOOOPGWV7TQSKWQ.html; Artikel hinter Abonnement-Schranke

(2) 27.03.2022; Deutsche Welle; Alexander Freund; Ukraine using Starlink for drone strikes; https://www.dw.com/en/ukraine-is-using-elon-musks-starlink-for-drone-strikes/a-61270528

(3) 08.05.2025; Heise; Stefan Krempl; Eutelsat offers itself as a replacement for Starlink in Ukraine; https://www.heise.de/en/news/Eutelsat-offers-itself-as-a-replacement-for-Starlink-in-Ukraine-10309294.html; Artikel hinter Registrierschranke

(4) 05.03.2025; ARD-Tagesschau; Eckart Aretz; Aufgeschmissen ohne Starlink?; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-starlink-102.html

(5) Defense One; C4ISTAR: The Military’s Nervous System; https://www.defenseone.com/insights/cards/C4ISTAR-military-nervous-system/; abgerufen: 01.07.2026

(6) 17.12.2026; Reuters; Gabrielle Tétrault-Farber, Tom Balmforth; Russia demands NATO roll back from East Europe and stay out of Ukraine; https://web.archive.org/web/20211217212217/https://www.reuters.com/world/russia-unveils-security-guarantees-says-western-response-not-encouraging-2021-12-17/

(7) 01.02.2022; CovertAction Magazin; Alex Krainer; Nach gescheiterten Gesprächen wird Russland voraussichtlich den Persischen Golf ins Visier nehmen; https://covertactionmagazine.com/2022/02/01/after-failed-talks-russia-will-likely-target-persian-gulf/

(8) 31.01.2022; ARD-Tagesschau; USA und Russland geraten aneinander; https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/un-sicherheitsrat-usa-russland-ukraine-101.html

(9) 17.01.2022; NATO; NATO and Ukraine reaffirm commitment to technical cooperation; https://www.nato.int/cps/en/natohq/news_190906.htm

(10, 10i) 18.02.2026; RT deutsch; „Nur genutzt, um Gegner in die Irre zu führen“ — Starlink-Aus lässt Russland unbeeindruckt; https://freedert.online/kurzclips/video/270532-nur-genutzt-um-gegner-in/

(11 bis 11iii) 17.02.2026; ARD-Tagesschau, dpa; Wie wichtig ist Starlink in Russlands Krieg?; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/starlink-ukraine-russland-104.html

(12) 11.02.2026; zdfheute, dpa; Musk stoppt Starlink für Russland — welche Folgen hat das?; https://www.zdfheute.de/politik/ausland/musk-starlink-ukraine-krieg-russland-100.html

(13) 12.02.2026; Focus, dpa; Nach Starlink-Rauswurf: Russen nutzen perfiden Trick für erneuten Zugang; https://www.focus.de/politik/ausland/nach-starlink-rauswurf-russen-nutzen-perfiden-trick-fuer-erneuten-zugang_ba61e5cb-0b1f-48a9-9421-8badde7aadc7.html

(14) 16.01.2026; Defense News; Russia Deploys Starlink-Controlled BM-35 Drone, Ukraine Confirms After Intersception; https://www.thedefensenews.com/Russia-Deploys-Starlink-Controlled-BM-35-Drone-Ukraine-Confirms-After-Interception/

(15) 23.03.2026; Leonhard Frey; Focus; Wer im nächsten Krieg noch auf menschliche Freigabe wartet, verliert; https://www.focus.de/politik/ausland/drohnen-werden-den-naechsten-krieg-entscheiden-warnt-ehemaliger-befehlshaber-der-us-army_07c728de-3395-4500-97da-646da16b97e8.html

(16) 02.08.2017; New York Times; Mark Mazzetti, Adam Goldman, Michael A. Schmidt; Behind The Sudden Death of a $1 Billion Secret C.I.A. War in Syria; https://web.archive.org/web/20170804052737/https://www.nytimes.com/2017/08/02/world/middleeast/cia-syria-rebel-arm-train-trump.html

(17) ISW; Kimberly Kagan; https://understandingwar.org/people/kimberly-kagan/; abgerufen: 01.07.2026

