Was sich hinter dem Schein obektiv, ja seriös daherkommender Nachrichten erkennen lässt.


Aber merken das die ARD-Redakteure überhaupt noch, oder bekommen sie die Informations-Häppchen bereits vorgefertigt und werfen diese dann einfach nur noch mehr oder weniger unreflektiert in ihre Berichterstattung? Auf welche Art und Weise entstehen eigentlich Nachrichten, wie die im Folgenden exemplarisch Besprochenen?


Diese und weitere Fragen seien auch und vor allem an das verantwortliche Personal der ARD-Tagesschau gerichtet — in einem weiteren offenen Brief. Aber möglicherweise finden sich ja auch „Aussteiger“ oder mutige „Eingeweihte“, welche (gern auch anonymisiert) das Publikum erhellen können.


An die Redaktion der ARD-Tagesschau

An: info@ndr.de, publikumsservice@tagesschau.de, gremienbuero-beschwerden@ndr.de

Sehr geehrte Damen und Herren,

bitte beachten Sie vorab, dass es sich im Folgenden um einen offenen Brief handelt und auch Ihre Reaktion (oder Nichtreaktion) transparent gehandhabt wird. Halten wir uns ansonsten nicht unnötig auf und kommen gleich zur Sache, Ihrer alltäglichen Berichterstattung. Diesmal geht es um die Ihre zum Ukraine-Konflikt.

Das hier ist manipulativ — auch wenn es auf den ersten Blick gar nicht danach ausschaut:

„17.8.2022 • 13:23 Uhr

Russisches Militär nimmt Gemeinden in der Ostukraine unter Beschuss

Das russische Militär hat erneut Ziele im Osten und Süden der Ukraine beschossen. In der Region Donezk im Osten waren mehrere Städte und Dörfer Ziel der Angriffe, die nach Angaben der Behörden zwei Zivilisten das Leben kosteten. Sieben weitere wurden verletzt.

Russische Langstreckenbomber vom Typ Tu-22M3 feuerten in der Nacht Raketen auf die Region Odessa im Süden des Landes ab, wobei vier Menschen verletzt wurden, wie der Sprecher der Regionalverwaltung von Odessa, Oleh Bratschuk, mitteilte. In Mykolajiw ebenfalls im Süden beschädigten zwei russische Raketen ein Universitätsgebäude. Verletzt wurde niemand.

Die russischen Streitkräfte beschossen in der Nacht auch die Millionenstadt Charkiw und Teile der umliegenden Region. Wohnhäuser und Infrastruktur wurden beschädigt, aber es wurde niemand verletzt.“ (1)


Warum ist das manipulativ, also Propaganda?

Wir erkennen an diesem Beispiel sehr schön, dass Desinformation nicht unbedingt durch dreiste Lügen glänzen muss. Alle obigen Informationen scheinen — ohne dass der Autor dies jetzt ausgiebig geprüft hat — der Wahrheit zu entsprechen. Auch werden die Informationen nicht mit emotionalen Bekundungen von Experten, Politikern oder auch Journalisten „veredelt“. Sachlich und nüchtern wirkt das Ganze — und ungeachtet dessen ist es manipulativ. Warum gelingt es den Journalisten und/oder Redakteuren der ARD-Tagesschau nicht, eine solche Nachricht wie die Zitierte als manipulierende Konstrukte zu erkennen. Warum reichen Sie so etwas einfach an ihre Konsumenten weiter?

Nachrichten haben in Rahmen massenmedialer Berichterstattung offenbar (nicht erst) in diesen Zeiten ganz andere Aufgaben. Gustave Le Bon, Edward Bernays und Walter Lippman lassen grüßen. Und diese Aufgaben liegen nicht im Transport von Informationen auf der Sachebene. Solche wie die obige transportieren vor allem unterschwellige Botschaften, Botschaften auf der Gefühlsebene. Im speziellen Falle lautet die Botschaft: „Russland bombardiert, mehr oder weniger wahllos, Tag für Tag zivile Ziele“.

