Die innere Revolution

Wirklicher Wandel im Außen setzt den Wandel im Innen voraus.


Die Lage ist ernst. Darüber sind wir uns alle einig. Auch darüber, dass wir ins Handeln kommen müssen. Doch wo anfangen? Hier spalten sich die Geister. Auf die Straße gehen, seinem Unmut Ausdruck geben, zeigen, dass es so nicht weitergehen kann? Andere Menschen aufrütteln und dazu motivieren, sich ebenfalls zu erheben? Oder in sich selbst auf die Suche gehen und versuchen, Licht in das innere Dunkel zu bringen und aus dem Frieden heraus wirken, den wir in uns zu schaffen bereit sind.


In seinem kürzlich erschienenen Buch „Manifest für Mensch und Erde – für einen Aufstand der Gewissen“, schreibt Pierre Rabhi, einer der größten revolutionären Geister im heutigen Frankreich, dass wir nichts verstanden haben, wenn unser Handeln nicht mit einem grundsätzlichen Bewusstseinswandel einhergeht. In diesem Sinne hat er die Bewegung der Colibris gegründet, wonach jeder den Beitrag zu einem besseren Zusammenleben leistet, der seinem Wesen entspricht.

Wie für alle großen Anführer friedlicher Revolutionen, von Gandhi über Martin Luther King zu Nelson Mandela, beginnt die Veränderung auch für Pierre Rabhi in unserem Denken und in unseren Herzen. Die Missstände müssen gesehen, benannt und aufgedeckt werden. Doch wirklicher, dauerhafter Wandel vollzieht sich mit dem inneren Auflösen des sich feindlich Gegenüberstehenden. Denn jede Art des Polarisierens kann immer nur dahin führen, die trennenden Abgründe noch zu vertiefen und jenen den Sieg in die Hände zu spielen, die sich an den Grabenkämpfen der Streitenden zu bereichern wissen.

Der Gewalt in sich begegnen

Der Filmemacher Yann Arthus Bertrand sagt, es ist zu spät, um pessimistisch zu sein. Ich möchte hinzufügen: Es ist an der Zeit, Kraft aus unserer Komplementarität zu schöpfen und uns in unserer Verschiedenartigkeit zusammenzuschließen. Wir alle wünschen uns eine saubere Umwelt, Frieden mit unseren Nachbarn und freie Entfaltungsmöglichkeiten. Niemand hier will die Inszenierung von Gewaltakten im Kampf um die letzten Ressourcen des Planeten, den Polizeistaat, der sich ankündigt, und eine Medizin, die krank macht. Doch jeder versucht auf seine Weise, die Dinge in eine andere Richtung zu lenken.

Mein Beitrag als Colibri besteht darin, mich danach zu fragen, wo die Gewalt in mir ist, wo ich versuche, zu manipulieren und zu kontrollieren und wo ich mich krank mache. Seit meiner Krebserkrankung weiß ich, dass das, was mir geschieht, unweigerlich mit mir zu tun hat. In mir spielte sich etwas ab, das wohl von der Außenwelt beeinflusst wurde. Doch der Prozess der Zerstörung fand in mir statt. Und nur hier, so nahm ich es wahr, konnte er auch gelöst werden.

Verantwortung für die Innenwelt übernehmen

Die Ursachen und Lösungen unserer Probleme im Außen zu suchen, degradiert uns zu Konsumenten und ohnmächtigen Opfern des Geschehens.

Uns bleibt nichts, als anderen die Schuld für das Problem zuzuschieben und auf den Retter zu hoffen. So rechtfertigt das Trio Opfer, Schuldiger, Retter seit vielen Jahrtausenden jede Art von Gewalt, Unterdrückung und Ausbeutung.

Vor allem aber lenkt es uns davon ab, dorthin zu schauen, wo die Probleme entstehen.

