Sechs Operationen kreativer Zerstörung sind inzwischen abgehakt, doch Nummer sieben ist ein anderes Kaliber.
Reden wir an dieser Stelle nicht über die Doppelmoral westlicher Gesellschaften, die „unprovozierte Angriffskriege“ nach eigenem Gutdünken ausleben. Das ist Theater, Theater für ein sediertes oder auch ideologisch eingefangenes Publikum, um es kriegstauglich zu machen oder zu halten. Der Krieg gegen den Iran ist in verschiedenen Zusammenhängen bemerkenswert. Man könnte fast sagen, er sei der letzte seiner Art, denn der Iran ist das „Problem Nummer sieben“.
2007 verriet General Wesley Clark in einem Fernsehinterview, dass die USA nach den Anschlägen in New York 2001 geplant hatten, im Nahen Osten sieben Kriege innerhalb von fünf Jahren durchzuführen. Das Pentagon würde mit dem Irak beginnen, dann würde es sich mit Syrien, Libanon, Libyen, Somalia sowie dem Sudan befassen und schließlich wäre der Iran an der Reihe (1, v1):
Nun, es hat etwas länger gedauert als fünf Jahre. Aber schauen wir uns sechs der Staaten an: Irak, Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, Sudan. Allesamt zerstörte Gesellschaften, gespalten, ausgezehrt von ewigen Kriegen, besetzt und gegängelt von Großmächten. Nur der Iran hat bis heute sein Staatswesen zusammenhalten können, seine nationale Identität bewahrt. Aus vielen Gründen ist der Iran ein Brocken, der den kreativen Zerstörern in Washington und London im Hals stecken bleiben könnte. Aber das soll an dieser Stelle nicht das Thema sein.
Der Leser möge das Nachfolgende eher nicht als tiefgreifende Analyse verstehen. Der Autor hat „lediglich“ Nachrichten zu den diesbezüglichen Ereignissen gesammelt und versucht, diese in einem größeren Zusammenhang zu bringen und damit auch „richtig“ zu verstehen. Weil es sich nur um Splitter, um Teilmengen handelt, ist auch keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit gegeben.
Warum?
Die Entscheidung für den Angriff auf den Iran fällten Netanjahu und Trump fünf Tage zuvor, am 23. Februar, in einem Telefongespräch. Ausschlaggebend war die Möglichkeit, den iranischen Führer Ali Khemenei zu töten. Der Mossad hatte Kameras in der Gegend gehackt und einen hochrangigen Beamten der IRGC (Islamic Revolutionary Guard Corps) für Agententätigkeiten korrumpiert (2, 3).
Kurz nach Kriegsbeginn wurde auf X (vormals Twitter) der offene Brief eines der einflussreichsten Unternehmer in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) an US-Präsident Donald Trump veröffentlicht. Sein Name lautet Khalaf Ahmad Al Habtoor und er fragte Trump:
„Wer hat Ihnen die Befugnis gegeben, unsere Region in einen Krieg mit dem Iran hineinzuziehen? Und auf welcher Grundlage haben Sie diese gefährliche Entscheidung getroffen?“ (4)
So, wie Al Habtoor nach der Grundlage fragte, werden wir hintergründig darüber informiert, dass die von Israel und den USA propagierten Gründe — Iran stehe vor dem Besitz von Atomwaffen, Iran wolle seine Nachbarn angreifen — von den Arabern nicht als glaubwürdig abgenommen werden. Vielmehr ist ihnen der israelische Hintergrund bewusst. Ihnen ist bewusst, wer unter anderen diesen Krieg wirklich wollte und auch brauchte. Dieser Krieg sollte auch nur vordergründig einen raschen Sieg bringen, nein, der Zweck liegt im Krieg selbst und der dabei stetig weitergetriebenen Eskalation.
Das israelische Regime wusste nach dem 12-Tage-Krieg im Juni 2025, was ihm blühen könnte, sollte es erneut ein kriegerisches Abenteuer mit dem Iran suchen. Und Israel ging das Risiko ein, weil es wusste, dass es das (Noch-)Imperium in den Krieg hineinziehen konnte. Zerstörungen israelischer Infrastruktur, Verluste, Opfer, auch in der eigenen Bevölkerung, waren von Beginn an einkalkuliert und sollten den Krieg verstetigen. In Bezug auf Eskalationsstrategien zwingen sich uns Parallelen zum Ukraine-Konflikt geradezu auf. Und so, wie die Ukraine sich ruiniert, ruiniert sich nun auch Israel. Gibt es da jemanden im Hintergrund mit einem imaginären, bösartig benutzten Zauberstab?
Einkalkuliert
Videos zeigen: Die iranische Luftabwehr schoss von Beginn an US-amerikanische sowie israelische Angriffs- und Aufklärungsdrohnen ab (5). Und bereits in den ersten Tagen nach Beginn der Aggression wurden mehrere US-Soldaten getötet (6). Das iranische Militär macht außerdem gezielt Jagd auf CIA-Agenten. In den ersten Tagen des neuerlichen Angriffs auf den Iran wurden sechs hochrangige CIA-Offiziere getötet, als iranische Drohnen deren Filiale in der US-Botschaft in Riad (Saudi-Arabien) angegriffen und teilweise zerstört hatten (7).