Das ist überhaupt nicht trivial. Weil es in den Menschen Angst- und daraus resultierend Hassgefühle hervorruft. Man ist sich bei der ARD augenscheinlich nicht im Klaren darüber, wieviel Verantwortung mit dem Senden jedweder Nachricht, auch mit einer solchen „Allerweltsnachricht“ verbunden ist. Aber die gerade zitierte, so nüchtern die Meldung auch wirken mag, pflegt Feindbilder.

Ist dieses Tendenziöse in der Nachricht möglicherweise ein Versehen? Oder ist Ihnen völlig die Sensibilisierung dafür abgegangen? Ist Ihnen überhaupt bewusst, dass die Nachricht manipuliert? Inwieweit sind Sie selbst in das vermittelte Thema, den Ukraine-Konflikt verstrickt, was dann in Ihre Arbeit einfließt? Oder bekommen Sie das Ganze bereits fix und fertig, zum Beispiel von der dpa ins Haus geliefert und leiten es ohne eigenen Aufwand weiter?

Einer Nachricht wie der obigen allein gelingt es freilich nicht, uns ausreichend zu emotionalisieren. So funktioniert unsere Psyche nicht. Es ist die ständige Wiederholung, die uns in unseren Gefühlen konditioniert, uns an Dinge glauben lässt. Und das, dieses Wiederholen, praktizieren Sie. Sie senden im Prinzip diesen Typ von Nachricht, der die Kriterien einer objektiven, unvoreingenommenen Berichterstattung eben nicht erfüllt, regelmäßig, ja täglich. Eine schnelle Suche in Ihrem Ukraine-Liveblog hat genügt, um das zu belegen.

Hier das zweite Beispiel: „Offenbar erneut russischer Angriff auf Charkow“ (2).

(2) 17.08.2022; ARD-Tagesschau; Ukraine-Liveblog; https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-ukraine-mittwoch-151.html#Charkiw

Eines möchte ich Ihnen wohlwollend zugute halten. Die unerträgliche emotionale Aufwertung von Kriegsereignissen durch „Experten“ sowie kriegsgeile Politiiker und Medienleute ist in den vergangenen Wochen bei der Tagesschau-Berichterstattung zurückgegangen. Das ist schließlich auch eine Grundvoraussetzung zur Erfüllung journalistischer Standards. Trotzdem: Verfolgen Sie den Telegram-Kanal des Bürgermeisters von Charkow und senden das dann eins zu eins, also nachrichtentauglich und ohne zu prüfen? Wer liefert Ihnen überhaupt diese Informationen?

Das nächste Beispiel: „Ukraine: Tote und Verletzte im Osten des Landes“ (3).

(3) 16.08.2022; ARD-Tagesschau; Ukraine-Liveblog; https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-ukraine-dienstag-157.html#Ukraine-Tote-und-Verletzte-im-Osten-des-Landes

Erneut schauen wir auf das gleiche Muster. Der Konsument bekommt ein Gefühl, beziehungsweise wird es in ihm erhalten und gestärkt, dass „die Russen“ Terrorangriffe auf die Bevölkerung einer Großstadt ausführen würden. Weil wichtige Kontexte im Inhalt fehlen — und diese Kontexte könnten Sie herausfinden!

Es genügt eben nicht, sich mit diesem ihren hinzugefügten Hinweis reinzuwaschen:

„Konfliktparteien als Quelle: Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.“ (3i)

Das nächste Beispiel: „Raketenangriff auf südukrainische Stadt Saporischschja“ (4).

(4) 12.08.2022; ARD-Tagesschau; Ukraine-Liveblog; https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-ukraine-freitag-165.html#Saporischschja

Das gleiche Bild: Die Nachricht wird sachlich formuliert, doch fehlen wichtige Kontexte. Kontexte die Sie, bei der ARD-Tagesschau bis zu einem gewissen Grad sehr wohl beibringen können. Sie tun es aber nicht. So jedoch wird auf der Gefühlsebene (!) vermittelt, dass russische Militärs systematisch zivile Objekte angreifen würde, rein um zu terrorisieren. Leider liegen viele militärische Ziele der ukrainischen Streitkräfte in zivilen, urbanen Zentren, eine inzwischen auch  gelegentlich in westlichen Medien anerkannte Tatsache (5).

