Vom Ukraine-Konflikt und einer doppelbödigen Strategie, die nicht zuletzt dafür sorgt, aus Kriegen Kapital zu schlagen


Die derzeitigen Geschehnisse um den Ukraine-Konflikt strahlen bei aller Tragik und dem Leid, der mit diesem verbunden ist, eine spannende Dynamik aus. Und sie sind geeignet, Zusammenhänge zu erfassen, die über den so bezeichneten Konflikt weit hinausgehen. So hat die Zerstörung von Ölinfrastruktur auf russischem Boden das deklarierte Ziel einer Schwächung Russlands. Aber der eigentliche Zweck dürfte eher anderswo zu suchen sein. Und erneut zeigt sich, dass die Ukraine und ihre Menschen lediglich Mittel zum Zweck sind.


Vom Betteln und Fordern

Im Rahmen seines kürzlichen Indien-Besuches beantwortete der US-amerikanische Außenminister Marco Rubio Fragen von Medienvertretern. Aus gegebenem Anlass standen im Mittelpunkt Fragen zur Ukraine und ganz speziell die widersprüchlichen Aussagen des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj.

Dabei merkte Außenminister Rubio an, dass er gerade ein 45-minütiges Telefongespräch mit Selenskyj beendet hatte, in dem er mit dem ukrainischen Präsidenten über dessen (also Selenskyjs) fortgesetzte Verbreitung falscher Berichte an die Medien bezüglich der Unterstützung und Hilfe durch die USA sprach. Dabei betonte Rubio, dass sich am Profil der US-Unterstützung für die Ukraine nichts Wesentliches geändert und Präsident Trump keinerlei Sicherheitsvereinbarungen angepasst habe. Selenskyj würde stattdessen Dinge erfinden.

Rubio monierte außerdem, dass die Ukraine US-Handelsschiffe im Schwarzen Meer ins Visier nimmt und dass dies aufhören muss. Auch das wurde im Telefonat besprochen. Diese durch Selenskyj „erfundenen Dinge“, von denen Rubio sprach, würden im Weißen Haus als politische Operationen gegen die US-Regierung unter Donald Trump verstanden (1). Beachten wir, dass Rubio nicht im geringsten von einem „Verteidigungskampf der Ukrainer gegen russische Invasoren“ sprach. Er beleuchtete, auch für uns, einen Aspekt des wahren Krieges hinter dem vorgetäuschten Krieg.

Hinter Rubios Verärgerung steht eine zweiwöchige Vorgeschichte und bevorstehende Wahlen in seinem Land, die sogenannten Midterms (2).

Die von Trump und seiner Mannschaft vertretene „America-First“ (Amerika zuerst)-Doktrin wird von den gleichen Personen und Organisationen attackiert, die eine konsequente Weiterführung des Ukraine-Krieges fordern. Die Stimmen der Opposition gegen Trump decken sich weitgehend mit denen, die sich mit der Ukraine „solidarisieren“. Ukrainische Bürger zu Hunderttausenden in die Fleischwölfe des Krieges zu pressen, hat natürlich mit Solidarität nichts zu tun. Diese „Solidarität“ ist die ideologische Floskel für einen brutalen Stellvertreterkrieg.

Als Rubio zum Ausdruck brachte, dass sich die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Ukraine-Krieges in einer Sackgasse befinden würden, polterte der ukrainische Staatschef:

„Wo liegt also hier die Wahrheit, wo ist die Ehrlichkeit, wo ist die Pattsituation? […] Das nennt man Unwillen!“ (3)

Das die Dinge jedoch so liegen, wie von Rubio betont, bewies Selenskyj im gleichen Atemzug, als er seine „diplomatischen“ Vorschläge zum Besten gab:

„Die russische Wirtschaft müsse blockiert, Moskau mundtot gemacht und die Waffenproduktion durch Sanktionen stillgelegt werden. Zugleich erneuerte Selenskyj seine Forderung, den Satelliten-Internetdienst Starlink über Russland für das ukrainische Militär freizuschalten. […] Dabei warf er den USA ‚Unwillen‘ vor, den Kreml zu Verhandlungen zu bewegen. […] US-Präsident Trump müsse den Sanktionsdruck auf Russland verstärken.“ (3i)

In den USA wurden Selenskyjs Forderungen, vor allem die Art und Weise, wie sie gestellt wurden, sehr wohl registriert — allerdings nicht so, wie sich das der unter Legitimationsproblemen leidende Präsident in Kiew vorgestellt hatte.