Angriffe auf kritische Infrastruktur sind nur dann der Empörung wert, wenn sie von den ausgemachten Feinden begangen werden, zum Beispiel, wenn Russland kritische Infrastruktur in der Ukraine angreift. Wenn aber gezielt zivile Infrastruktur attackiert wird, dann ist das wohlkalkuliert. Es dient der Eskalation. Nichts wäre für Netanjahu und die Seinen schlimmer, als ein rasches Ende der Kampfhandlungen (Hervorhebung durch Autor):
„Laut einem anonymen US-Beamten wurde das Pentagon vom Ausmaß der israelischen Angriffe überrascht. »Wir halten das nicht für eine gute Idee«, berichtete die von Axios zitierte Quelle. Ein israelischer Beamter bestätigte, dass die Reaktion aus Washington nach den Angriffen im Wesentlichen Ungläubigkeit ausdrückte. Die US-Behörden befürchten, dass Angriffe auf Infrastruktur für die iranische Zivilbevölkerung — wie sie in den letzten Tagen immer häufiger vorkommen — die Unterstützung für die Regierung im Inland stärken und neue Spannungen auf den Energiemärkten schüren könnten. Ein Berater von US-Präsident Donald Trump erklärte, der Präsident »missbillige diese Art von Angriff: Er will Öl sparen, nicht verbrauchen, weil das die Wähler an die steigenden Benzinpreise erinnert.«“ (8)
Kritische Infrastruktur ist kriegsrelevante Infrastruktur. Interessanterweise hat sie den Begriff zivile Infrastruktur im Informationsraum ersetzt. Dieser kleine, feine Unterschied wird von den Menschen in seiner Bedeutung nicht vollständig wahrgenommen. Denn kritische Infrastruktur gibt uns einen verdeckten Hinweis auf deren doppelten Verwendungszweck: den zivilen und militärischen Verwendungszweck.
Die israelische Aggression setzt auf die massive Unterstützung der USA. Ansonsten wäre dieses Abenteuer reiner Selbstmord. Um weiter mit dem Hund zu wedeln, sind Israels Bemühungen in einer Weise konfiguriert, dass möglichst die ganze Region mit ins Verderben gezogen wird. Aber wedelt hier möglicherweise noch jemand mit dem Hund und ist dabei Israel gar nicht der Schwanz? Auf jeden Fall kann es keine Zweifel geben, dass ohne das militärische Engagement der USA im Iran-Krieg selbiger ohne siegreiche Perspektive für Israel ist. Aber mit den USA möglicherweise auch nicht!
Als der Ukraine-Krieg bereits nach einem Monat zu enden drohte — ja, für bestimmte westliche Eliten erschien das Szenario eines raschen Friedens wie ein Damoklesschwert —, sorgte man für eine ungeheuerliche und gleichermaßen sauber abgestimmte Provokation. Und das war das sogenannte Massaker von Butscha. Das Skript dafür ist eines von Geheimdiensten, abgestimmt mit Politik und Medien. Boris Johnson höchstselbst eilte nach Kiew, um die Weiterführung des Krieges sicherzustellen. Eskalation ist der Garant für unendliche Kriege. Die Psychopathen an der Seitenlinie haben damit keine Probleme.
Sollte die US-Administration ernsthaft signalisieren, aus dem Iran-Krieg auszusteigen, können wir Wetten abschließen, dass es eine ähnlich geartete Provokation im Nahen Osten geben wird wie Anfang April 2022 im Kiewer Vorort Butscha.
Verlust des Eskalations-Managements?
Am 7. März griff Israels Luftwaffe die nationale Ölreserve des Iran südlich von Teheran an. Was Russland in der Ukraine nicht recht sein darf, ist Israel im Iran billig. Danach wären die Tanks für militärische Zwecke genutzt worden. Was nicht belegt ist (9). Die Botschaft des Iran nach dem Angriff auf seine Ölanlagen ist so unmissverständlich, wie sie glaubhaft ist (10).
Die Praxis ist das Kriterium der Wahrheit. Der Iran setzte um, was er androhte. Damit werden Drohungen plausibel und zukünftig ernster genommen. Umgehend nahm der Iran die Energieinfrastruktur der Golfregion aufs Korn. Korrekter ausgedrückt, griff er Energieinfrastruktur von US-Bündnispartnern an. Das sind all jene Golfstaaten, die Stützpunkte der US-Armee beherbergen und die notwendige Infrastruktur bereitstellen. Die Golfstaaten mögen den Krieg gegen den Iran nicht gewollt haben, beteiligen sich aber trotzdem an diesem. Womit sie folgerichtig Partner der Aggressoren und damit legitime Angriffsziele für die iranischen Streitkräfte darstellen (11).
Was der Iran tut, untergräbt auch britisch-israelische Strategien, großangelegte Provokationen durchzuführen und auszuschlachten. Das wäre zum Beispiel der fingierte Angriff des Iran auf eine israelische Atomanlage gewesen. Aber die Ereignisse eilen den Strategen ständig voraus. Nachdem Israel die iranische Urananreicherungsanlage in Natans angegriffen hatte (12), reagierte der Iran noch am selben Tag und Raketen schlugen ganz in der Nähe der israelischen Atomanlagen von Negev ein. Wir können davon ausgehen, dass diese Raketen gezielt in der Nähe und nicht direkt in den Anlagen einschlugen. Der Iran hat sich auf diesen Krieg sorgfältig vorbereitet — auch auf die Eskalationsstrategie der Gegner (13).
Der Iran ist absolut ernstzunehmen, und der US-Präsident tut das übrigens, wenn er (der Iran) ankündigt, die Energieinfrastruktur auf der arabischen Halbinsel, einschließlich der Israels, lahmzulegen, sollte es zu Angriffen auf die eigenen Kraftwerke kommen. Das wäre in mehrfacher Hinsicht kritisch, da doch ein Großteil des dortigen Trinkwassers aus Entsalzungsanlagen entnommen wird und diese ohne Stromversorgung schlicht kollabieren (14).