Sie müssen das nicht werten, ja das sollten Sie sogar unbedingt unterlassen. Aber der Empfänger der Nachricht benötigt den Kontext, um sich ein eigenes, ein vielschichtiges, differenziertes Bild machen zu können.

Das gilt auch für dieses Beispiel: „Wiederaufbau in Tschernihiw“ (6).

(6) 12.08.2022; ARD-Tagesschau; Ukraine-Liveblog; https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-ukraine-freitag-165.html#Wiederaufbau-in-Tschernihiw

Es ist ja nicht nur so, dass Sie systematisch kontextfreie Nachrichten senden, welche ein auch von der ARD-Tagesschau kräftig mitgezimmertes Narrativ angeblich wahlloser, mörderischer russischer Angriffe auf friedliche Bürger des Nachbarlandes untersetzen. Sie lassen im Gegenzug die Hunderten Angriffe auf zivile Objekte im Donbass, also bei „den Separatisten“ gleich mal ganz weg. Wie gesagt, ist es nicht Ihre Aufgabe, Partei zu ergreifen, weder für die eine noch die andere Seite. Berichten sollen Sie, wirklich informieren. Das Ganze mit dem Anspruch auf Vollständigkeit, differenzierend und damit auch deeskalierend.

Auch der passt ins Muster: „Offenbar sieben Tote bei russischem Beschuss auf Bachmut“ (7).

(7) 11.08.2022; ARD-Tagesschau; Ukraine-Liveblog; https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-ukraine-donnerstag-149.html#Bachmut

Dieser noch mehr: „Ziel in der Nähe des AKW Saporischschja angegriffen“ (8).

(8) 09.08.2022; ARD-Tagesschau; Ukraine-Liveblog; https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-ukraine-dienstag-155.html#Ziel-in-der-Naehe-des-AKW-Saporischschja-angegriffen

Und dieser erst recht: „Enerhoatom: AKW-Arbeiter verletzt“ (9).

(9) 07.08.2022; ARD-Tagesschau; Ukraine-Liveblog; https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-ukraine-sonntag-177.html#AKW-Arbeiter

Können Sie jetzt die Kritik an Ihrer journalistisch-redaktionellen Arbeit nachvollziehen?

Wie prüfen Sie diese Nachrichten? Prüfen Sie die überhaupt? Wenn Sie die nicht prüfen können: Warum werden sie dann trotzdem von Ihnen weitergegeben?

Das sind keine neuen Techniken in Ihrer Berichterstattung. Zum Beispiel waren die von Ihnen aus Libyen (im Jahre 2011) oder aus Syrien (seit 2011)  gesendeten Nachrichten zum großen Teil in ähnlicher Art und Weise verfasst.

Propaganda ist ein hartes Wort und die Mehrheit der Mitarbeiter in den Häusern der ARD wird ihre Arbeit selbstredend nicht im Selbstverständnis eines Propagandisten verrichten. Wie könnten die Macher der ARD-Tagesschau diesem, nennen wir es einmal milde, Fehler in ihrer Berichterstattung aus dem Wege gehen? Um konkret auf das von Ihnen in den Nachrichten vermittelte Thema einzugehen, fallen mir die folgenden Aspekte ein:

Keine Propaganda wäre es, wenn die ARD-Tagesschau täglich ebenso und in der gleichen Ausführlichkeit über den täglichen Beschuss ziviler Objekte durch ukrainisches Militärs berichten würde.

Keine Propaganda wäre es, wenn man prüfen würde, auf welche Ziele es das russische Militär tatsächlich abgesehen und welche es — und das natürlich vollständig statt selektiv aufgeführt — getroffen hat.

