Mangel an Ruhe

Da haben sie nun den Salat: die vielen Sympathisanten dieses Blog, die immer wieder die Länge der Texte monieren. Für sie – und alle anderen natürlich auch – gibt es zukünftig in unregelmäßiger Folge dieses Format: kurz gefasste Gedanken, die vielleicht zu längerem, vertieften Nachdenken inspirieren.


„Aus Mangel an Ruhe läuft unsere Zivilisation in eine neue Barbarei aus. Zu keiner Zeit haben die Tätigen, das heißt die Ruhelosen, mehr gegolten. Es gehört deshalb zu den notwendigen Korrekturen, welche man am Charakter der Menschheit vornehmen muss, das beschauliche Element in großem Maße zu verstärken.“

Quelle: Menschliches, Allzumenschliches I; Friedrich Nietzsche; Kritische Gesamtausgabe, 4. Abteilung, Band 2; Berlin 1967; S. 236


(Titelbild) Sonnenuntergang, alter Mann; pixel2013 (Pixabay); 2018; Quelle: https://pixabay.com/de/sonnenuntergang-baum-silhouette-3156176/; Lizenz: CC0 Creative Commons

 

7 Kommentare

  1. Schöne Reaktion der Leser (ähnliches erfuhr ich durch Mails), dass sie lange Texte bei Peds Ansichten ganz und gar nicht missen wollen. Das freut mich wirklich sehr. Ich denke, beide Formate dürfen zukünftig ihre Existenzberechtigung genießen.
    Für die „Langleser“ gibts am kommenden Mittwoch das entsprechende Futter.
    Allen einen guten Start in die neue Woche.
    Herzliche Grüße, Ped

  2. Die Artikel sind voll in Ordung weil diese so schön lang sind. In ihrem Anspruchsvollen wecken sie auch die Leidenschaft des Lesens und Wiederkommens.

  3. Ped, würde dich bitten, laß dich nicht irre machen. Bin Rentner, habe keine Zeit ( weil ich noch arbeite ) aber die Zeit deine Artikel zu lesen, die habe ich noch, meistens Abends im Bett. Mach weiter so und ich denke solche wie mich gibt es noch mehr.
    Schönes Wochenende.

  4. Ja Ped und ich sage, dass deine Texte sogar zu kurz sind. 🙂 Es gibt auch noch Bücher, die sind wertvoller als Blogs oder allgemein Internet.

    Wer liest denn noch Bücher, außer die Frauen? Vielleicht ist es genetisch, dass wir Männer weniger lesen. Denn wir Männer mussten mal Jagen gehen, während Frauen daheim waren. Man sollte das alles berücksichtigen. Ich denke deine Leser sind überwiegend Männer. Die mögen keine lange Texte. Wie denn auch? Die Männer müssen meistens richtig arbeiten gehen. Wenn Sie daheim sind, dann sind die kaputt. Da sollen die noch einmal lange Texte lesen? Erwarte nicht zu viel von Männer, denn das sind glaube ich deine Leser.

    Freundliche Grüße

  5. Die Ursache der Unruhe ist der Mangel an Ich-Kraft, welcher im Bewußtsein ein Vakuum hinterläßt, das vom Verstand okkupiert wird und gleichbedeutet mit der Totalidentifikation von „Ich bin mein Verstand“ ist.
    Der Verstand erzeugt Projektionen / Abbilder und kann keine Realitäten erfassen. Daher ist seine Geschwindigkeit, seine Wechselhaftigkeit und Unbeständigkeit erheblich, was zu weiteren Zeitdiskrepanzen mit der Realität führt.
    Wir nennen es Stress.
    Jede Wesensverbindung, ja auch jedes wirkliche Genießen geht dadurch verloren. In dem alles „Fast“ wird, zählt nur mehr die Quantität, die Qualität kann nur durch die in ihr eingelagerte Zeit erfahren werden.
    Schließlich wird das Vakuum nicht gefüllt aber die Konsumformel weiter beschleunigt.

    1. In diesem Kontext eine treffende Beschreibung von Mangel und Fülle!
      Wer es verlernt (oder aufgrund eines Entwicklungstraumas gar nie gelernt) hat, sich wirklich zu entspannen (sprich: die eigenen Schwingungen niedriger zu machen und bewusstseinsmäßig mehr im eigenen Körper zu sein), hat schon so gut wie verloren heutzutage und wird, wenn er Glück hat, in einem Burn-out enden (vielleicht erst in kleineren und dann am Ende in einem großen Zusammenbruch, wenn er die kleineren nicht richtig wert-schätzt und somit nicht entschlossen gegensteuert, solange er noch kann). Wenn er kein Glück hat, kriegt er körperliche Krankheiten, die er in der großen Verwirrung, erzeugt durch das (Sich-selbst-)Verlassen auf den Verstand als Normalverhalten, heutzutage nicht mehr richtig deuten kann …
      Mich würde interessieren, was du mit „Ich-Kraft“ konkret meinst, also wie würdest du die näher beschreiben/definieren? Ist das anthroposophisch (ich meine, da auch mal so einen Begriff aufgeschnappt zu haben)?

      PS: Was ich mit der niedrigeren Schwingung(sfrequenz) meine, ist dem Artikel von Ped entnommen:
      https://www.rubikon.news/artikel/wachsen-meint-lernen

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