Drohnenkrieg
Zehn Tage nach Kriegsbeginn haben die US-Streitkräfte elf MQ-9 Reaper-Drohnen zum Stückpreis von 30 Millionen US-Dollar verloren (15). Nicht billiger sind die israelischen Drohnen vom Typ Hermes 900. Acht davon wurden inzwischen von der iranischen Luftverteidigung abgeschossen, dazu noch drei Drohnen vom Typ IAI Eitan und vier weitere vom Typ Heron-1. Monetär entspricht das einem Verlust von 415 Millionen US-Dollar (16). Auch ist der Iran offensichtlich nach wie vor in der Lage, nicht nur Drohnen sondern auch ballistische Raketen und Marschflugkörper seiner Gegner vom Himmel zu holen (17, 18).
Andererseits hat der Iran offensichtlich sogar einen technologischen Vorsprung bei der Entwicklung und dem Einsatz von Angriffsdrohnen. So sind koordinierte Angriffe des IRGC mit der Hisbollah im Libanon auf Israel dokumentiert (19). Kombinierte Drohnen- und Raketenangriffe aus dem Iran erfahren teilweise kaum noch Gegenwehr von der israelischen Luftverteidigung (20).
Halten wir noch fest, dass der Iran gleich nach Beginn der US-israelischen Aggression mehrere Rechenzentrum des Internet-Giganten Amazon in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Bahrain mit Drohnen angegriffen und teilweise außer Betrieb gesetzt hat. Amazon und auch Microsoft haben auf der Arabischen Halbinsel mit Milliarden in diese Rechenzentren mit Schwerpunkt auf sogenannte Künstliche Intelligenz (KI) investiert (21).
Bündnisse unterhalb des Radars
Die chinesische Kriegsmarine verfügt über ein sehr spezielles Schiff, die Liaowang-1. Begleitet von Zerstörern des Typs 055 und 052D, verfügt die Liaowang-1 über mindestens fünf Radarkuppeln und Hochleistungsantennen, mit denen sie mithilfe von neuronalen Netzwerk-Algorithmen mindestens 1.200 Luft- und Raketenziele gleichzeitig präzise verfolgen kann. Dabei beträgt die Reichweite ihrer Sensoren bis zu 6.000 Kilometer. Dieses mit elektronischer Aufklärung vollgepackte Schiff kann problemlos die Bewegungen der US-amerikanischen Kampfgruppen mit deren Flugzeugträgern verfolgen (22).
Was bedeutet das? China und der Iran betreiben aus naheliegenden Gründen eine strategische Partnerschaft. In diesem Falle unterstützt China den bedrängten Iran, ohne einen einzigen Schuss abzufeuern, indem es einfach eine Überwachungsplattform mit neuronaler Netzwerkverarbeitung in internationalen Gewässern betreibt. Anders ausgedrückt zeichnet China den Krieg praktisch rund um die Uhr auf. Ergänzend zur Liaowang-1 zeichnen über 300 Jilin-1-Satelliten buchstäblich alles auf, was ihnen vor die Linse kommt, und befüllen damit eine riesige Datenbank über die Operationen der israelischen und US-Militärs (22i).
China ist nicht dafür bekannt, solche Wahrheiten lauthals im Informationsraum zu verbreiten, und der Iran hat daran auch kein Interesse. „Aber die chinesischen Echtzeit-Informationen, die über Beidou, das Pendant zum US-amerikanischen GPS, weitergeleitet werden, waren und sind sicherlich entscheidend dafür, dass Teheran die Infrastruktur der 5. US-Flotte in Bahrain — ein umfassendes Radar-, Informations- und Datenbankzentrum und das Rückgrat der US-Hegemonie in Westasien — vollständig zerstören konnte“ (22ii).
Die Augen und Ohren der israelisch-US-amerikanischen Luftabwehr plus Offensivkräfte werden zunehmend blind und taub, weil der Iran — insbesondere durch die chinesische und russische (?) Bereitstellung von Echtzeitdaten plus seiner eigenen Potenziale — in der Lage ist, punktgenau Radaranlagen und Kontrollzentren der Streitkräfte des Gegners zu zerstören (23). Zudem könnte es mehr als ein Zufall sein, dass im vergangenen Jahr mehrere iranische Satelliten in die Erdumlaufbahn gebracht wurden (24, 25).
Diplomaten im Visier
Kriege wie der gegen den Iran sind umfassend und wirken sich auf alle Bereiche der Gesellschaften aus. Nicht zuletzt betrifft das den Informationsraum. So es den eigenen Ambitionen im Krieg schadet, darf Gewesenes nicht stattfinden, nicht im Informationsraum. Dann gilt: Wir berichten nicht davon, ja, wir verbieten davon zu berichten, also ist es auch nicht geschehen. Nicht nur in Israel, auch in den Golfstaaten wird mit drakonischen Strafen für jene gedroht, die Bilder und Filme von Erfolgen des Gegners veröffentlichen (26).

Ganz wie seine Ziehväter aus dem britischen Empire hat sich Israel die „Lizenz zum Töten“ erteilt, beziehungsweise ihm wurde vermittelt, dass es dabei prinzipiell straffrei davonkommt. So wie James Bond als guter MI6-Agent für London töten durfte und so wie prinzipiell wertewestlich für „das Gute“ getötet und Krieg geführt werden darf. Und solange der gute Uncle Sam (sprich die USA) für das neblige Albion (sprich Großbritannien) Israels Hybris mit Wohlwollen begleitet hat, hat das mit der Straffreiheit auch gut funktioniert (27).