Keine Propaganda wäre es, wenn in der Nachricht neben den zivilen Opfern auch die militärischen Opfer ermittelt und angegeben würden. Oder zwei entsprechende Nachrichten in Bezug gesetzt würden.

Keine Propaganda wäre es, wenn man zu jedem solcher Vorfälle auch offizielle russische Seiten einbeziehen würde, zum Beispiel das russische Kriegsministerium, kommunale Vertreter oder vor Ort weilende Journalisten in den Regionen Donezk und Lugansk.

Keine Propaganda wäre es, wenn man Nachrichten, welche weder vom Inhalt noch Quellennachweis her journalistischen Standards genügen, einfach nicht senden würde.

Keine Propaganda wäre es, wenn man distanziert berichten würde. Keine Propaganda ist der Verzicht auf Haltungsjournalismus.

Zum Abschluss:

Mir ist bekannt, dass es auch ziemlich triviale Gründe für die Mängel in der journalistischen Arbeit der ARD-Tagesschau gibt. So sollen viele Mitarbeiter in Angst um den Arbeitsplatz in ihrem Opportunismus weit, zu weit gehen, oft überlastet sein und es wird „von oben“ restriktiv in die Arbeit der Redaktionen eingegriffen und die Themen wie auch die Art und Weise der Befassung mit denselben vorgegeben (10). Das sind systemisch natürlich ideale Voraussetzungen für Auftragsschreiberei, das schlichte Übernehmen von Textbausteinen, oder Meldungen der Nachrichtenagenturen, einschließlich der dpa, deren Mitbesitzer die ARD ja ist.

Daher mache ich einen Unterschied bei der Einschätzung von Nachrichten wie den obigen, bei denen ich den Redakteuren nicht von vornherein ideologische Überzeugungsarbeit unterstelle und Beiträgen, wie denen von Florian Flade, der sich im „Kampf gegen Moskaus Lügen“ strapaziert und Feindbilder strapazierend nach mehr Maßnahmen gegen Desinformation ruft. Meint er die von ihm selbst Verbreiteten? Wobei er wie ein Propagandasprecher der Bundesregierung auftritt — und deren Lügen wiederholt (11)! Sollte Florian Flade dafür Belege suchen, kann ich ihn gern unterstützen.

Freundliche Grüße,

Peter Frey

Bitte bleiben Sie schön achtsam, liebe Leser.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen – insbesondere der deutlich sichtbaren Verlinkung zum Blog des Autors – kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei internen Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden. Letzte Bearbeitung (Quellenhinzufügung): 25. August 2022.

(1) 17.08.2022; ARD-Tagesschau; Ukraine-Liveblog; https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-ukraine-mittwoch-151.html#Russisches-Militaer-nimmt-Gemeinden-in-der-Ostukraine-unter-Beschuss

(5) 17.08.2022; ARD-Tagesschau, Faktenfinder; Pascal Siggelkow; Zivile Opfer bewusst in Kauf genommen?;  https://www.tagesschau.de/faktenfinder/ukraine-amnesty-105.html

(10) 25.08.2022; Business Insider; Jan C. Wehmeyer, Philip Kaleta; „Politischer Filter“, „Klima der Angst“: NDR-Redakteure erheben laut vertraulichem Untersuchungsbericht schwere Vorwürfe gegen Senderleitung; https://www.businessinsider.de/wirtschaft/politischer-filter-klima-der-angst-ndr-redakteure-erheben-laut-vertraulichem-untersuchungsbericht-schwere-vorwuerfe-gegen-senderleitung-a/

(11) 16.08.2022; ARD-Tagesschau; Florian Flade; Kampf gegen die Lüge; https://www.tagesschau.de/investigativ/wdr/russland-propaganda-bundesregierung-101.html

(Titelbild) Mikrofon, Tonstudio; Autor: Joe007 (Pixabay); 1.6.2014; https://pixabay.com/de/photos/radio-studio-ton-rundfunk-aufnahme-1603230/; Lizenz: Pixabay License

