Von Diffamierung und moralinsaurer Einstimmigkeit

Die heftige Reaktion auf einen offenen Brief Dresdner Bürger motivierte zum Nachlegen.


Die veröffentlichte und den Menschen ins Hirn zu drückende Meinung stellt sich dergestalt dar, dass das neue Coronavirus, als verabreichte, quasi religiöse Lehre gefährlich, ja tödlich zu gelten hat – ungeachtet dessen, dass wissenschaftliche Nachweise dafür bis heute ausgeblieben sind. Darauf gipfelnd erleben wir – so es um das Anliegen eines Gesundheitsschutzes der Bürger geht – völlig sinnlose, teure, schikanierende Massentests, Quarantänemaßnahmen und Maskenzwang; letztlich eine alarmierende Aushöhlung des Rechtsstaates. Die sogenannte Coronakrise ist die Krönung der in den letzten Jahrzehnten ausgerufenen Krisen – und wie ihre Vorgänger versucht sie, die tatsächlichen Krisen zu vertuschen. Doch zelebriert wird das nicht nur von den Spitzen der Macht.


Die Systemkrisen werden von den Gesellschaften als Ganzes getragen, ganz besonders in den Staaten der Ersten Welt. Der Großteil der Menschen dort hat bis heute nicht den Mut gefunden, sich einzugestehen, welche persönliche Verantwortung für diese Systemkrise bei ihnen selbst liegt. Die Ausbeutung der Dritten Welt, die Kriege, der Raubbau an allen denkbaren Ressourcen und das weltweit voranschreitende ökologische Disaster auf die politischen und wirtschaftlichen Eliten zu schieben, greift viel, viel zu kurz. Diese Sicht taugt aber, um sich reinzuwaschen, sich als Opfer statt als Täter zu fühlen und schließlich mit einer zweifelhaften moralischen Weste über Andersdenkende herzuziehen.

Dies betreffend kam die sogenannte Coronakrise mehr Menschen gelegen, als man im ersten Augenblick glauben mag. Alles konnte mit dieser “Krise” – dem neuen, vor die Nase gesetzten, gemeinsamen Feind – so weitergehen wie bisher. Einzige Bedingung war, die Maßnahmen der Regierung mitzutragen. Dann durfte man sich gut fühlen und den Fragenden, den Skeptikern, den Wachen, den Mutigen wie Unbequemen charakterliche Defizite unterstellen. Auf der Woge einer öffentlichen, genormten, alternativlosen wie vorgegebenen Meinung ließ sich schon immer “mutig” mitschwimmen.

Dies ging dem Autor durch den Kopf als er Kenntnis vom Brief eines leitenden Mitarbeiters der Dresdner Verbrauchergemeinschaft (VG) erhielt. Zum Verständnis hier der Link zum ursprünglichen Brief Dresdner Bürger an eine große Zahl von Einzelhändlern ihrer Heimatstadt: Offener Brief Dresdner Bürger an Einzelhändler in der Landeshauptstadt Die Antwort aus dem Hause der VG war heftig, aggressiv und ohne den Hauch eines Zweifels am eigenen Tun. Hier nun die daraus entstandene Replik.


Sehr geehrter Herr Jacobi,

gestatten Sie mir auf Ihre Reaktion zum offenen Brief (1) einer Reihe von Dresdner Bürgern zu antworten. Für diese Reaktion sei Ihnen zuvor gedankt, denn ohne eine solche kann kein Diskurs in Gang kommen. Allerdings musste ich in dieser Ihrer Reaktion auch eines wahrnehmen: fehlende Achtung, was sich in einer ganzen Reihe von abwertenden Unterstellungen Ihrerseits äußerte. Das werde ich im Folgenden begründen, in dem ich mich detailliert Ihren Zeilen widme. Diese beginnen folgendermaßen:

wie Sie beim Einkaufen in den VG-Märkten beobachten können, trägt der Großteil der Kund*innen eine Mund-Nasen-Bedeckung.

So ist es, der Großteil der Kunden trägt etwas vor seinem Gesicht, etwas das ja der Grund des unter anderem an Sie gerichteten Briefes war. Aufschlussreich ist Ihre, bereits im zweiten Satz auftauchende suggestive Aussage:

Sie werden wohl kaum unterstellen können, dass dies alles fremdgesteuerte Individuen sind, die in blindem Gehorsam alles erdulden, was ihnen auferlegt ist.