Aber nun hält sich der Iran nicht mehr an die Regeln. Die Regeln, an die sich alle Opfer westlicher Aggressionen zu halten hatten. Wonach man die Wange hinhält und still oder weniger still leidet. Der Iran lässt leiden.
In Tel Aviv hat es in den vergangenen Nächten weitere Raketen- und Drohneneinschläge gegeben. Dabei ist das israelische Kriegsministerium (auch) von Raketen der Hisbollah getroffen worden und in Brand geraten. Der Luftalarm für die Stadt wurde erst zwei Minuten vor den Einschlägen ausgelöst. Das lässt entweder auf modernere, schnellere Raketen oder auf ausgeklügelte Koordination mit dem Iran oder auf eine zunehmend versagende Luftabwehr schließen — oder auf alles zusammen (28).
Bemerkenswert ist, dass es sich hier um ein Ministerium handelt. Israels abgehobene, insbesondere die regierende Kaste kann sich im eigenen Land nicht mehr sicher fühlen, und das ist neu und ungewohnt. Es könnte dem zionistischen Überlegenheitsgefühl einen kräftigen Dämpfer versetzen. Israelische Eliten bekommen nun hautnah zu spüren, was sie über Jahrzehnte hinweg skrupellos und eben auch straflos Menschen, unter ihnen viele Diplomaten, angetan haben (29), vom jüngsten Genozid an den Palästinensern in Gaza ganz zu schweigen.
Der Iran verfolgt eine Eskalationsstrategie. Er vergilt nicht Gleiches mit Gleichem, sondern Gleiches mit Mehr. So hat Israel am 18. März den iranischen Hafen Bandar Anzali am Kaspischen Meer angegriffen und dort große Schäden verursacht (30). Damit ist es für den Iran legitim, massiv israelische Infrastruktur aufs Korn zu nehmen — und er wird es tun.
Eskalation von der Seitenlinie und der Blick in den Spiegel
Die Briten stehen traditionell an der Seitenlinie und schüren das Feuer für einen langen, für alle Seiten verlustreichen Krieg (31). Entgegen den Beteuerungen zu Beginn der Aggression erlaubt Großbritannien den USA inzwischen auch die Nutzung britischer Militärstützpunkte (32).
Entscheidend ist jedoch, dass London sich nicht an den Kosten des Krieges beteiligen möchte. Schon gar nicht, wenn der Ausgang und die Kosten unberechenbar sind. Großbritannien ist kein militärisches und kein wirtschaftliches Schwergewicht mehr, aber der politische, auch der finanzpolitische Einfluss ist nach wie vor erheblich. Also versuchen sie mit ihrem politischen Einfluss den Konflikt zu hebeln (33, 34). Dabei ist ihnen bewusst, und es ist auch von ihnen gewollt, dass dieser Krieg der Reputation der Trump-Regierung enorm schadet. Unter anderem hier überschneiden sich die Interessen Londons mit denen der globalistischen Eliten in WEF, EU, Soros- und Gates-Netzwerken usw.
Drei Wochen nach Beginn der Aggression gegen den Iran hat sich Israels Premier Benjamin Netanjahu öffentlich zu Wort gemeldet. Was seine Argumentation so bemerkenswert macht, ist die fanatische Diabolisierung des Gegners, ganz so, wie es im Irak, in Libyen und in Syrien geschah, bevor diese Staaten verheert wurden. Es ist ein Blick in den Spiegel. Es ist der Blick eines Menschen, der bereit ist, alles aufs Spiel zu setzen, nur um sich selbst zu retten. Es ist der Blick eines Politikers, der nicht mehr gewinnen kann:
„Wir müssen stark sein. Wir müssen bewaffnet sein. Wir müssen stärker sein als die Barbaren, sonst werden sie nicht bloß an unseren Toren stehen. Sie werden unsere Tore einreißen und unsere Gesellschaften zerstören.“ (35)
Der Effekt von Sanktionen
Das folgende, aufschlussreiche Zitat erklärt eindrucksvoll den Effekt der über Jahrzehnte betriebenen Sanktionspolitik gegen den Iran. Eines gilt es aber hinzuzufügen. Nämlich, dass diese Effekte auch erwünscht waren und sind. Es ist genau das System, was die westliche Politik des Teile-und-herrsche dauerhaft und profitabel macht:
„Das Embargo gegen den Iran ist vor allem ein Ballett der Heuchelei und ein zynisches Spiel. Die USA haben sich über Scheinfirmen Ausnahmeregelungen gewährt, während sie anderen Ländern (in Europa oder Asien) den Handel mit dem Iran verbieten. Die ungesunde Wirkung des Embargos trifft zudem die Bevölkerung und nicht die Regierung oder die Eliten, die weiterhin Zugang zu Öl-, Gas- oder Zollressourcen haben. Es schafft auch eine perverse Form der Solidarität zwischen den Isolationisten innerhalb des iranischen Staates, die alle Beziehungen zum Westen abbrechen wollen, und den westlichen Lobbys oder Politikern, die den Iran auf internationaler Ebene isolieren wollen.“ (36)
Fügen wir zu den Profiteuren neben den USA unbedingt noch das Bankengeflecht der City of London (CoL) hinzu. Dies behalten wir im Hinterkopf, weil es eben auch die britische Außenpolitik verständlicher macht. Weiter im Zitat:
„Es festigt auch eine interessengeleitete Komplizenschaft zwischen staatlichen oder halbstaatlichen Organisationen , die dank des Embargos den Schwarzmarkt und eine Schattenwirtschaft kontrollieren, und vor allem US-amerikanischen Geschäftskreisen [plus CoL], die dank paralleler Kanäle und von Sanktionen ausgenommener Unternehmen, die mit dem Iran Handel treiben, diskret Vermögen anhäufen. Schließlich hat das Embargo bei den Iranern eine Mentalität geschaffen, die sie dazu zwingt, zu umgehen, zu lügen oder zu betrügen, um Zugang zu Dienstleistungen zu erhalten, die ihnen verweigert werden, und zwar sowohl auf individueller als auch auf staatlicher Ebene.“ (36i)
Bitte bleiben Sie schön aufmerksam, liebe Leser.