Von Ped

9 Gedanken zu „Informationsmuster bei der ARD-Tagesschau“
  1. Jetzt hören Sie mal!

    „Wie könnten die Macher der ARD-Tagesschau diesem, nennen wir es einmal milde, Fehler in ihrer Berichterstattung aus dem Wege gehen?“
    Diese Unterstellung weisen wir in aller Form zurück. Sie können sich selbst überzeugen, wie wir personalmäßig auf dem Zahnfleisch gehen:
    „Bei ARD-aktuell und tagesschau.de arbeiten ca. 150 Redakteurinnen und Redakteure. Hinzu kommen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Technik und der Produktion, im Sekretariat und in der Verwaltung – insgesamt sind es allein in der Hamburger Zentrale etwa 330 Menschen. Weitere Kollegen arbeiten in den Korrespondentenbüros im In- und Ausland.“ (1) Allein ein Drittel davon ist mit der Einhaltung gendergerechter Sprache beschäftigt, wie Sie leicht erkennen werden, nicht immer mit Erfolg.

    „Keine Propaganda wäre es, wenn man Nachrichten, welche weder vom Inhalt noch Quellennachweis her journalistischen Standards genügen, einfach nicht senden würde.“
    Das machen wir, was Ihnen wohl entgangen ist, schon lange; genau wie es in unserer Corporate Identity vorgesehen ist:
    „Die Kriterien der Nachrichtenauswahl lassen sich mit den Begriffen Relevanz, Neuigkeitswert und vermutliches Zuschauerinteresse umschreiben. Feste Regeln, die sich griffig formulieren ließen, kann es dabei natürlich nicht geben. Ausbildung, Sachkenntnis und ein breites Hintergrundwissen helfen den Redakteurinnen und Redakteuren aber bei Auswahl und Gewichtung der Themen. In oft jahrzehntelanger Erfahrung haben sie so ein sicheres Gespür für den ‚Nachrichtenwert‘ einer Meldung entwickelt.“ (1)
    Gern geben wir Ihnen dafür ein Beispiel. Die sensible Berichterstattung im Rahmen des Neuruppiner Besuchs des Bundeskanzelnden Olaf Scholz wurde sogar von Zusehern unseres bekannt seriösen Spartensenders rbb – wir waren leider anderweitig beschäftigt – gewürdigt. So kommentierte ein Rezipient wie folgt:
    „Wohl der Entennachwuchs in einem Tierpark (vor einigen Tagen) wurde wesentlich ausführlicher berichtet als ein derartiker Staatsbesuch und deren Demos usw.“ (2)
    Dass dabei Scholzens Antwort auf eine Frage aus dem Volk – „Niemand in diesem Land hat vor, dass auf Demonstranten geschossen wird“ – verlorenging, tut uns leid. Aber wir gehen davon aus, dass gebildete Menschen diese neckische Anspielung auf einen Staatsratsvorsitzenden bei RT deutsch auffinden werden.
    Zusammenfassend: Manchmal hat die Ente Vorrang, und dazu stehen wir.

    Abschließend heben wir hervor, dass wir stolz auf unser Angebot ‚Nachrichten in leichter Sprache‘ sind, das mittlerweile von einer Koryphäe des Völkerrechts adaptiert und als ‚Außenpolitik in einfacher Sprache‘ übernommen wurde.
    Eine Kostprobe. Wir: „Viele Länder auf der ganzen Welt sagen: Russland hat das Völker-Recht nicht be-achtet (…) Aber Wladimir Putin sagt: Es sind keine Soldaten aus Russland auf die Krim gefahren. (…) Auch die Ukraine sagt (…) (3)
    Annalena Baerbock, Ministerin des Äußersten:
    „Die Kanadier haben gesagt: Bei uns in der Öffentlichkeit gibt es viele Fragen, dann haben wir gesagt, das können wir verstehen …“ (4)

    Ein PS haben wir übrigens noch:
    „[S]chon im November 1954 stießen die übrigen ARD-Sender hinzu und beteiligen sich seither mit Berichten aus ihrem Sendegebiet an den Ausgaben der tagesschau. Die politische Berichterstattung bekam einen immer größeren Stellenwert, der Ruf der tagesschau als besonders seriöse Nachrichtensendung wurde begründet.“ (1)

    Merken Sie was, Herr Frey? Kommen Sie wieder, wenn Sie fast siebzig Jahre Expertise vorweisen können!