Zwei Tage später nämlich, am 10. Oktober, setzte das US-Finanzministerium die Wirtschaftssanktionen gegen Russland in Teilen aus. Dies war die Voraussetzung zur Umsetzung des sogenannten Diesel-Deals, der von den Präsidenten der USA und Russlands in einem längeren Telefonat ausgehandelt worden war. Zur gleichen Zeit hielt sich eine ukrainische Delegation im US-amerikanischen Miami auf, um über weitere Unterstützung im Krieg gegen Russland zu verhandeln (4).

Geführt wurde die Delegation vom ehemaligen ukrainischen Geheimdienstchef und nunmehrigen Leiter des Präsidialbüros in Kiew Kirill Budanow. Von US-Seite war Trumps Sondergesandter Steve Witkoff zugegen. Die ukrainische Delegation reiste ohne Beisitzer an. Was es damit auf sich hat, dazu kommen wir gleich. Doch die Nachricht zur Vereinbarung zwischen Trump und Putin traf die ukrainische Delegation aus heiterem Himmel, und ohne Beisitzer fehlte ihr jedweder Plan, wie sie damit umgehen sollte. Unverzüglich und unverrichteter Dinge reiste sie wieder ab (5).

Die Diener der globalistischen Kabale in Europa aber schäumten vor Wut und reagierten mit neuen Sanktionen gegen Russland, gestützt von den bekannten Lügen hoher Politiker wie dem Bundesaußenminister Johann Wadephul:

„Wir erschweren es für Putin damit, seinen völkerrechtswidrigen Invasionskrieg fortzusetzen — und seinen zynischen Versuch, die ukrainische Zivilbevölkerung mit mörderischem Bombenterror zu zermürben.“ (6)

Elf Tage später traf Selenskyj auf Rubio. Und plötzlich war der Tonfall ein ganz anderer:

„Ich habe mit Marco Rubio gesprochen, und es war ein inhaltliches Gespräch — mit Fokus auf die wirklich wichtigen Themen. Ich bin dankbar für seine Hilfsbereitschaft und seine klare Haltung. Erstens: Abfangraketen für ballistische Raketen, die zum Schutz von Menschenleben notwendig sind. Zweitens: Frühwarnung vor russischen ballistischen Raketenangriffen, was von entscheidender Bedeutung ist. Drittens die Situation bei Starlink/Starshield, die wiederhergestellt werden muss. All dies geschieht natürlich vor dem Hintergrund unserer diplomatischen Bemühungen, diesen schrecklichen Krieg und das ständige Töten von Menschen zu beenden. Wir haben vereinbart, uns bald wieder in Verbindung zu setzen, um uns über den aktuellen Stand zu informieren. Danke, Marco, für die konstruktive Diskussion! Danke an alle in Amerika, die faire Lösungsansätze unterstützen!“ (a1, 7)

Die Tatsache, es mit jemandem zu tun zu haben, der sich durch diplomatische Klarheit auszeichnet (Rubio), ist für diejenigen beunruhigend, welche unter Diplomatie lediglich politisches Theater verstehen (Selenskyj). Ihr Tonfall wird dann, Auge in Auge, zurückhaltender. Der Pragmatismus sticht die Eiferei aus. Und Selenskyj hatte bei dieser Unterhaltung mit Rubio keine Beisitzer.

Von Beisitzern

Beisitzer sind vor allem die ihn anstachelnden Anti-Trump-Kräfte und die kommen vor allem aus Europa. Sie kommen aus London, Brüssel und leider auch aus Berlin. Durch diese Stimmen gestärkt, wähnt sich Selenskyj aus der Ferne stark genug, in einem ultimativ fordernden Ton und auf respektlose Weise mit der Trump-Regierung reden zu dürfen. Zweifellos wird Selenskyj manipuliert und hat dadurch eine gestörte Wahrnehmung. Dies betrifft sowohl die Machtverhältnisse im Westen als auch die unterschiedlichen Potenziale innerhalb dieses keineswegs homogenen Westens. Selenskyj meint, richtig zu liegen, wenn er die Hand in London küsst und dafür die in Washington beißen darf.

„Zelenskyjs Sichtweise ist sehr engstirnig, egozentrisch, streitlustig und verbittert, wenn er damit rechnet, dass seine Forderungen nicht erfüllt werden. Am häufigsten wird diese Einstellung mit einer Tochter im Teenageralter verglichen, die sich etwas Verwöhnendes wünscht, deren Mutter oder Vater jedoch nicht bereit ist, ihren Forderungen und Erwartungen nachzugeben.  Die mitfühlenden Freunde der Tochter sind stützende Beisitzer.“ (8)

Zwei Wochen später reiste Selenskyj nach Oslo, um sich erneut mit Steve Witkoff, dem Sondergesandten von US-Präsident Trump zu treffen.  Warum Norwegen? Dort, in Norwegen, wurde Selenskyj bei den Gesprächen vom norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre und dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb unterstützt (9). Warum muss Selenskyj bei der Erörterung der Bedingungen für eine Friedenslösung zwischen der Ukraine und Russland von EU-Unterstützern umgeben sein?  Die Medien tun stets so, als würden sie dieses Muster nicht bemerken. Aber solche „Kleinigkeiten“ zeigen uns immer wieder, wessen Krieg das eigentlich ist und wer die Strategie dieses Krieges und der Politik drumherum auch zukünftig bestimmten möchte.

Diese Beisitzer gehören, kaum überraschend, zu den Opponenten der derzeitigen US-Regierung und ihrer Politik, und außerdem sind es ideologisch komplett vereinnahmte Russland-Hasser. Der norwegische Ministerpräsident Støre war es, der zuvor (im September) behauptet hatte, Russland habe Selenskyjs Flugzeug in Moldawien versucht, mit Drohnen anzugreifen. Dieser Unsinn war komplett erfunden, wurde aber von den EU-Medien schnell verbreitet (10).

Finnland wiederum könnte und wird zumindest indirekt, als NATO-Staat, bei einem fast zeitgleich erfolgten Angriff von über 1.000 Drohnen, von denen mindestens 150 auf die russische Millionenstadt St. Petersburg gerichtet waren, beteiligt gewesen sein. Ziel war unter anderen die dortige Ölinfrastruktur (11, 12). Die Schäden waren signifikant. Doch damit war das Ziel nicht nur Russland, sondern auch Trump (13). Das nennt man hybride Kriegsführung — und nicht etwa solche lächerlichen Ereignisse wie auf europäischen Flughäfen „entdeckte“ und passend drapierte Baumarktdrohnen.

Britische Handschrift

Die Massenmedien, übrigens auch die in Russland, berichteten über diesen Drohnenangriff sehr allgemein. Die Flugroute spielte in der Berichterstattung keine Rolle (14). Einen Tag zuvor hatte ja US-Präsident Trump eine Reihe von Sanktionen gegen Russland ausgesetzt (15). Wiederum eine Woche vorher hatte, wie ebenfalls bereits erwähnt, der US-Präsident mehrere Millionen Tonnen an Diesellieferungen aus Russland für den US-Markt angekündigt. Dies wurde als eines der Ergebnisse eines längeren Telefonats zwischen ihm und Russlands Präsident Putin verkündet (16). Lässt sich da ein Zusammenhang erkennen?

Die militärische Operation dieses großangelegten Drohnenangriffs und ihre Verbreitung in den Medien gingen, wie stets in solchen Fällen, Hand in Hand. Und verschwiegen verständlicherweise etwas Entscheidendes: Es ist höchst unwahrscheinlich, dass der Drohnenangriff vollständig von der Ukraine aus gestartet wurde. Zuvor war am 8. Oktober die größte Raffinerie Russlands, dort wo eben auch Diesel destilliert wird, getroffen worden (17).

Am Tag der Attacke auf St. Petersburg wurde Selenskyj von Trump unmissverständlich aufgefordert, Angriffe auf russische Ölraffinerien, insbesondere die zur Produktion von Diesel, zu unterlassen. Überhaupt sei Selenskyj an einer Friedenslösung offenbar überhaupt nicht interessiert (18). Es ist jedenfalls offensichtlich, dass der Angriff auf die Ölanlagen in St. Petersburg die Vereinbarungen zwischen den USA und Russland konterkarierte.

Und es stellt sich eine Frage: Wie ist die Wirksamkeit dieses Drohnenangriffs zu erklären? Denn Russlands Drohnenabwehr wird immer stärker und Schäden werden, so sie eintreten, vorwiegend durch herabfallende Drohnentrümmer verursacht. Doch die meisten Drohnen werden bereits weit vor ihren geplanten Zielen entschärft. Warum war das bei dem Drohnenangriff auf St. Petersburg nicht der Fall?

Die Antwort liegt auf der Hand: Die Drohnen flogen nicht (nur) autonom, sie wurden geleitet und konnten in Echtzeit Manöver in Reaktion auf russische Abwehrmaßnahmen durchführen. Echtzeit bedeutet in diesem Fall die Nutzung fortgeschrittener Software-Algorithmen (Modewort KI), aber mehr noch von Starlink. Über Russland funktionert das so nicht. Aber augenscheinlich waren die Frühwarnzeiten für die russische Luftabwehr trotzdem zu kurz. So die Drohnen aus der Ukraine gestartet wurden, mussten sie allerdings mindestens 1.000 Kilometer zurücklegen.

Das ist eine lange Route, eine zu lange Route, um erfolgreich die russischen Abwehrmaßnahmen gegen Drohnen zu umgehen. Daraus ergibt sich ein Widerspruch. Also fragen wir weiter: Wie wurde die russische Luftabwehr ausgetrickst? Das hier könnte ein Hinweis darauf sein, was passiert ist, denn es geschah am Tag der Drohnenattacke:

„In Litauen ist eine Drohne in den Luftraum des Landes eingedrungen und abgestürzt. Trümmerteile hätten dabei ein fahrendes Auto beschädigt, teilte Verteidigungsminister Kaunas mit. Verletzt worden sei aber niemand. Demnach kam der unbemannte Flugkörper vermutlich aus dem benachbarten Polen. Die polnische Armee teilte mit, man prüfe eine mögliche Verletzung des eigenen Luftraums.“ (19)

Diese Nachricht fand ihren Weg in den Informationsraum, weil das Ereignis nicht zu vertuschen war. Es gab Schäden und Augenzeugen. Interessanterweise wurde die Herkunft der Drohne nicht weiter thematisiert. Vor allem aber: Nicht nur, dass man vorgibt, nichts über die Herkunft der Drohne zu wissen — in Polen weiß man überhaupt nicht, ob überhaupt eine oder mehrere Drohnen unterwegs waren. Weiß man nicht? Oder gibt man vor, es nicht zu wissen? Denn das eine von vielen Drohnen während eines Kampfeinsatzes versagt, dürfte nicht ungewöhnlich sein. Vielleicht war es ja so (b1)?

Dieser komplexe Einsatz mit mehr als 1.000 Drohnen fand statt, kurz nachdem bekannt geworden war, dass das satellitengestützte Kommunikationssystem Starlink und dessen militärische Komponente Starshield gedrosselt und außerdem zwischenzeitlich der Fluss an Geheimdienstinformationen aus den USA für die ukrainische Armee unterbunden worden war. Wie konnten die Drohnen unter diesen limitierten Möglichkeiten die russische Luftabwehr trotzdem täuschen? Die Antwort lautet: Auf diese Weise gar nicht.

Also war es auch nicht so, wie im Bild skizziert? Gibt es noch ein Szenario? Man sollte auch das Undenkbare denken.

Kann es sein, dass die Drohnen zumindest teilweise von ukrainischen Agenten aus NATO-Ländern heraus gestartet wurden, darunter auch Finnland oder Estland — das zufällig das Heimatland von Kaja Kallas ist, der Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik und Vizepräsidentin der Europäischen Kommission? In den auch formal der NATO angehörigen Staaten — die Ukraine ist das ja „nur“ praktisch — gibt es keine Restriktionen für Starlink/Starshield und was Geheimdienstinformationen betrifft, hat über den Nachrichtenfluss die Trump-Administration und auch das Pentagon nicht das Monopol. Der Tiefe Staat nicht nur in den USA verfügt da noch immer über genug Möglichkeiten, was es ihm unter anderem erlaubt, regelmäßig die Medien mit manipulativen Nachrichten zu befeuern (20).

Das ist ein NATO-Krieg und dieser Drohnenangriff war eine Provokation, welche die britische Handschrift erkennen lässt. Zu solchen Operationen gehört standardmäßig, dass sie als psychologische Operation ausgeführt werden und mit einer breit angelegten Medienkampagne einhergehen. Einer Medienkampagne, welche die Ergebnisse der Operation überhöht und gleichzeitig darauf bedacht ist, Schlüsselinformationen zu verschweigen (21).

Ohne Kommunikation ist alles nichts

Am Tag nach dem ominösen Drohnenangriff auf St. Petersburg warnte Washington die Kiewer Regierung, dass weitere Angriffe auf die russischen Ölanlagen Konsequenzen haben würden. Zwei Tage darauf meldete das ukrainische Militär weitere plötzliche Ausfälle beziehungsweise Beeinträchtigungen bei der Nutzung von Starlink, respektive Starshield. Das zwang die Ukraine zur Absage einer Reihe von Drohnenmissionen (22). Seitdem klagt Selenskyj regelmäßig über gestörte Starlink-Kommunikation für die ukrainischen Streitkräfte (23).

Zelenskyjs NATO-Freunde versuchten, so die These des Autors, unter britischer Anleitung einen Gegenangriff der russischen Seite zu provozieren, der den Krieg weiter eskalieren würde. Damit wiederum würden effektiv die diplomatischen Bemühungen der Trump-Administration sabotiert, ja diese gar wieder stärker in den Krieg gezwungen werden. So der Plan, aber dieser Plan dürfte scheitern. Washington hat sich entschieden, aus diesem Krieg auszusteigen und entsprechend wird auch der Tonfall gegenüber der Londoner/EU-Kabale Stück für Stück unwirscher.

Letztendlich ist dies auch der Grund, warum der notorisch lügende Wolodymyr Selenskyj permanent von hochrangigen EU-Beisitzern flankiert werden muss. Zum Beispiel, wenn er sich mit Steve Witkoff, dem Friedensbeauftragten von US-Präsident Trump, trifft.  Wenn Selenskyj in der Diskussion auf sich allein gestellt ist, läuft er Gefahr, den Betrug, die Manipulation und letztlich die Kontrolle durch seine EU-NATO-Drahtzieher aufzudecken. Dieses verworrene Geflecht aus Intrigen und hinterhältigen Interessen ist der Grund, warum der ukrainische Präsident das britische und EU-Umfeld benötigt. Einer direkten Auseinandersetzung mit Witkoff wäre er nicht gewachsen (24).

Wir sollten deshalb auch wirklich nicht glauben, dass sich Selenskyj aus reinem Größenwahn in einen medialen Machtkampf mit Washington gestürzt hat. Das ist völlig absurd. Sein Handeln beruht auf der ihm auferlegten Dressur, und seine Herren — die keine Ukrainer sind und denen das Schicksal der Ukrainer völlig egal ist — haben ihn, skrupellos und zynisch wie sie sind, schlicht und einfach in eine Schlacht geworfen, in der er endgültig vernichtet werden könnte. Der ehemalige Schauspieler hat sich längst in eine Situation hineinmanövriert, aus der es kein Entrinnen gibt. Aber, um den Wahlkampf in den USA im Sinne der dortigen Demokratischen Partei und ihrer globalistischen Partner zu gestalten, taugt er allemal.

Noch einmal zum für viele Beobachter ambivalenten Verhalten der US-Administration im Ukraine-Krieg: Das Bild eines allmächtigen Trumps ist genauso töricht, wie die Vorstellung, dieser bräuchte einfach nur erklären, dass er aus dem Ukraine-Konflikt aussteigen und jede Unterstützung unterbinden würde. So simpel und märchenhaft funktionieren weder großformatige gesellschaftliche Prozesse noch solche auf der Ebene zwischen Menschen. Was sich erkennen lässt, ist ein Rückzug auf Raten und außerdem eine Verschiebung des Overton-Fensters, eine Verschiebung des Sagbaren. Die Möglichkeit einer diplomatischen Lösung des Ukraine-Konflikts hat Stück für Stück ihren Platz im Informationsraum gefunden. Die Kriegerkaste hat diesen Raum nicht mehr exklusiv für sich abboniert.

„Trump hat die ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien zu seinem Rammbock gemacht, um Selenskyj und die Kriegspartei in der Ukraine zu Fall zu bringen. Die drastische Einschränkung von Starlink und das Zurückhalten von Geheimdienstinformationen über anfliegende russische Raketen üben echten Druck auf die ukrainischen Streitkräfte aus, Selenskyj zu stürzen. Die Einstellung des Verkaufs von US-Waffen an Verbündete hat denselben Effekt und bringt Trump in direkten Konflikt mit der NATO und der EU.“ (9i)

Die kriegstreibenden Fraktionen von NATO und EU werden nun mit Konsequenzen konfrontiert, die eine weitere Verschiebung der Kriegslasten auf ihre (sprich auch unsere) Schultern beinhaltet. Und es werden Nachrichten in den Informationsraum gespült, welche Wahrheiten aufdecken. So konterte Elon Musk, Gründer von SpaceX (Starlink), Vorwürfe, das Unternehmen würde die Ukraine im Stich lassen. Das ist bis heute, warum auch immer, nicht der Fall! Was hier gekappt wird, sind parasitär genutzte Ressourcen für einen Krieg im Krieg, einem Krieg, der auf Terror basiert, auf echtem handfesten Terror, gekoppelt mit psychologischen Terror — sowohl gegen die Zivilbevölkerung in Russland als auch gegen die im britischen und EU-Europa:

„Die Nutzung von Starlink, einem zivilen kommerziellen Dienst, für offensive Drohnenangriffe zur Tötung von Menschen war nie erlaubt und sollte es auch nicht sein. Starshield, ein anderes System, wird von der US-Regierung kontrolliert. Was diese beschließt, liegt ganz bei ihr. Das ukrainische Militär hat gegen die Nutzungsbedingungen von Starlink verstoßen und den Dienst für offensive Drohnenangriffe zur Tötung von Menschen genutzt. Diese Lücke wurde letzte Woche geschlossen. Starlink bleibt für die Verteidigung der Ukraine unverzichtbar, da es — zumindest derzeit — das einzige System ist, das weder gestört noch gesprengt werden kann. Würde Starlink abgeschaltet, würde die ukrainische Front sofort zusammenbrechen. Das ist KEINE Drohung, sondern lediglich eine Feststellung der Tatsachen.“ (25)

Musk setzte fort (Hervorhebung durch Musk):

„Starlink war zudem entscheidend dafür, dass Russland in den ersten Tagen des Krieges die Ukraine nicht überrennen konnte, da alle anderen Kommunikationsmittel von Russland zerstört oder gestört wurden. SpaceX hat bei weitem mehr zur Verteidigung der Ukraine beigetragen als jedes andere private Unternehmen auf der Erde. Davon abgesehen hege ich nichts als VOLLKOMMENE VERACHTUNG für die selbstgerechten, bösartigen Kriegstreiber, die auf endloses Gemetzel drängen und keine realistische Lösung für den Konflikt anbieten. Möget ihr in der Hölle schmoren.“ (25i)

Das ganz große Geschäft

Gehen wir noch eine Ebene höher, schauen wir über den Ukraine-Konflikt hinaus. Der Ukraine-Krieg ist eine riesige Finanzoperation, aber nicht nur der. Und nicht nur in Bezug auf den Ukraine-Krieg ist der Gedanke unzutreffend, dass die unzähligen Milliarden an Euro und US-Dollar in einem schwarzen Loch verschwinden würden. Nein, hier wird Geld in Unmassen erzeugt und umgeschichtet.

Der Krieg im Osten Europas ist genauso im Sinne einer gewissen Kaste wie der Krieg im Nahen Osten. Diese sich elitär gebende Kaste hat verlässliche Partner und beide verfolgen ein gemeinsames Prinzip:

Schaffe Mangel, dann befeuerst Du das Geschäft — über die Preise, nicht über den Umsatz!

Die mächtige Fraktion der Zionisten in den USA zieht die US-Administration in israelische Kriege im Nahen Osten. Kriege, die gegen den Iran, den Libanon, die Palästinenser und Syrien geführt werden. Das sind vor allem Ideologen, Machtmenschen. Die Globalisten in Brüssel und London, die selbstredend auch den Nahost-Konflikt „mitgestalten“, versuchen die USA außerdem für die eigenen Kriege im Osten, genauer gesagt den gegen Russland, aufkommen zu lassen.

Die zionistischen US-Neokonservativen sind natürliche Verbündete für die City of London (CoL), die von allen großen Kriegen profitiert. Denn das, was wir von „den Märkten“ erfahren, handelt von eben den Märkten unter Kontrolle der CoL. An den Londoner Börsen beziehungsweise mit diesen gekoppelten Börsen läuft der Verkauf von strategischen Rohstoffen, auch der von Öl, auch der von Diesel. Dort werden Preise manipuliert und nach oben manipuliert werden können sie am besten, wenn man künstlich einen Mangel an strategischen Ressourcen erzeugt. Das wird in der Regel mittels Wirtschaftskrieg (Sanktionen), Medienkrieg (psychologische Operationen) und nicht zuletzt durch den physischen, „klassischen“ Krieg erreicht.

Deshalb hängen der Ukraine-Konflikt und der Nahost-Konflikt eng miteinander zusammen. Über sie wird der Mangel an strategischen Ressourcen erzeugt und verstärkt, das real und virtuell, und mittels dessen die Preise auch spekulativ befeuert. Es ist nur logisch, dass ein wirtschaftlich und militärisch hochpotentes Land wie die USA, deren Führung den Fokus auf nationale Interessen legt, dieses globalistische Geschäftsmodell versuchen wird, politisch zu schwächen und finanziell trocken zu legen.

Bitte bleiben Sie schön aufmerksam, liebe Leser.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung — Nicht kommerziell — Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er — einschließlich der Primärquelle — gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.

(a1) Die Übersetzungen erfolgten unter Zuhilfenahme von DeepL.com.

(1) 20.10.2026; Forbes; Breaking News; Secretary Of State Marco Rubio Takes Reporter‘ Questions in Mumbai, India; https://www.youtube.com/watch?v=g7WjFJWWG6k&t=94s

(2) 04.09.2026; zdfheute; Die wichtigsten Daten zu den Midterms im Überblick; https://www.zdfheute.de/politik/ausland/roadmap-midterms-election-wahl-usa-100.html

(3, 3i) 08.10.2026; ntv; Äußerung von Rubio sorgt bei Selenskyj für Empörung; https://www.n-tv.de/politik/Aeusserung-von-Rubio-sorgt-bei-Selenskyj-fuer-Empoerung-id31398386.html

(4) 11.10.2026; Deutschlandfunk; US-Sondergesandter Witkoff nennt Gespräche mit ukrainischer Delegation in Miami „konstruktiv“; https://www.deutschlandfunk.de/us-sondergesandter-witkoff-nennt-gespraeche-mit-ukrainischer-delegation-in-miami-konstruktiv-100.html

(5) 12.10.2026; RT deutsch; Kirill Strelnikow; Unglaublich, aber in einem Punkt hatte Selenskyj völlig recht; https://freedert.online/meinung/294404-unglaublich-aber-in-punkt-hatte/

(6) 12.10.2026; zdfheute; EU verhängt Rekord-Sanktionen gegen Putins Kriegswirtschaft; https://www.zdfheute.de/politik/ausland/eu-sanktionen-kallas-moskau-kriegswirtschaft-raketenproduktion-ukraine-krieg-russland-100.html

(7) 19.10.2026; X; Selenskyj, Rubio, Tweet; https://x.com/ZelenskyyUa/status/2112434684441325625

(8, 8i) 20.10.2026; The Last Refuge; sundance; Following 45 Minute Call with Zelenskyy […]; https://theconservativetreehouse.com/blog/2026/10/20/following-45-minute-call-with-zelenskyy-secretary-marco-rubio-notes-ukraine-officials-are-lying-and-manipulative-which-he-told-zelenskyy-openly/; https://theconservativetreehouse.com/blog/2026/10/20/zelenskyy-calls-rubio-as-witkoff-travels-to-meet-him-in-norway/

(9) 20.10.2026; ARD-Tagesschau; Selenskyj trifft sich mit US-Gesandte Witkoff; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-treffen-witkoff-100.html

(10) 09.09.2026; Welt; Flugzeug von Selenskyj entgeht auf dem Weg nach Oslo nur knapp einem Drohnen-Treffer; https://www.welt.de/politik/ausland/article6aa1c59b240b302c8a83f586/wolodymyr-selenskyj-flugzeug-entgeht-auf-dem-weg-nach-oslo-nur-knapp-einem-drohnen-treffer.html