Anmerkungen und Quellen
(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung — Nicht kommerziell — Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden. Letzte Bearbeitung: 28. März 2026.
(1) 02.03.2007; Genius; Amy Goodman (Democracy Now) im Interview mit General Wesley Clark; Seven Countries in Five Years; https://genius.com/General-wesley-clark-seven-countries-in-five-years-annotated; abgerufen: 26.03.2026; bei Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=fAnNJW9_KYA
(2) 04.03.2026; Topwar, Axios; Oleg Myndar; Fatal Call: Details of Trump-Netanyahu Talks on Attacking Iran Revealed; https://en.topwar.ru/278822-rokovoj-zvonok-raskryty-detali-peregovorov-trampa-i-netanjahu-po-atake-na-iran.html
(3) 04.03.2026; Reporter; Andrey Elistratov; The IRGC has identified an Israeli mole in the entourage of Iran’s former spiritual leader Khamenei.; https://en.topcor.ru/69216-ksir-vychisli-izrailskogo-krota-v-okruzhenii-byvshego-duhovnogo-lidera-irana-hamenei.html
(4) 06.03.2026; RT deutsch; Emirate-Milliardär kritisiert Trump: Wer hat Ihnen die Befugnis zu dem Krieg gegeben?; https://freedert.online/international/272280-vae-milliardaer-kritisiert-trump-wegen/; Primärquelle (nicht mehr verfügbar): https://x.com/KhalafAlHabtoor/status/2029442279170293996
(5) 03.03.2026; Southfront; Iranian Air Defenses Are Shooting Down One Drone After Another; https://southfront.press/iranian-air-defenses-are-shooting-down-one-drone-after-another-videos/
(6) 03.03.2026; Reporter, CNN, CENTCOM; Bodies of killed US soldiers continue to be found in the Middle East.; https://en.topcor.ru/69175-na-blizhnem-vostoke-prodolzhajut-nahodit-tela-ubityh-soldat-vs-ssha.html
(7) 04.03.2026; Reporter; Andrey Elistratov; Day 5 of Middle East War: CIA Hides from Iranian Missiles; https://en.topcor.ru/69209-pjatyj-den-vojny-na-blizhnem-vostoke-cru-prjachetsja-ot-iranskih-raket.html
(8) 09.03.2026; NOVA.news; Axios: USA verärgert über Israels Entscheidung, Öllagerstätten im Iran anzugreifen; https://www.agenzianova.com/de/news/Axios-USA-ist-ver%C3%A4rgert-%C3%BCber-Israels-Entscheidung–iranische-%C3%96llagerst%C3%A4tten-anzugreifen./
(9) 08.03.2026; zdf heute; Schwarzer Himmel über Teheran nach Angriff auf Ölreserven; https://www.zdfheute.de/politik/ausland/iran-krieg-angriffe-teheran-israel-usa-100.html
(10) 08.03.2026; ARD-Tagesschau; Iran droht mit Angriffen auf Ölanlagen im Golf; https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-iran-krieg-110.html#Iran-droht-mit-Angriffen-auf-Oelanlagen-am-Golf
(11) 12.03.2026; ARD-Tagesschau; Iran attackiert Energiesektor am Golf; https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-krieg-oelsektor-golfstaaten-100.html
(12) 21.03.2026; ARD-Tagesschau; Iran meldet Angriff auf Atomanlage Natans; https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-luftangriffe-atomanlage-natans-100.html
(13) 22.03.2026; Deutsche Welle, afp, dpa, AP; Iranischer Angriff: Mehr als 100 Verletzte in Israel; https://www.dw.com/de/iran-krieg-israel-atomanlage-dimona-negev-arad-natans-benjamin-netanjahu-iaea/a-76471928
(14) 23.03.2026; Berliner Zeitung; Lea Brüggemann; Warnung an Golfstaaten: Iran droht Trinkwasser- und Energieversorgung zu zerstören; https://www.berliner-zeitung.de/news/eskalation-im-nahen-osten-iran-droht-trinkwasser-und-energieversorgung-zu-zerstoeren-li.10026132
(15) 11.03.2026; Defence Security Asia, CBS News, Fox News; $330 Million Blow to U.S. Drone Power: 11 MQ-9 Reapers Downed as Iran’s Air Defences Challenge American Air Dominance in Operation Epic Fury; https://defencesecurityasia.com/en/us-mq9-reaper-drones-shot-down-iran-air-defense-operation-epic-fury/
(16) 10.03.2026; Southfront; U.S. Lost Drones Worth $330 Million Over Iran, Israel’s Losses Are Even More Costly; https://southfront.press/u-s-lost-drones-worth-330-million-over-iran-israels-losses-are-even-more-costly-videos-photos/
(17) 24.03.2026; PressTV; Iran’s air defenses down US cruise missiles near Tehran, over Markazi Province; https://www.presstv.ir/Detail/2026/03/24/765810/Iran-air-defense-down-US-cruise-missiles-near-Tehran-Markazi-Province
(18) 27.03.2026; PressTV; Iranian air defenses intercept Tomahawk missile, down US-Israeli reconnaissance drone; https://www.presstv.ir/Detail/2026/03/27/765907/Iranian-air-defenses-intercept-Tomahawk-missile-down-US-Israeli-reconnaissance-drone