Andere oder die Umstände für ein mich betreffendes Übel anzuklagen, macht vielleicht meinem Ärger eine kurze Weile Luft. Mich selbst mit meiner Art, die Dinge zu sehen, auf der richtigen Seite zu fühlen, verschafft mir vielleicht ein gutes Gewissen. Zu glauben, der andere sei nur zu blöd, meine Art zu Handeln zu begreifen, lässt mich vielleicht einen Augenblick lang besser fühlen. Lösungen führe ich damit nicht herbei.

Kein Rückzug in die eigene Bequemlichkeit

Aus diesem Grund scheint es mir so wichtig, mich mit mir selbst zu beschäftigen, bevor ich ins Handeln komme.

Schließlich geht jedem Akt ein Gedanke voraus, ein Wunsch, ein Wille, ein Gefühl. Wenn es hier trübe ist, kann auch die daraus entstehende Tat nicht leuchten.

Wenn ich zum Beispiel Schwierigkeiten habe, die Meinung eines anderen zu akzeptieren, dann muss ich mich fragen, wie es denn kommt, dass ich Andersdenkendes, Andersfühlendes und Andershandelndes so schwer annehmen kann.

Was bringt mich auf? Warum will ich Recht haben? Was hindert mich daran, mich zu öffnen? Welche verletzten Gefühle verbergen sich hinter meiner Unnachgiebigkeit, meiner Bitterkeit, meinem Hass? Warum brauche ich es, mich über andere zu erheben, um mich besser zu fühlen, klarsichtiger, achtenswerter? Wo ist das Vertrauen in mich selbst erschüttert?

Die Beschäftigung mit meiner Wut, meiner Angst, meiner Trauer, meiner Abscheu, meiner Unnachgiebigkeit, meinen Schwächen und dunklen Seiten ist kein bequemes sich Von-der-Welt-Zurückziehen und es hat nicht den Duft von Mandarinen und Vanille. Es stinkt nach Schwefel und zerreißt mir die Eingeweide. Die Gifte und Verbrennungen einer Krebsbehandlung sind nichts gegen den Aufruhr, der sich in mir abspielt, wenn ich zum Beispiel jemandem, der mich gerade beleidigt hat, sagen soll:

Ich achte deine Sicht auf die Dinge und ich schätze dich für das, was du bist. Es tut mir leid, dass ich dich mit meiner spröden Art verletzt habe. Ich fühle mich selbst ganz klein und unsicher in dieser Sache und weiß ehrlich gesagt auch nicht, was wir jetzt tun können.

Die Schwierigkeit, sich selbst anzunehmen

Für mich ist es viel leichter, Petitionslisten zu unterschreiben, auf Demonstrationen zu gehen oder mit der Faust auf den Biertisch zu schlagen, als mich vor meinem Gegner zu verbeugen und ihm zu danken, dass er mich hat Dinge erkennen lassen, die mir vorher nicht bewusst waren. Es ist bedeutend einfacher, anderen gute Ratschläge zu geben, als mich im Spiegel anzusehen und mir zu sagen:

Du bist genau richtig so, wie du bist. Du bist ein wunderbares und schönes Wesen. Ich akzeptiere und liebe dich so, wie du bist, mit deinen starken und schwachen Seiten.

Es gab Zeiten, da hätte ich mir eher die Zunge abgebissen, als mir das zu sagen. Erst als ich krank wurde, begann ich zu begreifen, dass ich aufgrund meiner mangelnden Selbstliebe ständig Anerkennung und Bestätigung bei anderen suchte. Umsonst. Niemand konnte mir geben, was ich mir selbst zu geben nicht bereit oder in der Lage war. Ich hingegen hatte wenig zu bieten. Wie sollte ich auch anderen etwas geben, was ich selbst nicht hatte?

Die Außenwelt spiegelt die Innenwelt.

Ich glaube, dass nur derjenige, der sich in seine eigenen inneren Abgründe und Wüsten traut, wirkliche Friedensarbeit leisten kann.

Tue ich das nicht, bin ich nichts weiter als ein selbstgefälliger Lehrmeister, Schwätzer und Rechthaber, und unterstütze letztlich das System, das ich vorgebe ändern zu wollen. Nur wenn ich mich selbst und die Gefühle, die die Ereignisse in mir auslösen, bedingungslos anzunehmen bereit bin, können sich auch die Dinge in der Welt, wie ich sie wahrnehme, zum Besseren wenden. Sie ist ja nichts weiter als der Spiegel meiner inneren Haltung.

Mit diesem Bewusstsein kann ich ins Handeln kommen. Wenn ich wirklich etwas in der Außenwelt verändern will, dann muss ich im Innen anfangen. Ich kann andere zwar mit Manipulation dorthin bringen, wo ich sie haben will, oder sie mit (Überzeugungs-)Gewalt versuchen zu ändern. Doch ansonsten habe ich nicht den geringsten Einfluss auf die Haltung und die Taten anderer Menschen. Das weiß jeder, der schon einmal versucht hat, seinen Partner zu verändern.

Sich selbst verändern

So sehe ich meine einzige Möglichkeit, diese Welt mitzugestalten, darin, auf mich selbst zu achten. Wenn ich versuche, die Saiten meines Instruments so harmonisch wie möglich zu stimmen und entsprechend darauf spiele, bekommen andere vielleicht Lust, es ebenso zu tun. Dazu muss ich Hand anlegen, die Ärmel hochkrempeln und mir immer wieder auch die Finger schmutzig machen. Ich kann nicht in alter Manier die Drecksarbeit andere machen lassen, indem ich von ihnen erwarte, etwas zu tun, was ich selbst nicht bereit bin zu tun: mich zu verändern.

Als Aldous Huxley einmal gefragt wurde, was denn seiner Meinung nach nötig sei, um die Welt friedlicher zu machen, soll er geantwortet haben:

Seid einfach ein bisschen freundlicher miteinander.

Freundlichkeit kommt von innen und nicht von außen. Und so glaube ich, dass der Wandel, den wir uns wünschen, schließlich von denen kommt, die mit sich selbst eins sind, die Authentizität, Wohlwollen und Offenheit ausstrahlen, Hoffnung, Begeisterung, Freude und den Mut, auch sich selbst in Frage zu stellen. Sie machen Lust, sich mit ihnen für eine bessere Welt zu engagieren und mit ihnen zusammen auf die Straße zu gehen.


Anmerkungen

Die Autorin Kerstin Chavent veröffentlichte diverse Texte auf ihrem Blog Bewusstseinswandel und anderen interessierten Plattformen. Speziell dieser Text wurde von der Online-Plattform Rubikon übernommen, wo er unter dem gleichen Titel veröffentlicht wurde. Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen können Sie es gern weiterverbreiten und vervielfältigen.

Quellen

(Originalquelle) 16.5.2018; https://www.rubikon.news/artikel/die-innere-revolution

(Titelbild) Bild: Emoticons; Datum: 12/2017; Autor: freeGraphic Today (Pixabay); Quelle: https://pixabay.com/de/smiley-emoticon-zorn-w%C3%BCtend-angst-2979107/; Lizenz: CC0 Creative Commons

10 Kommentare

  1. „An dem Tag im Leben jedes Einzelnen, so sie diesen in ihrer Lebenszeit erfahren dürfen, an dem sie ihr ureigenes Inneres erkennen und verstehen lernen, an diesem Tag werden sie auch zu den wirklich wichtigen und veräderungsschaffenden Mitgliedern der Spezies Mensch ohne dabei ihr Dasein als Individuum zu verlieren!“
    Ich

  2. Liebe Kerstin Chavent,

    ich freue mich sehr, dass Ihr Artikel nun auch bei Peds Ansichten veröffentlicht wurde, erlaubt mir dieser Schritt doch, Ihren Artikel zu kommentieren bzw. in einen Gedankenaustausch darüber einzusteigen.

    Alles was Sie schreiben, kann ich voll unterstützen. Ich habe beim Rubikon und bei Peds Ansichten auch schon zwei Artikel veröffentlicht, die den gleichen Tenor verfolgen. Ich will daher gar nicht versuchen, den einen oder anderen Punkt, den Sie in Ihrem Artikel machen, noch um eine weitere Nuance zu ergänzen.