(18) 20.12.2012; The Washington Post; Civilian analysts gained Petraeus’s ear while he was commander in Afghanistan; https://web.archive.org/web/20121220164736/http://www.washingtonpost.com/world/national-security/civilian-analysts-gained-petraeuss-ear-while-he-was-commander-in-afghanistan/2012/12/18/290c0b50-446a-11e2-8061-253bccfc7532_story_2.html

(19) 1998; Project For The New American Century; About PNAC; https://web.archive.org/web/20120919203246/http://newamericancentury.org/aboutpnac.htm; abgerufen: 01.07.2026

(20) 20.09.2001; Project For The New American Century; Letter to President Bush on the War on Terrorism; https://web.archive.org/web/20120910183555/http://www.newamericancentury.org/Bushletter.htm

(21) 07.02.2014; BBC News; Ukraine crisis: Transcript of leaked Nuland-Pyatt call; https://www.bbc.com/news/world-europe-26079957; siehe auch https://www.youtube.com/watch?v=MSxaa-67yGM#t=89

(22) 07.02.2014; The Guardian, ITN; ‘Fuck the EU’: US diplomat Victoria Nuland’s phonecall leaked – video; https://www.theguardian.com/world/video/2014/feb/07/eu-us-diplomat-victoria-nuland-phonecall-leaked-video

(23) 20.03.2015; Consortium News; Robert Parry; A Family Business of Perpetual War; https://consortiumnews.com/2015/03/20/a-family-business-of-perpetual-war/

(24, 24i) 02.03.2026; Top War; Ewgeni Fedorow; Die Stratossphärenplattformen Barrage-1 und Argus steigen in den Himmel auf; https://de.topwar.ru/278594-stratosfernye-platformy-barrazh-1-i-argus-podnimajutsja-v-nebo.html

(25) Starlink; https://starlink.com/ch/technology; abgerufen: 01.07.2026

(26) Die Erde; Stratosphäre: Das unsichtbare Dach zwischen Wetter und Weltall; https://www.die-erde.com/atmosphaere/stratosphaere; abgerufen: 01.07.2026

(27) 17.02.2026; TFIGlobal; Smriti Singh; Russia Launches Barrage-1 Stratospheric Platform: Cheap Alternative to Starlink for Remote 5G Internet; https://tfiglobalnews.com/2026/02/17/russia-launches-barrage-1-stratospheric-platform-cheap-alternative-to-starlink-for-remote-5g-internet/

(28) 04.06.2023; The Tech Advocate; Matthew Lynch; Google Grounds Project Loon After 10 Years. Here’s Why It Failed; https://www.thetechedvocate.org/google-grounds-project-loon-after-10-years-heres-why-it-failed/

(29) 20.02.2026; Flugrevue; Mirjam Alama; Russische Stratosphären-Drohne für Telekommunikation; https://www.flugrevue.de/raumfahrt/russische-stratosphaeren-drohne-fuer-telekommunikation/

(30) 18.09.2024; Gerhard Kowalski; Russland plant bis 2027 Grundstock für ein Satelliten-Internetsystem; https://www.gerhardkowalski.com/?p=25002

(31, 31i) 27.03.2026; Ahmed Adel; Rassvet Breaks Russia’s Dependence On Western Technology; https://southfront.press/rassvet-breaks-russias-dependence-on-western-technology/

(32) Allianz pro Schiene; Schienennetz in Deutschland; https://www.allianz-pro-schiene.de/themen/infrastruktur/schienennetz/; abgerufen: 01.07.2026

(33) 01.07.2026; Jonathan’s Space Pages; https://planet4589.org/space/con/conlist.html

(34, 34i) 30.06.2026; RT deutsch; Satellitenkrieg: Wie Russland Elon Musks Starlink Konkurrenz machen will; https://freedert.online/russland/284539-satellitenkrieg-wie-russland-elon-musks/

(Titelbild) Satellit, Weltraum, Erde, Kommunikation; Autor: François (Pixabay); 27.09.2017; https://pixabay.com/de/illustrations/astronomie-marsch-raum-stern-2790107/; Lizenz: Pixabay License

Von Ped

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert