… beruht wohl auf einer blasierten, überhebenden Sicht, Demokratie als moralisches Kriterium mit Löffeln gefressen zu haben.
Es geht also um ein höchst zweifelhaftes Demokratieverständnis der hierzulande und anderswo herrschenden Politikerkaste. Deren moralisch geschwängertes Weltbild biegt sich ein passendes Demokratiebild zurecht. Eines, über das sie glauben, ausreichend legitimiert zu sein, Demokratie einfach nach Gutdünken auszusetzen oder schleifen dürfen. Immer dann, wenn sie sozusagen „Gefahr in Verzug“ sehen, nehmen sie ihre Macht wahr, um Grund- und Menschenrechte auszusetzen oder auch langfristig zu schleifen.
Dieses „Gefahr in Verzug“ meint in Wirklichkeit natürlich nicht die gefährdete Demokratie sondern die gefährdete Macht der Protagonisten.
Die systematische mediale, politische und juristische Verfolgung von Kritikern herrschender Regierungspolitik darf uns nicht nur wie eine böser Albtraum aus längst vergangenen „Corona-Tagen“ vorkommen. Nein, dieses Phänomen ist nach wie vor allgegenwärtig. Die Verfolgung Andersdenkender, plus die Verfolgung von Menschen, deren an universellen ethischen Standards ausgerichtetes Tun doch unser aller größte Hochachtung verdient, ist tatsächlich Alltagsgeschäft in unserer Fassadendemokratie. Moralisch aufgeblasene Floskeln einer gefährdeten Demokratie mitsamt den dazu als giftige Essenz in die Bevölkerung geträufelten Feindbildern: Sie sind der Putz auf der Fassade einer nicht einmal halbwegs funktionierenden echten Demokratie.
Nun hat Nina Warken im Januar ihre und angeblich unseraller beste Demokratie aller Zeiten gegen die Vorwürfe des amtierenden US-Gesundheitsministers Robert F. Kennedy Jr. verteidigt — natürlich mit empörter Geste. Empörung gilt stets anderen, nie sich selbst. Es ändert allerdings nichts daran, dass Kennedy mit seinen Behauptungen richtig liegt. Menschen, denen die Achtung vor Menschen- und Grundrechten am Herzen liegt, haben das im Januar zum Anlass genommen, Nina Warken auf ihr gestörtes Verhältnis zu Wirklichkeit zu stoßen.
Dieser offene Brief weist uns schonungslos darauf hin, dass eine gesellschaftsweite Aufarbeitung des Unrechts während und nach der konstruierten „Corona-Pandemie“ bis heute nicht stattgefunden hat. Das ist eine höchst gefährliche Entwicklung, da sie eine PLandemie 2.0 in naher oder späterer Zukunft über die Maßen wahrscheinlich macht.
— Offener Brief an —
Frau Nina Warken, MdB
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
— In Kopie an —
Bundesministerium für Gesundheit
11055 Berlin
Berlin, den 19.01.2026
Sehr geehrte Frau Bundesministerin Warken,
wir wenden uns mit größtem Nachdruck und in aller Klarheit an Sie. Der Gesundheitsminister der Vereinigten Staaten von Amerika, Herr Robert F. Kennedy Jr., hat öffentlich kritisiert, dass in Deutschland coronamaßnahmenkritische Mediziner politisch und juristisch verfolgt worden sind (1). Sie haben diese Kritik öffentlich zurückgewiesen (2).
Ihre öffentliche Zurückweisung der Kritik und die Zurechtweisung von Herrn Robert F. Kennedy ist sachlich und rechtlich falsch, irreführend und in dieser Form nicht hinnehmbar. Ihre Aussage steht in eklatantem Widerspruch zur Realität, die wir als unmittelbar Betroffene seit Jahren erleben.
1. Wir widersprechen Ihnen ausdrücklich.
Wir sind Ärzte, Psychotherapeuten, Wissenschaftler, Universitäts-Professoren, Pflegekräfte, Soldaten, Polizisten, sowie Angehörige von Feuerwehren und des Rettungsdienstes. Wir kommen aus Heilberufen und weiteren gesellschaftstragenden Berufen, die aufgrund unserer medizinischen, wissenschaftlichen und ethischen Haltung, unserer Therapiefreiheit, unserer Gewissensentscheidungen und unserer öffentlichen Kritik an den Coronazwangsmaßnahmen bzw. Verordnungen politisch verfolgt, kriminalisiert und beruflich zerstört wurden und werden.