    Ich will die Möglichkeit eines Kommentars lieber nutzen, auf die Frage einzugehen, die für mich hinter Ihrem Artikel immer wieder aufblitzt. Nämlich, wieso einfach nichts passiert, wieso unsere Zivilisation scheinbar wie von einem geheimnisvollen Attraktor angezogen in ihren Untergang torkelt? Dies erscheint doch einigermaßen unverständlich angesichts der Tatsache, dass die Notwendigkeit eines Wandels breite Anerkennung findet und dass in unserem Kulturkreis seit der Zeitenwende bekannt ist, dass der Wandel immer bei einem selbst beginnt und dass Nächstenliebe das Fundament einer besseren Welt und eines gelingenden Lebens ist.

    Durch die Veröffentlichung meiner beiden Artikel und meine intensive »Kommentararbeit« haben sich neue Kontakte angebahnt und hat sich ein Austausch frischer Gedanken ergeben. Dabei habe ich bei anderen zwar – soweit mir bekannt – keine Verhaltensänderungen induziert, aber viel über mich und mein Anliegen gelernt und vor allem auch, wieso nichts passiert. Im Folgenden möchte ich einige meiner diesbezüglichen Gedanken teilen und anreißen, wo ich derzeit den Ausweg aus dieser Misere sehe.

    In meinen beiden Artikeln habe ich sogar eine konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitung angedeutet, wie man im tagtäglichen Leben sein Entscheiden und Handeln zielgerichtet umstellen kann. Diese Anleitung ist insofern praxiserprobt, als ich sie »rückwärts« aus dem Verhalten angeleitet habe, das ich mir in den letzten Jahren langsam selbst beigebracht habe. Trotzdem hat auch das nicht viel bewirkt. Selbst der Dreiklang aus Einsicht in die Notwendigkeit, Kenntnis um die Zutaten und Rezept zum Handeln bewirkt also nicht, dass ein Wandel in Gang kommt und sei es auch nur bei einzelnen. Ich kann mit Worten gar nicht ausdrücken, wie sehr mich diese Erkenntnis in Ratlosigkeit gestürzt und wie tief sie mich getroffen hat.

    Es ist offenkundig ein weiter Weg vom „Sollen“, zum „Wollen“, zum „Können“ und schließlich zum „Machen“. In den vielen Gesprächen, die sich im Nachgang zu den beiden Veröffentlichungen ergeben haben, habe ich so viele Verdrängungsmechanismen wirksam werde sehen, dass ich inzwischen ein Buch darüber schreiben könnte. Es gibt offenbar einen unerkannten Mechanismus, der noch viel stärker als der oben genannte Dreiklang ist.

    Das System sind nicht nur einige wenige Prozent, die weit weg und irgendwie pathologisch sind. Das System sind die Menschen, die auf der »falschen« oder der »richtigen« Seite kämpfen. Das System ist auch keine anonyme Masse. Das System sind die Menschen in unserer unmittelbaren Umgebung. Das System sind wir selbst! Solange ein Menschen nicht erkannt hat, dass er nicht nur in einem kranken System lebt, sondern selbst ein konstituierender Teil dessen ist, wird bei ihm nichts passieren. Wenn er diesen Umstand erkannt hat, muss er immer noch den weiten und wahrlich steinigen Weg vom „Sollen“ bis zum „Machen“ zurücklegen.

    Der unerkannte Mechanismus scheint mir zu sein, dass wir alle tief in uns verankert das Gefühl haben, dass das System außerhalb von uns ist. Trotzdem erfahren wir von dem System Geborgenheit und es ermöglicht uns Wachstum. Diesem System unsere Gefolgschaft zu entziehen, ist uns mental kaum möglich. Daher machen wir lieber die drei Affen und stellen uns dumm. Dies entzieht auch dem oben genannten Dreiklang den Boden.

    Um Bewegung in die Sache zu bringen, muss es uns also gelingen, uns und den Menschen in unserer Umwelt klar zu machen, dass wir/sie Teil des Systems und nicht besser als die »anderen« sind. In Anlehnung an Kant könnte man sagen, dass wir lernen müssen, die Regeln, die wir uns für alle wünschen, selbst strenger und konsequenter einzuhalten als alle anderen.