(19) 12.03.2026; Southfront; Hezbollah Targets Israel With Over 150 Rockets In First Joint Operation With Iran’s IRGC; https://southfront.press/hezbollah-targets-israel-with-over-150-rockets-in-first-joint-operation-with-irans-irgc-videos/
(20) 22.03.2026; Military Review; Following the strike on Arad, Israel announced a change in Iranian attack tactics.; https://en.topwar.ru/279725-posle-udara-po-aradu-v-izraile-zajavili-o-smene-taktiki-iranskih-atak.html
(21) 03.03.2026; Finanznachrichten, Wallstreet Online; Iran-Krieg: Drohnen treffen AWS: Amazon meldet Ausfälle in UAE und Bahrain; https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2026-03/67837401-iran-krieg-drohnen-treffen-aws-amazon-meldet-ausfaelle-in-uae-und-bahrain-049.htm
(22 bis 22ii) 10.03.2026; Strategic Culture; Pepe Escobar; China: Watching the missile flow; https://strategic-culture.su/news/2026/03/10/china-watching-the-missiles-flow/
(23) 13.03.2026; Southfront; Iran Struck Globaleye AWACS Aircraft, MQ-4C Drones, And Typhoon Jet At UAE And Kuwait; https://southfront.press/iran-struck-globaleye-aewc-aircraft-mq-4c-drones-and-typhoon-jet-at-uae-and-kuwait-photos/
(24) 26.07.2025; Euronews; Jeremiah Fisayo-Bambi; Iran schickt Telekommunikationssatelliten mit einer russischen Rakete in Umlaufbahn; https://de.euronews.com/2025/07/26/iran-schickt-telekommunikationssatelliten-mit-einer-russischen-rakete-in-umlaufbahn
(25) 28.12.2025; Deutschlandfunk; Iran schießt mit russischer Hilfe drei Satelliten ins All; https://www.deutschlandfunk.de/iran-schiesst-mit-russischer-hilfe-drei-satelliten-ins-all-102.html
(26) 14.03.2026; Military Review; Mass arrests are underway in Gulf monarchies for filming Iranian attacks.; https://en.topwar.ru/279335-v-monarhijah-persidskogo-zaliva-prohodjat-massovye-aresty-za-semku-iranskih-atak.html
(27) 10.08.2026; euronews; „100 Namen auf Israels Todesliste“: Wo sind Irans Atomwissenschaftler?; https://de.euronews.com/2025/08/10/israel-iran-atom-wissenschaftler-angriff
(28) 02.04.2024; ARD-Tagesschau; Angriff auf Botschaft — was bislang bekannt ist; https://www.tagesschau.de/ausland/asien/angriff-botschaft-iran-israel-100.html
(29) 03.04.2024; Deutschlandfunk; EU verurteilt Angriff auf iranische Botschaft in Damaskus; https://www.deutschlandfunk.de/eu-verurteilt-angriff-auf-iranische-botschaft-in-damaskus-100.html
(30) 25.03.2026; Reporter, Wall Street Journal; Nikolay Gritsay; WSJ: Israel is attacking the Russian-Iranian military corridor in the Caspian Sea.; https://en.topcor.ru/69811-wsj-izrail-atakuet-marshrut-rossijsko-iranskogo-voennogo-koridora-na-kaspii.html
(31) 25.03.2026; Reporter, The Times; Britain has presented arguments in favor of the complete destruction of Iran.; https://en.topcor.ru/69800-v-britanii-priveli-argumenty-v-polzu-polnogo-unichtozhenija-irana.html
(32) 20.03.2026; BBC; Kate Whannel; Iran warns UK letting US use base is ‚participation in aggression‘; https://www.bbc.com/news/articles/cvgkd3lqe2no
(33) 26.03.2026; Top War; Hezbollah: Missile attack in Tel Aviv hits Israeli Defense Ministry; https://en.topwar.ru/279939-hizballa-raketnyj-udar-v-tel-avive-prishelsja-po-izrailskomu-minoborony.html
(34) 03.03.2026; ARD-Tagesschau; Christoph Prössl; Warum sich Großbritannien im Iran-Krieg zurückhält; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/grossbritannien-debatte-unterhaus-iran-trump-100.html
(35) 20.03.2026; haOlam.de; Netanyahu: „Wir müssen stärker sein als die Barbaren, sonst zerstören sie unsere Gesellschaften; https://haolam.de/artikel/Israel-Nahost/64571/Netanyahu-Wir-mssen-strker-sein-als-die-Barbaren-sonst-zerstren-sie-unsere-Gesellschaften.html
(36, 36i) 08.03.2026; Globalbridge; Patrick Ringgenberg; Warum der Iran den Krieg bereits gewonnen hat; https://globalbridge.ch/warum-der-iran-den-krieg-bereits-gewonnen-hat/
(b1) Saudia-Arabien, Rijad, US-Botschaft brennt nach iranischem Angriff; 11. oder 12. März 2026; Quelle: Military Review, https://topwar.ru/uploads/posts/2026-03/afd3d16b26_posolstvo-ssha-jer-rijad.webp
(Titelbild) F-22 Raptor; Kampfflugzeug; Autor: Tech. Sgt. Ben Bloker, United States Air Force; Datum: 1.12.2008; Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:F-22_flares.jpg; Lizenz: Public Domain
Gebt den Israelis endlich ihr „ael“ auf allen Landkarten und Globen dieser Welt!