Ihre Darstellung, eine solche Verfolgung habe nicht stattgefunden, verleugnet unsere Existenz, unsere Schicksale und die unbestreitbaren Fakten.
2. Die Realität
Eine gezielte Strafverfolgung, Zerstörung und Existenzvernichtung durch Gerichtsverfahren und Verurteilungen hat es in Deutschland seit 2020 bis heute anhaltend vielfach gegeben. Ein Artikel der Wochenzeitung „Welt am Sonntag“ berichtete darüber, dass es bereits mit Stand Oktober 2024 mindestens 1.000 abgeschlossene Strafverfahren gegen Mediziner wegen sogenannter „Masken-Atteste“ in Deutschland gab — also juristische Verfahren, in denen Ärzte bestraft wurden, weil sie Atteste zur Befreiung von Corona-Maskenpflichten ausgestellt hatten. Teils mit der Begründung, dass ihre Patienten nicht körperlich untersucht worden sind.
Im Hinblick auf das Zeitalter der Telemedizin und die damals permanent wechselnden Verordnungen, sowie den permanenten Aufruf durch die Medien und die Gesundheitsbehörden „Bitte bleiben sie zu Hause — Stay Home!“, stellt der Vorwurf einen eklatanten Widerspruch dar. Einige Verfahren wurden durch die Zahlung einer Geldauflage eingestellt, aber es gab auch Verurteilungen zu hohen Geldstrafen, Berufsverbote und Freiheitsstrafen.
Wenn Mediziner mit jahrzehntelanger Berufserfahrung plötzlich verfolgt und angeklagt werden, sich vor Großen Strafkammern der Vorwürfe erwehren müssen, nicht nach ihrer ärztlichen Berufsordnung gehandelt zu haben und in wochen- oder monatelanger Untersuchungshaft im Hochsicherheitstrakt in Hand- und Fußfesseln den vorsitzenden Richtern vorgeführt werden, dann drängt sich die Frage auf, ob hier die Verhältnismäßigkeit noch gewahrt ist, ob Grund- und Menschenrechte ausreichend berücksichtigt wurden und ob dieses Vorgehen mit rechtsstaatlichen Prinzipien, sowie der ärztlichen Gewissens- und Therapiefreiheit, vereinbar ist.
Überfallartige Haus- und Praxisdurchsuchungen (teils sind Ärzte, Wissenschaftler und Therapeuten dabei körperlich und seelisch schwer verletzt worden), strafrechtliche Ermittlungen, Anklagen und Verurteilungen gegen Ärzte, Wissenschaftler und Therapeuten, allein wegen sogenannter abweichender medizinischer Einschätzungen, Freiheitsstrafen und existenzvernichtende Geldstrafen, Approbationsaberkennung, Ruhen der Approbation, Berufsverbote, berufsrechtliche Verfahren durch Ärztekammern, beschlagnahmte Patientenakten und Dateien unter Missachtung der ärztlichen Schweigepflicht und des Datenschutzes, Praxisschließungen, Kontopfändungen, öffentliche Diffamierung, Zensur, Unterbindung des wissenschaftlichen Meinungsstreits, mediale Vorverurteilung und gesellschaftliche Ausgrenzung, sind leider bis heute an der Tagesordnung.
Diese Maßnahmen trafen nicht nur im Einzelfall, sondern durchweg engagierte gesellschaftlich hochangesehene etablierte praktische und niedergelassene Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker, hochrangige renommierte Wissenschaftler und Professoren, die ihrer ärztlichen Verantwortung, ihrem Gewissen und ihrem geleisteten Eid gefolgt sind. Auf ihr zutiefst ethisches und menschliches Verhalten folgten konstruierte Straftatvorwürfe, teils mit wahrheitswidriger Unterstellung einer Bereicherungsabsicht. Es wurde verkannt, dass sämtliche Atteste medizinisch evidenzbasiert ausgestellt wurden und sie dem Schutz der ihnen anvertrauten Patienten dienten.