    Um hier praktisch voran zu kommen, denke ich derzeit darüber nach, eine eigenen Plattform zu gründen. Dort soll ein Angebot entstehen, das Menschen, die solcherart ins Zweifeln gekommen sind, in einen Austausch gehen können. Sie sollen sich dort über ihre Ideen, ihre Ängste und Sorgen, ihre Versuche und Erfahrungen mit Gleichgesinnten austauschen können – quasi eine moderne Selbsthilfegruppe. Solch ein Angebot gibt es meines Wissens derzeit nicht. Ich meine, einen Versuch wäre es allemal wert. Über weitere Mitstreiter würde ich mich freuen.

    Viele Grüße

    Ruben

  3. Antwort auf Antwort von Ped.

    Jetzt hau ich mal eine meiner Lebensweisheiten aufs Tableau…

    Für mich ist die Enttäuschung eine der wertvollsten und wichtigsten, positive Erfahrung im Leben, die ich jedem Menschen von Herzen und so früh wie möglich wünsche.

    Ent-täuschung = Wegnahme einer Täuschung

    Liebe Grüße

    1. Sehr gut 🙂
      Aber beachte: Es war die zuvor höchst selbst im eigenen Ich konstruierte Täuschung, die sich durch die Ent-täuschung offenbarte. Begreift man das, ist es tatsächlich – wie Sie es ja auch sagen – eine positive Erfahrung.

      Viele Grüße, Ped

  4. Mit Freundlichkeit allein kann man NICHTS verändern. Mann muss auch den Mut aufbringen, aktiv zu werden und selbst etwas zu tun! Auch auf diesem Weg kann man wieder zu sich selbst finden.

    1. Lieber Uwe Pohle, woher wissen Sie denn, dass man mit Freundlichkeit nichts verändern kann? Es kann sich hierbei nur um eine Glaubensvorstellung handeln, denn nachweisbar ist diese Behauptung ja nicht. Herzlich

      1. Liebe Kerstin,

        Ihre Frage möchte ich, soweit es Ped zulässt, ausnahmsweise mit einem kurzen Video-Clip beantworten, der wie ich finde, die Problematik auf den Punkt bringt.

        Liebe Grüße

      2. @Himbeertoni

        Interessantes Video, danke!

        In meinem Umfeld nerve ich die Leute immer mit einer meiner Lebensweisheiten, die da heißt:

        „Ich verändere nicht die Welt, aber die Welt verändert sich durch mich.“

        Erwartungen sind offenbar nicht dazu da, Vorfreude zu leben, zu träumen, das Leben zu spüren, sondern um enttäuscht zu werden. Es ist die Enttäuschung, die hinter dem Wunsch, andere Menschen zum Guten zu verändern, bereits lauernd bereitsteht. Die Erwartung schleppt die Überforderung mit sich herum.
        Das Lächeln der Frau ist „berechnend“ aus dem Wunsch heraus, angelächelt zu werden, geliebt zu werden. Dadurch wirkt es verkrampft. Das Lächeln kommt nicht als natürliche Geste aus ihr selbst – und somit strahlt es auch nicht. Die Frau sucht etwas woanders, was sie zuerst in sich selbst finden kann.
        Das große Herz ist vor allem für uns selbst da. Wenn wir es groß werden lassen, wird es sich auch nach außen zeigen. Dafür sind dann keine Symbole (symbolische Handlungen) mehr notwendig. Vor allem aber nimmt es nicht andere in die Pflicht, um dann enttäuscht zu werden.

        Herzliche Grüße, Ped

      3. Hallo Kerstin,
        Freundlichkeit ist eine Zier … allein mir fehlt der Glaube!
        Andere anstoßen, aufmerksam machen, deutlich artikulieren, aktiv werden , mitmachen, organisieren, disziplinieren … sind Attribute die Veränderung herbeiführen und bewirken können. Freundlichst.

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