Ein israelischer Autor – Ephraim Kishon den einige sicher noch in Erinnerung haben – schrieb einst im Vorwort eines seiner Romane, glaub im „Der Blaumilchkanal“ war es:
„Auf jeder Landkarte und auf jedem Globus wird unser Land mit „Isr.“ bezeichnet, weil es so klein ist, daß es für den gesamten Namen nicht reicht. Aber wir arbeiten daran das zu ändern…“
Ich habe seine Bücher als Kind gelesen. Die haben mir damals sehr gefallen.
Den genauen Wortlaut weis ich nach 50 Jahren nimmer, aber kann ja jeder nachlesen.
Das war in den 70ern, also vor rd. 50 Jahren. Ich war damals 12 und im Fernsehen war immer wieder von den „Golanhöhen“ die Rede. Damals wußte ich noch nicht was das ist. Die israelische Expansionspolitik, die Landnahme, die Ausrottung der Palästinenser und später wohl der übrigen Araber ist fester Plan seit mehr als 5 Jahrzehnten und nicht erst heutzutage von Netanjahu ausgedacht worden.
„Aber das ist doch nur Satire was Kishon schreibt!“ wird man mir vorhalten.
In jeder Satire und in jedem Witz steckt immer ein Körnchen Wahrheit.
Die Begründung für die völkerrechtswidrige Landnahme ist, daß die Juden dort einmal gelebt haben und als Folge des Holocaust nur dorthin könnten. Das wäre das gleiche als wenn ich 50 Jahre später in das Haus einbreche in dem ich groß geworden bin, mit der Begründung, daß ich dort früher mal gewohnt habe.
Hier wo ich jetzt wohne lebten mal die Römer und die Franken ect., na und?
Bevor der Staat Israel gegründet wurde war es dort friedlich. Etwa 4-6 Mio Juden lebten zusammen mit den Moslems dort. Juden und Moslems haben vor sehr langer Zeit sogar Seite an Seite gegen die europäischen Invasoren (Kreuzritter) gekämpft. Erst als die Briten in der Neuzeit den Konflikt so richtig entzündeten, indem sie Arabern und Juden das gleiche Land versprachen, ging es blutig zu. Die Tommys sind im „teile und herrsche“ perfekt. Man stelle sich nur einmal vor, daß die ca. 2,5 Mio hier lebender Türken auf die Idee kämen, mitten in Deutschland einen zweiten türkischen Staat zu gründen, und uns dann sagen „der britische Premier Boris Johnson hat uns das Land versprochen und wir wollten schon zu Zeiten des persischen Reiches hierher kommen“. Was dann hier los wäre kann man sich wohl kaum ausmalen.
Die anderen arabischen Staaten sehen dem Abschlachten ihrer Brüder tatenlos zu, denken vllt. daß sie ungeschoren davon kämen, wenn sie still halten. Vllt. interessiert sie auch das Ölgeschäft mehr als das Schicksal ihrer arabischen Brüder. Allerdings das ist ein großer Irrtum wie man sieht. Es wird allen Arabern in der Region an den Kragen gehen. Israel wird nachdem die Palis ausgerottet oder vollständig vertrieben wurden, sich der restlichen Araber annehmen wie man am völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf den Iran gut sehen kann. Araber seid gewarnt! Der fehlende Zusammenhalt mit den Palis und den restlichen arabischen Nationen wird Euch noch schmerzhaft auf die Füße fallen. Der Krieg wird früher oder später zu Euch kommen. Die Palästinenser sind nur deshalb zuerst an der Reihe, da sie Ihren Staat verloren haben und somit ein schwacher Gegner sind. Sandalensoldaten mit leichten Waffen. Nicht mal Flug- und Panzerabwehr haben die. Das könnte sich allerdings mit der Erfindung billiger Drohnen schnell ändern.
Ich hoffe daß der Iran Israel und den USA gehörig den Arsch aufreißen wird.
Aber gegen die Amerikaner wird es nicht so leicht werden.
Dennoch besteht Hoffnung für den Iran. Die Amis haben nach dem 2. WK ausnahmslos jeden Krieg den sie begannen haushoch verloren, auch gegen weitaus schwächere Gegner als der Iran.
„Von den Amis lernen heißt verlieren zu lernen“ kann man sagen.
Da schießt das Trumpeltier in die Welttankstelle mit Raketen rein, obwohl man dort wegen der vielen hochentzündlichen Stoffe nicht mal rauchen dürfte und alles geht in Flammen auf. Es brennen jetzt nicht nur die iranischen Öl- und Gasfelder sondern die der Nachbarn auch. Zusätzlich wird der einzige Transportweg für die fossilen Energieträger blockiert, was vorhersehbar war da es Iran immer so kommuniziert hat und somit die ganze Welt als Geisel herhalten muß. Das Verhalten des Irans drängt den Verdacht auf das die Mullas auch Hollywoodfilme geguckt haben, besonders den 1. Teil von Rambo wo ein Mann eine halbe Stadt niederbrennt und alle es geil finden. „Ihr bekommt einen Krieg den Ihr nie begreifen werdet!“ oder so drohte Rambo und brannte die halbe Stadt nieder. Aber das war FILM und nicht Realität mit 2,5 Euro pro Liter Sprit!