Insofern stellten sie weder Urkundenfälschungen noch unrichtige Gesundheitszeugnisse dar. Die Medien berichten über ferne Länder, in denen Diktaturen herrschen, aus denen Oppositionelle und Regimekritiker ins Exil flüchten mussten. Allerdings flohen auch hierzulande Ärzte und Wissenschaftler aufgrund der massiven Verfolgung ins Exil und werden teils sogar noch dort weiterhin verfolgt. Eine ausführliche Berichterstattung in den öffentlich-rechtlichen Medien über diese staatliche Verfolgungen hat nicht stattgefunden.
3. Wir sind keine „Theorie“, wir sind Betroffene.
Viele von uns wurden:
ihrer Approbation beraubt,
ihrer Praxis beraubt,
ihrer wirtschaftlichen Existenz beraubt,
ihrer Reputation beraubt,
ihrer Altersvorsorge beraubt,
ihrer Freiheit beraubt,
und es wurden damit Familien zerstört, Existenzen vernichtet sowie ganze Lebenswerke ausgelöscht. …und Sie erklären öffentlich, das sei „unwahr“?! Diese Aussage ist eine Verhöhnung der Betroffenen.
4. Politische und staatliche Verantwortung
Die gezielte Verfolgung von coronamaßnahmen- und impfkritischen Ärzten war kein Zufall. Sie war politisch motiviert, wie aus den RKI-Protokollen ersichtlich ist, behördlich gedeckt, durch eine nicht unabhängige Gerichtsbarkeit unterstützt und gesellschaftlich befeuert. Sie diente der Durchsetzung einer einheitlichen politischen Agenda- nicht der offenen wissenschaftlichen Debatte und nicht dem Schutz der Patienten (3).
Dass das Ministerium für Gesundheit diese Realität bis heute nicht anerkennt, sondern öffentlich bestreitet, ist Ausdruck einer fortgesetzten Verleugnung und Verdeckung von unzähligen wahrgenommenen Rechtsbrüchen, sowie Verdrängung und Verweigerung von Verantwortung.
5. Verfassungsrechtlicher Bruch
Was geschehen ist, stellt einen massiven Eingriff in die Berufsfreiheit (Art. 12 GG), die Meinungsfreiheit (Art. 5 GG), die Gewissensfreiheit (Art. 4 GG), die ärztliche Therapiefreiheit und in elementare rechtsstaatliche Grundsätze dar. Diese Eingriffe sind bis heute weder aufgearbeitet noch sind die Betroffenen rehabilitiert und entschädigt worden.
6. Unsere unmissverständliche Klarstellung
Wir stellen hiermit klar:
In Deutschland hat es seit Beginn der sogenannten „Corona-Pandemie“ eine systematische, juristische, berufsrechtliche und politische Verfolgung von Ärzten, Wissenschaftlern, Therapeuten und Heilberuflern gegeben, die die Coronamaßnahmen, Verordnungen und Gesetze kritisierten oder abgelehnt haben. Ärzte, die sich aufrichtig, vorbildlich und rechtlich einwandfrei an die ärztliche Berufsordnung, den Hippokratischen Eid, das Genfer Gelöbnis und an den Nürnberger Kodex gehalten haben, gerieten willkürlich und gezielt ins Fadenkreuz der Ermittlungsbehörden und der Justiz.
Vielfach wurden Urteile gegen Ärzte gefällt, welche nach bestem Wissen und Gewissen berechtigte Maskenatteste oder Impfunfähigkeitsbescheinigungen ausgestellt haben, obwohl diese die „Regeln der Kunst“ beachten hatten. Die Staatsanwaltschaften ermittelten einseitig und nicht mehr objektiv. Richter trauten sich aufgrund des öffentlichen Drucks, keine anderen Entscheidungen als eine Verurteilung zu treffen.
Diese Verfolgung ist Realität. Ihre öffentliche Gegendarstellung ist deshalb faktisch nicht korrekt und als Realitätsverweigerung zu werten.