    (1) https://blog.tagesschau.de/uber-uns/redaktionen/haeufige-fragen-zur-tagesschau/
    (2) https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2022/08/brandenburg-ostprignitz-ruppin-neuruppin-kanzler-scholz-protest.html
    (3) https://www.mdr.de/barrierefreiheit/leichte-sprache/leichte-sprache-krim-hintergrund100.html
    (4) https://www.nachdenkseiten.de/?p=86150

  2. @MSC
    „Merken Sie was, Herr Frey? Kommen Sie wieder, wenn Sie fast siebzig Jahre Expertise vorweisen können!“
    Ich verstehe den Kommentar mal als gute Satire. 😉
    Was die verlinkten Inhalte der öffentlich Recht(lich)en angeht, sind die dummdreisten Erklärungen so primitiv, wie inzwischen die Inhalte der meisten Nachrichtensendungen.


    Genau so war es von MSC gemeint: satirisch – und aus meiner Sicht gelungen.
    Herzlich, Ped

  3. Fragen an die ARD-Tagesschau
    .
    Da gibt es gar nicht viel zu diskutieren. Zitat aus dem Artikel: „Keine Propaganda wäre es, wenn die ARD-Tagesschau täglich ebenso und in der gleichen Ausführlichkeit über den täglichen Beschuss ziviler Objekte durch ukrainisches Militärs berichten würde.“
    .
    Eine logische Frage an die ARD-Tagesschau wäre z.B.:
    Hat die ARD-Tagesschau jemals in gleichem Umfang wie über die russische Militäroperation, über den täglichen Beschuss ziviler Objekte durch ukrainische Militärs, der übrigens schon seit mindestens sieben Jahren andauert, also bereits einsetzte, als Russland seine Militäroperation in der Ukraine noch lange nicht begonnen hatte, berichtet? Ja oder Nein?
    .
    Und wenn die Antwort Nein ist, wenn Sie hier nicht offen lügen wollen, halten Sie die Berichterstattung der ARD-Tagesschau dann trotzdem für objektiv? Ja oder Nein?
    .
    Das sind sehr einfache Frage, die wahrscheinlich auch ein Kind beantworten könnte. Glauben Sie, dass Sie es schaffen, die Fragen nur mit Ja oder Nein oder gar nicht zu beantworten? Mehr ist nicht nötig, um Ihr Lügengebäude von der objektiv und sachlich berichtenden Tagesschau zum Einsturz zu bringen.

  4. Die Globalisten schlagen zurück – Mordanschlag auf russischen Globalismuskritiker und Michael Ballweg bleibt weiter in Haft
    .
    Offenbar scheiterte ein Versuch, den russischen Philosophen, Putinvertrauten und vielbeachteten Globalismuskritiker, Alexander Dugin, zu ermorden. An Stelle von Alexander Dugin wurde seine Tochter, Daria Dugin (†29), die ebenfalls als globalismuskritisch gilt, durch eine Autobombe in Stücke gerissen. Als Verantwortlich für den Anschlag wird ein Westlicher Geheimdienst vermutet…
    https://www.wochenblick.at/schlagzeile/mordanschlag-tochter-von-russischem-globalismus-kritiker-dugin-tot/
    .
    Inzwischen scheint sich abzuzeichnen, dass dem deutschen Gründer der Querdenkenbewegung, Michael Ballweg, ein ähnliches Schicksal drohen könnte, wie dem bekannten Whistleblower, Julian Assange. Deutlich wird jedenfalls, dass das System in Deutschland nicht bereit ist, Kritiker, die zuviel Reichweite generieren, zu dulden…
    https://www.wochenblick.at/schlagzeile/system-sperrt-dissidenten-weiter-ein-ballweg-muss-in-u-haft-bleiben/