Vielleicht ist es jedoch auch so, daß diese Kriege gar nicht gewonnen werden sollen, weil sie dann beendet wären, das haben jedenfalls auch Andere schon geschrieben. Damit wäre nämlich das Geschäft der Waffenlobbys dahin und man müßte sich als Sieger danach um das kaputtgebombte Land mit seiner hungernden Bevölkerung kümmern. Das wird so teuer, daß der Profit weg wäre ist also nicht zielführend. Am besten kann man das im Irak sehen. Die Amis sind dort Hals über Kopf abgehauen als es schief ging und haben das Land sich selbst und somit dem Chaos überlassen, genau so wie in Vietnam. Libyen war wie Silvester. Bereits in der ersten Nacht wurden über 500 Tomahawk gezündet ein echt krasses Feuerwerk. Um eine „Flugverbotszone“ (ROFL) durchzusetzen wurde gleich das ganze Land in die Steinzeit zurück gebombt, wobei auch jede Menge ziviler Infrastruktur dabei vernichtet wurde. AHA! So sieht also die „Einrichtung“ einer von der UN-Mandatierten „Flugverbotszone“ aus dachte ich damals. Nach wenigen Tagen war die Munition alle und das Feuerwerk beendet. Man floh aus dem Land und überließ die hungernde Bevölkerung sich selber. Syrien ebenfalls. Das waren alles keine Heldentaten sondern nur Massenmord und Zerstörung. Die Pausen zwischen diesen Kriegen ergeben sich übrigens ganz einfach dadurch, daß man die verfeuerte Munition vor dem nächsten Überfall nachproduzieren muß.
Aber wir Westeuropäer werden das nicht ändern, da wir aufgrund unseres Wohlstands dekadent geworden sind. Die Mehrheit von uns hat einfach keinen Bock mehr auf echten Krieg außer im Fernsehen, da man seine Aggressionen heutzutage wunderbar z.B. im Internet bei Computerspielen ausleben kann, ohne dabei jemanden wirklich zu töten. Unsere Armeen wurden verkleinert, die Tötungsmaschinen ließ man vergammeln. Ich finde das eigentlich sehr gut, da nichts den Frieden so gut sichern kann wie verrostetes und kampfunfähiges Kriegsmaterial. Glaubwürdiger geht es gar nicht.
Wir brauchen gar nicht so weit bis zum Iran zu schauen. Direkt vor unserer Haustüre, der Ukraine, wird das gleiche Trauerspiel aufgeführt:
Das beste Kriegsgeschäft ist wie mit der Ukraine. Das geht es seit Jahren keinen Meter vor oder zurück. Nazioberchefboss Elendsky glaubt immer noch an den „Endsieg“ über die Russen, obwohl jeder vernünftig denkende Mensch weiß, daß dies bedeuten würde, daß am Ende der Schwanz mit dem Hund wedelt. Aber die Deutschen haben damals ja auch an die sog. „Vergeltungswaffen“ (V1 und V2) geglaubt, obwohl es eigentlich (verglichen mit den heutigen Raketen) lächerliche Knallkörper waren, die nicht einmal das vorgegebene Ziel verlässlich trafen, aber jeder technologische Anfang ist nun mal mühsam.
So professionell „ausbalanciert“ wie der Ukrainekrieg ist bisher kaum einer gewesen, Vietnam vllt. der ging auch lange ohne das es am Ende – außer der Vergiftung (Agent Orange) der dortigen Regenwälder – irgendwas gebracht hätte. Aber den haben die Amis wenigstens selber bezahlt.
Der Ukrainekrieg ist ein Meisterwerk westlicher Intrigen. Es hat die USA ca. 5 Mrd. US-Dollar gekostet den Bürgerkrieg zu entzünden. Bei solchen Kosten ist es schon verständlich daß die Europäer da auch etwas bezahlen sollen.
Panzer werden im Westen gebaut und von den Steuerzahlern bezahlt. Dann werden die Panzer in die Ukraine geliefert (verschenkt). Danach fahren sie in ein russisches Minenfeld weil die Ukrainer anscheinend glauben, daß nichts einen echten deutschen Leo (bester Panzer der Welt) aufhalten kann, werden vollständig (unreparierbar) zerstört und müßen neu produziert bzw. gekauft und bezahlt werden. Am besten wir lassen die Ukrainer in dem Glauben. Ein Kunstwerk der Propaganda der Rüstungsindustrie. Es gibt kein besseres Geschäft als Rüstung. Davon kann ein Autohersteller, dessen Kunden Produktlaufzeiten über 10 Jahre erwarten, nur träumen. Immerhin können wir froh sein, daß die Ukrainer ihre eigenen Jungs in die Panzer setzen und nicht verlangen, daß wir auch noch unsere Söhne als Fahrer mitliefern, zumindest solange sie noch Söhne haben.
Nichts ist jedoch so gut als das man es nicht noch effizienter machen könnte:
Ich würde z.B. in Nahost nicht nur Israel sondern auch die Palis und die Iraner mit Waffen beliefern, also alle Kriegsparteien. Den Iranern würde ich abverhandeln daß wenigstens die für Deutschland bestimmten Tanker passieren dürfen, natürlich ohne Maut. Das Geld für die Palis würde ich von den reichen Ölstaaten holen die dann froh sein können, daß sie selber nicht kämpfen müßen. Die Palis würden das dann schon für sie erledigen. Ich würde auch immer darauf achten stets die schwächere Seite stärker zu beliefern damit das „Feuer“ nicht ausgeht und niemand siegt. So kann man dauerhaft über Jahrzehnte die besten Profite machen. Die Aktienkurse würden durch die Decke gehen. Erst wenn dann etwa 70% der Bevölkerung aller Kriegsparteien getötet worden ist, wie nach dem 30-jährigen Krieg, wäre längerer Frieden in Sicht, da es zur Reproduktion der Bevölkerung schon einige Zeit braucht. Das Szenario wäre „abgemolken“ und man müßte sich dann nach anderen spannungsgeladenen Regionen umsehen, von denen es noch reichlich gibt. So wie man Vieh auf eine andere Alm bringt wenn die vorherige abgefressen ist.