Nein, das wurde nicht unterstellt, daher interessiert mich, was Sie mit solch einer Aussage bezwecken. Schon an dieser Stelle erkenne ich keine ernsthafte Befassung mit der Sache, die Raum für einen achtungsvollen Austausch der Sichten lässt.

Entgegen Ihren Behauptungen hat sich das Kaufverhalten nicht geändert – jedenfalls nicht in der Richtung, die sie implizieren wollen. Ganz im Gegenteil, die Warenumsätze liegen höher denn je, es kommen immer mehr Menschen zu uns, die Anzahl der Neuanmeldungen nimmt stetig zu.

Ihre Aussagen zu Umsatz und Neunameldungen kann und will ich nicht widerlegen. Aber über eine Veränderung des Kaufverhaltens erfahre ich allenthalben, von Geschäftsinhabern, auch Verkäufern und nicht zuletzt Kunden. Der überwiegende Teil der Menschen, die ich kenne, hat sein Kaufverhalten sogar drastisch umgestellt. Vor allem deshalb, weil für Verkäufer wie Kunden das Maskentragen eine psychologische wie physische Belastung darstellt.

Die Argumente, die sie angeführt haben, sind uns hinlänglich bekannt. Die darin angeführten Behauptungen über die Schädlichkeit von Mund-Nasen-Bedeckungen zeugen nicht eben von umfassender Informiertheit.

Das ist eine Wertung, Herr Jacobi, keine Befassung mit der Sache. Aber eines schon an dieser Stelle: So Ihre Annahme, dass diese Gesichtsbedeckungen tatsächlich nicht gesundheitsschädlich sind, stimmen würde, sind Sie also der Meinung, dass man diese daher tragen kann, ja muss? Wie sieht es eigentlich mit der Sinnhaftigkeit aus?

Hier werden Argumente aufgeführt, ohne sie zu hinterfragen, denn diese halten keinem Faktencheck stand, das bestätigen auch neueste vorliegende Studien.

Was genau bestätigen “neueste, vorliegende Studien”? Sie werfen den Adressaten einfach einen Knochen vor, ohne das in irgendeiner Weise zu belegen. Wissen Sie, “neueste vorliegende Studien” zum Sinn oder Unsinn von sogenannten Alltagsmasken strömen den Geruch politischer Auftragsarbeiten aus. Es war noch vor wenigen Monaten überhaupt kein Diskussionsthema, in welchen Bereichen Mund-Nasen-Bedeckungen sinnvoll sind und in welchen nicht. Diese, Ihre “neuesten vorliegenden Studien” krempeln nicht das Wissen über die Anwendung von Masken um. Studien sind zwar selbstredend notwendige Zuarbeiten für erst noch zu erarbeitende Thesen und Theorien aber keinesfalls als Beweise tauglich. Keine der vorgelegten Studien hat daher wissenschaftlich nachgewiesen, dass Mund-Nasen-Masken unschädlich sind, und erst recht nicht, dass diese sinnvoll sind, um uns oder andere vor einer Erkrankung an Covid-19 zu schützen.

Auf den im offenen Brief verlinkten Websites werden immer wieder die gleichen Argumente von den selben selbsternannten Experten vorgetragen, die schon längst widerlegt sind.

Nun, es sieht eher so aus, dass Sie sich mit diesen Argumenten offenbar niemals ernsthaft auseinandergesetzt haben. Ihre bewusst abwertend gewählte Wortwahl “selbsternannte Experten” zeigt das deutlich. Dabei sind diese Experten, mit deren Sichten Sie sich niemals offen befassten, durch ihr Studium, ihre Abschlüsse, ihre Arbeit, ihre Studien und Forschungen als solche – teilweise weltweit – hoch anerkannt. Dazu ein paar Quellen:

Mit einer Ausnahme: Es wird auf eine Studie im Rahmen einer Doktorarbeit aus 2005 verwiesen, in der die Erhöhung der Kohlendioxidkonzentration durch das Tragen von OP-Masken nachgewiesen werden soll. Ja, es wird tatsächlich eine Zunahme der ” transkutan  gemessenen  Partialdrucke  des  intrakapilären  Kohlendioxid ” festgestellt. Diese Studie gibt allerdings keine Aussagen darüber, ob diese Zunahme des Partialdruckes eine gesundheitliche Auswirkung hat. Denn das war nicht Ziel der Studie. Was allerdings ganz klar dargestellt wird: Bei Atemfrequenz, Herzfrequenz und arterieller Sauerstoffsättigung wurden keine signifikanten Änderungen im Verlauf der Testreihe festgestellt.

Wie sieht es eigentlich mit unserem gesunden Menschenverstand aus? Wenn ich etwas vor Mund und Nase halte, dann lässt sich schlechter atmen, dass ist völlig unstrittig. Nicht weil das irgendwelche Experten nachgewiesen haben, sondern weil wir es in der Praxis ganz einfach nachvollziehen können. Die Anatomie unseres Mund-Nasen-Traktes ist aus gutem Grund so wie sie ist. Eine Studie wie diese hier wäre im Grunde überhaupt nicht notwendig, um das herauszubekommen (b1):

Diesen gesunden Menschenverstand sprechen Sie nun sogar Ärzten ab, und nein, es sind nicht “einige Handvoll” sondern Tausende. Hunderte von diesen Tausenden sind außerdem mutig genug, an unseren Verstand und auch Gefühl zu appellieren. Sind Sie ein Experte, Herr Jacobi, dass Sie sich in dieser Art und Weise über die Mediziner erheben?

Da es mittlerweile bekannt ist, dass einige Handvoll Ärzte auf einschlägigen Websites das Ausstellen von Attesten ohne jedwede Untersuchung anbieten, ist es nicht verwunderlich, wenn Menschen, die von der Wirksamkeit des MNB überzeugt sind und diesen tragen, um den Menschen gegenüber zu schützen, misstrauisch oder ärgerlich reagieren, wenn ihnen ein Attest vor die Nase gehalten wird.

Mund-Nasen-Bedeckungen im Alltag sind schlicht Unsinn, ohne Nutzen, dafür Stress erzeugend, belastend und – auf diese Weise benutzt – langfristig sehr sicher krank machend. Es ist eine Schande, dass Menschen sich gezwungen sehen, einen Arzt aufzusuchen, um sich von dieser Belastung befreien zu lassen. Dabei ist zu sagen, dass es in der Sächsischen Corona-Verordnung nirgendwo eine Empfehlung oder ein Gebot darüber gibt, überhaupt ärztliche Atteste als Nachweis mitzuführen und zeigen zu müssen. Im Gegenteil steht unter §1 (Grundsätze), Absatz 2:

Menschen mit Behinderung und solche mit gesundheitlichen Einschränkungen können, sofern sie nicht dazu in der Lage sind, auf das Tragen der Mund-Nasenbedeckung verzichten.” (2)

Die Grundlagen, das zu begreifen, sind Teil unserer Allgemeinbildung. In dieser erfuhren wir, wie unser Immunsystem funktioniert, was ihm nützt und was es schädigt. Es ist unser Immunsystem, dass sich um Viren und Bakterien kümmert, kein Stofffetzen vor dem Gesicht. Wie gesagt, reden wir hier nicht von Intensivmedizin, sondern unserem Alltagsleben. Wir reden von gesunden Menschen, denen man weismachen möchte, dass sie ohne diesen Stofffetzen ihre Mitmenschen gefährden würden. Aber genau dafür gibt es eben keine Belege, was auch nicht verwunderlich ist. Ihre Argumentation zielt daher auch darauf ab, Ärzten die moralische Integrität abzusprechen. Wir alle können unser Wissen zum Immunsystem hervorragend auffrischen, so wir uns die Zeit zum Studium dieser aufgezeichneten Sitzung des Corona-Ausschusses nehmen:

Die Annahme, dass es sich beim größten Teil der Atteste um Fälschungen oder “Gefälligkeitsatteste” handelt, ist wohl nicht von der Hand zu weisen. Gegen die betreffenden Ärzte wird denn auch, meiner Meinung nach zurecht, eine Strafanzeige von verschiedenen Seiten erwogen. Wer sich auf ein Attest beruft wird damit leben müssen, dass immer wieder danach gefragt wird.

Auf die Strafanzeige warte ich, aber diese wird nicht kommen. Leider wird sie nicht kommen und raten Sie mal warum. Wir dürfen davon ausgehen, dass wenn solche Strafanzeigen gestellt und außerdem in der Öffentlichkeit publik werden, das Ganze auf die Anzeigenden zurückfallen wird. Denn es gibt keinerlei medizinische Grundlage und auch keine Rechtsgrundlage Ärzte zu belangen, wenn sie im berechtigten gesundheitlichen Interesse ihrer Patienten handeln. Sie als Geschäftsinhaber oder auch Mitarbeiter haben aus datenschutzrechtlichen Gründen ja nicht einmal das Recht, Einsicht in ein Attest zu fordern. Und wenn Sie sich erinnern, reichte es von Regierungswegen vor einigen Wochen auch aus, seinen Hausarzt telefonisch davon in Kenntnis zu setzen, das man Halsschmerzen hätte, um ohne persönliche Untersuchung für zwei Wochen krank geschrieben zu werden. Haben Sie als Unternehmen das damals eigentlich auch so massiv in Frage gestellt wie jetzige Attests, die Kunden ihnen freundlicherweise zeigen und denen sie dann noch unterstellen, dass sie diese unrechtmäßig erhalten haben?

Nicht nur Kunden sind genervt, sondern eben auch Ärzte und Krankenhauspersonal. Diejenigen Mediziner, welche Atteste ohne Visite ausstellen, haben sich das sehr gut überlegt. Mir fällt auf, dass Sie außerdem nur auf eben diese Ärzte fokussieren und den überwiegenden Teil der Ärzteschaft, welcher Atteste erst nach persönlicher Vorsprache der Patienten (ja, das ist dann einer) ausstellt, aus ihrer Betrachtung aussparen.

Wir haben uns in der vergangenen Woche im Kreis von Vorstand und Marktleitungen intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt.

Wenn die Auseinandersetzung zum Thema so geführt worden sein sollte, wie Ihr Brief verfasst war, dann war das keine offene, vorurteilsfreie, ja auch selbstkritische Auseinandersetzung. Das bestätigt auch Ihr nachfolgender Satz:

Nicht zuletzt deswegen, weil der psychische Druck, dem unsere Mitarbeitenden ausgesetzt sind steigt, aber nicht durch das Tragen des MNB, sondern durch ständig wiederkehrende Konfrontationen mit selbstsüchtigen, respektlosen Menschen, die, nicht selten sehr provokativ und aggressiv, das Tragen eines MNB verweigern.

Ihre moralisch aufgeladenen Sätze, Ihr mit dem Finger auf die Anderen zeigen ist auffällig. Wie kann das Verweigern des Maskenunsinns überhaupt aggressiv sein? Lassen Sie doch die Menschen einfach in Ruhe und fordern Sie nicht von Ihren Mitarbeitern die Konfrontation mit Diesen!

Es gibt bereits eine Reihe von Unternehmen, die ihre eigentliche, in den Verordnungen beschriebene Aufgabe, nämlich ihre Kunden lediglich darauf hinzuweisen, dass nur Kunden mit gesundheitlichen Einschränkungen, Behinderungen und ähnlichem das Geschäft ohne Mund-Nasen-Bedeckung betreten sollen. Allein dieser Hinweis steht Ihnen und Ihren Mitarbeitern zu, nicht jedoch eine Kontrolle oder gar der Hausverweis.

Es sind im wesentlichen Befindlichkeiten, die Sie von sich erkennen lassen, aber eben kein offener, achtungsvoller Austausch zur Sache. So wie Sie sich äußern, entsteht der Eindruck, dass Ihre Mitarbeiter sehr wohl psychischem Druck ausgesetzt sind, aber nicht von Kunden, die sich dem psychologischen Druck eines Maskentragens nicht unterwerfen oder gesundheitlich gehandicapt sind.

Mit großer Einstimmigkeit sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass wir in den VG-Märkten weiterhin die vorgegebenen Hygieneregeln umsetzen werden.

“Große Einstimmigkeit” ist gut, aber es ist offensichtlich vor allem Ihre Einstimmigkeit, Herr Jacobi, und das legten Sie noch nach:

Zum Schutz unserer Mitarbeitenden und Kunden*innen.

Bitte erklären und begründen Sie uns, welchen Schutz vor wem oder was Sie damit Mitarbeitern und Kunden bieten. Erläutern Sie bitte außerdem, warum eine Geschäftsleitung diese Obhut, sagen wir besser Entmündigung der Mitarbeiter umsetzen muss.

Aus unserer Sicht ist das Verweigern des MNB-Tragens ohne medizinische Indikation – und diese dürfte nur in den wenigsten Fällen vorliegen – egoistisch und respektlos.

Immerhin schreiben Sie hier wenigstens, dass es sich um Ihre Sicht handelt. Aber diese Sicht ist eben subjektiv und emotional. Sie ist von Angst geprägt. Sie hantiert mit Vorwürfen und Unterstellungen. Sie lässt die andere Sicht nicht zu, stigmatisiert die “Maskenverweigerer” und Ärzte, die nicht in das von Angst getriebene Bild hineinpassen, ja unterstellt diesen Egoismus und Respektlosigkeit. Andererseits lässt dies erahnen, dass Sie sich weder mit den medizinischen noch den juristischen Aspekten zum Thema ernsthaft auseinandergesetzt haben. Wissen Sie, Herr Jacobi, viele Dinge die wir tun, sind auch Projektionen geschuldet. Allerdings ist die medizinische Indikation – verstanden als Gesundheitsgefährdung – beim Thema Maskentragen im Alltag (wohlgemerkt!) sehr wohl schon ganz grundsätzlich gegeben, und genau deshalb stellen inzwischen auch so viele Ärzte Atteste aus.

Wer nur an seine eigene Befindlichkeit denkt und nicht mal bereit ist, eine halbe Stunde lang seinen eigenen Komfort zurück zu stellen, der handelt unsolidarisch und unfair.

Das kann ich Ihnen einfach zurückreichen. Herr Jacobi, leben wir in verschiedenen Welten? Inzwischen kenne ich Hunderte Menschen, darunter Dutzende aus dem Dienstleistungsgewerbe und Einzelhandel, die sich durch das verpflichtende Maskentragen einfach nur noch gestresst und genervt fühlen, die starke Hautirritationen und Entzündungen im Mund- und Nasenraum aufweisen, unter Kopfschmerzen und Schwindelgefühlen leiden. Atemwegserkrankungen sind da vorprogrammiert. Sie sollten Krokodilstränen zurückhalten, falls der Krankenstand Ihrer Mitarbeiter in der nächsten kalten Jahreszeit aufgrund von Erkrankungen der Atemwege und einem durch Dauerstress geschwächten Immunsystem übermäßig hoch sein sollte.

Denn all das ist ganz und gar nicht gut für unser Immunsystem. Das auch noch alten, gebrechlichen, schwachen Menschen abzuverlangen hat man übrigens deshalb tun können, weil man auch diese – so wie Sie – zuvor in große Angst versetzt hat. Ihr Verständnis von Solidarität gegenüber Ihren Mitarbeitern, und in diesem Zug Ihre rechtlichen Möglichkeiten als Einzelhändler sollten Sie überdenken, so wie auch Ihre “eigene Befindlichkeit”. Diese ist hochemotional.

Sonst kann es nämlich auch schnell passieren, dass Sie beziehungsweise ihre Mitarbeiter wegen Diskriminierung (Gleichbehandlungsgrundsatz) angezeigt werden.

Wenn Sie sich die Verordnungen genau durchlesen, werden Sie feststellen, dass diese so formuliert sind, dass die Regierungen (einschließlich unserer Landesregierung) in diesem Fall die Hände heben würde und Ihnen als Verklagter sagen würde, dass Sie eigenmächtig Ihre Rechte überschritten haben. Vielleicht hilft Ihnen auch die Frage, warum diese angebliche Maskenpflicht gar keine echte ist, denn dazu ist alles viel zu schwammig formuliert und es gibt hierfür auch keine rechtssicheren Normen und Qualitätskontrollen (wie zum Beispiel durch den TÜV).

So in dieser Sache eine Veränderung seitens der Geschäftsführung der VG zu erkennen sein sollte, eine die ihren Kunden auch wieder das Recht anerkennt, selbst zu entscheiden, wie man sich und andere schützen möchte, werde ich auch gern wieder deren Filialen besuchen.

Bis dahin freundliche Grüße

Im Namen Dresdner Bürger,

Peter Frey


(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen – insbesondere der deutlich sichtbaren Verlinkung zum Blog des Autors – kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei internen Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.

(1) https://peds-ansichten.de/wp-content/uploads/2020/07/20200704_OffenerBriefEinzelhandelDDmU.pdf

(2) https://www.coronavirus.sachsen.de/download/SMS-Corona-Schutz-Verordnung-2020-07-14.pdf; abgerufen: 24.07.2020

(b1) Bildschirmausschnitt; Morgenpost; Leipziger Studie zum Tragen von Masken; 21.07.2020

(Titelbild) Spielpuppe, Klopapier, Maske, Osterhase; Autor: Mylene2401 (Pixabay); 13.04.2020; https://pixabay.com/de/photos/ostern-2020-osterhase-ostereier-5034041/; Lizenz: Pixabay License

Aufrufe: 5655