7. Unsere Forderungen
Wir fordern Sie auf, Ihre öffentliche Aussage unverzüglich zu korrigieren, die Verfolgung coronamaßnahmen- und impfkritischer Ärzte offiziell anzuerkennen, eine unabhängige Aufarbeitung einzuleiten, Rehabilitierung und Entschädigung der Betroffenen auf den Weg zu bringen und sich klar von der Kriminalisierung ärztlicher Gewissensentscheidungen zu distanzieren! Alles andere bedeutet eine Fortsetzung des Unrechts mit anderen Mitteln.
Eine rechtsstaatliche Demokratie lebt von Wahrheit, Transparenz und der Bereitschaft, eigenes staatliches Handeln kritisch zu überprüfen. Dazu gehört auch, Unrecht beim Namen zu nennen. Wir werden uns nicht zum Schweigen bringen lassen!
Wir werden nicht akzeptieren, dass unsere Schicksale politisch relativiert oder geleugnet werden. Wir fordern Wahrheit, Verantwortung und Gerechtigkeit. Dazu gehören die volle Rehabilitierung und Entschädigung aller Ärzte, Wissenschaftler, Therapeuten, Pflegekräfte, Heilberufler, kritischer Staatsanwälte, kritischer Richter, Soldaten, Lehrer, Feuerwehrleute, Rettungsdienstangehörigen und Polizisten.
Wir fordern die volle Rehabilitation aller derer, die für die Würde des Menschen, Grund- und Menschenrechte und Therapiefreiheit in den letzten sechs Jahren eingetreten sind und dafür verfolgt, bestraft und verurteilt wurden und werden.
Wir fordern, vollumfänglich die medizinische Selbstbestimmung wiederherzustellen, politisch motivierte Strafverfolgungen zu beenden und verfassungsrechtlich geschützte ärztliche Therapiefreiheit zu garantieren.
Mit Nachdruck erwarten wir Ihre öffentliche Stellungnahme.
Mit entschlossenen Grüßen, mitgezeichnet von (in alphabetischer Reihenfolge):
Anwälte für Aufklärung — https://afaev.de/
Ärztlicher Berufsverband Hippokratischer Eid — www.aerzte-hippokratischer-eid.de
Ärzte für Aufklärung — www.aerzte-fuer-aufklaerung.de
Ärzte stehen auf — www.aerztestehenauf.de
Blaulicht-Familie — https://www.dieblauenlichter.org
feuerwehrGEMEINSCHAFT — https://t.me/feuerwehrGEMEINSCHAFT
Förderverein „Weißer Kranich“ — www.aerztestehenauf.de/de/foerderverein
MWGfD – Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie e.V. — www.mwgfd.org
Polizisten für Aufklärung e.V. — https://t.me/polifa_channel
Soldaten für das Grundgesetz — https://t.me/SoldatenGrundgesetz (4).
Bitte bleiben Sie achtsam, liebe Leser.
Anmerkungen und Quellen
(Allgemein) Dies ist die Übernahme eines offenen Briefes des Vereins MWGFD, den dieser im Januar des Jahres auf seiner Plattform publizierte.
(1) 11.01.2026; X; Secretary Kenndy; https://x.com/SecKennedy/status/2010349911976423736
(2) 10.01.2026; Bundesministerium für Gesundheit; Warken: Einlassungen des US-amerikanischen Gesundheitsministers entbehren jeglicher Grundlage; https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/warken-widerspricht-us-gesundheitsminister.html
(3) 09.08.2024; Nachdenkseiten; Marcus Klöckner im Interview mit Bastian Barucker; Bastian Barucker: „Das RKI ist in seiner derzeitigen weisungsgebundenen Form als Behörde nicht mehr tragbar“; https://www.nachdenkseiten.de/?p=119398
(4) 22.01.2026; MWGFD; Ärzte und weitere Betroffene widersprechen Warken; https://www.mwgfd.org/2026/01/aerzte-und-weitere-betroffene-widersprechen-warken/
(Titelbild) Stetoskop, Arzt, Behandlung; Gerd Altmann (Pixabay); 06.11.2012; https://pixabay.com/de/illustrations/stestoskop-herz-kurve-verlauf-64276/; Lizenz: Pixabay License