(11) 18.10.2026; New York Post; Ronny Reyes; Ukraine targets Putin’s hometown as it launches 1,000 drones at Russia’s oil industry — the biggest attack all year; https://nypost.com/2026/10/18/world-news/blaze-at-st-petersburg-oil-sites-as-ukraine-launches-more-than-1000-drones-at-russia/

(12) 18.10.2026; Southfront; Russia Strikes Ukraine’s Logistics and Energy, Ukraine Launches Massive Drone Raid on St. Petersburg; https://southfront.press/ukraine-launches-massive-drone-raid-on-st-petersburg/

(13) 22.10.2026; Top War; Sergey Kuzmitsky; Trump: Ukraine wants to influence our elections by attacking Russian oil refineries; https://en.topwar.ru/292112-tramp-usmotrel-v-udarah-vsu-po-rossijskim-npz-svjaz-s-amerikanskimi-vyborami.html

(14) 18.10.2026; ARD-Tagesschau; Stephan Laack; Russland meldet Drohnenangriffe in St. Petersburg; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-krieg-angriffe-st-petersburg-100.html

(15) 17.10.2026; ARD-Tagesschau; Trump setzt geplante Sanktionen gegen Russland aus; https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-russland-ukraine-sanktionen-100.html

(16) 10.10.2026; ARD-Tagesschau; Trump kündigt russische Diesellieferungen an; https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/trump-diesellieferungen-russland-100.html

(17) 09.10.2026; zdfheute; Was die ukrainischen Angriffe auf Russland bewirken; https://www.zdfheute.de/politik/ausland/ukraine-sibirien-raffinerie-angriff-putin-lange-100.html

(18) 13.10.2026; RT deutsch; US-Medien: Trump „tierisch angepisst“ — wegen Selenskijs Angriffen auf Russlands Diesel-Raffinerien; https://freedert.online/international/294609-us-medien-trump-wegen-selenskijs-angriffe-russlands-diesel-raffinerien-tierisch-angepisst/

(19) 18.10.2026; ARD, BR24; Drohne dringt in Luftraum über Litauen ein und stürzt ab; https://www.br.de/nachrichten/meldung/drohne-dringt-in-luftraum-ueber-litauen-ein-und-stuerzt-ab,300818bec

(20) 01.10.2026; Merkur; Russische Drohnen gegen Europa? Macron weist CIA-Berichte zurück, warnt aber vor Angriffen; https://www.merkur.de/politik/russische-drohnen-gegen-europa-macron-weist-cia-berichte-zurueck-zr-94519172.html

(21) 18.10.2026; ARD-Tagesschau; Drohnenangriff des ukrainischen Militärs auf Ziele in St. Petersburg; https://www.tagesschau.de/tagesschau_20_uhr/video-1668570.html

(22) 15.10.2026; RT deutsch; Westmedien: Kein Starlink — Kiews Militär bläst Kampfaufträge ab; https://freedert.online/international/294786-westmedien-kiews-militaer-blaest-kampfauftraege-starlinkgesteuerte-drohnen-ab/

(23) 23.10.2026; X; Volodymyr Zelenskyy; https://x.com/ZelenskyyUa/status/2113677048354947180

(24) 21.10.2026; Reuters; Zelenskiy to meet Witkoff after Trump says Russia has been ‚fine‘ on Ukraine; https://www.msn.com/en-us/news/other/zelenskiy-to-meet-witkoff-after-trump-says-russia-has-been-fine-on-ukraine/ar-AA2fDn9H

(25, 25i) 24.10.2026; X, Elon Musk; https://x.com/elonmusk/status/2114063986744275011

(b1) Ukraine-Konflikt, Drohnen, Angriff, St. Petersburg; 20.10.2026; The Last Refuge; https://theconservativetreehouse.com/wp-content/uploads/2026/10/Drones-St-Petersburg.jpeg

(Titelbild) Öl, Diesel, Raffinerie; Autor: Kanenori (Pixabay); 03.12.2019; https://pixabay.com/de/photos/nachtsicht-panorama-pflanze-4668541/; Lizenz: Pixabay License

Von Ped

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