    1. Noch spektakulärer als die Verlängerung der Inhaftierung von Michael Ballweg, mutet die brutale Verhaftung des deutschen Journalisten und Systemkritikers Oliver Janich an, der am vergangenen Mittwoch auf den Philippinen, wohl auf Geheiß Deutschlands, von einem schwer bewaffneten Überfallkommando, vor den Augen seiner Verlobten, festgenommen wurde.
      Zitat Wochenblick: „Diese Szenen sind nichts für schwache Nerven: Eine bis an die Zähne bewaffnete Einheit stürmt das Haus des Paares. Mit Maschinengewehren und Pistolen und in Vermummung dringen sie in deren Lebensbereich ein. Auf die verzweifelten Rufe der schwangeren Frau reagieren sie erst gar nicht, sondern steuern sofort auf Janich zu. Ohne ihm zu erlauben, sich zuerst etwas anzuziehen, fixieren ihn die Beamten mit Handschelle auf dem Boden.
      Daraufhin führen sie den deutschen Mut-Journalisten ab und verbringen ihn spektakulär per Boot nach Manila, wo er auf seine mögliche Auslieferung wartet. Der zugehörige Beitrag aus dem philippinischen Fernsehen unterstreicht, dass man ihm vordergründig ein “Hassverbrechen” – gemeint ist ein Meinungsdelikt – vorwirft.“
      .
      Diese Ereignisse sind auch ein Dokument der Skrupellosigkeit und der Macht der Globalisten. Selbst auf den fernen Philippinen ist man als deutscher Journalist vor der „Globalisten-Justiz“ Deutschlands nicht sicher, wenn man es wagt, Verbrechen des Systems zu kritisieren und konspirative Machenschaften zu enthüllen. Offenbar hatte Oliver Janich mit seinen jüngsten Recherchen zu mächtigen Freimaurerlogen mitten ins Schwarze getroffen…
      https://www.wochenblick.at/schlagzeile/mit-maschinengewehr-co-schock-video-zeigt-brutale-janich-verhaftung/

  5. Hier ein Text von mir über die Methoden und Mittel der PR:

    Bin mal gespannt, wo noch etwas zu der Veranstaltung [zum Nürnberger Kodex] zu finden ist. Wo nicht, kann man davon ausgehen, dass dort PsyOp betrieben wird: jede angebliche „Alternativseite“, die hauptsächlich die Übermacht der Gegenseite darstellt, will nichts als entmutigen, dem Widerstand den Wind aus den Segeln nehmen durch Verursachung von Resignationsgefühlen. ZB die Seite corodok steht bei mir schwer in so einem Verdacht. [Neben dem Entmutigen ist auch das Spalten eine wichtige Funktion. natürlich müssen gerade Randgruppen gespalten werden. Also erklärt Aschmoneit die Rede von Sharav als Holocaust-Verharmlosung -> Spaltung in der sowieso kleinen Randgruppe der Kritischen -, oder Reitschuster macht seinen Antiputin-Boxring auf -> Spaltung in der sowieso schon kleinen Randgruppe der Kritischen]

    Wir müssen uns immer eines im klaren Sein: die haben die Methoden (Ergebnisse der Psycho-, Verhaltens-, Kommunikations-, Sozialforschungen), die haben die Mittel (Milliarden Dollar, aber noch viel mehr: über Hebel greifen die auf unsere Steuergelder zu), die haben das Personal (wer Geld hat, hat auch Personal) und die Technik (neben den bekannten Programmen und Algorithmen haben die auch Zugriff auf Geheimdienst-Software, Internet-Knoten, Domain-Server, Spyware, Manipulations- und Eingriffsmittel, IP-Simulationen, „Shadow-Banning“, Bots, „KI“) UND die haben das Motiv (ihren unverdienten Reichtum noch größer machen, ihre illegitime Macht sichern und noch weiter ausbauen).

    Wo Möglichkeit, Methoden, Mittel, Motiv zusammenkommen und heimlich und verlogen agiert wird, wo will ich da noch nach Beweisen suchen? Das Internet ist das größte potemkinsche Dorf jemals, aber nicht aus Pappmaschee sondern aus digitalen Bits und Bytes errichtet. [Und damit sogar viel billiger zu haben als ein Pappmaschee-Dorf. Die „Hardware“ finanzieren schließlich wir. Wer denn auch sonst?]

    Ich weiß, das klingt auch nicht ermutigend. Sondern ent-täuschend. Das soll es auch. Wenn wir auf die falschen Mittel setzen haben wir doch schon von Vorne herein verloren. Was angeblich Alternativ digital daher kommt [im Digitalen, also Internet und in den a-soziale Medien] ist zu 50% PsyOp! Warum? Weil sie es können! Und weil sie es wollen!

  6. Die Gründe, warum Journalisten des ÖRR so berichten, wie sie berichten, sind vielfältig.
    1. Es drängen zunehmend links-grün orientierte junge Menschen in die Medien. Dazu gibt es zahlreiche Studien und Umfragen. Es ist innerhalb der Redaktionen mehr oder weniger selbstverständlich, dass man für die Klimapolitik und gegen die Positionen der AfD ist. Man weiß zwar, dass man über letztere berichten bzw. sie zitieren muss (aus Proporzgründen), aber es wird unausgesprochen davon ausgegangen, dass „man einfach gegen die“ ist, weil sie keine demokratische Partei sei. Punkt.
    2. Die meisten Journalisten des ÖRR vertrauen den Agenturen Reuters, AP, AFP und dpa praktisch blind. Und tatsächlich können sie alles vermelden, was auch in den Agenturen erscheint. Berichte, Meldungen oder Studien z.B., die nicht von den Agenturen aufgenommen wurden, werden ignoriert, meist erfahren die MS-Journalisten nicht einmal davon. Weil sie sich schlichtweg nicht dafür interessieren, sie bleiben in ihrer gesicherten MS-Welt. Sollten sie doch von z.B. kritischen Studien über Masken oder Lockdowns usw. erfahren, werden sie sich scheuen, es zu vermelden, wenn es nicht in den Agenturen erscheint. Und dort erscheint nunmal nicht derart kritisches.
    3. Journalisten des ÖRR bzw. des Mainstreams allgemein spüren unbewusst emotional, dass ein Abweichen von Mainstream-Positionen ihre berufliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Existenz bedrohen würde. Man will weiter dazugehören, man ahnt, dass man ansonsten in die Schmuddelecke gedrängt werden würde. Dieser Punkt gilt natürlich allgemein für alle Menschen dieser Gesellschaft.
    4. Die MS-Journalisten nehmen nur noch selektiv wahr. Vermutlich ist es vielen nicht einmal bewusst, dass sie sämtliche Nachrichten, die nicht in ihr Weltbild passen, ausblenden oder von vornherein abtun, sei es, weil sie andere als MS-Quellen überhaupt nicht akzeptieren, oder weil sie es nicht mit ihren aktuellem Weltbild in Einklang bringen könnten. Auch dieser Punkt ist natürlich ein Allgemeinplatz. Aber Allgemeinplätze gelten nunmal auch für MS-Journalisten.
    5. MS-Journalisten sind nicht nur Verbreiter einer bestimmten Propaganda, sondern selbst bereits Opfer eben dieser. Sie konsumieren ja selbst fast ausschließlich MS-Medien und Agentur-Berichte.
    6. Journalisten des ÖRR werden in den seltensten Fällen direkt beeinflusst, sie haben scheinbar viel Freiheit in ihren Meldungen und Formulierungen. Aber die Leitplanken des Mainstreams sind viel enger als den allermeisten bewusst ist, und innerhalb der Leitplanken wirken die Eigendynamiken zuverlässig, wirksam und subtil.

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